Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 12 (15.7.1902)
- Date
- 1902-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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B«u9spr«i$c. ז1ץ Österreich ■ Ungar» hMdmi, 11 - ^iii^jäbrifi . - [i 1־•—l uflniirr ־luntiMcnOiuin. tir das Ausland kultjährin: . .!' - jHiijübriii . -. . A' 1 (fir1cl''i1111,|ntr Hi h. " ) liidische HZ- Icrhvgcnic;. Kedaclion und fldminis»ratlon Bvihm Hrautmarltt Nr. 11. Tic .■.0.Ü0. Voltsftimnik" cijchrinl auj_ I. uns l.'>. einer jeden Mo inner. luseraie werde» billig» bcrcduici. '1־ו.*;יר h־unn, 15. Juli 1902. 2־T1\ 12 linl'rrc Stcilllllgnahmc ru Öen nidit iioniSWrn Kruppen- ־ am Ul o5lerrei<1nsckc11 Zioniü.n ag in Biliv. von 2^en Lederer. W1׳n. IV. viöuen zugule kommt, deren. moralischer Tiesswnd vom. Gesamijudenrum in keiner Wenc vertreten werden darf. Es gibt nicht» gesährlich-.res. als eine.omziell indische Jntercssenadmc für ein schlechtes Recht׳ ein solches Beginnen kann auch durch'die Absicht X f . 1* * 1; ■ ..«**.-ז י ’■ " **«ll.U UUU^ VUlUf UIV «W|IUJl Vein ^Jüdischen Bottsverein" geluuqen wir zu! aafklSrenb zu wirken, »ich! zweckmänig gemach! je . der sich "ber potitiiche nennt und*■ " v׳ iu: nur.nur Eine» zu sagen. Tank der »:!-er jüdisch volisischen Vereines enttäl > *bn gib! er . werden Unlntifltei! T:eien Vorbehalt vorausge'chickt, wiederhole» ... .. ... , , . .. -1 l für uns! «ir nuchmals. bas uns die Rechtsjchutzbestrednrgen . d!. Vei'vendigkeu.j sich mi! seinen Prinzipien yäher der. Union' äußer» jh,»pa!iich sind.. Anders verhält - zu be'aiien und mit können ohne die Geschlossenheit es sieh jedoch mir uuierer Stellung zu bfn übrigen - ur erer kritischen WeDuc irgendwie zu durchbrechen,! Tendepzen und B.i'lrebungen der öslerreichi'ch israezu!euer nichlzionis ischen Gruppe übergehen, die inflitiichen Union. Unsere Lvpositidn gegen diese enlder ״ L » e r r. js aelitischen Union" ihren sipringt dem Gegensätze zwischen Jugend und Aller vollende!«! Aurdruc' sindet. Dieser Verein, gegründel Rlt und slerbenrmüde düukl uns ein Judentum, in!-Jahre Ieöl4. also zu einer Zeit, da deuiliche das über sein eigener '£!;jen nicht^Nachdenken will, A׳!z-.!chen der mi! elimentarcr Gewalt hereinbrechenden weil es sons! zu einem anderen Resultat als ,dem bi »!!um die sorgie scn Gemüter der Wiener Assimi der R.ligionsgenosieni'chasl gelangen müßte, Energie- <• lar.ouiiuien erschpckteu, war der erste politiiche los -und anämisch sind Abwehrbeslrebungen, die sieh R.ed.richlag des in die Grenzen seines! Stammes >n der sormalen Verteidigung erjchöpsen chnü zur wies« zuruckgedrähglen Judentums. Tie Union Gesundung, -der jüdischen Lrganismus nichts bei׳ tvm,. »IS Abwehrverein gegründet »nl ׳ ist dieser. s agen, als eine äiiitik ihrer .veaemungsursirche».!..!»!»; ihrem Wissen nach bis heule treu geblieben.! Irreligiöse Inden, die sich p.lilisch organisieren, T!e statutarische Alifgabe, Jrrtümer und VornMicke, ohne den innere» Übergang von der Religionrand!. ue-.r das Judentum verbreitet sind, ansznklären ׳lehöngkeit zur Stammes oder Volkszugehörigk^t u l> z» beseitigen, sowie die aus Verschäriüng der' essenllich und programmatisch ei,izugestehen, das sind I. nj.ilionellen und Rassengxgenjätze gerichteten Be- - Greise, ^dic den L-.bensa'bend ibrer müden Ideale siiedungen zu bekäptpfen; diese Auigabe. wurde von, furch Selbl'lerkem.tnir nick)t »ör;!! wollen. Ter Ziolii! tlnioii stets, wenigstens dein Prinzine nach zur! 1 ismiis, in dessen Läger die Jugend unseres Volkes