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Jüdische Volkszeitung · 1920-12-24 · 49 (24.12.1920) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
49 (24.12.1920)
Date
1920-12-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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f t k « » * Jb. tt «rik «. kbnrtif fei* jlbiMc Xngibie k* Wille»«, im •ttnfrt |*i CttffeUtragtti« kt Ui^tfctrlogK liefe bot •nmbj&gt k« jbbtfdiRt otfiftrt, bit 0<gni- . »tzlichkeil. b* gthigkeit z,m Siboipruch uab bi- Xrogif k» •*k»bd(tt«J, Don brat« jtbtr fit sich zur Cinfntijfett flhrea »bk. ftitbra ihre höhst« Sntirijung unb S«*>ii*Uii1ig m btt Sphäre bet stlklichra Forderung. %m Mische Seift ift an» brat Gewisse» gebar«». jebrä > ist ihm et» Geboi. jebet Remps er» Romps Serpftilhfuag. So wirb bet Lpiuaiemus zum ras. Di« Schöpferkraft sinkt bra heibramul sich r» jmsetzra. Mb <ms ber Lersetzuag tragt sich die WM Tot rarpor. ko kommt es, Haft ber Weg de« Dbchche» «etfee» me ja <tch« gehe» laut. Dran et ssthrl M» Msaschra M «fett. — Di« SaiMaagra bes Redner« machte» aut bi« Anhseer bra liesftra Smbilxk, Sie brachte» »n« «»blich «tamai erara Hthepaakt im jttbrlche» Aultmlebe» ms- Hoffratlich letz» bet Lettin sftr Mische Geschichte Llleratar sein» »e» anfaenomm«», Dskigkeil »»tet l gslchiße» Aaspizira sott, rottet drae» dieser erste Dt* jSMfdi Dchfel» *<** IitanliiliH. Am (krittln Coole der Leffingloge fanb Montag, k M b. MR. «rat mochtovlle Kundgebung ftti btt Schal» («tt Im Romen bM .Botin« fu lg kt jbbischn Sch»!«' erbssnete Hort Rodbraet . Simousoh» bt« Versommlaag mit kt Litt«, kt «Rtog« bol katschen Jubeatu»«. bi« (rate |»t Debatte . im Seifte ks Feieka« »ab bet Dalbsomleit nskr » trat«»- 3»ikis*kt« fa(< sich bit Ingead. bi« seht «sfedreich irichieaea war. bi« adtige zarttholtaag ia Hich>>«k>eaS«agra meserle^n. Saboaa mchm ol» erster Redner k» Skaba Herr dnriatrimnrt Dt. Heiaemaaa bas »ott Seine geift- »ttra »ab mgleich geschütten Aasftlhrrmgea ftiabrä so b* (bet dem Rikoa einet politische» Agitotionstek. tz»ß Vß> bomb«»»» kr oasaag» ia kt Letsoanalaag oot, haabin» Asndftoss aas eia ungesshtliche« Matz rrbuzierl >mbo. Der Reöaer ging «an kt Feftftelaog aa«, daß bk Nnhftager kt jgdischra Schal« mrit (kt bra «leer« Roaseeaatioea hiaaa» anb bi« ia bi« Reihe» kt hiaeia terch«. Farn Letoer« n ni «. In «a Direktor Solo Adler, den Leitet bes Krank» Philaattoptas, Hera». Adler, ber ia religisset |t bntchaos aas liberalem Lobe» (and, hat sei» «MX Leben hjabuech selbstlos s(t bea Sebanken bet Mchchra Schal« geotkilet Der» gegen bit Mische Schale Ws «mm aaberen ras Feld geighttea Stank, baft sie brat ftfessstmitismos ra bi« Höak arkit«, hielt Adler mit cht ratmgea. baß ia Röln, tssra anb aaderen Orten. > Mische Schalen «zistierra. kt Aatisemitisma« leines» sei. als aa kn Orten ohne Mische Schal«, fthilkri na» Herr Dt H. bi« Art seae» Wirken« aa seine« Lhpeum ia Frankiurt a. M. Da gab es keinen ragherzigra Parteianterricht, soakrn ein« gtoft- Mgige Anschauung bet jlldischen Ideen an« km Sesamlgeift der Kultur krau« Die Bedanken bet Literatur werden im Judentum erlebt and durchlebt. Der eigentlich« Religioneaaletricht kann seine Kraft und seine Slal aas km Äesamlanterricht ziepen, indem gegeigt wird, baß die Merftertoerke bet Weltliteratur ia ihren liesften Sebanken den Lehre» bet jlldischen Religion und ihrer Propheten kongenial find. So kann bi« jsbische Schule durch das Sauge