Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 37 (1.10.1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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T Jk. 87. GaB , 1. C!t»k ' . Die ostjiivisch«« Srtelter i» V--G. N»a streit« «B: Her stitt, Xe»k,IiM»tr»t. tn athrnld der lln- «atz« i» vterstleße» dvrch d« tr«t»l« 3af<ma«atnita,i{ »ßMester »ilütnUichti^r tüteit« mrd itrer »dschietu», «t P«>«a i«G»Ga Offc* Ht feit iu*4 p aller Erlaamraf. 3» Oterstlesie» «rd heute, unter Jaraugeheu her Iuteratltmrte» Ko»uufiun>. nie »»«geiprachen »uti> t»illlt< P-litit ^tried»^ brnderte uati»»alv«l»>ster >i>i»HIchAi,B »ich Deserteure dttrsea sich »»ibehrudert tm Stube aufhalte«. Di«»a»d fldrt sie dei ihrer Arbeit h» he» Grube«, i» der haudruirtfchaft «ja., teiue 9U))ia »ich ueruußaltet. »» sie dem polnische« Rilitarchmu» Bieter i» die Ar« zu sthrea. Luder» ist e« mit de« Otpldeu Sthreut der lluruhen find sie au» eurer ga»jt» >u»ahl m» Grub«, mit Gemalt, unter Ibrperlicher BedeuhuuU. »an de» höllische» Arbeitern hemulgetrieben Wmh»». tiue Paart eutslan». Biele Arbeiter mußten Perl» »der Kohs i» hi« kttdle Benthe« und Kattomi» sdcheu «ater Z»ebellassu^ ihre« Arbeit»l»hne«- Die lelbchhilse der aterschlefische» jtdischeu Gemeinden, die durch di« leitlrche fibrsorge für dies« N»chtl«ge hesander» i» >»s»rach gen»»me» mar. arbeitete, »re immer, vor' Auch die Organe de» »rbeltersgrsorgeamte« in Oberschlete» habe» mit Lachdruck die Berhältnrffe weder jll «g»li«reu »»«sucht. 3» dem 9«gtnMi4 aber, al« sich de» eßstdische» Arbeite« mied« »»schichte«, etwa« beruhigter i» di« Betriebe j» gehen oder sich nene Irbertthlttz, zu schchen. kam ei» ne»«r Sehlag. Di« Interalliierte Kommiffum i» Ohheln hatte «ngearduet. daß innerdalb oa» 5 Lagen. »Ad »war autgerechnet »,m rwerten P-sLhaschono Lag die silbischen Machllrnge »ach Polen Ltguschieben seien Man muß sich «i»«»l oorslelle». wie brutal ein solcher Befehl Birten mnßte. Die stdischen Arbeiter, die durch die letzten Anruhen baotlo« geworde» waren, b«sa»d«n sich zu kiaem »oßen Dell bereit« mehrere Jahre in den oberschleslschen Betriebe» u»d bei den oersch^denslen Handw«rl»meifier«. G« find zurgckhallende und ribchterae häite. die sroh find. B»m> man fie uagefidrt bei ihrer Arbeit beläßt. Sie »»Ate, e» mit anseheu. wie teijhielrweise in Pirolai «inhrlne ihrer Kollegen M. Pelen s, brutal geschlagen m»rdt». daß fie mehr tat al« lebend in da» Krankenhaus ringeliesert «erde» mußten Di« Barack», in die ei» Leil dH» ihne» fich flächte» konnte, befindet sich etwa 10 Minuten b»m Die»ftgebtute de» srangdfische» Kreiikantrolleur» in «bentheu Se>> 11 Dag»» find sie oon dort durch polnjsche leherstlle oertrieben. Keiner fit da. der sie schätzen will.! speu Koschhaschauo »erlebten >n Kattowitz und Beuthen i etwa XX» gefiächtete Arbeiter „ der schlimmste» Paoik- S»ng. Mit Mähe u»d Ttot ist e« de» Arbeiterghamt und einige» heriorragenden itdische» Persbnlich» gelungen. de, der Interalliierten Kommiffion'iu» »Ichfi n»e Frifi»erlckager»ng zu erreichen und e« d»rch- Msetzen. daß »or jedem Abschub Verhandlungen mit den vertrelern de» Arbeitersärsorgeamte« ftailfinden. Da« MNtchfi erreicht rrarde« ifi. besieht