Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 15 (12.4.1918)
- Date
- 1918-04-12
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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3Udd|e voldMm«- llk. |5 laMia Ckgtn Mt Anlage eines jüdische» Kttedhofe« in Krrchrode nahm am 27. 1. e. Proleftoersnmminng h. Bürgooerein Siellaog. Vorsitzender, Guiltestßer Wulf, teilte »il. daß da« Projett hie Anlage eine« großen jüdischen Kriedhose« »or Kirchrod« zwischen der Lanaeseidand Reuftädierstr. in einer Grüße »o» 30 Morgen nmsaffe. Da m de» letzte, Tagen bereit« Lohrnnge» ans den in -frag« kommenden Grundftötken vorgenommen seien, müsse «an sich mit ejnem Protest beeile», um nicht vor der vollendete» Tatsache z» stehen. - Schon tinmal habe der knrgerverei» dnrch energischen Protest die drohend« Kronkenhairtnniage zu verhindern gemußt. Seien et anch heule kein« schwere gesundheitliche Schädigungen, so märe die fliege de» Friedßvset doch ein schwerer Schlag für die Kirchrod« Man spreche jetzt so viel von Wohnungsnot nach de« Kriege, da mvsse man in erster Linie destredt sein, anch für unsere zurückkommend«» Feldgrauen neue Wohnviertel auszuschließen. Glitten in diese« Lan»hau«»intel solle jetzt der Friedhof gelegt »erde», mährend die Gewkinde St ihren eigene» Kriedßos «eit hinautgelegt hat«. Sv müßten die Grundbesitzer durch die Nnlage de« Friedhöfe« e« rnhig mit anseh«», mit ihr« Ländereien ans Jahrzehnte entmertei wurden. Auch die Dautäligkeit »irde erlahmen, denn niemand wollte gern in der tziäh« eine« Friedhoses »ohne». Schon die llmgehnag«- dahn sei »an der Kirchroder Gemeinde al« arge Sidrung empsunde». Gegen die jetzt drohende Gesahr der Fnedhos«» anlage müsse schleimigst Stellnng genommen »rede», denn nach Erkundigung«» de« Redner« soll da« Projeti schon ehrt »eit gediehen sein. Juftizrat Di. Stehman» wie« daaus hin, daß «an bei der Stadt wenig Engegenkommen staden werde, wen» ste al« Gruntstücktoerkäuseiin mitspreche. 8« sei ei» eigenartige« Ding, gerade einen Kriedhos in einen «erdend,» Stadteil zu setzen UN» da« sei »och bei Kirchrod« der Fall. Zum Glück sei e« erforderlich, daß »er Regierung«. Präsident der Anlage die Genehmiguog erteile. Diesen anzuruse». wäre der geeigneste Weg. Glan kinnte auch die Hoffnung hat«», daß diese »berste Instanz nicht sosort ja sagen «erde. Ein Projekt, daß in viele, Kreise» Interesse erweck-, solle nach seinen Informationen nach dem Krieg« zur fu«. sührung komme», »nd zwar die Umg-stalt:.: g de« Bischus». holerkamme» und deffen Verlängerung zu einer schüaen »reiten Kunstftr.. an der stch eindrucksndlle Wille» und Landhäuser erhebe, solle». Wir di« Nvlieger dieser Straße' sei e« »»» wirklich nicht Ichin. täglich Leichenzüge dem in Kirch. rode gelegene, Kriedhate zufteuer, zu setze». Sein Vorschlag geh« dahin, «ine Kommtsstau zu wählen, dis mit dem Stadtdirektor in dieser Sache Kühlung nehme» solle. Der «orsitzende detoate nochmal«, daß sämtliche