Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 27 (5.7.1918)
- Date
- 1918-07-05
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mm votlrMm-. Gemkinde-Anzeiger. Bmkn, tot i. 3«ö M» Sr. V va« Reg i er» »»♦ JnbtUna ta JUi fee» gab dem 3fr. Jtonftflorfna M nnterelfob •elegenbeftj. e. bebentfaaen Patriot. Anabgebant. v. Rabbiner ». Synagogen-Varstehn ». durch Rnsbf^rciba angeaiefen, b. Hauptgoitesdieust an b. bea InbtUna folg. Cabbat b. 10 j. Subilinml b. »aller« z ge* beiten n. hi d. deutsche Jtriegergebet b. b. gnrbitte fir b. Kalfrr falg. Sitze etnjufigeu: ,3 Zahr^hnie Rnb oeiReffen, feitbea b. lob f. eblen «vergeßliche» Vaters ihn ans ben Henschttthron berief. Damm blick! er zn Dir auf in biefen Lagen alt bea Gefühle ehrfürchtigen Dankes, baß Dn ihn gntbigft beschirmt Haft aihrenb dies» ganzen Zeit nnb ihm d,e Kraft gabst, in stelea verttauen anf Deinen Weistanb feines schweren »erantwortnngsvollerr Uates zna Segen bes Vaterlandes zn walten. Mit bewegtem Herzen nehaen wir deutschen Inden Anteil an bea Regrerungsjndiltnm nnferes erhabenen Landes- Herrn nnb beten ans Herzenstiefen: Spende Du, a Vater in ben Höhen, nnsera verehrten Kaiser anch in Zukunft die Fülle Deines Heils, lasse ihn die baldige endgültige Sicherstellung bes Vater. lande« vor feindlicher Anaatznng erleben nnb gewähre iha bol Glück, nach viele nngezählte Jahre Mehrer des Reiche« zn heißen auf den Wegen des Frieden» nnb des Fortschrittes, b. Wohlfahrt nnb der Cefiftung. altert Ko| |« leinene (0. Gesnrtolige Albert Katz wurde in einer ehrtvürbigen alljtbifchen Faailte oa 17. Jull Ibis in Lodz geboren; fein Later . Kaufmann Alias Kotz war ein tüchtiger Tolmnbift nnb vorzügliche« Hebraist, die Mutier enlstaaale als Enkelin bea alben Rabbi Schneer-Salmvn Schneerfahn (der Raw genanat 1747—1112), ben berühätten Begrnnbcr des eviffenschastlich» Ahaffibisan«. Frühzeitig, loua 12 Jahre alt, starb fein Vater, verwaist blieb der Knabe allein ta harten Kampfe bei Daseins stehen, ohne Ermutigung, ahne jegliche Protektion, nnb dennoch afocht er seinen Ledenspsad aufwärts strebend, im Drange nach Lernen und Lehren. Znvürdezst leinte er nnter Anleitung seine» verwandten, des Lnbliner Rabbiners Schneerfohn, in der Jeschiwoh zn Lublin, besuchte dann l'/, Jahre lang die R obbiyerfchnle in Wilna, bi« dieselbe geschloffen wurde, Ohne fein gdsteekles Kiel zn erreichen. Rach Lodz zurickgttshtt, anhio er fein weben mit rechnerischen Kontororbeikklr fristen nnb nerwandie seine Mußestunden, dazu Sprachen zu erlernen und profanes Misten sich «nzueignen. Seit bea 17. Lebensjahre begann Katz stch schriststellerifch zu betätigen, fchrieb vielfach nnb meisterhaft in hebräischer Sprache in Hamogid, Hazestra, Hakol nnb Hameliz. 3m Jahre Igbl ging er nach Berlin, wo er akademische UoeiGilbnWs «a erreichen hoffte. In dieser großen Weltmeiroposo ßnb ihm erst recht keine geebneten Wege zu teil ge. worbon, er schritt aber gerade nn» unverzagt nnb brach sich . Bit seltener Ausdauer Bahn. Im letzten viertel de« vorigen Jahrhundert« war Katz der ersten einer, die ans dem Osten nach Berlin kamen und als Pioniere der jüdischen Kultur'in ■ nenhebräifcher Sprache, manch neue kulturelle nnb nationale Ceaennng dem deutschen Judentum zuführten. - von April 188«—86 wirkte Katz als Prediger und Lehrer in Fürsteuwalbe b. Berlin, sodann 1886—87 an dem Religiontnerein ,Ohei Jizchok* i. Berlin. Rach Aufgabe diese« Amtes widmete stch Katz fast ausschließlich der schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeit in deutscher Sprache. 