Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- II (1901-1902)
- Issue
- 20 (1.11.1901)
- Date
- 1901-11-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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< U e -י I »difche Vslksst »«>»k Rr. 2» :1ifben ftr i-abl be*'Crte« wird au* flic! lujbatie«. bie 21‘ahl 6c«;}(itpunftcs. die durch beionßere :Hurt- יי'1זןו01ל’,'* ift, liebten.!»nimmt wurde, für den libaraftcr des tl!e|r die Hage ISongreiie« entscheidend iem. eiin - nicht sicher. iwNNeu. das» . aber immerhin wahricheinli*. dass Teligiorte, öic; Ölitter di'geg len, wird :Hor&au 6ns :Heferat über l'isbet ihre leinvne trete, ,int, ihren Sommer- Veit allgemein ׳n Theil der ,fragen der körperlichen. Urlaub, benutzten und andere. Cie in den strengen tvirtschastlickie 1 und geistigen Hebung halten Man Wmt,׳nagen der langen,:Heiie sich nicht unterziehen Cars dieieili Referate mit ganz besonderer Spannung können. . diesmal ternbletben 'werben. Wir diirtiech Hnlgegentehen Vor allem hat in der eongressmäßigen al>0 eine», wen» auch ' nicht kleinen. >0 doch flei■ jf ritief um, chejrr Materie eine jahrelange, theil« nereti und stilleren Eongreis haben Tas muss > len! :Ha*th,1׳l ׳ein.. kann sogar ein Vorzug werden in Hinsicht au׳ die Aufgaben. die sich dieser Eongreis )-stellt ha:. zugleich die schweitie de» öiesiahrigen zugesallen. An'Stelle des :Heferates der Juden. voiz dem wir wünschen nur ihm wenigstens in einem unserer Tie.T-rgiSordnung lehr! uns. dais es sich in :,i’eiit fahre vornehmlich um programmatische und e׳. tani'atof ische Arbeit handeln wird. V'.'N den beiden . ErottiiUNgsredeo. wertz! Hrum.'l_ Vorbereitung der Teletierten zur Tiseust'ioN gegeben. Für die Spesal - :Heferate ,Volksbildung und Volkser ziehistg" und ,!,fragen der wirtschaftlichen Hebung" stehen die :Hamen der Referenten noch aus Das: ist nmso bedauerlicher, als gerade diese Materien eines gründlichen Studium« feiten« der fHeferenien bedürfen. Jedenfalls wird — ,°kwe״n ■ intime, t.beilajufientlielic Arbeit von Zionisten Lester- Arbeit der Referenten ergänzen müssen. ES wäre an reiäis. Russlands und ,franlreichs. nach Äusge!gezeigt, das«, ,wie zu dem nachfolgenden Thema italtuiU de«! bisherigen ״Baseler" Programme« j ״Crganifatton^ aud) ju ben bci&en oorgenannten je ihren Eulminationrpunkt erreicht In der Gruppe lein Vertreter jeder Handmannschaft Material und dieser :',ioninen war Mas :Hordau der gewandteste Vorschläge beibrächte, umsomehr als, wie un« schein, und beredteste Vertreter jener Anschaüung. die von ohuehstt eine Behandlung der Materie vom Gesichtsden Zioniiiet, neben und im höchsten Interesse der punkte territorialer Bedürfnissd nothwendig ist. liebe: .Heimstättenoewegung eine jüdische Volkspolitik ver ' dis frage der zionistischen ״Lrganisation" wird langte, roelcif berufen ift, die ״Juden in den Ländern diesmal Tr. Theodor Herzl referieren auf Grund ihres derzeitigen Aufenthalte« für ihre gegemvärtigen tage der Elaborate der Subreferenten aller Lands und ihre kimftigen (palästinensischem Geschicke vorf «tannichasien. Ausdieser Mitarbeiterschaft schon zuberetten und zu erziehen^ und sich darum i'chott Letzt hervor, dass die Organisation auf dais gesunde .