Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1918-09-13 · 37 (13.9.1918) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
37 (13.9.1918)
Date
1918-09-13
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/6682508-6377565-6450405--1038-4850778
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Misch« voltrzeirmg. Gemeinde-Anzeiger. vrrrla». d» >3. September 1918. llr. S r Misch« Zvdpßege. Keagm »er Aü». Ingendfütsaege beschistigim eine von tot (Jrttuhwtff Nt Nntfüm _3»tf* rinNrnfen« Brrkaminlung. die am I. Sept. im 2. BerwoIlt.ngsgebänN Nt Botin« WenriaN julammentrat. Der Einlodnng mar eine »roßt Anzahl von BorfldnNn und geilen, jübisch« Erzirhnngsanftaiirn mb Ctiflunjtn gtiolgi, fabaft Sertrrtn an« aDrn Bundesstaat«, mit Ausnahme Baprtn» an Nr Srrfammlnrg teilnohmen Tie Problem« jüd. Waisen- und Akrsorge-Erziehnng murN in langen Ans» «inandosetznngen «itteil. Ta« Crgrfaib der Boainugen bUNl bi« Begründung rinn Sttriaigiag bet jüb. Jnstiin,innen für geschloffene Anstolisoziehnng. Zn Nr Hsegtützangsanfpratße gab Geh-Ro, T i m e nd ar ser, als Vorsitzender, feiner FreuN Ausdruck, daß die Versammlung Hotz aller Schwierigkeiten. Ne der Krieg mii sich bringl. au» allen Teilen bei Reiche« io zahle, befuchi ist. Di« SkNutung tcr Tagung fei, daß e. erste Nrariige Leran» ftaliuug die «Ichiig« Prag« Nt Lailenerzlehung e. Forum jüd. Fachleute uoiiegl. Der Krieg Hai Ne Frage de« ZugenN schütze« in de» kordergrund gerückt und die Rolwenbigkrit »er. fchütfi, bi« noch »oehanbene Jugend mit desonb. Sorgfalt für da« LeNn vorzudereiten. Au« biefem Grnube hat d. Zentralwohlfahilsslelle als einer ihrer ersten Ausgaben der Krage der Jugeudfirsorg« ihr Jotenffe zugemandi. Die Waisenkommiff. und Ne vormnublchasckkommissian haNn in gemeinsamer Tätigfeit di« Tagung vorbereitet, für deren Zustandefominm ihnen und dem Aiefchästsleiter De. S e g a I I Nr Dank gebührt. 3 Berichte leiteten di« Aussprache ein. Der I. Vortrag, den Direlior Tr. Adler Frankfurt a. SR. hielt behandelte die Znlaasen Nt jüöifchen geschlakenen stlnstaktasätsatge. Seine Ansfühinngm gipfelten in Nr Kordemng. daß Ne jüd. Erziehungianstalten in ihrer Organisation die Nsond. Vorzüge jüd. Kamilienerziehuug anstoeisen und deshalb die Errichtung mdgllchst kleiner Anstalten, höchsten« bi« zn 30 Kindern, g». zuftreben ist. Bei bestehenden glitzeren Anstalten empfiehlt' sich die Einrichtung von Kamiliengruppen von je lü -2V Kindern unter besonderer Leitung von Gehilfen u. Gehilfinnen. Als Erziehungsmittel dienen alle Matznahuien. di« zu einer filllicheu Verfönlichkeit geeignet find: sorgfältige Ktrperpflege. mistiger Spor«, modern« Arbeitserziehung, sorgsiltig« Unter, meifung in den Lehren der jüd. ReÜgian. Et ist ein M«I> mllroiger Umstand, Nst sich di« Zöglinge der jüd. Waisenhinser feilen oder nie dem Rabdinnberus ziimeuNn. Hier erschließt fich «in dankbares Arbeisfeld für die Erzieher. Die Hinleiluug den KnaNn zur jüd. Theologie mürde auch eine Bereicherung Nr jüd. Wlffenichasi zeitigen, fct« dringend