Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 32 (9.8.1918)
- Date
- 1918-08-09
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ratofu«. »in lj« jj» «pbfrtit soll «m Berliner SUfcbiiuiitninaT begründet werden. Die Mürel dainr hat Herr Max Zaffa.Berlin?durch eine Spende von 100000 Mk. zur Verfügung gestellt. Nabdiner Dr. Earlcdach in ESln. jetzt irr Warschau, soll auf den riaen Lehrstuhl derufen werden. Itzie» Dm neuberufene Oberrabb.-Stellv. Brok. Dr. H. P. E^rjes hat sein Amt am 3. 8^1» Eradtteprpel angetreten. Wie», 3. August. Heute starb Oberrabbiner Dr. Güde« mann m Baden b. Wie» im Alter von 83' Jahren. Montz Guedemann ist als der Sohn des FlenckgrsG. am lS. 2. 1835 m Hildesheim ged., besuchte 1854— jödisch-theol. Seminar als e. f. ältesten Schüler u. d. Uaioerfität in Breslau. w. 1882 Rabbiner in Magdeburg und Wirkte seit 1867 als Dberradbiner in Dien. Er promovierte in Leipzig 1858 mit .Moslihrd-Dini Cadii conseniu» ttrtius et quartus etc. Lau seinen zahlreichen Schriften leien hervor« gehoben: .Jüdisches i« Christentum des Rttorr stioas- Zeitalters' (Wien 1870). Las jüb. Uolerrichtswc'en während der span.-arab. Periode. Bien 1873. .ReUgkorsgeschichtliche Studien^ (Leipzig 1876); .Geschichte de« G'ziehungrwttenS und der Kultur der abendländischen Juten während des Mittelalters und Ser uepcren Zeit* 4 Bände. Dien 1880, 1884, 1888 : Jas Hebr. übers, v. S. E. Fiiedverg. Warschau 1897/8. .Quellenschriften zur Geschichte des Unterrichts und der Erziehung bei den deutschen Juden, von den ältesten Zeitcn dis auf Mendelssohn' (Berlin 1892Grabreden a. b. letzt. 25 -I. i. d. Diener Gem. 1894. Rationaljudentn« 1897. .Das Judentum in seiuen Grundzügen und nach seine« geschichtlichen Grundlagen ixtrgefLIU* (Vien 1902). Dazu eiue Unzahl vo» Abhandlungen, Predigte», Rezensionen. i. oerschiedcnen Zeitschriften. Schul- Jvbel» u. Sammelschrikren. G. «ku e. flciß^.r Gttehrter >:x d:c Früchte seines regen Forschergeistes auch der Qeffenttichkei: zugänglich gemacht hat; io war er ständiger Muardeittr der .Moaai^sch.. f. d. 8iff. d. Indent.' tbrrg. v. Frankel. Grätz. Bianu). d. Rahaeischen Litbl., o. Brülls pcp. wisi. Mtsdl., Arch. isr., Haaffif. Je» schurun. Er har Beittäge geliefert z. d. Jubelu. Geocnkichr. s. Zunz. Stein chnttder. Grätz, Kaufmann u. s. w. Seine Arbeiten zeichnen sich besonders durch ihre Aktualität aus. sie bittesten die «ichttgstc» Abschnitte rr. Stoffe d. Judentums, und G. bat niemals geruht, sie immer und immer wieder zu erforschen und neue Nachträge zu liefern. Lehrer und Uolturtziamtr. Stuttgart. Vorige Loche hat eine erleienc Trauervers. ihre« ticiun Lehrer und Freund, den ältesten Beamten d. Gemeinde. Vorsänger Emil Gundelsinger, z. letzten Ruhe qtUitet. Mir ihm ist ein Stück Geschichte zu Grabe gegangen. Die kein 2. war der Ent'chlafer.e mit d. Gemeinde groß ge« worden u. mir ihr v-rwachien. 