Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 30 (1906-1907)
- Issue
- No. 12. (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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158 an$ Urkundenbücbern. I. Aus dem Urkundenbuche des Klosters Paulinzclle. Von A. Lewinsky. 20. 1295 März 12.1) Abt Bertold und der Konvent des Klosters Paulinzelle borgen von dem Ritter Friedrich von Witzleben 100 Mark Silber und überlassen ihm dafür 10 Mark Silber jährlichen Zinses zu Griesheim־) oder anderswo. Orig. (Pergam.) der in Paulinzelle ausgefertigten Urk. im SA, Sondershausen P. U. Nr. 24. Abschrift in Paullini, Annal. S. 104—106 und in SA. Rudolstadt, Kopialbuch der Urkunden des Arnstädter Archives Vol. I. N. XII. Anemüller weist auch auf das kurze Regest bei Lindner, Anal. Paulino-Cellens. Part. V. J. 7 und auf die Geschichte d. Geschl. von Witzleben I. J. 47 hin. Vgl. noch Hesse, gesch. d. Kl. Paulinzelle J. 20, Anmkg. 52 (zu 1296). Am Anfänge der obigen von Anemüller ibid. J. 135 f. abgedr. Urk. lesen wir: Nos . . . publice protestamur, quod, cum essemus obligati tarn apud Judeos quam alios propter malum statum terre . . . 21. 1320 August 6.* *) Burchard der Aeltere von Schraplau, Graf Burchard zu Mansfeld und Busse von Querfurt versprechen dem Abte Dietrich von Paulinzelle und seiner Sammnung ein goldenes versetztes Pfand zu einem bestimmten Termine unter gewissen Bedingungen einzulösen. Orig. (Perg.) in SA. Sondershausen P. U. Nr. 30., Abschrift in SA. Rudolstadt, Kopialbuch der Urkunden des Arnstädter Archives Vol. 1. N. XXVI b (130). Jn der ibid. S. 179 abgedr. Urk. findet sich der Passus! . . , so scole wi . . . daz selbe phant gheleyden zu Erforde in der stat uph nusen scaden ... Wolde aber der abbet daz phant in de־n juden setzen, . , . *) 22. 1392 Juni 29.s) I Erhard von Witzleben zu Renda״) und seine Erben verkaufen dem Schultheiss Konrad von See zu Erfurt und seineim Vetter Hans 1) Ibid. S. 135, Nr. 130.; *) Dorf, sw. Stadtilm. . •) Ibid. S. 178, Nr. 177.! *) Es sei hier noch bemerkt, dass ein ״Jüdendorf“ (Judendorp) sdö. Querfurt lag, wie aus einer Urkunde des Bischofs Albrecht[ von Halberstadt vom 9. Dez. 1329 erhellt, nach welcher dieser Kirchenfürst dein Kloster Reinsdorf (bei Nebra), Güter in Jüdendorf zu verkaufen gesrattqte. (G. Schmidt, Urkundenbuch des Hochstifts Halberstadt und seiner Bischöfe, III. Teil.Pubicationen aus den Kgl. Preussischen Staatsarchiven, 27. Bd., Leipzig 1887, S. 324, Nr. 2214 . . . bona in Judennorp deserta et inculta duduin iacentia . . , vg|. noch im Orts- und Personen-Verzeichnis zu diesem III. Teile des genannten Uß. S. 691.) *) Ibid. S. 293, Nr. 306 «) Stadt, nw. Rudolstadt. 5411