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Jüdische Volkszeitung · 1918-07-26 · 30 (26.7.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
30 (26.7.1918)
Date
1918-07-26
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Me Zu«»spruch>ah«e einer ker d^IicheuBeratungeftrBm »Ich« «»glich ist, erfolgt »eitere Sudsuaft^purch Me H«»«stelle str Benissderai»,, »er Jade» sCeattaiveeet» deutscher Staatsbürger stdischeu Giaudensj Berlin GL., Budeustr. II. Aoufereuj »er Jieufeaftfefn. tii Kuratort»« der Houpistelle ftr Berufs deraluoz hat beschlösse», fflt de» Herd» ». J. eiue Ausamureukuust der Letter »er »Nlicheu Beratuugsstelle» »sch Herst» einjuderufe». Me hauplstchlich eiue» Kuslousch »er bisher ge»achteu Er. fahruuge, »ieueu soll. Nähere Nachricht geh» de, etuzeiue, Beratuagsftelle» »och t». ^Der an Nr Zevttalstele f#T Boüsvohlfahtt bestehenN lusschutz für Beruf »berat»»«, «tt de» auch die Hauptftelie für Berussderatuug, t» Beriiutuug getreten ist, »era»stoltet i, der Zeit »»« 29. August dt» 7. Eeptemder eine» Lehr» P Sder Ber»fsderat»»g. Es «erde» »o» derNArageude» oerstäudigea die drei Hauptgehiete behandelt »erde», öder »eiche die Berussderaier »Id die Berussherairriuueu »uterrichiet sei» »iffeu, die Berufsetga»»^ die Berufskunde o»d die vrgauisattoa nn» Technik der Beristsderatmg und z»ar i» kurze» Bortrügen, o» die sich jedes Lai eine freie Aussprache «nfchliehen'nrir». Dauedeu jolle» »«Nische llebuagea in Berussteratuugssteüe» stattstade»- Auch ist die Befichiiguug »on einschlägige» Beiriede» und stnsdtldungsenstnlte» »erdehalte». Die Tril»ah«egedKhr betrügt >0 L. bez». 20 >. Die Borträge stade» in» AeutralinstÜuk str Erziehuug und Unterricht, Berlin L-, Poisdamerstr. lüv, statt. — Leider läßt stch die Kolllsip» der Bortrilge «i> de» jütischen Feiertage» nicht »ehr beseitige,, jedoch stad die vnrrräge so gelegt, daß die Teil»eh«er ans de» Kreise» der jüdische» Berufs de > ratungsstele» ohne Schaden anf die o» I. „t 7. Septem der stailstndenden Bortrilge »erzichten könne,. Nähere Auskunft erteilt der »Ausschuß für Berufsberatung', Berlin W., Augs» burgerstr. SO III »der auch die Hauptstele für Berussderatuug der Juden. A»ge»d»erstdl»N über de» Zah»i«ch»Ist«rber»k. Als Juge»d»erkb»tr I gelangt das Blatt .Die >ussichte» i« Zahntechnikerderuf' zur Ausgabe. Der Beruf des gphuiechnikeri ist gernde in der gegenwärtige» Zeit besonder» ausstchitvoll. Der Ausbildungsgang und die wirtschaftlichen Aussichten werden i» de» Merkblatt in» sachkundiger Sette eingehend dargelegt. Da« Merkblatt ist durch die Haupiftelle für Berufsberatung der Jude, »nd ihre Zweigstellen i» jeder geivünfchten Zahl zu teziehea >iedertak»»g»»^Nchtetie» für Jerzt« »red Zlecht»«»»ilre Aerzte» »ad Oechttanwülte», die bereit und in der Lage sind, sich sofort tu kleinere» Städte» uteterzulussea, kdnnen sturch die Hauptstrle für Berufsderatung der Juten gegenwärtig sehr günstige Ntederiaff»»gt»tgltchkeite» zu« Teil »it sehr groheri Praxis »echgeunefew