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Jüdische Volksstimme · 1902-10-15 · 18 (15.10.1902) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
III (1902-1903)
Issue
18 (15.10.1902)
Date
1902-10-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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5ז - Bezugspreise.^ . für Osicrrcich-Unqant!,lltijnliri!! . k' (!m1;jnl1ri!1 . A' 4.— in:!. 'I;ui1;״icnö1n!n. für das Ausland bdllijührifl . 1\ •J :»0!ן!חו111ו;1וןון . K - (<'i!1:cl'.,iiinmicr 11, 11. III- Jakrgang. Jüdische Redaktion ‘ Administration ISi'imn Schi'flifasso Pr. 4. lif ״vXiib. e'tilf-Hiimiic" CTlrtlciitt nm 1.;;...ו I?,. eines köcn Viiäibandl. Vettmimg Cito siltm/n, Vriy;!(!. J Wr ünn. lö. Oktober 1902.^ , - 'Alr. 18 Zu den Landlags-MIilk». ' 'Wiedcrfährt einem Volke blutige Unb!!l, io :reichen seine Iöhnc den Unglückslag a1׳. zur Er- •:::!crung an die erlittene Rot und^fchreibe» den minien de« Bedrängers daneben, war blaßblütige l-arreii'und i״»pvtc,,le «Tuchler abfällig dcuricile״. Und ebedcm tälen auch -die Inden so. Zugcinglcs Ilnrechl ließ ihr Blut sieden, ihre Herzen lechzten v>»d . ihrer Wo!,. Prisgv der und auiregendiien ,e - zu schildern, ,der Ezech: er dazu oerleuel Hai, die Fsrdcrüng binwieöernm dnrchleu.vie: ׳:e Tieicn deutschnaiionalen fahr! nicht von, -,hriicher, aus de.n v'Udenba'ser, und beide den »ich! genuz Worte, Ield׳'lh:lke basierend,- nationaler Rroe:!, ׳und..-! den .enden da«rausgc1'׳ä 1׳," Elend ins Gedächtnis vom Ausfall vages'Lvekullttiouen an der Pahtdorie i, und nimm deul'ch!" zu erhoben. «churken und Rarren ׳bei,arten die :.:,!> d:ch und klimm' rzechi'ch!' Juden Darin, dieser Hazardip:!, zu beirÄben. ,Gewinn dar. die Ausübung der Wahlrechtes. Iroy 1: ■! zu r»׳en. , beuli'r hirr; lieult's dori. ' llnD war' tun du I..den'? Biele wählen l.n׳. sächlich. Bon den charali.': »sn volitii-Den Lirebern r :ch :linche diud des.Wuuiches nach.Vergcltung ver- >1nd Beruiraii1m:Iau:en.deu!ich!ch1״elnden:,nd^zechiich aasten Ne ,clbsi in ihren Gebete» md* Tie feilen .dir in« Martiick, •rbiften *nnnf׳״, ״-«״v lif. sclbsi in ihren Gebeten nicht. Tie Z i!ud vorbei. Uns! wen» beule der Bblkruiund den Inden rachsüchtigm>!n11t. so lügt er. Lv ra׳'ch a!r uidiicheS Leid vom'Juden vergessen wird, io ra׳ch ׳-!,windet kein ׳ anderer Leid aür dem Gedächtnis Belroijciier. Und auch derjenige, der dieien Uiuilaud zu einem Verdienste! der Juden stempeln will,- cnr- K.ugelns und rLnsielnr,' iffncu noch nie gebracht und wird - idnenmenttllr weichen bringen. T:e wenigen Ziunüen vor der EaischeiSung qibir iar. die Juden Ruhe.' Rach Der Wahl erinnert sich d.r Teutsche nur der Juden, die ezechiich, der- Ezech.׳ nur -derer, die deuisch geilimm! baden und ichlagl auf die alle los. — 20 sorgen der indi'che Wäb.er snl'eteiic'n seines.Volker.. Und wie krehi'r. damil, da!! der w^btende Jude :;»Minden V-rgeliung kür erlittener Unr-ch: zu uh.:: vermag Y Züe «Selegenhei: köiuite prächtt.i'bazu denn!