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Jüdische Volkszeitung · 1918-05-24 · 21 (24.5.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
21 (24.5.1918)
Date
1918-05-24
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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gtlfcoen Boten Hot« >. .Lehrbuch der Kindottnntheiten- , Handbuch do Echulh«ine', .«oumdehandlunz der Diphtherie .Aedeiien an« de» Kaiser und Kaiserin Feiedrich-Ktuderkranle- Mnfe* eneite Verdreitnn« gefunden. Während 8. in früheren Zuhren nach kürzerer Tätigkeil al» prndifcho Aitzt fich mit , Fragen d. allgemeinen und speziellen Pntholoaie und Therapie der Kinderkrankheiten beschäftige, wandte o sich in den letten Zahlen »o sazialmed. Richtung z» und hat seine ArbeiUkrast der Säuglingdvflege. d. Hallekindermesen. »ei Schulhngine gewidmet, ha« namentlich im «ereia für «chulgesundhettdpflege und in dem f. »ff. «esundheilkpflege »st da« Bor, ergriffen nnd »ieldeachtete Knregunaen aus den genannten Gebieieu ge» geben. Daß in seinem «eiste meitergearbeite« mild, dasüt fall eine ,. >. 70. 8edn,l«lag errichtete Stiftung sargen: sie wird jährlich am 22. r. sdem «edurldtage Baginsktz«) einem Affiftenten de« Kinderkrankenhaus,« verliehen. Fi« Uranerteier fand am IS. 4. aus Weißens« statt. Stadt».-Lers.. Reichtmedizinalami. »»ist. d. verlinei jüdischen Gemeinde und a. w. »nrch Kdardnungen - vertreten. Rabd. Dr. Beiße hielt die Gradrede, dann feierte Pros. Dr. Cassel, e. seiner Schüler, die großes, wtffensch. Seiftungen de« toten Meister« Al« Vertreter der Stadt dankte Znstizrat «asllnud für die langj. Leitung ». Kaisch. und Kaiserin-Friedrich-Krankenhause«-, »dsthiedtzzrüße de« Verein» für Kindergesnndheittpflege überbrachte Prof. Dr. K en ß ie». Feierl. Klange eine« vom Oder, kantor Davids,hu remitierten Gebete« beendeten die Trauerfeier, von Chorgesang »öffnet u. geschloffen. Geh. Medizinalrat Di. Hl»de»s»hn. lauge Zähre KreUarzt in Grüß <ln Posen) beging am IS. L. sein üpjLhrige« klrztjudiltnm. München Hermann Loed, Tuchfadr., wurde zum Kowwerz ernannt. prnnüfnrf a. M. Gold. Hochz 12. 4. «. Hamburger, Bergweg t. In Sitkltaft*: starb Leop. «rrstle. «et. ». l »70/71. tteftfcti: chold ^bochz Kausrn.: Ehrlich u. Fr. Regina ottlieb. Mer», gr. f. -riegntz.: Karl Gordon Leit. d. »grip. pina-Lichtsp.. Etln; «exando Weinbau». Ehorlett. ». Syn. Lützowsir. in Berlin; Webereiteilh. Stabtv. Mos. Etern-Rheydl; Fabrikdes. Max Friedländer-M.-Gladbach-, Soul« Beo-Elberfeld Inh. der Großffrma L. B. 8k«««. Kohensatz«. Fr. Radd. Dr. Ließ. Wwe. d. 1904 »erst Rabd Äff. Dt. Heim. T., Hohensalza. längs. Gchrists. d. hief. Franrnv. u. eisr. M'lard. d. Dr. Tietz-8. z. Pflege d. Gastfrcundfch., starb ,n Berlin nach lang. Leiden. Aarl Mare «k» geiflsgen Waken de« dentschen chgrnrtertnrn» entdeckt zu haben, ist ein Ruhm, den die alloerfte »ntvrität der deutschen klo ario, der »erstorbene Profeffor Dr. Rnhland snr fich iu Anspruch nehmen kann. Dieser gefeierte Rationaltkono» de« Bnnde« der Landwirte hat vor 20 Jahren in der .Deutschen Tagedzeitung' audgeführt. daß Karl Marx und Ricardo, wenn fie nicht zufällig Revolutionäre gewesen wären, die Hauptvorkämpso do agrarischen Weltanschauung gewesen wären. Wörtlich hieß e« in dem Artikel. .Wäre Karl Marx kein Revolutionär und stände o aus dem Boden do heutigen Reich«, und Wirtschaftsordnung mit der Absicht, sie zu erhallen und zu deffon. statt zu zerstören, er märe al« 2. Dliraeli Führer do »grario. Und in diesem Sinne schließe ich hier mit der Behauptung: «ie beiten weitan« bedeutendsten Rationalökonomen. welche je die Erde getragen hat. David Ricardo und Karl Mar; waren Agrarier', vb dem Organ de« B d L. die