werde». Nähere »u«ku,st durch die Haupiftelle für Berufsberatung der gaben «nd ihre Zweigstelle». chohcheste, i, »er Seefischerei. güdijche sknaden, welche stch de» sehr tzesuude, und loh»e»de» Seestscheretderus znweide» wolle», ka», feMnete A»«hild»»g »»shgewiefe» »erde». Din Juugpn »erdienen zwischen io >»t 80 ». »»»atlich bei freier Station. Nähere Watkimsi durch die Ber»s«terat»»gssteIIe in Hamburg, Hartungstr. g/ll. Wsi»s»»e«t,«, fstr Hchstksr stäßere, festen»!alte» ' Die Berufsberatuug der Schüler höherer Lehraiftalteu f>iel( bei der Berussberntung »er Jude» eine ganz besondere Pole, da i» Verhältnis zu de» christliche» Schüler» ei» erheblich häherer Prozents»» der Fuder, hthere Lehrauftalte» besucht. Nmhbe» durch eine Verfügung des Miutsters der geistliche» ufw. Angetraenheite» »»« 21. »trz ISIS die Co gantsailo» de^ Berufsberatung an de» hihere» Schale» »na RwtOoegen »»geordnet ist, w»h a»ch die jüdische Berufsberatung dieser Frage ihr besondere« >»ge»merk ,»wenden, schon ,« die aügeweme Berussderatung in geeigneter Seife .»»terstützen zu können. Die Beruf«beratnngsstele Broh-Berlin wird i» Herbst d. g. zo diese« Zweck eine besondere Sach- »erstäudigenkonferenz »eraastalte» und »oraussichtlich st» «uschlutz daran Slternadende in« Lebe» rufe», bei de»ea die Schüler der hä hei e, Behraustalte» und deren Elter» über die Bedeutung »ad Wichtigkeit der Froge der Berufsderatung aufgeklärt werde» solle». Lehrstelle» für die cha»d»eirtfch«<t. Die Bestretuuge» der Hauptsdelle ftr Ber»f«derut»ag habe» erfreulicher weise bei einer grätzere» Anzahl jüdischer junger Leute de» v»»sch heruorgerufen, sich de» laudwirtschastlicheu Berus zuzuweuden. Birlsach scheiterte die Verwirklichung dieser Atfi chl bisher doran, dah geeignete Lehrstellen, namentllch mit Rücksicht aus die gegeuwänig bestehende» »irtfchastliche» Berhältuiffe, nicht zn beschösse» wäre». Dank der Unterstützungen »er Ortsgruppe» und Bertraueusmäaaer des Teulralnereia« ist es setzt gelange», eine glitzere Anzahl jüdischer u»d auch »ichtjtdischer »oruiteilsftestr Landwirre anssdidig zu «ache», die bereit find, Eleve» auszuiehwea. Adressen »nd nähere vedingüuge» stad zu erfahre» durch die Hauptstelle für Betufsderaluag der Juden und ihre Zweigstelle». 6cr<4to3tttu|. Wie» Bestrafte Bersttzruuge» Bei» Brigndegericht hatte sich a« 40. 7. d. Lsjähr. Besteite Erster Dziurzftrt^. der Sohn eine« vieler Kleischha»ers, »ege» Bersthkuu, eine« Mädchens unter Zusage der Ehe z» verantworte». Der Angeklagte hatte i» Petrika» di» I «jährige Rosa Knbrtna, ein Mädchen' au» stnwwe«, jüdische« Hause, keuneu gelernt nnt stch unter de« B»r«o»t, dotz er Jude sei, bet tPen Elter» eiuführeu lasse», bei ihnen gewohnt, stch w» de« Mädchen »erlodt und sie Usch polnisch-jüdische« Nttus geheiratet. De« Verhältnis war ei» Knabe entsprossen, der nach weuigen Tage» starb I» der unter Leit«g de« Cderkruistontauditor» De. Jelinek dnrehgesüdrren Verhandln»«, bestritt der Angeklagte, daß er de« Mätcheu die