d-ri«. daß wenigsten« hie «eiligidse Bedrttck»og. die den flüchtige, Arbeitern an- «ebreht war. abgewehrt wurde. Dir wollen hoffen, daß di« entscheidenden Stellen »ei derJuteralliiertenKommiffion. die offensichtlich in dieser Frage deich untere Organe obllrg -rregestlhrt fiud, fich dag» oerstehe» werten, in Oberschlefie« ei» Aitnahmerechl »egenüber Ostjuden nicht injulasen, sondern im Sinorrnehme, mit den jüdische» Organe» dasllr j» sorgen, daß die Bedrohung der ofi' jüdische» Arbeiter in Oberschlefie« ein s«r allemal aufhbrt. Rundschau. Englisch - »klitsch - «nkisr»ltisch e <erßr»»eru»g. Berlin. 22. September. Teuffkirnatwnal »nd Englandbaß hat nch schon immer gedeckt. Wir erinnern an die Zelten de» Burenkrieges. an den Ausbruch de- SBtUfmgt*. ei n Haß;efan.; einigte die Teutschnationalen und Antisemitm. Deshalb »uß es uns jetzt um so mehr »nndern. daß fich die deutschen Antisemiten an England anbiedern wollen. Allerdings waren wir schon daraus vorbereitet, denn Theodor Fritsch hatte schm »oc einiger Zeit seiner „Hammergememde" de» Plan vom internationale» Antisemitismus entwickelt, und ma» scheint jetzt in de» Verbindung mit England den Anfang mache» zu wollen. Die tarti&oi Antn'emite» ergreifen die Gelegenheit, daß in der .Morningpoft" eine Aussatzreihe erschienen ist. die den Titel trug: .Die Ursache der ^üeltunrnhe". In diesen Aussätzen iß den Euglänrcrn. die setthcr eine antisemitische Bewegung gleich der deutschen nicht kannten, all das aufgetischt worden, was dem Arsenal des deutschen Antisemitismus entstammt und hier schon längst als aafi* semitischer Schwindel entlarvt worden ist. Nichts iß vergessen worden. Man wird Herrn pritsch und.die Melden der .Deutschen Tageszeitung" und der .Tcutsclen Zeitung" nicht ernst nehmen. Aber, wenn man hier etwa sich der Antisemiten bedienen wollte, um über den Bolschewismus aufznklären. dann fürchten wir. daß das Gegeiteil erreicht »erdrn Witt»: der gesunde «in»'der Arbeiter, der sich jetzt auf» lehnt gegen die bolschewistischen Trugbilder, der würde verwirrt werde», wenn Anli-Bolr'chewismus gleich gesetzt würde mit Änti-SemiteSmus. Ta» erste bedeutet Verbreitung politischer und wirtschaftlicher En.ficht. da» zweite Aufreizung der Mafien Lurch £•& Wir glauben nicht, daß sich Engländer oder Franzosen von den deutschen Antisemiten einfangen lofierr. wir fürchten ober, daß fie m Deutschland Verwirrung genug Kiste» werden' mit dieser neuesten Spielart vom Antisemitismus, der internationalen Sammlung der Völkischen. ML»che,rr K»lto»ge«ei»str n,d „tz-lktschrr Ve»b«ch1er". * München. 28. September. Der Vorstand der hiesigeu Gemeinde bat gegen »en Studenten Karl Braßler und den verantwortlichen Schriftleiter des .Völkischen Beobachter", Franz Sater Eder, eine Klage angestrengt, der cm Artikel :m .Völkischen Beobachtir" zu Grunde lag. Der Artikel war --.Ti Gedenktage der Geißelerschießung geschrieben. Es hieß dort unter anderem: Lewien. Levinö und Toller, fie habe« berechnende Grausamkeit walten lassen. dieGrausamkeit. die chae» iku «ligisk» •efcte wn XichtjA»7» «erschreibe». Und ße haben anch die Hüfe de -r Gemeinde gchwden. Hat sie dgch der Polizei erklärt, die Behörde hätte selbst die