Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 11 (26.3.1920)
- Date
- 1920-03-26
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- German
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6ok 4 Jüdische Vvlsszettv»g «vf offom Straße wr Hnnger am. Hierbei sollte sie chr Ptnb }cttt*. Da schrie fu ptötzl^ auf. Ihr Kmd wtx — tot. verhungert; bau» der Jammer. llntrr Gchßrichzea brachte sie endtich hervor, sie habe unterwegs i» Polen selbst -ege« Gelb keine Nahrungsmittel erhallen " . M»ue». Das Kind hotte aber beim Grenzübertritt noch «lM. — Der Leichnam wurde von der Sicherheitspolizei Beschlagnahmt. *s »er A,»e» i, D«lrn P »jen 15. JJMtj. Di» Zahl der Juden l» neuen Polen betrügt jetzt 1770000. Bit stellen mit dieser Znhl U-/« der GesamtltaMItrung Polen» dar. Saison jShtt unter etwa »00000 Einwohnern 2»7 »77 Juden, sodaß säst jeder »ritte, Bewohner ei» Jude ist. Die andere» bedeutenden CMbtt de« Lande« weisen zum Teil eine noch hihere Mdisch« Le»dlleru»4«iahl aus? so kiedlre mit LS»/,. E«o»lki mit 56 •/« und Plock mit 51 »/, Juden. In »htreichen kleine» Ktddte» Hilden di, Juden 50 bi» SV -/. der Einwohnersihast. In Galizim leben etwa 882000 ~ , di« 10 V» der Gesarntbevillening bilden. Die der Jude» bellluft sich in Lemberg aus 28-/». in »hsl aus 80»/« und in Krakau aus 2l »«. Tie echtung dieser jüdischen Masten scheint gegenwärtig dringendste trsorderni» »olnischei Politik zu sein. Ei» ftttfrnluumpf jmifäfta jüdische« aak ra«ü«isch»a -t«»e«tr». Ezernowitz, 16. März. Eine Anzahl jüdischer Studenten. Mitglieder der Andentischen Verbindung , Hebron ia' wurde auf der Straße von rumänischen S'ndenten angerempelt und aufgefordert, ihn Lerbindungsfarden abzulegrn. >ls die jüdischen Gtndenten sich weigerten, dieser Forderung nachzukommen, tnftta die an Zahl bedeutend äberlegeasn rumänischen Studenten die Juden an. entrissen ihnen ihre Abzeichen und verbrannten diese auf der Straße. Die LeffenUichkett unserer Stadt, in der früher die besten Beziehungen unter W« verschiedenen Rationalitäten herrschte, ist durch dieses Vorkommnis sehr erregt. Sogar eine rumänische Zeitung protestiert gegen diese» Roßeitsakt rumänischer Studenten Die j» iUtäfti»«. Berlin. 8. März. Der Haager Bankier Kann. Mitglied des Hauptauss^esses der zionistische» Organisation, kehrte von einer Reise »ach Palästina zurück nnd erklärte in einer Unterredung mit einem Vertreter des Nieuwe Courant, daß die Lage in Palästina sehr unbefriedigend sei. da das Land ncch immer von den Briten als besetztes feindliches Gebiet be« handelt «erde. — Cs herrsche eine gewiss« Spannung Mischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung, die sich gegenseitig reizen. Kann bedauert dies, weil man schließlich, auch wenn Palästina ein Iud»nstaat werde, mit den Arabern zusammenleben müsse. Da» anderswo in Jahrhunderten geschah, werde in Palästina in wenigen Jahren «schehen müssen. Die Ausgabe einer Palästina-Anleihe sei dringend notwendig. aber es werde schmierig sein, eine gut» Basis für die Sicherstellung von Kapital und Zinsen zu finden. Diese Anleihe sei notwendig zur Durchführung Wt verschiedensten Arbeiten für den Bau von Eisenbahnen, de» Bau eines neue» Hafens, für die Aufforstung von Wäldern ufw. Weiter seien eine große Anzahl Schulen a»h Telephon« und Tckegraphenverbindungen im Lande »otwendig. lieber die zrrünftige Verwaltung de« Landes sogt Kann, daß es wünschenswert sei. daß ein Jude zum Gouverneur ernannt werde. 