Heirat «erkproche» habe. Sie sei ihwsehr eiltgegengekomme». uut trotzte« er ihr vo» alle« Anfang au sagte, daß er Christ sei, habe sie ih» aufgeforteU, za de» (Stern ,» komme», wo er am Freitag zu» Ade»desse» geladen würde. Datei habe sie ih, «»gelernt, «it de« Gr»tze: ,G»t Schahbasetupetreten. Er sei da»» wiederholt l« Hause geweseu und bei estre« Abschiedessen sei der Vater des Mädchen« an ihn heran getreten HX» habe ihm erklärt: , Heute wird Verlobung gefeiert.' Es sei ih» eine i» hebräischer Sprache abgefitzte Urkunde »»rachegt worden, die er oh»e weitere klederleguug unterschriebe» hade, »nd so sch er »erlod» geweseu. Er habe da» getan, weil er alle« nur für eine .Hetz" hielt. In Krakau, hi» er bau» »ersetzt wurde, erhiest er ei» Telegen au», er solle sofort »ach Petrikau kowmen. Er dachte, da« Mädche» hade eine» Schbsduord begange», habe aber zu seinem Erstaune» erfahre», datz sie Mutter werte» sollte, »nd die Elter» des Mädchen« hätte» ih» bestirnrt, die Tochter »or Schande zu bewahre» u»d sie »ach Krakau mitznuehure». Bor der Abreise fand wieder ei, Sastwahl statt, und der Vater der Nos» sagte: .Heute wird Höchst gewacht.' Er faste, er habe keine Dokumente, woraif der Vater erwiderte: .Da« «acht nicht«, daun wird ohne Nabbiner und ohne Dokumente geheiratet.' Es wurde »u» der Ni»,Wechsel oorgenowwe». Er wußte ei»e hebräische Formel »«spreche», die ih« »»« dem Mädchen ringelernt worben war, »nd dan» fuhr er «tt ihr »ach Kraka». Da ih« bi« Mtern seiner soge»a»»te» Frau aur sehr wenig Seid lchiektrn, schickte er die Nosa, die er nie für seine Frau gehalten, zu ihre» Eltern zurück Er habe stch zu der gauzea Kom äd'e nur bestimme» lasse», um da« Mädchen »or der Schanb: ,« bewahren, und well ih, da« Mädel erbarmt habe. Nachdem da» Kind gestorben war »ad er sie hek« brachte, habe cr ihr gesagt: .Bielleicht, wenn Frieden wird, köuoen wir zusammenkommen.. Ader ich di» mstrterjährig »nd wen» meine Eltern nicht esttwillige», so gehst du heim and bist frei, »nd ich bin frei.' Die als Zeugst, vernommene »erlassene Braut «osa Kodrina erklärte, unter Eit angeben zu ktuue», »atz der Angeklagte, den sie »ach seine« Neben snr eine» Inte» hielt, ihr nie gesagt habe, er sei ei, Christ. Er hade ihr stet» die Ahe »erspochea. E« sei »»wahr, dotz sie ih» als Jude» bei den Eltern eingeführt und ih» färmlich abgerichtet hade. Er hade so getan, wie wen» er die Brt»che kenne» würde, und Hobe sogar einen Zettel gelesen, waiach er Jude war. Nach vierwöchiger Bekanntschaft Hobe er ihr gesagt: .Nosa, ich Heirat" dich, wenn ich erst vier- »»dzwanzig Iahe" di».' Sie hade ihn chrltch für einen Jude» geholten und ih» wie einen Bräutigam angesehen. Berhandl»ng«leiter: Var die Berlob»ng ernst? — Zeugin: Sewitz ernst. Berhandluugileiter: Hat er gewutzt, was er unterschrieben hat? — Zeugin: Natürlich, und bei der Hochzeit hat er einen vechsel auf sünshundert Kronen gegeben, als Entschädigung, wen» er mich verlassen würde. — AngeN.: Dazu bin ich gezwungen