de« llnterricht« bas «ermitteln, wa« wir söbische» vewafttsein nennen. Diese« Spezifische de» Mischen Bewußtsein zu erhalte», ift nur der Mische» Schule mdglich; es niedergerissen and aioelliert za haben, da» zweilelhaste Lerdienft bes politischen Liberalismu». Unsere religibsea Liberalen aber sollten doch sooiel Daldsamkeit besitzen, wenn (« nicht selbst von der Mischen Schale Gebrauch mache» wollen, wenigsten« kn Aaberen, bi« sie l»r notwendig holten, den Weg zu ihr offen za halten. Und ft« sollte» bedenken, baß ft« durch Uabulbsamleit dem Separatismus, den auch der Redner mit Leftimmtheit ad. lehnte, nur sdrdern wgrden. Wen» jetzt die Misch« Schule trotz de« Widerftanbe« der Liberalen kommen wird, lo kann es oielldrcht geschehen, baß einst der wegen seiner Drsume gehaßt« Joseph seinen seiablichen Brüdern in der Hungersnot aa br w oon ihm gesammelten Setreik Anteil geben wirb. — Begeisterter Beifall »igle km der. ehrten Redner, kß seine Worte aus sruchtbarrn Loben gefallen waren. trn im Anschluß a» die Rek des De. Hernemann gar Lettesang gelangender Bries des Borstank« kr Shnagogengemeiak au di« Bersammlungsleitung. i» km bietet seine Stellungnahme gegen die Mische Schale zum Ausbruch bringt, Ufte einen Sturm ber Snlrgstang unb nicht «nbenwolleade Pjuiruse aus. Rur mit Mllh« gelang es km Lorfttzenden durch den energischen Hiawei» aus den guten Glauben kr Lersaffer des Brieses, die gewiß nar bas Beste wollten, sowie aus den bisherrgra wsrbigea Verlaus kr Versammlung die Gemöler zu beschwichtigen. Zur Vorgeschichte dieses Schreiben» »erweisen wir aus uaseren heutigen Bericht über die letzte Reprsseataatenkrsommlang. Als zweiter Redner k« Abend» nahm nun Herr Dr. Earlebach. Realschaldirektor in Lllkck. bas Wort. De« Platzmangel» wegen ldnnen wir seine Auisllhrungen nur in aller Rstrze wiekraeden. Redner warnt vor allem vor llnisormierung ber Menschengottungen. Rar ber kann ssr die Menschheit etwa» leisten, ber zunächst seinem Volke gehbrt. Je origimller wir als Juden find, desto mehr werden mit al« Menschen sein. Denn größte Differenzioung kdeutet größte Rrastentfaltung. Unb um ganze Juden zu bilden, kbllrsen wir der jst.ischen Schule. Hier erholten unsere «linkt eine g« istlge Heimat, hier «erkn ihnen Heimaiskrsjte zugesührt. die die Doppelaatur uns die Ierriffenheit de« entwurzelten Judra za ^\V __ u. » Ifccnräbcn DrnRftfirn^ Der Ca66d^ tan nicht wti ä«ßer1ich beobachtet sonder» auch innerlich nUl werden Auf Lchul»anderu»gm könne» LZech»- und 6ott*fbirnfhwrf4)riftrn Berückfichrizunft stndra. kurz: Die lreue zu Gott kann lganz nach der pLdogog. lheorie FoerHrrS) in beßändi-er Uebuug bewährt melden. Es war jSr den Akä»er wie sttr die Bersammlu»Dd* teilaehmer eine Genugtuung sonder,lnchen. daß forttorf' iasdektor Dr. Hemmerle. der al» erster Diskuffl»»«. redner da» Don ergriff, von seinem christlichen Standpunkte au» dem religiösen Empfinden der »rdner j*ar SnrrfraBuie aursproch und dem zu grLndenden Lchulwnl mit ale« lnnen Krösten beizußehen versprach. In der Di»kufflou betonte Prof. Dr. Wo blauer den Standpunkt seiner Frennde, die von der jLdrschen Schule eine Einftbrung der Prozentnor« nach rnfiisch'nagarische» Muster fürchten und m ihr eine Gefahr für di« bErmr» liche Gleichberechtigung der Juden überhaupt erblick», Aus die ffrage, «tt welche« Rechte die Majorttüt btt Minaritüt die Art «nd Weise ber Erziehung idrer Einder vorschreiben «olle, und auf dir auch