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Jüdische Volksstimme · 1900-12-01 · 21 (1.12.1900) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
I (1900-1901)
Issue
21 (1.12.1900)
Date
1900-12-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 21 Jüdische VoN-stt««e lunft auf dem QuadratkllSmctcr noch die gleiche schlecht derichtct dech! besagter Pollak hat schon in geuvisen" Anzahl von mdustriellen Produccnten, Händlern und jungen Jahren Dem Iudenrhum va'ot gesagt und'rechten Zn' Angehörigenfreier Berufe ernähren, genug für die der wirkliche (!ulUisvortteh.r Stern, züfäliig 'ein thatcn rech Beschaffung reichlicher Kleidung, Behausung, Be- Zionist, hat, nachdem er sich vergebens gegen die - Bruderverc l»hrung und Unterhaltung, ^.bigc, Millionen' Kandidatur eines Schoneriancrs misgciptochen, ^uden bim. . konnten also nicht nur leben, sondern w^ären auch mit seiner Gemeinde, soeialdcmokralisch gnvählt. -יmudisch-verkniffcnen Jargon der reich. Wer S nicht glaubt, wende׳ sich an Lr. Merv'Tä wir schon beim Lhema ^B^ählen" halten, seien verstehen^ als die heineriehnten' in Berlin. s V. die Berhälinisse im SlädtewahldezirkLlmü^-Prossnitzdie jedem arischen Strohenkekrer (Olmükkr Vricl. deutschen 'יי ' e Juden ein inniger Tritt i>>1fs Hintt-rtheil urch lange Jahre hatten fit — nicht über- > . . . 1 ,.״׳.- --- --- *-*-.. ,«- gelockt, und derlei trieben! per Hundertbanknöterln zur Errichtung "(UJ1.5™®1™ wrlil9״־rfn -.al«c ein Triltheil borgen rauhe» ihrem gerechten Schlummer keine! dieser-'nationalen Trutzburg gesteuert was Wunder, als Wald, Wapcr, Gebirge u dgt7 abgerechnet - Sceunüe. SciMr hat Wotrbif ,zerfetzenden Elemente' ־ wenn vor 2 Jahren der C lmüpcr T irnvercin, wenn werde» kann, verbleiben in Palalt,na -0 000 mit einer gröh^teir Dosis Ehr- und-Schamgefühl auch schweren Hcrzeüs, aus dem mähr, schlcs.'^irneau -^uadratkiloineter, "^ch Rechnung die bedacht mit verhaltenem Athen! passen sie, ob die trat, als dieser sich judenrcinerklär! c, Kann man enorme Zahl von 8t,0t10.00!t Pienschcii crnahrtm beiden Herren er wirklich wägen Werdens den unsere denn die hebräischen Turndrüder nicht hinausekeln. koMen, , 4r. Mero will lclb,t die ^.,»te durch Gemeinde ewig schändenden -Schritt zu thun , ohne gleich das Prineip laut undImänniglich zu .vaiicrwcrkc zum höchsten Ertrag dringen und J unb unser, Gott ist ein eifervoller Gott!c. Es wäre! verkünden?! Vorerst iziuis das südliche Fördercrvack . .- -?gelackt und die dcutschc Ehrcuburg erstanden Nun ragt sic — Turan׳ auch! noch schulden inmitten schimmernden Sumpsiands aus,׳ , sic gehör«, Breil schwarz-roth aiildcn umrahml!; wtichiene Personen erforderlich lnid, d!c mit Weib Werber^ Burschossky in oislner Volksversammlung '״Stammes und cs,-sinnunqsqcnonen'. daiS die ׳ und Kind aus -!>00 bis -400 Kopse vcramchlagt heiß bcgrüig habe, klang nach all dem nicht so un feierliche Eröffnung ,am 17, Nebelung»' :! statt ivcrden, müssen, so könntcn diese-Landwirte det Zuwahrscheinlich׳, doch zum Gluck ward daS Adlerblatt finde, geladen waren aber darin nur die ,Stammes- .aus dais sie dem nationalen, Feit bei, enlMlt gäben', 'Und dfe biederem Turner -, ״ . .. . ._ . .... ״, ... ..