Eiuwahner »an Kirchrode gegen da« Projekt sei». Der inzwischen «rschienene Düigervärsteher Znstizrat Di. Tido« Wiste mit. daß er »or einige» Tage» den «eadtdirrktnr «aae, der G^edtzchdang«. legenhest inlrrpelliert hat«, dar ihm gesagt hat«, chm sei von h. ganze. Lach« »lich nicht« Mannt. ' Persbulrch stehe er dieser nicht Ihmpatisch gegenüber. Rach Ansicht de« Senatvr« Bauer der dir Lache beardeitele. würde eia mäßiger Kriedhossplatz de» iandschastddilde nicht schaden. Di« Gtadl Hab« vorläufig zur Errichtung de« Kriedhos« an die jüdisch« Gemeind« noch «che» Grundbesitz flaust. Borläufig schwetten »ach seinen Geftstelnngen nur Berhaadlungen zwischen de» Senatvr Bauer, nid »er jüdischen Gemeinde. Justiz»! Dr. Stehmaun betonte nochmal«, daß. sobald der Kriedhos nach Kirchrod« komme, e« «st den dortigen Bille»- und Gaiteuvierrel vorbei sei. Großkausmann Flemming ist ebenfalls der Meinung, daß die Entsendung einer Kommission zum Stadtdireltor da« Beste sei. Justizrat Dr. Tido» «arf hl« Krage aus. ob es nicht möglich sei, de» neuen jüdische» Kriedhof in die Riß» de« neue» großen Griedhofrt der Stadt, etma in da« Bemertder oder Laher Gebiet zu lege». Juftizrat Dr. Stehmanu. »roßkansmann Gemeinde-Anzeiger. vesstl«. d«U >2. Lp eil (9(8. Klemming und Gutsbesitzer Auls werden deim Stadtdirektor die Lüuscho»»er Kirchrüder Gemeinde in dieser Sache Vordringen. Hannover »te Anlage eme» »ene» Fnedgns,» für nufer« Gemeiad« ftüßi aus Vielsache Schwierigkeiten, Segen d. Plan «mer großen Anlage von etwa 30 Morgen Umsang bei Kirchrod« haben .die Anlieger lebhaften Protest erhoben. Die Stadl hat der Gemeinde bisher noch keine« Grundbesitz zur Unlage einet Friedhose« verkauft. Lamsnrg ». ». zstihe. Ans ei»« lOOjii Helge Mirüsamüeit kan» der J«r. Holzoerein zurückblicken. 1818 begründet, NM arme jüdische Einwohner mit ihrem Bedars an Winter- Holz zu »ersehen. Die Hun »ertjahrseier wurde eutsPiechend dem Er-°te »er Zeit mii einer schlichten, behagliche, Feier im ,H ... Brauaschweigbegangen. Rabbiner Dr. Win tckr. zu «Nie« Zwecke an« dem Keid« zurückgekehrt, hielt eine inhnii». reiche Festrede. eine 2. »irkungdvolle Aniprache hielt Rabb. Dr. H » r o w i tz-Kranksurl a. VI. In allen Reden wurde der segensreichen Tätigkeit de« Holzverei»« gedacht, zahlreiche Spende, und Glückwünsche von außerhalb bewiesen, daß dem Jubilar auch v»n der Kerne Jolereffe enigegengebracht wir». Im Jubstäumdjahr stoffen >.» Verein 120« «. Spende» ju; die Mitglieder-Beitrage beliefen sich auf 32} M, an Rückzahlungen wurden 5600 M. »ereinahmi. sodaß eiw« 7«00 M. zur Bersüguaa standen, die di« ans eine» Rest von 70 M. wieder zur Berautgabung für die latzungtgemäßen Zwecke kamen. — Der 1886 in unserer Gcmeinde begründete .Verein zur Ausstattung isr. Mädchenz. Audstcuer oder z. Ausbildung für eine» Lebeudbernf bez». znt Begründung eine« Geschäfte» besitzt ein Bermtge» von eiwa 40.000 M Im letzten Berichtsjahre gingen 33« Man Mitglieder-Heiträge», 1310 M Spenden eia. WÜrgek Uns. Sem.