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Jüdische Volkszeitung · 1920-01-09 · 1 (9.1.1920) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
1 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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9. Jamär IMO. . letettf Weil kUe Eheißime» MbW M qrißisch ‘mk M kc*N* si»k Born kam |hb tut« eufgri»ri>ert Hab. kn (Tnarf onh»»ch»m» nk jft mH banetnk ko» Ml «ml kn H«rnk «Mn n Itfa, fm ist kaunf |i .«■ftnrn. Eru Äamyf iß nf km (Mtet kn Botyfakrts- Zß>» BaftttafHg nicht nM%; kn» rt Betten knt (cfes kM »ehr ftiäfü H,kn»chl. all p» 9ctft(ng Mol ttejemetn. du k* Besit»lbig»useR wa untere jskifchen IxüMcamssn echeken. «safn kn Ciakrnd. . all H»i (f ik«n lekitzlich kotuf an, in gekiffan; Seit« |» trUiKntn. Bo iman akn rin Birvich jelksi»! loses gusommeuarkeiten ko» Aotholiken. Evavgeljlchen »»k Anken stattgesniiden hat. b« sind du Unterschiede der i'Ansisiio» oder der Roste dold vdilig in den Hitztergenud 'Mhttn, ko ka> man sich in der »caeinfamtn Arbeit!>«»nen mmk schätzen Orient. Und gerade solche 8er> -Tkinkunglsielleei tun unserem an Portechoder zerrissenen »alb jetzt ganz kesondne» not. Dal Gebiet der WohllatzrGpstqze üft. Die kaum ein andere» Gebiet, geeignet, »der alle sonstigen trennenden Schranken sort all« die- ' jnigen za oerrinen di« guten Willen» znm Bundenheilen. zom Biekeransbau sind " <«»ß zig.) Rundschau. War Wtltzrlm II. »I, fttkrafrt««»? "Km gelegenlUcher Mitarbeiter schreibt uni: Ditz Alldeutschen, die die Wiederherstellung der Monarchie _ ^Wsehnen. gehen in der Uutersuchuag der Schuld^rage «t feem Unglück Deutschlands so »eit. zu sagen, daß die {■femtniinMiftir Politik Wilhelms 11. dir tiefe Demütigung »M feeutschen Volkes mitverschuldet habe. Unter seiner ^M»*p»v- Hütten die Juden es verstanden, sich in die *• VmlsmiRtl hlnemprschieben. Leute wie Ballin. Walter ftMnau. k. Nrnheim. James Simon. Koppel nsw. wären -.fe^Ver trauten des Kaisers gewesen und Hütten seine ganze - MvlitÜ i» pazifistischem Sinne beeinflußt. Auch die hohen /-Mfenatsfeeamten wie Bethmann-Hollweg. der nach der <, Ifafenynixnilü einiger Hurraschreier selbst jüdisches Blut t, seMrn Adirn habe. Hütte» gänzlich unter jüdische« Dmck Hefianden Da ist es interessant in den jetzt zur; Pnfeffuilliifiiinj gelangenden Briefen des Exkaisers an den mfpWfea- Zaren eine Stelle zu finden, die wenig auf eine bcki»f«nudtiche Gefinwing Wilhelm- >!- schließen läßt. Ws heißt t, dem vom 7. L 1895 datierten Schreiben. »» fern» Impuls der Demokraten und der ,e»olutto« I Parteien die Rede ist. u. a.: . . mein Reichstag t sich so schlecht, wie nur asb rückwärts deu angetrieven » PER«: Heide Partei l^sais^ samt und sovde ' V Aeufeernng erschei' m «nwürse gegen chl keineswegs den Einflüßen besonders «ai; m Antipathie gegen die Juden leuchtet zu kraß aus . paar Dorten hervor, als daß man dem Kaiser nun« eipe Bertrautheii mit jüdischen Persünlichkeiten nachkönnte. llr;eitbilder MW Dr. ptalL Jelet Z.Iialki-Lamlarz Zar Parascha ptww t. »arspiel des Egadnl. Da» «eite der Mofilbücher berichtet »an der Baikr- Werk»», IMnril. Es schildert den wunderbaren Ausstieg nfem Larfahren auf Finfteruil zu», Licht, au« Anechlung MW. Freiheit. aus Dyranuenzwaug zur Menschenwürde, rn» Attuftler ersten Hange» war e». der diele für die ochemk Menschheit bedeutnnglvoll gewordenen Legeben. iirnA» -em»ßl> hat. Unter weiser Beschränkung aus da« JMssltlichsie ist hier in poetischer Verklärung Geschichte i Hmbchoet. Wer sie rrcht zu lesen, leise Andeutungen zu ÖHaßen, Einzelheiten aulzumalen und zu verbinden »er. 