Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1920-02-13 · 6 (13.2.1920) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
6 (13.2.1920)
Date
1920-02-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/6682508-6377572-6450438--1215-4850926
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

«l «M a. r Muuil Wne». in dH n. I*n*trtk> •h <Kf» frOKjhp» - t*4 M»Htt - E> I«ffa. ia Dkzeaber $i fatafri fdmni rt, man schttttelt. läuft Sk. oder |M »nd Drtatnf^ die Kohlennot. Uibtt Hnnger und WM» »ö sednt sich nach besseren Zeiten oder doch nach de» Viutez». Hier herrscht, sobald der nur bewölkte Himmel sich aufhellt. da» wunder» lmg-wetter. und bei 18 Grad Därme lebt die r ans and entfaltet ihre unvergleichlichen süd - 3»dschoftsreize. Zwischendurch haben wir hie and da ein Ereignis von größerer Bedeutung und bte menfdj Rche Seele würde in diele» ruhigen ErdenwinkeL die Aasaichchsaherl ungestört genießen, wenn das Echo der Gwjgiisse und Zustände tn Europa nicht auch bi» zu »chstwM friedlichen Lande dringen und die Gemüter tUchen würde. Am lb. Dezember, am Vorabend de» Makkabäerfeste». Mud« die jüdisch« Handel-stagge rm Iaffter Hasen rin- Mwihk. Am 12. Dezember morgen« erschien in der WchtNNgvo« Laisa am Horizonte unserer Stadt ein mitte!» Üpcher Motorsegler und fuhr langsam in den Hasen ein. W war der erste jüdisch palästinische Handel-schöner. Mchrend der nächsten Tage pilgerte die ganze Stadt hin« GR nach dem Standort de» blau»weig angestrichcnen Gaaler», die Wonöervogelorganifalionen der Schüler de» EWu» ihn in wohlgeordneten Gruppen, kein Iaffaer. welcher Naafeffion oder Nationalität er auch sei, ließ e« sich trotz EUßlüwenden Negen» und de» wütenden Sturme» nehmen. DD erst» jüdische Schiff zu besichtigen. Am 15 Dezember. tm sich da» Detter besserte und der wolkenlose Fimmel Mtzer und Land lächelnd umspannt«. fand die feierliche Etmaeihung statt. In Unweseelheil nne» zahlreichen Publibw»» aller Bevölkerungtschichren hißte die Patranm. Krau Major June tdie Gattin de» Küstenkommanoantenj brr Otagge. Diese besteht au» einem weißen Keit« rn dessen Errr Ecke ein Winkel für dre Karben der .Unuin Jack' ückttvieU istin der Mitte, zwilchen zwei breiten hell» Dänen Streifen ist ein ebenfalls blauer Davidstera an» WÜaacht. in dessen sechseckigem Felde da« Wort ,3ion* Mangt Auf dem blauen Streisen ist der Name de» Segler» .Hechaluz' (Pionier), sowie der Stadt Jaffa als UosWiigthasen und die Jahreszahl nach hebräischer Zeit« »>ch»«m angegeben. Die Krau Major June hatte Tränen bk Rührung in de« Lugen, al« sie. rm Augenblick, wo tzük n«»e Flagge über dem Schiss zu flattern begann, den Mmsch anssprach, dieser Tag möge den Ansang einer Hm» von Frieden und glücklicher Entwicklung de» Volkes ^M» ItfbaL 9H1 »ebender FlsHge izntrrvah« da.'tzüda» HDU mtter der perzönlichea Führung bes Küfieraom» WWWwtte». eine Rundfahrt in der Lucht. Und während bk Glückwünsche an die Schiffseiqenlümer toastiert wurden. Mgchöe die jung« Flagge die erste Bekanntschaft mit dem G«pind. den blauen Dellen und der herrlichen Sonne tSüden» und wurde vom zufällig im Hasen anwesenden hdampier .Gastrin' begrüßt Unter dem Beifall der am Ufer versammelten Menge kehrte der .Pionier' wieder