Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 15 (1.9.1902)
- Date
- 1902-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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I "ז ha: '׳ז! >! r Uerugrprelre. Österreich-Ungarn . ::ri:1 . K '2'2ll!1ri:1 . A’ 4.1— Postzuteubtnig. Busland :nig . 0<׳.־2 ׳«/ ׳ •liri!) . K '>.• - ii!immer Di h. jüdische :IX- Iclvrczcr-4g. j-. -ריוד mmn. 1. Septemder 1902. Au uit fr re Tr rr! ■Einem laiigaebeasenIVimfdfe 1mr iprodviib und \׳n nii 11י וזי\. IviürfjiilKii Ser Olaita: I ,'11 Oer jiomftifebcii Partei'f ...Hohen, beneu ,VeJ ׳! ׳-'..ע.in.; einer radikalen :Kcgimfl'opfern. Unb sollte-cs sich auch nür darum r,r ^־tv״tK\v UlMjnal.jlibiicheu p;'eif.■ :. Sit fremd in und die handeln, dieachluhimerubeii nationalen Initinkte brr L Redaktion »I Administration 131'iinn Schiiugasse Pr. 4. 5ic 2״'iib. itol!?üimmc" ctübeiitt um 1. mib In. eine•? jcbcii Monnics. Inserate mcrbcii bikkigil hcrctbitci.?kr. 10 I -u :011 1 blaen IVod't Hei• ... . ... . «reuen am!via» a.v.: , , . mb 5. ra^nt-. - '!, aehen die ^ir rrivartrn von ״«seren ttzesrn- ״isaelvr der .jüdische» Vol täflimme* dar.,״, »»Iigsgrnoirc». bnft sie. ihrer Partciptlicht sii eine!Vockvnsd'riil uiiizna. Hallen. Dir ringcdrnkl nicht nur Mbit da» iUatt äildische gMheitimmr" rrscheint vom abonnieren, sonberu auch in ihren Kreisen Zänner IÄVZ angefnnorn in Wir»- reine Derbreitnny eintreten merde». > »»ll al» Wochenblatt. : versehen mit ,»ein illnstrierten Lamiiieiibintt als Lei-.!ae. Das Vertrauen, uv Id,. ■:me“ während ihres dreij.it׳>iaen Veslandes ,:om»i,'dvu ■uni . and, autze i.»den Kreife» erruorben 1׳ ׳nbl non Freunden “und N'ö, nein, nvldv il׳r .׳Illoses, zielivwußt . Iüernte der zionisl nipatie l'ealeiteii, ״lilildvs A.zilatioi ־Inviiiiafeit er nationaler ^ud der i'.eftin'1mt[׳eit worpen und 11 lieber auf ein :teiuebiiienj und 0' eieilvu u|1l ■1:1" neuen (Vieitalt I Pie ״Vblfsftimm , , alt }׳leiben, »was ii ai-zes,- uneigennütz a •;itiid'^ioniftifd'eu f ־.tf, das an all dentuni.die kriliseb, d 2d׳«׳ad,e» s.dnitzt d׳l fürebtet und nicht T:r erite W.»'.1 g vor •twii Satiren :׳er.,׳. _... und uner .brockenes-i. irkon ti&crctcn ־Äiumiiai'.teu'.io : .'.׳erten, brachte chnen.vnd Etöichungsarbei» binuberleiteu. Wenn die f.beu rad e titil autri.btiaer allerbin.׳,s nur e>:,e l1all>e;.'. 1 .׳>e Zehlacht, moralisch '-nisten als b!e radikale Zvpositiot! bas gegenwärito,,׳' die sttvij'uauna.-datz ei» aber, ,׳inen ganze I ,Lieg. Z> 11 n wenn es eine bolle Verwaltungs n'ie s- .und tiampforaan ein otre». wird bisher U'ir^e ein ntei, 0ebred׳e,1 50110. die (Pro׳ schont, r sieb die 'Volks halb der parier at, die stattliche erbk.'ituna der zioniititd-.׳׳! Idee in den weitesten ■Wähler im W-chlkampie zu erweeken unb ihr Inter. ' ' ׳ nie fiir . jnbsiche Gemeind, angele,^ nheuen gichörnz wachzunitteln, so ist immer noch crn Wa^lkainps um des Mampses und nicht um der Mandate willen einer anstrengenden wvchenkangen Agitation wert, frriebliebe'ube Menschen werden «rkchrrchen. Hört» sie recht > .Kamp! nur der Mampses wegen, Mamps um jeden Preis? Wenn sie in ipießvnrg-.rlicher Angn in di.׳ Friebensichalmei blasen und bremvlt wollen, dann >kt ihr Play in den zionistischen Reiben nicht. ' Tie ^unimeu wollen die Kulmsgenilinben^ ■Sie durch jahrzehntelange assickilatorüche Misiwiri'chait jeden nationalen Gliatatt.r eingebiis׳,! haben und.die lulurrellen. wiriicha'tlichen und nationalen Ledurtrine d.r jüdischen Bevölkerung total ignorieren., zn wahrhart jüdischen, dewuütnationalen Institutionen NI», gestalten, sie aus dem Bons! administrativ^ t׳׳escha׳ie und l'ieichästchen zu energischer national-r .