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Jüdische Volkszeitung · 1916-12-28 · 51 (28.12.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
51 (28.12.1916)
Date
1916-12-28
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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&■!('( Iumu», tMtu» .Crgauifaliau das ist di» fianj>tfa4e, eechtzeiftge Crgtni» ftttion Mc »eff» Hauptsache!• £teft! ulte Sckhrworl Hot ab« »ich« »»r Hi ha! UUttte n»t Mt Ibitjajrit, Jonktn für M getonte 6la«t#lebe» und entWuttONEepsiichllge Feieden!« teilt» seine nvllfte Oeftung, Wer möchte heute »och bezneifela, daß nftrt Feinde jeden Gedaaien a» trat Aushungerung Lrntfchland! Ich«, im ersten Leiegsmonut anfgegedeu hätten, nenn mi». ihn MfkMm »hat»« Ich»» in Frieden Zuteckung ■ab Höchstpreise d« Ltd«» mittel s» partzereftel »ad organisiert hätten, »atz ste a» trftt» Mobilmnchungstage i» Kraft ttrtcn (pHtfl | Ja — |Attt» — hätten — hätten! Sara» liegt t» «Dt» ta| ■» ttiaa» gen gtlaa titte, ata »icht getan tat I Bit Mtl Rnbcnnginittel, die fat lUilaa! gingt» (non ttnlt not a» kt» Haart!) ntren in» ntrblnbc». me ntl Fleisch, *efUgei, Ger not Felle ntre bet Ittaaieinteit dienftdar ge- Warben, Wie Meie rans«be bitten sich nicht durch Keiegs- Wachtr ent.br> nab inl GtstagM» gebracht, nenn mir eben ba» oben Geschilderte getan hätten, bat nie aber leider »ichl getan hob« 1 Doch ein» eulschuldigl nn», den Anlhnngermtgsplnn konnten nie nicht ihnen! aber na» uni Me erste Fticbenszett anfertegt, ba» nisten mir! Sa kenne» heute Laadnale, fäI^^enb»^^ler nnd Händler nab ule Me sonst ganz gnien *, bte niil nnfrer Eruähenng ,oerdtenstlich^ beschäftig! stab. Wir nist« als« auch, na» mir ihnen zuttanen Hanen, Wo» nrt Matt, nenn am ersten (nebenbiage ßnteUing und Höchsttztelse den chm» den. Und doch, nnglaubliq aber wahr. Hot nan M» not noch ganz kurzer Zen keine Organtlarion de» ersten Fttebenejatzr« in Angriff genommen. Al« ich festgestellt halte, bah e» wohl eine vo>bereitende Stelle ftir unsere Wnbnsttte, aber keine für nnfte Lebensmittelversorgung gab, stelle ich in ein» Sitzung de» Krregsanaschuffe« snr Koatu- »tenteninteresten, Bezrrksaulschuß vreüaa, am 25. Oftaver diese» Jahre« nachsteheaben An trag: .Die Hauptleitung de»' isteiamtenj KriegoanMchuste» fstr Konsameutenralaesten sm -Seil«) nab ersucht, sofort beim Snndeorat und 9teub*tag M». Me nbligen Schrille jn unternehmen, daß fafort ein Mesost einchbrach, niib, Welche» für da» gesamte erste Frieden«, iahe Haierluxg nnb Hüll stpeeise bei LebeasniNel seftsetzt,' Dteser Rnttag sanb einftrmmige AnaalMe nnd er ist »0tnrdch derart gebacht, baß die Hdchstpreise im ersten Krteden». sahre »an Monat za Monat geprüft nnb gemäß der Markt» Wste hakobgesetzt Derbe», lu» sie nach Jahresfrist be» üblichen Ineilen bet früheren griebentjeit enlspeechea, nährend Mc 8»' Mtangtangen, rntlgcnbenb bergrbßenrr Zufuhr nach und nach Wsteßgeet mmben. m» ist aber unbedingt Nötig, daß nicht nur der Krieg»- anlfchnß, der ja