van KreisschnUafpektor Dr. Hemmerle an die anwesenden Schul,eguer gerichtete Forderung, wahrhaft liberal zu sei» und Jeden nach »rl selig werden zu laffen. ging Wvhlaner nicht ein. sodoch es Sttchtsanwalt Galland eine Leichtigkeit war. dnoch eine Reihe von neuen Argu»enteu die Kniführungen Lohlauer» zu widerlege«. Der Abend bedeutete nicht nur einen »ollen »oralifche» Erfolg für die Sach« der jüdischen Schule, sonder» er führte auch dem jüdischen Schnlverri, eine große Reihe neuer Müglieder und nahmhofte Spenden zu. E» wurde» außer de« früher eingegangenen 10V000 Dtt. tu« einmalige Beitrüge von 40000 Mk gezeichnet und Jahres« beitrüge von 6O OO0 Mk. für die nächsten d»ei Jahro garantiert. _ Clsr Ha^tders,«»lmrg des Verbandes der Ttz«. ^geu-Vemeiude, der Regierungüdezirke Breslau n»d> Llegvitz findet am Sonntag, den l». Januar }941 vormittag» 10 Va Uhr i» Repräsentanten' Sitzungrsaale. Dal» . ftraße 9, mit folgender Lagerordnung statt: I. Lütig^ ketts» und Kassenbericht. 2. Wahl der Ausschußmitglieder^ Ü Satzuag»Lnderung. 4. Besprechung der nächsten Be^ baudsobliegenheiten. Der Vorsthende ersucht die Verbands« gemeinden die Namen ihrer Avgeordneten und der ihnw^t, zustehenden Stimmenzahl lauf je LO fteuerzahlende Mttglieder eine Stimmt, höchst«!» aber zehn Stimmen) de» Büro der Synagogengemeinde Ertslou. Wallstr. baldigst, bekannt zu geben. Jüdische Urbetterfßrfvrgrßklle. Die hiesige ZweigsteU»- des Arbriterfürforgeamte» der jübuwen OrgaaisatuWrn. Deutschland» befindet sich Fretburqerstraße tO Dnut «d Ve^sg: S. rn»,nsf1b iIo». r. 8. w »<r«n»»Nttch fti bra Aichsti: Kr. Fricdr» ch wllf. v»tvs « V»»lLV A0«MW»t k ft» iiikli Ipnna: AlteSyp. NeueSyn •»okM*4J»U 4j00u •9.00 U - Ü - u - u 4.38 U 7.00 U 440U iaoou 4.38 U 7.15U. 4.00 U. d« Nenn Ktntor Vieler bttÜHzi. kni»nr|iitul ^m!i2« Br—U« t»tfM BS. D«uaib«r S Uhr abdt. im Sdiied«aycisaAi, Ktrbtr. 4H-49 Vartnf ft» Oa. Leoa Ckaiaaowftz «•» JUfMkUritlidk mUk IitoIiUm“ Kart— Ia Vrmrerkaaf l» «AfbcBerlMiB“. Albrecbt— tBe MIL —♦——»fl a«fe*iift Jet Ortjudtn :: Breslüi ft»m 28. kt, 1N>. 7> , Ukr MtMMnjN RkUw ViS—kd. fkn—*Loge>4aKBmp(., efo Is^idisek-bum. tbinil OM. A— 4m P—fnna. Eisakter voa fitste- Aldcbc». Letofnde Bilder tus 4n oahAdkck— Leben, VoikslJeder osw. dMotebu— takamter Krifte: der Hra R—chaOnoobeek, Friadacnn wkSSSlSm Mm ». frudeis «. im Verb. riritmitwti- 10. Tel. R. 8331 fimllKisibrjnri Soaaabead» d. 25 12. pftnktücb ll1/« Uhr Dr. Binctteri Penta’each. Um pGaktbcb. «od ahl miede» Encbeiaea bittet Der VonUttd UL IX.349. U.O.B.B. 27.12.« 81/* Trauer-O »—la.l R. Überfeee nKillHlCOsr. 4M. UW—ch—Jf«l—M 4—.4 70 5.-Afl0ii.7M. ScbokoladelOO gr.5.20 UppcrtMapnnra a Volontär •der Lehrling für mein Weißand Wollvarengeschift ge* sucht (Sbds. geschlom) Ofl.a. A.2 108 Exp.d.Z. Ia Waschseife Doppelstfidt 4.4 70.5 M. lOOlflck 390,450,4:0 M. SeliokoUdelOOgT.SJO UpterLM—rtv—n4l i Nicfa 10 jähriger intlieber Tätigkeit, zuletzt als praktischer Arzt io Posen, habe Ich infolge der polit Umvilznng meioe dortige Praxis i »ukgegebe« u.raicb hier) firabuhiBerslr. 51 all praktiKlKr Arit aad OebnrtthellCT ’ niedergelassen. Spracbatanden 8 9, 3-4. reraapr. Ring 10201. Dr.iti Gliskiais fr p' WclagroBhandlaag Berthold Daazlg Br—Un U Wallstr. 31 Telefon Ring MOB. Kernseife S22S 6M..SchokoUde 100 g 4,50 u. 5^0 M. RaucHtabak R.Übs.KOg4M. Uppertlit—nyuaU BotMtvdterii S. Lilienfeld UmJti «Uw 3. 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