׳!»ltur r ücrlaa der z.jüd. üolksltimmc“. 311 Drn T.ult11!11<־n11fi11hf1ual1lfn in Ulicif. , die S-örener;}ieijitten er beiindüchen bcatid)■1 unb den herrichenden liberalen Rieberlage geweie» wat■, wer ein iestes Ziel und' Silüngel, der an der idalnationalisierung .der 1׳.יי s 11 t. it-1- - Vertrauen in seine wa.lr.::e. 'irast bat, streckt Nicht,, membe und ihrer Mitglieder keil Jahren arbeitet, .. ii .r! >> am,, den, eriten J11r1:h'r. .Saften. Im ziw'jten bekätuvien unb liiederruigeii wollen, weint es ihnen :st, Ijx! uns 1»:t■ aaaiseiigar.g, den der heutige Ginler den schläsrigen ernstlich um die chiabliernng einer im indi'chi'.atie sä.-ling.-n unseres .rinltnswäblern der Reid1s!i!,tropole bescheren wir?,. aalen Zinne gel.i'.eten ökemeinbevenvaltuiig zu.INI, iinaen׳.׳!t'eres Pia auch. war!des ils. IV.vbe» ein unab C raau der it'nrd aes B'ainps Mid 1 eat, ßen und Reichen ie bedarf aber der alter in werde!; di.- ^ii't-iiun lanttnrerett und kainpiekiroh "ist, wenn sie die Eroberur.gs dkampsvarole IN d'.e ans dem »rämpr'eld erüheinen. sie unb sich dessen kranvoll mutige Ta! um'cven wollen.. dann gibt ׳r nden, die für sie in dein vi ־.t'.u.'Ccr CDer von .'!amu׳ od>r 'gewonnen Persumpsung. von ranloiltm Borwartsitürmen oder serk einer'. was.chlappigem' Lvportnnismns kein Zögern, keine Phihlkamuagne. t'ller wer sich nicht in den ZSom Wahl. Eine jnnTje,!svenskräsrige,. ausi'trebenbe, '־ . ich! den Mampf uich bcivusu! T׳.e Etebernng der Mnltnsgenie der nationalen Zache, dem Volke miede wagt} lernt ri.mals schwimmen. Irin Wai'sensrrecken, ■ prinzipientreue Partei ichen, tu eine Verzichlbiitnng auf.btn «amps. einen Moalipcn-. rührt mit Keuereifer da״ wert Fehler in, die llileinen '4>»che׳r um Mandate gihl es nticht. Wir wollen l Wahlkampses rwvllen Watsen d^s dem natiomtlen Gedanken ,1!■ Boartiiii des Wahlkamp'VS 11t iedanken die M.ilinsgemeinde» er׳ i rasch heaMitvute! und .duldet keine theoretische Eroben!, nicht a'atr e.iren.'heandateu unsere nationalen 1 orterung. An et» Moinpromisz gckit den Maechthabern und die!usnachgiehige Gegnersetiast ־gegen die' denli wohl kein psltchibewuhler Zionin. Tgs sei tkräsligsten Färderuifc, seitens jaller tSl-nnnunas■ irivolen .'?asser und Zpöycr jeder netlionalen jübijchen j anher Tt-kusiion gestellt. Aber eine andere wichtigere Jeuitl'eton. m dem Cebcn eines rus^isc*־ jüdischen | Zibitien verjchtagen, wo er in einer grösteren Ztadt: zugunsten de- Volkes lältg zu sein. .Zie. lieber I btniren Murzenl׳ die leitende stelle . unter seinen Mamerad," jo sprach er, .würden bei uns auch gar tMollegen eingenommen und bet den russtschen Bei bald ersichlassen und.wurden wohl schon irgendwo a eborben hebeiitenden üinsluj;' gcivvnnen halte. Be-!an den Userw des Lb ober Ienitej ober Amur j ■gemert schilderte er mir die ׳reichüppige Natur, die! sitzen, wo Li? sich noch nach ihrer Srterreichiichon ii««» nb-rkh» ,«n Atkrer r»ewo>. ünbciü^ttcit unb doch'uiterschöptlichen Lchatze seiner Freiheit zurücksehnen mochten." Taraus gah ich ihm , In■ Professor Birc^ow's pMologilchem Institut' zweiten gieiuiat, bas dortige eigentümliche Leben, ja. zur Anlworl, bah ich ■selber kein ^reunb politischer ----- ׳ ז a . . 1. ׳-״״..