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Jüdische Volkszeitung · 1918-07-19 · 29 (19.7.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
29 (19.7.1918)
Date
1918-07-19
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Ur. 24 Vom Antisemitismus. Prota. d« t». 3«H pst 3WM« Pottyton» Di« Zeutsch« Aeiiuxg nimmt dt« auttsemitische Extratour, dt« sich tu Körst k - I m.H orftmar ntz Hrrrenhouse leitzek, zu «im» Hetzaitikel geg« dt« Zud«, m dem Körst Hatzfeld, der sich durch I«t» Einlrtt« sir d«u lauer« Krird«- b«i d«u »ewaltig« im Alldeutsch« Lager »ttgeurteill wird. Ihm meidrp «ach a»«m antisemitisch« Brauch persönliche Motiv« untergeschoben, d«»u Uneigmnötzigkett »ui poltische Vornehmheit stud Droge, m«lch« die Herrn, Antisemit« uud Aldmtsch« für stch allein reservint habe». Zu «tue» künstlich salopp« Etil, dn de« Zude» Maximilian Hardeu nicht ungeschickt aachge. schttebn ist. heißt et da: ,«iue Rede M Kirfteu Salm-Horstmar lenkt die »uleinandersetzuug auf ei, Spezialgebitt. tr spricht über die Roste de« Kreimaucrerium» uud de« ihm eng verbundenen iuleruaiiouale» Zudeutum« i» Kriege. Eist Magnat, unabhängig nach jeder Richtung hin. kann e« stch leisten, ruhig aulzusprech«, ua« ^sen vvr aller »ug« liegt, >»«» aste miste», men» auch viele ihre Gründe hade», zu tu», al« wär« ste »st Bliudheit und Tonbhnh gestraft, »der gar die Sache geradezu zu leugue». E« gibt sogar Magnat«, für die solche Sröad« vorliege». Um da« gleich zu ob!»», die Sach« selbst stinkt zum tir.mil. u»d e« t»dert nicht« darau, daß e« eine Menge ude» gibt, die ihre Pflicht gegen ihr Mutteriaud drinnen und draußen i» Kriege getan habe». Maucher auch von ihnen hat ihr-Blut, hat ihr Leben im Heere dahingegeben. >n der Roste, die viele »ndre lpielen. llvdert da» nicht da« mindeste. Uud deueu, die ihre Schuldigkeit getan, lst« wahrscheinlich selbst spei, bdei bei Beobachtung de« treiben« der Berti aueuölente iuter- »alionaiei Möchte, die. »»Irr uugemei» starker Mitwirkuug ihrer Slaubendgenoffen, i» der Presse, st» Pariameu«, uu» unter' vier Ingen de» Obsiegen de« Reich« i» dem große» Riugeu zugunsten unserer Feind« entgegenarbesten. »I die Hetzäeschlchten, E»lmulig»»g«p»i»erchen md »engftiguugdtröuke tu Umlauf bringe», die der Maste da« Beltraue» la den endliche» Sieg »njkrer gute» ehrliche» Sache, dem Siege selbst seine» Loh» rauben solle»! »der «ie scha» envöh»t, e» gibt auch «»der« Magnaten, — auch andere Mitglieder de« prenßischep Mderhöuse« v«, andrer Att, all de» ans der Tribüne. Mit verdrossener Miene, die Hönde bi« zum EIe»b»gen i« die General« Hosen versenkt, geht Fürst Hatseld «au eine» der HerrewhLusler zum andern. Macht sarkastisch« Bemerkungen, »artet aus den Augenblick ma der Red»er endet. Endlich ist» iMrii. Er tan» seinem U»m»t Aasdruck gebe». Er rettet »ist drthuendem Pal ha« — die m» »jemand aagegriff«« — Ihre der ocsallen« Zude», »erwahrt stch gegen de» versuch Uneinigkeit a« Volk zu Kaste». Mi« ihn Sakmchorstmar unternommen Hab«.' Ftr