44444444+4444444 4444444444444^44444 Aus dem Reiche ► 4 4444444444444444444 Berlim Rabbiner 8. M Auerbach ist hier nach ikmaer Krankheit gestorben. Der Verstorbene wirkte lange Jahre als Rabbiner in Collub und Wronke. Cr wurde t» Plock als Rachkomme des berühmten Plocker Rabbiner Auerbach geboren. Berll». Am Sonntag, den 7. März 1920 wurde t» Logenhaus der Berliner Logen des Unabhängigen Ordens Bnei Briß eine fünfte Loge begründet, die als füukigste unter der Amtsführung des gegenwärtigen Groß- Präsenten. Geh. Juftizrat Timmendor,er.'begründete Zöge den Namen .Trmmend irfer Jubiläumsloge" erhielt. Sie ist die dreiundachtzigste des deutschen Distriktes. Düsseldorf. Jüdisch-wissenschaftliche Bor träge. -I» seinem sechsten und letzten Dortrag behandelte Rabb. Dr» Cschelbacher das Thema: .Judentum, Staat uud Menschheit'. Cm starker politischer Sinn und eine leben« ßige und aktive Stoatsgefinnung find dem Juden eigen. Den Beleg dafür liefert die jüdische Vergangenheit. Der dte jüdisch« Staat hat über 1000 Jahre bestanden. Der poKtische Sinn aber bevähtte sich auch in den felgenden Jahrhunderten, zumal in Babylon, dem einzigen Lande, Wo Jchden in dichten Massen siedelten und ein eigentüm- Üches staat-ähnliches Gemeinwesen unter einem Exil- Brsten bildeten. Dos Mittelalter und die Neuzeit haben IG auf die Schwell» der Gegenwart dem Juden eine Mitarbeit am Staate mnndg'ich gemacht. Nur in der Omumunnlverwaltung war es bis in die jüngste Zeit JMm Nützlich, «üzuarbeitr». Des höchste ist de» Juden die Idee des Staates allerdings nickt, sondern über lhr steht der Gedanke an Recht und Gerechtigkeit. And _ ebenso steht über der .Idee des Staates die der Menschheit Sie äußert sich in der Lehre de« Judentums von der Schöpfung des Menschen und beherrscht den Talmud. Hamburg. Tas Repräsenlantenkollegium der Deutsch-Israelitischen Gemeinde nahm in feiner unter Borsitz von E Holst abgehatter.en Sitzung einstimmig den Antrag de- Gemeindevorstandcs aus Veranstaltung eines Wettbewerbe« zur künstlerischen Ausgestaltung des Krieger-Ehrenfriedhofder Gemeinde in Ohlsdorf an und bewilligte die für das Preisaursch.eiben erforderlichen Mittel. Ferner wurden dem Israelitischen Unterstützung«- verein für Obdachlose 1000 Mk. a!« einmalige Beihilfe bewilligt. Nach Erledigung der Tagesordnung erinnerte der anwesende Kommissar des Gemnndevorstandes Jakob Alexander daran, daß diese Sitzung die letzte des Kölleglums ser und daß es neun Jahre in ernster Zeit ersprießliche Arbeit geleistet habe Er gedachte der verstorbenen Mitglieder des Reprüsentanlenkollegiums und ihrer Verdienste um die Gemeinde, erinnerte an die vielen Arbeiten, die zu bewältigen waren und dankte tut Auf'.rage des Gememdevorstandes den Mitgliedern des jetzt adtretenden Kollegiums für die stet« iriedfertige und erwlgrriche Mitarbeit. Nach Erwiderung einiger Mitglieder des Kollegiums schloß der Vorsitzende die letzte Sitzung des