Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1918-04-05 · 14 (5.4.1918) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
14 (5.4.1918)
Date
1918-04-05
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
77% known words query
IRI
…/6682508-6377565-6450377--0875-4850638
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

fei internationale» (JufHtittl *ur Lechno-Bibliogrophie ii Charlottenburp. stoffek Im 19. 3. »*-'•. ..örwnjienrat Georg Rosen- |»riy, fiO^cfec alt. ftm4 eii er iäke» Tod aus eine» orfeüsv»b UltriuUn atbnus-u. Seit dielen Zähren »ar er Ctcbtro*, |rcjfcfem er vorder im Bürgerausschuß gesessen, b,sonders seickatzt «rer seine Lätigkeit die Finanzgeßarnng und gei.erb:'0:en Lerke. Jährlich erstattete er ft. Btt großem Jr-mfje aillgeremmenen Bericht tifta den Stadthonshalt, sei» klarer Blick. sein Verstäodvrs tür die Forderungen de- Taget find in so v oncher Frage, die ftos Startpaklochient feschütlig't. von aueschl aggefeufter Befteutuug geworden. Vor Kurze« in Ke» Ctafcntt gemählt. hat er mit unermüdlicher Htrgebnng g-vrrkt. Sei: Tezennieu Mitglied der Handelskammer rar erll risifender des Ausschusses für die Intereftr» bti Mirtelstandes. Der Milchküche, der Philipp-Ltistung v»d »relen and. rrchltärigea Einrichtungen ». er ein allzeittätiger Förderer. Ve o,dere in der Kriegszeit hat er die Eabr« lriues Gei st, s ir-d seines Herzens in den Dienst des Großen ».ft Gan,en gestellt. Für die Er»Lhrungseinnchtuug der Stadt und dan R»t- Kreuz mar er rastlos tätig. Bew"»de'»e»:ert w. d. Ilkeirsloit die er selbstlos zu bewältige» wußte. Pl.ll:i'ch »rar er o. Mitgleddrs Zeotrolvorstandes der nuttonaU fteiul-» Pailei rnbng. Den Angelegenheiten, seiner Glaulcrogemeischalt widmete er sich als Mitglied des korsieheicm'es ln JolNkliten. Mü seiner Gattin und seinem einzigen i» Felde siebenden Sohne, der erst jiTngst durch ein« wifieisch. Arl-7.: die Blicke aus sich gelenkt bat, trauern die Bürger fei SiaN. nit-ste Kiene Armer u. Bedürftiger. Xitel ur.ft Ci-«vt h> den tim geschmückt, er oder blieb immer der eiufecke Birger, den: zu lchoffrn unb zu wirke»."zu« Besten der engere» u»d »eiteren Heimat ei» Herze»sdebürsnis war. 9. ungeuöhulich zchlrriche Tiouerversammlung hatte sich am 23. 3. z. Leis-lang ai f dein ifr Friedhof am Eichenwalbchen eingesunken:?^agistrat. Studtverorduere. Adordnuug d.'Fenerwehr, kertteter v'cler Belörden. kf. d. ft«C». kin-merd. General Maj*r Leclohm. Mstgs. der Sektionen d. Daterl. Frauenveieme. Rote Kreuz-Schwester», Mitglieder der Roten Lreuz-Dereine, d Handelskammer, Handwerkskammer. KleinhandclrauefchusteS. Handelsrichter, Angehörige aller Korporatiouen, denen der krrstorb,ne nobegestavften. Die Beteiligung war io grvß. daß die Feier nicht in der Leichenhalle abgehalten rr. Unter liri.« Himmel hielt Seminardir. Dr. Lazaris »lo Bernr jer des rtrwaisten Rabdioats die Trauerausprachei m der e: R. c-is herrlichen Mann bezeichnet^ dessen Lod e. Lücke geristcv. die immer offen blerben w. weil er seit länger als 25 Jahren irr b.m Bestreben, der Vaterstadt und dem katerlaude zu diencu. seine ganze Persönlichkeit in den Dienst der Allgemeinheit v. ft. Gemeinde gestellt habe. Er schilderte seine vielseitige Vulsamk^it. e. edler Wohltäter sei o«rschieden für d»e Armen und vom Leben schlecht Vedachteu. Daun wurde unter Segen die sterbliche Hülle bestattet. Ihj. A»A>t»»m »nd Kittz. Hochzeit: 14.3. David Jacobso», Juhafer des Kanfhausos Etratzburg, Oechstroße — 8. 