erforderlich ist. Die gesamte viNlwissenschast ist heute in «dang. Händen; mit müssen nn« nuferen Teil an dieser Dis. U«N,Haupt dlldet die Erziehung für «inen späteren Berns e. Wichtig« AnfgaN Nt Anftnii. Bot allen Tlingen must dafür gesorgt Werden, daß dar Zögling auch nach seiner Entlaffnng noch Alt der Anstalt in verbindun, bleibt, damit st« chm auch später poch alt Rückhalt im Leben Ns fehlenN Eltemhau« ersetzen kann. Pi« »nf,allen Nt offenen Waisienfüefatgt NhauNIte S. K l r s ch ft e i u.«erl>n. Unter miglichster «nsschaltong geschloffener Anstullen firdert der Redner b. Unterbringuug Nr erziehungiNoürftigen Jugend In Kamiliengruppen. am besten in Lehrersamilieu der Ostmark. Der Ruhen ist doppelter; die Kinder die,den in Berührung mit Nm rvirtl. Ebben, dem fie in geschloffenen Anstalten entfremdet roerNn, durch di« Unterbringung wird gieichzritig den jüd. KleingemeinNn im Osten Ne Mögllchkert zur Erhaltung chr. Schule gegeben. Di« «ittei zur Einrichtung solcher Fomilieuheime sollen durch Sammlungen, Ne laufenden Kosten Nrch Beiträge der «erpfiichteien aufgebracht werden. Al« Nsond. Nutzen s. Anregung schildert« er die »nöfichi, Nst Ne auf dem LauN i. einfachen Berhöltuiffen aufaewachsenen Kinder mit dies. Umgebung verwachsen und «in bodenftändige« jüdisch,« Element werden, das Nm Zage nach der Großstadt nicht erliegen will. Diese Laudkinder würNu auch besser als Stodlkinder für den Beruf de« Handwerker» «der Landwirt» geeignet sein und so bei der notwendigen »erussumsch ichtung im dentschen Judentum wertvolle »lieber unserer Gemeinschaft werden. fjrl. Pappen h e i rn-Kraukfürt a. SS. betont die Wichtigkeit der Pfiege Ns jüdischen Lebens, jüdischen Geistes und der Kenntnis de« Judentum» in uusem Anstalten. Da Ne Ersolge Nr Erpehung« eiurichtungeu durchaus von der Wahl geeigneter Perssnlxhleiien abhäng», wird die Schassung von «lurichtungen zur Auebridung jüd. Beamtinnen für Wirtschaft, liche und erzieh. Betätigung ul« wichtigste SSustnohme emp. sohlen. An die Nei Lorträge schlost fich eine angeregte An«, sprach«. Sanitätsrat Dr. S eilch e ns e l d-BerVn teilt mit, dast die Berliner jüdische Gemeinde ins. de« Mangel« an ge. eigneten Pfl«gestellen in Verlin gezwungen sei, Pflegeleime s. >0—12 Kinder unter Leitung einer von Nr Gemeinde angest. Lehrerin auf Nm Lande zu errichten. Ten prakt. Wert N. dxis« da« Angebot «. Posener GemeinN. w«lch« Ne Einrichtung eine« sollten PfirgeNim« an ihrem Olle erbittet, um Ne jüd. Vtdule zu erhalten, die sonst - aufgelllst weiden müstte. Er empfirhl, diese« »eispiei zur Racheifemng. Sl!agiftrat«affeffor Dr. 011« n d o r f f-Breslau Nklogt, dast die jiNsch« »<meiuschast nicht mehr da» innige Berhältni« zu ihren Waisen hat wie früher *). Wiederherstellung Nr alten Beziehungen sei eine dringliche Ausgah«, für welche di« zlid. Ocffenilichkeit iuleufixer interessiert w. müffe. Beschlossen«, wie offene Muiseupffe^ sind Nr de wetkooff, *1 ®af«r tjn »och Nr «ewei« n«b m ntriHO. «ir bitte» banm. »lue dem Redner setze aab-üedeabe