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Jüdische Volksstimme · 1900-10-01 · 17 (1.10.1900) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
I (1900-1901)
Issue
17 (1.10.1900)
Date
1900-10-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr 17 Jüdische BolkSftimme Seite 5 denken tollten, von Le» nichtindischen Palästinensern Abendland verhältnismässig viel weniger in Bernd- Schiekial meiner Nachkommen, denn die Grryhtiglcil, die vage Vorstellung, einer in jeder Hinsicht verrung gekommen" als selbst die cntierntesten Bewohner die mir jetzt noch .zulheil wird, bietet «is, keinerlei lommenen, nätivnal gxschlechksloicn und uns somit der Moslimwclt, Nur die Grenzen der grossen Halb- Garantie für die Tauer der Zustände, llflb ich dir. ungefährlichen Rotte, hie de» jüdischen Eolonisie» injel sind europäischem Einiluss zugänglich gewesen. Zionist, weil ich dar jüdische Volk gross und g>- für, die »nporlirlen segnungc» der Eullur nur der innere Lern jedoch, von ׳welchem uns nur ein achtet jeden mochte, iveil ich überzeugt bin, dass ein beiden Tank wissen wird. ^11d tzie paar frechen zclne Reisende Nachrichten ,brachten, verblieb in ireier, glückliches jüdisches Volk der ganzen Mensch Beduinen, die dcut alljädrlich von den Habest, den dem -Zustand vergangener Häkirhunderte, Selbst die beit zum .Heile gereichen-wird. .europäischen MauAtulr, die lichnen Pioniere de« Westens, haben idren Weg dahin noch nicht ge sundcn. Wer könnte daher vqransieken, wie bk Perhältnisie. sich gestalten Werden, ivenn ernii durch Verwirklichung Ser gigantiiche-n lsonimunieations- Pläne in^ Asien jene Millionen Araber au« dem Bauer», ihr ״Vruderihcil" "an iüclreidc cintreiben würden bei dichterer Sicdeliing und siraiicr Ver- Wallung leicht über den Wüiic irand zurückgeicheuchl. Wie sich, es nun in Wahrheit/ Hch bin kein Pa läsiinasorschcr leider doch.schon eine blos! oberstächlichc tücjchichlskenniniä und die ausnierkiame Lecturc .von Blättern zninal der Colonialvölker, deren Blick frei iibcr alle Grenzpsäliie hinausschwciii, Monientc ihrer Tdatkrasi zurückgelasien InibtZ" warnt Mich, die Sache in gleich liarmloicin Licktz , zb leben. Soweit die iilaiigelbaile türliiche Statistik uns z - darüber.Ausschluss gibt, leben in ganz Snrie». de״״' daraus gehen vssigiell »uierr Aspiiglione». trotzdem Altpaläslina kaum ein Trittheil davon »»zsassle, an 2 Millionen Cinwohnir und Huden sind davon bei hoher Schätzung 7U.״U0, die sich allerdings niciil ans 'den Südc». eben Palästina, beichtagken. Auch die ׳Nach: barlandcr Syriens sind sö gut wie jüdenrein. 'Wir jtpd also heute aind wohl noch aus lange hinaus dort- ״,״en keine Mach,, aus die- ׳,älvtcu kann. ״, ״״f1nlJllJ11a l־!״r Tie wenigen Lnrlen, des Landes zerren, lind. >ail nur als Beamte und Zoldiikei! ibäiig, liberdies politisch uneins und ihre Raile auch hier im Periall Tie Handvoll Armenier, Griechen. Franlen d. b. Westeuropäer, und Levantiner/ das sind jarabiickie Europäer, kommen auch iveniqcr in Betracht. Ten Stock der Bevölkerung bilde» ihrer Abiiaiiimuiig nach Semiten, thcils/nud es reine Araber, wie die schweifenden "Nom ade», IheilS 1i1 es ein Gemenge au« den Ureinwohnern, Aramaerr» >i»d .ganaaniilen , mit den stammverwandten Arabech, die der erobernde ' & lult Mc il,t1'־ ׳"״'r V״,,״I '"" "יי" Isla,!, aus An .".tuen ihrer -Halbinsel über Sn«.1י «-»!'» »'"? «"« «׳““' «»» hinirug. Und in dieses Mischvoll auch verschiede,s-,7^° 0׳»!