-Präs. Real. Joses Heß beging seine gold. Hochzeit, die durch einen Gottesdienst in »er Synagoge vo» der gesamie» Gemeinde miigeseiert wurde. Lriegllstrsorgr. Werlin Sladtrat Dr. Pnmo^affö in Berlitz hat zu» labtnffti an fernen am 28. Januar d. I. auf dkm Kelde d. Ehre gefallenen Sohn, den Studierenden der Chemie Gerhard JaffS (vgl. Heldtd. Nr. 4554. Rd. E. ft. Nr. 7864) der Uni. verfität zur Errichtu..u einer »Gerhard-Jafls'Sliftung^ 1V0V0O M. der 8. ^prazentigen Deutschen Reichsanleihe übersiefen, aus deren Einkünften kriegsdeschädigken und durch den Krieg in eine bedrängte Lage gebrachten Studierenden Beihilfen gemährt werden sollen- IUgtAdfiNors«. Pa» jüdisch» chi»tz«rge»«fUag»hei» >» ».» stlme» berichrer »ach ^jähriger Ganse übe»' bie beiden tetzton Geschäfts sichre. ISIS ». 289 Kinder (177 Knabe» und IIS Vädchen) in S Abteilungen t» Vereinrheim Elmen ausgenommen 1917 294 bedürftige, schwächliche Schüler verpflegt. Die Kinder blieben 4—6 Lachen. Die Kurerfolge der kleinen Patienten, bie teilweise in stark nnternährtem Zustande in die Anstalt ausgenommen wurden, hatten fast durchweg erhebliche Gewichtszunahmen zu verzeichnen. In der Wirtschaftsführung ist eine dedeutnngsnvlle Wandlung dadurch eingetreten, daß der Grundbesitz in Elmen nicht mehr verpachtet, sondern für den Instaltsbedarf durch eine süd. Gärtnerei bewirtschaftet wird. Die dadurch entstehenden erhebt. Ausgaben w. zu« großen Kerl schon im I. Jahre durch die Erträge dieser Eigen»irt- Wirtschaft ausgeglichen. Die Pfleglinge »erden zu leichten Landarbeiten herangezagen. Durch die abbmechslnngsreiche Beschäftigung soll Neigung zar Landwirtschaft erweckt werden. Inch die Einrichtung eigener M>lch»ittschaft ist geplant und soll, ebenfs »ie die Verstärkung des Gartenbaubetriebes. durchze» poltA. pit (fatal »»b bi« Gholmer Frage. Im iholmer Gebiel bemühen sich die Palen dnrch Anfkmif »»» Land un» Jndnftne. Gründen »an Schulen ». «. eine Polonifiernng hrrbeizulühren. wie »an der Gegenseite An« Ukroinifiernng oerlncht wird. Darüber tagte in Lnbli» eine Versammlung »on Lerirelern aller polnische» Parteien. Kein Jnde mar veelrrien, man hatte sie nicht «ingelade». Sie beschlofien. bie Polonifierungtltttgkeil ans bas ganz« polnische Gebiet »o«z» dehnen, »m einer llederschwemmnng dnrch .Krem»«- oorznbenge». Die Inden, auch di« nittonnle». fühlen sich in dem Sttebea, Pole» »na fremdem Einfinß zn befreie», mit den Polen dnrchon« solidarisch. Aber da fie nicht zu diese» Dingen zu gezogen werden, liegt bie Bermntnng teabenzitser Adfichien gegen die Jod«, auf ta Hand. E« liegt der Vergleich der Berhüllniffe im Lholmer Gebiel mii der pnlnischen Ardeii in der Promnz Pose» »ah«, wo di« Juten sich edenfall« zwischen den driden sich dcsehdenden Ralionalitätea wie zwischen Hammer und Ambo» befände». Der Erfolg war, daß die Juden der Provinz Pose» I» 25 Jahren der poiaische» Lättgkett »on lü—18-/, ans st— i Prozent hernhsanke». Eine Lhniich« Trngtdie kann fich-jetzi in Lholm wrederhole», wenn da« Jude», tum nicht als orgonifiette nattonalwittschasiliche Macht ansttttt. Di» Jude» diide» dntt (Zählnng .»»» 