Reprüsentantenkollegium». welchevier Jahre über den satzungtz' gemäß festgesetzten sünsjährigeu Zettlaum hinaus im Amte war Aachen. Ter evangelische Lehrer Z, mm ec mann, seines Zeichendeulschvölkischer Judenfresser, datle an den jiraelitischen Lehrer ^/errn Wallach nnen antNemrtlichen Bri,s gerichtet, scheinbar aus dem Grunde, weil er fick darüber ärgerte, ^rß ihm Herr Wallach ein Exemplar der von ihm verfaßtem Klnderbibel zurückgesandt hatte Tas Büchlein — im Märchenover Kinderstile geschrieben und aus psychologischer Grundlage aufgedaut — w:rd von allen Seiten, selbst in christlichen Leserkreisen als epochemachende» üuterricklswerk bezeichnet. fHirr Wallach butte auch den ihm bekannten Kollegen der llttholiichen Schulen das Buch zwecks Erlangung von pädagogischen Werturteilen zugeheil lassen. Dazu kam. daß beide — Herr Wallach und verr Zimmermann — dem Vorstand des interkonsessionellen Lehrervereins Hierselbst als Mitglieder angedörten. Tort — rn den Sitzungen des Vereins — halte Zimmermann seinen israelitischen Kollegen bis dab:n verhältnismäßig freundlich, mit konventionellem Wohlwollen zu begegnen verstanden. Er hatte sich wohlweislich gehütet. Herrn Wallach gegenüber aufeiner antisemitischen Rolle zu fallen.) — Ter beleidigende Brief macht Herrn Wallach al» Autor der .Kleinen kinderbibrl' unter anderem den Vorwurf, daß er überall den Ausdruck .der liebe Out!*" gebracht habe. Ter liebe Toll sei der Gott der Arier (der Christen), während der Soll der Juden Jahve sei. der alttestamentliche Rachegott. TaS Büchlein, so sein und wohlerwogen rt sich auch darstelle, ser lediglich als. Täu'chung" gedacht und zur .Uebertölpelung christlicher Kreise" de rechnet. DaS sei indes nicht anders zu erwarten gewejcn. denn dem Juden »erde durch christenfeindliche Bekenntnis schnften wie Talmud und Schulchan aruch ein derartiges Verhalten zur Pflicht gemacht und anerzogen - Im Hinblick auf den bekannten Kautschukparagraphen ^Wahr nehmung berechtigter Interessen, erlaubte Kritik au Werken wissenschaftlichen oder künstlerischen Inhalts), hmiec cem sich antisemitische Frechheit in solchen Fällen gewöhnlich zu verschanzen sucht, nahm Herr Wallack davon Abstand, den Briefschreiber gerichtlich zu belangen, und übergab den Brief dem Vorstand de- Aachener Allgemeinen Lehrerverein». Ter Vorstand in seiner Toleranz und Vorurteils losen Beurteilung konfessioneller Tagesfragen ersuchte daraufhin den antisemitischen Verfasser die au-gej-rochenrn Beleidigungen zurückzunehmen Herr Zimmermann erwiderte. daß er den Inhalt drS Brieses, soweit sich derselbe als persönliche Beleidigung des Herrn Wallach darstelle. widerrufe. Ta dieser aber mit einer derartig gewundenen Erklärung nicht zufrieden war, stellte der Bereinsvorfitzende auf Grund deeinstimmig gefaßten DorstandSbeschluffeden Lehrer Zimmermann vor die Frage: Entweder den schwer beleidigenden Brief seinem ganzen Inhalt« nach zurückzunehmen oder aber aus seinem Verhalten die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Als Herr Zimmermann hierauf nicht reagierte, wurde er auS dem Vorstand . hinausgeworfen" — für den evangelischen Hetzapostel eine empfindliche Lektion, die dann einige Tage später durch die