Perstalichseü Hai si» Im «neu. Irti einmal bei einem «artram in Nr «»««lauer «esftualoge darüber deklage, bat für »atsm-Aastalten »dermidi, viel «istuumn mmachi werden. mehre»« audere neuere «eiten der sopalen görsorge »ndei zu kur, kommen. die neue Vereinigung wird deiN Wege zum Besten unserer Waisen gehen muffen. Im weiteren Verlause der Autsproche. die Nlschiedeuc wertvolle Anregungen ergibt, wir» die zlokwenbtgleit einet Vetelulgnn, der NssehenNn jüNschen chtzieffnngsnnffnkien allgemein anerkannt, »l« wichtige, gemeinsame Ausgaben werden bezeichuet: die Schaffung von Anollikdnngrflötien iüdlscher siseumtinueu kür wletschasik. nn» ctzieffetisch« Lekätignng u. Schaffung e. gemeinsamen fftNlnngolleime» fit »I« Allgkinge der Nm Berband angeh. Anstalten. Di« Nr Vereinigung angeh. Anstalten sollen »er. pflichtet sein, regelmäßig zu beraten üNr die Erfolge der Durchführung der gemeinsamen Leitsätze zu berichten und Snregungen miteinander auizulauschen. Da« Bedürsni«, da» jiNsch« Leben in unseren Anstalten zu verinnerlichen und zu vertiefen, wurN von allen Rednern betont. Al« Ergebnis d. Aussprach« stellt Pros. Dr. Ko lt s ch er. unter Nffen Vorsitz dieftlde ftaltfindei, in seinem Echluhwort sest. dast di« Versammlung mit der Begründung e. Bereinigung der jüd. -Anstalten für geschloffene Erziehung grundsätzlich eluoerstonden ist. Ein Dank an die Teilnehmer beschließt d. Verhandlung. pr« Karge sie »I« ffrhallung nn» Gesundang »ev »mischen Zudenlnm» Hot S groß« jüd. Organisationen, den BoNnkuIturNrei». die Hauptftelle für jüdische Verustberatung. und Zeulraloerern deutscher Staatsbürger jüdischen Glaudens zn einer gl Weins. Bewegung z. Vorbereitung o. Anfiedlung«. wiglichkeilen s. jüd. Krlegsdeschtdigte und Erwerbslose »er. anlastt. Die 3 Organisationen b eobfichtigteu. zurückkehrenden jt». Kriegern z. Bodenkultur, wie Obstbauu. Gemüsekülturen. überzuleiten. Duich e. gut geleitete Tätigkeit sollen Ne Mittel sür Nrart. Ansiedlungen aufgebracht werNn. Rach d. für e. Siedlung v. mindesten» 10 Familien ausgestellten Berechnungen. die auf Bruud de» Rentengütergesetze« geschaffen WerNn kiunte. gewährt eine Ginnerei von etwa süus Morgen e. Familie e. ousksmml. Erhalt. Um d. Flucht d. Juden aus d. Neinercn u. miltleien Slidten möglichst einzuschriukeu. könnten Grundstücke vor b. Toren dicht Städte solchen Bürgern z. Ver'ügung gestellt w., die dort e. Gewerbe oder e. Geschäft betreiben wollen. Zur Ergänzung Nes. Erwerb« müßte b. Bcruf v. Gortmbürgem etwa in der Art b. früheren Ackerdirger geschaffen werden. Bei Benutzung der v.ihandeneo städtljchen Wohnung-n würden schon l bi» 2 Morgen Land genügen, um e. wesertl. Zuschuß für die Lebenshaltung, die z. Teil o. d. dcilehaltenden Geweiben zu Nstreiten wären, zu beschaffen. Tie E,Innung d. gärtnerischen Berufes ist in »eihältnismästig kurzer Zeit möglich n. soll in besonders zu gründenden Lehrgärtnerileu ob. in HanNlsgirtnerelen ermöglicht werden. Kenn auch der Erwerb oder die Pachtung geeign. AtnNreilu In grts. Umsorge zunächst