1897) za Prozenl in den Städten, 14—15 Prozenl anf de» Land«, die Polen kau» 22— 25 Prozenl, Zufolge de« Kriege« hat sich dieses Verhältnis dahin geändert, daß der jüdische Prozentsah noch wesenltich gestiegen ist. Daher ktonen don die Joden nnter Umstände» «ine enischerdende Rolle spiele» nud sind »erpflichi«. mii Aulmerksamkeil die Enimickluog der Eholmer Frage zu beachte». «An ta Mnrichmier Moioersttüt wurde» im lausenden akademische» Jahre 2220 GlotenI«, immalnkuliett, 54,2 Prozrni Ehttsten, 45,8 Prvze»! Jude». Als Muttersprache gaben 2227 Student«, die polnische, 103 jäd. Jargon, 87 hebräisch«. 8 denische. 2 rnsstlche. I stouzdstsch». Die »edizinisch« Kokultäi desnchte» 941 Studenten («10 Juden.) »te juridische 767. 285 Inden.) die philosophisch» 412 (142 Joden). FlaltKit. I» Mlawa ». 1803 kein I.. >327 »5 Pro^nl; I., 1809 »6 Prozenl; Miechow 1K8 kest, I.. 1909 35 Prn^nt 1909 35 Prozenl. Die Zahl der Jude» beträgt in »erschiedenen and. SitdlenPolen» 40,7 — 30 Prozent der Gesamtbenölkernng. §. Aüdischer Aank»anno- ». Aanb»erterrat wurde ,n der Sitzung der jüd. Bolktpatteien zu Warschau zur Wahrung jüdischer Jnteresten begründet. Gegen die Klatzlwahke» iu Marsch«» gab die Boik«. gruppe im Stadirat eine vroiefterkltrung ab, weil bei den Wahlen des Siadiprästdiums ihre Forderungen (ein jüd. Bürgermeister, l stell». Borsttzenter des Giadioerordneienlollrgium». 2 Sekretäre) nicht berückstchligi wurden. Inch die jüd. .vereinignngproleftieri gegen da« Verhalte, der polnischen Mehrheit. .Beide Gruppen deieiligien stch an den Wahlen nicht. Bei den .Bereinigtenfthne die« zn einer Spaltung: Eiger, Kirfzrot and Wegmerster untettchneben die Erklärung »ichi, Rnidanso» »ud Lerensoa traten au» der Bereinigung au«. M« pnben »nd »er Staatarat. In einer Versammlung jüd. Siadtoererdntter wurde über die StaatSraiSwahlen im Waischauer SiadioerordneteNkollegium beraten. Stadt». Pttlndzkr sorderie die jüd. Demokrafte aus. dort on de» Wahlen ieilzunehmen. wo fie di« Aussicht habe, ihre eigene, Kandidaie» dnrchzuhringen. Beiter erklärte er. daß dies« Bahlen keine Patteifrage seien, sondern da« ganze nattonale Jndenvim Polen» inleresfiere». E« sei nicht zuiässtä. diese Frage oom Parierstandpuntte au« zu deurieiien, sondern alle naiionalen Eiemenie müßte» in diese« Falle Hand in Hand gehen. Werde dgrl. »o ei» nniionaler Jude dnrchgebrachi werden könnte, an» Rickfichien »uf Patteireidereien aber nicht durchgedrachi, so sei da» ei» Verbrechen, da« da» nattonale Judentum niemal» oeizeihen ktnne. Wahle» znr jhdische» Gemeinbenerwallu», sollen, mie o» Sattchaner Gemerrdeoerwaliung vom Pllizeiprüstdium teuachiichligl w . am 29. 