55 Jahre hak er in Pstichttreae und eUcr Be'cheidet.heit hier geübt ».gewirkt. Lberkirchenrat Ti. ilrcnpi, Lehrer Meyh. H lUptikhrer Rothschüd-Eßliugen w:dmrlc:'. ihm tze'empsundcne Nachrufe, während der Männer« cho: b. Synagoge Hie Trouer^eier mrt Gesang cinlrit'tc 'chlc-tz. In Lübeck starb d.r Schocket B. Kaln n. 37j. Tie. ste. In Zempetburg starb nach langem Leiden Lehrer Lvl.is Levy. 53 I., Repr.-»srst. lang. Jahre. Akademischer. Stratzturg i. Elf. Die außerord. Profefforcn an der Uni« verfirat Dr. Paul Manaffe (Ohrenheilkunde) u. Cohn (Physik) v. zu ordcatl. Profefforen, Dr. Arnold Cahn (Inn. Med.). Dr. Herm. Freund (Frauenheilkunde) z. Honorarprof. ernannt. Aus ZAeitzenturg i- Elf. geht uns folgende Latte ohne Unterschrift zu.Welche Verdienste hat sich denn Pnoatdoz. Dr. Ernst Breßlau.Stratzburg um daS Judentum enoorbe» oder was hat er denn mit dem Judentum noch gemeinsam, daß feiner in der Nummer 31 vom 2. 8. 18. bei seiner Be« rufung von Stratzburg nach Konstaotinopcl gedacht wird? ES sollte doch sicherlich auch der Volkszeitung bekannt sein, daß als erster Prof. Tr. Brehlau nach seiner Berufung v. Berlin nach Straßbnrg vor vielen Jahren alle seine Linder kaufen lieh!!' Daraus bemerken wir folgendes: So sehruns auch der Absender dieser Stilblüte bekannt zu sein scheint, so unbe« kannt war uns bisher der Inhalt derselben. DaS Unglück, das wir ungerichtet haben, ist übrigens nicht so arg groß u. durch obige Veröffentlichung glücklicher Weise wieder beseittgt. Personalien- Iterlin. Die Gem.'Verwaltung hat einen langjährigen Mitarbeiter d. d. Wohlfahrtspflege in Moritz Zutrauen! verloren, der im patriarchalischen Alter am 25. 7. verstorben rft. Mehr als 15 Jihre hat er in der Lsmmission f. durch« reisende fremde Juden n. dem Kuratorium der jüd. AlterS« »erssrguttgsanstalten gearbeitet, vor einigen Jahren ab. s. mit Rücksicht aus sein hohes Alter von feinen Ehrenämtern zurückgezoeen. In Geklingen starb am 29. 7. der langj. verdiente KultuS» Borst. Gabriel Michelbacher. 78 I.. nach 33j. Dienste. Dtulg. IZot. Kr. Grd. 1. -l : Hoflieferant Earl Zobel- Lerlin-Treplow. Eine Marmor-Küsse Moses Mendelssohns. von dem Bildhauer Jllcmann »n Leipzig gefertigt, ist der Deutsche« Bücherei i» Leipzig z. Geschenk gemacht. Die Mittel haben ö. Nachkommen Mendelssohns u. die jüd. Gemeinden Leipzig und Dessau gespendet. Ausland. Luglanv. Zntikemiten-AetzlA IPVZ. In intn Burtc kürzlich eine ^loflman» verschickt mit tn tunchrrlli ,t« siegreiche Jude und eine Nision für da« Jahr 1950.' In diesen, Diachrwerk finocn sich filzende klil-vluien: »Da« britischeImperium ist iu j.d. Hä,den. .Der Jude Hai nur ein einzige« Elrcbeui ©cl«*. ,Dn« Herz ton ginn ist in Pol«da».' Jud. n. Deutsch, Küdcn dieselde Religion^ Lpiinieren u LcrnubenV ^kulschlnvd ist e. P«st and d««Judenlum cine Buzille'. ,9e ist ['idtrt aus ihm einen 1k»bi»chz^I>inist«r zu machen al« einen inzläkder'. Tie