-" Vat« mg,-,» und Mutter m-.r artig ib seiner Zusammensetzung, fv^michliesu wolis -nh Abnen. '• . ' .-dcsieldcn ein weiteres Band in dem weniftnen^^E^s ich rrrchie die . ä»j!crlichcn Bekenntnis des Hslanis. dieser reinen א '""י Blüte arabische» Nationalgeistes. Alliiiiiiasicild iit der Gebrauch der schönen arabischen -goraniprache und der arabischen Schrift, die langst Sie allinrischen Laute n»S Zeichen verdrängt haben und die selbst in den entlegensten Schluchten des Hochgebirges lgesiegt haben, wo iich doch die altsyrische» Christen der arabischen Bnitbcimischung einigermasie» und jedenfalls erfolgreich der Muslimlehrc hatten erwehren können, zum Sieg gelangt sind. Allumfassend und keineswegs btosi aus die Islamiten beschrankt ist . ein starkes arabisches Ralionalgesühl. das z. Ap beionders de» griechisch ortbödoren Mclkilen nachgeriihnit wird. Tvch bevor wir zu weiteren Crörtcrungen und Schlussiolgerungc» vorichreilcn, wollen ivir das geradezu provhekisckie ilr lhcil eines berühmten weitgereisten Srienleklistcn hören. Pros. Hermann Vambery sagt in icincn ״Sillenbildern aus dem Morgenland": ״Etwas besser gestaltet sich das Los der Araber, dieser Elasie muslimischer Unterihane» Ser. Pforte. Ter Araber Tas alles gieng-nalnrUch über den geistigen" Horizont meines durch die bosnischen Verhältnisse völlig belangen gewordenen Wideriachcrs. Er wollte sich nur durchaus,aus einen Tirkurs darüber einlaiien, ob cs die Juden, denen cs hierzulande gut geht, noihig.habe», ,׳hoiwlen zu sein. Er sührle mir- Schlafe gerüttelt werden, deren Ahnen so gasartige zur Bckrästi'gnng<se,ner enigcgeugesctztcn Meinung dar wohlwollende Verfahren der Regierung gegen über d, :7 bosnihhen Hudeii an. Er nannte mir .Namen von indischen -UreisgerichtSvräsidenten, L der- -eniniröloreii :e. und gab der Zuversicht, dass alles •׳ bleibeu iverdt׳. I'eöh.men Ausdruck. Taraus zeigte!,!> ihm, dass die glückliche Lage der /luden in Bosnien, - wie überall eine rein zuiätlige sei, und die ״׳״!nde hiesür jeldsi dem oberitächiichiien Beobachter man entgelten können Bosnien iit nämlich kein Land mit ausgeMvchenem ׳christlichem Eha»k:e: Mehr als. ein Triitel der Ber'ölkerting iind.Biovamedänei. die^zn ihrem reli gioien Enzpsinden äusiersi reizbar sinöx >»»' denen m>Ni sehr vorsichtig umgeben muis. T ie Rcgieduiuz muss!׳,-!, -re mal von .::U1׳! Il>ren ziundgebiinge» und-Hand- . lungen alles fern hacken, was e>n .e>nsc>l>qes, religiöses Gepräge uägl. Tie rei.alieo vorhaNSenen kaldock'chen, intckleraiueiz Ncigunnn werden unterdrückt und man kann, onne die M.'h.tiitzLaner stutzig zu machen, auch, nicht mit den Huden eine Ausnahme machen, r^'.brigens macht die Regierung de» Hude« gegeliuber jaus der No::: eine Tugend. Tic Per :vacknng,braucht Beamte Tas einheimische Material i1׳- ivarckch und. ׳asi :!::oiauchdar, »ud man ttt io.ck!erar: -ansdir. sHmvort aus ,"er Monarchie,.angewiesen. Zum Ti-vne :11 Bosnien meiden sich aber ׳ j.-:: ׳eil Hatiren »>lhf Huden als-Christen, da für׳ letztere Lz e" i rn'er t l e? sc. :1:1: krampüe mein Her;... und :׳.׳ ז::.י?/rnd -Doch ich riss imch Io? ton r-eu :Vüincn :;x^hr wan-erl noch immer :: V2.׳.d, " -?