Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 48 (19.12.1919)
- Date
- 1919-12-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Jb. 4$. CA *. u. auw»» tu» SnlppEll-vElldEaä der Bgudas Sisroe! für DealfdilaRd Um Chanuka Spenden <3ruppen*Perband der Hgudas Slsroel für Deuifdiland Polflckedk-Lonto 18901 Berlin. kür den Hguda*Haupt(ond bittet dringend PobIdie(k*Conlo 18901 Berlin. MfrfkKt. Die Dewokratisierong ktr Geweiodeoerwoltontz fodcttt ttw ton tboa 1000 G«. ■rin>imit|Ti«bmi dftochft Safanoilau, die »» 25. Nvürn «nt Mitgliedern aln Parteien hatte i» Mürz diese» Jahn« tont ein» Denkschrift »der ein« zeitgemäße cht. Da drsher tom Vorstand« kein« Enflollen Zer verwftflichnntz dieser Kefvrmoarschlüge gek»G» «erd», deschiej die Versammlung nach eine« Porftog»MKichMetwils Jona», den Gcoieindebehdide» G unterdrriftn: .Die a» *5. Ko- MM« 1910 in der »untzalle Ul Düffeldors tersa«Meilen ftw» 1000 Mitpkftd« der Düsseldorf« jüdischen Gemeind« holftn di» ftsoäig, Beseitigung de« Däiklaflenwahlrechi» ptr inrfHIH Gie richten an di« Gemeftchevertretung di» drt»o«ch» InssMernng. »ater Hiozozfthnn, oonSttt* Fieder» »er <M«inte »in allgemeine«, gleiche«, direkte» »nd »hei»» Wohkrecht mit de» Grundsatz da ver» tz»ltni«wahl »nt« solcher BeschKmngrintz einMdhrrn, daß tnniichß inparhalb drei Manate» oolsUndig« Otemaahlen stnllEiden. Dt« Dersawmlon, richtet weiter an di» Mmrßisch« Kitieroo, doOdruynd» «suchen, in »n«f»hron, der KiichMiftestta, da« nernttet« Zudmrgesetz no« Jahr» 1147 »asZnhedkn * Inoesichte dieser eimnitige» Grtlürung MA wehr ol» 1000 Mitgliedern nnsenr 4S00 Seelen «thirede» Gemeind, doch «in« baldig» Kevistvn Unserer Glwiitdeoeesostnng erwartet werden. München I, votzrischen Londteg« «arte OnfeoWi wemn de« «chdranche» der «ittellchnftn ju »t>,»,i«i<4. antisemitischer Propo»»do «»»bracht. Gdoowsetretdr Sing»« erklärte »cht äußerst energischen Morftn. »oh do» Ministainm «ns keinen Kal ftoendwft Mtitisch« «meiomon»» in den Scholen jut Bildung kommen Ufa mäL Mstmhen. Der »«rein s»r jüdisch- »«schichte and Literator hat «in bftematische« »achchnnAw«s«n da« den in Berlin ood Brmlan errichteten Seit r Gebiete stldisch«, «fftnl nnb Diplom-gnnenftnr Avigber spricht «er Pchdßlooknnt,, Maddiner de. «aerwald «der jüdisch« »chm. Peoschsor Dr. % Sobesn onter ariderem über di« Inden in Stoot ood Gchellschaft. seiner lesen: Rabbiner De »iokelscherer: Jüdisch« GeliFonüphiosaphen. Kaü. De. Gärtner: Di« Joden in Spanien. Dr. Jachstes! Glusühetug in den Doleood an» Dr. Kaphael Leoi: Jüdisch» «Ormchmichri». Der Jüdisch« Kraoendand. Ort«. sdrdert die Korse durch tderm ittloog der Di» hiesig« Medi,i»«rsch»s>. welche den Leg dm Studenten der wetizinrchen Mikultüt 00 dm hftstpen klnimesitüt nwsnßt, Hot defchlossen, all« kknochtrr^n der seontischen Kasse ao» »er Giehenrr Me- »iche^chcht »ochoschliechn. Düse K-solntioa ist ein. Pmg« dm fk> »»rllesiu ontisemttischen Hetz» unter den Gchwentm, di» Om etwa einem holten Ache« hier tingc* L Mt Hot Baeit« im Oktober norden io einem oeediei- OQchen NükwifltGt Joßito» »otisemitisch« Hetzilütftr tertMt. gehen dem» Dabtill» «in Verfahren eingüeitet wotde. Künigcherg t. Gr. Koch km»» Krankheil Word« Herr Itrohnm Jsooc Lewin im vier ton T3 Jahren mitten an« seiner arteitoond sqentrrichen Lütigkett heran« om ssm Lorch seinen Lob hat