Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- Viertes Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Einen grossen VOlkerverein Aua dem Lande des Nordens; Gegen sie scharen sie sieb, Und durch sie wird sie erobert. Ihre Pfeile wie des Helden, Der die Mutter der Kinder beraubt, Nicht ohne Beute zurückkehrt; — So wird auch C h a 1 d ä a zur Beute, All ihre Räuber sättigen sich. So ist des Ewigen Ausspruch. Babel einst und jetzt. (Jer. 50,11 ff.). Ob ihr euch auch freut, Ob in Jubel ihr ausbrecht, Räuber meines Erbes, Euch darin gemästet Wie die prassenden Kälber, Laut gewiehert wie die Hengste: Tiefbeschämt ist eure Mutter, Blass wird sie, die euch geboren, Sieh! So ist der Volker Zukunft: Wüste, Steppe, dürres Land. Vom Zorne Gottes erholt sie sich nicht, Ganz bleibt sie verOdet, Und wer an Babel vorüberzieht, Erstaunt, entsetzt sich Ob all ihrer Leiden. Feinde, belagert, Freunde, verlasstsie (Jer. 50,14 ff). Schart euch um Babel rings herum, Ihr Bogenschützen, schiesst auf sie los! Schonet den Pfeil nicht! Gegen den Herrn Hat Bie gefrevelt, Brecht aus ins Kriegsgeschrei umher! Nun reicht sie endlich die Hand! Die Fundamente stürzen,