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Das jüdische Literaturblatt · 1879-08-13 · No. 33. (13.8.1879) · p. Seite 132

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 33. (13.8.1879)
Date
1879-08-13
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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— 132 — seinem Nnmen verkündeten Lehren — denn wie er sich an d e Armen, die Niedrigen, Ausgestossenen gewendet, he ben die Spätem au den Heiden gesprochen -—und die!ittlichen Gedanken, die Gottesidee des Judenthumss losj;elöst von dem Gesetze — haben gesiegt', wenn sie auch im Siegen verwundet und geschwächt wordensind! Suchei nicht Schwächen an Hillel -y• er war ein Mensch־ h dem die Lichtseiten überwiegen, aber die Schattenseren nicht fehlen konnten, denn er war ein Mensch. Dass aber auch Jesus nur ein schwacher, sündiger Mensch war, das ruft jedem, der hören kann, gellend zu ״Wer ist (Mathäus sie nicht ei das Wort, das er seiner Mutter zugerufen: meine Mutter und wer meine Brüder?‘ 12,48, Marcus 3,33, Lucas 8,21) und dass er ijamal begrüssen wollte, sowie dass er einen! Jünger die iFrlaubniss seinen Vater zu begraben mit den Worten verweigert hat: ״Folge du mir und lass die Todten ihre Todlen begraben!“ (Mathäus 8,22). Coblenz. _ Dr. A. Lewin. Literatur bericht Reeesslosc■. Rabbinowici, Dr. S. M., Legislation civile du Talmud etc. Besprochen von Landrabbiner Dr. Kroner. (Fortsetzung.) 2) Baba kama. Einleitung S. XIV und Ueber- Setzung S. 91 und 92. Verf. behauptet, dass es ein heidnisches Gesetz gewesen sei: Denjenigen, dessen Thiere mein nichtumfriedigtes Feld eines Anderen eingedrungen seien um zii schädigen, Ireizusprechea, und dem Feldbesitzer zu sagen, dass er sein Feld durch eine Hecke Jiüteii sollte Verf. beweist dies mit Hinweis auf Baba kama fol. 23b. Dort wird aber Folgendes erzählt: Die Ziegen der Familie Tharbu hatten dem R Joseph Schaden zugefügt. Darauf befahl R. Joseph dem Ahaji. zu dep Besitzern zu gehen und sie aufzufordern,• dass sie die Ziegen einsperrten. Abaji entgegnete aber: Wozu soH ich hingehen, wenn ich komme, werden sie. zu mir sagen: Lasse der Herr einen Zaun um sein Feld macheu. Darauf wird er gefragt: Wenn der Feldbesitzer einen Zaun machen muss, wann tritt da überhaupt der Fall ein, dass ein Thier durch Fressen beschädige und dessen Besitzer zahlungspflichtig wird? Dabei g'ebraucht der Talmud die Worte: יאי:דר שן דחייב רחמנא היכי־ משכחת לה• Wenn Abaji ein heidnisches Gesetz im Sinne hätte, was sollte da der Hinweis auf רחמנא, entweder der Fall war vor einem nichtjüdischem Gerichte oder nach nichtjüdischen Rechtsgrundsätzen zu entscheiden, dann konnte die Thora nicht als Autoritär angeführt werden, wird diese aber angeführt, dann hat Abaji auch kein •heidnisebes Gesetz im 8inne gehabt, Zum Uebeffluss sagt "R. Ascher deutlich, dass ein Hirte, wenn er das Vieh Uber Feld treibt, die Heerde nicht so wahren kann, dass sie ein nichturazäuntes Feld gar nicht beschädige. Also der Beweis für ein angeblich heidnisches Gesetz ist nicht genügend. (Wozu führt Verf. eine Ansicht der Tosafot erst auf dem Umwege an, dass er R. Ascher als Gewährsmann braucht. S 91.) 