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Jüdische Volksstimme · 1901-05-01 · 7 (1.5.1901) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
II (1901-1902)
Issue
7 (1.5.1901)
Date
1901-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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■Kr. 7 Jüdische Volksstimme ס eite: r ©iivöe unb bem Jnterepe bet ('kmaube und qcljilfen beschließen unentwegt an ihrer Forberung Sprache, wur! rer oisicleilen Vertretung unvereinbar, dass diese! betressend die Verkürzung des Arbeitstage« und mehr zu. eine geheimen, das Licht der Lessentlichkeit scheuenden Verbesserung der Arbeitsbebiiigungen sestzuhalten »nb Schrittst entstand eine Fülle wirklicher Dichtungen in Poesie und Prosa, die , wurde veredelt und entwickelte sich immer einer Eulturiprache. Unter den Dichtern :christsiellern hebt der Verfasser besonders geheim, unter Ausschluss d e r C esse n ts Tie Versammlung sassle bieraus einstimmig solG«de ׳ (Gebiet hineinwagten. Es 11 d) f ei t a b ge tja 1 t en werden. Es ist mit Resolution! ,Die vestammeltn jüdischen Schneiderwirklicher Dichtungen in ss x syie•■ a %t h n ntf nt 1 tt 4<1t*>tlta n .m t. k . .... S, _ _ f.11 ■! e , ׳ . »! _ '. ihrer in .. , . ..ק ... ... Tagungen über die Verwaltung׳ und die vitalsten und sind entichlvsien, in diesem Kampie um ihr gutes hervor! Goldfaden, I. L. Peree, T ien e's o h n, Jnieresien eines so großen Gemeinwesen hgräth Recht aiisziiharr,׳»". Die Schneidermeister in Rum- PrnSki. Frug, Spektor, Morris Roien- Dnicin unhaltbaren Zustand ein Ende zu machen/eastle ihrerseits beschlosien, dieic Forderungen nicht selb. Hat dieser Jargon eine Zukunft?'Man is, ebenso nothwendig als nützlich. Das wäre die zu berücksichtigen, woraus in sämmtliche» Werkstätten^-hat ihn lauge für eine Zwischenstufe gehalten, die erste Pslicht .des ver,türkten Ausschusses. Ter der- ׳in denen jüdische Arbeiter beschästigt sind, die Arbeit zu überwinden wäre, sür eine Leiter, um die allzeitige Eultusvokstand hat unser Ansuchen um Znj niedergelegt. wurde. , gemeine Euliur zu erklimmen. Mit dem Erwachen lassung s>ue» Berichterstatters zu seinen Sitzungen s Hungrrsnoth in Russland. In Süddes Verständnisses für individuelles Lebe» und. mit der samosen Ausrededer Rauniinangels abgerussland treten unter der, dortigen jüdischen Be-! schassen schwindet allmählich diese irrige Ansicht, mieten! In Addern hätte man den Muth zu einer. völkerung iinmer traurigere Ericheinungen aus, je Je hoher sich die Juden als Volksindividuum ent-'! lächerlicheren Ausrede auch nicht ausgebracht! Tie ן länger die Zeit der Noch die ■Vträftc der schwerwickeln, desto größer wird die Zukunft des Jargonsichon seit Jahren in Aussicht g e )UA > t e Er-! g, prüften, als auch die Leistungsfähigkeit der Helwerden. Wenn man es als selbstverständlich vorbannng einer j ü d. Gemeindehauses ist senden erschöpft. Das Verproviantierungssystcm der aursetzt. dass die spräche der Zukunft in einem der zweite Punkt, aus de» wir die A u s-! russischen Regierung ist bekanntlich jo formuliert, tttvaigen jüdischen Staatswesen nur die hebräische »1 er ks a Nike i t d es verstärkt en Aiiss chusses! dass der Nutzen der Getreideverthestung nur der sein, kann, so