1886 gründete Katz im Verein ,mit den Zionsfrennden Willy Bambus, I. Turnst und Ferdin. Wolff fHamburg) eine Monatsschrift .Serubadel*, welche die Kolonisation Palästinas estrig propagierte: diese sonst trefflich redigierte Monatsschrift (jtifHette bloß l1/, Jahre, und Katz ging als ständiger Mttarbeita zur .Jüdischen Presse* üb». Bis 1830 find nie Briefe aus Palästina und Rußland, die unter Lz. erschienen waren, seiner Feber entsprossen: ebenso viele Rezensionen teil« anonym teil« unter dem Ramm ,Dn Abraham Kahn', da. neben eine gange Reihe von wissenschaftlichen and belletristischen Aufsätzen. Besonders erwähnenswert ist dos Feuilleton .Heiagekehrt*. bas die Paliftinafrage behandelte und damals große« Aufsehen erregte. Anch später noch bis zum Ableben Hirsch Hilbssheimer« versffenUichte Katz in der .Jüdischen Presse* seine Erzählungen. Ganz besonder« hervorzuheben verdient seine Zugehörigiest zur .Allgem. Zig. de« Judentum«*, Pr welche er bereit« seit >886 mitarbeitet nnb seil April 1896, also mehr als 28 Jahre, Stilglirb der Redaktion ist. In dieser tüßost erfolgreichen rebaktionelen Wirksamkeit — welche, seine Lebensarbeit geworden ist —, bewahrheitet stch wiederum, daß die Haikala, — an« der A. Katz hervorgegangen ist, 4mit jidisch-uattoualen Tendenzen durchwirkt, wohl mit best denisch-jüdischen Lide, ralismns zusammengehen kann und sich vortrefflich ineinander ergänzen. Albert Katz, ein Jünger der wahren Wilnaer Ha«, kola, vergegenwärtigt in schbner Harmonie alijüdische nationale Eigenart und moderne Aufklärung. Diese konservativ-liderale Paarung ist ein Grundzug seines Wesens nnb seiner vielseitigen schriftstellerischen Tätigkeit. Brüher unter den Auspizten von Gustav Korpeles, später unter der Chefredaktion Ludmig Geiger«, lassen die Anftätze von A. K. neben moderner Anschannng anch einen nachhaltigen Einfchlag jüdisch-nationalen Leben« und Denken» nicht verkennen. Insbesondere seine zu unfern Feiertagen wieder kehrenden FestOrtikel kdnnen als vvrblltzslch und mnstergiüig manchem Rabbiner und Prediger aus der Kanzel bienen; da ist Ursprünglichkeit der allen Quellen und ssffttnde neuzeitliche Betrachtung. : . Seine in größerer und tleinerrr Anch form veröffentlichten Schriften find: 1. Der Jude nnb da» Land seiner Vater (hebräisch) 1883. 2. Die Seele de« jüdischen, Volke«, 1883. 8. Die Blutlüge (Eseß Damim) von I. B Lewinlohu. Aus dem Hebräischen übersetzt, mit einem Bormort nnb »nmerknngen versehen. I»»2, II. Anflsg« 1834. I. Der wahre Tnlmnbjude. Die wichtigsten Grundsätze des inländischen Schrifttums über dos sittliche Leben des Menschen (Hebräisch von I. 8. Suwalsli.) Uebersetzt und in 70 Kapiteln systematisch geordnet. Berlin 1833. 3 Anflagen. i. Die Juden im Kaukasus. Berlin 1d34. 6. Ans aller und neuer Zeit. 4 Erzählungen aus dem Leben der Inden in.Polen. 1836. 7. Die Juden 8t China. Berlin 1300. (Ist ins Russische und Schwedische übersetzt worden.) 8. Der Chassidismus. 1304. 3. Biographische Charakterbilder aus der jüdischen. Beschichte und Sage. Enthält 13 Lebensbilder au« dem Zeitalter der Mischna und als Anfang 14 Legenden de» Midrasch 1303. 2. Auslage 131». 10. Christen und Juden als Förderer der hebräischen Sprache nnb Literatur. 