dreißig Millionen ihm angefthlostener stonsnmenten »ertrrtt fbndern alle rechtlich henkend» Deutsch« sich hi«er dies» Antrag stell» und ihm zur Dnrchführnng oeeheften, bena schon arbeiten die Prabagenien nah Händler dageg« > ihnen liegt nur ein Interesse am Herr« da» ihre» Gemerbe», nicht ba» de» gesäurt« Walkes, so sehr sie auch i» etnteln« außer beruflich gute Deutsche sind. Diese Berufe. stttmrG« sind ebeu in tiefer lang« striegsjell z» sehr au»- steWachsen; eine bittere Lehre, Me mir aber rechtzeitig bebetjign müssen, sonst heißt e» int ersten Ai!eben«jahre •iebet .HIN« mit', nnb ba« bars MM fein! Also werde jeder nnb jede in jeglichen Kreise für/die Durchführung der Organisation be» erst« Friebenljahre»^ »3IMfdK ftumari aift agrarisch« Habsucht." Doeemebijtnalrat Pros. Abel in Jena hat in einem Tchrntzen, in «eiche» « feinen «»»tritt aus de« Kriegs«. N^rnvgsamr erklärt, diesen Schritt damit begründet, dag er ße-en Verschiedene Maßnahm« desKriegs«uLhrungsa»tes «re ^--en fcu c ganjc Richtung die schwersten'Vcdc;tcu hake. Za evM nlgememen Betrachtnng, die er dieser Begründung deifugt. lchrnbi er: ' der Mittelstand syftemottsch zugrunde gerichtet «ird. d»V mjndrjche Gaun.erei und agrarische Habsucht' das Bott m «ouerttäglicher Weise anspowern; daß iufolgedeffm i««er schälfne Erbitterung «eile Kreise ersaßt und auf gewaltsame Eniladung zu« Schub« der Siaatsganzen hinsrängt — alle» *£? »st i« «eleutlichen Schuld de» KntgseruährungSamI«. das nicht nach «eruer Meinung allein sich feinen Aufgaben in leiser •Seife gewachsen geze,g» hat'. Wie übrigen» au» de« erst sväter von der .Tägl. Rundsch." der O.ffentlichtett öbergrbenen Anfang diese« Schreiben« de» Harn P«of. Adel heivorgeht. stebt er keine»«eg» etwa auf dem ldtantpUi-kt. baß die ,j»dische Gaunerei^ bei de« allgemeinen Arvgswucher in den Vordergrund zu Keilen ist. Er verttitt darin »u Lchllrsc die Ausfaffung. .daß die Regierung und mit i^7^^"^ungea«t nicht imstande find, mit ihren a^arisch-rmlseroativen Tendenzen, von denen fie auch setzt noch Nicht lo» tonnen und wollen, den Aufgaben der Zeit überhaupt getechtzuwerden-. - Die.Deutschvdlk. vlätter^ stellen denn auch schon Bettübni» fest, .daß Proi. Abel in diesem «nef wohl noch voa agransch-konservatiaeu Tendenzen schreibt, brnnch? Ansdruck .jüdische Vaunerei' nicht wieder ge- Züdische Gaunerei! Gibt e» so etwa- > Törichte Frage! Alle, oder wenigsten« die meisten Juden i« Handel oder G<- werde, b»e a» Krieg verdienen vollen, find mehr oder minder danner — hollt es au« de« antisemitischen Vlättervald, und in den Zentralbnreans nicht nur der deutschvölkischen. sondern Vch der kvnservanven Partei nnd des Bunde« der Landwirte wirb ja schon sett Vonoreu sorgfältig Luch geführt über jeden tüdifchem Kriegowucher. um sofort nach Beendigung de» «iege» «tt eine« großen, paNeipovtischen Schlager: .Der Kriegestichs»» be* Bvlke» Israel*, oder .die Millionenver. bsenfte der 9*6cn an Kriege*, oder so ähnlich, heraustommen v»sA»tz *ai 