Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 20 (15.11.1902)
- Date
- 1902-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Bezugspreis!*. L. Tiir üsicrrclch'Uii bflll1i1;1!rin . ■1< 'j 2יי nm1;i<1bri(1 . r> 4. iiill •fofiiiiiniDitiifl. für das Hwslajid bnllMiMiriii . K r.'*0!!anm!!'•יי! י'/ .!!״• (firne!')!iimuifr II» 11. Wkcde ::L ■3.h־ümx. ^tooeuxbei* 1902 Redaktion ■•4 Administration bviinn . $eh»11gasse ßr.^4. Sic ״oitD. mrfirim ״״, l. ,״,s I.V eine■׳ jede». '.Uinnntte. ~ * ^urfilmiiDl.?<frtrcm»1» CtioMltiimi, vc&iiia. 20 .־311־ ..Wer die mntcrirllc 1 liniiim, ihn uülüiirti;1111111." '.1ivilniK jeincs '.'t'iiriiiirti nimidlol z» (lKUtlCII, >>> (kinc Heldentat des Brenner israel.?reitischvereilles. einer ,\0rrn, y,1 b:.:e . »1 in tji;' »er, Aus׳'ch»,'! c, Vaiu•. Die itir iף'—■;:.■-,1;׳■׳ U'rtlirhnil ideal.. >!"-e 1>5.-•... m»1 i!1 cnd: i . Wir!!17.׳. . »len Die 'm letzter Stunde erhalten wir die Rachruchi, ' von, Ausfchuffe der!Brünner Freiliichvereiiies 1 zivinslischen Techniker Sch.wegen Teilnahme' den ,!rellneii .1״. Der Lonuiao. den 9. d. M. stallgedablen Rullns- ,Menicherrech:" . .:dlriverial^Ming der Genu» Der Freili'ches entsichren. ..;:1m.■:• '־.. » wurde. , ' nennen, unur (,tu J. 7.;{uv Beleüchtuitg dieses Haller wDllen wir iol lätigkeil iin'eee '7: ׳ ׳ Der berichten: Vor 2 fahren strengte der beimrate zwingen 1111D j» yal v 'e Techniker geilen ein Mitglied der Frejliichoereines, .liane erniedria.'r : : zugleich auch ini Stultusvorstande sitzt', rine Ehren. . Mn allen nur : 1i»igu«g»itag« an. deren 'Berechtigung Durch Dar werden wir ein. 1'.::eil. welches zu Uuguuite» des Beklagten anrii.l. iiuDierenDeir Fi1g..7 ,»des demütigende Men vor der £,-sfenllichkeil ist ja ü: ließltch Doch!,Nein, .waltakl aber;echt, das! genehm Dieien =d1r1!t unierntinnen •;:1 miiiien Vereines, als» dieselben Run in Der Brauch. . Das; Mi!.׳,lieber venreiender ine Erfüllung erwähnter, zrörperichaiie,»' in disentlicher Veriammlung נ,,! ';« sorgen vo!,: bei!, an Gegner Hiebe stehen, ein Produkt sreiheilliaier An!1 tiiSpsen. wie.lie deichauung, nnd wir waren Daher von vornherein ichl werden könne«.. überzeugt, das! ihn Leute von der Qualität »nieiel ' ' Dulden, das! Leute, die, Vorslandriliilglieder nur in höchst gezwuna.n.e: 7er Ehrinlichn'zicllei! in und ungeschickter Wesse üben würden. Tie ׳chmuing. 1 meren. die Die . Worte j Jlomöbie aber, die sich chrin" neis im Munde : :n.nige» Parteien" sich ׳.:.׳> jttteigennütziger'Wohl- ..״.iiieren. zum Volksver- I Der herrschenden Slultnra», verslonenen Svunu,-. 1«l. Gewerbe,errinr׳aale abgespielt Hai, üiö.kiras unsere^ nichts ׳ weniger als ovlimisii'chen' Erwaetu» gen. Sic üahin solgenden Perlaus:. Ter Einderuser DT 1 ' ,־y: a! . a :!.׳grüßte Die Pr.uie 1,1:7 on niliche Per Meinung zur Äbnibe :Pr beieichn^ii, >ü: ' sei!:>׳.' erwabiii. Das! ׳:. daven. den Techniier S.b . g ׳maß und unler Ängar. schlus:- mittUt^eü. iond.i k:eier Äuigade 1 betrauten .:. .net wurde. Taraushin wurde Dein Techniter : : Freiiijch entzogen. Als Ursache wurde ihm von- ׳ ::.!! eines Ausschusimilglieder bedeuiet. Das! rtiieiie!.:ne zionisuiche Gesinnung und Deren oiseiilliche Veiätigung, i andererseits der- Unisiand, daß er ein Mitglied der Vereines geklagt' habe, die Ursache . ..ur Maßregelung bilde. Aus Einschreiten zweier ׳:׳::" Der Perirelung dieser Angelegenlieil bclrauier ' lwniiien, svurde dieser' Beschlun anullier! und D.w 7-. Dinker Zch. behielt den Freitisch. >'n dieser Angelegenheit gab der Präses Des '. iwchvereiner Herr -Tr. Tigi». W o l i Den beiden rlretern eine Erklärung zu Protvkoll. welche dahin :.:tele, das! für die Änsnahme einzig und allem Aotlage und die Ttudienersolge der betreiienden .