'ML M sich mit fern fühlendem Herzen in dal biblisch« Sbqknott! versenkt, dem wirk es zum belebenden Quell Schönheit, Wahrheit und stttticher Erhebung. In Grifte lasen unsere alten Weisen in ihren Lagen ige Schrift. 80 riollen noch wir. nach Art de« h, a»l jetzt in die Einleitung za» Ezadulbuch« siebzig kielen zählen die Söhne Israeli, di« in sind. Sie haben bem König bei hat in ihnen brauchbare Dünner ihaen an der Rordgrenze Egtzptens den Bezirk z»m Wohnsitz gegeben. Damit hat er zugleich die Joses grieisirieu Diensi» onerlrnnen wollen. Doch ' ist n» kurzlebig. Anna der kühne Josesl. Enkel ei»« «gtzptisch» Große» find, erbt de« Amt. Sie begehr«, «I triellricht auch nicht, ober nicht MMOchs». Den» die Enkel Jüraall mehren AM» ■» *» Johl; sie blöke» Durchschnitts» bene» es i» enge» Arris «stlli. Es fehlt ihnen . m Bäfmmt, an Willensstärke nnb Tatendrang, tatti das Herz jnt Wiederkehr in k«* kstertich« Merheisinogen. Es kerblafsi» kl» Erinnerungen n Monsoh, an den Hai» Mnmrr. a» das i» Bechei, n» die Grtd« z» Heknon. Der U ».— m.» » m > . t.i » , «^■0 0 0 90V I* IM0 SM» |0» rnkMU IMM fiNMBM. km :SSrr iMtM» }m tntftftfti&tM Aenißi»». •Sk PerssnSchlnr bte tacbot 9m eioer Käfc »»ch CVcf«, BwurafVI ut Ostsai MrikCgcfetct tg. bertchicl der 5>4*" CM|eilrim, die für tnur nk Negier»»- Saüfisf, tttm§ »it ftr das Rezr»«. bol «-e»»srUz m OM« nk Xmtwf M de^h«. ch.r^rj»qch (bit. Odessa bietet augenblicklich ein trauriges Schauspiel. Die Bolschewcki find schon lange nicht mehr da. trotzdem find die Straßen um S Uhr abends vollkommen verlassen. Die Stadt gleicht eine« Friedhof. Nur die Offiziere und die Agenten der Denikmsche« Verwaltung amüsieren sich, chatten die Eisenbahnwagen an. fordern die Paffagiere hevrns. treiben die Juden aus den Wage«, selbst diejenigen, die mit Fahrkarten und der Genehmigung zur Keile versehe» find. Die Requirierung und der offene Diebstahl des Reisegepäcks und des Selbes waren eine Folge dieser .Revisionen'. Am 15. Oktober nötiote man einen jüdischen Advokaten aus Kiew, der von Konstan« tinopel kam und über Odeffa in sein Vaterland zurück» kehren wollte, gewattsam aus de« Dagen und fügte ihm Verletzungen zu. Die Offiziere verteilten vor feinen eigenen Augm sein Gepäck unter fich. ebenso wie einige zehntausend Rubel, feie er mit sich führte, um fie seiner Familie zu bringen, die durch die Bollchewiki auf grau« same Weise geschädigt worden war. Alles in ollem ist die Haltung der Freiwilligen« Armee den Juden gegenüber empörend. Die Welle der Pogrome überflutete eine ganze Reihe voa Städten und Ortschaften, durch die die Freiwilligen- Armee auf dem Wege von Charkow nach Kiew. Fastow usw. marschierte. Der Antisemitismus in der Regierung und in der Berwaltuug führt dazu, daß man die Prozentnorm der Juden für den Schulbesuch wieder eingesührt hat. Man hat da» Gefühl, daß die Herren Fürst Lwow. Maklakow, Sawinkow und Tschaikow-kp. die in Paris fitzen, ohnmächtig find und aus das Regime und die Ein« Achtungen, die in dem von der Freiwillizen-Armee de« setzten Territorium eingesührt find, keinen E nfluß haben. Tie Beamten der Exekutive in den Ortschaften werden au» den Vertretern der alten russischen Polizei und Der« waltung gewählt; fie find voll Rachesühl allem gegenüber, was fortschrittlich und liberal ist. -ersist der hedriische» Zprnchk in Uslnischs» Zch»Ie». Tie .Hazephira' nutkri: Der