t» den Hasen zurück, »ährend am Horizont die blutroten Vorhänge der Abenddämmerung die in die dunkelblauen Ddilen hinabsinkende Sonne immer mehr verhüllten. Sestern war der erste Log des Licht - oder Chanukka- . feste», zur Erinnerung an die einst gegen die bedrückenden! * Syrer erfolgreich geführten Mokkabäerlchlachten und die R»i»igung de« durch Antiochu» Epiphanez entweihten 8» genannte Kest gefriert. (Ln Europäer würde sich i» die herrlichste Wnhnachtsstimmung versetzt fühlen. In den größeren säten werden Kinderfeste und klein, Vorstellungen für dr» Jugend gegeben, lebende Bilder in Licht» und Baumschmuck zieren die Bühnen. Geschenke werden verteilt. Kindertänze und Turnspiele erfreuen die versammetten Zuschauer und mahnen sie daran, die m der Diaspora so sehr vernachläfftgle körperliche Kultur der jungen Generation sorgsam zu pflegen. In alle» Häusern brennen acht Tage lang Kerzen und den Abschluß all dieser Keste bildet (schönes Detter vorausgesetzt) ein Massenausflug, eine Pilgerfahrt, verbunden mit langen Fußmärschen nach Modin. der Grabstätte der Makkabäer. Nrernond will an dieser nationalen Pilgerfahrt fehlen. dos öde und menschenleere judäiiche Gebirge erblickt plötzlich eine Schar von Kindern. Frauen und Männern, ein neue» Geschlecht de« allen Stammes, der einst hier gelebt und gekämpft hat. da» in Ehrfurcht und Lude der verewigten Helden gedenken will Im ganzen Lande gibt es wohl kaum interessantere und fröhlichere Tage al» die Makkabäerwache. Ter Fremd«, der zum erstenmale diese Kestlichkeiten steht, fühlt sich von der ollzeweinen Begeisterung mitgerissen und erlebt selbst in seinem Geiste die alten Tage der alllestamentlichen Geschichte wieder. Dem diesjährigen Makkabäerfest kommt noch dre besondere Bedeutung zu. daß es da» erste öffentlich gefeierte ist. seitdem durch die Deklaration der britischen Negierung da» Recht Israel» auf die Wiederherstellung feiner aitrn Heimat anerkannt wurde. Auch ein sehr bedeutendes Geschenk wurde der hiesigen Bevölkerung für dre Kesttage zugedacht: Ein Schiff mit 660 Einwanderern, das erste seit der Wiederaufnahme internatwnaler Beziehungen, wird heute oder morgen feine kostbar Ladung hier ausschissen. (Wie bereit» gemeldet, ist da» Schiff unterdessen in Jaffa angekommen.) Dieser serl Wochen uno Monaten erwartete russische Dampfer bringt Ktüchtllnge mit stch. die au» dem bolschewistischen oder Pogromrußland entnnnen konnten und in Odessa monatelang auf die Einreiseerlaubnis nach Palästina warten mußten. Da die meisten Passagiere schon in Palästina wohnhaft gewesen oder doch hier Lerwanvte haben, dre sich für ihre Unterkunft und Bersptgung verbürgen, und in Anbetracht de» in Rußland herrschenden allgemeinen Elend», ließ die englische Negierung bte allgemein« Regel, die jede Einreise nach Palästina nur unter besonderen Umständen erlaubt, durchbrechen und erteilte die Erlaubnis. Wie da» .Holltnderschlss' wanderte aber der Dampfer mit seiner Menschenware wochenlang auf den verschiedenen bst» lichen Meeren. in jedem Hafen neue Instruktionen ge> wärtigend. und gelangte schließtich nach Port Said, von wo aus er nach Jaffa kommt. Inzwischen hat die Be» völkerung Jaffa», die fast durchweg Verwandte oder doch einen Gruß von lieben Bekannten erwartet, geduldig und sehnsuchtsvoll der Ankunft entgegengefehen. und Hunderte von Krauen und Kindern, deren Männer und Väter letzt ankommen sollen, reckten täglich die Hälse nich allen Seiten der blauen Ebene hm. um da» erlösend« Schiff ja früher zu erblicken. Ein Abgeordneter der Jaffaer Bevölkerung ist den Leuten nach Aegypten entgegenzrfahren und »n der Stadt ist d'e Aufregung und d:e Freude über die Ankunft der lieben Gäste unbeschreiblich. 