-.werbet maßgebend sei, aber unter keiner BeDingung ::׳eite» des Bereiiier überdie volilische Gesinnung n7 deren Betätigung Siomroll geübt werden dürie :tiachdrni dar nunniehrigc Vorgehen des Per : raurjchujsjes mit dieser Erklärung im kranenen ....;-0 . ST ■-.'־:׳•׳ . Deripruche steht, erachten wir es als nutzlos und . dar heißt v.׳r dein Austrelen Der isiontiten. Damit :.׳r unserer Würde stehend, aus privatem Wege begnügte. Den ueinpeldiener ',u Den Bluts und lnlervenieren und werden vorliegende Angelegen . MschäilssreunD.» Der zu wählenden Herrn zu schicken Erschienene».,'wvra'ui Tr. Michael F^ei Ni. Tekreiär der Brünner Tladlgemeinde und .lugenscheinlich eine neue Entdeckung suIiurvorsickuDlichex TvekiUan.m, dar Präsidium übernalnn. um seinerseiir wieder dem Tr. Fialla Dar Wort zum aus>1ie,>iqs1cn Gebrauche zu erteilen.'׳ Einige VierielsniuDen entslei:' Dessen redegewandten Lippen!euer usuelle' zage Bre^ dessen Hauplbesiandieil glar:e AUta.-sSphra'eii über i'.chl Den Mut gesunde» [ ״ÖHttubcnsimeteiie׳,“״ Dar goldene '״israeliiiietie e'ssiziell. D.'h. ordnungsE Herz, bürgerliche Pslichien und io soN, -dessen ^!1 :׳.׳»' Gründen ihren.Belaten liberale Tchlagworier ältesten ,'ahrga:׳-!-:-. Den Vei'i'inrDiener mit und der. oerebrlichen ,Gla^ nsgenossen" uin -Die Mänler gestrichen, 'nie ׳eine Wirkung venagt. hieraus ׳:׳ ׳Die stehenden Muielii iigung unserer armön, .׳.hindern wissen. Durch :!:inlnngen die bssenlliche lliteils zwingen. rgehen dieser Herren Sie Herren loiuieti mii ,Ihrer S»l miriedeu sein.' beliebte der Redner eine kleine Lpai,ne ,s-.״.: de»,;ie liiiben eine» amir», ileißigrii;lnDenlen die Fort 1 sachlichen Teil seiner Reieraier zu widmen. Dar leming jeiuer;lndieu nuniögliäi geimicht. dnsiir aber'heiß! sich mit Der .Tätigkeit" Des Brünner .«11!::::- De», Brünner einlliisvnriiaiiDe einen Gesallen envieien. Vorstandes zu besasscn. Hier baue er 1a1!äch11ck! eine 11׳\'׳n111׳l1r zwei Heldeuiaien! schwierige Ausgabe zu ' bewältigen. Da ja Die Er- Weiterung Der FriedhoseL und Die korporativ-' Be'- 311 Den Uriilllirr 4»nltusu1atllrn. '-e1.tgu.nq ves ,!״liurvoritai.D.r an den Festlichkeiten Aiu!>. D. M. vetaiuialteie der^hiesige.irultusvoriiaud anläßlich Der bevornihenDen Neuwahlen eine Wählerveriainnilung. 'Während sich unserg. ehr jaiw Gen1׳.׳ll:Derevräsen!an; in Der chik'N alten Zeit. : vor der Lssentlichkeit behandeln Ter Freitisch-Verein ist zu dem Zwecke ge I>Det, den armen Studierenden Wohltaten in uin solel'erart die durctis Ge׳etz Ltzinnienzahl zu saminelu. glaubte ,'nteresse Ilirer Anse'heXis Der V.'rwur׳ vorgcschriebene sk^^esnial int erber Scheu Jeuillelon.. Der UcXddilili. ׳ Bo» I. r. Peroz . huö tein podräilchen von poliiieiltioi. Rach dem Maariwgebete trat, ein ft» a» den Duod". gnd rezitierte mit zitternder Sliiiiuie de» .adSijchH Tie Versammelten, die den vorher- ..!!enden .Raddeschim" keine Aufmerksamkeit geschenkt s, D illen, wandten sich plötzlich gegen die Oslseiie: Fm , B ihausb herrschte vollständige Stille, die.nur durch.ganzen -'ms »Jehei jchmei raboth" unterbrochen wurde. 'wo Fch staunte und stand verwundert da, auch^ , » ichdegi der Greis das »iaddischgebet verrichtet halte sich vom ״Amod" entjernte. ,Junger Mann," sagte er zu mir, als er an mir vorüberging, ,du wunderst' dich... es si't der ׳:addisch nach Rabbi Jizchok!" 1 f. ״Entschuldigen Sie, Herr, wenn & «ie nach Dein Manne frage, dessen Rainen alle sq ehrfurchts- V'0°it erwähnen." ,Ich will es dir erzählen, junger Mann." Ter .