Erinnernug an diese Bohorlichun, So südischo'Revolutionäre aU do geistigen «äto ihro spezifischen Weltanschauung heute goade sehr angenehm ist, wird von do .Deutschen MontugszeitungV do mr diese Ausführungen entnehmen, mit Rech, bezweifelt. Wenn man in do agrarifch-antifemitifchen Preffe Marx übohaupt bilho gelten ließ — so nur al» Kronzeugen gegen da» Judentum. Hat doch der die Entwicklung der Menschheit nur vom' materialistischen GefichUpunkte au« beurteilt, erklärlicherweise an der Rolle, die da» Judentum im Wirtschaftsleben »er Liilko spielt, nicht vorübogehen kdnnea. und al» grundsätzliche Gegner de« Kapitals auch über den «apitalismu« der Juden in feinen Schriften manch bittobdse« Wort gesagt. Mit «orliede werden einzelne au« dem Zusammenhang gerissene Aeußounaen zusammengestellt. wie etwa die .Sobald e« der Gesellschaft gelingt — den Schacher und seine Voraussetzungen aufzuheben, ist der Jude unmdglich geworden — die aesellsch. Emanzipation do Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum', um dann triumphierend tagen zu kinueu: So ist der Jude nach dem Urteil eine« feiner eigenen >ngehdrigen. Daß M. abo zu diesem ungerechten Urteil über da« Judentum nicht nur durch seine einseitige materialistische Ausfaffung verleitet w., sondern nach Renegalenwejse mit dem Haß des Konvertiten feine früheren Glaubensgenoffen schmähte und dadurch in vielen Beziehungen a. Beiningo erinnert, wird ». den.Antisemiten meist geflissentlich verschwiegen, wie auch s. (2.) eheliche Lnbinbuug mit Jenny van Westfalen, eino Schwester de« bekannteu reaktionären Ministos bei Jnnon uuto M«nteuffel. „fftfcr" 4b)' Histmtiche «1)4»,nn« nnn « ux E ch 0 r l vch, Ben,heu OM.! Nse «echte varbehatten. ■* : „Wir otrtern da.Bohtltniffe, die noch ganz gegenständ«- lp« sind", sagte der Poimeimeister. „Bor allen Dingen will ich erutoen, ob die Gesuchtin sich in Venedig befinden. Sollten ff» hio sein, so wird est eine Form geben, unter welcher wir dem Verlangen der .hoffen Pforte" gerecht woden können". Do Doge nickte znstimmend. Do Gesandte voneigte sich. Die Audienz war zu Ende »I« Astrachan Beq sich mit seinem Gefolge entfernt hatte, flüstote Signor Paolo idem Dogen zu: .Euer Durchlaucht können bouhigt sein. Ich werde die Sache zum guten Ende führen, ohne do Republik etwa« zu vergeben.' Er begab sich in seinen Palast und ließ den Rabbino von Venedig, den berühmten Gelehrten und Dichter, Rabbi Jehuda »rjeh de Modena, zn sich rufen. .Giguor Rabbi»»,'s sagte er. al« Rabbi Jehuda Arjeh in ihm in fein Prinatgnnach getreten war, .der berühmte lrzt und Staatlmanu Salomou Aschkenofi von Konftantinopel weilt seit einiger Zeit unter fremdem Namen hier.' .Euer Exzellenz wiffsn....... f JL .Die Polizei von Venedig weiß alle», und e« ist nicht« wa« ihrem »rausauge »oborgen bliebe.' Do Polizeimeifter schlug ein Buch auf. ,Eno Freund,' sagte o, .nennt sich Dädid Zvrphati, und seine junge Gattin — Ihr selbst habt die Trauung vollzogen — verleugnet ihren Namen. Esther Shioa, und nennt sich Regina Molch». Auch ihr Vater und ihr Oheim find bei ihnen. ,Euo Exzellenz find f» gut unterrichtet, daß e» töricht wäre, widersprechen zu mollen.' , .Run wohl. Signor Rabbino. Ihr seid ein kluger und zuooläffigo Mann. Sagt Eurem Freunde und den Seinen, daß sie augenblicklich, heute noch, von hio entfliehen. Ihr Leben schwebt sonst in Gefahr. .Darf ich Ihnen Mitteilen, von welcher Art die Gefahr ist, die sie bedroht?' .Ihr werdet Ihnen nicht milteilen, wa« Ihr selbst nicht wißt und auch nicht erfahren sollt. Ihr seid entlasse».' Als Rabbi Jehuda Arjeh in da« Ghetto zurückkehrte. Höne o die Lente von der außerordentliche» türkischen Gesandtschaft reden. Jetzt wußte