ist das eine trockene, rationalistische lenken wollen. Es geht nicht a»e dass bt’r ländlichen, resp der bäuerlichen Bevölkirung zugute Austastung ohne psychologische Vertiefung. Eine Eultusvorstand diese sür unsere Gemeinde hoch׳ ׳ kommen soll. Da. die selbst in den Dörfern ange- Sprache' kann nicht gemacht werden, sie muss wichtige Angelegenheit ruhen lässt und ignoriert, siedelten jüdischen Familien jedoch ursprünglich als wachsen und gedeihen wie alles Organische. Das Wir hassen und wünschen, dass die neuen Ausschuss- Stadtbürger registriert und dick meisten gerade jetzig Hebräisch der Gegenwart ist trotz aller Fortschritte Mitglieder unsere Forderungen verstehen, billigen! so hart vom Hunger bedrängten Juden überhaupt!,!»» letzten 20 Jahre noch immer gar zu sehr Buch- und vertrete» werden. Ein E u l l us wä h l er. jiu kleineren Städten wohnhaft sind, ständen sie,spräche und nur ein Gut der Intelligenz.׳ Von H'rol'etcrrierl'eben. ' wehrlos .dem Verderben entgegen, wenn nicht bie ׳ diesem Stadium bis zu einer modernen Umgangs!jüdischen Gemeinden in, Osten und Westen des spräche ist ein gar weiter Weg. Es dürste viel . . . Landes — durch' Wohllhätigkeit ihre entsetzliche! leichter sein, den Jargon zu einer veredelten Eultur- Jude« in Rkwqork. Während früher der Lage zu mildern bemüht wären. Lautauthentischen Mitspräche zu erheben, als das Hebräische zu einer .\lcrn der Einwanderer Teutlche und Irländer ivare» :!Heilungen aus .Uischinjew beträgt die Zahl jüd. Hungerlebendigen Sprache zu machen.. Hier fehlt» nur die V— in dem halben Jahrhundert von 1 H3<) bis 1880 j leibenbet in den Kirchdörfern des Bezirkes Soroksk, Verfeinerung, die Normierung, die mit der Er- /to,luderten allein über drei Millionen Deutsche ein. 1400 Familien oder 1774 Seelen, sür deren Unttrslweiterung der Begrisie von selbst' kommt. Dort Ebenen noch in den achtziger Jahren alljährlich! Haltung bei I Pfund Mehl, pro Person tägltcl rehlt noch die Hauptsache! Das Lebenselement Hunderttausende folgten -, isn die Einwanderung 1220 Rubel die Woche sür alle erfordert. Außerdeir׳ Dazu kommt ' noch ein wichtiger Factor. D»s dieses Elements ganz enorm zurückgegangen. Mau! muss jede Familie mindestens 1 Pud' Holz be- Hebräische wird stet» den Völkern de« Oeeidenis kan» jetzt höchstens aus 20—30.000 deutsche An? kommen, um Brot backen zu können. Im, Ganzen sremd bleiben, während.der Jargon sehr'leicht zu köninilinge im Jahresdurchschnitt rechnen. Ebenso bietet der Bezirk von Soroksk Noch dar erlernen ist. Das kommt sür ein Volk, das Händel steht er mit den Engländern und Skandinaviern/ freundlichste Bild vom jüdischen Leben in Bess und Industrie treiben und modernen Verkehk pflegen von denen namentlich die Letzteren früher ein mächtiges ,׳aeabien. Hier begegnen wir viele» jüdischen Ackerwill, sehr in Betracht. Der Jargon müsste geregelt Eontingent stellten. Dagegen stammt seit den letztenן bauern, die sich -sowohl mir dem Getreideals auch und grammatisch geordnet werden. Jede Sprache ,!