׳.: werden, um unseren Volksgenossen IeindeLiebc . - »1־— _ , ׳-- - ...־־־־'• o ׳ יי■ י•«j»• ׳■־־״־־-־-י־ *»••» »»»-» Hill f ן l kl lullet ll U\ .v d (janttesnamen׳ OiflKtapi vermerken,, ltzenüge besprlochen wordeni^is gib! aber auchZüdiiche l gu vrediz'cn, aber dieser Handwerk üoerlasien wir kann sich der Jude süglich ern'aren. Wähler die sich als Juden d:-- Ausübung ihres Wabl-! andern. Hinier dem - Gelüne nach Vergeilung , Tags des jüdischen Kalenders bnnderl rechles schuldig zu sein glaub.n und sich nach Guldünken ׳chlummer: 2elbüdewus!l>ein und Litbr kür da? ihr -bis ins Mark" sich aed rüchden Asvokalen und syabrikanlen vier zilm io<and sovieltenmale zu reden, .׳ei unlerlassen. Tas-,Treiben dieser Krealuren, die nichl allein idre Perionen , deren Verlusl iür das Indenlum nur Gewinn .ee enlel in peet. Tienü deutscher'und ezechjscher Cliauen stellen, ionörrn-auch ihren, aus Geldveutel g.ssrundeten Emslug in schämuesl, die Wahrheit^ Ursache bildet nur die grausige Ioies!er Weile-azu benükicu,-um andere Inden iremd. Enilönigkezt ihres Lchickials. Rationale Unglüekslag-e nationalem Lltimnienichacherdlenslbarzuniilven, iirzur- :!!streichen und '-- ' ' יי י י י. ... . dies Gcschäst kann Lind doch alle und lausendsach als Unglückslage gezeichnet und ein - aui die eine oder ander. 2-nle schlagen: Elnerieils eigene Volk. ’ Lelbilbewuhlen Juden ab.-r. die Volt, dessen Rame nicht darin slündc, gib! cs nichl. T7r l glauben sie dadurch wwkach Vorleile zu crriiugen, Volk lieben, leeren wir nichi aus dem Wege zur Versolger wurden eben im Lause der .'seil zu viele, andersteils vermeinen sie — dureh die vorhin er- Wahlizrne entgegen^ um ihnen'Liltensprnctüein an die Leiden häuften sich .zu gräulich, die Lhnmachl wähnten Hey- und 'Loekru׳e verblendet - ein Werk -Sen »tovi zu ' löcrtjii, sondern sic von '.der.Rlw- und damit die AusjjchlSIoiigkeil jeder Gewiter nach der VergellUng zu üben In Wirklichkeit schaden ne ^longkeit. und Verderblichkeit ihres «.Drittes ,:,'über Vergeltung blieben lo ständig, dass schlieülich dieses nur ihrem jtolke und erw.iien ihren Ieinden Liezeugen. Wahrlich! Eine herrliche Rache nach den läetnil erstarb, «o hat sich der »Jude das Rachlragen, besdiciiktc. . ' 'Tagen von Polna und Holleschau ezech,ich zu wähle::, abgibvöhnt. - s , Ter IHknslanS, das; — zufolge der nationalen [ Wicdervergelluirg, wie sie gerechttr mchl gedacht 1 Trotzdem gibt ss Leute, in deren 2üe!ula:,onen ' «lruktnr Bobmens und Mährens — in vielen Tore» : werben kann, deutsch zu wählen, wn doch 2.chv!