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Das jüdische Literaturblatt · 1819-03-05 · No. 10. (5.3.1819) · p. Seite 39

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 10. (5.3.1819)
Date
1819-03-05
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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des Talmud, wo es heisst:שקצץ בנטיעות׳, weil er die — so hat man der ebenfalls in Hand an das Heiligste zu legen wagte als Gegensatz zu ihm seinem'Collegen, die griechische Philosophie tief eingedr ingen und dennoch dem jüdischen Gesetze treu blieb, den Namen eavopio; אבנימום «Der dem Gesetze h־eu Gebliebene“ beigelegt. So wie der Name des Rabbi Meir, י;ן3.»<״א in Vergessenheit gerathen und nur das epitheton ornans ״Der Leuchtende■“ sich erhalten, ähnlich auch der Name Elisclia b. Abujali dem Namen 'h'?'■? [weichen musste, ebenso hat sich auch der Name sVi׳.; erhalten und sein wirklicher Name scheint in Vergessenheit gera■ then zu sein.! Berlin. Dr. J. Mor'!׳enstern. Literaturbericht. Recendonen. GriHz, Prof. Dr. II., Das Königreich ilesene und seine jüdische Bevölkerung. (Schluss.) 6) S. 41. Anmerkung 1. Die Ej-klarung der Tosafoth zu Kidduschin 72a über die Behauptung R. Papa’s von der Vermischung der Kuthäer mit den Bewohnern des Chabil-.lama wird als ״ohnehin unhajltbar“ bezeichnet. Die stelle lautet; אמרר׳פפא והאידנא אי־ערבו בהו כותאי ולא הלא אתתא הוא דבעא מיניהו ולא •הבי ליה Dazu bemerkt Baschi, dass die Einen erklärep: R. Papa habe um die Hand der Tochter eines Bewohners von Chawil angehalten und sei abgewiesen worden, die Anderen erklären, es sei die Behauptung von;der Vermischung mit den Kuthäern nur ein Gerücht; ip Wahrheit habe nur ein Kuthäer um die Hand eines Mädchens angehalten, sei aber abgewiesen worden, ljlaschi Schliesst mit dem Bemerken, dass er die erstgenannte Ansicht nicht theilen könne. Die Tosaphot bemerken noch genauer ולא נהירא דח״ו קיעלה בדעתו של אותו צדיק להוציא לעז עליהם שלא כדין. Was Unhaltbares pn dieser Ansicht II. Papa, noch auf einen Kuthäer, sopdern ist demonstralivische Verstärkung zu אתתא■ Aehnlich Chulin 43b והבה נמי להדורי לאביי הוא דבעי, noch deutlicher Chulin 45a מר אתייקורי הוא דמתייקרו בי^, es hat hier die Bedeutung von ״nur“.! 7) Endlich ist es ein schwerer Y°rwurf, wenn die ganze Discussion über die Zulässigkeit! eines Connubiums mit den ausserbabylonischen Juden njur als eine Folge eines aristokratiscli-patrizischen Stolzesi der babylonischen Juden hingestellt wird (S. 29, 30), wenn die im Talmud referirte Sentenz über Mesenp als der Ausfluss eines Vorurtheils betrachtet wird, das die unbilligsten Folgerungen zog und einen ganzen [Landstrich wegen einzelner Parvenüs vom Cönnubium 1 ausschloss (S. 30), wenn R. Papa's Ausspruch Uber Chpbil Jama als eine ״Verdächtigung“ bezeichnet wird ($. 40). Wie sind diese Vorwürfe, welche so grosse Autoritäten, wieRab, R. Papa und alle die ihnen Bestimmenden treffen und ihre ganze Lehrtnätigkeit in hohem Gjrade ihrem Werthe nach beeinflussen müssten, wie ist ed zu erweisen, dass das Vorurtheil, die Gehässigkeit, pie Verdächtigung Generationen hindurch zu einem Verfahren habe führen sollen, das dann als eine unerhörte jFrevelthat zu bezeichnen wäre? Diesen Beweis liefert die Abhandlung nicht. Könnte es nicht bedenklich! sein, מקפיד ץ als ״scrupulös sein“ aufzufassen, wo es sich um einen איסור דאורייתא handelt (S. 30), und ebenso wenn es heisst (S. 32): Man konnte jüdischen Mesenern nichts weiter nachsagen, als dass sie von Unlautern aus Palsei, ist. nicht erwiesen. Das הוא bezieht sich weder auf myi־a abstammten. Ist das Eheverbot mit einem פסול niclit schwerwiegend genug? pie in Vorstehendem ausgesprochenen Ansichten des[ Referenten mögen nur darauf hinweisen, von welehern Interesse flie geistreiche Abhandlung des Meisters , /, V 11 a /I rti * 4 aaal A L A /1 a ufii aa # aA n A I 1 A n / A/aAaa aa A a a! a a b ist und mit wie' bedeutungsvollen Gegenständen Beziehung tritt. Eisenach. Landrabbiner Dr. krön er. To er m de! Kohut, Dr. Alexander, ערוך השלם.