Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 14 (5.4.1918)
- Date
- 1918-04-05
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/6682508-6377565-6450377--0877-4850640- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
3iMfdK votdjeirmg. M. M J Wissenschaft und Literatur. vnrla», dei 5. April (918. 3n B«arfcrt«j edier Akademie fflr die wiße» schast der ZrOeitt»«» V»n Her««,» E » tze «*). Unter »llen «andlnngen, «Ich« die religitt-kultorelc Berjofjung de» Juden!»»« feit etwa hundert Jahren erfahren Hai, ist leine s« ftoppant wie die Verminderung oder gar da« Merfckainden drr südilchen Olelebisamke:! »ater den modernen Jade», Ifi trat ja ein soziologisch sehr inleresfaater >uk. ouhmezustand, drr da« eanze Mittelaller hindurch bi« in die Neuzeit herrschend mar.! daß fast in jeder Neinfle» Vi- »dinde sich Männer fanden, die a>« Handrltlenle doch zu. gleich di« »olle Lefihigung zur Benoalimlg de« rkaddiaer. o»te« besäße«. Dieser fo nderau« charotteiistische Zustand mußte arshtrc», al« de» Jude» die nielseilige» Aufgaben der »»d«>»en Jtullui fich er schloffen v»d st«, fei e« den gelehrten Beiosen, sei r« den eine rrhihie allgemeine Leidung ersordernden Joduftrieand Handel«z»>eige» fich Hingaben, Zunächst frriltd) tritt, für tiefen Notstand dadurch eine >»«hilfe ei», daß der moderne Rabbiner ganz unwillkürlich zu» Kertreier der »odernen Wistenschaft a» seiner Religio», .ihrer Literatur und Geschichte heraawuch«, So entstand die bedeutsame Tatsache, daß »»» deutschen Rabbiner die Sifien- Ichaft de« Juden!»»« geschossen wurde: die Siffenschaft aus Grund der methodische» Philologie »ad Oeschicht«forschung, «ühreod die Talurdfiudie», »ie ste bi« dahin beitieben wurden, dieser »odernen methddischeu Hits«»iitel e»td«hrlcn. Durch diese Lchtpsung der jübifchen Wifsenschafl erhob stch der deutsch« Rabdinerstand zu einer geistigen Hühe, «Ich« eine» gewesten Ersatz da,bol für die Lücken, die in der jüd, Lai«»«st durch die keiminderung de« Thorastudium« i» ihre» Reihe« entstanden »raren. Die Gelehrsamkeit war in den jüd, Massen »eniageri, aber in den Rabbiner» mit der modernen Wissenschaft »erschmolzen worden, K» wichtig nu» aber diese Baadiung für den Rabbiacrftand und demzufolge auch - sür die kulturelle Phystoguomie der Gemeind« wurde, so mußte «llmthltch doch der Mißstand fsthldai «erden, »aß der Gelehiteafio»« schlechterdiug« zusammensiel mit de» Rabdrncrstait, Die« war nicht nur eine Inomalie in der jüdischen Geschichte, sondern'«« bedeutete auch ein Mißderhülini« zu >{« >»so,der»»gen einir jeden Pflege »er Wtsjenschast und rned«l»nder« zu den Ausgabe» der Misse», jchast für die E> Haltung de« geistige» Lebe»« innerhalb einer lebendigen Religion, die al« Knlliinrligicn fich dehoudte». wist. Die Anzahl der freie» Gelchrte» darf in einer religi- Sscn Gemeinschaft nicht deschrt»ki sein auf die Anzahl der amtierenden Geistliche». I Die Miffenjchaft de« Jnbentum» mar daher kaum e»>- Aawdan. da regte» sich schon die Kordernngcn noch eincr jüdisch- Ihiilghllch» Kaknit«, Diese Stimme, find bi« )*» hemmen lüge nicht »erst»«»!, ebe»s»«e»ig aber befriedigi. Auch hier trat zwar die e»Isprrche»de »»«Hilfe ein. Die S«I»lttt freilich konnte nicht geschaste» werden: daftr aber wurde» «addiwerseminore ,n« Lebe, gerufen. Immer jedoch blieb der G«da»ke »orherrfchent, daß die Rabbiner allein die Trüget der jüdischen Wiffenschaft seien »nd den Umständen »ich sein »äffe». Nie »»«nähme wagte stch in Berlin herior: die al« Hochschule gedacht war, al« solche aber