Lodzer Schulral hat - —t letzlen Sitzung beschlossen, in den städtischen >cn bebrüischev Unterricht abznschaffin. In d«e -n Resolution heißt es: Unterricht in der hebräischen Sprache mit der Unterweisung im Polnischen ist eine sche Unmöglichkeit, denn ein Kind kann fich «rer dolnischen Sprache vervollkommnen, vmn utuii «einen Kops mit verschiedenen Angelegenheiten füllt, die ihm. sei es inhalttich. sei es phonetisch, fremd find. Tie hebräische Sprache, deren Erlernung für Kinder schwer ist. äst eine tote Sprache. Tie hebräischen Lchrer find keine Pädagogen und machen obendrein die Schüler durch die monotone und geschmacklos Art der hebräischen Lektüre abgestumpft. Einzigen, bleiben fie aber inmitten einer götzendienerischen Umwelt standhaft treu. Tie gutm Zeitm in Egypten wandeln fich gar schnell. Verlorene Kriege werden dem herrschenden Königshaus zum Verhängnis. In einem Bolk-aufstand werden die allen Pharaonen gestürzt. Ein neuer König besteigt den Thron. Ter sieht in den Hebräern, den Günstlingen seiner Vorgänger, seine Feinde. Ihre wachsende Zabl macht ihm Sorge. Sein Mißmut wird durch die Priesterkaste gesch' Tie egyptrschen Pciesttt find keine Lehrer de» Fried und der Gerechtigkeit. Äie find Mystiker und Mytholog Ihre geistlich« Weltentrücktheit behindert aber ihre V liebe für fette Pftünden nicht im geringsten. Sie betrach die Hebräer in Gosen durch die verkleinernde, verzerren Brille der Scheelsucht. Sie gönnen den Fremden, v. denen ihnm weder Zehnten noch Sporteln, noch De mächtniffe und Stiftungen einkommen. nicht den Bek> von Eigenland und Eigenheim. Es verdrießt fie. da jene sich ihren Göttern nicht zuwenden. Da» erkoren ft.,,, für eine Beeidigung der Staat-rrligion. Den Könr. ' aber machen fie ihrem Wi en gefügig, i.'dkm fie ihn göttliche Ehren erweisen. Da hört der .Göttliche' in dem tierverrhrenden Egypten auf. ein Mensch zu sein, er legt alle Milde ab und wird zum rohen Hasser. - Pharao ist feige. Er weiß, daß die glücklichen Zmen nicht eingelrvffen. die er und seine Aeichendeuter bei seinem Regierungsantrüte versprochen haben. Er sieht die Gährung im Dolle und fürchtet den Verlust seines Thrones. Da« rum macht er die .Fremden', die Israeliten zu Prügel« knaben. Freilich kann er ein strenges Verfahren gegen fie mcht durch .ihre Schuld', durch eine tatsächliche Au* klage rrchfferttoen. Darum greift er zu den Pmktilm der höheren Politik. Er spricht von ihrer .möglichen 'Staatsfrindlrchkert i» Falle eines künftigen Krieges' nnd erklärt fich zu klüglichen Borbeugungsmaßregel» gegen das Volk, das er als erster so beuenot, vollauf berechtigt. Eines freilich will er vermeiden. Die Hebräer sollen nicht dos Land verlnffen. Ihre Arbeitskraft ist zu wertvoll. Mmal da man sie nicht zu bezahlen braucht und mit ihr Ranbban treibe, kan». Für Israel iagtnd tim Zeit furchtbare» Zwmtges. Die «Mufti*« SUsacr piff« wchfemrse bas Sand Vom politischen Standpunkt ist es notwendig, daß di« Gegensätze zwischen den verschieden« Element« im polnische» Staat ausgeglichen werden, damit die Affimi« latio» fortschreilm soll.' Gegen diesen Beschluß erhob die Vereinigung .Hat-- chjah' auf der vor einig« Tagen in Lodz abgehatten« ü^lksversammlung einen schRsen Pwlrst. z»r Frir»e»«»ertr«, «it A,»r»ir». In dem Berirng mit Rumänien ist außer den Min oritätenrichten folgender Artikel eingefägt: .Rumänien Oer» pflichtet sich, alle aus rumänischem Bediel lebenden Juden, die keine andere Rationalität geltend machen kdanen. ohne