״ :! ,,nhg:: der Audienz vermehrt;rohem >ö, dauern vermissen ,i.'era: Ti fHorbau■; über die ■> . r z l״i über Cie Eutivicklung des - Zionismus .:nb To.tor Nördaus über die Schicksale der .Juden iiu vergangenen Jahre, wird die letztore IN dtet'em Jahre entfallen. ,Tie Erötinungsrede des Präsideuteii des zionistisch,!! ^!.tionsEomu.s wird iwetfellos das bedeui׳au:fte zionistische Ereignis d;.׳es Jahres, die Audienz Tr. Herzls beim Sultan, berühren eS h>!lautet aber noch nichts Nordau durfte dabei wohl Gelegenheit nehmen, die ״Jüdische Eolonialbank". deren Aetionsfähigkei: darnh'er. ob die Mittheilungen über den freundliche,( einzelne seiner Thesen, die er in der Miithige» einerseits den Delegierten Gelegenheit geben wird ompsait.i' ttnC ::her dte wohlwollende Gesinnung Artikel Seiie ״Tie politische Gleichberechiigungl der ihre Wünsche über die Verwendung des Capitals der P׳one. al0׳ ul־,r die bereit« bekannten Sliatj Juden" au!gesprochen hat und die soviel Redactiottszum Ausdruck zu bringen, andererseits die Möglich :>e« hinaus, noch durch speetelle Eronnungen über tiud Versenimliiilgsstaub ausg,Wirbelt haben, einkeil eröffnet. den Nationalfonds — die Traditio, Jiihglt d/r Audienz vermehrt wirde'n sollen:gehender!u begründen und zu beweisen. Ta das des verstorbenen Prof. Schapira wir Heuer bat, Verstandn s für die ,fragen, die de» Gegenstandi zu rufen. Lage der Jude,( seines Re erater bilden״ durch die österreichisckien, Man sieht aus dem kurzen Resunio über de:: alllätiriieknn Referate :Horba»«,, elasiii'ch und rusii che» Parteitage. durch Tiseussionen in Inhalt des Eongresses. dass viel Arbeit zu leisten :0 Aotgstung und Inhalt, waren zuglei,11 eit» unseren Zeitungen, durch die zionistischen Eultur-1 ist. Er wird dem Eongress sehr zustatten kommen -:.:nd.z,bttlfa des Eougreists von hoher und wurdigär.gemeinde-!.srogzamme und durch einzelne praktische j das« diesmal auch viele junge Telegierte theilnehmer form, ׳ozti'.tg.n .!tot׳.n,teilte Monist, <•-, und j Jnstiiuiioien raeientlidi gesteigert wurde, bürten wir; werden, zionistische Toetore und Akademiker., di: i:׳.s»!׳.'r-3 'von hervorragendem Werte auch für de(1 in der Speeialdebatte zu diesem Referate eine aneinige Tage vorher in Base! einen Jungzionisten Jot׳,der und Historiker des »ivdernen Judenthumi! regende und hostentlich gedeihliche Tebatie erwarten,! ta'h abhalten werden, aus dessen Berathungen übet De! 0,,).;>׳,: ׳::, oongreir-Abschnitt hat allerdings, besonders da für die speeiellen Themen dieser Materie: politische und wissenschaftliche Themen »chetlub ::ipd NI d,r A::::stnt!ti-mus in!einer Ausdehnuisg eigene R ferenten bestellt wurden. Ueber die ״.stör manche wertvolle Anregung, und ein Stück ihres :nd >;7ntT׳,' ::!־.!nahe geometrischer Progression au-! perliche Hebung der Jziden" wird Tr Jeremias. modernen Geiste« i» den Eongress hinübergetrag. ' .,(111.1(1,hertoeif-• keine ,euer laiastrovhaizn,:!Posen! preche». der sich bihreit» mit einer schriit»swerden wird ..׳.:erungeo. .;eeracht. an denen die lebten Jahrs stellerisch n Arbeit glücklich i» den Gegenstand ein-1 Möge der Eongress tagest im Zeichen d.: 1 :.' : 0׳ reich waren Zwar ist der :Hothstand ist ^sührt tat. Das Reserat nber jüdische Geschichte.! Arbeit und beichliesten »11 Geiste der Moderne! .::::: :men noch immer so stark, da׳'« ployliche Au«! Literatur - und Sprache »'1 »1 gute Hände gelegt/ . .!' di,!,!stNoch nicht ausgeschlossen find. Jmm»! Tr. Eluenpreis. der derzeitige. Grostrabbiner von «ui aber no es in de» lebten Zeiten nur 0^ו> Bulggrn n. ,st nicht nur ein emo ter ,fachmann.! r.nr,l:e Auswanderungen, meistens :HarfirürfenW.