nicht genehmigt wurde, immerhiu doch «entgftrr,» al» Lehranstalt für die Miffe»sch»ft de« Judeuluw» stch o»stat, »icht somit al» jütisch-lheologische» Semniar noch al« jüdifch-theol,gische Lehranftolt stch a»< kütttgte. Und in der Lat haben an dieser Lehraiftalt Juden u»d auch Lhnften' studiert, »nd die Prüfungen werde» dort »och heute »bg«s»»dt>i »on de» Radbinaldprnfunge» »arg«, »ommen In beste» bilde» diese H«eer doch n»r »e,sch«i»dende »uo- »ahmen gegenüber der Medrzahl derjenigen, welche an dieser Lehranstalt ihre Studie» mache», um für ei» Radd>ueramt befähigt z» «erden. Also auch diese dem reine» wistoschaftlich Zwecke errichtete Lehrstätte tonnte »arnrhmlich nur Rabbiner henmrbringen, nicht aber de» Mangel an freien jüdischen Gelehne» ersetzen, E« machte fich d»her i» der Produktion der jüdischen Forschung eine Stockung lühldar, obgleich den Radbinnn ei» erstaunlicher Fleiß »nd eine dewundn»»i»«rte Schustinekiafi nachzurühmen ist. Sie k»»»Ien dennoch allein de» Bedürfniste» »ich. Genüge leiste», welche die moderne Zeit an neuen Probleme» »»d durch »e»e Stostzufuhr heriorrief. Und wenn e« leidst »ine« isolinte» Belehrten gelungen roar, eine litnaiisch« Atbeil zu »ollbiiugen, so war e» schwer, ei»e» Perleger für die Arbeit zu finde», « fehlten die Bnrieb«millel, ohne welche,ei» wistenschastliche« Lebe» fich »icht fruchtbar und wirksam erhallen ka»n. Um diese» Mängeln adzuhelsen, entstand »or einem Zahrzehnd etwa die .Gesellschaft zur (sirderung der Sistenschast de« Judeuluw«' Scho» drr Titel läßt de» Zweck erkenne», auf dem diese Geftllschaft vdtnehmlich stch einschränkle. Die Wistenschasl soll durch sie gefirdert werden. Die« bezweckt st«, »nd di«e I-tstct sie in ruhmwürdiger Seise, indem ste große Werke zur Publckatio» gebracht hat, und zwar nicht n»r durch die Suduentio» »o» ihr angebolenen / Ardetten, soudein d»ich di, »ussteluog »on Plänen und GAdriffe» für nene und eigeuanige wissenschaftlich« Unternehmungen, So gioßzügig diese Leistungen der Gesellschasl find, so beziehen sie stch doch immer nur a»f die Hervorbringung vnd die Hernorrusuug »on »istenlchastliche» Werken. Diese Ftrdernng der Mestenschaf, ist ihr »»«gesprochene« Ziel, Wie jedoch keine Wiffeaichast i, darf auch di« Wisten» jchast de» Judentum» nichl autichlicßlich in der Sdftrnki an »on literarischen Pioduftionc» gedacht »erden. Wahrhaft p*. •) Die Ärtflffiwt der „Rc»e» j»b. Mmattd" iderreicht un« Adige» G ». Ae« Geh. Gr»s Tr. Hm« Eotze» (iw tbtrod in «i. Zka. Die ms bei dick« Gelegentzrit «ii-eirilt wirb. hal der Plo» der >k«de«ie i» »eile» ikrerie» des de»tfche» Zude»t»«s r»ktaqß ß«i«»en wk ,» Beftred»n-e» qefShel, densttbs, „»ch zi« der Lrteatjeii t» verwirNiche«. Di« -rage hat »«her A»spr»ch am Erörtern»« ,iR der »».jchau lebendig wird sie erst in den Ulhebcrv, in den Schöpfern der wiffeuschastlichcn Werke. Es kann daher nicht genügen, in den literarischen Erzeugnissen die Wissenschaft des Judentums zu fürder«: fie muß vorab gefördert werden in den lebendigen Menschen, welche dieser Liflenschaft fich wiomen. welche bicfer Forschung obzuliege» zu ihrer Lebensaufgabe wachen. Und es kann weder dabei fein Bewende» haben, daß die Rabbiner die alleinigen Träger der Wissenschaft des Judentums bleiben, noch daß zeitweise einzelne Gelehrte unterstützt werden. Bon verschiedenen Beiten wurde daher schon seit geraumer Zeit dem Gedanken Raum gegeben, daß etwas Reuegeschehen müffe, um dos Leben her jüdischen Liffenschafk und dadurch das der Religron selbst vor der sonst unvermeidlichen Erstorrnog zu schützen. Man nahm wiederum^ zu dem Gedanken der Aakuikät seine Zuflucht, aber es war schon sehr verräterisch, daß «an sogar mit einer jüdischen Proleflnr an einer Universität vvrlieb nehmen wollte. Wie sollte «an aber mit einer solchen Einzelprofessnr wie sollte man sogar mit einer Fakultät auszukommen hoffen, wenn als das Problem nicht sowohl das stdftraklum der jüd. Wiffenschaft anerkannt wurde, sondern dakonkrete LebenSprodle» einer jüdischen Gelehrtenwelt! 