diese Sone van Autisöaiie, hat der Kaiser »enlebeu» gesprochen: ,Zch keine kein« Parteien, ich kenn» »ur Deutsche I' — ,Ibsol«t, Barn er unser» Mille» tut'. Mt ökteste» tat Ua di» «lia« -araekit« »trmt «i»e Broschüre »»» M»f. Dr. Erich Jung Mieder «nf, die unter de« Lite!, da« stiter»atioual» Soldfürftmtum im Berk. ». I. F. Lehma»»-Mi»che» erschreue. Ist. Dir mähre» lastiper.de« Kriege« stud di« jüdische» Saitsürstr». Boa der Hinterhältigkeit dieser Mensche» kau» mau stch kaum eiueu Begriff mach«». Scho» auf dem Wiener Kongreß lgld de. reit etc» ste die Seltverschmönoig durch Ausomme» arbeite» de« jüdische» mit dem englisch«» veitkapitale »ar uud erhob» die staatlich« Seldmacht M Hause« Ratschild aus de» Thrm. Die aderste Leitung der Alliance Z«r. ist. s» verrät Jung, da die Ratte» da« stickend« fr»nzdfisch« Schiff oeriaffe», in die Hönde der Speher, Kahn. Ltd, Schiff i» Re» Kork übergangen. — Solch« Schriften «erde» von einer Presse, die sich »ater. lü»dssch z, ue»,e» traut, al« Zntegrrff aller Aufklärung empfohl« Zer autlfemitisch« -ereuarp »astkrriche Zerzte »»» Pfleger kt sttdtifche» Aue» »»stall Herz berge Maren n 6. 7. m bol Schöffengericht Beriin-Echöneberg al« Zeigen gegen den früher an der Anstalt beschäftigt., seit 1916 au eiuer auarvärtige» lastalt tätigen Arzt vr. in«ck. Karl Rodert Hoefft geladen, der den verieumderi scheu Beleidigung de« Leiter« der Anstalt Herzberge, Piof. Dr. Liepmau», beschuldigt »urde. Zmische» dem Inge- Nagte» nnw dem Direktor Dr. L. herrschten einige Differenzen. Nachte« vr. H. au« seiner Stelling e»tkaffeu »ar, halle er verschiedene beleidigend« Schreite» au Prof. L. gerichtet, »I« dieser darauf p«rso»lich nicht reagierte, machte der Angeklagte längere Emgabeu a» tat Oderpräfiöinm der Mark Bruutendurg dz». Krieglernthrunglamt und machte heftig« >u»stlle gegen di« Leitung der Anstast. Zu der A»staü hatte» stch wahr«» btt Kriege« unglaublich« Zustände entwickel. Sie sei da« Opfer «ucherijcher >u<d«ut»»a, die, durch fehlend« Energie de« Direktor« begünstigt, die Auftair auf eure» sehr großen Tiefstand aebrachl habe. Di» den Kranken »ud Pfleger» >ebote»e Kost sei eine offenbare Sekahr ftr Leie» and Gesundheit. Mehrfache Beschwerde» Berliner Bürger seien unter ltcherlichen »»»flicht« zurückgewies« die Direktion .stehe wohl de» Händttikreis« nicht fern' »sw. — Obgleich dem Angeklagten vom Oderpröfidium »»«drücklich «rtsfuet »ar. daß Dircktor Dr. L. »st der verpfleg»^ ^>r näht« z» tun habe, diese vielmehr von der Deputation für di» sttttischeu Kranke», höusrr sestgestellt u»d geregelt »erde, hat er i» de» Schreite» an da» Kneglwucheramt sei,« Behauptungen .durch«« auf. recht' erhalten. Die Zustände in H. sek» skandal»«, die Aerzt« sähen stch eiuer ..Zitdeumirtschast" gegen über, die ih»e» »st Schamröte in« Geficht trieb«. Die Mißsttn»« hätte» ein Maß überschritte,, t« gib« ei» Esse», da« »an nicht de» Schweinen vorwerfe» »ichte. mehrere Pfleger sei« »»ter Bergist»»g«erschei,ungen