Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 26. (26.6.1890)
- Date
- 1890-06-26
- Page
- Seite 102 (sequence 4)
- Language
- German
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I — 102 — Bairagen noch ihre Gewohnheiten die Jaden der ▼011• attndigen Gleichheit mit ihren ohriitiichen Mitbürgern rmwüroig machten, and eie nehmen ein ebenso warmes Interesse an der Wohlfahrt des Landes, wie die englieche Nation selber.* Es ist schon an and für sich lohnend das Baoh aas* dem Grande sa* lesen, dass man hier eine ▼011• ständige Geschichte and das Kaltarbild der Jaden in einem europäischen Lande in populärer Darstellung erhält; schon die ersten Kapitel bis Seite 94 die sioh nur mit den englischen Jaden befassen, sind eine entschiedener Protest gegen alles antisemitische Gebühren. Jedoch ist der eigentliche Werth des Baohes erst im letsten Kapitel sa finden: ,Die heatige sögenannte antisemitische Bewegung in Deatsohland.* Seite 92—133. Die Gründe der Agitation gegen die Jaden sind verschiedener Art: christlichreligiös, ethnologisch, geschäftlich, sociaL Nach diesen Babriken wird dann die antisemitische Bewegung abgeartheilt Fast könnte man sa dem Gedanken kommen, dass eine so elende, insehr beschränkten Kreisen, an wenigen Orten gehegte and gehätschelte Bewegung es gar nicht werth ist, in 80 geistreicher Weise ▼on einem to begabten and gelehrten Manne wie Herr Profi. Sohaible in so eingehender Weise einer sie vernichtenden Verartheilang gewürdigt wird, wenn sie nicht eben schon bewiesen hätte, dass sie mindestens ebenso gemeingefährlich ist, wie man ea gewöhnlich ▼on der Socialdemokratie behauptet. Jeden «inaelnen Vorwarf, der ans Jnden ▼on antisemitisoh-deatscher Seite entgegepgesahlendert wird' widerlegt Verfasser in ebenso harter wie gediegener Weise. Er seigt ans, wie die hijeeigen Antisemiten §’ ’ " ' ’ ‘ ’ tadeln f ja sie gehen darin nooh aih gat Stück weiter als diese. ,Denkt denn der heatige Engländer daran, seine wallisisohen Kymren and keltisch-spreohenden Hochschotten für Niantengländer ca erklären? Will denn der Fran« ose seine keltisch-spreohenden Bretagner, seine Basken, seine Flamländer nicht anerkennen? Wünscht er nioht vielmehr seine verlorenen deutsahen Elsässer, ja das ganse linke deatsche Bheinuier wieder franzöeich sa machen? [Denkt die Schweis, wo Deutsche, Franzosen, Italiener, Bomanen eine glückliche and patriotisch-sohweiserisohe Familie bilden, an Bassenverschiedenbeit? Und die Millionen Deutsche, welche in den Vereinigten Staatea von Amerifa wohnen, will sie die lenglisohspreohende Mehrheit von bürgerlicher Anerkennung and Gleiohheit aas8chliessen?'• Wenn die Wünsche unserer deutsehen Antisemiten in Erfüllung gingen, so wäre Deutschland ein Barbarenland des Mittelalters in Mitten ea— ropäischer Civilisation. Wir müssen das Baoh in jeder Weise empfehlen nnd halten es für die Pflicht eines jeden die Wahrheit hebenden Mannes, dasselbe nach Kräften in christlichen Kreisen za verbreiten, für die es, wie der Verfasser im Vorworte sagt, ansschliesslich bestimmt ist. Litterarischer Anzeiger. Neu! ~;60eben crfd)ie«: Bfelt! 3&r<robets iflußr. i$r. ^M&s&afmber .5651 ־ für ■T Vitaaäc fl _VaOaake für Qeatf#Ia«b. "W Tafbcafmamt, 304 Ceüea Brei« nnr 60 flu* beut reiben Suhalte fei henwrgcbcbea: flaiführt. flalenbartum, Rinhagim, Ccb• **8י nab 8d> ket •ebete fit «Oe Begraben SentfbUnM, •enealogie bet gftrpen häufet, Käthe sab Steffen Scatfblaab«, tthtonolog. 