Mittel' o*moi ausfindig }u machen, fie verrate keme« ihrer Glauben», genossen. Damit hat stalso diejeni«,. die Deutsche«. Pogrome heransbeschworen habe», urtterstbtzt". Au der Verhandlung war der Beklagte Braßler persönlich erschienen, fflr den Beklagten Eder war Rechts« anwalt Kohl erschienkn. die Knltusgemeinde war durch Rechtdanwatt Gr's Pestalozza vertreten. Braßler gab eingangs eine läigere Erklärung ab. was ihn veranlaßt habe, diese Behoiiptuagen auszusteklen. Er betonte, di» Behauptung, daß die Kultusgemeinde es abgelehnt habe, den ihr bekannten Autenthatt der Levien. Levinä und Toller zu nennen, sei <» öfienttichen Versammlungm unwidersprochen aufgestellt Der als Aeuge herbeigerusme Iustizrat von Aezschwitz erklärte, er habe diese Feststellung in einem Polizeiatt als den Bericht eines mit der Sache beiaßten Kriminolkommiffars gelesen. Da» Gericht beschloß daraushin die Aussetzang der Verhandlung, um den Polizeibeamten zur Stelle zu schaffen und ihn als Zeuge zu »er« nehmen. Fm Laufe der Beweisanfnahme wurde von der klägerischen Seite ein Brief »orgelegt. der ber Kultusgemeinde zugegangen war und in dem der Kultnsgemeind« angebsten wurde, das gesamte Material, das Braßler m dieser Sache gegen die Gemeinde gesammelt hatte, ihr gegen die Bezahlung einer hohen Summe auszuhändigen. Aus die Frage de« ttägerifchen Rechtsbeistandes, ob Braßler den Briefichreiber kenne, bekannte sich dieser selbst als Brieffchreiber- Braßler war auch deshalb bereits verhaftet «ater dem Verdacht der »ersuchten Erpressung. Der Beklagte. Braßler. bemerkte hierzu, die Briefe — es handelt sich um mehrere dieser Art — seien vom .Bölkische« Beobachter" geschrieben worden, um zu sehen, wie bie Mitglieder der Kultusgemeinde daraus reagieren Ein Material sei gar nicht vorhanden gewesen, man hätte olw auch ein wlches gar nicht auslresern können. Zur Fortsetzung der Verhandlung »urd^ ein neuer Terminanderaumt- " ilir vil»«nzs»»t >«r A»dr» Ungar«». Budapest. 28. September. Unter dcm Drucke der judenfeindilichen Haltung der ungarischen Unid:rfitLten und höheren Schulen sehen sich die Juden Unaarns immer mehr gezwungen, die Bildung ihrer Jugend selbst in die Hand zu nehmen. Wir erfahren darüber aus Budapest: Die ungarische Nationalversammlung hat <n den jüngsten Tagen die Beratung des Gesetzentwürfe» über den numerus clausu, an den ungarischen Hochschulen begonnen. Der Entwurf allgemeven 3««»^rhalten. icherläßt den Profeffomnkörpern der Aniverfitälen die Feststellung der Hbchftzadl der auszunehmenden Hörer und bestimmt, daß über d»e Ausnahme oder Adweisunz von Hörern eine gemischte aa» Projefforen und Studenten bestehende Kommission zu entscheidrn habe: die Bestätigung dieser Entscheidungen liegt in den Händen de» Unterrichtsministers. Der Geiehentwurs dßrfte zu einer regeren Debatte Anlaß geben, da mehrere Abgeordnete schwere Bedenken gegen die Einsübrunq des Numerus clauius haben und ne als kultur. Die alten jüdischen Lpiele. 