1307. II. .Jvsstle.» Erzählung (frei bearbeitet nach Jakob Dinesvhn) 1310. Auch für die großen politischen Tageszeitungen schrieb Katz häustg verschiedene Rotizen und Skizzen literarhistorischen Inhalt», Nicht allein ein Mann der Feder war unser Jubilar, er stand mit Rat und Tat manchem namhaften dentfch-sibilchen Belehrten zur Seite, durch Hinweise aus hebräische und tatmudische Quellenschriften. Er war Mitbegründer des Vereins für jüdische Geschichte nnb Llleratur, Berlin, in dem er sich vielfach auch rednerisch betätigte. In Anerkennung seiner hervorragenden verbieuste um die Begründung dieses grüßten jüdischen Literaturvereins in Deutschland und seiner 23 jibrigen Mitwirkung im verttnsvvrstanoe, ernannte ihn die Hauptversammlung am 10. Mürz d. I zum Ehrenmitglieds de« Verein«. Auch als einer der Gründer de« Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland und deffen Sekretär, hat er viel und erlprießlich geleistet. In diesem verbände gehört er auch der Redaktionskommission de« Jahrbuch» an, das nunmehr 21 Jahre erscheint und hervorragenden literarischen Inhalt bietet. .Mll 60 tritt das Aller ein*, sagen nufere weisen, müge es würdevoll und wohltuend einem geistig arbeitsreichen Leben noch diele Jahre folgen. Memel. _ Leon Scheinhau». a» ln featetikiL » erkln. Der 1. Jsr. Volkskindergarten und Kinderhvtt unterhält ln der Gipsstr. e. Tagesheims. lüOKinder v. 3jl4Jahrea und 2 Kindergärten, die,von 70 Kindern besucht w. Bon d. Zahlung de» Schulgelde« v- 1 Mk. mvnatl. waren 30 Kinder befreit: om Mittagessen nahmen 113 Kinder teil, Vesper wird allen Zöglingen der Anstalt verabfolgt, von b. 30Familien, die ihre Kinder in b. Horte de« Vereins entsenden, stehen über d. Hälfte der Väter im Felde- Der Gesuch d. Kindergnrden« hat im letzten Jahre etwa» nachgelaffen, «ährend d. Horte so überfüllt sind, »aß nicht alle Rachanmeldungen berücksichtig, «. konnten. Reuerding» ist d. Trennung i. Knaben u. Mädchen- Hort ansgehoben; mtt b. gemeinsamen Unterricht beider Geschlechter w. gute Erfolge erziell. Die Kinder werden ans Pädagog. Gründen auch z. leichter Hausarbeit herangezogen, der Konunlereicht mußte au» begreif!. Gründen anssallen. Regttmäßig- Wnldansstüge u. Wandemvgen an schülsreien Rachmittagen n. in Ferien dienen d. kürperl. Besnndsheitspslege d. Zöglinge. D. Gesundheitszustand der Kinder ist befriedigend: ansteckende Krankheiten stnd nicht anfgetreten. Bei d. Biegungen, die alle 4 Monate vorgenommen w. zuletzt e. durchschnittl. Gewichtszunahme v. 2 Pfund festgestellt. Im 1. Kriegsjahre w. e. Abendhelm für männt. u. weibl. Lehrlinge eingerichtet, tum auch d. schnlentloff. Jugend b. Wohltat anregender Unter. Haltung u. Belehrung z. bitten. Die Lesncher d. Jugendheims kommen jed. Mittwoch zusammen. E. Anstaltsjparkasse gewöhnt schon b. Kleinsten an Ordnung u. Sparsamkeit; e. (orgfdltlg zusammebgeftellte Hortbibliothek, die fleißig benutzt wird, sorgt für gnt. Lesestoff. Aus d. 3. a. 6 jähe. Kindern wurde e. Hauskapelle begründet. D. Hau« nahm bi» z. Kriege nur jüd. Zöglinge aus: seit Krieg«beginn befinden stch auch andersgläubige Kinder im Kinberhott. -ranllknrk a. M. Die Snppenanstalt für isr. Arme, die durch ihre herrvarragenden Leistungen während des Krieges und die entstandene Teuerung in großes Defizit geraten ist, beschloß trotzdem in d. General-Versammlung aus den Wohllättgktttsstnn unserer Stadt vettrauend ihre fast unentbehrliche Tätigkeit nicht einznschränken. Aamsurg. |a Worein zur Ilsrdernng ritueller Spttsetzünser G. W . hielt kürzlich nnter Vorsitz v. Herrn. Bumperß feine Geunalversawmlung. Die Bilanz schließt mit einem Fehlbetrag von 184,30 Mk. Ende Dezember betrug die Mitgliederzahl 338. Die turnusmäßig ansscheidenden Mitglieder de« Direktorium» wurden durch Zürns wiedergewählt; neu Carl Png-Hamburg und Jakob Levy-Berliu. Kriegittrforg«. Jtnrntera. (Sitzung de» Stadtmagistrat» ». 