/Iren, die Einwanderung zum allergrößten Dheile j mit dem Tabakbafttcheschästigen. Mit Stolz dürfen wächst eben mit dem Volke. Der Jargon trägt aus Jlatien oder aber aus . dem Osten Europas, wir aus diese Eolonien als aus eulturhistorische alle .keime einer geiunden Volkssprache in sich und Die Folge davon ist, dass die ckiu meisten in Newyork Siege blicken. '! gesprochenen Sprachen nach dem Englischen und SS- K'tflrys” יי« ־״*יי Mlihrttla,-»»»«... Bekanntmachungen des Gesundheitsämter der Sladt Das Märzhest von ,Ost und Whlt" iJllu erfolgen z»m. wenn die heutige Renaissaneedewegung in Russland ihre natürliche Entwicklung nimmt]' dann wird mit ihr der Jargon zu einer gesLnden Sprache eines gesunden Volkes. l>.?. ״Der Priedrusgedankr im Iudr«, amuel Meis e׳I s , Tarnopol >. Der 1 Beispiel in dien» vier Sprachen.) Die strierte Monatsschrift sür modernes Judenthum! thum', von Sam polnischen, russischen, riimäniichen u. s. w. Juden bringt einen höchst beachtenswerten Artikel von Verfasser beleuchtet in seiner Brochüre — gestützt bilden zum mindesten den achten . Dheil der Fadius Schach: ,Der d eu I j ch>- j üd i>sch e' aus tresiende altjüdiick»e Citate— die Bedeutung Gesanimteiiiwanderung, eine Thatsache, die de» Jargon und seine Literatur".!Der Verdes Friedensgedankenr im Judenthum. Er unter- Deutsch Jiraeliien von Newyork am unangenehmste» ׳ fasset kennzeichnet den Jargon als eine'in!ich ge scheidet drei Stadien des Friedens! Ten häuslichen ,st, es aber erklärt, dass die Theater, in denen im schlossene Volkssprache, die ihre Geschichte und ihre' Frieden, den nationalen Frieden und den allgemeinen Dialeete gespjelt wird,' seiner die^Zeitungen, (steschäsls- Entwicklung hat. Ter׳ Jargon ist eine.- lebendche Weltstieden. Im Judenihume gilt der Friede als anzeigen, Laobnschilder, die ausschließlich mit hebräi Sprache einer große! Bevölkerung und ist wesentlich höchste Instanz der MoralpriNeipien. Jg ihm scheu Lettern yergestellt -werden, in einer Weise verschieden von einer, durch willkürliche Verdrehung^, identineieren sich Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit ziiiiehmen, dass man geradezu staune» muss. Der und Entstellungen entstandenen Mundart. Er klingt und Treue. — Friede heißt! Den Nächsten lieben, bekannte Professor Güstav G o t t h e il hat allerdings wohl hart, wie jede Volkssprache, aberanziehend seine Gleichwertigkeit als-Mensch anerkennen, seiner die Zahl seiner Volksgenossen aus eine halbe s oder' ein Siebentel der Gesammtbevölkei Stadt geschätzt, und selbst i bewegen sich zwischen 300.1 Newhork ohne alle Zweifel ebensowohl eine der Individualität der jüdischen Volkspshche. anpasrt lassen. Ter Friede bildet beri^e größte» deutsche» wie die allergrößte Stadt mit Ter Jargon ist thaisächlich die gegen- Eu I m i n a ti onsp u n kl d er j üdi sch en S t hik. ,üdischer Bevölkerung geworden ist. . Tie meisten war tige Volkssprache der Juden heit Als das erstemal das Abrüstungsmanisest des Juden, die ei>»va»dern, sind äußerst ar», und pnr excellence. Er wird von ungefähr sieben Ezaren veröffentlicht wurde! klang es so. neu. ian unwissend, siebilde».das beliebteste Ausbeutung« Millionen Juden als einzige Verkehrssprache gemysteriös, wie ein Ton aus Himmelshöhen, der-die vbjeet der Unternehmer der sogenannten Schwitzsproche» und von den andere» 3—4 Millionen zum Herannahung eines neuen goldenen Zeitalters den d»de», in denen zu den geringsten Löhne» größten Theil verstanden. Dass der Jargon rin Menschenkindern verkündet, wie ein Poiaunenichall die Kleiber für die große» Verkaufsbazare der Bild der Zerfahrenheit und der Verwilderung bietet! der messianijchen Zeit, der an die Auferstehung *.