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Jüdische Volksstimme · 1901-01-01 · 23 (1.1.1901) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
I (1900-1901)
Issue
23 (1.1.1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2.3 SltibUdk Volkssti»»«« Seite 5 gefunden habe, triumphierend mit der ffrage: ,Wenn>daran, Ritter v. Gomperz. steht, der .in den t zeitigen Cultusvorstände Slrasscr und Rosenda« wahr ist', warum habt Ihr Zionisten denn siebzehn Jahren seiner ״Amtsthätigkcil" kciner!lhal wegenBejchimpsung zweier unscycr Gesinnung«- keinen Protest bei der Behörden hinterlegt?" Lieber! Arbeilssitzung beigewohnt hat; die von Mitgliedern! genossen anlässlich der Wahl gerichtlich verurtheilt, Herr Doctor, protestieren kann man gegekl äugender Gemeindeverwaltung eingelcitete kleinliche Gegen-! wurden. Ratlirlich, die Herren find dch ״Anständigen sällig betriebenen Wahlschwindel. Dass aber die action gegen die Abhaltung von Protestversamm-> und Gemessenen", wir aber die ״gemeinen Stänkerer"! f(11l + 11&V1nrfcfSnhi* 1111X 1 _< rז_»! _r_ v 1u*r - m ■ A »« IS.., _ .< V P «_ «1 ■I r. v Ort Unsinn — vom Hinweis daraus, dass wirklich llnschlage waren: die Culturgemcinde soll für die vorhob, dass er ״sehr viel" für ״arnfe" Juden thuc regclmäjsigkeiten unterlausen sind abgesehen — nie H.ranbildung der. Jugend.in unserem Sinne sorgen/und es ״sonderbar" fand, dass Legte — der eine behauptet. Aber rin gewaltiger Truck von ״oben" sic soll heute, ui» der antisemitische- Boykott an , der Kläger ist nämlich «in armer Student, der vom wurde thatsächlich geübt, reiche ״Macher" unserer 1 Ausdehnung uüd stmfser Organisation nichts zu!,Brunner isr. Frei tischverein " (Rosenthal ist Mt- >״e״,einde und, bezahlte «chuorrer lind thatsächlich - wünschen lässt, siir Errichtung von Arbcitrveriglicd derselben) Mittagskotz erhält. — die seine ״Wohlvon Geschäst. zu Geschäst hausieren gegangen und^ mittluugcn sorgen, statt simitoie S.chn'vrrerzüchkrrci! thatcn" genießen, gegen ihn als . Inklägcr" aufbaden die Leute mit Zuckerbrot und Peitsche für zu betreiben^ und ihre Unlhäligkeit in wirtschasktreten. War sagt man zv dem ״Zm lgcfühl" dieser die Wahl präpariert. Wenn «sc,Herr Dr. Fialla, lichcr Hinsicht nicht mit dem läppischen Hinweis edel angelegten Cultusvorstandsnatur? Wir wären, nun .kommen und sich in die Brust Wersen und naiv aus ihren ״eng begrenzten Wirkungslrcis" — war nur »«gierig, ob der ״Freitischdcreii " wirklich dem -iragen: ״Warum habt Ihr nicht protestiert", jo ״c>l> »>>>» Herr Dvclvr Kalla auch trifft — ent- Grundsatz zu huldigen beabsichtigt, dt ss seder Untergestatten Sic sicki damit entweder eine große II»-! schuldigen wollen.' Wir verlangenferner, dass - stützte sich stillschweigend von den ' LcreinSsunclio- " Überlegtheit —.ist übrigens bei Ihnen nicht vorausunsere Gemeitzdcvertrelung mit den Wählern in närcn per'״Lausbub", ״Rotzbnb" :e — so läuten .zuietzen — oder einen wenig kavaliermäßigen Knisj.; Fühlung trete, ihre Sitzungen nicht >111 verborgenen die incrimierlen Ausdriickc — tituliert ri lagen muss? Sie ass Jurist wissen cs wvhl aut besten, dass die Dunkel, solider» vssentlkch, jedermann zu- Wir würden eS dann wirklich nicht leriäumeu uns Behörde. &i wcschcr man Protest gegen derartige/g ä 11 g l i ch abhalte» möge und so das Interesse des Näheren mir. der Sache zu beschi stigen. ki. 8t. durch sociales Ucbergewicht bedingte, moralische der Jndenjchast iw» ihren Arb sie» erwecken soll. ' Wahlbceinflusiung hinterlegen könnle, noch; . Kanu inan sich unzweiheütigcr, dcullichcr aus- _ ..... .. . . gcichasfen ist. Wenn ein solcher Gerichtshof wirklich drücken? Wir glauben »icht. Dar ״Verschwommen Dlk vltllkNINitlntll üCT 51t lllltzkll (tfö -ristierk, so he«t er ״Gewisse,, des jüdischen "Volkes", sein" scheint dahereher an Ihnen als an uns zu . — ««-׳!