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Das jüdische Literaturblatt · 1819-03-05 · No. 10. (5.3.1819) · p. Seite 40

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 10. (5.3.1819)
Date
1819-03-05
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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dass der Aruch froher in einer vollständigeren Gestalt circulirt hat, als wir ihn jetzt in den Ausgaben und den vom Herausgeber benutzten Handschriften besitzen. So richtig die Beweisführung im Ganzen ist, scheint es mir doch über das Ziel hinaus geschossen zu sein, wenn Hr. Dr. Hohut es glaublich machen will, dass noch Salomo Luria einen vollständigeren Aruch batte, als wir ihn jetzt herstellen können. Als vierter Abschnitt der Einleitung folgt eine Uebersicht der Schriftsteller, welche R. Nathan als Lexicographen nachgegangen sind, bei welcher Gelegenheit besonders über den als Historiker berühmten Zacuto gehandelt wird. Dann werden im fünften Abschnitte die sieben Handschriften beschrieben, die dem Herausgeber zugänglich waren, wobei ich nur zu bemerken habe, dass der dem Breslauer Seminar gehörende Codex derselbe, aus dem wahrscheinlich die Princepsausgabe des Aruch veranstaltet ist, das Datum 5215 trägt Der Herausgeber hat חמשה עשרים gelesen, es steht aber jetzt auf Rasur ח&שה עשרה und stand ursprünglich חמשה עשר, was mit dem ebenfalls auf der letzten Seite der Handschrift angegebenen Datum 'ה־ט׳ו־ר stimmt Die Handschrift wäre also, ,wenn sie für den bekannten Abraham de Balmes geschrieben, in dessen׳ erster Jugend angeliertigt; de Balmes starb 1522, also 67 Jahre nach der Beendigung der Abschrift. Interessant wäre es gewesen, etwas von den arabischen Notizen in einer Pariser Handschrift, von denen Munk in seinen ,Notices sur Aboul Walid“ erzählt, etwaszu wissen zu bekommen. Dem Herausgeber hat B. Goldberg Excerpte aus dieser werthwollen Handschrift geliefert Ein Conspectus aller anderen bekannten Hand- Schriften und womöglich eine Classification wäre ebenfalls sehr wünschenswerth. Es liegen Aruchhandschriften in einer Anzahl mit Catalog (in Deutschland z. B. München) und noch nicht mit Catalog versehener (z, B. Cambridge, vier Handschriften) Bibliotheken, und es wäre jetzt doch am leichtesten, da das kritische Material beisammen ist, hie zu würdigen, eventuell die nöthigen Schritte zu thun, um sie auszunützen. Eine zweite kritische Aruchausgabe wird doch vorläufig nicht erscheinen, es wird dem Herausgeber Mühe und Arbeit allerlei Art sicherlich kosten, diese Ausgabe zu Ende zu führen. Welche Ausgaben wir überhaupt vom Ä«־üCh haben, theilt uns der Herausgeber am Ende der Einleitung mit, upd setzt er uns dadurch von Neuem in den Stand, zu schätzen, was jetzt geboten werden wird Eins ist mir hier nicht recht klar geworden, wie das Verhältnis ist zwischen der Pincepsausgabe und der Venetianerausgabe von 1531, welche bei dem Drucke der neuen Ausgabe zu Grunde gelegt worden sind. (Fortsetz, folgt.) Literarische Curiosa. Ton Dr. M. Grünwald in Breslaa. I. Der erste Aufsatz im ״Ausland‘“ vom 2.7. Januar c. führt die Ueberschrift: ״Prof. Dr. Gustav Jäger’s Entdeckung der Seele.