worden. Der Nabbiner Feldkurgs Dr. Sonnenschein gab an, datz der verlobuagsbrftf >» Galizien die Abmachung über Mitgist und ei» Pänale über den Nicktfttt enthalte. Die Lerlodung gehe gewöhnlich bei eine» Festmahl »or sich »nd sei viel zere- »onitser als die Trauung selbst, bei welcher der Bräutigam u»r der Braut de» Ni»g »»steckt. Mtlittramoals o Kot««» der Angeklagte «it der Verl», buugserkläruug üderruwpett »erde»? — Nabdiner: Da» nicht, weil sie ja längere Zeit zur Aüaserttgung t» Anspruch nimmt. Militäraowalt (zum Angeklagten): Sie heißen in dem Brief immer .Aron'. Sie heißen doch Artur? — Aa.ekl.: Sie hade» den Namen »nur jüdisch in ,>r»»' »«gewandelt. Aus den Aussage» mehrerer Kollegen des Angeklagten ging herpor, dah er das Mädche» ln Krakau als seine Braut autgad. — Angekl.: Ich leimte doch nicht sagen, daß ich «it ihr >m Koukubiuat lebe. >»! verschiedenen Briefen »es Angeklagten geh« hervor, datz er immer seiner Braut »erstcherte: »Du wirst meine Frau.' In de» Bnefen an die Eitern der Braut »erden diese nur .liebe Elter»' gen»,»«, »»gekl.: Ja, »eii ich doch vereinbart hatte, daß nach außen hin die Nos» »I« meine Frau gelten soll. Die Mutter des Angekl. erklätte als Zeugt», daß sie die Zustimmung zu der Ehe ihrem minderjährige, Sohne nie gegeben hätte und auch heute nicht gebe. Das Brigadegericht sprach den Angeklagten der verführuug »ater der Zusage der Ehe schuldia und oerutteilte ihn zn oierzeha Tage strengen Barnisanorrest«. v»« Alttts«»ttit»»r. Unter d. Titel Mosaik schreibt d. anlis. .Wahrheit'. ,J» Bad Tölz destnde» sich aegeuwiirtig. wie der .Brasenauer Anzeiger' «itteilt, 600 Kurgäste von d:r (!) 5*3 Juden stad. Ob die Herrschaften so ga»z uater stch glück iich stad?' (vrnu dort keine Antisemiten sind, was vo» de» 17 nicht anzuaehmen ist. sicher!j 3» »t« Ccoulaten. Kkärotzeft», 17. Juli. Die hiesige isr. Kulto«gem<i»de feierte am 21. 7., einem Soiltag, das 2lX>j. Bestehen ihrer Shnagoge. Ans dies. Anlaß ließ d. Gemeinde hier eine Gedenktasel für da« Gotteshaus «nferttgen. Am Samstag vorher fand e. schlichte Feier i der Synagoge statt, auch viele Vertreter d. „d. Kvusesstone» wohnten bei. Die Frstprebigt hielt Bezirksrabb. Dr. Kober-Wtestateu. Die Gemeinde überwies den Ortsarwe» e. größeren Geldbetrag. Battistr. Sn ia Mkimtza» Der durch den Tod des Perr» Naddiners Dr. Werüer oakaate Nabdioatsfitz soll t»i absehbarer Zeü wieder besetzt werde». Nach § I« der Statuten der Kultusgemeinde mutz »er Berwaltungsausschutz zu diese« vehufe um 2 »a» der Semeiude zu wählende Mitglieder »erstärkt werden, s» datz die Nabbiaerwahl durch einen Ausschuß von 27 Mttglieder» »orgeuomme» wird. Nun hat stch der Gemeindeverwaltuigs-Aasschntz i, letzter Sitzung bereits «ft der Frage beschäftigt »ud die lofstelluag der Wähirrlistr ia die Wege geleitet. Die Urgäuzuugswahl zu dr« «erstärttra Anschutz dürste i« Maaal Sqürmder rrsatgru. Wtrzä»r> Da» Distrikls-Nadbiuat dahier sah stch »ernlatzl, salgeude Eikläraug i, de» hie^e» Tagetdittter» zu