3 3." AklMha«. ft* y«T*tf aMf «hi MM »bfKlMfcrB. Crtlin, s. Jftiuat. Aelch ein unstalk^re» ^ffllde Re .DeutWealionole Bolkspartei' darstellt, rn der stch der .Spartakism»»* de» Bürgertum» auslobt, deweisen zwei Kundgeb vagen va« offizieller Parieistelle. Der Vorsitzende der .Deutschnationalen VolkSpartei'.Minister Herzt, hat an den deutsch-nationale» Landesverband Münster im katholischen Westfalen eine» Brief gerichtet, der sich richtet gegen Redner und Rednenrme» der Partei, die .einen einseitig protestantischen Standpunkt betonen'. Hergt will dadurch dem Wunsch deutfchnatunaler Katholiken entaegenkommen. .dre deutschnatwnale Holks- Partei möge ihren interkonsesslonellen Charakter und ihre Bereitwilligkeit, auch katholische Interessen in gleicher Weise und mit demselben Nachdruck wie die Interessen der evangelischen Konfessionen zu vertrete», in programmatischer Form betonen'. Hergt versichert, die drotschnationale Volkspartei werde 'stets alle Recht« und Freiheiten der katholischen Kirche verfechten, deren diese für stch und ihm Organisationen zur Erfüllung ihrer religiösen Aufgaben bedarf'. .Der deutschnationalen VolRparvi — sagtHe^t— find alle, die fich zu einer nationalen Politik bekenne». Katholiken, wie Evangelische, gleichmäßig und al» völlig gleichwertige vollberechtigte Mitglieder willkommen ' Hergt erklärt weiter, .daß de« der Zentralstelle der Parte» ia organisatorischen Zusammenhang mit den bereit» de. stehenden Ausschüssen, die in den Kreisen der betreffenden Perulßgenossen Verständnis für da» Wesen und die Aufgabe der Part« erwecken, dafür Anregungen entgegen» nehmen und da» gemeinsame Leben vertiefen sollen, em Ausschuß für die katholischen Mitglieder gedilder werden wird, dem unter anderem auch die besondere Pflroe der oben dargelegten Grundsätze zufallen wird' Dieser Ausschuß soll m Gemeinschaft mit dem bereit» bestehenden Ausschuß deutschnotionaler. evangelischer Geistlicher die Neugrtndnng eine» paritätisch zusammengesetzten Kirchen» Ausschusses der Partei herbe,führen. Da» Vorgehen Hergt» ist zunächst nur Partei taktisch auizufaffen Man will den mit dem Zenttum unzufriedenen Katholiken eine Brücke in die Partei bauen; nach den Ergebnissen des eben zu Ende gegangenen Zenttulnspartertage» scheint für da» Zustandekommen einer solchen wenig Ausficht zu fein Hierbei dürfte noch folgendes erwähnt werden! Herr Traud hat kürzlich in Magdeburg gesprochen. Der .Magdeburger Zeitung' ist von der deutschnaftonalen Bolk-partei eine kleine Notrz für diesen Vortrag zugegangen Der zweite Satz dieser Notttz lautet: .Trau» gehön jedoch der deutsch» ■ «Rationaler» DoUspartei an und iß innerhalb 6i<£rt Partei der Dorfihende der LdteiliMg für da» liberale Bürgerwa*. Also Lusichüsse