3. -ßÜ»»« chochMu M. Fromm. Bach»». «nMSuje». i ftrwuw* Götze», ftcr beruh Me Philasoph. ist vicht^ubeftenN'Ss-mkronkk. Der Gelehrte, der seit R»edcrlegnng seines Marburger Lehramtes seinen Wohnsitz in Verlin-Echöneberg bat, 'litt schon seit mchieren Monaten au >»fälen von Herzschwäche, die er jedoch dank seiner kräftigen Konstitution bisher immer glücklich £fer»Mi;8. Neuerdings ist jedoch eine Verschlimmerung «ingetteten. die bei dem hohen Alter des Patienten — er steht rm 70. Lebensjahre — zu Besorgniffen Anlaß gibt. Stroßtzurg i. Flsotz. Der als .Papa Schnurman,' in »leien Kreisen geschabte Rentrer Ewaouel Schnurmann ist dieser Tage im 78' Lebensjahr.- »erschieftc». Der alte Herr war als .iner cr: ersten deutschen Israeliten im Februar 1872 ton Lohr bicrher verzogen und hat aus kleinsten. Anfänge» eine» indusniellrn Großbetrieb entwickelt. Des Berstorb<»en Bestreben »ar Mi, jeher darauf gerichtet, die eingeseffrne und ringewander-.e Jufenschaft tn.auder näher ru drinaerr. ur.d s» wirkte er auch ernerzeit als korstar.ft des isr»elttischen Kranken- Hauses. Ans Anlaß der goldene» Hochzeit wurde dem El"vaar Schnurmonn 1V13 die JubrlaumsMedaille vom Kaiser ver!i-heu. Das H^nsch.ie.-» de« beliebten Man»es hat allgemeincö Beftoucr» bervorgerufrü. -r»»äs»rt a M. Mit Herrn Moritz A. «, l f s. d:r am 20. 8 ist Alter' von »5 fahren »»erstarb, ist vtrdenrw eine Fraalft.rlcr Pcrfdr.Iichk,'.?:rs de» Leben geschiede», die sich in weiten Kreisen größter chätzurg erfreute. Die von ihm oegründrw Flrma M. A. ff geliört zu den angesehensten Wer»<xp«rtfi:men und s.. r ir Weltruf. Sr selbst war von sehr bescheidenenr, gütis.eu Wesen und liebte es. im Grillen viel Gutes zu au. Per jüdische Scha»lpiekr Z. A. Aomi»»!», der das Warschauk' Zukrsche Theater leuete. ist kürzlich verstorben. Kaminokr erfrer^e sich e.uch fei den Deutschen, die sei» Theaty aussrchti'.'.'-g.t^» Htt.rblhert. Leine Bühne steht seit einem halben Zabre tem ,putschen Theater^ i» Warschau zun Verfügung $T<ntn. Akr'ck. Jtacl .n ftrr G rliner Gesellschaft auch unter, de« Römer, lil a W. ff-Fran'k:vr1er bekannt, wurde am 2. 4. 1$ 7V Zahr^. iß u'.o ker'effertr einer großen Reihe fcfielnder, auch jud. Rcu ui-i und Xcittn: ^sckätzt. dre sich vall Menschen, kenntuis lendiger Derstelll ngekraft mit Aertkragcn deschäftiger'. lritijchcr 2.r. atz., umfaffr»tes Wißen und scharfen Bkiv dt-fai'dcm S»e war 20 Jahre keLtreterru des .Hamburger Korrcsp-ndent<n^. iu Deutschland die I. Frau in der Rcdatrior: ihirt fditiY Blaueo. Die Berliner Anwälle S .. N. £ Fravksun.r n i. tur Lol ff find ihre Söhne. ^»usg^hcr». £ v*rtt&£ ecs tzübischnr Frauenbundes hielt ihre Har plversav m'.i .:g u.... dem Boifitz oo« Frau Dr. V o g est e i u ad. Rochöem ReL<::'chastsbe»rcht und Kaffenbericht von der k-n vv ir^og geuhmixt waren, erstnnete Fra» R e t ch » a n n einen Bericht über die ue»b«grü»teke Ausst»tt»rg»kaste für uvlemitreue Vroutleute^bü er»en intereffanteu Versuch zu. Förderung der Früfeh« fei ft<» 2»ds» barfteklt Hierauf folgte die Borstandsmahl, fei der die ausscheibeude» Borsteheri»nen durch Zuruf wiedergewählt wurden. — fra Bortrag des Rabbiners Dr. Bo ge Ist ei» über die Grau r« Judentum ging den geschäftliche» Berhaadlunge» »ora». Ter Redner führte