Leitung gebracht. Die reifste Frucht die er Abwehr-; »ehl. stellt es als seine Ausgabe an, die Gegen beurebii:!jen js, das im Jahre IH9! errichtete, warlrarbeite» derart cinzurichle», das; sie über den Rechtsschutz- und Abwehrbu rei n, desien -lugenblick.hinaus Werl sur das Judentum besitzen - Tätigkeit zwar die rechtliche Stellung des öfter-1 — dadurch untericheider er sich priuzipiell von den reichlichen Jtldentüms in sei,irr Gesamtheit nicht zu Bestrebungen .der Union, welche nur die gerade be.in'lusten vermochte, vielen einzelnen Inden jedoch lämpiendc Generation vor Beschwerden schütze» will, eine ejmilenie Wohlsahrtsinstirution beSdutete. j »e« der Teviie! Pach uns die Zimslul. «ich! jene Vach den bisherigen Auesühiungew bedars er Teiensive Heu für nps Wert, die in der momentanen ka.,1,1 der .msdrücklichen Erklärung, daß ein Widerlegung ,Gregorig'icher Argumente" ^Besriedi- - Rich!: ichupburean Mit Rücksicht ans dir zionistische ^gung sindet, sondern nur jene, welche das Judentum T.no!!!z .der wirl-chastlicheil Hebung de^i Llmützer ^imrch wirtichistliche und kulturell politische Legans׳ Ptograuinl enisvrichl, daher von den Zionisten, nur Mlivn kräftigt zum EHstenzkampse und zur Einsluß z>!- Uülerstüpen Ist! I - ''! »ahme aus die weitere- Entwickelung ׳einer Geschicke Tiefer erslredenswerte Rechlsschuh shön jedoch Aus diesen Grundsätzen ergibt nch ׳unsere aus Ni unserem Interesse zu liegen, wei^n er Jndi-^ ,-griuk der Union und ihier Polnik, die eine ganz I irgend ein schadenfroher Geist, der gerne mit! Menschenseclen spielt, hal auch ihre Seele aus jenen 1 lichte» Höhen mit Gewalt gerissen, und sie in den ׳!Morail eines, uerkommenen, verachtungswürdigen! Volkes geneckt!. . . Sie, die seitdem-sie überhaupt , u , ״ , .!zu lalle» begann, mir polmich sprach,- und später ihrem mii^Atlastapelen ausgenntleien Bu-,^^ eine sprach.-, die ihr io lieb und teuer-ist. volnisch K e u t 1' '1' e f o n. Die ״Übcrffdr‘1 j 'r.77 H.'dumcht-U. o. ZS, F-ihnbu tld.-eleyi v. ntz-iul ö äußerliche ist und nicht von innen hereius — aus der R.orgauiiation der südlichen Volkes an Haupl und Gliedern!erwächst Jvleres'.nahm. sur lebendiges Judentum und ieine nalionale Entwicklung, das in für uns Voraussetzung jeder modernen jü dischen Bestrebung-und Mo diese Voraussetzung sehlt, da hat der'Zionismus kämp'ind aus de» Plan zu treten and; der Stjinme des Volksgew!1;?׳!!׳׳ns0 druck zu geben. Sowie uns der polnische Liberalismus oder der sogenannte «nerreichi'che Slaatsnandounkt als überholte, den Ansorderungen der indischen SeibN- Hilfe ganz unangemessene Formen sraalsoürg rischer Belätlgung erjcheml. jo gilt uns auch die soziale Erklunvilär einesfür das ganze Volk gedachten Vereines als reaktionär. Bourgeoise Abqeichloi׳!!!- heit — und diese charakleristen die österreichischisraelitische Union führt zur einseitigen Aussassung der ökotomncheu Bedürfnisse unseres Volkes und vor eineftbMje:, -mui; sich jede L ganimlion hüten, die ihre' .-!traft ans dem Volke ziehen wük» Wer im Rameik des jüdijcheis Volkes das Wort führt, wer dar Judentum revrä'entieren will: der muß es auch in sich ausnehmen. -und zwar, in allen seinen kustnrellen und sozialen Formen T.׳e oster reichi'ch-iiraelitische-Union, die um eine'einzige >o-.- ziale Schichte inr Judentum orgainsieet, 'kan!! z!!