onser, Gemeind« einen tnsschmerFicheo Verlust erlitten, vir »alftren einen mosierhaften stührrr. «inen treuen. weitsichki»n Berater, einin »ebchtigen, liidedalm Menschen, der Sin». Her, ond sich» «Gm« Ham» hott, für alle« Schdne, Gote. Ob. Ge »hürt, m den Bytudeen unserer Gemeind«. Jahr-! m« m im Gorha od r. bft Spnunm« nnb dft mcheän IndeiostttotioMN waren sei» stä» Sorge, feint 1 rntf stand ihm nnhe wir «in Kind, str da» er ' soMr Sein bftderM. aosrechte» ond doch so m» Nchm, sein reiner, lauterer Shmoklrr. seine ach tooio, chbmmhchit sonten in »ettrste» Kreisen V Go wm er Im «mslonde der mrschiedensten veeeine, de» Jwneüiischen voiseohoosm, Drchim. ««nr-EHFi». dm «ahlttti»» n. 0. Id« Mit »der den «rei» smrer >üoo wossen ersrent» er sich dei seinen veruft^nöflen «inm schweren Beliebtheit »nd eine« n» AoO kleinen Imüngen Herren» hntt« m dm 00» ihm gegründeten Memo GteDe», i» etzdenischeo Hondch nnd in der Hohindnstri» gchchoGm m» nm Kengrünbnn, anderrr bedentrnder fSäm In Küxitzch,,, d'metrnm» Son de« Insch«.». wchchw dm »ostirtln, »rech: l-F, dm Lrich-nb^lnnni» ''KVLj-KÄSsM Mb. der «in fand»«, Msriedrnr« führte. Im Komm dm Hw» viendel hossmonn-Bretlau, herglrch«. ergrersende Warte de» Ntschied«. Ein grnher.orrtbersehbarer Zug gab dem Dahiageschiedenerr da« letzte Geleit. Herr Rabbiner Dr. Jwkaboirt» ga« am Grab« in warmgueklenden. her» ergreifende» Worten treffichen >o«dru< de» allgemeinen Schmeqe über da» allgusrüh- Hiascheiden de« «dlea Manne«. Uni wird er nklieit «in leuchtende» Vorbild sein. Ktniglkderg. Der Lod de« Stadtverordneten Hermann Wolssher» hat in allen Kreisen unserer Stadt aufrichtige Lraoer erregt. Di« Etadtoerordoetenversammlung beklagt de» verlost eine« ihrer Ithiasten Mrtglieder. Besondere Hinaobe entsaltel» der vertzorbene al» kellvertretender Varlitzeober der .Kürsargestelle für Loogenkranke ond Loterrolüse'. Ihr galt in den letzten Jahren der Hauptteil seiner Arbeit. Selbst in jüngeren Jahren durch di« schleichend« Krankheit gesührdet. macht« Wolssheim sich ihr« vekümpfmig per Leteüüausgab«. Seine letzt« Rede in der Stadtoerordnetenoersannnlong. der er bi» p, ihrer los. ltsang durch die neue Kegieenng ein Menschenalter hindurch angehiite, -all nach der Verbesserung de« Lase» der Luterkuldsm. In unserer Stzoogogengemeiod« wirkt« der Verstorbene seit lange» Jahre» »lg Mitglied dm Kepiüsentantenversammlo»». Kahl reich« laahltütig« Verein» und loftalten, wie die Chewr» Kadisch, (Jtroelitischm Verein für Krankenpflege und Beerdigung), deren Vorsitzender er durch ein« lange Reibe van Jahren war, und der weibliche Verein sür i«rael!tische Irmenpslege, haben einen tatlrüftigen Mirderer und Mitarbeiter Mrteren- Die Orttarupp« der Vereinigung str da« liberal« Jndentu« in Deutfchlanb bellagl den Heimgang ihn« Begründer». Den verstorbenen »eichneten groh« Güte ood vornehm« Sachlichkeit ao«. Sei» sreoodliche» bescheidme« Wesen berührte jeden wahltuend, der mit ihm in Beiiehungen trat. Lr war ein Vorbild echter Rtchstenlirbe. Di« Lrouerseier, di» der tinüschernng voraagegaagen war. fand in der Leichenhalle de» neuen jüdischen Michhose« statt. Die Palästiua-Aufbauwochk. Religiös« Eröffnungsfeier. <in enaartunggvolle«. ftstlich gekleidete« Publikum hat sch»» lange um der sestgesetztea Zeit den Lestingsaal dicht gesüllt. Püuktlich nm 10'/, Uhr