>e7e7 die Ülachsucht der Juden einen gewaltige» Ia!:or! der Ausgang der Wahlen durch südliche «limmen iancr und Woliianer I-ührer sind untz in. Ko:;:v, bildet,'er sind die« dse natibNalen'Politiker, der: bestimmt wird,-iü ein unnatürlicher und ungesunder. Teutsche wohnen!! ' Lande? der böhmischen Krone Io konnten wir heule, Unge׳'nnd für die׳'deutsche und czcckiichc Ration, l Pflicht jedes Juden, der!ein- V o.k .zn!!seit der Wahlen, das merkwürdige Uikium lon-;"ujeil er es mit!'ich bringt, dass der Charakter vor Ichaden bewahren will, ist Innthalilaliercn. Daß jüdiiches Leid ' laut auU^MMnt undlber verschiedene» Verlretnngskvrpcr versälscht wird tuny von Tei.nähme an einem Kamp.׳,׳.-׳ dem Inden Rache gepredigt wird von ^^Wkjuden. und den taiiächlsch" bckiekchmdx»—, Verhältnissen ln Sen clnzugreisen itrm nicht z ll il e b I Ter' Tcut!ch->chc»1üht sich, die L-.!Se1, der-Jude» in l nicht en!svrich!, und ungeiund und demoralisierend und dessen Rus-al! '׳'ür ihn immer nur de» Tagcn/DoichHolkichan und-Polna in den grellsten iiir die .böhmiichen und mahttMtwn Juden, die ein unglücklicher ׳'eim k^inn. ¬ו¬!?guMelon. . David Ccib beim Sefer.!1*011 ^anluel N'l ei! eie. z׳-»il1 r. Betrachtungen, öentenzcn. Rnekdoten und Der Talmud i׳'t vielmehr cinc nichtalwenn auch nicht ganz ohne Iyiiem geordnete Eozyklvpädie, worin alle Wissenichasken, die John.. Tavid Leib ׳ang aus »>em Buche heraus: ,Rabbi Tanjum. John Cbanilais, sagtti 'Wer unverheiratet leb!, lebt ohne Glück, ohne ,T.!e!!de, ohne Jegen. —Lhne Glück; es steht gikchrieben:!Süllen ' mit beiden Parteien, die sich׳ wegen eilte® Rechtsstreites in den Haaren lagen. Io hielt er es smmer mit dtiz -Schamaiitcn . und Hillelitcii in s der festen Überzeugung, daß die Grundsätze Parteien, obwohl sie schnukstrarks nuSeinandcr< ' Woile des lebendigen Gottes,seien. Wollte man cS einem im Talmud Unkundigen Maße, daß cs ihm die' ganzc sseil adsorbierte und erklären, ivar Gemaralernen heißt, so müßte man nachts war er allzusehr vom Tage, adslrava^.er:, ihn zu allererst kiit sicherer Hand durch die.ger-rd daß er sich der schwierigen Halacha, deren I:.׳' : und krumm gejckilumzenrn Piade des Talmud führen l sinniges Iludium einen srUchen Körper und ruhigen' '! und ihn mit der G'eislesprod'aklivn׳ einer sünihundert-!Kops beanwrucht, unmöglich., mehr widmen konnte. Ter Winter-war mit seinem weißen Ichnre-' iähri.M Epoche vertraut machen, was.nicht so leicht!.Tic ZcilD,,'! kurz und der Rrbeii in" Diel.“ iagie k! ide gekommen, .snit seinen kurzen. Tagen und' ankoninicn dürste,!jumal iü man über die Rb-i er daher, einen dekanntrn Ipruch unserer Weiun lanezen Rächte!!. '! - iassung und de» Zusammenhang des Talmud noch zitierend, und nahm einen Auszug der hagadischcn Im Talmud streiten die Rabbiiitr:. Tie einen ,nimer im Unklaren. Emjge Gelehrten halten ihn sür׳ Teiles aus Talmud und Miöraichim und 'begann sage», die Rachi sei für dar Lchlasen geschaiien:' cine'Zeitichnst. redigiert von damaligen Juristen mit dem allhergedrachten ö-emaranigen, der übrigens ,die ander-m sagen-Die R.uht sei für daS^Lernen und Geseecskundigeii. und einige wollen ihn als - nur beim Iiudium der Halacha insAnwcndüng ge geichasscn. David Leib hielt cS mit den ievlcre».' eine Lammlung von Sitzungsvrotokoll-en der Rabbracht wird, ganze Icifen hcrunter.zuleiern. I.!n Als Tavid Leid nachlS mit blauroter Rarr bincr-Akademien erklären. : Lohn, Berl, der in der Kanzlei schlier, war an d>.