9m «. «eilet» Ein regelrechtelüdifches Theater hat e4 bis ui das Neunzehnte Jahrhundert nicht gegeben. In den jüdischen Gejchlchts- und Literaturbüchern ist nichts enthalten, was auf die Existenz eiuer jüdischen Bühne hinweist. Die »ik^Quellen. die etwas Über diesen Gegenstand mitbesagen nm. daß i« dritten Jahrhundert nach der Aerstdrung Jerujalems »«1er den Juden etme völlige Ent» fte»dit»q vom Theater eiagetreten sei, u»d daß in den Feiten der Geoni« m Babtzlon alljährlich am Purimfest ei» ,Ha»a»'Syiel" ausgeführt zu »ade» pßegte. wobei Haman-Puppen aus einem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Weder in Spanien, noch in Frankreich, noch in Italien, hat eS eine jüdische Bühne gegeben. Rur in Deutschland, wo die erste« Anfänge zur Schaffung einer jüdisch-deutschen Ütteratsr gemocht worden find, entstanden anfangs des achtzehnte»Jiehrhunüert« ernige Komödien in jüdisch-deutscher StuKtori. 'die in mehrere» Großstädte», wie in Fro»kf»rt am Main. Hamburg »swzur Aufführung gelangten. Es waren zumntz Karaeoallpoffen. Hanswurstiade». i» denen Pickelheri»g die Hanptstaur hildete. I« Jäh« iflO -rfchien in Frankfurt am Mai» ei» Theaterstück .Die Bergung Josefs', da« einen gewissen Leerwann a»s Jimburg ul» »uttwaßluhen Vrrsafier «ennL Diese» Stück wurde »0» jüdische» Wauderstudente». Beth- Ha»idr»sch-Dachuri». an» Hamburg und Praa. .mit anfferordenUiche« Aufwand von Dekorationen. Maschinen »nb soustigev szenische« Effekten' ansgeführt »Rchaschwmosch-Spiel' fiel sogar einer strenge« .Theatirzensur' M« Ogfer. Diese Theaterzensur übte kein geringerer al» der Vorstand der Frankfurter jüdischen Gemeinde; er »Nterfogte die Auffühmrug und ließ bie gedruckten Exemplarr verbrennen. Aus welchen Gründe» da» geschah, vb an» religiösen ^er an» politischen, darüber schweigt stch die Gonsettchechronik an«. Doge^n »«de in Prag öfter bie .Aeü» Ester »it Achoschwerofch" von den Schüler» de» berchtzWöe» Rabbi David Oppmhmmer .ans eine« oedent» liche» Teatru» »eit Trompete» »nd anderen Instrumenten onfgefühet. Bchoadert zahlreich wäre» die zur Anfführnng a» Pneimftst hestimmten .Pnrimscherze'. von de»» die .Actio von König David und Golrath" und .Hamans Testament und Tod" die dekannlesten find- Alle diese Stücke, die tells m belustigender, teils in belehrender Form Begebenheiten aus der -ibli'chen und jüdischen Geschichte behandelten, hab.n im Glwtto »cv Osten« wenig Anklang gesunden Sie wurden dort wenrg gelesen, selten oder fast gar nicht ausgeiührt. Bolkstimttch im eigentlichen Sinne wurden nur zwei Spiele, die für gewöhnlich auf fliegenden Bühnen in den Häusern üer Reichen am Puriumbend zur Aufführung gelangten, nämlich: das .Achaschwervsch-Epiel" und das .Joses-Spiel'. Eines dieser in jüdischer Sprache abgesaßtm Spiele, da» Achoschwerosch-Spiel. ist in mehreren Bearbeitungen vorhanden und srarbt auch mehrfach als Beitrag zur jüdischen Volkskunde oder als ltterarische Seltenheit in deutscher Schrift gedruckt und unter dem Titel .P.rnm-Spiel" herausgegeben. Auch sonst wird bei den Juden des Westen« »nd in den Geschichtsbüchern der jüdischen Literat»! das Achaschwerosch-Spiel schlechtweg Purimspie! genannt. Demgegenüber sei festgestellt. daß im Ghetto diese Bezeichnung nur al» Sammelname für eine bestimmte Ltteraturgattuag gebräuchlich ist. Das Ghetto kmutte »ur das Achaschwerofch- Spiel oder das Josef-Spiel »nd nannte auch bie Darsteller demgemäß Achaschwerofch-Spieler