uertsseutlicheu: .Irkltruug. U« irriger Mriauia oarzubeugru, sehr ich «ich z» solgruder Erklüroug orraalutzt! »« Rauwg, den lü. d«. wurde mir amtlich «Ugrtrw, datz Frl. Sophie Goldschulidt t« Hause ihrer Eltrru hier prrftordrn sei, »atz dieLetche iu Fllnh destoilrt werde und die llrberfühnmg dahiu,« vientag adeud pp» Bahnhof aus erfolge. Ich saud «ich selhft- »erftchtdlich dort ein, hielt eine Hebe, bemerkte sogar hierbei, daß aus hesoudere» Wunsch die vetsetzuuo aus de« isruei. Friedhof zu Fürth staitfindr. — Hrutr rrherft ich dir Nachricht, datz «an «ich. dir Bruderschaft und den iseaei. Franeuoeretn getäuscht, iude» die Leiche nach Koburg zur Esttäfcheruna »erbracht wurde. Selbstrrdeud hätte» wir dri Krnutuis de« wtrNichen Tatbestandes jede Mitwirkung rrligtonsgesrtzüch »ersage» «iffrn. Würzburg, dr» II. Juli tilg. Das Distrifts-Nabdinat. Raihan Bamdrrgrr.' r«hr«««»rchllit. Prrdurg a. H. Am II. 7. verschied Lehrer Leuor fast so g. alt. nach säst 60j. Dienstzeit. Im »or. I. feinte rr dir goldene Hochzeit. HkrichtiwtftK. Urrklrtze» d. Ehar. als Justizrat d. Nechtsan». Behr» Posen, Hrimann-Bromdng, Notar Dr. Wolff.Lissa. P »achgts. stntlossuug rrtellt: Gn.<>ff. Wrhlrr. A» ». /iste ». Bechtoau». grltschl Dr. Fritz Kalischer (b. Kammerger.s , 5rcwt«. L«»A»rE: 251. 2ub. 1. 8. Frl. Dma Ptink, a. ftnfiufcHa b. d. Fa. Gebr. R»bias»h«. wlßnrschafttt««?. Mrt. (Der besfifche Veschicht-verei, auf emem jüdischen Friedqafe.) Unter Führung des OeieralS S i f e n t r a u t ». eine Lefichtigong de» j^d. KriedhsfeS zu Bettevhausen uuter» »omwen. Kantor Horwitz gab die erfsrderl. Erklärung« ». machte bemerkenswerte Mitteilungen über di« Geschichte. Da« nach fehlt über die früheren Friedhöfe der Eaffeler Juden jeder sichere Nnhatt. Fest steht, dah bereits im IS. Jahrhmiberl hier Juden w»hnten. Ihr Friedhof stand unter Schuh bes Nansberger Klosters und lag wahrscheinlich a» der Ecke der Kloster« und Weserftr. Als bei Kaferneobauien vor einige» Zahrzehnteu menschliche Ueberreste gefunden wurden, versänmte man leider Nachforschungen anzusteLes. Spät« muß stch rin tfr. Friedhof am Königsplotz im IS. Jahrhundert anherhalb der Mauern befunden haben, dort, wo später das alte Regte» ruagsgebäude stand. Während d. SO j. Krieges erwarb die Gemeinde d. jetzigen Friedhof in Bettenhausen, tatsächlich gibt es noch Gräber, die mehr als 200 Jahre alt sind. Daß damals schon Bestattungen vorgenomme» wurden, geht aus einer Judeniiste von 1650 hervor, in der eine Judith, Witwe des koiengräberS in B., erwähnt wird. Bon weither wurde» die isr. Loten hergebracht, wie dies heute »och bei Na Sammelfnetzbtfe». non Zesta<dt der Uschwege, vinzfärih und Haarhansea (Kr. Fritzlar) Nr Fall ist. Ulte Jsra^iten »iß» -« erzLhlen, welche Schwierigreitea besonders bet Hochwasser bestaunen, die Leichen nach B. zu bringen. Ja de» 40er Jahre» Ns vergangenen Jahrhunderts schenkte Stadtrat Ierranat Rothfels den jetzigen neuen Tell. inzwischen hat die UemeinN auch noch ein neues Gelände