3) Ib. S. XXXIX und XL Vf. behauptet, dass der Glaube an die Inspiration der Bibel ״von den Lehrern des Talmud nichtzugelassenwarde. Als Beweise führt Verf. I) die Relation des Talmud an, dass man die Lesarten נערי und זאטוטי zur Stelle Exod. 24,5 gefunden hätte; 2) die Relation aus Tr. Soferim p. Ü von dem Vorhandensein verschiedener Lesarten dei Bibel; 3) die Stelle aus Abot d’R. Nathan p. 33 Uber die Bedeutung einzelner Punkte über den Buchstaben, and endlich 4) die Discussion in B. bathra fol. 15a über die Abfassung( der Thora an. Er schliesst daraus die V«r>atwOT|iirfir Kcdmctear Dr, Kahmer in Magdeburg, lirnek von Nothwendigkeit einer einfachen Exegese. Was unter Inspiration vorn Verfasser verstanden wird, erklärt er S. XXXIX so: das ist der Glaube, dass Gott oder der heilige Geist jedes Wort oder jeden Buchstaben dictirt habe. Man wird nicht verkennen, dass das Lesen einer solchen Darlegung eine Uebarrasclmng bereitet, die man natürlich sofort erklärt findet, wenn man an den kritischen Standpunkt des Verf.’s denkt Doch es ist von Interesse, die aufgestellte Behauptung zu prüfen. Zunächst wird man nicht ermessen, wie so aus der Relation über vorhandene Lesarten der kritische Standpunkt der Talmudisten erwiesen ist. Wenn sie Lesarten kannten, so war damit für sie nur ein Problem gegeben, aber ihr Kennen ist noch kein kritisches Dogma. Nun kommt noch hinzu, dass man die Lesart, welche man in 2 Manuscripten fand, feststellte und die andere verwarf, doch nicht, weil sie von Inspiration absah :u, sondern weil sie den Zweifel entfernen wollten Was aber der Verf. mit seinem Beweise aus Ab. d’R. Nathan wiil, ist nicht abzusehen. Im. p. 33 der Sulzbacher Ausgabe 1748 steht nichts von Punkten iioer eiuzelnen Worten der Thora. Wohl aber steht in p. 34 von 10 Stellen der Thora m׳t Punkten, was analog in p. 0 des Tr. Soferim steht. Aber dass diese Punkte gesetzt seien, um einen Zweifel anzuzeigen, den man hatte, ob man diese Zweifel stehen lassen oder entfernen sollte, davon steht in diesen Perakim nichts. Im (legentheil wird die Bedeutung der Punkte als Commentare der Stellen betrachtet. Der 4. Beweis endlich ist sehr schwach. Wie Verf. den R. Jehuda ciiirt, kann es dem Leser erscheinen, als ob die Ansicht des R. Juda die allgemein angenommene war. Das ist aber nicht der Fall. Gerade die Stelle in Baba bathra 15a zeigt, dass R. Juda die Autorschaft Moses für die ganze Thora mit Ausnahme der letzten 8 Verse in Anspruch nahm, aber nicht um damit die Inspiration der Thora, noch die der 8 Verse zu erörtern. Es wird aber an der Stelle weiter gesagt, dass R. Simon dem R. Jehuda die Frage entgegenstellte: Ist es möglich, dass ein Buchstabe der Thora fehlen könne; es heisst doch: nimm dieses Buch der Lehre? Du musst es vielmehr so erklären: Von Anfang bis zu den letzten Versen hat Gott dictirt und Mose geschrieben, von da an hat Gott dictirt und Mose mit Thränen geschrieben. — Nun wo sind die Talmudisten, welche die Inspiration nicht annehmen? Auch nicht Einer bestreitet die Ansicht des R Simeon. Das geht allerdings aus der talmudisehen Discussion zweifellos hervor, dass man die redaktionellen Fragen nicht mit Fanatismus behandelte und eine grosse Freiheit der Meinungen zuliess, aber dass man die Inspiration bestritt, ist nicht erwiesen. (Schluss folgt) Herrn Prot“. Dr. Hirsch Gr ätz zu seinem 25jährigen Lehrerjubiläum am jn<t.-the010(f. Seminar *a Breslan, ain 10. August 1879. לתפארת ¥בי/ נכיר_התעוךה וקורא דזדורות מפליא לעשות??1?רקד ואמתתיך הטהורות. כעזבת תחכמוני למחיה נשלחת להשכיל ולהורות׳ לדלות אוגרות מים הרוקמה אין קפורות׳ חנה בן־כתי׳ וזאת ר1פלתי* בא כנבורות׳ חל* כלבתך עקונו ונפלינו - .יהי מאותת! - Leipzig. Fabiut Mieses. Dieser Nr. liegt ein Proepectus des ״Bl amen au'sehen lerssKtisolm 6s«s##scl1«s Wr Syssgos« 804 Sotisla“ bei. 1H.H0ri>ach in Barbj. Verlag von Robert Friese in Leipzig. V

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