“ Dass der Sitz der Seele vom Gehirn in’s Zwerchfell übertragen und da zwerchfellerschütternde Ideen hervorbrachte, ist nicht so sonderbar; nun weist uns aber der Referent der Jäger’schen Ansicht nach, dass die Seele im Gerüche besteht, ja einzig und allein im Gerüche. Prof. Jäger unterscheidet zwisehen Seele, die er auch den Thieren zuschreibt, und dem Geist, den er letzteren abspricht. Er stellt sich auf die Seite der biblischen Terminologie, welche sch'&rf zwischen Seele und Geist unterscheidet; und über den Geist sagt er, ״dass derselbe tr ans cend e'c t und seine Function die Vorstellung sei“ - Jäger steht auf streng Darwinschem Standpunkte, er hat schon vor Jahren sich der Darwinismus sehr und will jetzt den talmud רוח und ושמה aufrecht In dem ebenerwähnten Auf^i ״Ich will endlich nur daran Spaltung zwischen Ju instinctive und auf die ihrerAusdünstungsdü Da spreche Jemand noch Juden. Haben sie nicht sch(» These gepredigt' und verk v. 21): הבאשתם את ריחגו Die Übeln Ausdünstungen, s die Juden ״so schlecht gelit^ allen Zweifel wahr, die ex ermittelt. — Lesen wir etw ״Diese Differenzirung der spielt eine gewaltige Rolle ker .... Das führt auf d Hass, Angst und Furcht. I tive Furcht entspringen dei monie zwischen Sei bstd ul Muth besitzt, den Aufsatz ״Ausland“, und er wird dau weisen dort aufgeführt finden Prof. Gustav Jäger einen geben, der ihm sehr gut passhi ״ רוחdie Seele“ sind etymologii Objekt- oder Selbstduft ist, lachzuweisen gesucht, dass mit Religiosität verträgt, i sehen Unterschied zwischen ten. Risum teneatis amici! atze sagt er nämlich u. A.: erinnern, dass die sociale den und Christen eine mangelnde Harmonie n s t e zurückzuführen sind.“ mn der Uncultivirtheit der n die Darwinisch-Jäger’sche ü|ndet, wenn sie sagten (Ex. •ירא י״י עליכם וישפט אשר e allein waren Schuld, dass en wurden.1‘ Dass ist ohne äcte Naturwissenschaft hat es as weiter in diesem Aufsatz: Racen- und Völkergerüche in der Geschichte der Völe Kehrseite der Liebe, auf istinctiver Hass und instinc- Verhältnisse der Dishart und Objektd uf t.“ Wer reiter zu lesen, lese ihn im schwere Geschütz von Be- Wir wollen nur noch H. philologischen Beweis mehr n dürfte, ״ ךיחder Geruch“, isch verwandt; ob’s aber ein wollen wir nicht entscheiden. in Notizen. IW. 1) Die Gonjectur des ״Jüd. Literatbl.“ mag geistr flüssig, denn wozu eine Conj ״etymologisch“ erklärbar isjt. ״ ןך.הSich wohin drängen“. buch S. 578 הה} wurzelve gen“, vgl. das arab. perdjr drängen Nif. sich drängen, Sam. 7,2. ״Das ganze Haius Ist־ her“, das ist ״hing ihm eifrig Hr. Rens behaupten zu könn רהינו gebraucht, weil die Samuel ermahnt und aufge zu verlassen, geantwortet gemäss vorher stehen mtisi ganzen Hause Israel: Weni Ewigen zurückkehret, sp sc[ was aber thatsächlich. nie 1 folgt erst im nächsten V|e Kanitz, Februar. Herrn Rens in Nr. 7 des eich sein, aber sie ist überjectur, wo das Wort selbst Die Wurzel von וינהו ist Vgl Maiers Wurzelwörtermit ״ נהםstossen, dränctus fuit. Daher hebr. 1 sich zusammendrängen, 1. ael drängte sich hinter Jhwh es zu vertilgen mit dem להניחם machte, scheint in.“ Wenn der Erzähler, wie en glaubt, deshalb das Wort Israeliten, nachdem sie von 'ordert wurden, die Götzen ben: ה{נו, so hätte ja natur- Und Samuel sprach zum ihr mit ganzem Herzen zum paffet fort alle (Jötzen etc.“ —• t, der Fall ist, denn dieses rse. Dr. Friedländer. ha sen: 2) Zu Purim. Warum Haman gerade als er Israel beim König Adiasverus anklagte, den Vorschlag Ausdrucke: ולמלך אין שוה unseres Erachtens dessen Feigheit stark zu verrathen. Haman, ein Sprössling Amalek's, ein Enkel Agag’s, war wohl auf seine Selbsterhaltung bedacht; es durfte ihm das Gebot der heil. Schrift והיה בהניח ה‘ ונר רמחה את זכר עמלקי nicht fremd gewesen sein. Religionslehrer Rabb. Salotnon Kohn in Budapest. Berlehtl|nnsen. In עונקים •*» עוו?ים• — «». sp b jlr. 9 Anm. 1 muss es heissen: Z. 10: ״sie habe gewährt.“ twtwwtlfchr Bsdatttar* Dr. Kahn er in Magdeburg. Krack von ü. Horbach in Barby. Verlag von Robert Frisse in Leipzig. r

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