-- scheinen, als uh er nick einer :Agitation/hch bah ich aber Mntinrarheit sehr hoch- . י— י ׳-־ ■■'-'■■' •:-<־■ ׳ י' a- *-;־' ' unter allen Um■ Achteln, l,schelle Gesprächen. Er gefiel mir qm beffteh uon allen ׳ Du er das rege Bedürfnis fühi!» Vas ^evcn eines ncrvss unv vracyle oas kNe׳pracy׳am cur aUlägttches .n .Kollegen der verschiedenslifn Nalronalkfälen^ freien Burgers zu führen und nicht daseines, ^hema. . . . ' denen ich damals!in Berührung kam.. Zeine: Zklaöen, welch,r es, wenn er hübich gehor'am vleiht,. dlach einiger >t trafen wir des .lhenbs zu- : tile, magere flinke Gestalt der intelligente, heiiogar zu 2Lol)l1'tanb bringoit babs; jeder, freiheitliche,: samment, wir giengen in seine ^oohnung.-Et zeigte ge,zu scharfe'Gesichtstusbrnck, »as burehbringenbe. Gedanke ist ihm jedoch versagt. . ■mir manch interessantes Bilbnir. ,eine Anszeichnun׳ .es beobachtende.,Auge> die zierliche Hand, wiegesten für den Gynaefologbn.!eine Bemerkungen, sowohl auf bas ungewöhnlich.ausgeprägte UnteribungsvermSgen des 'Arztes, als auch aus anherocnllieh tiefe Allgemeinbildung hiildeulelen, ein eit gedenkt sich von Berlin nach Amerika zu :gen, seihe Andenken an Ruhkanb: er war Zangenbegehen, ivo il)»t an einer psychiatrischen Miinik die scheinlieh gereizt. Er hatte an dem letzten Feldzug' ^telle eines Assistenlen zugtsicherl wurde. ES tat nnrf, :״׳■:■-' al« °1 r:! des ruiiiiehen Lararets teilmir ausrichtig leid, dah seine Begabung und Energie irgendwo in Amerika unlergehen soll, wogegen unterlenes VerstSudnis'für all^ höyeren Tagessragen.: dessen in Rnhtand der Mangel an dcran redlich nach China als Arzt des ruisiichen Lazarets teilgenommen und konnte sich tzun der^ trüben Erinnerungen an die ungastliche Heimat, wo er seine alten Eltern und neun Geichwister, jämtlich' intehigente alles zog mich hnchiderstehlich immer wieder zu! denbndeü ׳Möpsey täglich fühlbarer "wird. Ich wies!־Leute znrückgelassen, nicht »wehren. 1 Bald hatte ich in!Erfahrung gebracht, daß er ihm ans unsere Zustände, aus unsere Mampfc hm.j In der Erwartung, dar, es mir geling,n wtre -■ ■ . ■ ■ י. «» ■ - ■ ׳ ־—- - welche ursprünglich jedermann hvjfnungSlos erscheinen! seinen Enliehlui: zu andern, da» ich ihn s,tnem ■uije sei, und dies beMigte noch unsere Bekannt 1-ast. trotzdem uns das eben manchesmal zu langrigen Wortgefechten peranlahte. Seine Wiege stand tn Südruhland. die Ztndien- ''hre hatte er in Kasai! verbracht; daselbst wurde wr die beste Staatrarbesti. minder! goldenen Me- •ille ausgezeichnet. -Das Schicksal hatte ihn gar ..... ... - •״ ׳'Id. nachdem er das Doktorat erreicht hatte, nach:mente m die »remüe wandern, ^jn.ieiner Bertudi .׳ ,/. . . , auna führte er bloß an, dag bet der heutigen , *) (iijdjtenen in Rr. 38 der radikal'fortichrinllchen 18 ....i »' ' ... .. _tmd.cxr.,;* ־״׳tatnost*• in Prag. schlüssig .Seele pretsgeben solle. Plötzlich stand er knapp vor mir, bohrke!eine stechenden Augen in mein Gesicht und sprach keuchend:^ Gedenket des jüdischen Nationalfondes! mochten Ich erklärte ihm, wie unter Lolk unter dem Vaterland,׳, für da« er .noch ttsimer innig,׳ Liebe, Wiener, Absolutismus stöhnte, und wie es ihm! empsindet, zurücksühren werde,, veNtarlte ich meinen, schtiehlich doch gelungen ist, die Existenz und F»rt-}«ngrisi-und bald waren w.ir in einen scharten Entwicklung der czechischen Nalion zu sichern. Ich! Wortwechsel gerate^. Er ztlterte vor Au,r>׳gung und sagle ihm daß sein Tun und Lassest egoistisch sei. innerer Unruhe, «tan, sah cS. ihm an, bat; er iinwenn die beiten Köpfe gerade im entscheidende,! Mojchlüssig war, oh er mir die Gehcimnm.׳ tetner mente in die Fremde wandern. Zu!seiner Ver gunq führte er bloß an, daß bei der Heu russischen Wirtschaft keinerlei■ Möglichkeit bestehe.