aus. daß die Stellung der Frau im Judentum von jeher eine würdigere war, als bei den anderen orientalischen Völker». Die Einehe wurde immer mehr dre Regel unb schon im Jahre 900 von Rabbi Gerson zum Gesetz erhoben. Da die Frage der doppelte» Moral von Mann zu Frau weniger leichtserlig als heute fehoadelt wurde, gebot die llteligion die Frühehe, was freilich oft auch ungesunde Beihältaiffe hervorbrachte. Das Gefüge der Familie war ein testest und inniges, die Frau war der Stolz des Hauses, die gleichwertige Gehilfi» des Mannes, die »ft auch noch die Last des Erwerbslebens ans fich nahm. In ihrer Hand lag die Erhaltung des religiösen Lebenu»d des idealen Sinnes. In Vielen Gchriftwerken wirft ihr Lob verkündet. Wohl ist die jüdische Literatur nicht reich an Liebesliedern, doch besitzt fie im Hohen Liede das unvergleichlich schöaste seiner Art. Dcr Vortragende ging noch kurz auf die Frauen ei», die sich in frühere» Zeilen auch tn der Oeffentlichkeit ausgezeichnet halten, verweilte kurz bei Rahe! Lcoin. der feinsinnigen Gattin Barnhager von Enses und bei Henriette Herz, die freilich später dem Judentum untreu gewordc» find, und würdigte warm die Verdienste der ehrwürdigen Henriette Goldschmidt, der Begrünferin des Allgemeinen deutschen Fraveaoereins. Biel tüchtiges leisten die jüdischen Frauen auch in den heutigen schtverca Kriegdzeiten. Eine große Aufgabe haben fie noch für die Viaubensgcnoffrn im Osten zu leisten. Die Lusführungea des Redners wurden mit großem Beifall ausgenommen. Mole £t<»|n«ft. 3. Jtf : Elly Frieklünder-Erfurt, /l«i| ^»bmtgßrj. f. H,1«at»ftste w ft FrietzozeU: Fr. Sophie Igetshcimer ged. Guggenheim-Fiüvktu.r a.,M.; ^»ftwigomeft k. K'ktzer f. Wiffntsch- »• JU»rt : K ft. Hofepernsiagenn Ernestiae Straßer-Gürber r. München. Geßoröe» : Henriette Mendelsoho, Ehrenmitglied ft. Jsr. Frauen» Graudenz. »u; d«n 0t«tind«». S««ß»ra D«, »rr p^Its»- *tm brroiülfltf untn Vorsitz v, H.LchP»-»» »-» d-u„»,r k,°.I«b«rikr ,«d!,chn> «I.udm» 9i»iItttr<fonb 1000 ». Nach t. »nch> kn fgWMstsiHn für Abrechnung fter Depofitenkaffe milder Strs« tnatn ist bri bn •fmnr.bt du S!is>u»,«,n»t,e» M> 4 500 000 W. für woMligr 3*<* «ü»bklfich«r bfltst gr»6tn triir für 5Ki(ifnuntn)tü|ungn, Äranfnffltgt, erutoni. (tallioa »,», Crm «ntraqr M »<»k>>br»»rft»nb-« «uf «in. fdunfl rinn «onmijfion für bie ^intnblirbenrnfütfnrgt bn im «rifnr «rinürnrn jübischkn <trie|tr nnin Borfi» nne# »itglirbtl br« «tmni6t»orftanb!4 »utbt rm Pnn,i» juge stimmt unln krr Coriiulf«|ung, ba| im ingnrn SnrfUnb nufcrr brn Witolitbrrn bn «rünbxngsnnrinr auch birjrni,» Lkrrine »nlrrtrn finb. bi« kn Hininkiirkrn-nfSrl-rg« nahrstrhrn. SeschSstlich«. Z»re«k«n Di« Firma M. Luntkwitz. Dresdcn.st , Flcmming» straßc -1, eixe'.altcingfftffen«, angeikhen« Firma, bntn rnhrig« Leitung wähl b«t«unr ist. hau, bereit« feit fast Jahresfrist erwirkt, daß auch der jüdifchen Beutikerung Dresden« feiten« der Kriegikommtifinu für riiu.ste stedenimiiiei in Berlin vflanzrudutler regelmäßig jugcieiii wurde, UN» deren Verkauf übernommen. Zeßr zum Pefsachfeft Hai diefiibe Firma Wiebn weder Muhe noch Opfer gescheut, um auch ben Bcbarf an bstniicheli Waren für ihre jüdische stuudjchafl decken zu können. Seil Kriegsbegiu» ist dieser Verkauf nicht iu foicher georbueleu Weife und m>i foicher Umßül tuichgifühil wvrdru. daß eben trotz allrm dank den Bemühungen der Airmu