•1111!״ tfirltncnnrdi lithi'c diese Institution hält ab,r schon seit geraumer Zeit. liegen, werter Herr Dr. Fialla! Sic weichen i» 1)1 Ulllll l EUIlllbvvl U llllltb. Gerichtrsericn. - Ihrer Antwort — ״euphemistisch" gesagt: .vor , Das idyllische Stillebcn in der. Eultusgcmcinde - Westers erzählt Herr Tr. Fialla den sromnien sickuigerweise — >cn Hauptsachen aus, und dcgnügcn dauert weiter.-Zu Resolttionen - und" Protestengebsn Leiern von der Halsstarrigkeit der .Zionisten und sich damit, pers!ulichen atipisch auszulischcn und die Schneider und Gregvrigs/ iowit der durch Sic der. milden Besounenheit einer wohlweijen Brüuncr »cnncm das: ״i!> schlichter, sachgemäßer und jchobevorstehenden Wahlen, völlbeschäsiig c Staat/- oster Gemcinveverlretung. die sich zu einer Bermitllnugs nender Vsorui bei Isiegner zu-überzeugen versuchen". Gejcllschai!ruutiie1,nirism»s den resol irionshungrigpu aeiio» neradgelasjen und ihn, den Di. Fialla, mit! ' Me der 2 »sang des Anssatzes. so ist auch und protesllüsterncn. Herten im Bor land keine Ge der Lc/iung derselben belraui habe. Er jchildcri den! der Schstzt» in > eriöbnlich-flötendem Ton gehalten, legenttz-ili Tie Friedhosshallc kann g! gcnwärsig nicht Vorgtsng sehr anschaulich und spickt seinen Bericht! strotzend vön^>4 ersicherungen des ״Wohlwollens", mehr vee^rößcri-ivcrden. Wj^LWi. t eengtcs'Thärig mit kleinlichen Ausfällen persvnljchcr Natur, beule; dar der Eultusv.׳rstand den ״idealen" Bestrebungen kbitssety! Der Union und deih! G mcindebund ein un Perlaus der vertraulichen Besprechung gesallene,-der zionistischen ״Jugcitd" enigcgcnbringkf vxn Be zwciiesmal deizuiieten, Halle kcis^, S11D< Die Ge- Bemerlunpen ganz icrupellor aus. Wir wollen ihm lhcueiungen, das uns jederzeit t^elegenheil zur uieindeangcstellicii. sind versorgt. akrjlicligionslehrern »icht aus dieses Gebiet folge», .obzwar eL für uns! ״Aussprache" -ge!eben werde. Diese schönen Seelenherrscht kein Mangel. Der Herr Se retär siihii alle .nicht uudankdar wäre, und ikns daraus beschränkcn. rcgungen. Herr stocior, dse hätten Sic sich für eine־ übrigen Agenden zur vollsten- Zu! icdenbeit seiner die wirklich versuchte Einigungsaelion zu beleuchten, deutschliberalc P ähIcrokrsanimZung, für eine ״Fest- Mandanten, die seh'nsuchtsvvll nach°rincr Gelegenheit Man hat uns thalsächlich ״Eompromiss" Mandate. sitzung" oder( so ist eine pasiendere Gelegenheit, aus- , ausipätzrn, um auch etwas .zu liiistcn und ihre unangelwteu. aber wie haben dieselben auSgcsehen? spare»- können, sie machen gar keinen Eindruck aus geheuere Arbeitslust zu besriedigekl. Wik Zionisten So bol man uns als ״Ev1npro»siss"-Et>ndidaten »ns. Ei» ״W tstlivvUen". das sich darin äußert, wolle» ihnen aus der M'rlcqcnbeit!!eisen, damit.die den Herrn Stralser an, einen Mann, dessen edles dass s man uns in öisentlscher Versammlung - als alten und »eugewähltr» Vorstand! Mitglieder nicht Venehuien wir bereit« geschildert haben, eine» Mann/ ״Valcrlandsveir Uher" anschwärzt, das kann uns aus ihren Lorbeeren cinschlasen. - der einig» Tage daraus bezeichucud fiir de»! wenn« beliebt, brauchen Sieden harten Ausdruck I»! Wahlaufruf, der weniger einilrbeiirvrograiil'm ״vermillelnden" Ehdrakter dieses Herrn -- in der/!ich« perzeihcn gcswhlen werden. Wer und was cktr Lss1c׳cllen a:s eil anlizivninischez Pamphlet Wbihlerversamuilung schimpiend gegen ״ns aitslral, sstid Sie denn und Ihre Lollegcn, Herr Doctor, sein will, wurdeuns Zionisten mit besonderer de» die Herren voui ossiciellc» Wahlckoniiic —'dais uns Jhrck kostbare Gönnerschaft, auch wenn Schärfe. Weilichwcisigkell und Wie!!cehol»»g vvrge-!bieder bezeichnend — als wir ihnen »icht auf den sie ehrlich Mär, so besondere stolz machen sollte? morsen, dass^wir muihlvillig den,-!riedeii der -ladt Leim gehen wollten, aus eigenem Antrieb nicht Wir ״jungen Hihköpsc" sind seit jeher für unser stdren, einen uunöltüsien Wahlka nps provozieren mehr als ״Eomprvmiss"- siind'eru als ״Kampf"- Volksfhum- ״lai r" Ihnen scheint s allzulant — und ״kleine Meinu»gs>»-rschn-denhri en" auihauühen. .!»ididaten gegen mis ausstellten! Dass wir eine, eiug/ircte». hat'» ilini unsere geskilichastliche» Be- Das war ein billiges Agi1a1ivnrun:tel i/j ivlche Persönlichkeit Tmnkeud ablehnten, ist' wohl'ziehungen zum spser gebracht: Sie aber, die ״weisen Tie-Wahrheit kam dabei zu l urz. Am Wahlschwerlich -als Zeichckk^miscrer ״stnvcrträgljchkeit" grau-'und gi^p!köpngeu Stütze» der GejcUschasl". tage selbst gaben ihrehWerlsührei ihrer Frichenszu deute». Lb aber ein solcher. Vorgehen des Sic haben' sich in srcmdnationalcn Lager» her um liebe und Veiiöhnlichkbit. in ridrendcn Worte» ״Eiiiigungsanites" als loyal, als chrenhast. als getrieben. Ihr wahre« Volksthum hiirter schwarz-- Ausdruck,, und Herr DrsiFialla lä'si!» der Blochichen anständigzu bezeichnen ist. ist doch sehr fraglich rolh-goldenen fetzen versteckt, lind heute, wo Sie Wochenschrift, in der es!ich und snnc GelinMings- - lind wenn Sie, Herr Dr. Hieronymus Fialla sich nach Ihrem Geständnis — das uns übrigens wirkgenvsicn cin/glänzendesWvhtoeiha tenszeuiznis ausdamit rühmen, dass ein solches Vorgehen Jh.cm lich angenehm terührt — der dculschliberale» Partei stellt, unermüdlich und recht mclod odie ,zriedenslöblichen Einfluss zu danken ist! so handeln Sie de» Rücken g! kehrt haben — ehrlicherweise geben posaune erlöncu. Wir! wollen di te ,z-riedciistiebe etwas unvorsichtig. Wir finden den EhnrattcL einer, Sic in Bezug ms viele Ihrer Eolleqen das Gegenaus dic^Probe stellen.!Wir zsollei!!ehe», was au derartigen Handluugswcijc — in Anbetracht des! thcil zu — bei te sind wir gezwungen, dies weuigcr diesen ,zriedcnsbclhcuerfingen dem aste -und beab-, gciährlichcii llmstandes, dass Sic Advveat sitid.hIhrem ״jüdischen" Gesühl, als vielmehr der von sichligic a.äu>chttuq. und war hrheit ist. Wir wollen wir uns nach Ihrem Beispiele ״cuphcmiilii Ihnen wie!er unvorsichtig — hcivvrgehobeyen wolle» dort den Antzingj machen, w, cs den tKegnerrr sicher" llmichreibuug bedienen — ctlvas ״prvble-!