für die Kätholiken. die Evangelischen, die Liberalen! Weiter kann man die Dielseitigk-it nun nicht mehr gut treiben. >»ch (!» Der .Kömgsb. Hart. Ztg.' wird unter dem i. Februar geschrieben: Ern Zufall wehte mir ern au» rintm Schulheft ge» risstne» Blatt auf den Shrelbtifch. das em '0 charakterißr» sche« kleine» Zeitbild »st. daß ich mir nicht nerfagen möchte, es wörtlich — ohne die orthoqrophiich-n Schnitzer zu ändern — Ihnen kür die Oefienttichkeit zur Verfügung zu stellen. Ä«S einer alten Chronik. Von De. Zofet -ächlesinzer In der zweiten Hälfte de« vorigen Jahrhundert», al» die jüdischen Gemeinden in Oberfchlesteil in vollster Blüte standen, war in b?m kleinen oberschlestschen Städtchen Wnahe der polnischen Grenze ein jübischer Bäckermeister gestarßen. Seine junge Witwe konnte dar gut gehende Geschäft weilerführen, weil sie von einem ordentlichen und wlverläffigen Gesellen unterstützt wurde. Die lunge Frau -and Gefallen an dem 'chmucken Burschen, und als da» Troverjahr vergangen war. veranlaßte fie ihn. zum Judentum Üderzutreten und kurz darauf empfahlen sich Herr Bäckermeister T und Frau, geborene N. verwitwete Z al« Rruvermählte. Ter junge Ehemann d-obachiete streng alle Vorschriften, die ihm der Uebertritt zum Judentum «mserlegte, und wurde «n ongesehene-r Mitglied seiner Gemeinde. Als ober einige Jahre »ergangen waren, erttfr er sich dem Trunk, erst allmählich, dann immer ytustger. v id zuletzt trieb er e« jo arg. dag er zu wi'der» Hutten Malm ünnlo» betrunken auf der St'aße zusammen» jßkach und von wohlmeineiiden Nachbarn nach .Hause gebracht werden mußte. Dre Vorsteher der Gemeinde traten Csawwen und überlegten. Wik man ihn *?» feinem Laster freien könne, und endlich kam man auf den Gedanken, noch Cziejchowa zu fahren und den Noddlner oer dorugen Gemeinde, der in dea Rute stand, ein Vunderradbi zu $ot», nn Rai zu fragen. Die Gabboim machten sich ans den Weg und trugen dem Rabbi ,dr Anliegen vor. Er dacht« eine Weile nach, dann gab er ihnen eine Düte Mit Ma»dün und oie Weisung, der Trunkenbold solle jeden Log nach^m Teffilinlegen zwei von den Mandeln oer» dann werde ferne Leidenschaft vergehen. Der Lücke, nahm in der vorgeschriebene» Werse die Mandeln, «der einen Erfolg d«ttr dre Kur nicht , ramer und immer Wieder kam bei ihm da» häßliche Laster zum Durchbruch. Leshasb fuhren die Rettesten der Gemeinde noch einmal znm Mmdrrratzdi und nahmen diese» Mal ihrSchmeräenrtuidaü. .Hast Tu die Mandeln regelmäßig an jedem Tage genommen, so wie ich es Trr sagen ließ?, so fragte der Rabbi — .Iawuhl". entgegnet« der Bäcker. — .Auch am Echabbos?' — .Auch am Schadbos.' - .Tann konnten ja die Mandeln unmöglich wirken', erwiderte der Rabbi; .habe ich Dir nicht sagen lassen. Du sollst jed,n Tag nach dem Teffilinlegen zwei Mandeln verzehren? Seit wann legt man am Schabbos Tessilm 7 Ich werde Dir jetzt nochmal» eine Tute mtt Mandeln geben; die nimm jo. wie ich e« angeordnel habe, und Tu wirst einen Adjcheu vor Schnaps bekommen und ein nüchterner Menich werüeii." - Diesmal wirkte die persönliche Suggestion, der Bäckermeiner trank keinen Tropfen Alkohol mehr, und käm mit der Zeit wieder zu Wohlstand und Ansehen. In hohem Alter starb er uno wurde aus dem Fnedhok in