Proklamation »ersteigt sich zu der Proxhezeiung. Im J. 1950 Werden die wenigen noch »orhandenen »ichlju». Paria- «enttmitglieder a»ch die jüdische Neligiou an«hmea müssen und in de» Schulen wird man nur jüdisch lernen. Weiterhin Werden die Juden deschuldigl, auf die Schlachtfelder nur Englinder zu schiekcu. t« hätle di« jetzt liemau» gesehen, ibtn, lommnudierr am llloihschil»», Lnmaest. Aüch» und!,^iue-fei»dNche P^Uiou erode». (Da» kküger'y _ A«erNo. - 1 Pit ft ,ig»»l I« »er jüd. ArgeiierOemegnug Der Eintritt der Sozinliften.Territ »rinlisten in die jüdisch-soziaiisti'che PaNei Poale Zion ist vollzogene Tniinche. Di« neu gestärkte Partei degeüuoet ein« eigen« Tage»zeil»ig. da da« bikheiige W»ch<nd!ntt der Partei. ,Der^i»i«her staempfer'. ihren autzcrordentlich ge»«chsencu Pndlizipischen Dedirsnisien nicht mehr genügt. Zweck« Kiu«nzi,rnng di,ie» Plaue« Wurde eiue Iklien. gesellschasr gcgiünder. die die Summe von 35 000 Dollar« aufzndringeu hoffr. wodei sich die Pariei die Kontrolle in diesir Gesellschaft geficherk hat. 4«ai»f gege» da» ,-iddisch" Wu wenig Seift ad:r desto gritzeier Kraft rück! man nngcridlicklich allem z. Leide, worin man irgend etwa» Demiche« willen. Sehr »litziich scheint d. «egierung aufgegangen zu sein, dag da« .Jiddisch' mit deutschen Elementen durchsetzt ist. Grund genug, di.' Sprach« ftt verkächiig z. halten. So hat e.Kcmp' gegen las .Jiddisch' eiugksetzi. Datz von den I'X, Millionen Juden, die iu Rew-Aork leben, die meisten sich nur.auf Jiddisch derftindlich machen könne» ist den Amerikanern hei ihrer gtosicn Duldung anderer Biller rillig gleickgvllktz. Auch den jüd. Tnge«z«ilungcn in Bew-Aoek. die in einer Auflage von iiOO OOO erscheinen, macht man dn« Leben äußerst ichwer. Ucberbauvt geht r« jedem, der nichr dcmichseiudlich genug cr'chkint, in Amerika schlecht, »ach einer Reldung de« .San Franeiieo Eramincr' »am 7. 5. wurden der Direktor Pdalitz Ameriean Eorre'poudeul« 8iim Eompany Rew Kolk u»d i lein Sikietär Engler mit Zuchihan« deftiair, weil ne dcuisch'reundiiche Propaganda gettiebrn haben »llcn. Worin bestand die deutsche Propaganda? Die Berwüstung Leigien« war W ihren Film« ■ emch I, furchtbar »argeftellr, wie die amettkauijche Regierung «> wünschte. Der 8>lp> enlhieil die ualurgeireuor Äninabmcn vgn Belgien, und mit denen ist leine deniichfeiüdliche Prepaoauda za machen.. Pole«. Au» tm pulnische» K1«»tLr»t In derjSitzung vom 26. 7. kam es zu eipem bedauerlichen j üöi, che n Zwischen» spiel. DaS nar ioualistifche jüdische Skaatsrarsichitglied P ri» l u ck i wollte von t. staatliche« allgemeinen Uütcrrichtspüichr nichts wiffcu da sie ein Urglück wäre für di« jüdische D»» vtlkeruug. die dann des UnrerttchtS iu ihrer Mumer'vrache de» raubt wäre. Dagegen wandte sich ein auderes jn». Sraatsra:». »itglied E i g e r: .Prilucki sprach RamenS der 2 Millionen zähleuden jüdischen Bevölkeruug des Ksuigreichs! Polen, wozu