י ionberii auch ein durchaus moderner Geist Man: während das Elend im Lande unter groüten :'ist darf daiuui honen, das« sich die .Eultur"-Tebatte.! Am 4. November tagte in Breslau ttrengungen durch vH,lanthropliche Einrichtungen ulfd die bei hieser Materie so recht ansehi. in edlen Linien Eongress. dessen Verhandlungen die Ruckbeförderun Sic Sülkwanderung. Einzel-Uniert'tubungen wen.jfitens veriodiich aus l»1s betvegen wird, »nb'dais das Unrecht, da« der vor .:glichkeits-Mintmi»» redueiert wurde. Tie Gie/jghrige Eongress dankdem Eisern Unverständiger :,geiiheit. über den rumänischen :Hothstand zu sprechen und de׳ Schwäche Allzutoleranter an ber großen' .:nb zu Herathen, ׳oll stch: der Eongref« keiueswigs Sache er altjüdiichen »nd d,n anikeimenden jung :it z.hen lassen Er finde: sie bei Punkt VI. her ,iidii'che i Eiiltur verilbte lindem er über das Thema Tag,S0:d:tu!1.z. Auch Uber die große wirtschastlstlie zur T Igesordnung ubergiengn in diesem Jahre Eaiamität ume:er*e-,>:n,Cer »> Palästina, die!in gutgem ich! werden wird. In innigem Zusammene!ei,m Jahre ib: .n. Hohtpunkt erreicht und! as hange mit' dem eben genannte» :Heierate steht das, Tragödie der Auswanderung. Jut,re>ie aller Zionsfreunde qcweckt hat. nt»׳» end ich über ״ ludii'che .stunst und Wissenschafi". Ter Re-: Das gute jüdische Publicum vergisst gar H al aoichlieszend .(ttviochc» werden, am de len seren, Martin Buber ha, in letzter Zeit bereits leicht. Wer denkt heute noch an die qräuli.. l ez Punkt IX Eolvniiilbank I . <«״״41...!״ .. -- ~. . ' ..:Horbmi. 'teilt! Vfrititer par-i xcellcn. r, ist d es ׳;11. :־. ..־. positiv, Aufgabe.- die des vrograNimatis ze rumänischer »nd galizijcher jüdischer AuSwander r zum traurigen Gegenstand halten. Die Sache bat vonj»׳iken der jüdischen Presse keinerlei Beachiu:׳ ׳ gesunden, obzivar sie die Jntroduction für eir.׳ Tragödie bildet, der»» Verlauf blutiger und thräne:׳ reicher, deren Ausgang tausendmal verzweifelter ft.:• gestalten wird, als der der kaum beendeten. . Gelege!heil genviiimen. seine Hauptargumeute in! Seenen, die sich im Vorjahre ereignet Hab, ', :s einer : Artikelserie ,(.Indische Wissenschaft" I.. II. »1Z Höchstens, dass man sich an die traurige Eooch, en ״Well , zu formulieren »nd damit eine danken«- als an eine Zeit erinnert, in der man die :!>... 1ö״, .e di . an meine sohlte und Schwie zerinständige Bi», richten: E'ebet euch licht zuvie. den irdischen Genüsse» hin, nacht,! nicht ,ets großen Handel-,mternehmungen: denn' in!ein- ׳'.,len Mas;, wie der ״.tiansniiinn", i» uns junii Hm, 1t;;:ft:1: der ״Jude"!11 uns ab. Verlasset euren Ge-' ounsort »ich: und last',! euch von der Gewinn »chi tui”. in fremde Lander verlocken ׳Ter Allmäc uige vermag überall f,,neu- Se,;,׳« zu verleihen , 1 sanz besonderinoln.e ich. dies ineinein theuren s ׳,<«!׳ Jechiel ans Herz!,gen. da jch in ,hm das ״ ::..:1! cSild bemerki >tab, ' , J.rn.r bitte ich nt,in,.Hinterla>'senen drii und', t de« Jahr vor ..R.t'ch Hatchiinab". sowie h es 1.. :11:.n 0-..־.׳,:.. ein;’,ehiiiel des 'Einkommenden Arm.nzu sp.nSen und vers.luedene I'teichenke inter . :.