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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 1. Heft. (1912) · p. Seite 14

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
1. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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— 14 — Plymouth, woselbst er auch im Jahre 1821 sich mit der Tochter eines Herrn Levy in Plymouth verheiratete. Alexander wurde dort wiederholt io Gesellschaft von Missionaren beobachtet, man batte zu Alexander kein rechtes Vertrauen mehr für das religiöse Amt, das er bekleidete. Die Gemeindevorsteher wandten sich an den Oberrabbiner in London, der so lange die Amtssuspension über ihn verhängte, bis von den Gemeindevorstehern Nachricht eintreffe, dass an eine ernstliche Besserung Alexanders zu glauben sei. Alexander dauerte die Warte• und Prüfungszeit zu lange, seine Subsistenzmittel waren auch nur gering; er entschloss sich deshalb dem Drängen der Missionäre nachzugeben und sich taufen zu lassen, wodurch er der Sorge für seine Existenz enthoben wurde, da die Missionäre von nun ab die Sorge für sein leibliches Wohl übernahmen. Seine Taufe wurde am 22. Juni 1825 vollzogen. Durch den Reverend John Haschard in Plymouth. In Plymouth war nun nicht mehr seines Bleibens. Zunächst ging er deshalb nach Kneter, wo er Unterricht erteilen wollte, fand jedoch dort keine stetige Beschäftigung, weshalb er nach Dublin ging, wo er hebräischen Unterricht erteilte. Der anglikanische Erzbischof von Dublin D. Magee intressierto sich für den Convertiten und ermunterte Alexander Theologie zu studieren. Man forderte kein langes Studium von ihm, bereits nach einem Jahre, 1827, wurde er vom Erzbischöfe zu Diakon ordiniert und wurde ihm oin kleines pastorales Amt in Dublin übertragen. ' Da die Mission aber in dem geborenen Juden für die Mission einen tüchtigen Mitarbeiter vermutete, erteilte der Bischof von Kildare dem Alexander die Priesterodination, der auch bald darauf in die Londoner Jaden Missionsgesellschaft eintrat. Im Dienste der Gesell- Schaft machte er mit einem andern Missionär Ayert zusammen eine Reise nach Deutschland und besuchte dabei auch seino Goburtsstadt Schöulanke. 'Allzu gross war die Freude des Wiedersehens mit seinen Angehörigen nicht. In der Nacht wurden dieselben in sein Hotel gerufen, da ein Fremder sie sprechen wollte. Höflich, doch nicht herzlich, war die Aussprache, die mit der Bitte endigte, Alexander möge so rasch wie möglich vdie Stadt verlassen, um seinen Angehörigen keine Unannehmlichkeiten zu bereiten. Trotzdem zeigte sich Alexander am folgenden Tage am Marktplatze. Er wurde erkannt und mit dem Rufe ״Zedokoh tazil mimoweth“ ״Gerechtigkeit rettet vom Tode“ begrüsst, jenen Worten, welche bei der Begleitung der Leichen zum Friedhofe gesprochen werden, womit sie Alexander sagen wollten, er sei für sie tot.

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