Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 12. (20.3.1890)
- Date
- 1890-03-20
- Page
- Seite 46 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 46 — »durften, wie Neid and Hees,- den Jaden impatirt! Liegt’» nickt näher aaznnehma% dass der Sklave vor AQein Gehorsam, UntesthäniglieK־, vielleicht nach Treae gegen den Gebieter lernt?1 (Forteeöeeg folgt.) Ots Laben and die VKbrice des Dr. Leopold Z11112. Ton Dr. Chotxner am Harrow-Gollege. ״ (Fortrntsung.) Zansen’8 umfangreiohes talmadisches Wissen naa and der Umstand, dass er dabei nach ein klassisches Hebräisch schrieb, verschallten ihm viele Bewunderer and Verehrer selbst unter solchen Glaubensgenossen in Oesterreich and Bassland, die in ihrer Eigenschaft als tüchtige Kenner des rabbinischen Schriftthnms and als gewandte hebräische Stilisten, von der talmodischen and hebräischen Kenntniss gewisser jüd. Gelehrten in Deutschland von dazumal keine besonders hohe Meinung batten. Folgender kurzer Aaszag aas Zunzens hebr. Einleitung za Nachm an Krochmal’s Werk pH סירה :בדכי möge hier als Beispiel seines schönen hebräischen Stiles dienen. Nachdem er in gedrängter Kürze einen Bäckblick aaf die geistige Thätigkeit gewisser epochemachender Männer des jüdischen Stammes in vergangenen Jahrhunderten und in moderner Zeit geworfen hatte, kommt er dann über den eigentlichen Gegenstand seines Themas, über Nachman Kroch mal, za sprechen, und äassert sich über ihn wie folgt: אך בכבד פולניא חזקה האפל־. עד כי דל דדכיד. ננה >רד איר נחפן הוא המק המזל פאדז־ד ז- נחפן קראבפאל דל־ אשד ינע ולמי מתכבד הזד והד־ דק כפפרי הנביאים ועעתיק* הדת.העסיק בדברי ראב־ד ודפבים חד־ מדיד. חדפכם־ץ בדבר* הפילופופים האחרודם• דשא עידו דדא בי בעדה פבלית ומריבה ופעשז השרפה בעתם האר?, רדשביד. פד עי־ף אלד. לחבפוז ישורון ואלה לבל פדר ימדע. אלד. מדד. יהשב* בי קדבמיד איילים ותלמידיהם סלפיש ואלה פזה ידפו בי אפיפ—פופם תנדיק לאפוד ותרפיה וחבם יפכרל קבלה ופפוז־ת תפירת זהב ובפפים נעים אל שפר ופפבע .ידדם על יבשים ודפים זה חדף מהתלות ווה חובק רדאמריאות זה ו־ץ ה־שית דוד. נבהל לרםדז־כ ולשניהם החבפד. או פשרי. אפים. אי מ־פם דגליכם דחפול נתפן על עפו־ דפהר לרקה *יד על פכא־מ*. רצא רשפוך על אודו פרוח כךשו תך רבתוב פפ־ אבתה צרופה העוברת תוך עמק הבבא- לפעז ישיגי ־אמת המיחלם רעשו הפוב ודדשד, בהכירם כי צלם אל־דם באדם היא רוחניותו... דעל העפדדיס האלה במי בבד רביב פפד* ימי נהרות פרדסו פהעדן הדיחני יצאו. Aasserdem veröffentlichte Zanz noch folgende Arbeiten in hebr. Sprache: L הפל־־מ Kineo Katalog, worin die Titel einiger höchst werthvollerMSSl angegeben werden, Berlin, 1850). ־•n. תולי־ות חכי מדיד. פן האדיבים (Biographie des B. Asaria de Bossi, *Bl ברם B. V. S. 131.) TTI Aaszag aas einem hebr. Briefe über Kalir, פרם חפר, B. V1, S. 8. IT. Eine hebr. Uebenetzang des Klopstock'schen Gedichts: ״Die Sommernacht* (In Heinemann’s ,Jedidjah* ISIS, abgedruckt.) Znm Schlosse sollen hier noch zwei andere von Enns in deutscher Sprache verfasste Arbeiten Erwähnnng finden, östlich, weil sie in seinem 80. Lebensalter geschriebenworden, and dann auch, weil sie seine allerletzten GeisteeUinder waren. Das Jahr 1872, das bekanntlich so reich an wichtigen politischen Veränderungen aaf dem Continente Earopa’s war, wo namentlich das deutsche Kaiserthum seine Auferstehung und Verjüngung feierte, war nach Zeage einer plötzlich eingetretenen Aenderang im deateohen Stile, die der bisherigen Schreibweise naohtheilig za werden drohte. Die Masse von neuen Tagesblättern, welche dazumal wie Uakraat rechts and links •mporsehoasen, wurden von Zeitangeartikeln übersohw&mmt, die jange, anerfahrene Journalisten za Verfassern hatten, welohe eine beeondsre Vorliebe für den Gebrauch von ausländischen Phrasen tmd Fremdwörtern bekandeten. Diesen neuen Missbrauch konnte Zaaz, der selber ein Meister in der Handhabung der deatsohen Prosa war and für seine Muttersprache eine kindliche Liebe hegte, nioht mit Gleichgültigkeit ansehen. Er veröffentliche daher mehrere an einen Freand gerichtete ״Deutsohe Briefe*, worin er aaf die Schäden hinweist, welche eine solche Neuerung, falls sie festen Boden fassen sollte, der deatsohen Sprache nnd der deutschen Litteratar ver- Ursachen wurde. Um dieselbe Zeit veranstaltete Zanz auch eine zweite vermehrte Auflage einer von ihm sohon im Jahre 1861 in Berlin veröffentlichten kleinen Schrift, welche ,Sterbetage* zur Aufschrift hatte. Die neua Aasgäbe, welohe den Titel führt: ״ Die Monats tage des Kalenderjahres, ein Andenken an Hingeschiedene*, enthält wie die frühere, eine inzwischen vergrösserte Liste von Namen solcher Jaden and Nichtjadea, die za verschiedenen Zeiten and in verschiedenen Ländern im Interesse des Jadenthams und der jüd. Litteratar gewirkt and sich manche Verdienste am dieselben erworben haben. Darch diese Schrift wollte Zanz sicherlich das Andenken jener würdigen Männer (נצדיקי מלם für die späte Zukunft aafbewahren, die viel Zeit nnd Energie einer gaten Sache gewidmet, and nicht die geringste Anerkennung 01 er Belohnung f für alle ihre Muhe im Leben erhalten haben. Ahnt» 1 etwa der Antor damals, dass das kleine Bächlein — | ein ״Pantheon en miniature* für die Aufbewahrung י von Namen einzelner besonders würdiger Männer der; Vorzeit — bald aach mit dem seinigen aasgefüllt : werden würde? Wie dem aaoh gewesen sein mag, so viel steht fest, dass diese litter. Schrift. Zauzens die ׳ letzte im Cyclas seiner gesammten geistigen Arbeiten war. Denn kurz naoh der Veröffentlichung derselben wurde ihm seine geliebte Gattin darch den Tod entrissen, and dieser harte Sohlag des Sohioksals machte; ihn jeder weitern geistigen Thätigkeit unfähig. ׳ Glücklicherweise hatte Zaaz im Augenblicke, als die : besagte Katastrophe eintrat and seinen Geistesflug für immer hemmte, seine litterarisohe Lebensaufgabe bereits getrealioh and gewissenhaft erfüllt. Der Boden der hebr. Wissenschaft and Litteratar war durch ihn i zum grossen Theile bereits bebaut and befrachtet,, I and er konnte mit Zuversicht hoffen, dass später» . Geschlechter fortfahren werden, mit Liebe and Eifer : daran zu arbeiten, damit er geistige Früchte erzeuge, . die ״Gott nnd die Mensshen erfreuen*. Noch einige Bemerkungen dürften hier am Platze ן sein, bezüglich des geistigen Verhältnisses Zunzens I za Moses Mendelssohn, der ihm zum Vorbild gedient ן za haben soheint. Es ist eine auflallende Erscheinung, 1 dass diese beiden jüdischen Heroen des Geistes, die! 80 kurz anfeinander in der jüd. Gesohiohte auftraten, | in ihrer Erziehung nnd Lebensweise, in ihrem Wirken and Streben, und endlioh auoh in ihrem Wesen nnd I Charakter 80 viel Gemeinsames hatten. Beide von niedriger Herkunft abstammend, hatten sie beide I aaoh am Beginne ihrer wissenschaftlichen Carrier» gegen Armath and sonstige Hindernisse schwer ma i kämpfen, nnd trotzdem behielten sie ihre frühere Be- : scheideaheit uad Einfachheit >ei, als sie späterhin berühmt wurden, and die besten and edelsten des , Landes sioh bem&heten, ihre Zuneigung and Freand -