28* VezoAtzer um. zu können. Das böse Gewissen hält eben beizetten Umschau nach eüw» paffenden Objekt, ans das der allgemeine BolkAun- Wille gelenkt werben könnte. Dabei ka»n rnhig zugestanben werden, dost auch Kuben am Kriegswacher leider in sehr erhebliche» Maße Anteil haben. Ad« wen wundert da»? Sind sie nicht au» den sattsam bekannte» Gründen prozentuell am Handel und Industrie verhältnibmäßig ungleich stärker beteiligt als die christliche Bevölkerung? Müssen fie nicht da auch an eine« ausgesprochenen Handelsdelikt, wie es der Wucher ist. zn einem nerhältniomäßig große» Prozentsatz beteiligt sein? Oder will man den Juden, die ja zum großen Teile einer freieren religiösen Anschannng huldigen, vielleicht daraus einen besonderen Borwarf machen, daß fie die Ermahnungen nnd Warnungen ihrer Nttigronsprediger in deu Wind geschlagen haben? Run. die offiziellen OrganisatioUen beider christlichen Kirchen haben nicht minder ost, wie die Rabbinerorganisationen und die einzelnen jüdischen Prediger in der Sgnngoge herzliche Mahnworte an die deutschen Christen gerichtet, von diese« sündhaften Treiben abzulaffen. Hat es vtelleüht etwa» gefruchtet. insbesondere bei den Landvinen, deren Frömmigkeit ja immer der. gottlosen städtischen Bevölkerung als Muster vorgeholten wird? )n diesen Tagen hat der Kölner Erzbischof von Hanmann einen neuen Erlaß an seine DiÜzesanen gegen den Kriegswucher verössenittcht, an dessen Schlüße» heißt: .Wäre überall die rechte Erkenntnis und da« nchrige christliche Empfinden vorhanden, so würden die Schwierigkeiten der augenblicklichen Boltternährung ganz ficher auf ein erträgliche« Maß gebracht werdm (innen*. E« ist doch wohl kaum anzunehmen, daß dei-ölner Erzbischof sich mit dieser dnutzenden Mahnung und Bitte gerade an jüdische Kreise gewandt haben sollte. I» übrigen ist nnch den jüdischen Kirchenbehörben in dieser Beziehnug, wie gesagt, keinerlei Bersäumni« nachmsagen. Nicht nur in deutschen Synagogen, auch in denen de» AnSlandes wird vor de« ungerechte» Knegsmammoa dringend gewarnt. Der New Aorker Nadbiner Samuel Schulmann sagte in der in dem vornehmen Biertel der fünften Avenue gelegenen Synagoge Bethel in eine» Dankgottesdienst: .Laser Reichtum ist entstellt durch Habsucht und besudelt «tt Blut*. Aber, wie steht es mit der aararischea Habsucht? Verleumdung. giftige, von Juden und Iudeugenoffen ausgesonnene Bcrleombuog der deutschen Landwirtschost. die doch seit eine« Bsttteljahrhaabert von einer so christüth-germanifchen Organisatioa wie de« Bund der Landwirte zu deutscher Redlichkeit und warmherziger Nächstenliebe erzogen worden ist. Ist das richlrg? Haben wirklich nur Jaden und Iudengeavffen solche dösantgen Berleumdungen über die Laadwine in die Welt gesetzt. oder ist nicht auch au» christlich« Kreisen und au» den eigen« Reih« der deutschen Landwirte bitter geklagt «ord« über d« Geist hemmungsloser Erwerbssucht, der anch die deutsche Landwirtschaft ergriffen hat? Nun wird ja freUich von der Presse de» BundM