er kein Recht hat. Er kann höchstenim Ra»ca des ver. schwiudenden Bruchteils der jüdischen BevLUertzug sprechen, die auf de« Standpunkte der Torgauzchule rat. Die dcdeuteude Mehrbeü der Brvölkerung jub^cheu Vf^unto-ff^, die durch die orthodox-koui. EUmeute oerueten wird der jüdischen Gcsamlbrvdlkerung drftöcigtT« steht uicht auf diesem Sroudpunkte. i« Gegentr, eine Elementarschule mir polnischer Uuterrichesspro täuscht sich P.. weun er otc Sache jo oarstrüt, «U auswawt Ne »erlangt Lodann werde Polen ein Rat ror.aliläiealaud sein. Polen wird immer ein nakiolpoln. Land sein, und der poluilche Staat kann und wird keine Ln» griffe auf die polnische Kultur zulaffen'. Diese Erklärungen fanden lebhaften Beifall. Bei anderer Gelegenheit kam es in der gleichen Sitzung nochmals zu einer Auseinandersetzung zwilchen Prilucki und dem jüdischen StaatäratSmitglied Pfeffer, der u. a. sagte: .Denn ti Pr darum zu tun ist, daß die Juden nicht ohne Schutz bleiben, so kann ich ihm versichern, daß wir mit den Polen werden fertig zn werden wisst«. Dir lebten mit ihnen Jahrhunderte zusammen, werden uns auch weiterhin mit ihnen zn stellen wissen und werden Bürger des Landes bleiben'. In der letzten Sitzung vom 31. 7. gab das ernannte Slaatsratsmitgkied Robb. Perlmutter eine Erkärung ab, in der er betonte, de.ß er erst, nachdem der Vertreter der kathol. Geistlichkeit. Bischof ZdzilOwiecki. gesprochen habe, das Dort ergreife. Er gab dem Dünsche Ausdruck, daß Gott die Arbeit cc« StaalsratS segnen möge und sprach die Hoffnung aus, datz die Juden, die mit Leib und Seele dem polnischen Staat dieneu wollen, mit Dohlwollen und Zuneigung behoudelt „ /che * ,Jk!diHes^Aörl*HNL. 31. Juli erfährt aus beglaubigter Quelle, daß die maßg« deu Kreise d. endgült. Termin f. d. Gemeindewahlen iu Warschau am 30. 7. festgesetzt h. Sie w. am 15. 10. beginnen, zuerst in der 1. Kurie. 2 Tage später in der 2. Kurie u. zw. gleichzeitig iu allen Stadtteilen. ^,dz. Die Gemeindeverwaltung beschloß an die Stadtverwaltung mit dem Erluchen peranzutrtten, die Straßenbahn brs zu den jüd. Aned'-öle« hinauszuführeu. Der Äusnchtsbe« hdrde soll ein Nachtrag zur Heberolle für 1917 in Höhe vo» 4200 M zur Listäriauug vorgelcgr werde,. Zur Serein» heitlichurg der' Kinderfürsorge 'oll eine genaue Slaristik der verwahrlosten Kinder und Waisen durchgesiührt werden. Die Gem.-Mitglieder- G. Reumann und Hirschberg wurden beauftragt. d:e Bcstattungsabteilung bei der Gemeinde umzuge» stallen. Lodz. Unterstützung oerarwter Kausteute., Der beim jü». Dchlläligkcitsverei» bestehende Ausschuß »ur Unteri'tützuuz ver» armier Kaufteute zahlt glgenwürtig au 1000 Familien 0000 M. wöchentlich an Uuzerfts-tzuugen au». Außerdem werden ein» matige^Uaterstützuugeu in.der Höhe bis zu 100 M. veradfolgt. — Am Montag fand eine Sitzung des zentral»» jiid -amerikamschcn Hilfekomite» zur Bette,^uno der eingetroffeneu