3*'1• tafel, 3*tttäte*me, Beil rage hermrmigeaber Sehtiftftetter, wie 6. Äo|a, St. Hb. fl •bat a. 9L, {matoripifbe* xisk*b B. BrmaäeU 1■ Prag. Bretäibig bei nabPeheabca gtrmea: «Rita: 0. deal Stodjf. B. B e i & 0 d. Brrttta: 8• Soacfeimf tbaL b. SraeL - fl. Sa wo fbgremberg: 8. tat ton. 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Searlttri«: s. Schieber, «amtet: 3• fiep fer. Säjrttnn: 3«c ab Sehr eiber. etrttia: SL 0 c p e. Stuttgart: 9t. 8 e פ L Thora: 8. 3. S 4 w 01 b. Zllflt: Silf. £01)0*6 Trier: 30 f. JBenjinin. tttrttsrg: 3■ Bei 6 bart Brktkaetea 4a Beäaektion. 8. in B. ,^pinoaa’o Grab“ dankynd acceptbt. — Die״ Bandbemerknngen za May bäum ,a Homiletik“ beginnen in nächster Nr. Di« Abhandlung ״Bote and LTi» demnächst. Tie hervortagenten SetPunpen b<3 ״BeiltneT Togeblati* tn Bcxug auf raf^« ». |M»«rldfPg( 9taabci1hten Ober ade widitigea 8re!nniffe, bunt unfapeabe befonbete Trabt bei tdjte fetter an allen ftfelt« pläpcn angepellten eigenen florrefponbenten toerben aO• oeateia gebfipreab anerfannt 3» euer befonberen •pllfl■ änbigea 4<1b(K>3dt»q wahrt ba< ,Berliner Tageblatt* bie Sntetrffen be* B<d>Itt>1m•, tote b ejeafgea bc• $anbeli nab bec 3** bnprie burtp unpartetifepe unb unbefangene Bemtbeilang. Unter Stitarbciterftbaft gebiegeaer gadiautoritäten auf alle« Jbanptgebiitca, 01» £tt tera tu t, Sunp, »pronomie, Sbemie, Tecbnologie uab Wtbijlu, erpbeiaen ttt ,Berittet Tageblatt* rtgelnäpfge fMKthtaUc Crigtaal'tftaUUtau«, nxlcpe 00m gebilbctenBsklitum b!|onbn< gefipäpt werben. Sol B. T. bringt aaflfflhrlttN BacIamcaMbceieht(, bei wiebti ea Sipaagen tt et«ec fl{t1a>Sa<gabt, welche 10<h mit bett Stach^ügen berfaabt wirb. Biehnngllipen ber Bm>6>f4e* Botterie, jomie *ffeftea» B er loofun gen. ®ilitätifcbe unb Sport«9ta1tri<bten, Serfonal- Setänberuagea b.-rffiuilnab ®Uitär-Beanuea. Orten»•Bcrleihungea. Reicbbaltige nab teoh'gePAtete Tagel«9tentgteitm aut .ber PteuH* haaptpatt unb bca birobinjen. 3ntttef{aatt •erichKsethMlUnngen. — 3n bet ZhcaterfeaiUetpa« »on IKr. Faul Uaäaa werbet bie Uafffiproas»» her bebeuteaben Berliner Theater etter efngebcnbca Beartheittng gewfirbig*, wlhrenb in ber ®oatag». TaSgabe bei ,Berliner Zageblau*: .>3(Mgtift" Pb bie erpen SAriftpeDermit gebiegentn nab jeitgem»6öa Beiträgen ein Stell« bicbete geben. Sa» rlluprirte B tpblat 1 ,UL!K<‘ «freut Pb wegen fetn« gahlteichen Do-güglichtn 34uPtatümea, fowie feine« tnjfcab wipigea nab hnmorBoaen 3»halt* längft bei ungethieiften «usp ber teutfben^flefewelt. S'e ״Dentfdbe StfebaUe1' bringt al• .iOnprMe• gomUltuBUm* untre forgiält girre Uuiwahi be» Stoffel, Ueiae, $<*» uab «emfitb onregenbe 8qähttngen, fowie Saffdpe belehreaben 3nhaft». gür gerfttcutrag uab Unterhaltung folgen 91t« bufe, Näthiel, Slot«Knfgabcn 1t״ Sie ״®ittt)eilun gen über Sanbwirtbfcbaft, Bartenban nab ^anOwtrthfcbaft", bringen neben fetbppAnbtgeH gaebartttein, iahlretcpe 9fa1h|cbU1g( für $au» nab $of, fe bap jeber 3“^9**8, burb ein Sctteegip« Mrwäpänb^t, gletAfam ein »:rticoOe» Betept« unb 98acbf^^age«9E8evf bUbet. 3tn tägJibea SRoman-geulIletoa bel^aäckptn Ouattal» erfbemea folgcnbe hocbttterepanteSioauic^giisenMnttfn' twn H.Geraldt,. ״Ser Bfffezar•״ uon Wwidewamr UiHban, ״Qi« (Pprc be» fSeUOfp’•" ▼•• Marita ▼am Beieheabaelt. — Ran aboanirt auf ba» täglieb S mal in einer Sbenbcunb Rorgen« Solgabe erfbeinenbe ,Berliner Tageblatt aab fiaabelfieitttng* bei' allen Qoftanfialten bet Sentfben Pleite« für alte 6 Blätter nu famattn für a tflarf 8a Bf. uierteffährltch. □ V«zaatwoetlich«r Bedactoar Dr. Bahmtr, Magd»barg. Draak vom D. I«. Waltt, Magiebarg. Vortag roa Babart Vriaoa, Laipaig*