4. ftattfinde». Wahlrecht hal jeder jüd. Warschauer Einwohner, der stch z»r Zahlung oon 1 M Steuer jährlich bereit erklärt. Zum Wohlknmmiffnr «. Schulrat Daczk» ernannt. Inch die .Agnda« hootthodopim' tu. um Poiizeipräfidin« In gleicher Werse benachttchttgi. Der Aautza Ist e« gelnage», »nsznmrrten. daß all« die. di« früher keine Sieuern ßezahU und sich jetzt znr Zahlung von l M. bereit erklären. ft keiner hthere» Steuer veranlagt würde». Die Wahle» nach sühn «.. sobald die ersorderlichen Mittel »nsgedracht find. Ans den vom Kindersporoerein ausgegedenen Sparbüchsen fiod dem Kindergenesungsheim 5560 M. 1916. 5552 M. 1917 zagestoffen. Frau Betta Mannheimer Hai l0.000 M. gestistei. Sal« Laffirei 6000 M . vermacht. Dazu kamen mehrere Zuwendungen von 500 M. und weniger. Vrrmögen beträgt 352800 M. Da« Helm hat seil Bestehen 3600 jüd. kranke. erholu»g«dedürstige Kinder ausgenommen. Die segensreiche Arberl verdient jetzt besondere Anerkennung nnd Ftrdetting. weil fie dem Judentum und dem Staate wettvolle junge Glieder erhält. -tdische Mvrträge «ns »er plürnterger Grzießnngateaserenz. In der letzten Spiilwvche soll hiereiae .Erziehung«. Woche- »e.onstaliei weiden, die «on den Konseffivnen gemein, sam ocranstailei wird. Die J»r. Semeindedibiioihek beteiligt sich gleichfalls mit einer Boriragtreihe. E« werde» an 4 »uf. ernandersolgendeu Tagen spreche» : Rabdieer Dr. F r e u d e nt h a l über die allgemeinen Gruadsätze »er Erzirhung vel iSr. Ingen», Dr. «amberger öder die Erziehung »er schul, eniloffenen müunl. Jugend. Frl. Sldonle Berner-Hamburg über die Erziehung der weiblichen Jugend. Dr. med. Gründ a n m über Rerven und ESzichnng. (>»» jüd. -iedlnazvwerll in Hsinknstin« schilderie im Anslrao de« Jüd. Raiionalfnnd» Pias. Dr. H. Ldwe in einem durch Lichtbilder und Film belebien Larirage. Gr schilderte Leben. Arbeit und Feste in de» jüdischen Kalonie» de« Heiligen Lande« nnd erzählte, welch umfaffende Ardeii in wenige» Jahrzehnte» hier geleistet worden ist, um »rmen. eittrechleten und versolgien Jude» ei»e;Hei»stätte zu schaffen, in der fie sich al» freie Menschen eilfnlie» und »ou dem Druck jahrhunderllanger Knechischatt auftftchie» ktnncn. Trotz knapper Mittel find schon an vielen Sirllen übe Wüste uad unftuchibare« Bergland in dsühende Gielen. Weinberge und Felder umae- »andell worden. Die >»«fuhr an Wein un» Früchten fteigl »on Jahr zu Jahr, »ud anch die Aufforstung brr kahlen Hänge macht ersreuliche Fortschritte. Wie der Lorlragcndr betonte, ist e« da» Ziel de« jüdischen Nattonalsond«, in Palästina ein frort jüdische« Semeinwese» unter der milden »»manischen Oberhoheit zu schaffen. Lehr«. Hs t. Am l 4. beging d. Reklor der isr. Gemeind«, schule, S. Giaf sei» 50jährtgrt Amlijudiläum. Den grüßten Teil seiner Dienftzeii, 46 Jahre, war er in Affen tätig. Die Schnle hat stch in dieser Zeit au« einer zweikiasfigea zu einer 8klaffigen ennoickell. Seit etwa 30 Jahre» steht er an der Spitze derselben. Mit seinem LehrerjubUtum begeht G. die üüsähttge Jubelleier» all Gantor. Trvtz seine« Alters, er knnnte l. vergangenen Jahre s. 70. Gedurtttag feiern, hetättgt er stch m. dewnndernsmettetKttsch« i. Eaniorate; gerne noch lauschte die Gemeind« an Sadhai und Feiertagen dem WvhUauie sä' Stimme. Am 6. April Morgens 9 Uhr snnd ei» Feftgottrtdienft statt, nachm. 