׳'o!ge dieser Fu'amuiensetzunq für die >Mrlschas1l!ch>n Är^, beiten keine Jnttrest'enahme ansdnng-c», ,sie ein wickelt keine lebendigen Beziehungen zur Geiaimheit des jüdischen,Volkes. Dies in aitch der Grund, weshalb die Union gleichistit der ,Jüdi'che Volksverein" ^fur das öfterreichisch; Judentum keine Empsindungen. übrig hat' Mögen die Lerrinrstaruten nock! io sehr beschränk! sein — aas T »erreich nämlick! —- eine.geistige Verbindung mit den Bolksgenoiien der übrigen Well muß doch mindestens angestrebt werden, sonst ist ja dieses ganze Jnbenluiü nicht in sich, sondern im Antisemitismus begründet! Tiefe geistige Ver bindung ixäre ja ichon dnrch den ersten ^:aliuen- Paragraph der ,Lnerr. iirael. Unie»n" begründet, demzufolge, der Zweck des Vereines darin begeht. - den Sinn für die jüdische Wissenschaft und die Au- - gelegenheiten des Judentums zu heben. Wenn unter aniien h>--v!r. Tiefe, sowie der seine, aber etwas adgc d Lisizieren wohl verehrt, -ja lögar nicht, einmal -chl'h lallen, »ein leises -Stöhnen cnlrinzt sich ihren;6ie fluj clnl(V jübüchc (;:״mim — südliche .tilansner «was stürmisch pochendem H!rzen. Etwqs besonders', Qlitjrel^11)וז0ת stolz hjmseist: sie .enlstaMM schweres bedrückt ihr Gemüt.,., demselben Volke von Retsele der .Versorgerin", me - Lie ist I ü b i n! Ja, ist es nur muglickstr. . .! jjjc wundläust wegen eines lumpigen Juden, <׳n ihrem Innern wühlt und tobt dieser) Gejtr ijrämerin,' die - falsche »tömplimente onnfe, der ihre angenehmsten Stunden trübte. «>’**־ | ihren MeiuKrn' heuchelt, von Gitel, der .Schreierin", "1' die Volksschule betrat, bis aus Heule, .wo m״ qar »u lautet Stimme ihre jaulen Apset »e dem Unterrichte einer der besten pdlnischen .! f-chrerinnen lauschend, sich in der allgemeinen '-öilv' g>c’jn! giein! llobt es. i» ihr, sie könne nicht in düng vcroollkoinmnen soll, verfolgt sie dieser cjne jjL.il)c mjt .a(j ajekn Jüdinnen gestellt werde»! genehme Gedanke. ... . W, hoch überragt sie dieselben, sie denke ja polnisch, «e. Bronislawa, wäre eine Jitdin! W--lch'i^,h,! polnisch, sie habe eine .Überieele"... We Schich-alsironie! Jo, irgend welcher Gespenst, ^re Lehrerin, die sich so oft über die Juden bitte, -lt!,»»>!.-l,1s-.!belustigt und sie bespöttelt, die so gerne den Starrsinn und die Riedrigkeit derselben heröo.'hebt. bringt ihr, Bronislawe», io viele Liebe entgegen. .Rein, du bist keine verachtete Jüdin, bist würdig eine geborene Polin zu sein." _ . Ja, sogar der Postbeamte., der sie immer mit so vielen Sinixsn und Berbeugungeir begrüßt, lob! ihre Schönheit, ihre gar nicht jüdische Aussprache; .-... auch der ledige Gerichtsadjunkl wirst ihr vieliaitz-nde Blicke zu und. hat ihr ichon wiederholt versicheil, daß, wenn sie eine christliche -י Polin wäre, sie alle die anderen Damen überragen würde, ... Als ob es überhaupt noch irgendwelcher-Be weise bedursle!! Ihre-innere Neigung und A-nhäng- -- lichkeit zu dieiem Schleichia Volke, ihr Enthusiasmus für dessen Literatur und Poeten, ihr Abscheu vor den sich polonisterenden Juden, weil ste immer nach, ihrem Judemumc riechen... Tieie Empfindungen bestärkten sie in-ihrer Ansicht, daß. sie nicht hingehöre, wohin sie ein blinder Zufall gestellt habe, daß sie eine echte polnische Überieele besitze,- in einehöhere und reinere Sphäre'gehöre.... Und ihr k a t er >T-x ru»'eine leise -Stimme in ihr, -- ist auch ihr Vater einer von diesem abichenlichest Velksgesinvel — Tie io heiße Liebezu ihrem Bater lodert in ihr aus, kämpft mlt der Polenliebe, das Gefühl kämpft gegen den-Trockenen ' starren Lerstaud den V-erzweiflnngskampi. .., R!ß»! Auch ihr Vater stehe höher als seines Glanbeüsbrüder! Er trägt ni.lu' den schmutzigen Gesinnungsgenossen! Gedenket des Pressfondes!