7. Juni). Oberbürgermeister Dr. Gehler berichtet übet eine Stiftung bet Ksms. Lstipmann Thalhttmer, die durch Zweck und Entstehung ein bedentsames Dokument gemttnnütziger Gesinnung sei. Der Sttsier, ein Kalligraph, Hai im Kriege kalligraphische Kriegskarten für erdllndtte Krieger hergestellt und den Erlös der Ortsgruppe stkümbng-Fürth des Bundes erblindeter Krieger zur Verfügung gestellt; es stnd 3600 M-, waren 600 M. zur Errichtung einer Blindenbücherei, bie Zinsen von 3000 M. von der Ortsgruppe für nützliche Anschaffungen zugunsten erdlindeler Krieger verwendtt «erden. Sollten keine mehr da sein. Ml da« Kapital: V, an Nürnberg. ■/, an Fürch zur Verwendung für wohltätige Zwecke, (vgl. n. i. Lokol-Anz. d. vor. Rr.) Lemgo. Zigarrensabr. Hugo n. Hilmar Kabaker ö»ergaben d. 8»adt e. bedeut. Betrag z. Erricht, v. vorl. 20 Famllienwohn. s. httmk. Krieger. av, kr Jll-illdkAXglliz. Wie Zsudoo -iseoet Angend-Grgantlatlon hat für Ende Juli/Ansang August einen Bundestag nach Würzbnrg ttnberusen. Zur Propaganda für den Bundestag berief die Berliner Jugend-Gruppe am 23. 8-, eine Versammlung ei». Rach ttnltttenden Worten des vorfitzenden, Robb. Dr. Meier Hildesheimer, ergriff Herr I. Simonsohn da« Bort zn eiper Ansprache .Aus den Bundestag*. In begttstemden Worten schildette er, welche vtttnberuua die Gründung der Agudo» Jugend^sruppen im Leben der konservattven jüdischen Jugend hervorgerusen hat, wie sie es gewesen, die den hnfenatne» jüdischeä Juden das Gewußtsttn der Zusammengehdrigkttt innerhalb seine» Krttses gegeben hat, wie nun der Bundestag zum I. Male sttt dielen Jahrzehnten die Gelegenhtti hüte, gegevstttig über Fragen und Schwterigketten, die im Laufs mehrjähriger Tätlgkttt in den ttnzelnen Gruppen ensgetrtten stnd, mitttnander zu bttprechen und sich zu verstäudigea, snner über, Fragen künsüger Organisationen zu verhandeln und Be- PT schlüffe zu soffen. Unter Bttsall dn Zuhürn schloß Rednn feine Ausführungen. In dn lebhaften Aussprache sprach zuerst Rabb. vr. Esea Munk von lautem Bttfall begrüßt, lm Anschluß an ttn wott unserer weisen; indem er das Work .Din* ans die bezog, die berufen find, in allen Angelegen-- beiten Entscheidung zn treffen, zttgte N, aus wie gesundem Grunde die Jugend-Gruppen nnchtet seien, wie es Pfitchi jedes konservattven jungen Juden sei, dem an Erstarken seinn Bedanken gelegen jtt, stch der Aguda« Jiiroel anzuschließen, ihr durch »Limud Taurvh* die Bordedingn,g für e. spätere» segensn iches Wirken zu ficheru. Duruui >p,u«en Rauh. De. Hariwig-Carledach, Rechtsauw. De. Adroham Lee», De. w. Hotmann. Moritz Posen, Lehrer Karser. Dr. L-0 Deutschlinder z Z. Kawuo u. a. m, — Dt. Hrldesdeimer dankte allen für ibr regt« Interesse und ftellre weitere Nachricht in Ausficht. Man oerliei atr Beriawmlung mtt innerer Beftiedignug e. eindrucksvollen Kundgebung beigewohnt zu haben. 