erworben. — Auf isr. Friedh-fea kann man beobachten, dah viele Grabsteine »»gerecht liegen u. so daganze Grab bedecken. Kant. Horwitz -ab dafür folgenN Erklärung: In vrrg. Zeiten kam es oftmals vor. daß jüdische Gräber geschändet wurden. Meist hing dies mit Aberglanbe» zusammen. Um d. Gräbern nun einen befferea Schutz -n gewähren, wurden die Grabsteine wagerechi gelegt. Die große Mühe, einen solchen Srein wegznschasfea, verhütete in der Tat manche Schändung. (Ob diese Lösung der schon wiederholt er« örterten Frage die richtige ist. mag hier nicht untersucht werden. Ein gewiffe Wahrscheinlichkeit wohnt ibr sicher inne). Am Schluffe der'Besichtigung sprach General Eisentraut de« Rebuer für seine eingehende Führung den verbindlichsten Dank aus. Ft« H»de nt» )eSe»»retter Kaiser MGetwo. Zu Nn beliebten aotisem.« altdeutschen Schlogwotten gehön die Behauptnng, die Revoiution ist .der Stern Judas^, und dah nur Franzosen, Polen und Juden 1848 die Revolution in Berlin avgefaugeu haben. Eine» iutereffanten Beitrag zu diese» Kapitel bildet die wenig bekannte Tatsache, bah gerade ei« JaN es war. der am 18. März 1848 den Prinzen v. Preußen vor der aufgebrachte» Volksmenge rettete. Der Retter des damals von allen .Freibettsfreunde»* gehaßten Prinzen war der Seidenwarenhänbler Julius Wolf Meyer, Inhaber der damaligen großen Seidenfirma D. >. Metzer E-Hoe. deren Geschäftshaus neben dem Palais des Prinzen in Nr Behrenstroße lag. M. fuhr den Prlazeu »on Preußen und seine Gemahli« von seinem Palais ia eigenem Wagen weg und hatte sich dafür später fortdauernder GnaNabeweise von diese« zu erfreuen. Der Prinz hat auch noch als Ksnia und Kaiser de« späteren Kommerzienrat Julius Wolf Meyer bis zu drffen 1<72 erfolgten Tode seine Dankbarkeit alljährl. durch kostbare Geschenke zu erkennen gegeben, die »eist aus der kvngliche» Por« zellanmauofakrnr hervorgegange, waren. Ei» Teil dies«, «it de« Monogramm des Kaiserversehenen Geschenke wurde in de» Familien des Bankdirektors Julias Ale^aader, eines Schwieger» fohnes I. W. Meyers, beffe» Leichenzug auch ein Galawagen des Kaisers Ngleitete. ,ad feines Sohnes, des als humoristisch« Schriftsteller uuter seinem Pseudonym Siegmey besonders t» den siebziger Jahren bekannte» Siegberl Meyer als Andenken an den hohe« Geber pietätvoll bewahrt. Ot»e ntm ZKnstLerLokonie Dir uns Nrichtet wird, Nabsichttgt btt Porzellanfabnk Th. Rssenihal (Selb) in de« Dorfe Lauscha eine Köostlerkolonie anzufieNln, die für die aenannte Fabrik Kunftmalerei onf-Porzellan betreiben soll. Dicher Aweiq des Kunstgewvrbes wurde frühe, in Lauscha sehr gepflegt, ist auer später gänzlich oernachiäffigi worde». Es gUt de» Bettuch, ihn für «ine neue Blüte vorzubertttrv. Pt Want Eger. der künftig« künstlerische Leiter des De»tscheu SchaufpieiyaaseS ia Hamburg, w. d. j. Abschied v. Darmstadt v. Großherzog v. Hesse, m. V. Komturtr. 2. Kl. m. d. Krone d. Ordens .Ster» von Brabant* ansgezeichnet. /

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