4 Uhr Schuluad Gemeindeseiei im Kammermustksaal te« städttsche» Saaldaue». Ladbinrr. Martnr«, 2. Apttl. Al» Rachfolger de« verftvrdenen Dr. 8. Mnek wurde «er Distnkt»rahbiner Dr. R. Cohn in Burgpreppach zu» hiesige, Pevoinzialraddiner gewählt. Meiktznrg, 1. April. Bezirk«radbtner Dr. Landau hier wurde au» Anlaß seine« 50jähngen AmiSjubiläum« der Rdie Adlerorden 4. Klaffe mit der Zahl ,50verliehen. MUßekmnütt.: Rabbiner Dr. Berlioger-Schwäbisch Hall. Amsterdam Z. Oberrahhtner v. Arnheim w. Rabbiner Wredenburg gewählt. der Wahlordnung vom I. II. 1918 ersvlgen. Die Vorschläge der jüd. Kommisfivn deim »vln. Ministerium, die »er Wahl- »rdnung eine Reihe vo» Beschlnffen hinzusügle. »erden bei de» jetzigen Wahlen noch Nichl bnückfichtigt. -Geforderte Mandatnniotalegnng. »Da« jüdische BW" vom 5. 4. erfährt, daß die Rachnchl von der Tauf« der Nainnsonschen Kinder große« Aufsehen unter den Juden erregt hahe »nd daß man ihn nicht mehr alt jüdischen Vertreter in der Stadtverwaltung misten wolle. In diese« Sinne habe» sich die Siadiverordneten Eiger. Kirschrot. Beienson an R. gewond! mit dem Ersuche», sein Mandat im Eiatttal niederzulege,. Ein gleiche« Ersuchen stellte aa ihn eine Versammlung aller jüdischen Eiattverordnetcu. Ate Hchnkea »er Mntaßelte». Im .Moment' Rr. 73 oom 27. 3. wird an d. Hand oniger Fülle daraus hingewiese». daß die polnischen Schuldehdrden sich in keiner Weise »» die polnischen Bestimmungen über die Schule» ter Minderheiten nach dem Gesetz vom 12. September >917 kümmern. -Rach dem Gesetz gilt die denische RalidnaiiliU al« pnnilegiett. aber nach § 9 habe» anch die nichipriviiegierlen Minderheiten da« Recht private Schulen in ihrer Muttersprache zn naierhalten and Schulvereine z» gründen. Ja der Praxi» kümmern stch nicht die polnische» Schulinspekloren um diesen Paragraphen, wie da« Verdvi eine» jüd. Lehrerseminar« mit jüd. Uniernchitsprache in Warschau, e. jüd. Schulverein« iu Siedl«, da« angedrohte Berdol «. jidd. Schule im Garwolin beweisen. Snmakti. Schulwesen. I» Skirpttskg im Kreise Wanampol bestand, so benchien di« .Euwalkier Rachrichien', schon »or dem Kriege eine ^ßule. Der Ktteg schloß!h« Pforte». Jetzt Hai di« Lerwaliung den Kinder» eine neu« .Bildung«- stätte geschaffen. Die Schule wurde wieder ertffnei und der Lehrer Bnrage«, der den Lehrerknrsu« in Kown» delnchi hat, an ihre Spitze gestellt. Schon jetzt nehmen 56 Schüler »» dem Unterricht leU. Wie in lo viele» anderen Orten, »nrde» nach hier Ihenhknrie für Erwachsene der Schnle angeglirderl. In diesen werden den Schüler» außer in den Slemenien jede« Unterricht«, dem Lesen nnd Schreibe», euch Stunden im Rechnen und Gesang ertettt. Spüter/solle» Bottrüge über Gesundhetttlehre, gehnttei «erde».