schwierig erscheint, so düisliu sich diese Schwierigkettrsz üborwinden laffeu, sobald das «agcMeine Jntereffe sür diese wichtige Frage geweckt ist. D. Unternehrn,, darf voranssichtlich aus «. günstige Eutroicklnug rechnl» n. d. wertschoftl. u. «ozieher. »rgebniffe w. ». beste Werbemittel für d. neuen Gedanken w. Für b. Erwerb ». -erfordert. Grund u. Boden«, »er den einzeln. Anhanem in Pacht oder Erbpacht zu geben wir«, gibt e« verschiedene Mia. lichkeiteu: Bor allen Dingen kommen d. jüd. Gemeinden in Frage, die Teile ihres Vermögens statt in Slaatspapieren u. Hypotheken ebenso wündelstcher in Grund u. BoNn anlegen können, deren steigender Wert e. Risiko ausichliestt. Durch Begründung besond. Sieblungigesellschasten ob. Parzellierung«, danken wärm rNnsoll« die ersorberl. Mittet zu beschaffen. D. z. Begründung solcher Gesellschaften ersorderlichen Kosten sollen durch Ne Werbetätigkeit b. Vereine oufgebracht werden. D. Durchführung Nes. Plane« gehört z. d. wichtigsten Gegenwa ««arbeiten d. den Ischen JuNn, denn d. Adleitung d. Juden ou« d. üNrfülllcn kaufmönn. unh freien Berufen ist e. Lebensfrage für b. deutsche Judentum geworden. Beiffeoffstnnzen Ni Inden. Disponieren di« Juden mehr zu geistigen Eikrankuugeu als die auNrea Völker? Sicher ist et. daß die msfisch-polnischrn Juden für allr nriddsen Krankheiten, besonder« für Hysterie, ein« große Disposition zeigen. Der Frankfurt« J«r»orzt Dr. Eichel unlrisucht« da« Mot«iol Nr Froukfn«« Jnruauftolt iu drzug ans Disposition Nr Nutschen Juden zu Seistetstiruugen. Während iu seih. Zerr Atkohoipsycholen Ni Juden eine Seltenheit waren, zeigt diese Ziffer srtz« eine drutiiche progressive Tmdmz. Auch Ne luelischeu Juftktiouen mehieu fich, mit ihnen die aus Lue« Nruhevdm Geiftctkeanlhciieu. E. glaubt lu den Rachwehen d. mitlelall«!. Bersolgungen eine wichtige Ursache für Ne nervöse Disposition Nr Juden Nr Gegenwart zn sehen. Auch Nr Druck, Nr auf Nu rusfischru Jude» lastet, eiklüii ihre Di«. Position sür alle,lei n«v»se AugstzustänN. Aus »e, Itrontfnrt a. HA. sJubiläum d« Synagoge Unt«iindou und Koolorcnjnbiläum.) Unter stärkst« Auicilnohme weitrft« Kreise fand am Samilag 31. 8. Ne Jubiläuwssei« iu Nr sefttiglich geschmückten, bi« auf den letzten Plast gefüllten Synagoge statt. Was die un»«g,stiicheu Gründer d«s. erhofft und «sehnt halten, ist zur Wirklichkrit grworbru. wir r« lliadd. De. H o r o V i tz in s. meist«haften Festrede aussühtte. Eie ist immer mehr znm Mitielpunktr de« religiösen Leten« d« im Westen uns«« Stadt mohnenNn gesrtzestreuen Jsr. geworden. Um Ne Weih« N< Gotiesdi.nste« Hai sich sest Bestehen Nr Synagoge Nren Kantor P. » I I d a n s k y große Lndienft« «morden. Mst Stolz und Befriedigung konnte « an seinem Ehrentage zahllose Bemeise dankbar« SieN und Freundschaft enigegennehmen. D« «mstand ließ durch Ras. tali Traum sein« Glückwünsche im Hause de« Jubilar» üd«. bnugru und miomrte ihm «nr EhrrugaN. Auch Bankier Jnliut iarlrdach. Nr seit Bestehen d« Synagoge Nren Intereffen und Nr mit ihr Nibüwdmni Rrliolonlschnir m. größt«» Eis« fördert, murN in rinn Adrrssr Nr Dank Nr B«. wnitnni znm Ausdruck geNacht. ^ripziss. Dst Ermerbuug Nr iffmllichm Jüdischen Bt. blioidek und Lesehalle sand am I. SeplemNe in Nn Räume» d« Bihlimchek. Krilftr. 