UnternützunzS« nelder au die versch,ebenen »»h'tätigkeitS:inrichttm^-n statt. Der Eiruw i« ^odz. Das Kai-'erl'ch Deutsche Polizei« Präsidium hat sich an den Vorstand der jüdischen G-'mcinde zur Aeußcrung über dco Eiruw gewandt, da der Aqudas hoortho» kcxim e. Eingabe a. Präsid. gerichtet h.' Aut Anfrage des Pkäfid. beim Oberrabbin^r Harar Hagaon. Rabbiner Elufer Leid Treistmavn. hat dieser geantwortet, daß die Eiruw-Frage idm am H.rzen lrege. Ec w urdr verhindert, Eiruw wegen Kriegsausbruch» nzusübren. Da sich aber jetzt die Zustände gebeffert haben, schlägt er vor, einen Vorsteher vrr Telegraphen« und Telephonadleilung :ur gemeinsam.en B.fprechung a^zu« ordnen zwecks Bildung enicS dcsonder-.n Err,.w'Aus>chuss'cs und in das Budget der jüdischen Gew.cinbe^Pcrwastuug einen Betrog -für Einrichtung einzustellcn. Die Augclcgenheil wurde der jüdischen Gcme.nde zur Stellungnahme^übslmitte-t. Zu «Last ist wieder ein jüd. Kmderschutzoerein ins Leben gerufen worden. Kur de« ßesetzte» E.sietea Ooer-Oli^. Cfm .Jüdisches Zentral»n!e!ftützi>ng»komtlee' h.u sich zur 2rganifi?cuug der jüd. Hilsotatrgkeit ,» Riga. Kurlonü. Luauen. Bez. Suwaiki und de» Etappengebiet Äug kürzlich unter Vorsts «c» Ober» rabdiners Rubinsseia i» Düna gebildet. 2. Vorsitzender ist Rech:»a»walr L. Rosenbau« (Wilnas. 3. Vors. Dr. An;ele»i:'ch Grodno). ferner Mitglieder in Riga. Kewno. Lira. Bi.'lti'tok, Lrbau. vinek n. s. w. Dann w. Bezirkekomitcs rnnertzald ». eiuz. vez. KreiSkomileS, innerhalb der Kreisk.- Dnskorauees eingerichtet. Jn cinzeluen größer» Städten fallen Kreiskom. mir DrtökomitcS zusammen. DaS Zcntralkommite ,'tterhalt e. xroße Aurahl v. Kinderküchen un" Greisenachlen, be'-villigt im Rahmen öcr zur Verfügung stehenoe.-. Msttel kleine Kredite, verteilt Sckuhe für die Kinder während der Dinrermmiate. Milch für Kranke u. s. w. Das Komite, dcffcn Mitglieder d. Möglichkeit von Rciicu in die einz. Bezirke haben, ist mit der Notlage d. jüd. Bevölkernug im ganze» Gebiet genau bekann.1 "•'* w«vi KHpvivivim.nf uev-ni UBtll WC« tiren und befähigt. Gegenwärug ist die Tätigkeit sehr be« hrndert, da die amcrrkanlsche Regirruag drm jüd. Lerterlu ugt Komite in Amerika die Ueberweifung »on Hilfsgeldern nach Lira,en untersagt hat. _ Cin Kompliment für die Juden. Zm .Berliner Tngebinti' — an«gerechnel fleht ein Jnserni, Sa« wir scinrr Orizinaiitäl wegen hier wdrliich zum »». drnck bringen t IPfftäer z»ri»n>m»u» gibt 10 oder 20 Mtlle Brr für ein kurzsristige« Seldge'chäit bei 40"/, t'iewinnk sieinr Bneiligung, Gelegenheiiesuche! zrermitil. zwccklo«. Angebote oon chriül. Herrn unk. Z. F.SL I an Rudolf Masse, ZW. I». Der Jnjereut nimmt also offenbar »tt, baß beractige Wucher, geichä'ie von Juden nicht gemacht werben. Ganz abgesehen »o> der Religion de» Bereitwilligen aber stellt bi« Inserat noch einen hinwet« aus bie Möglichkeit b»r, in - biescr Zeit g»nz »ffentlich zum Wucher nuffordrrn zu