oder Josef-Spieter. Vom .Purim-Spiel^ im .westlichen" Sinne war im Ghetto nie die Rede, sogleich beide Sttlcke am Purimfest von ..Dehelfrrn' aufgeführt zu werde» pflegen. Erwühuenswert ist. daß das Josef-Spiel bei den Ghettojuden viel beliebter u»b volkstümlicher war al» das Achaschmervsch - Spiel. u»geachtet seiner Lktnalität am Punmsest. Da» Joses-Spiel war sozusagen da» Kafienstück. das sahen »nd hörten fie gerne. Der alte Vater Jakob u»d der keusche Jvsef. die waffengewaltigm Brüder Simon und Levi »nd der kleine Benjawm staade» offenbar ihre« Herzen näher al» der Tölpel auf de« Throne. Achas 4 u;b ki a» Galgen baumelnde Hanum, ja sei -« .u VK dochai. de, Sohn Jan», und hie gründlich annui E rd-:. Da» Josef-Spiel sagte ihnen vielleicht auch t> '.d > 'i* zu. weil c» i» Grunde ein sehr ernste». Heina ,e ü r. hrsüiges und vor alle« ein belehrende» Glück ku o£trcttb da» Achaschwerosch-Spiel mit seine« fad« W-tzen .'.h eitzentlich nicht» bot. was «Heiternd und belehrend zugleich hätte wirken können. Dos Joses- Spiel enthält in der Tat einige Szenen und Bilder, die recht eindrucksvoll »11b zum Teil sogar dramatisch wirksam find. Der unbekannte Dersafier dieses Spieler verräd in mancher Beziehung ein gewisse» dramattjches Talent, nur wird er mit Ariswielev' Pödttk nicht sonderlich vertraut gewesen fein. Er dichtete bStaif los. ahne sich den Teufel um Regel und einen geordneten Szenenbau z» kümmern. In einem Puntte zeigte er fich kühner als Goethe. Der deuN'che Dichterfürst, der in Weimar auch Theate,- dlrektar war. hat bekannttich »egen das Auftreten ein« Hundes auf der Bühne in schärfster Weise Stellung genomnreu. Der .Dichter" des Josef-Spiel» dagegen läßt einen leibhaftigen Wolf vor de« Erzvater Jakob erscheine». Die Sache ttügt fich nämlich fvlgendermaßen zu: Nachdem ma» dem alten Jakob das blutgetränkte Aennelkleid Josef» überbrmgt. «it de« Warten: .Haler nv. hakthaneth bmcha hi im lo" (Sieh »ach. ob es der Rock deines Sohne» iß oder nicht?) — »rerkwürdigenoeise Wirb biefer Satz n» Joses-Spiel nicht jüdisch, sondern hebräisch gesproche» — jammert und wehklagt Jakob: .Ein böse» Tier hat ihn gefressen, ein reißenh Ürc hat Josef -ernsten". Ee befiehlt darauf feinen Söhne», dies«» reißende Tier z» fange» und vor ihn zu bringen, welcher Anftroo denn auch pronipt »usgeführt wird Der böse Lols scheint n»d Vater Jakob schleudert ihm alle geschriebene» und »n. geschriebene» Flüche an den Kopf. Das böse Tier steht voll Ehrfurcht und voll Mitteid Mt dem schmerzdnrchwühlten Bat«; es »inunt sehr demütig die Flüche in Empfang und tritt zerknirscht ab. wie ein reuiger Sünder. Der Anfang der Mmdettfoaschen «poche bedenket da» Ende der jüdischGeutschen ktteratur in Dentschlowd. Die Juden m Dwsschland begi«»e» da» reine HochdenttL zu spreche» med ihre jüdischen Werte i» rrmdeutscha Schi^ spräche ab-uf»ffe». Dafür entwickelt sich in de» üündern eine p^nifch^üdifch-deutsche »d«. wie »m» fie zutreffend »nmt. eine jüdische -t.^larur. I» nennzehnle» Jahrhundert erwacht die juviiL »catsche Stteratter » Ioie» »nd Rußland zu «ne» fr» . cge0lchtfa«»l»NGN. Er- 7s,,,gs, Romu^ »uchomen in nicht geringen Anzahl ans de» «ücherma tt danmter anch einige mehr»