-n undigcsrorencü Häiidcn .vom Geschäsic nach Hauses Der Wahrheit gemäß aber kann der ׳Talmud Jirgsang seines Vaters schon derartig gewöhn!, kam, nahm er rasch sein Nachtäkchl ein, schlich sich .weder »IS 1-1rp״s jiins noch a!s -i»e Jammlung.daß cs ,hm wie Wikgenqeiang Ssiuchie und er bade, -n seine Kanzlei und begann zn Itfnen Er lernte von -Livunqsprolo.lollcn angeiehen werden, da in ,eiedlich schlummerte. Diesen Abend aber lag er «tut gewöhnlich bl« ein Uhr in der Rach woraus er demselben nicht nur Verhandlungen über Zivilrechte getckikvsscaen Augen, und fointc nicht ein,Laren, ziemlich laut daS übliche Gebet vor-Iem Lchlasen-! und Ivessegeietzc vorhanden find, fondern auch eine JB.im «e׳er um Dtr. 4»atet,-1m Bette 1,וזז der gebtjn verrichtete und zu-Bette giena ׳ Menge von naiurphiloiophischen! In den früheren. Zeiten pflegt» Tavid Leib ethischen Wahliprüchen, kepsübergebeugi bei cincm großen sszolianteii zu- LegenlNin. i>kcn und fleißig den Talmud studieren. In der phabctiick!. ruhigsten Itimmuna versolate er -ihre athletischen ordnete Eo^,,..., . . - . , ,, . lRisteskäntpsc aus dem Gebiete der Halacha Aber zn senen Zetten Gang! und Gade waren mrha.l en Es m ü.ch: Dt. dag der-Memch albnn rer ׳ -hue er suchte nicht durch' subtile Ipiynndiqkeiten oder'sind, wie Jurisprudenz, Philoiophir Therapttitik, ,zrcudc, es neht ßttchricdcn. a.u lollu d.ch freuen durch Volticheriprünqc der Pilpul.sttk zu ergründen. -Raturwisseufchasteu. - Mathsmai. . Ethil Und Logik. >m Vereine mit deiner .vausgenomn. ».hne «egen: warum d.e nen beiahe» und die andere״ ver- Uüü alles isz mit c.uem- PfeNerkornw.Y gewurzr es ,trht gerchneben: Br.ugc d«. -egen, das m d!-e ne,neu, warum diese erlaubeu und jene verbieten. Diesen Talmud Sund manchesmal.ruch Re^ ,zrau g-mn»'. '« dem Haus, er tmh hiflt es in den men'len jmjnien der üllen und neuen ,)luudjner priemte ©!rl duchl!. A;1* ־ eines Leib fleißig zu studieren-und er war Hochs! per- .Wie richtig dies doch altes in. Was in.der erg'nügi, wenn er sich ein freies Liündchen abiparen Menich ohne ,zrau? -Ein'am. allein. Der ,zreund ' konnle.'- um nach Hanse zn eilen und in den Talmud in nicht aufrichtig, dör Prüder egoinifch. das Mil׳ beider sich zu vertiefen. 'Allein die Jahre fliehen mix der^allein, das wir uns auserkoren, ist wirklich vom' « 7-. . ׳ «Ln, vom Roaen David Leib ward älter undk Herzen uns zugetan, ist cinc treue Lebenrqeidhrrin. ׳" ^."»!?b«°hl st- ,chm.Mr°ckS -mse,na,,dergungen. ,^°ß:r,e sich in dem' ZreLd' >md Le.d ,eilend. Ja. das Weib, das m.t^ Gesinimng^genossen! Gedenket des Pressfondes־! 1

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