51«,»«. Jüdischer Zrenensnn» Die Ottsgruppe Berlin hielt im Gemeindehause e. gut besuchte Mitgliednoersummlnng. Nach e. l Begrüßungsansprache nftattete Frau Henriette Stil) i. Tätigkeitsbericht üdn Geschäftsgang und kttstuugen i. v. I. Die \ Arbeiten bes. d. b. Ortsgruppe h. e. Steigerung erfahren, bes. btt . den Fragen, welche i. Zusammenhang mit and. interkonseff. v rganisattouen stehen. D. eia. Arbeit ist durch neue Ausgabe» geistiger u. sozial« Art ebenfalls gewachsen, tziaturgemlß nahmen b. Kriegs«rdttten e. breiten Rana ttn.!D. Mltarbett b. Ortsgruppe in den Kommtfflone» d. Ziationale» Feaue»- dieuftes w. durch Zn wohl e. Borstandsmitgl. in d. Vorst«», , desselben anerkannt; auch im, »diiisansstdnß s 'KriegchM^Ä , bliebenen-Füesoege d. Stadt Gert» w. dem Jüdischen Franüm bunte e. Sitz eingatumi. An d. Großbnlrnn Windelwoche w. fleißig mitgembetttt, ebenso im Auslchuß z. Hebung b. Belkssittlichkttt, in b. Auskunftu. Hilfsstelle für Ansltndn in Deutschlnnd. D. kansefflonelle Kriegsarbett d. Gruppe besteht in b. Teilnahme an d Arbeiten d. Verein» f. KriegdstatistA' der Juden nnd im Besuch jüd. verwnudtten ln t. Bnlinn Lazaretten. Jnaendsürsorge gilt als vornehmste« u. wichtigstes Arbeitsgebiet. Bedeutsame Veranstaltungen des o. I. stnd d. neubegründtten Lehrkurse z. Einführung in d. besond. Ansgaben jüd. Wohlfahrtspflege. Fr. Slbdy w r o n «k y, die Anregettn, erstatttte e. intereffanten Bericht üdn die ersten Kutte, die im kommenden wintn fortgesetzt u. ausgebeut «. sollen. Heber Mtdchenklub u. Wohnheim berichtete Frl. St i e d e I intneffante . Eiuzelhttten. Ein anregendn Vortrag v. Fränlttn Sidonie Werne r-Hamburg übn Gedanken z. Erziehung jüd Mädchen beschloß d. lehrreiche Tagung. Qatöatrl Tlüe jüdische Jbnnlmerter besteht in Berlin ,d. Philipp und Henttette Maah-Ltiftnng; ders, find von den Testamentsvollstreckern dn »erst. Sttstenn Vers jetzt 3000 M. überwiesen worden. Bor 13 Jahren begründet, hat fie den Zweck, würdigen jüdischen Handwerkern, ftüheren Zöglingen de« 2. Waisenhauses, Begründung einer wirtschasitichen Selbstftändlgkett zn ermöglichen 0»N zu erleichtern- Die Zinsen de« Stistüngs» knpiial« stnd jährlich je zur Hälfte am 3. 4., dem Stndttage v. Philipp Maaß und am 16. I-, dem Sterdttage der vegründettn der Stiftung, zn vertttlen. Da« Stift.-Bermögen beträgt 10 000 Mark, die Verwaltung fühtt da« Kueatvttum de» 2. Gemttndewarsenhauje« in Pankow, das üdn eine beträchtliche Anzahl von Stiftungen nerfügt, welche dazu bestimmt find, den ehemaligen Zöglingen den weg ln» Leben zu erlttchlern. Die Maaß-Stistung hat ■% den 13 Jahren in zahlreichen Fällen jüdischen jungen Handwerlnu zur Seldstftändigkelt verholsen. Arnnäsntt a. M Schuhmachern,ftr. Sim. David vorneftr. 30, feierte am 1. Juli bOjilhr. Hanbwertnjubiltum. Gtstentich-wt-anl. Millionenstistn»» der West« ttzevrn -»tzlfch». Die nunmehr schon da« zehnte Jahr nntn »er ausopsernngsvollertt/^ Leitung ihre« Präfidenteu, des Hoftates Julius würtnderg stehende Pest« Chevra Kadischa Hai in ihrn Bennalvettammluug vom 28. Mai dttchloffeu, den gesamten male» nellen lksolg »er diesjährigen Mitgliederaufnahme: eine. * Million Kronen einer Stiftung für den Schutz und die Erziehung bet Kriegswaiseu zuzusühre». An» dieser Stiftung sollen jene Walsen, die nicht in Waisenanstatten uniergebrocht find -latftäftigft unterstützt runden. Die Stiftung tritt bereits im Jahre 1313 in «kost. Friogsroaisentzano i» Hswdapest. Baron Moritz L. Hnzog hat für vMDrrichtung eine» Kriegswaisenhause», indem 100—130 WaWmtdchen Ausnahme finden sollen, eine Milli« Kronen gespendtt. Die neue, keinen konfessionelle» Choraktn tragende Anstalt wird von ber Landes-Kinderstchntzlign geleimt werden.