irgend welche Formalitäten als vollberechtigt rumänische Bürger anzuerkennen.' Im allgemeinen nähern fich die Minoritütenrechte dem polnischen Vertrag, ausgenommen Artikel ll und 12, die fich speziell auf die jüdischen Schulen und den SabbaÜH beziehen. _l_ #■>»» ,»» »er türkisch», -r«er «assikschlsssr». Dal tdrkische Kriegsministerium »erässintticht eigen Befehl, laut dem alle Juden. Griechen und Armenier vam MUitäidienfl befreit werden. Bekanntlich werden dielenizen, welche in der türkischen Armee keinen Dienst leisten, mit einer besanderrn Stcuer belegt So ist trr B-sehl -ine Rütklehr ju der oae dem Kriege äblichen Proril. Aus der sseichshauptstadt I Berit». Die stdaß-Jilrvel<?emeind e beging dal 5V jährige Bestehen ihrer Religionlschule mit einem Heft, gatteddienst in der Semeindeshnagvge in der Artillerie« ftraße. Rabbiner l)r. Hildel heimer hielt die Feftpredigt, j in der »r im Anschluß an einen Verl der Hustarah bei I »ergangenen Sobbathl einen kurzen Rückblick aus die Beschichte der Schule gab. Rach ihm feierte Rabbiner Dr. Munk Herrn Dr. Hildelheimer anläßlich feind 25 jährigen Direktor'Jubiläuml. Der Besang bei Monul-zur- Liedel beschloß die eindruckloolle Feier. — Später fand " ehemaligen Schüler und Schülerinnen ula bei Sophienlpzemnl statt, die mit Dirritorl i>r. Jtra/s Hilh.»di>> mei rirlieri I>. Ralhan Destschlände ie Feier wurde durch einen ihorgesa» elt De. Hildelheimer eine Festrede, i e der Schule zelchnrie. Er zeigte, w berrabbinat von Amsterdam adlehn' nung einer Religionlschule nicht zux id er lieber dem Ruse an die damc zilrari-Gemeiiide in Berlin folgte, 1 :i Wochen die Religionlschule erbsfk umnle. iOitlr ^.rzriheiten aul den Vorgängen inn^:hatd. dieser 50 Jahre belebten die Aulsührungen del Redners, t Romenl des Bemeindevorstandel ftulletr dann der Seit*] gierte im Schulvorstand Nastali Stern der Schule und! Gosen verlassen. So will es die hochweise Staatlraisou. Jn den Domänen del flönigl. auf den zu den Götter» tempeln gehärigen Feldern der Priester, an den Rildämme», in den Festungen. Arsenalen. Bergwerken. Steinbrüche» und Ziegririen gib! el für die Hebräer Arbeit genug. So »erden \t Fremden ihren Wohnsitzen entsremdet, über dal ganze zerstreut, in Aesangenenlager zusammen-, g o'ercht wfwaffenlos und wehrloi gegenüber einerI , s K.tzten Bevölkerung — durch Svtdaten gut lu^dzte gebieten über fie. Peiniger mit . die sich bei Hose beliebt machen wollen. [B’ et in lkghpten Staotvbrot. Brot des Elends. Jzr gkdration mit Beigaben von zwrisrihafk» - t den pdoraonischen gärten. *k. ' erst lemen die Eghpter die Sdhn« Jlroels >- L,e sehen. «,e diese wirklich find: ge« eernd. bei oller Verbitterung ihres Lebens id und auch bei der Zwanglorbkit merk» tiähig. Dem Ränige und seinen Rotgeber» „eser Kraft der Hebräer, bereu Johl sich nehrt. anstatt fich zu verringern. Da »rrm,t einer neuen Methode. Er unte,fielt n b«, de» Hebiiern einer besonderen Gerden beiden hebräischen Qberbeamtinne». ua, verlangt rr unter Beihrißung nllerwhnvooen. sie solle» dafür sarge», daß »rariilivnrn bei der Geburt ftrrbeu, die .?^“0 W“ »icht etwa Utaelirifiken Mädchen, i» bade, kn tiefftanb seiner Maral: “fS*, •nai< wohloerdinte, Iib schdru Geschenke machen. Was tu» ■fi.k lL,5S? •» «net Seit, so die st-k. mnnderdarn «ut »nd lasten sich Wegen ihrrl ll». ^Kar», daraus hin. rn^" Ä «» siehe eine klhere ME »or dm « .Hilfebei^tz Bsriera En»lm ach n ri *s H£&tae-£

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