flammt der Kronleuchter ans und aus dies«« Zeichen erschallt, van eine« Harmonium begleitet, der Psalm 19 in der Beethovenschen Vertonung. Nachdem di« letzten herrlichen Line verklungen waren, betritt die ehrwürdige Greisengeftalt Rabbiner Dr Rasenthot'» bi» Kaogei. — Sr »wist aus die Mistian Jerael» »nt« den vüNer» hi», berm el sich auch in der wieder» pesoadeoeu Heiouä. n> die e« jetzt jurtLulehren sich tnschickt, nicht eotgiehen darf. Nicht «l» Ervtenr out Speer und Schwert «ollen lr wa» tM«» üo daO-Gamv ti-tzen, oust^tznm hnt nns« «tzentn» p» sein, wenn wir »och seit »ehr al» Bllv» Johren fern »an ihm, gerftrtot »nt« den Billern d« Erbe, ein Leben d« verbann»»» führten. Nnb nicht mit Haß im Herjeu «e^en die, welch« »n« in der langen Zeit de« Ciilt schwere Unbill angetan haben nnd nicht zum wenigsten in diesen Lagen nntnn wollen, da die Hinoo». gehenden ihren de«h«ige» G<Mebern den Kücken kehren, sondern wie -» jüdische» Geist« entspricht, veqeihend ond »ersihot, vor alle» aber daokbar sür die Bereicherung an Kultur, deren Einflüsse» sich Israel übern» fteichj, hinoegeben hat. — Stet« werden die Bejiehengen zwischen Oer alten »nd d« neuen Heimat, in denen wir da» Leuerste: di« Grüb« »ns«« Lieben paückloffen, innige und sehn, sucht»»»!« sei». .— Mit diesen Gedanken soll »an on« au« di« verfltndigung ood Lerbrtlderun, der Nation«» angestiebt werde» pan Heile für btt ganze Menschheit. — Der zweite Kedn«, Herr Radtiuer Dr. Simonsohn, begann hchrtisch sprechend: In d« Nühe de« Ehanulaseste«. der Lempelweihe, bqphen wir da» Seihesest de« eigenen Lnose«: PalüsNna, da» wir zu «io« Pflegestütte jüdisch« Ethik mache» wolle», zu einem Leorpel. Nicht der Prachtbau de« prunkliebeode» Küoig» Salomo, b« stch der Hilft freorter Bauleute tedreute, schwebt un» dubei vor, auch »icht die Stistühütte, zu bereu Erricht»», di» Fürsten zwar reich« Mittel herauien. ab« den »an soziale« Geist« getragenen innigen Kontakl mit de» Voile vermissen ließen, sondern da pveit» Lempel. der au« den Mitteln und au» d« Sehnsucht der Gesamtheit J«rml» errichtet worden ist. Nnd »icht nur di» klaue Maig«. welche au, dem Ezü zurückgeiehtt war. «häuft ihn mtt ihr« Hünte Irberl. sondern et ftrderftn sein Erflehen dir heißen Wünsche btz poßen Most«, die in Vattzlomen uirücktleiteg mußte». — So soll euch der lufban Palüsttna», da in greijdor» Nühe gerückt ist. nicht nur dewirtt werben durch dft. weich» so glücklich sind mtt ihr« Hünd« und ihre« Geiste» Ardeü an dem gewaltigen segewvaheißenden Werk selbst sich tetüttgen zu ktnnen, nein »ft, die oft ja in üterwiegmd« Mehrpehl pmüchst wenigsten» noch in unseren jetzig» Wohnsitzen verbleiten werden, »ft ollwollen mttarmNrn. In dftftr festlichen, heiligen Stund« dokumentiert sich d« Gemeinsaeekeiftwilft da Gemeind« Breglun für dft Schnstun, da jüdischen Heimstttte in Paltftina. Wollen »ft diesen W»«n Mripal insowett in dft Lat umsetze», daß «ft — ftcb lr'mvtnov» jcxluu — opserfreubig di» Michel dageb«», welche sür da» ^wattige, ahaiwe Begdmm uutweudig find. — Erueuftr Ehmgesen, sPsul» 150) beschloß die wtlrdig« Sei«. _ Eröff»»»i tn MnvffEntstek»»». L, H«MG,«mß,b>NM ba PnltßiM-tzkcktnnwoch« tfl dft jidiW kkivstnMsteSvug — »mtUndm metDEch»»- unb Palüstinoschau — gedacht, dft »w Sonntag vurmchftg in dem Geschüsttlokaft der 1. Etage Schwert»itzerstnaße