Mitgliederversammlung de- Lehrerverems ihre gerechte Bestätigung fand. 44 >4444v4444444444 4 444444444444444444 Aus Dem fluslonöe 444444444444444444 4 444444444444444044 üif ÄafforÖnng JJalaftinn*. Tie Erwerbung deS palästinensischen Bodena!S ewiges, unveräußerliche- >sigentum des jüdischen Volkeist die Hauptaufgabe de- Jüdischen NationalsondS. Aber auch die Aufforstung Palästinaist von nicht geringer Bedeutung für den Wiederaufbau des Landes. Ob diese dem Jüdischcn NationalsondS übertragene Ausgabe von ihm allein durchgeführt oder ob auch Regierungsinstitutionen bis zu einem gewissen Grade sich beteiligen werden, steht noch nicht fest. In jedem Falle obliegt edem Jüdischen Nationalsond», die sich bietenden Gelegenheiten schon jetzt auszunutzen und mit der Bewaldung dort zu beginnen, wo dies im kolonisatorischen und auch santtären Interesse nolwendig ist. Schon »*i dem Kriege wurde beschlossen, daß sich d:e .Baamspende" künstrg nicht auf die Pssanzung von Fruchlbäumen beschränken, sonder, vielmehr Nutzdäume aller Art. Ajo Waldbäume. anpssWwe, möge Durch die prattrschen Erfahrungen in $al3ai war man zu der llederzeugung steigt, daß die An-DäN jung von Frucklbäumea. die einer individuellen Pfiog, bedürfen, zweckmäßigerweise der Pnominitiative zu überlassen »st. Anderseits ergab sich immer mehr die Rnt wendigkeil. Sümpje. sanddünen und sonstiU Oedländerri« mit Waldbäumen, besonders mit dem schnell »achseckde, Eukalyptus, zu bepssanzen. Die Aufforstung solcher Gebiets erschließt der Koloaitauon weite Strecken Landes, bildet eine wichtige Voraussetzung für die Sanierung des Lande», und dielet die Möglichkeit, dringend notwendige» Hol^ material für Bauzwecke ufw. rm Lande selbst zu beschaffen Es war indessen nicht möglich, solange die türkische Herrschaft wahrte, die Aussorstungsarbeit ernstlich in Angriff z» nehmen. Es ietzlte auch an den nötigen Erfahrung« bezüglich der Auswahl vongeeigneten Baumgattungl und der richtigen Pfianzungsmethvde T>e Mittel der .Baumipenve" wurden daher vornehmlich rn die Pfianz ungen von Ben-Sckemen und Huldah investiert, die unle den vorhandenen llmstünden keinen desrredigrndni Ersob autwrcien. Silben den Schwierigkeiten, die die Anfäng leüki Kolonijalionsaideit begleiten, kamen Elementarereig ni> e hinzu, mf :if Heuschreckenplage, die in den Pfianz ungen schweren Schaden anncktele Zuletz wurden die Pfianzunzen in Bcu-Schemen zum Kriezsichauplay. das. was d-e Heutchrccken übrig lußen. durch die Kämpfe fast vollständig zeistört wurde. — In der KriegSzett wurden durch b,e Arbettergenossenichaft in Ber Todiah versuchsweise K>o Dunam uiit Eukalyplusbäumen auf ^taurn alfouds-Boden angrpstanzt. Dieser Versuch ist jeder Weise geglückt Im vergangenen Jahr ließ ouL die Angle Palästina-Company und die Jmmobiliengesellschaft Palästina." llOO Tunam auf den Abhängen de» Karmel in Haita mit ^elsenfichteu durch eine Arbeitergenossenschaft bepflanzen. Auch dieje Anlage oeripricht nach den Gurachten von Fachleuten tintn guten Erfolg. Tme Versuche haben der .Baumspende'' einen neuen We^ zur Verwirklichung ihres Programms gewiesen: die Aussorfiung durch Vernntllunz von Ardertergenossentchasten. Dieie Methode ist nach dem Urteil der Fachleute von großer Wichtigkeit süc den Wieü.lau'dau Palästinas, die Sanierung des Lances und auch für die Lösung des Arbeiterprodlem*. Die Verwaltung de» Jüdischen NationalsondS hat nun aus dieser Grundlage die Äu-jührung eines großzügigen Planes für die Aussorftung Palästinas in Angriff genommen. Nach diesem Plan, der fick auf drei Jahre verteilt, sollen angepfianzt werben. 