Cziefchowa beerdigt. Dieser ffriedhos ist m mannigfacher Beziehung recht mteressrnl. er ist die Ruhestätte aller T'uden. die tn der. umtlegenoen jüdi chei Gemeinden gelebt haben und dort starben. Der durch die nicht gerade besonder» gut ge» pflegteu Grüberrride» wandelt, dem wrrd ein ganz eigenartiger Gröbste»n aussallen. der keine Inschrift, sondern »ur die .llbd,!dung eine« Karpfen trägt. Mft diesem Lte'n hat es «ulge-ide Bewanbim«: In der Rühe von Czreschowa wurd>- ein Teich aukgrtrocknet. und daber fing man einen Rlesenkarpfen von 70 Zentimeter Länge. Ein Bauer brachte ihn zum Markte, und ein Gastwirt erstand ,hn für den Kreftagabrndtifch. Znnüchst aber ließ er ihn ncch einige Zeit in einem Schaffe herumschwimmro. und wer zu ihm kam. mußte da» Wundertier anstaunen. .Ae letten 1» boa-' («n seltene« Der ist das), pstegte er feinen Besuchern zu sagen. Zu dieser Zeit mußtro die Juden Famüironamen annehmen. und da er stch zu keinem Namen entschließen konnte, schrieb ihn der Beamte, der soeben den Rirsenkarpfen besichtigt hatte, mit dem Ramro Selten ein Er ist der Stammvater der Familien Selten, welche tn Oders «hl esten und von da wert über ganz Deutschland oerbrcitet find. An dem nreilag. an dem der Karpfen aus den Sabbathttsch kommen sollte, kam schreckensbleich die alte Köchin de« Gastwirt» berbetgestürzt uüd berichtete in größter Ru'regung. der Karpfen habe, al« sie ihn totgeschlagen habe. .Schma Iisrvel' geschrieen Man trug dem Rabbiner den wunderbaren Fall vor. und dieser entschied, daß der Knch ga: kern rlchtigrr Karpjen gcwesea sei. daß m ihm eine Nenchomoh gewesen sei. dre Seele eine« Menschen, der aus Erden vielfach gesündigt habe, und die nun zur Strafe rn den Körper de» Fische« verbannt worden sei Ter Karpien kam nun Nicht mehr auf den Sabbatbtlfch. sondern er wurde aus dem qnedhaf beerdigt, und nur noch eine alte Ehronik erzählt dre merkwürdige Geschichte de« sonderbaren Leicheosteine», den man an dieser Stelle rrnchtete Al» man von der Beerdigung nach Hauir zurückkehrte. fand man die Kötin tot vor; auö Reue darüber, emen Menschen getötet zu baden, hatte fie sich die Kehlr durchgeschnitten und fand gleichtall» aus dem -nevhoj zu ttzreschowa ihre ewige Ruhestätte Ter finedhos liegt mitten ,n einem gul«herrschastttchen Parke, von einem Bretterzäune umzeden. Ter Gut». derr'Laft liegt dre Verpflichtung ob. für die Erhaltung de« Zaune» zu sorgen. Da» geschah auch immer, bi» rnrmu da» Gut seinen Besitzer wech'eltt und an einen Herrn fiel, der an der Erhaltung de« Fnedhos» ke« Interksse halte. Mit der Zeit wurde de» BretterzaltN morsch, er brach an »erfchredenen Stellen zusammen der ffriebhof verwilderte, und die Gräber wurden zum Unterschlupf für bte Tiere de» Kelde» Do schickten die ober» schlesischen Juden eine Deputation zu dem Gutsherrn und baten chn. dem wieder Herstellen zu lassen Der Gutsbesitzer c-^i, r » ju jener Zeit Guttberren alt Vorliebe ta ■ z.am: »enn fie etwa« bezahlen " - warf die Izum <. tu» herau« und drohte Hunde auf zu hetzen wenn fie ihn noch fern würden. 4 Juden llieb nicht» andere» üb eenem Arm "01« zu gehen und bei diesem r 3ain zu b -:-f Oer Zunmernronn erklär r *.>

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.