-ere .no:'...,tdenden Verwanden zu verlheileü ilitd :v.nn uni,re Geschäfte einmal keinei -Ei ׳--־::: .en. selbst wenn iie auch - wag Gott ' V,׳!.ist erleiden, io iolle» mein, : :rh.n :״׳,r. tztig.achtet doch 'Wol-.il'gl üben: Senf wir Almo ohne > einer sollen meine Sohne an jeder ״Jahrzeit" den g! nzen Tag dem Studium per heiligen ״Thora" widmen, und die Jrauen sbllen Gutes thun und Alles jedoch im Geheimen und 1 en spenden ilusfelien " uns׳ z.u'toß.nden llnannehmlichkeii .׳.׳: ׳::: AI10.1:,׳. .-.,komm.n. Verfuchun.i bipn ' in Göt: ii't .:nt'.׳. Heil I:'.'u1t)e .;:of.:.' Vit:,׳,! ׳doch beüeht,.Sarin. :.1 ־!י rd) »und. tiens ein Blau ״G!eil :eben da>- is ube;»> geder die T.vrb Die armtje der 1:1.;:*h::e :.רj-1 rd) »und.tiens ein Blau ״<t . ׳:.״ ein 11116.« B-att ״Reichirb Ehachmah" lei .nzt1׳ens,:nu1al i.ihrli.h zum ״Zaddik" iahrei Tie weiblichen P.r'vnen in meinem an Sonnabend,11׳ und Jeienagen Haiaichar" und .. Z.׳,!!o' llreito" 1m Ja:ge als )inen. "dass lara"!1(411 und ollen ötauie 'Ulli'. leien. Als Moriz Vendetsvhn der Soll» des "Hebb I Benjemin gestorben war. sand man folgende 1 in der Landesspraelie abgeiasst vor: ׳ j .Man depeschiere meineui Sohne nach Paris.' :t zu meinem Begräbnis komme» toll guten Theil meines Vermögens etwa 11U11K1 stelle ich als Jond der judisckß'n Gemeinde Vertilgung, wovon ein ezewist'ei Proeentiatz zu ״Jahrzeit" unter Arme vertheilt werden soll:' ihrigen Zinsen sollen folgendermaßen vergeben i'N: zunächst au meine Verwandten.' dann an iesrwandten meiner seligen Iran, ferner an ver-, stausleuto. und endlich an die vom. Aeltesten samili, Einpiohlenen.; Jur I.. :Hubel errichte man im Hospital ,111 üraufenhett auf .meinen :Hamen. 'Bei meinem Begräbnisse soll mein Sohn größere »iuinen der Armenuntersliiyiing zuwenden und der ״׳ einde den für die Aussicht und Erhaltung 111,in,'s 'stein« »dingen Betrag auszahlen. Ten Grab'ieiu soll der Bildhauer Wojoie-!«kt »ach den von mir binterlast'enen Vorschriften ühren. Jcrner hu,,׳ ich meineit Sohn, eine größere Sunnie Geldes den >Lehrern und Schülern der Gen >׳ i'triil׳ cho! aus ״Talmud Thora", welche an meiner Tobten׳' theilnehinen werden, auszuhändigen! Er soll auch einen ״Tajan" oder e: ..L-anidan" bestellen, um nach mir ״,staddi׳ ׳• zu sagen ' ' Tie Geschättsstrma soll lauten: M. :׳: Bendetiohn Nachfolger Was mein sonstiges Vermögen und Verp- : tungeli betrifft, io.. .."!Wir lassen die nun folgende Reihe von Z״ :> und :Hainen aus.1 IV. Jch. der ,Nachfolger von Moritz Bende:׳: ״» schließe meine Rechnung mit dein Leben : x״ freudig noch wehmüthig ab. Jch thue -es vielmch in tiefster Verachtung feiner Zweck- und Ziellos, iri! Aristoteles war ein großer Weiser, .er .״:: gesagt: Tie Natur duldet keine.Leere. liniere ganze Welt ist ein schauderhafter ist chanismus, wo jede kleinste Schraube ihre '.1׳ Bestimninng. ihre von vornherein bezeichnete .'.ai gäbe zu erfüllen har. Wird sie untauglich oder!׳> ste ihre Best,1!1»,u1rg vorzeitig ausgeführt, jo >׳<«!.׳ sie, als ein iibertlüjsiges Ding, beseitigt iverdei oder, besser gesagt, sie inuss ins Nichts wtede zurückkehren. Jch kann nicht länger leben, denn ich-,nt1v' de» Lebensinhalt nicht mehr( ich habe alle Tba! und Lebenskraft verloren. Jch habe in kurzer Zeit alle« durchleb:'׳^ alles, alle« genossen.