o, welche Gefahren seine Freunde bedrohten. Am andern Tage ohiel« do türkische Gesandte die Nachricht, daß sich zwar eine jüdische Familie in Venedig aufgehalten, von der man »omulen ktnne, daß e< die Gesuchten seien, daß diese aber Venedig verlaffen hatten, und niemand wiffe, wohin fie gezogen. (z»rtl>tzun« lolg« Ktattgark, 2». April. Aus dem Pragfriedhos erfolgte heute nachmittag unter ehrender Beteiligung weito Kreise die Bestattnng de« vor wenigen Tagen im Reserve-LazarettHamboru an den Folgen eine« Kopfschüsse» bei do letzten Offensive verstorbenen Rechtlanwalt» Dr. Ernst Moos, Best, in einem Jnf.-Reg. Zahlreiche Rechtsanwälte u. Richter w. mit d. Ober- Iande«gericht»<P,äs. Staatlrat v. Cronmüllo u. Senattpräfidort. v. Pfizer erschienen. Bezirk«rabdlner Dr. Stößel schilderte den Verstorbenen als trefflichen Menschen, der ob seine« gerechten Sinne« bei allen geschätzt, in do kurzen Zeit, die er im Felde gestunden, für tapferes Verhalten das Eiferne Kreuz ermorden hatte. Am Grabe sprach Ramend, de« Anwallvoein« Rechttanmalt Dr. Stotz, do die hervorragenden Eigenschaften würdigte u. deffea reiche« Wiffeu hervorhob. Für den Landesausschuß der Fortschrittlichen Volksparlei und den Au«- schuß Stuttgan widmeten Stadtgeometer Kercher und Mitteifchullehro Hörle unter Niederlegung von Kränzen warme Worte des Danke« d. ersprießlichen Tätigkeit s. die Partei do treuen Parteigeuoffeu und wahren Freunde. Eine Kranzspende widmete Hauptmann d. R. Schallo »amen« der 3. Komp, de« Erfatzdat. 119, da« die militärischen Ehren erwie«. » Mauer uni» Kuuru m Breslau! Der furchtbare Krieg, der draußen wütet, hat unsere liebe Vaterstadt verschont, hat nichts von chrem alten Glanze genommen. Wir nehmen das fast als etwas ganz Selbstverständliches an. Aber denken wir nur einmal nach, wie es gekommen wäre, wenn unsere wackeren Kämpfer chre Körper dem gegnerischen Ansturm nicht entgegen geworfen hätten, wenn der Feind unser schönes Vaterland betteten und die Trikolore aufgepfianzt hätte. Was wäre aus den seit Generationen aufgebauten Jndustrieen unserer Stadt geworden, aus ihren Fabriken und Gewerbeanlagen, aus ihren Schulpalästen und Kaufhäusern, aus ihren Lausern und Villen? Was wären heute die Aktten unserer glänzend arbeitenden Iftdustriegesellschasten, was gälten noch Lausbesitz und Hypotheken und alle andereu Werte? Schutt und Trümmer würden wtt sehen, statt blühenden Lebens. Doch, daß wir vor solchem Elend bewahrt geblieben sind, daß wir noch in stolzer Sicherheit das Laupt erheben und ungehindert wetterwirken dürfen für uns und die unsrigen und zum Wohle unserer Vaterstadt, das verdanken ww doch einzig und allein unseren feldgrauen Brüdern und Söhnen, die für uns gelitten, gedarbt und geblutet haben. Denn ohne ihr Leidenwerk hätten wir keine Leimat mehr, wäre die Landstraße unser aller Los. Tiefe Dankbarkrtt legt uns schwere Pflichten auf, und sie zu erfüllen ergeht nun der Ruf an unsere opfergewohnte Bürgerschaft. Sag« nicht, es ist schon genug gegeben worden, denn der Dank, den wir schulden, ist unendlich. Gebt kein Almosen, sondern spendet mtt vollen Länden. Wenn jeder nur seine Gqbe nach dem Maßstab« dessen brächte. was er verloren haben würde, falls dle Feinde unsere Stadt betteten hätten, dann wären dir Krttgsbeschädigten für alle Zetten fichergestellt. Und jeder muß geben, denn jeder hätte viel zu verlieren gehabt. Vergeht da« nichtl Gebt reichlich für die ^udendorff-Ipeiide! pW »Kutsu, »—fichstmugsg-ssilleihAstsu. »i,ch«u, di» Sritungru, fowi« dl» H»uxts»mm»lK»lW Mkidtifch»' »«ub zu »,rsl«u. % P<Mch»LK<mto Itteltn 27®«, find b»»«it, «»bru »utgrg.u zu n»hm»u.

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