- -. zufällig ein thatcn recht: man kann sich dockt sind völkische' Befchassung reichlicher Kleidung, Beha1»»ng, Be- Zionist, hat, nachdem er sich vergebens gegen die ׳ Brudervcrcinc ׳,u Gast geladen, nicht mit schädigen lohrung und Unterhaltung. Lbigc 8l> Millionen Candidalur eines Schöuerianers ausgcipkochra, Juden׳ blamieren! Tiefe nun beginnen den lat, .—:_s. ------- -- ' ׳ " ' ־ Placalc erit zu riitladungrkartcn. tislatterlen, aus : eulfch Brodck beleuet>te1, Tie Zusammenstellung blieben, während der Turnverein im jüdischen Local! dieser drei -Lrlschgstra. deren Interessen schnurstracks blatt täglich einicharfte, wer nicht geladen, komme ^.auseinander laufe», ist ihpifch sier die^einer:cit von nicht! Und cs gclalig! Tas hehre rcst wak i«-All- ' ״ '• , de» deutsch liberalen Freiheitsheldcn prakticicric gemeinen durch sciniitische Viiaqei nicht gestört, Umcr Enliusvoritcher Pardon^ »ach dem mgihlgeouiclrie, die so uniäglich vigl, zur Vcrgislung bloß drei üultusausickiüsie. der » Ladung als' - neuen Ltgtus hcigt r ,Eulliispraiwenl Herr des nationale» Haders beigeiragen. Schmerling nahm Stadtverordnerr- :g 'nicht zu u iigshen gewefcn. tt'duarL Hamburger hat wirklich Recht, wenn er uns ׳«״,, damals sai'l rein deutsche Llmütz, inischlc lauschten Sen völkischen Weihereder. Als sich fetztoch ,׳stonilten ״ein zersehendes Eü'mente uenm, -vas überwiegend-tschcchiiche ProsSnih. wo! aber eine ein-paar mosaische lrvrdercr und B luiteinipender erwvllcii diese gritSgramigcii nrechlingc eigentlich.-, wiuzigl׳' jüdisch dcutiche Miiiderheil die cn^neinoekühnten. über den Htrunü ihrer'Nuhiladung höilichsl C,* ®1'1£ז ־?*. dicht lchon von den Tcutichen ״irannis übte, hiitzn, und eonipletiertc den netten, anzusraqen, da kllirte dcr^macker ׳ Turnverein am g.eachthabern unserer Hcimaliladt, da)S l>e bei den ׳Ntahllreis mit dem meilcnwest entfernten., ver- Tage nach übernatdencut ,feit, un sclbiglen ,Mähr, zungtlen Wahlmannerwohlra in _ber fünften Eurie .schmienen׳ Wcbcrdori Brodtk. dessen i>0. deutsche Tagklatt' das .deoalicrlichc Missreriländnis' dahiu »elvt etlichen -itl gcrmanischra ,«tamuiesgcnonen"! Mtähler für alle Jälle milthun sollten, den Slavcn auf, dass die Womihätcr sich abei selbstverständlich auch g indische ,Gesinnungsgenossen' als -'-»hl׳ t!״, Mund zu schlies:cn, Tiefe, däumtcii sich zwar in hätten als geladen betrachten s tllen. auch ohne »iänner vorschlugcn, eben den Herrn EnltuSpräies, erbitterteren Wahlschlachten gegen das'ihnen mündliche oder ichriftlichc Ayisord:inng, 'Und um sowie den ersten Beirath des Eultusaurschusses. ausgehalste Joch, erlagen sedmh immer wieder den den letzten etwa rfsiierenden Argr oh» zu z-.'islrcuen -verri: ,evscl t.oew? Und ists nicht abermals lchön, verbündemi Teutschen und Juden, die sich damals. denn d^esc Julscn köimten sich doch vielleicht bei wenn die städtiiche Polizci ihrc bewährte Agitationsdeutsch gesinnt, in Proisnitz weder durch geschäslder Peichsrathswahl oder beim nächste» Turnerkrast in tolcrant-unparteiischcr Weise auch diesen. sjchen Boyeöit und Volksaufläuse, noch durch andere schnorrseldzuge rächen — wurde das Schauturnen lüdiich-deutlchcn Eandidatcn widmete und ihnen zur | gefährliche- Tr-ohungen von ihrer politischen lieberim häurlichen Kraise wiederholtsf!d dabei durstc'n Wahl verhals. Heilig Es ist crreichtU Die höchsten ^״״^, abbringc» lics;ent Endlich erstürmten die 'Inden wie ander« Menschen ge ,en entsprechende» Würdenträger der ,cudengemeinde Slmütz!in& nun Tscheche» die lliathsstude von Proisnitz »nd damit Entree sschlüdcrzeligen. dais'die un.