4, statt. Ein große« Pudliknui nahm an der Eriffnnngesri« lest. Für die Sladl war Sladlrat Lampe nuroesend, auch da« Polizeiarnl haste einen Lntrei« gesandt. Die Festansprache hielt Proscffor Dr. Loewe-BerUn. Die Bibliothek soll e. irdmdiger Organismus im Sinne des Judentum« sein. Sic muß die alte Kraft an« dem Jnden- >nm heiooediingen. De Quelle der jüdischen Krast ist dir jüdisch« Kultur. Ginndlagr ist dir Bibrl, die Thora. Dir jüdlschr Kultur ist d« Urgrund all« Kultur überhaupt, vollständig unberührt grblieNn von sremdeu Einfiüffm. Diese Quelle d« Kruft gilt r< für da« Judentum zu erschlicßm. Die neue Lidliothik soll dozn »«helfen. Sie wird portrilo« sein, nicht lntereffelo«. Den mst viel Beifall oufgeuommenen 8u«führnugeu folgten Ansprachen de» Borsitzenben. de« Komile» und de« Rabdiuei« Dr. Corirbach. vom BorfißenNn w. d« kleinen Schar ooa Epmdrm und Eprudrrinurn, die fich »m da« ZustanNkammen und die >u«stastuug de« Werke« o«. dient gemacht haben, herzlicher Dunk anigesprochrn und dir Hoffnung daran grkuüpsi. dost dir Bidiiothrk Nr gesamt«! jüdischen Bevölkerung zum S^en gereiche. Rabbiner Dr. Earlrbach. brr Nn am Erscheinen veihlndnirn Rabb. De. Goldmann oriirai, führte au«, daß das Leipzig« Judentum, au Nr Schwelle des neuen Jahre« stehend, in dieser Bibliothek rinra guten JahreSausaug habe. Bolle BrNutung we.dr fir freilich «ft «langen, wenn die junge» Leute zurückkehren, die jetzt im Felde stehen. Munntzeim Do« Ministerium de« Kultu» und llnlerricht« Hot aus Antrag de« ON«at« der Jsr. mit Wirkung vorn I. I. 1819 oreanlaßt. daß da« Orttkiichrnstrurrgrirtz sür dir iir. ReiigionsgemeinN Mannheim mst Boebehaii sür auweaddar eiklüll Wied, daß die Bestimmungen der Lefteueiungioednung de« ONerai« d« Jtraeliten oom 6. S. 1895 in Geltung bleib«. Im übrigen treten die Bestimmungen dies. Bisteuerungsorduung sür dir iir. Rrligiontgrmelnde Mannheim außer Kraft. Ktener-Mmkngm »«< Aonsessiouen kennt man in Bayern. Bau Weide» a. d. Regentburg« Bezirk wird uns folgende« belichtet: (Gerne,ndmmlagin.j Der durch Umlagen zu deckende Ausgabenbrirug von 240000 M. ist auszubriugen durch 160 Prozeüs Umlagen süe die Christen und jnristlschen Personen und 37 Prozent sür die isroeltlischen Slruazahl« (riuschl. 20 Proz. Umlagen sür Nu Distrift WriNu.) M.-Pküdlnch. Stadtu. I. B. I o u a «. sest 43 Jahren Stadt«, n. feit 41 Jahren im Vorstände der jüd. GemeinN. feierte am 4. 8. seinen 80. Gebnrliiag in anß«oedentlich« Frische. Bon zahlreichen Glückmünschenden w. ihm n. a. die Urkunde zu einer Stislnng Nr GemeinNmitglleNr im B:t,oge •M #7000 M. überreicht, Ne den Samen J -B.