Ecke Karlstraße, da» unftr d« Leitung de« Herr» Kuusthtudftr Külsch. Besitz« der Kuusthrürdlung üichtmdag, zu einem geschmackuolle» und würdige» Rahme» sür dft iroße» und seltene» Schütz« mngestaltet warb, «eüstnet würbe. Dft große Inzahl ha tzeiadeuea Besuch« wurde Juuüchst von dem Leit« d« Valüstinu-Insdauwoch», Herr» lsteffor Dr. Marc»« begrüßt, dm Mls de» Ziueck d« »»»stelluug ausmatsam »«lst». und im Enschbch dar»» de» sür dir >t»stellung selbst veruuttvortliche» Kuühchnß de» wahlvabieutm Dank aterspeach. Da Gersttzindi diese» «u^chuste», Herr Kechftuuwall Dr. Litt»«,». Monate, daß nicht all« Pltm und Inwbap tat e» »ns«-, «in «fl« Bechm M »ftm chM, Jxftresft d« Inden an chwn Künstlern «weckm im. Nach ihm «rtff Herr P^ftstm Dr. 8ini«tti|n, da auch dft Jurtz der Iftwstellnni tbauommen haift, de» Wart. Ihm schwede, sanft «. wett »nrjaflmba» Pera»ftaltu»g«n al» dft »orlftgeud« tar, um au« ihnen »in Bild über dft Inden al« bildend« Küustftr M mwinWA. Nicht nur, »ft «» hur notgedrungen« Weis« geschihen sei, einige da deutschen Künstl«, soudern nutttrLch dft Juden da ganzen Wett und «He Zeiten müßten dazu perangezomn »«den, j» du» Jdenl würe wohl «in etnwns zu pündende» Museum st» Misch« Kuufl Dies, lugfleluu, dedeuft insoseru «inen wichtigen Schritt uns «in sulche« Ideal zu. al» hier zu» aste» Mal» Kunstwerk« not« dem Gesühftpurckt zusummameflellt seien, dnß ihm Schipser Juden sind. Frettich steht «>» Jeda ln da Lralntion sein« Schuft und seinem Lund«. Nur s, find dft »an ihm gebrauchten >u«druck«mttftl zu beweise». Ader sollen wft un» dft Zrrad« tersage». PI sehe», wft wichtig« und fühlende Pasdnlichletteu auch aus diesem Getieft au» dem Judentum havovgnugen stud. soll »n» »icht auch bei bfts« Geieoenhett wud« «rumal Mr I»p» «sühft werde», büß Ott mtt Stolz allen VM ouderrr Sette kommenden Vorwürfen begegnen kbnnen. dnß »ft nicht» ul» zerstdrenbe und zersetzend« Eftmenle seftnl Nicht so bald freilich, fuhr « fort, wird sich Sich«»» darüber awtsagen lasten, worin do» Gemeixsaw«, eben do» Jüdische der zusammengeftellftn Werke besteh«. Dazu bedarf e« lang«, schwierig« Farschaug. Sovftl nt« ist gewiß: Jede ftorft und große Pasbnlichkeü not« den jüdischen Künstlern wird nun« besten demchl büeideu, daß ihr Kern, dft Wurzel ihr« lauft i» Jodende» ruh«: den» Kunst ist luüdruck und zwor lugdruck str da» Innerste und Veste iw Menschen. los dies»» Bewußtsein auch beruht uusa» Hostuemg, »ft weiden, wft wft jüdische Künstler haben, «et bald «es er» jüdische Kunst blicken dürfen. Schon sehen »ft lustoge duuoa in da Handwerkerschaft vezuftl in Jerusaft», dft den Grund zur llotfultung ein« solchen Kunst wekhodisch richtig in» Handwerk, in« Kunstnwvab« letzt, und non daen Leistung wertvolle Proben sMrtollarderten.-Spitzen) auch dies« EngstMnng birgt. Zum Schluß richftft a eine kurz« Beftnchtnn, uns dft oorurftfichtsichen «wünschten und »»rwttschti» Wirkung« d« Kunstuugstellnn». Ohm Kückstcht bueuns, metttt» «, daß mut nach an s» »i»I« lat de» deutschen Volke» ule», wa» Inden unternehmen, »iidüchtimn. Welle» »ft »ns den kfttneren und einflchkktz» Del hoGen, da st« um wirklich Piftlstm» srawn wftd, schon dettzalb. weg jo oicht Gi»s<i«tz^" mW GMEMNstckt, sootao vftip«bftt twd tütltz» MitwfttMn Ä»» Dolküftift «ft» w»-.— » « — -- —*- _ iimn Hfimi f»«WWE» >» WPIWWW “