1. Es ist nun das Verdienst des jungen Historiker- und Philosophen, des Tr. Franz Rosenzweig, der mrt heiligem Glaubenseifer von feinem Felddienst aus in seiner Abhandlung .Zeit ist^s* den Aufruf an die deutsche Zudenheit richtete, der sicherlich von dm Juden der gesamten Aulturweli aufgenommm werden wird: der größte Mangel und der tiefste Rotstand, unter de« wrr leiden, bestehe in diese« Perfonenmaagel an jüdischen Gelehrten. Hierin ließt der Grund unserer Ohnmacht, unserer Unzulänglichkeit auch gegmüber den Berlvcknngeu unserer Gegner, die uns vernichten wollm. Die Anzahl unserer Rabbiner, und wenn fie noch so Treffliches lerstm, fie reicht nicht aus, um alle die verschlungenen geistigm Frage» zur Lösung und zur Schlichtung zu brinßen. welche Geist und Gemüt des Juden auf der Schule and auf der Universität bestürmen, um ihn von d« religiösen Isolierung abwendig zu machen und für die scheinbar einheitliche moderne Kultur zu gewinum. Schon aus de» apolvgetifchm Gesichtspunkte dleibt die Anzahl der Rabbiner unzulänglich, um den Geist des Judentums gegenüber der Vapnrgsaltigkeit der wodernm Kultur zu vertretm. Die lebendige Religion al- Kulturreligrou erfordert für ihre Behauptung und Fortbildung den freien Geist der Wiffmfchast und demgemäß Männer der gelehrten Forschung, welche nicht zugleich die Träger des geistlichen Amtes find. Der Unterschied der neu zu begründmden Akademie von alle» bisherigen wiffmschastiichen Organisationen, und die Er» gänmi«». welche sie.ihnen allen darzubtetm strebt, besteht sonach schlechthin darin: daß fie die Personen hsrbeiznschaffnt sucht, nnlche jene, fei es als Lehr«, sei es als Forsch«, für die herauszugebmden W«ke erfordern. Die die Lehranstalten, so wird auch die Gesellschaft zur Fördernng us». von de« Verträum gerragm, daß aus dem Rabbianstande heraus Kräfte zur Ueberuahme der wiffenichafrlichm Aufgaben fich bereit sindm werden. Daher kann ab« die Anzahl dies« bisponibeln Kräfte nur ebenso spärlich sei» und ihre Auswahl nur ebenso schwierig, wie die d« Lehrkräfte ist. Diesen Uebelständm soll die Akademie abhelsen. Dir wählm mir Abficht diesen Ramm, d« auch für die gesamtm Viffmschasten nur erfunden worden zu sein scheint, um die Gelehnm d« oerschiedmeu Fächer zusammmzufaff«. zugleich ab« auch um fie in lebendige Wechselwirkung zu »«setzm und dadurch ihre Kraft uud ihr Aufblühen zu befeftiqm und zu sichern. Für die allgeweinen Liffenschafte« bedarf es gemeinhin nur ein« solchen idealm Bneinigung, die zudem durch Spbvmtionm bestärkt wird. In uns«e» Spezialfalle dagegen ist uns«« sozialen ^age gemäß die Sicherung des Lebensunlnhaltes unbedingt «ford«lich. wenn wir auf Zuwachs und auf uAunl«broche»eu Fortbestand eine« jüdischen Gelehrte», staudes sollen rechnen dürfen. Daher »nß et die Aufgabe d« Akademie sei», durch die fie fich vollends von allm analogm Anstalten unterscheid«, gleichsam eine Borsor-eanstali für die jüdischen Forscher zu werde». D« jüdische Slutcni soll wiffeu. daß es für die materielle Lebmtstellung keine