der Landwirte gelegcmuch wohl zugegeben, daß auch in »er Landwittschast Wach« getrieben wird, es seien aber nur Eiazelsälle. der Stand als solch« stehe, wie auch du preußische Landwirtschaftsminifter H^rr von Schorlemu in der Sitzung de» pr«ßischen AdgeordnU«hauseS vom 6. d. Mnns« einandersetzte, makellos da. Auch hrn möchten wir wieder fragen: Ist daS richüg? Gerade auS den Kressen der Landgeistlich» beider christlichn Konfesfionen dringen immu häufig« Klag« in »re Oeffentllchkeit. daß du Duchugeist auf de« Lande in erschreckendem Maße zunehme und immu «ehr den gesamt« landwirtschaftlichen Stand «greife. Die .Lhristliche Welt* hat lauf«d Zuschriften von Geistlichen au» allen Teilen de» Reiche« vnüffenUicht. die zur schmerzlichen Ueberraschung überall denselben Geist krassest« Habsncht feststelllea. Hiervon nur zwei Proben. In Nr. 4L gibt ein Landgeiftlicha bis Aeußunng eine» and«« Landkolleg« wieb«: .Die Leute seien wie blind und toll ans den Gewinn. Sie sogen (Sp. 801): .in ganzen Ständen? In den vckvun z. B? Nein!" Ich fürchte e« muß heiß«: Ja ' Sicherlich gibt e» überall viele Einzelne, die anders denken nnd handeln — ab« dafind die Einzelnen — d« Staad ist e», der vusagt. Ware e» nur bet Einzelne, wie wäre es . möglich daß imm« wieder allerlei Erzeugnisse ganz vom Markt verschwanden, w«n den wahnfinnig« Preis« durch ein« noch sehr hohen Höchstpreis ein Ziel geletzt wurde? . . . .Nenn wir den Preis mcht kriegen, den wir wollen, dann essen wir'» lieb« allein od« lass« es verkomm«*. ES war. fürchte ich, eine Naivität v«a Batocki, als « fich an die Einficht ländlich« Hausftau« wandte und fie aufforderte, allem üdeiflüsfig« Genuß von Milch z. L. zu entsagen, damit reichlich« für die darbenden Städt« gesorgt werden könne. .Die mögen jetzt einmal hungun! Alls feste Milch gettunken. all» Milch? Ich trink so meine sechs bis acht Tassen den Tag!' Auf kein« Kuchen mit Butt«ftr«ßel härt« fie vuzicht« um der Städter willen! „Er, wir hawe ja auch darderfor geärbet!" Ta« war d« Dahlspruch, Vereine« immer wred« in die Ohren klang? Keim Spur von B«. ftänbtti« dafür, daß auh fie van der Arbeit der anderen getrag« werden — arbeiten tut ja übuhaupt nur d« Landwirt allein - . daß fie ihre Ernte ruhig haben einbriagen können, weil da« Blutopf« de« ganzen Botte« ihnen dies« Fried« i« Lande erkauft, keine Spur von Verständnis, daß «an arbeiten kann und soll rm Dienst de« Ganzen, und nicht bloß i« Dienst d« Sorge od« des eigenen Gewinne« und Bortcils Darum auch dann da» versag« de« Landes bei der Kriegsanleihe. .Keinen Pfennig ged« wir dafür — wir tun uns« Geld ans dre Kaff'*. Mrd bas vielfach einfach wüste Treiben bei d« BestandSanfnahm« war doch wohl auch ein Verjag« der Standesmoral!* In einer spat«ea Nummer (48der .Christi. Welt* macht ein Geistlicher die betrübende Feststellung, baß fich in der Kirche eine im«« dicht«e Mau« zwischen dem Wone Gotte« nnd den ländlichen'Hörern aufßaue: .Da ist l. eine Haltung gea«üb« allen staatlich« Gesetz«. die als reine G«oiss«lofiglnt, als reine Eouvnänität de» Ich fich darstellt: .Man muß selb« miss«, was «aa zu tt» hat!