| Aruch complejtum . . auctore Nathane filio Jechielis. Viennae 18.78. n I. Fase. I—II. (Fortsetzung v. Nrj 5) Herr Dr. Kohut hat dem eigentlichen Werke eine Ihrliche Einleitung, die fast das ganze erste Heft auifüllt. vomusgeschickt. Er stellt zuerst das biographische Material )über R. Nathan zusammen, indem besonders den in schwierigen Versetn abgefassten, den gewöhnlichen Ausgaben weggelajssenen Epilog Verfassers benutzt, den er doch, wie später nachgefviesen ist, nicht ganz richtig interprbtirt hat. Als Datum der Abfassung des Buches setzt er,' mit grösserem Material versehen als Rapoport, das Jahr 4861 Dann wi :d mit vielen Beispielen belegt — mit so vielen, dass icl wünschen möchte, Hr.v Dr. Kohut möge nach Schluss. dei Werkes ' lins in Registerform Vieles von diesen Sammlungen vorfuhren, da es ihm doch keine Mühe kosten kann, sie als indices aufzustellen —, dass der Ai uch von mehreren Büchern die ältesten Citate liefert, dass er an unzähligen Stellen die richtigen Lesarten hat, wo die Talmud- und Midrasch-Ausgaben nur schlechte Lesarten bieten, und es wird darauf unter Beibringung der werth vollsten Zusammenstellungen, auf die Frage dejr Sprachkenntniss des R. Nathan ejingegangen. Der Herausgeber gelangt zu dem Resultate, dass der Aruch in [sehr hohem Grade auf Erklärungen derGaonim be- ' ruht, und dass R. Nathans eigene Thätigkeit eine Sammlerthätigkeit gewesen sein wird. Nach einigen kleinen Untersuchungen geht dann der Herausgeber auf die Frage ein, wer die Lehrer und welche Bücher die Quellen R. Nathans gewesen sind. Dass es die Schriftwerke R. Gersom’s, R. Cbananels und R. Hai's waren, die der Verfasser des Aruch besonders benutzt hat, wird ebenso genau belegt wie alle andern Quellen, die namentlich citirt werden. Mit •dem von Herrn pr. Kohut versuchten Nachweise, dass R. Nathan auch das Wörterbuch des R. Zemach benutzt haben sollte, kann ich mich nicht einverstanden erklären. Dass nicht mehr.und nicht zutreffendere Berührungspunkte aufzuweisen sind, spricht entschieden dagegen, dass R Zemach’s Werk dem Verf. des Aruch vorgeliegen haben sollte. Der Aruch hat aber nicht nur benutzt, er ist aoeh immerfort benutzt worden. Schon die Erklärungen von Raschi stimmen in einer Reihe yon Fällen genau mit denjenigen R. Nathan's überein; an anderen Stellen gesteht .Raschi die Deutung eines Wortes nicht zu wissen, obgleich der Arüch, wenn ihm bekannt, vollkommen Aufschluss gegeben haben würde. Herr Dr. Kohut versucht es wahr- 8cheinlich zu machen, dass Raschi *bei der ersten Ausarbeitung seiner Commentarien den Aruch nicht kannte, ihn aber bei denjenigen Commentarien, die er ein zweites Mal bearbeitete, verwerthet hat. Der Herausgeber geht dänn mit einem staunenswerthen Fleisse die spätere Literatur durch und bringt alles bei, was er von directen und indirecten Ci taten aus dem Aruch gefunden hat Die unsägliche Mühe, die hierauf verwendet sein muss, entwaffnet jede Kritik, sonst wäre der wissenschädliche Werth einiger Zusammenstellungen etwas fraglich; z. B. wäre es wohl nicht nöthig gewesen, einen so späten Autor wie R. Joseph 8teinhart auf seine Aruchkenntniss au prüfen. Eins der wichtigsten Resultato, das sich aus seinen Untersuchungen ergiebt, ist, .i. sie in M ■■I. ■ . «%■ ti 1-• ־ X_.1*_A..a-

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