׳crsälichl deutschen mit der Bkacht gerüstet, ihre -stimmen dem dcntichcn aiar auch das Essschick de» ganzen Wahlbezirkes de Biänncr sichdreh Sn und biegen > nd wenden können" Bcivcrdcr für den Wahlkreis r.l»1ütz r.stra».«chönsjegeU<fumo.l -nittc» 1807 die Prossnitzxr Juden-' wie wahrdgitige Gaukler, Heil! Allvater berg,der fünften Curie, Herrn JiuimermcistcrHeinrich fchast über die Rückweisung ihrer verdienten Can -Jahn, dcikln Büsch hom Jirst de Turnhalle herab- Münster aus Jaucht>, zuzuwraden, Jwar ist er.hjoaien Tr. Haas durch da» deutsche Bezirks schaut, Tiü, mnisf Tcine Lust haben an Teiner, -Lchvncrianci ein stranim-radiealer Judenfresser wie Wahleouiitc tief verletzt, sich-nicht mit dem alten ׳Jungmannichast, »ie Dir in Sln ÜÄ' Geniarkeh aus- Volk»che Blätter von ,hm singen, dass aber darum Lpscrmuth 'zur Wahluriie drängte. Tie tschechischen wächst. . j - lmutz jüdische Wahlmänner ihm Gcsolgschasl - ^ociqldemokratcn gaben schliesslich"in der Stichwahl' Ter hieiigc tadi.al-lschcchiscs e .?oror-'brachte weigern könnten, das ist — freche Verleumdung., ihren.Eoiinotivnale» Scala den Ausschlmp ui d jüngst einen dem Jionismur syi ipathüchen Artikel, gcutvbald Müller ward nun mal unter cinmülhig'em ^,^^ siegte er mit 4 Stimmen über den Deutschen. Jum Schlüsse aber stellte ״er in! Hinblicke aus ciüe Jurus aller deutschen'Parteien ans den -2child, ge- ^andeSgcrichtS-Aiath Tussik, 20 hatten sich die Aeußerung Haus^ianns in Len1b:rg^dass wir ,sie - " Liberalen ins eigene Fleisch' geschnitten, und d^ nislc» blutige Betchimpsungen m t Blut zu sühnen in Vergessenheit gerathen und mit ihr auch die deuischc Llmüh blieb im Parlament - unvertreten, chercit sind, dem rächenden E Mt Jcbovah den Lehre der Väter. So kam cS dazu, dass die Juden Im-Jänner soll-»un der Wahlkreis rückgewonnen strahlenden Gottl der Liebe, shrütus. entPgcn, unicr dem Truck der Noth sich entschlossen, die werden: zu diesem Bchusc wird der tüchtige vicibe- Seine Lehren wurden. osscnbar r on den tschechischen Steine, und Balken ihres GottcShauscS zu verkaufen. - liebte Bürgermeister von TJlmütz, der Fortschrittler Lbsrructionisten im österr. Äiciä!srath. sowie vom Julmerhin waren es damals noch .'> -400״ Braudhuber, eandidiert und zur Ankvckung der ent- ״Pozor־ selbst jederzeit befolgt. E- Z- Personen, die zu der jüdischen Gemeinde gehörten:! scheidenden Judcnstimmcn der Antisemitismus derzeü sie waren Alle arm, und nun, wo sie sich ,»ich!' zurückgtstcllt. Dass die Llmützcr Juden wie ein mehr um die Synagoge als Centrum schaaren Mann für ihren deutschen Bürgermeister ׳zimmen?trÜllIlCr (fllttllÖflClUCillöflDBhlCIL. Ion ulen, begannen sie sich zu zerstreuen und unter werden, scheint zweifellos und -bei ihrer vielfachen , . - t ihre heidnischen Mitbürger zu mischen. Viele sielen Abhängigkeit von der anionomen Stadt kaum Am 24. November fand m in Brünn d'..