vnlorme Sache sei, der jüdischen Wiffmschafr seine Studim zuzuwenden; baß « vielmehr die Aussicht habe, nach Vollendung derselben zu einer vesoldnag zu gelangen, di« ihn zunächst vor materiell« Gefahr schützt und dir ihm zugleich die Möglichkeit gibt, als Lebmswerk leine Stntzien und seine wiffenschastilche Entwicklung fortzuführen. Man weißi wie sehr die fiatrftischm Erfahrungen über die Frequenz in dm Lehrfäch«n von Jahr zu Jahr die öffentlichen Sdidimwahlen den,stützen. Wie sollte et in unseren engerm und dürftigeren Berhältniffm anders sein können? Wer bisher nur im Raddinat die Möglichkeit seiner materiellen Versorgung sebe» konnte, wird fortan i« Hinblick auf die Akademie fich frei mtscheide» können, ob « unter den Geifte-wiffmschaften auch die dn jüdrschm AltertumSviffenschast fich zur Dahl stellen kanu. 2. Dem Mangel in der jüdischen Gelehrsamkeit steht zur Seite der in der religiösm Bildung d« modernen Juden. Dies« Mangel ist offenkwrdig.und er richtet uns großen Schaden an. besonders im protestantischen Urteil über unsere religiöse Gesinnung. Keineswegs ist etwa d« Religionsuntencht. wie er geiehn und wie « ausgenomntm wird, allein an diesem großen Ucbelstaude schuld. Ab« es darf nicht in Abrede gestellt werdm. daß ein Teil dn Schuld ihm allerdings hierbei znfällt. Es genüge hier auf die dekannle Tatsache hin» zuweiseu, daß die Rotwendigkeit seiner Vnbeffernng allzemeiu empsnndm wird. Die Art dies« Bcrdeffernng ist ein schwwriges Pwdlew, zu deßea Lösung wir hier nur von dem Gesichtspunkte unser« Akademie beitragen möchten. D« unbestrittenste Satz der gesamtm llnterrichtslehre ist e-, daß nur derjenige d« richtige Lehr« lei» könne, d« sein Lehrfach «ffenschaftlich beherrscht, und bei der zentralm Gedentung dn Rrligwa für das gtj&tnts Innenleben des Menschen mutz edaher um so dringlicher zu fordert lein, daß d« Religionslehr« an der höheren Schale mit dem gauren Umfange d« Literatur und Geschichte des Judentums vertraut sei. De« Rabbin« allein kann: es ans die Dauer bei der Fülle sein« für das Predigtamt^ für die Seelsorge, für die sozial« Stellung der Juden und endlich für seine wiffenschastlichc Repräsentation nicht aufg^bücdet werden, den »iffeuschaftlichen Religionsunterricht, wie er an den höhere» Gchnlm erforderlich ist. allein zu verwalten. Ran trifft es sich, wie für einander berechnet, daß die beiden sachlichen Jatereffm unserer mod«uen Religiosität, die Gelehrsamkeit und die allgemeine Lilduaa mit den beiden technischen I»t«effm fich ondinden, welche selbst ihrerseits in d« Aufgabe d« Akademie fich zusammeoichließen. Dir haben das wichtige Vomeat dec Besoldung in Be trachl gezogen, welches dre Akademie lür >ie Prrufswahl des jüdischen Studenten der Geistetwiffeafchrften in Aa)- ficht stellt. Diese Besoldung kann jedoch in absehvarec Zeit keine vollkommen ausreichende sein, sofern fie nur auf die theoretische Leistung eiu« Forschungsarbeit bezogen bleibt. Es ist nun aber zu «warten, daß de: junge jüor'.ch.' G> lehrte von der Dichtigkeit dec religiösen Bildung in unserer Jugend Einsicht gewonnen habe, und daß daraus das PfGchtaefühl in ihm erwacht ist. nach u»f«er| alten Losung rbal Lernen mit dem Lehren zu »«binden, um im Lehren wiederum in seiuer eigenen Entwicklnng innerlich zu wachs«. So »tt« binden fich j» dem junge» Pflänzling der Akademie sie Diffenschaft und die BUdung zu dem einheitlichen Zwecke der Stärknng uns«« Gemeinschaft. Ebenso ab« gehen aus diese« Wege auch die beiden mat«ielleu Kragen d« Besoldung zusammen. Denn