-Jonas.Sststg. tragen und z. FbrNrung Ngadt« Kinder dienen soll. Htetftn D« verst. Geh. Regiernngirai Prof. Dr. H ermann lohen Hai neNn einer ganzen llieihe von Legaten süe Lehrinftiinle und Wohstttigkestsanftasten auch Nr Hiisskaffe für ist. Kantoren und Kultnrbeamte und d«eu Witwen und Waisen zu B«lin 10000 M. tepamenlarl ch vermacht. gfOK». pn» Keim Ns jüdischen Isrnnensnndes in sileu-Aienlnr« blickt auf eine lOjähtige erfolgreiche Wirksamkeit zurück. Da» erste Hau« der heute an« drei Gebäuden Nstchenden Anlage mnrN 1907 zur Aufnahme gefährdet« und schutzbedürstiger weiblich« Jugendlich« begründet. Es enthält Nn hau«wlrischastlichru Betrieb für die gesamte Anstatt. Eine HauSmutt« leite« den Betrieb und wird darin von rin« Hau«hält«in und rin« Handarbrsttlehrrriu unterstützt. Einen großen Teil NS Bedarf« an Gemüse liesert der Garten, der »ou «in« Gärtnerin mit Hilse der Zöglinge Norbritri wird. Durch Lesen, Spazingöugr, Aufführungen und Hau«mufik wird vnsucht, den Ziglingru Anregung und Freude zu geben. Do» 1914 «öffnete zweite Hau« bient b« Aufnahme »an Müttern mit ihren Kindern und vorübergehend schutzbedürstigen Kleinftnbern und Säuglingen. Der SeMeb dielet Ausbildung in KinNrwartung. Milt«, eheliche und unehelich«. w«Nu vor und nach Nr Eut» dindung aufgenommen. Zn den ersten Jahren de« Bestehen» Nr Anstalt sanNu dir Entbindungr» in Reu Isenburg bei «in« Hebamme stall, seit 1310 im ftäbiischen Kranlenhans« zu Frankfurt a.IVt. Dir Mült« sollen ihre KiuNr möglichst lauge im Heim und «lrinea Nren Psirge; nach d« EaUnffnng gehen fie meistens tu Pflegestellen. Das erste Haus dcherNrgt diejenigen Schützlinge, welch« infolge ihr« Beroulaguug dauad eine Gefahr sür sich und andere bilden. Während dr» Kriege« ist Hau« 3 sür Echulftud« riug«ichtet. Die Zuweisung Nr Kinder «folgt rntwrd« Nr zrrriilirten häuölichen Bnhältulffe wegen, öd« iusolgr Irgmdwrlch« Berfehiuugen der Kind« und zwar meist durch Behörden und Gemeinden. Die KinNe N> suchen di« Volksschule iu Reu-Jsenburg; eine Lehrerin Nanssichligi fie tu ihr« Frrizrii und iNlwacht Ne Echulausgaben. Die Anstalt Hai lm «sten Jahezeut ihre» Bestehens schon reichen Lege» gestiftet. 287 schußbedürstige Frauen und Mädchen, daiuni« 20 Kriegsfälle, wurden ausgenommen. Bon Nn Jnsaffen konnten 87 nachhause enllaffen «rnrNn, 84 fanden Stellung, die übrigen find iu Anstalten. Erziehungshtus«. J«euanstallen, Krankeuhäns« emlaffeu worden. Ein NsonNr« Vorzug d« Arb«t des Jüdischen Fronrnbundes besteht in Nr dauernden nachgehrndrn Fürsorge, die « seinen Schützlingen auch nach ihrn siivstalitzeii während ihres ganzen Lebens widmet. .A»» k- Mal nnägezrichnet w. m. d. Raten Krenz-Med. Htlftschwester Blaaku KadNn. Tochter d. Berwalirrs a. Deutsch. Jsr. Kirid«hrim i. Diez, seit Kriegtbeglnn am Res.-Laz. das., Inhd. Bdftftz d. Bai«l. Feanea». — Mdssütz.: Landau s« > : Fe. Heemine Meßg«. Inh. d. Ladw.Iez.; Hlaie Atz.- Mtö.: Zachen: Hertha Pinin«; München: Schwester tzftanka Sohn. o. B.-Loz. H«m. Echmidste. ,. Zi. b. «. «. «ch. For. *• *■ : «loch. Tochl« ». Gilbert «.. Hd^eriirstr.i )Ui Lrieg.tzilfvÜez : Hedwig Michel, X. d Fr. 6. « . »allsmhe^errenol».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.