׳״r-1׳« ließ sich an meiner rechten Seite nieder und erzählte mit bebender Stimme: ,Vor dreißig Jahren lebte in unserer Mitte ein großer Philanthrop, namens Rabbi Jizchok, der Sohn des Rabbj Joses i-ätgen Andenkens. Er war sehr reich. Sein Vermögen belief sich auf einige tausend Gulden, 'er besaß zwei Steinhäuser unD sein WeinhanDel vergrößerte sich mit jede»! Sage . _ -ä,»:!iche polnüche Edelleme Der Lries, als die Stadl unter die Herrschaft S'ierreiehr gelangte, auch Die Ssiiziere, pittgten in seinem Geschäfts, lokale zu verkehren un^ alle lobten Den dort verkäuilictie» Wein und psiesen Des Händlers klugcs Weib Eiter, welche Das leitete ׳ und alles besorgte. Reb Fizchob kannte nicht einmal'^den Geschmack der Weine »nt Ausnahme! desjenigen, den. er . zum Eiddusch" und zur ,.Hawdalah" gebrauchte. Ten Tag hindurch saß er in, Beth ha-Midra-ch, er Dem Thora StuDchn, oblag. ° UnD als man- Eiter fragte,-war um ihr Mann nur ihrer. Friichte Arbeit genieße, antwortete 11C. imlv Wir fite» doch Mitinhaber, Die. fruchte des von mir betriebenen Geschäftes kommen »ns m Du-ifr Welt zugute,.die Fruckne des GeichazteS uvinesMannes gehören in die znkünslige Welt . Er ißt an meinem Tische m dieser ^.elt, in der zukünftigen Aielt werde ich der -;chemel!einer Eiter war! eine fromme und 'wohlteätige ,!trau. Vor jedem Rojch Ebodefch und Fon, low pflegte ,,e. bedeuteude Almosen an Arme .zu ve'rteilen vor jeden, Pessachfetle schenkte ״e -hre..'iIe>deu unD D.eeniaea ihres Mannes an Ro1dur!l,ge. Pen Erlös der Mandel». Rüsse nnd Wemhese bemmmte ne sjir paläslinensische Zwecke. , -- zur Feier des vierzigjährigen - Regierüngr,ubiläu»1r.' diese Haupt- und Paradivoüe» Der bisherige',: ׳Tätigkeitsberichte ' Der .ilullusgemeinde. von ׳einen Vorgängern während der—cketzien J0■ l'> Fahre denn doch zu -stark ausgeniitzl wurden. Aber!einer Gewandheit gelang auch die lknigebimg Die'ei dilippe. wöbci ihm freilich die geiilwe- Äefchaffenhe» ׳einer Zubörer weieniliche Erielehietung gewährte. Er i'ieng nämlich an alle möglichen, fan und inr sich sehr löblichen und ersreulichen Tinge, die erbet mu der Täligkeil des äinltnsvorstandes absolut- Nichts zu Feueren klaffende Wunde, die verschiedenen M NationalWes! "Mk Etter war aber kinderlos — sie lebte' einiam niit ihrem Manne *־>. Zu jenen Zeilen gab es noch keine ,Ebai>iD!m" und Beänner ,der Tal"!ein ironijches Lächeln jpielte UNI die Lippen des Greises!, die ,-EameaS. und. das Saibbl mar noch nicht genügend perdreuel und Reb Fijchok verbot seiner Frau, den Rai der in der Rähe der Siadt umherirtenden Zigeuner knd Hirtenhorden einzuholen. Auch den reichlich yonorierien Arzle» geltzizg es nicht, Ester zu heilen.... Tie ganze Woche hindurch verbarg Euer iorgfällig ihren Kumiuer- und war bestrebt, tzeM Reb' Jizchok froh entgcgenzukommen. Rur Freitag abends, wenn Reb Fizchok. wie es Brauch, war. die ganze Rächt im Beih-ha-Mtdraich zubrachte,, schloß sje kein Anne, betete "inbrünstig, weinte und klagte jämmerlich. . . doch Reb Fizchok erfuhr nichts davon. Jahrelang pflegte Ester an jedem Montag nnd Tonners'lag zu fasten, jahrelang, enthielt sie sich des Fleischesjens, ja sogar jeder gekochten Speiie. ״Siefürchtete nämlich. Red Jizchok werde sich von ihr scheideir und eine andere als Weid heimiuhren, um 8!»der'zu zeugen. Reb Jizchok war aber ganz anderen Sinnes. Er mußte sogar oft aus diefcm Grunde io manchen tzartcä Strauß mit dem Tajan äurkämpien. Ties kam Eiter nicht zu £hren. Tie in ihrem ׳ edika ' f