Luukewitz die jüdischen Hau«hail»ugeu in mustergüilizee Weife heiiefnt worden find, dafür grtWjri der Firma wohl drfondere «nerkeunnog. Der Dark würde am desteü durch daurrnde Kundschaft trilens Uiifrrcr jüdifchen Miidürger geleiftel. ' und diefe selbst «erden den deften nutzen durch den Erhalt riiuellee Waren in bester einwandöfrrier Qualität haben. j K 'X «l-t ,_ - f* J iß*t800y$iü* -Mi>S§ Soziale Sürforgf Merkt» Die Hauptversammlung der jüdischen Blindenanstalt sür Deutschland wurde vom Vorfitzcnften Pros. Dr. Rofin mit eine« Ruchruf für die vtlstorbenen Borsta»dsmitglieder des Vereins Psrsd2L:r. Loeiad Lchayer. Geheimrat Dr. Plolke uuft -Dillibalb Loewe»chal eingeleitel. Der. Geschäftsbericht weist kciue wesentlichen vertnderuagen gegen das Borjahr auf. Die Zahl fter Anstaltsinsaffen ist mit 25 un»erä»bert gebliebe». Die Leitung mußte sehr zahlreiche Aufnahmegesuche ablehuen. Da die gege»wärtige Lage eines Neubau nicht gestattet, soll nach vierjähriger Pause eine Vergrößerung der Anstalt »orgcnomme« werde», io der diejenigen Bliadc» untergebracht »verdea sollen, deren Reuaufnohme erfolge» «uß. west ihnen sonst körperlicher ofer seelischer Schaben erwachsenwürde. Diese Maßnahme ist aber auch mit Rücksicht auf die Fürsorge für erblindete Soldaten erforderlich, die der Verein-im kommeuden Jahre aufuehmeu will. Die Fürsorge für die Blinden soll »uf die Zeit nach dem Berloffrn der Anstatt ausgedehnt werden. Für den Kriegsblindenfo-.bs soll eine lebhafte Werbetätigkeit aufge»omme» w,rde», damit der Verein hinter den anderen Blindenanstalten nicht Zurückbleiben muß. Das o^gongene Jahr hat hohe wirtschaftliche Anforderungen gestellt. Die Unkostea Hafen sich verdreifacht, die Zahl der Mitglieder ist infolge des Krieges znröckgegangen. Den Kaffenbericht erstattet Herr F r ü u k e I. Von den Gnnahme» eatfallen auf die Mitgltederfeitrüge Mk.. ar* Spenden ginge» 19500 Mk. ein. an Bstegegeldzuschüffcn wurden 4500 Mk. vereinnahmt, aus dem Verkauf von Büisteiwaren, »oelche die Auftattöinsaffen verfntigr haben, vnrten 1100 Mk. erzielt. Dci bea Ausgaben wurde, 17500 Mk. sür Lerpfiegu»g, 10001®ff. für Kebälter, Bureau-Unkosten verausgabt; Heizung und Beleuchtung erforderte» 3400 M.. während die eigentlichen Hausunkosten 3000 «?. berrageu haben. ' Der Verein besitzt n» Vermögen von 133000 Mk. — Nachdem der Vorstand durch die Zuwahl der Herren Sewerberat P l o t k e. Manuel Schwarz uvd Paul Kosterlitz ergänzt worden ist. schließ der Vorsitzende mit einem Appell äu die Mitglieder, sich eifrig an der Werbetätigkeit für di, jüdische, Blindenanstalt DeutschlandS zu beteilige». vir poftbrzirhrr der Jüdischen Dolkszeitung benachrichtigen daß olle Me schwer» eu »fter »erfpSlete oft llella»g und alle Wünsche, die die Rachttc'a oder die Zustellung nach einer neuen 2 »»r a» da» zogooftige des Wohnortes, bei Feldpoftbezögcn an poststation zu richten find. Die Namen der direlten Postbezieher stelle überhaupt nicht bekannt, und alle vor uns gerichteten Beschwerden führen nur zu zögeruug. Erft wenn die Beschwerde bei ist. bitten wir um Nachricht. SrschästhftrS« dir ZSStschr« Üolkzrtt«-. vir hiermit ergebenst, rr u»pü»lltliche )»- rung von Nummern betreffen, llaml die zuständige Feld* sind der Geschäftsdiesen fälschlich an einer weiteren Verder Post erfolglos

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.