erkarkt. Beschwerden öder bat Brot seien häufig erhoben worden, da et »ngenießtar gemesen sei, i» anderen Anstalt«» hätte mau e» licht gewagt, solch« Speis«» ,u lieser». Direktor Kiepma»» »der ließ« dir» fortgesetzt geschehe» und habe »ur die »nttvart o»f die Beschwerde» gehadl: ,»« ist Krieg!' Da» solle »der wohl heißen: .Vst n»tze» die seht« Konjunktur »ach Krtsteu au«.' Pros. L. habe de» .offensichtlichen Schwindel »ab de« niederträchtige •aiMKi nicht aufgedeckt', ,e« geh« i» H. »icht mit rechten Ding» zu.' Der >»geklagte erklärte hierzu, daß dicke Akteubiidel über d« erhobene» Beschwerde, existierten. Er habe dem Nebenkläger Prof. L. »ur »ormerfe» wollen, daß er seine Pflichte» al« Keller eine, so großen Anstalt nicht energisch geuug er. süllte. Der vorwnrf, daß er materielle Zutereff« »erfolge, habe nicht erhoben werden, sondern »ur au gedeutet werde» sollen, daß L. an« einem Bankhause stamme u»d a l « Z u d « nicht ander« I«u»e »l« händlerisch denk«».(!) Die Mißfttube in H. hätten seiuerzeit schon die Togeszettnage, beschäftigt, in Hejermann« bekannter Broschüre dehaadelt w. Moll habe die Behandlung ter Aerzte al« staadelunwirdi, bezeichuei. Di« städtische Deputatto» hade »iederhoü Lerbefferunaen ln Aulficht gestellt, et sei aber ich geschehe». Heber die ausgestellten Behauptungen fand mehrstündige Bewei« erhebuug statt durch Vernehmung der Aerzte Sanität«, rat Dr. Faikenbero, Dr. vieregge. Dr. Sinner. Oberarzt Dr. Klippstei» uud mehrerer Pfleger. Da« Ergednit ist dah« z». sammenzusaffen. daß mehrere voa dem Angeklagten aufgestellte Behauptungen fich auf Vorgänge bezieh«, die vor Amllantritt o. Prof. L. fich abgespielt h. Au« d« Zengenauosageu ging hervor, daß nach Krieglbeginn die Klag« über Ernih«ag sehr häufig gewes«, aber in d« Konferenzen d. Oberärzte uud der Direktion im Umfange »ich! al» gerechtsertigt angesehen werd« könnt«. Gin »nstattlarzt, der verheiratet ist und nicht im Kafino speist, erklärte, daß stch di« L«te schwer in die ganze» Krieglverhältuiffe hineingefunden Hill«. Im vergleich mit de» Eruährvnglverhältniffen in der Familie sei da« Eff« au» der «erztcküche ,da» reine Paradie«' gewes«. vorgekomm« ist e«. daß die Kartoffel» schlecht warm, daß Fische zurückgewies« werd«, »kil sie roch«, wöhrmd e« fich um Seefische handelte, die immer ein« etwa« scharfen Fischgeruch habe». Auch mit dem Dörrgemüsc habe ma» fich nicht befreunden ktnnen. Eine groß« Rolle In de» Aulsagen spielte da« Kapitel .Heringe'. Solch« soll« einmal von Pflege« und Aerzt« zurückgewies« Word« sein, »Kil fie nach de» Aussagen stinkend und faulig gewes« sei» soll«. Unter den Krank« soll große Unzusried«. heit darüber geherrscht Hab«. Der Direktor hat infolgedeffm die Heringe an da« stidttsche Untasuchuuglamt dirigiert, und diese« hat die Heringe für eiuwaadsrei erNtrt. Keiner de» Zeug« konnte im übrigen dem Profestor Liepman» die Schuld für di« E«ühr»ng«mängel ausbirdm; in Gegenteil wurde erklärt, daß er fich emstlich um da« Eff« bekümmert u. erforderlichmsall» Bericht a» die Deputation erstattet hat. — Pros. Dr. Liepmau» selbst betonte, daß er mit den Belieferasga überhaupt »ich!