«11־ Bm'en roh Mich drliiiqt's \ax. 30r.11«.;;:m \‘:Wn V:i:. iX'0 den Himmel tic Beiqe ^rusren. Mil lachendem ^!ir^e ruid r.ul.är^m . .׳ch g^ig in die rn d:e hc'.f lnnaus: ‘ Und ich gieng im mn teu allein ׳-^uneuem <^epade.;u >1:4 גי Mtt irtiicii (^encnen s» 11a11>i1n. Und 'mir schien Die 3onne irre g!re:׳'rend k>Kc:?re Vnit mi:?ujrerr -dnichw.'ben. ״ Die trügen virimt'rungcn.r.'n dattneu Berqeneii und;ersloden. . » ^die selüieude V/rre ״i ^um ->iunc — - - ׳«? babcit sie fidi etfip ah.^ivanV... .* ג? '׳311 r ה:1לד ^ch blieb ohne .v^uiui in Mir mul die ^onne.׳ Mir 1'an! du:׳ die;u:n Huumet ra^cn. . .׳n mir brennl'S m.׳e' ,reuer. — ^ch ich ' Und die "Uulse bümmetn uud jaqen... Meim Blicl ist umüort/metn : Um mich schweb!... das L^ild meiner Und di« Berge. :ch:' in:. eben. ivm imaj 10)wcpi ... ras •ruo meiner; eoeu. Ern düstres, das bdngn ich erloschen gewabn'.'X .. ״x^ch Hab' ein Heim —Und bjn benuLo^ tfin, bosnischrr Brief. C iterreicki immor' Platz ׳ vorbanden 1U-- Man in al'v diree: aui Huden angewieicn. diä aucki :hg:s.:>ht1ch in Bosnien voraus,׳,:setzt, -dais ׳::׳ linhlig 1׳:!.", vonvartskvmmen, obne sdas Sauibeä.'N vgisiren v.r m.v.siiii. Aber dieie gui> Zei׳ wird, .::: Ende, haben, ivenn'Bos1«l1^177׳tt:11ee!1r: /.n'wird. T,::!n w:rd ^>e Regierung es'nicht mehr nöihig bab.:׳ das :el'gs׳-׳״^ E!»r>׳:nder: A.״d'.:׳sgläubigs io rari .!:׳ ׳-i'öpen Tie stark vorhandenen anliiemitt'.gen Neigungen der v::h.׳do:e1: ckirisilichen Bevölkerung N'.rde» trete Bahn ׳:!!de!!, dt: wohlwollende N>:u;a!:r<rr״ der :Reqicrnpg wird ein Ende liaden. und wir Huden Iverden-än der Stelle anac:angt>sein, wo, sich »n-ere Volisgejiossen!n andern Landern -schon lang, de sintzen Hoiei Hichnie'.D, Kus TZlrunänien. Hn einem tveietz vom ׳!'>. April I"7'! es: IN den landlichdn "׳emeindcn. Töricin Illid Weile!» können die Schenkwirte das Rcchl nur erthcill alle Leiden der Türken, doch hat dar Elend Hhrc dicke Haut lässt sie de» Salon Annieuiitismus, ihn noch nicht völlig zu Bode» gedrückt. Manche deiien Aiigvi^sen sic jedesialls ausgesetzt sind. Nickn Eigenjchaste» seiner nationalen Hndividuälikät be beionders vcripüren. Sic huldigen der Ansickn, dais, fähigen ihü. sein Haupt höher zu halteik. seinen wenn es keilte polnische» Huden und.Hailsir.r gäbe. Blick kühner in die Zukunft schweiie» zu laiien..,. auch der Antijkminrnnis nichl eri'iiren wurde und Ter Tiirkc scherzt, wenn er jagt! Zwischen den! gefallen sich in der.!Rolle Araber und seiner Lanze bildet die Aba iLnopsi duldetcr Anhänger ׳diverser Nationen.׳ Für diei den einzigen llnterschicd. Toch wie bei erncrem Huden beginnt crsr das Erwachen, ivenn Fen'ier Beleibtheit und Schwerfälligkeit des Geistes Hand scheiden, klirren und brennende.Hauier die verzwciielre in Hand gehl, so verbindet der Araber, ich meine, Lage beleuchten. Wir Zionisien.müssen, uns eben den Wüstkübcwohner, mit der dürren. Gestatt, Lebmit der Thatsachc adsindcu, das iveciell in Landern, Hastigkeit des Geistes, :Rührigkeit und unbändigen Freiheitssinn. Ter Araber ist überdies masiig, -von einem seltenen Nationalstolz bcsccll und bctrachlet den Türken, obschon dieser durch bald vier Hahr- Hunderte sein Herr und Bedrücker'ist, als ein ries unlcr ihn, stehendes Wesen, als einen Barbaren, den selbst der Adel des Hrlam nicht zu bessern vermag. Wenn wir daher dem Araber für die Zu- Tunst ein günstigere« Prognostieon stellen als dem Für viele Hude», die sich in erträglicher Sit» ation beiinden. die!»»er den :oben Ausbrüchen des Anliscmitismus nichl io zu leiden haben, wie die grosie Masse ariner Huden, rjiiiiil keine Hudeniiage. langen, wenn 1'u in der Line der rnmäni'che» C'.