könmn. Dem ganzen 't-jtzne izsich.Susi die. Sache buch wodl »ns elo^Ramschgeschäst . ^AkGenb welche» Ware» an«, bie man schnell kaufen und noch schneller wieder verkansen kann, und zwar mit mindrste,» 40"/, Gewinn. Rn, dann Glück auf den Weg, meine Herren und iasien Sic sich nicht kriegen. Lokales. Aus der Provinz. Zur -usSikduug vo» jüd. Käudwerkertehrliuecu har dcr hier längere praklizt rends Geh. Medizinalrat Dr. Wulf Cohn eine namhafte Summe auegesttzl, deren Zinsen jähllich verausgabt wcrdcn. Bewerber, die eine Mittel« schule oder sih» glcicbwelt'ge Bildung aus andere Weise ange« eigutt haben, sowie. Bewerber aus der Provinz Posen werde» vor a-tceron bevorzugt. Nähere Auskunft erteilt die Geschäfts« stelle s.'r .Jüd. Polksztg.' )'ssea. Die Firuiu Harttoigstantorowicz A.«G. beabsit.ngt, wie bereite gemeldet, d.r SMbt Posen 100 000 M. j;t (rjiidni'vg einer Stiftung f:;r Kttegsteilnehmer. die Ge« wetdz.reibensc und Hirnoweiker sind, zu überweisen. Auch i» dte'em Jahre bar die Fuma und zwar aus dem Reingewina des G'.jchaftsjahreS für Kriegsfürsorge erhebliche Äuswendungeu gcmaät. Ter Reingewinn zviüglich dev Bortrages von 170'82l.81 Mk. aus dem Botjahre beträgt 642 932.93 Mk. ^ofen. Eine türkische Sti.dieukommission (5 Äbgeord« nete und eine grössere Anzrhl vo.r meist luncwtrtich. Inte« r ss.nt n. 23 Herren^traf von Berlin hier ein. Sic besichtigten euch die Lesfer'iche Fudn! für laudwirtsch. Maschinen, deren bo^l wenig.', nicht nur iu ganz Dcurschland tt.igeführte, sondern auch im Auslände vittbez-.'hrre Erzeugnisse allseitig staunende Anerkennung fanden. Zkokeu. Tic z. Z. 2500 M. dei.agcnden Jahreszinsen tzkr rom Magistrat Polen verwalteten ,Frau Lurse Hamburger- Sttfu ng' sin) satzungegemäß zur Fürsorge für Soldaten des dcut'chcn Heere« oder der deutschen Marine, die in einem Frldzug des Deutschen Reiches bri Ausübung ihres Dienstes im Felde oder in der Garnison aus beiien Augen erblindet und t.'):rrch bedürftig geworden find, zu verwenden. Können dr. Mrtt.i der Stiftung für dieicn Zweck nickt oder nicht voll« ständig oerwcuder werden.- io sollen in 2. Linie solche Soldaten des deutschen Heeres oder der deutschen Marine unter« stützt werden, die bei der Teilnahme an einem Feldzug des deutschen Reicks eitlen anderen schweren körperlichen Schaden erzittert baden. Auch Et.zwau.'z. urtd Kindern erblir'dtter Krieger können Unterstützungen gewährt «erden. ^«dcwih. Frau Ren.ier Läcrlic L e v y geb. Salomon aus Hohensalza. hie: g-.bur::g, überreichte unserer Gemeinde e. Äcfer Tor^h als Gc'chmk. ölricgau. Unter een Spfertr der Eisenbahrrkatastrophe ve,L«Lnd?berg a.L. bllfi.-.del sich auch cin schlesisches Ehepaar, der aus -Ltri.'gau grd.lrtige Klm. Mar <s i t b c r ft e i n mit Frau, wer nar einiger Z.i: red) Bwmberg verzog. Während Fr«u L. bald nach d.u. Unglück verstarb, befindet sich d. Ehemann lckwer vecl-.tzt in ärztlicher Behandlung.