« z» tun habe, soad. der Oekoaomiei». spekwr, dem die Nahruugömlltel von der stödt. Behörde zuge> wies« w. Er Hab« »iemal» >n irg«dei»em Lieferant« Le< ztehaageu gehabt. Da» Esst» Hab« er vielfach gepiodt uud eruige der Beschwerd« für übertrieb« gesund«. Der >»gzklagt« Dr. Hoesst habe schon vor sein« hier i» Frag« stehard« Eingab« e. Reihe deleidiaenber Briefe an ihn ge.- schrieüe», die »«, ihm an die gäbt. Deputat!»» für Zrrenpflege weiter ge^b« worb« sei«. (Der Nebenkläger vermiet »- «. auch auf vorß. Protokolle, au« welch« hervorgeht, daß eile Pflegerin fittlich« Inft^ a» der Art gmomm« habe, welche Dr. H. bei Aufnahme weibi. Palimim befolgte. Auch sei« wiederholt Klag« darüber erhob« Word«, daß der AngeNagk dimstluh seinem Anttsemitilmu« die Zügel schießen ließ. Ei»em Raune Hab« er gesagt: »Sie find Irl» dmtscher Mann, sonde« ein Phtuizier!' und aus deff« Erklärung, daß er an Augstzustönd« leide, Hab« er .gemaaschelt' und erklärt: »Alle Zud« Hab« Angstzustöude; die Juden Hab« kein Vaterland, fie müffea ra»«'. Die Fra» eine« Laatstarmmanne« habe stch darüber beschwert, daß der Angeklagte ihr« Mann durchaus Hab e zum J,d« stempeln wolla, indem er sagte: »Ihr Mann Hai den jüdische» Typ, er muß von Juten abstammea. die Juden find venoahrloste uud verkomm«« Mensch«". Der Augeklagic bestrllt, solch« >euße«»am getan zu Hab«. — Neberckläger Kat. Ichließl. noch «Kgisch dem vormurs eutgeg«, daß er die jüd. Aastaltlörzte ander« behandle al« die »nsch«. Der Amtsanwalt vertrat d« Standpunkt, daß fich ber AageNagte nicht der Beleidigung wider beffere« viffea. soaderu d. übst» Nachrede sh 116 Et.G.B.) schuldig gemacht habe. D. Angeklagte stehe offenbar unter der Monomanie und Zdioshn- Kaste geg « alle«, »a« dn jüd. Raffe angehirt u. diese psychologische Tilpofitton spiegele chm die Möglichkeit unlauterer Mach «fchast« vor. Unter dieser Zwangsvorstellung habe er a»g«schei»lich gehandelt. Der Amilanwalt beantragte 500 9t. Geldstrafe, da die Behauptung« de« Angeüagtm in keiner Meis« erweillich sei«. — Geh. Zustizrat Dr. von Gor da», der d« Nebenkläger verkat, Hst» eine ganz nachdrückllch« Bestrafung'für notwendig, da der Angeklagte außerordmtlich schwere, völlig in der Last schwebmde Beleidigung. au»gesproch« habe uud auch schon weg« Beleidigung mit 100 M. Geldstrafe vorbestraft sei. Sei» ganze« Borgeh« sei darauf zurückzasührea. daß er fich an dem Nebenkläger räch« wollte. — verleid. Rechtsanwalt Dr. Karra» beankagte eine wild« Skafe, da ber Angeklagte fich i, eine falsche Idee vekaont, »der geglaubt habe, der Allgemeinheit eia« Dstnst zu leist«. — Da» Gericht unter Borfiß de« Amtkgerichtörat« Benaemiß »emkeilst d« > Aigekl agt« zu 1000 M. Geldstrafe eo«tl. 100 Dogen Gestugni«, wobei es seststellte. daß auch nicht ei» Schatt« voa Bewei« für die Angriffe de« Angellagt« auf die Person de« Dr. L. erbracht worbe» sei. Hst»ter «- ». dewtsche» Ziowiße». Rmter meldete am 8. 