-meinden ׳eingetragen sind. Tas gehs-aus die Hude». ' bie das :lie.ii! ׳ur Wirtichaiien haben. El» ^e»de lann ׳nicht Advocat werden ״Teerct 1»'<I. nicht Apotheker -1'׳'.׳;׳. nicht Eiicnbalm, . mehr oder weniger >seaiigesielller < 1 "0« .׳ 1 >״el> Ladajdandl^ > l!7״L , noch au Ausichreibungen zu oiientlicksetr Ardetten!heilnehmen, noch an denen der vom Staat verlausten Längere,«» ,lMi!1׳. Ein -R'ietz von 1!'S 1 itniersagl ,eüeni. Fremde» Bagk und,Wechiclgeschäsle. Am, IMärz l *M' berai^le ein iüesetz, das du Eol' Vortage untersagte. Mil einem Piale Pi.lÜÜl Huden itiies^äglichen Brotes Ein Geietz -vom 12. Marz l >7-״!sh!oss die Huden von-der Verwaltung, de» Fabriken und Tübalslagern >aus. ' . Tie Aurwei'llngen. aus dem'Territorium sind^ 'ehr zahlreich. "Es genügte, dais ein Hude in den Zeitungen oder ion'k die Äeie der Venvaltiinq miis biUigie, um der iäeiahr ausgejeht zu sein über die erwähnte Elaiie von Huden sehr Grenze geschoben z!> werden, sei er auch wie es ' schon׳ vorgekoiiimen in, ein -rtnmaljger rumänsichei'.. mv die Hpdcnnoth »och »ich! die eraüene Form erreicht haüc dcr Zionisniu« viele. Anhänger besitzt, die weniger durch logiichcs Tcnken, als vielmehr durch brmale, handgrrisliche Beweiie zum Anichlnis an die Bewegung bewogen wurden. Bei uns in Bosnien, wo aus׳ Griinden. die ich noch -anfülire^ will, der Anriiemilisinus ll>äl iächlich noch keine actuellen Formew aiigciioninien hal, ist »un sdie Türken, so geschieht dies in Wurdigimg seiner nastark vertrete». So fragte mich inngsi ein Herr, ichon voraelommen in. ein-<׳ tionalcn Eigenheiten und jenes oeeibsibewusslicins, warum ich Ziomsl sei, da ich doch in Bosnien: wo.-oldai. _ . .. durch welches er sich über die anderen moslimischen es , den Huden doch recht gut geht, lebe, also, seiner 1km von!>:>, anszugehen, zo vcrnhtopcn ׳mi UntcrtHanen der Pforte erhebt. Für setzt ermangelt Ansicht nach, nicht die gcringsle'.-Verechligilng dazu Reihe »<•'» . lveietzeu die onentlich:» ^!chut:n d:n er nur des Lcitslerns, Toch sollten ei»»1al creignishabe. Hch erit'iderte ihm, dais ich Zionist'sei, weil iüdiichen Vindern. reiche Umwälzungeu dieses Volk in den Vordergrund ich mit Liebe an meinem Volke hänge, weil ich wünsche, ,rgch- und Ackerbauichuten. '״iCT.!»»htbliche drängen, so ist kaum zu-bezweifeln, dass vermöge das« dem jü^isckfen Volke eine Heimat geschaiscn.werde. Unterricht in öncnitich -und!»r Rumänen umnl! «״,,, ....,,:. ״״ ,, z- »״,(א״ btx nicht tih Lande bleiben will geltlich, die!Rumänen und. i:nturalilirien .Rumaii^n " ' an Sen Börsen des Siäaies der stärkeren Elasticitat seines Geistes, einer grösierrn wo. cs sidrji Hgdkn, können gegen .—, , aber nur!mit Von den natürlichen Bollwerken seiner Heimat ans, siir jene Huden zu arbeiten^ denen es schlecht aürdrucklichrr speciellcr Genehmigung deS M?,,,,»!». geschützt, ist das arabische Volk mit den, christlichen; geht. Hch, bin auch Zionist, aus Furcht vor dem Aunn- und pandw׳rkstzhuhn. - L ie ,zr.mS׳n

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