* Die Uetzerttettmg wird völlig zngeged«. ab« auch vateiöigk. Dar» r. d« alltü-liche Lag nvd Trug, d« als Sport, Sr. «1 all «nnst all «elbstnerstlablichkeit getrieben wirb verbergen oon Darriten, ,» hob», |» »«beige Angaben, je nach »ebaes, «achpaftenfleßen bei bei-Uche» Haulschlachtnagea nss., nff. — aS ba! macht ben SrWachseitrnen kein Kapfterbreche», ben Kindern geradezu Spaß! Ob unter bunbert 9anernbettiebe» einer ist, in dem aSt* reell zugehi.» Ob unter Tausend 1 ®te Hlnser der Frommen machen keine «nsnahmet im »egenteil hilft M't die paulinlsche Erhabenheit über dal ,Sesetz^. All »runbübel steht S. Me ganz nackt proklamierte Selbstsucht ba: .Zuerst muß ich fat! sein, nnd zwar gründlich: was bann noch übrig bleibt — memetnege» soll ba! forttomaea!* 91 find Anschauungen nnb Praftlken mächtig, allmächtig, die jeglicher religiäsen Verkündigung Schritt snr Schtttt in! »e. sicht schlagen Dieser Geistliche bestätigt bnrchau! die oben erwähnte Aussaffung seine! Kollegen: der Stand oersagt. Ohne der Sach, kuabe und der Uaparteilichkrit dieser Geistlichen zu nahe treten z, wollen, glauben wir doch, baß nach sie der Versuchung unterlegen find, nu! einer gewiß sehr großen Zahl oon Einzelstllen zu allgemeine Schlüffe zn ziehen. Du! ist ja überhaapl der Flach unsere! palilischen Patteileben! wie auch der konsesstonellen Auseinanbersetzangen, bnh immer Eiazelsälle al! typisch gewertet werben. Der Hanptleidiruzende, dieser falschen Detrachinng!weise ist freilich oon je her der Jude gewesen und gerade die oon Herrn »eheimral Adel gedrnuchle Wendung zeigt an einem vchnlbeispiel, wie auch Personen von Intelligenz und Lilbnng, die politisch keiuebweg! vereingenommen sind, sich an! dem Banne dieser falschen Logik nicht befreien können. Am Schliffe diese! Aussätze« verüffenilichen wir eine uns »an geschätzter Seite jugegangene Zuschrift, die mit Recht daraus hinweift, baß der Fall Abel ela klasfische! Beispiel dieser unlogischen und dnmtt auch ungerechten Beieachiangsweise ist. Und doch steckt in den beiden oon Heern Pros, Abel gebrauchten W.-nbnngen, wenn man oon ihrer falschen Klasstfikatlon nbsiehl, die die Konfession mll dem Beruslstanb ver» wechselt, und fie ln ihrer Kaus altläl all »esamlerscheiunng bei Wucher! ersaßt, ein berechrigiei Kern; insesern nämlich, als die .jüdische Gaunerei' in bee meitaul grtßien Anzahl der Fälle gar nicht möglich gewesen wäre ohne aftive Mitwirkung der .agrarischen Habsucht', Bei allen den Setreibefthiebangen, wie neuerdings wieder in Posen und Danzig, haben die jüdischen Händler ihre oerwersiichen Machenschaften nur durchführen kbnnen im innigsten Zusammenwirken mit den ländlichen Besitzern, _ (Schluß z»lM> Ins dir Jujdjwrroalttinfl. Werkln Jostizeat Max Fuchs I ist zum Geh, Iuftjzrnt ernannt warben, F. tst seit 1899 als Rechtsanwalt am Kammeegericht tätig, Mitglied be! Vorstandes der Berliner Anwallskam wer, Wase», Dem Lanbgerichtlrai, Geh, Inftizral Springer i, Posen ist die nachgesuchte Dienstentlaffnng mit Pension erteilt worben, genannt: Zn Berichtsaffefforen: b. Referendare Richard 8a er, Aron Barth, (Cg.), De, Maicu! Birnbaum, Gaffel. _ Komninales. Wasen Am 16. 