doch die Akademie selbst für de, volle» Lebensunterhalt ihrer Jünger vorerst »icht ausreichende Mittel zpr Verfügung haben dnrfte, so werden fich unter ihnen viele foi bereit all geeignet finden, an die höheren Schulen der Protzinz hinauszugehen, um dort den wiffmschastiichen Religionsunterz-cht zu üb«- nehmen. Und in lenen Städten wird es Heu Gemeinde» »d« einzelnen Verbänden dn Eltnn eiu leichtes sein, eine« solchen Religionslehrer ihr« Kind« in d« Höhe! des Akademiesoldes ein angemeffenes Gehalt anszuwirken. Hirt dnrch die Summierung dies« beiden Besoldunam wird d« junge jüdische Gelehrte für den Beginn sein« wiffenschaftlichm! Wirksamkeit etuen gesicherten Ledensunt«halt erwartm dürfet, der hint« de« des öffentlichen wissenschaftlichen Oberlehrers nicht zurückstehen dürfte. [ Der wissenschaftliche Betrieb aber »ivd durch die V«- dindung mit d« Lehrtätigkeit in keiner DeGe gefährdet. Den» diese Religions-Oderletzr« gerben fich eb«so in eine« deständigen Ortswechsel beweg« Uunm, Vie übahanpt in einem Persooenwechsel, für d« die Art und de^ Umfang d« von dm einzeln« üb«n»»»rnea wiftenschaftfich« Ausgabe, wie dn jeweilige Staad von feefen Bearbeitung maßgebend sein wird.! In dürre« Umriß haben wir hier das Bild der Akademie i« Verhältnis zur Wissenschaft uud zur Blldung. sowie zur Berussstatistik zu entwerf« versucht. Möchten Sachoerständuis und guter Dille diese Striche zu eine« Jdealdilde unserer religissen Zukunft ausgestalten. .Zeit Dieses Psalmenwort güt es zu behnzig». Es darf nicht länger gesäumt ««den, an der rechten Stelle, i« Mittelpunkt unserer gesamt« Kulturlage das HÜfswerk anznsetzen. Vir dürfen nicht ausschließlich unsere Fürsorge auf die sozialen Röte uns«« Glaubensg«offen lenken. Dir dürfen auch an unsere« Geiste nich^ krank und nicht siech werde,. Das jüdische Herz «nß stärker als bisher in ^Mitleid schlagen sür den jüdischen Geist. Unsere Mildtätigkeit muß Großmut werden für die Verjüngung uns«« Wissenschaft, für die Verbreitung und Vertiefung des Eif«s »« die Erforschung unserer heiligen Lit«atur und unserer ehrwürdigen Geschichte in deren ganze« Kulturumfang. Iss sie doch das älteste und immer zugleich das jüngste Glied der Kulturgeschichte der Menschheit. Bevor wir dieses geistige Bollw«k unser«! Fortbestandes errichtet Hab«, werden wir uns gegen alle Anfechluogea und Verführungen nicht ausgerüstet Hab«. Denn wir dürfe» uns darüb« nicht hinwegtüusch«. daß für den Abfall vieler »on uns die vollständige Unkenntnis des Geistjs des Judentums und sein« Bedeutung für uns und für die allgemeine Kultur nicht unwesentlich mitverantwortlich ist. Möge ,d« Sinn von Jakob' »der dem Unternehmen der Nkadepüe wallen! KeMg »er Jüdilchen Polks-Zeilung in den besetzte» Gebiete« Kntzlands. Die in Ruffisch-Pole» beftrhenden Reichapoftunstalten, seiner die neu errichleien Poftaostalten nn Pottgebtei« de« Qberbeschlahaber« Ost nehmen Bestellungen aus die Jüdische Lolttzeitung »um Bezugtpreise non ' , Matt Sv psoiatdjtyrlid) entgegen Die Nachlieserung dereilt erschienener Nummern deü lausende» Monati ist besonder« zu deantragrn und wird gegen eine gering« Bestellgebühr audgesührt. Im Einzel-verlaus ist di« »Jüdisch« Pollszeilung' beide» Zeilungühündlern zu habe« s. 15 Ps die Sr., mit Umschlag 20 Ps, SeschSstrsttlle ött 3lt>ij(fc» vottrzrit»»-. |Bh litt« «isere itf»»»( »ie . Attische Moktoz«it»»tz' tteral in fatale» und aus den Aatzaßüle». in Lesehalle», Aase», GasthUe». Zpelsehckaser», Merri»e» und Loge» z» —rf»»,«», ,mch i» Mtt« Prte» »tt ¥