170UOOO Eukalyptus» und Walddäume anderer Art auf einen Komplex von Dunam. Hiervon entfallen: 1. Auf MerchaviahiuiZusammenbang mit der Sanierung der Siedlung ltOOOO Eukalyptnsdäume aus 2u<) X'ur.am 2 Auf Kinereth und Taganüch an den Abgängen des Berges neben der Farm Krneretb and an den ll'ein dez. Jordan und des Kinerelhsers 4r!iiOo Eukalvpttrs und Waldbäume anderer Art auf 175 Tunam Auf Ben-Schemen ca ««-0 000 Büuwe aus 230<)..0 Drmain. 4. Auf Huldah 4LÜ OOO Bäume auf 140 Tunam 5 Auf Ber'Tobiah lKastiaie) 27 OOO- Büame auf 3S-) Tunam mit Ausnahme der bereits oben erwähnten, ti. In der Umgebung der Kolonie Ehedera^ hauptsächlich Eutalyptusdäume aus 1000 Dunam. insgesamt 500 000 Bäume. Hinzu kommen letztens d»e Ausiorstnngrarbeiten m Rischon-le-Zion. In der General« verfamlMuilg dieser Kolonie ist beschlossen worden, dem Jüdischen Nationalsondzum e«igen Eigentum 500 Tunam von den angrenzenden Sanddünen zu überlassen An die Schenkung »st die Bedingung geknüpft, daß der Jüdische Zlationalfonds un Laufe van drei Jahren diele- Land bewalden läßt. Diese Tatsache zeigt, weliche Wichtigknt die Bevölkerung der jüdischen Kolonien Palästinas dem Jüdischen NationalsondS bermißt. Die Verwaltung deü Jüdischen Nationalsondhat bereit» die Aufforstung brr Dünen von Rischon-le Zion einer Arbeitergruppe von 18 Mann aus den Arbeitern Nachlath-Jrhudas übrrgeden. Die Ardeilergenvssenjchajt hat mit den Pstanzungsarbeite» sofort begonnen, und eS wurde» ungefähr 35 000 Bäume angepflanzt. In den ersten zwei Monaten werden außer dieser Genossenschaft noch 2b Arbeiter beschäftigt werde», die zusammen unter Leitung des landwirtichafllrchen Departements des Palästrnaamtedie Arbeiten auSführr» werden. — Tiefe Aufforstuaasarbeiten dürften dem A»« jpruch des Ji'dischen Natlonalfonds ihm alles Oedland üt Palästina kostenlos zu überlassen, erhöhte BerechtigMG ge'-ru S:r werden auch dem Jüdischen Nationalsond» diA Möglichkeit geben, m kurzer Zeit seinen Verpflichtung» -j nachzukommen und alle gespendeten Bäume zu pstanze«. deren Zahl sich zurzeit auf etwa 400 000 beläuft. Zürich. In der Sitzung de- Züricher Gv Stadtrates pab der Vorsitzende Kenntnis vom Ei» einer Interpellation. d:e von Dr. Hajner ffreis.) Einbürgerung der Juden gestellt wurde. Die Jnlerpell hat folgenden Worttaui: .Ist erichtig, daß der rat seit Sommer 1919 alle oder fast alle BürgerrrchD'^ aufnahmegesuche von Petenten israelitischer Konfession nichtmehr an die Bürgerrechtskommission weiterleite mit btt- Begründung, daß er sich zunächst einmal vergewissern vrlch ‘ wie viele Israeliten in den letzten Jahren in das städtisch» Burgerrccht ausgenommen worden seien. Wen» ja. gedenkt der Stadtrat diese Prüfung «bzufchließen. auf wann nimmt er in Aussicht, die zurücktzkls^e» ' nahmegesuche an die Bürgerrechttkommiffion r * hJ‘u‘