7.: Die Bureau« der deutschen zioa. Ftderatstn i» Berlin w. ». d. Polizei durchsncht. «nschei»«d wegen ». verdachte«, daß b. dmtschen Zionist« fest d. brit. Palästiua-ErklLrrwg mit d. Allistr«, stzmpathisstreo. Hierz» crNärt d. .Zionist. Vereinigung f. Deutschland': Dst Meldung bet Reuter-Burr»,« ist unwahr. Die Zionist«. B»reau« arbeit» sett Krieglbeginn völlig ungestört, st« sind »iemal» »ou der Polizei durchsucht »der überhaupt »»» irgmd einer Behörde i» ihrer Tätigkeit gestört ward«, vielmehr hat« die beuffchm Behörde» stch gegmüber dm deutsch» Zioaist« uud gegmüber der allgemein« Zionistmorganffation stet» «I» gegmkomm«» »erhalt« und dem Ziouiömu» bei vielen Selegmheiten sehr wertvolle Laierstützung« zuteil «erd« laffe». Gter-A»gekheim rv. Zu,i. (Srtterschändu»««.) In d« lehren Lag« «. a. d. lsr. Friedhase zahlreich« Grabsteine schwer beschädigt. Auch die Umzäunung w. teilweise zerstärt. Der Vorstand hat für die Ermittelung d. Täler e. Belohnung v. 100 M. aulgtseßt. _ Pole« Zolls«». Flut ber Aaubetaaogestelteo. Der Rat der Vereine polnischer Haubellangestellter, in de» noch einige Sn. treter d. jüd. Kommilvereiap geblieb« stud, ist jetzt an d. Gründung e. Ha»del»a»gesteSt«klub« in Warschau herangetteten. Um ihn sollen fich alle polnisch« Warschauer Handellaogestellt« konzentrier«. Bei Beratung der Satzung «. auch die Frage erwog«, ob auch »Poleu mosaisch« Glaub««' dem Klub all Mitglieder »»gehör« klauen. Nach lebhaften vebattea w. d. »orschlag abgelehnt. Mskoclaioeü Der Kreiöches hat e. Verfügung erloffen, »ach der die jüd. Bevölknung. die fich wthrmd de« Kriege« don ansiffig gemacht hat, di« Stadt binnen 14 Tag« zu verlaff« Hot. Der Befehl betrifft «000 Jude». Verantwortlich ist letzt« Ende» natürlich die polnisch« Regierung in Warschau, dir fich in Heldmtaten geg« die wehrlos« jüd. Bevölkerung offmbar ein« Ersaß für die ihr sonst »ersagte Regieru»g«tästgkeit zu beschaff« sucht. Zdooslla Molo. Die Ü jüdisch« Ratlmäaoer vo» Zbu»ska Wola find au« dem Stadirat aulgeket«. Solange dort ein dmtscher Sürgermeister an der Spitze gestaud« hülle, seien bst Zndm in Kowmiffioa« u. dergl. berückfichttgt wordeu. Rachd. aber ein polnischer Bürgermeister die Stadl ieitek, wurden die jüdischen Ratlmäuuer vo» d« poluffcheu völlig beiseitegeschob«. v« Anlaß zur A»tt«niederlegung habe di« Wahl von acht Beisitznu zum Friedmügercht gegeben, von d«en die Juten zwei Stell« wollt«, was die polnisch« Ratlmäuuer verhindert hätten. vüvokftrhtAdt v«tteibo«g all« Z«d«A an» $tal<m6. von dm Zud« in Finnland dnugt ein Hilferuf in die zivilifiette »elt. Die Regimiug holt zu ein«, vernichtend« Schlage gegen die Juden au«. Der Smat legt« den Beschluß de« Landtag«, der de, Jud« die Bürgerrechte gewährt, dahiu »»«, daß die Juden berechtigt find, individuell um die Naturalisatioa einzukommc». darauf erklärte die finnische Regierung. daß nur die Zud« der Bürgerrechte teilhaftig werd«, die