״llnjähigkeit ui d Eigennützigkeit der deutschlibcralcu sehr ldichr itt, untere Wünichezz i erfüllen,, untere malisch".. Sie, Herr Doclvr, müssen wahrhcits-! Führer", laus deutsch gesagt:) Ihren persönlichen Beschwerden ernit und unberangeu zu prüfen: bei gemäß den »unmchriqrn Eultusvorstand Slrasscr Zwlstigkeilen ii der Partei! zuznichsciben. «olauge de» Meinungrv-.Hchlcdctnheiien, die die Leitung und als den ״Ihren" bezeichnen und-aeceptieren, aber Ihr ״jüdisches Gefühl" äls billige Phrase uns in Anssührung der adminittrativem Ä igcte-zenheiten im solche Persönlichkeiten als׳ uns ״wohlwollcude" den Lhrc» klirgi und nicht, durch eine ״ahat" de- Rahmen des >etz,gen nchgiiues dctrc fen ule .kleinen Bnndcsgenvsse״ aus unser, ans das zivnistischc-Conlo wiesen, uns i! die Auge» springen wird, solange Me1nupgsver,ch1edcnde1ten^pr1ne,p1! ller.eatur werden zu schreiben, das. möchten wir uns doch energisch können und »ollen wir Ihren. süßlichen Vcrllchelich kaum uberbrucken lauen, ,zur eie habe» -sie verbeten l«bcn. / - . ränge» »icht chucn! Wir werden.,!icht. Ihrer Aus- Herren-zu wenig Veri.ündp». Wir waren bei», Lesen des besprochenen Aussorderung sesigbnd, die Hände in den «choß legen. Zu den.^«rrcttpt!tk1cn, die sidn; Icicht ohne iatzcs sehr begierig daraus, wie wohl der ostirielleund daraus warten, dass-der ״sortschreitjnde das gering,tc Hp,ev chr Geniiirühg^ui^ rer tt.elt Anwalt der ״guteiy allen, geyiäßiqten Sache" unseren Geist der;54", dem Sie zu folgen veriprechen Jv ..'chaneu waren gehört uiucr- ,zorder»m1 der Vorwürse» gegen diebisherige Eultusvelretung - Sie von der Stelle bringt! Den, armen ״Ze>tge,,t" Leuen, .chke.l der Ver^andlunttz-n md.-'buMn m begegnen ivürde. Was aber ,Hut der begueme Herr-könntdie ALeit >u sauer werde,» denn JkrHder EullnSgeme.nde. Wir haden che'c ^׳tzdrfung Doctot? Er behauptet aus diese BeschuldigMigen - l Eollegeu. Herr Doetor, sind-aNzuschwer an Beutel, lcho»!e^ .mhresfr״' crlwbeu u>d erttblez, da. ״Recrim a t io Ne n" nennt er sie nobh'rweise - Geist und' Lez, - tmd bis »un, trotz aller Annrenheitere und betckameNhe -chau'p, l da'S der . nicht eingehen zu könne», weil sie zu. ״verschivom-' qungen des ״;eilgeistes" in. alten Mora״ ״ecken ere,ar un׳.-«r Gemeinde den Ani^derungen-ze.ner wollen daher auch weiter dem-״Zeit- Vorgesetzten sich nicht fügte, uu, c n der Opposition ,inter die Arme greisen, das heißt: sein Müthchcn zu suhlen. Was hatte man uns »lener" Natur seien! '!Ua, eines sind wir Zionisten geblieben. Wir uns bewusst, ein Blatt haben Dir uns nie vvr^gcitl" belsilsliä unter oie etrnie «»׳״!׳, y״; ■־״•'" '״ den Mund genommen, zjmperlich aus Kosten dcriDas durch! Sie vertretene «Ysiem dedama. Deutlichkeit waren wir nie. Wir haben gegen unsere!kä»1 pse», ist Wort und -!.hat. gzz-,-^ ■r״r l!s< K Enllusverwaltung die Anklage erhob(», dass ihr! Sic Hab!,. Herr'Doetor, am «chlu,״- -chrcS tniuch diesmal wen ,.errn^ ^ccietar l-^besterei Vorgehen die Interessen der ^Wähler schädigt >,״d Artikels verspr tchcn, falls cs-Jhncn ivider Eimarleu ^״e an.^^lr ^ben dieic zzorder ing iiachtriicküch״ als bezeichnend angeführt: Tic vom Eultusvorstand nicht gelingen sollte »ns zu überzeuge». rc״gnur> /״. - «mi- 1 b :-״ ..1.,,״■ .?!,/... -v.!!״:.-j.״ .. tach-mi ״ich, — » nun. ,0 dann f »icht nur im Wege der .Presse, eingcleitelc Hintertreibung der Gründung jüdischer aurgerusen: ״Venn nicht — l» iCnrMA.״!!״_1 -;r.S.IiLi. <״(־T״t. »ft., .״ . s\)u!ah C!«a m 1• llltttn onä 1 oetorl Eultusvorstand wiedcrgewähltcr sondern auch in einer Petition stcucrzahlendcr E cmcindemilgliedcr, Vorstand hiermit ank indige» und über zur Tagesordi ung überzugchen wagen, können.

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