-.״־״.״ Au—^*c**u* ב:.«»..-;*! »tי>ד/״ו •!«״ t'jt tpunru'n'* 9iher auch das ilt nicbnl Ml?dnt llnh-&0A hnt )f&nn bnr :?B ganzen Landes massenhaft hergestellt werden. Soweit!— wer iitag es leugnen? Ader auch das ist nicht-! mahnt. Und-doch har schon vor 26 Jahrhunderten diese Leute keine Analphabelt» sind, können sie meist da« Werk der Willkür) tiefe-Ursachen haben hier der Prophet J saiar die Losung zur Abröstung >1׳־.:״,<״.- ~ j.j.— >,.׳... verstehe», ihre Gewalten gezeigt. In den unsäglich traurigen. gegeben. »Einst werden die Völker 'agte, er — t 1ן1מ01ז111ו* wvril gan, luie jtue uujuuruu ]nnc \»»1c1^roiT1u\u*u ai*ן0ןח%1.ג ־ antrunnfn,!einer ilbe Million ' durch seine Frische. Er ist kernig] sarkastisch, bilderreich. Rechte ,ihn nicht berauben, aus seiner Unbeholsenheit kerung der knapp und charakteristiich, von lebhaften löesten und keinen Nutzen ziehen upd aus. seiner Schwäche kein lbst die niedrigsten Schätziiiigen von einem warmen Temperament begleitet..^ Also! Capital schlagen. Friede heißt: —.Nach jüdischer 300.000 und 40l>!000, so dass Eine Sprache, -die wie kaum eine andere sich der Denkweise —׳ Recht kiden und Gerechtigkeit walten Zweisel ebensowohl eine der Individualität der jüdische» Volkspshche. anpasrt lassen. Ter Friede bildet deichmach den nur hebräische «christzeichen Sladttheilen erfolgen die Bekanntmachuiigc'n der! zeigte sich in der fast national gewordenen asketiich Behörden entweder englisch und hebräisch oder aber!düstern Lebenranschauung zur Genüge. In der englisch, deutsch und hebräisch oderenhlsch englisch Sprache trat diese Erscheinung noch eraner hervor.!״, ״״״«,;,׳s -- und italienisch. A»ch bei den Wahlen voü, Vorjahre ,veil der Jargon Jahrhunderte hindurch nur Brunn. D-r »e tomtn 1ub. 3»ä,4en 0»-b,1»uh tauchten zum ersten Male .li״kr.»׳ Am r׳״.m Lebens und nicht Eultur- und Lite-׳»' B-unn. mraaiia״«- ..tomag. den Av׳,t <»״- aus die sich zum Theil in Permanenz,rat Ursprache war. Tie jüdt,che Eultur ■״.*״י“? erklärt haben und auch bei der Büraermeisterwahi Russland war bis in die Mitte des 18. Jahr-! Verlaus nahm. Die Prandemin. ^rl. H-dwig — ch m1 in, Herbst d I ein Wort mitsprechen wollen.! Hunderts hin.in mdentisch mit dem Religionsleben b»b b׳e Nochwen»,gte,1 der Msdchenveriammlungeu be! Nrmraftle In Newcastle^ hielt dieser Tage! und sür dieses hatten die Juden eine andere -prache, v°r. b,e das ->nz׳g- M׳,»l ,mb. d.e Gl.׳,chg-.l1,^eu d. ״ die jüdische Schneideruchon ein Meeting ad. aus > die hebräische. - Das Bete^-nd Studieren ge,chah praue» und Mädchen gegenüber den me.״e.׳ M V.׳! . ", v_rt». . I tai/t» Mltli (Vltllll ״vijiunuigt, oa s dci venieniqen »virmen, weicye ,1Uvr.t »pss.. weigern sollten, den Wünschen dep Versammlung mit dem Erwachen der ,uÜ״chen VolkS,nd,vidua tat Rechnung zu tragen, die Arbeit nied'ergeleg, würde, die Schriftsteller sich kühner m das ,argon,,che! ire-en und 7inn ׳sür die -Lckönheilen der jü^:sch.>1

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