׳ von dem Glauben ihrer Väter und wurden Buddladclnswcrt: von den Prossnitzcr Juden aber, die Wahlen in 5e1f jüdischen Ci ltusvorsiand stall- . -. - - - — — * —־-״••>*“• —:>t:4, ----- t-i.K.,; -um ftttcnmal in de.: Erfolg, da aus die nuc eine Stjmmen __ ju sammeln, wurden wohl noch ge- Bcrrath wäre daS, sondern Seldsterhallung! Leiber minontät tnlncl. öLcnn wir, tr >tz dieses Resultates. macht, aber vergeblich. So kamen einige Vertreter, haust im ProsSnitzer Ghetto noch immer ^cin erden Ausgang als^ einen, für der Durchbruch nnscrer der Juden von Kai-fcng-fu nach Peking, um Geld!klecklichcr Trupp teiktonisch-besesfencr -Hcikipvrnc. Ideen günstigen!bezeichnen, so sprechen die gcwicd-;issanimenzubringen, aber da ihnen kein Interesse - deren antidiluvianischc« Treiben der Zionist mit tigstcn Gründe!für. eine solck-׳ Augassung. Wirentgcqcngcbracht wurde, kehrte,!׳ sie unverrichteter einem Gemisch von Rührung, Mitleid und Ekel stellen uns »a mcht aus den dt auemen-Standpunkt. Sache wieder heim. betrachtet. Hoffentlich — und dah> sei keineswegs dass von eitler Niederlage unfer:eieit« nlchddie Rede _:! r_v _• w;_re 1 •». auauii S/»ä _ mnrfif 1<>in fmn hrt mir in hififttl .SIintDit DCT• Somit sind von der einstmals blühenden jü difchcn Gemeinde in Kai-seng-fu nur noch wenige Vertreter nachgcblicben. Bemerkenswert ist aber dpch der Umstand, dass die Juden cs verstanden llabcn, im Laufe von ungefähr 2000 Jahren ihren Glauben ,trotz der sie umgebenden Heiden zu dewahren. Wie der genannte Dr. Martin sagt, glichen sie einem Fels, der, losgerrsien von,'dem Berge ljion durch irgend eine große nationale Katastrophe und hineingeschlcudcrt in die chinesische Ebene, dastand im Laufe der Jahrhunderte, erhaben in seinem Alter und feiner Isoliertheit. aus Hass gegen dar Teutschthnm gesagt - macht sein kann, da wir in diesem Kampfe nichts zu^verein entschiedcnci: Sieg der Tschechen dieser lieken hatten, für eine junge!Partei js, ja Nichtpeinlich-gefährlichen Ausschlagstcllung der Juden inr [ gewinn gleichbedeutend mit Vertust, sondern behalten Wahlkreis für immer einEnde, und dazu ist alle den Erfolg im Sinne der Propagierung unseres Aussicht; denn abgesehen von dem natürlichen Wachs- Gedankens ün Auge. Bisher vollzog sich in Btünn, Ihum der slavischcn Stimmen scheint die Prosrnitzer das ungefährzwölshundcrt iCultuswähler^ zäblt, Wahlmachc jener von Llmütz in der Stimmensabrider Wahlact unter Betheilung von 40 höchsten« cation zumindest gewachsen, da Llmütz bloß 2100, 50 Personen, diesmal-gabcn über 700 ihre Siimnicn Prosrnitz - 2400 Wähler ins Tressen schickt, woab. Wandten sich auch über 400 dieser Stimmen gegen 'die 70 Brodcker verschwinden. Ueberdics gegen uns — tpir wollen da> on abschen, dass in werden in einer Stichwahl die Socis gar.z gewiss vielen Fällen von oben aüsger dtp Drück und njtvt den Tschechen wählen, theils weil sic selbst meist \ gegnerische Gesinnung die Ui fache war — so b-u Tschechen sind,!heil» weil sic ihrevielfach durch!doch unser Eintritt in den!Atchlkampf diEJuden

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