in den Reih« der Weißen Garde gekämpft Hab« (d. find 20—25). Damit nicht genug, erließ dle Regierung dea Be. fehl, sämtliche Zud« Hab« al« Fremde bi» zum 10. S. d.Z. da» Lau» zu toeriaff«. Um diesem Befehl mchr Nachdruck zu geb«, erließ fie die Verfügung au die komomaaiea 8eö' waltunge», »ach dem SO. ». be» Zud« die Abgabe M» LetMt». mittel» zu tmrweig em, um ihn« keine Mögllchke« zo WG«, da« Aufeuthaltlverboi zu umgeh«. Diese drakonisch« Maß. nahm« zeig«, daß die gegmwärtige am Ruder befindlich« reoktionäre Regierung in all« Stück« fich die Äethobm der früheren rumänisch« Regierung augeeiguet hat. JoFiuulaud leben etwa S00 jüdische Famtlim in den ElädtmHelstag« for». Ab», Biborg, die, wie jeder »omrlerlllose Keuuer der Verhältnisse anerkenum muß, für di« wittschastliche Heduug d. Lande« außnordeutlich viel leist«. Diese leb« «eg« d. b«orftehmden Bertrcibuug in der gr»ßt« Verzweiflung und «PP«, lieren an die zivilifiette Welt um Beistand. Die früher« Reginungen in Fiuuland vor ber ruff. Revolution war« immer noch viel judenlcindlicher al» selbst die Regierung der Zar«. Dabei leben in Kinnland wmig mehr al« tausend Jud«. Ihrer genug« Zahl weg« hat man fich auch in Europa, wo die Fiuuliuder jahrzehntelang sir ihr v. Zansmu« geknechtete« »aterlaud um Sympathien betteln ging«, nie da«m dekümmert, daß die .armen KinnILader' dk paar hundctt Jut«, die unter ihn« leben, noch viel ärger bedrück«, al« fie selber vom Zar« unterdrückt werden. — Der Stockholmer finnisch« Gesandte Srip«btig hat da» Sveulka Telegrambyra» zu der Er- Nörung ermächtigt, biß irgend welche vettreibung »ou Zud« au« Finnland weder vorgickommm ist noch jemal« »«dfichüat war. — Augefichti der früher« ZudenpollM Finnland« ist die Behauptung, daß eiue solche vettreibung uiemal« vorgekomm« sei, miutesten» anzuzweifeln. vtrlchltppll»- btc rumäikffcht» Z»dt»frage Der Miniftenai beschloß, die Jud«ftage aus breüefter Grundlage zu lösen und etwa B«achteillgi« da» Recht der Bnufung a, d« Oberst« Settchtlhos zuzugesteh«. Bei Er« bnngung der »orgeschtteb«« Nachweise wir» den d. Staat«, dürgerrecht anstre b«deu Juden weitgehende« Eutgegcnkommm bekundet werden. Für die Lösung ter rumänischen Zubeuftag« kommt nur eiue einzige klar« und eiud«tlge Formel in vettacht: völlig« polüisch« Gleichstellung stmlstcher Zud« mü dm übrig« «taatlbürgern. Au» der gewuud«« Faffua, der »heustetz«»« Meldung kaua mau eiue, guten Sill« »er «möuisch«. Regier»»^ dies« Lös-», zu dring«, nicht herauöles«. «tt e. nur .weitgeh«dm Eutgegmkamme,' ist ». d. .Staatöbürgerrecht «akredmden Zud« nicht aediml. E» wäre sehr z, «SiMMweu» »ou sett« der Mittelmächte in dieser Fra, ein MM entschiedener Druck aus die Bukarester Regierung au« gcübrwurde. M, Litte» »»sere skaoobe, die .Jüdische Mat»»- zritOUgüberall i» Zatole» uo» auf dm Watzotzöf«, tt> Lesehalle», Zofe». ch«KH«»m, -pttsehäoser», V«ret»m und Lag« p, mrtaoge», »och i» tztade- Grtm oo» Zoraostakke».

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