12. 1891 — also vor 2b Jahren — ist Herr Kaufmann Jakob Schleyer io die Stobtoerordaeten- Berfammlang al! Mitglied erstmalig eingeführt worben, al! Nachfolger be! damals zum unbesoldeten Stadtrat gewähltea Kfm«, »dols Santorowiez, 8tu d«» «emtfiötn. Anflizeat Sa»ael Metzer f A Die Berwaiiung der jüdischen Gemeinde zu Berlin, die in den beiden letzten Jahren zahlreiche und schmerzliche Lerlufte erlitten hui, ist durch den Tod ihre! jüngsten Borftandsmiigliede! erneut in Trauer versetzt, M , der seil über 3 Jahren dem Berliner Gemeinde- Vorstände angehdrle, ist am 19, 12 »ach läagerer Keankheft gestorben. Am 2b. 9. 18b9 in Rörenbeeg (Pomm.) •, ließ er fich 1888 in Elargard i. P, nieder, wo er 2b Jahre als Rechtsanwalt tätig wae, dem Vorstände der Eyn.-Gemeinbe angehdtte and fich im deutsch-i«r. Gemeiubebaude u, a, süd, Organisationen betätigte, Al! die Gemeinde 1913 durch eine Ztawlenänbernng die Anstellung besoldeter Borstandldeiräte ermäglichte, wurde M. noch Berlin berufen, wo er Oft. 1913 von den Gemeindebehörden für diese neue Sieüang gewählt wurde, die elwu der der desoldeleu Sludttäte in den Mngisteaten entspricht, Er übernahm da! Wohltltigkeitsdezernat und leitete die ausgedehnte Snnenoetwullung der Gemeinde, übernahm den Borfitz m der Baisenkommisfion, ia der Kommission znr llnlerftützung hilfst edürsiiger durchrerseuder Inden und die Leitung der Zentralstelle für die Siohltitigkeiiiaaftalien der Gemeinde, Alle diese Gem.-inbeiaftiiuie Hai der Berftorbene in bewährter Weise sottgesührt und ui! geschickter Organisator in moderner Weise aasgebaur. Der Heimgegangene, der ein Alter von b? Jahren erreichte, hat fich in ben kurzen Jahren seiner Arbeit in der Berliner Gemeinde die allgemeine Achtung seiner Mitarbeiter emarbea, Me seine vortrefflichen Eigenschaften and seine unermüdliche Aebellsftendlgkell in bauerndem Gedächtnis behalten aierben. Die Gemeinbebehörben beabfichligen, den Verstorbenen durch ein Ehrenbegrtbni! ansznzeichnen. Aanuann Zum Präses der Stznagogen-Gemeinbe mürbe NM >2, b. M, an Stelle de! Herrn Senator! Ftlcher- Lviden, der sein Ami »iebergetegt hatte, Herr Bankier Simon K a tz gewählt, Herr K, gehörte bereit! dem Borstande an. Seine Sohl erfolgte md aroßer Mehrheit, München, Kommerzienrat Ina Steantz, der Borfitzeude de! Kfm, Verein! », 1873, erklärte seinen Austritt an! de» Judentum. Daraus hadea zahlreiche jüdische Mitglieder die Erlltenag abgegeben, baß sie dem Verein nicht mehr aazagehören Wünschen, solange Heer S. defien Borsttzenber ist, da S, Me jüdische Gemeinschaft in einer Zeit oerlaßen, ln da fie den größten Berlenmdnnaen ttzeer Feinde aasaesGi sei.

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