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Jüdische Volkszeitung · 1916-10-26 · 42 (26.10.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
42 (26.10.1916)
Date
1916-10-26
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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3iW» Pdhyttw». MQMp 9(1 9< WWw P(P» $d Mrf! Kt» fti»»c»»f*Utt M» jüdische» KGtntzfeße In?t|tn M77 (H14) cs kic ^Uanakni <■ Jeide. vcc »ism*IUbHsel Dr. II cf f s c r-6rc*a. nit kos dreifach«» Duft: .Sri stark, sei stark, wir »alles stark seis »letnandtt', beschließe» wir alljährlich am Krrndensrste der Zfeota die Bücher der heiligen Schrift. @« lieg» darin die dreifach« Mahnung: Stark fein im Glaube» an Gatt, stark sei» i m Bertraues, auf di« eige»e Xiaft, stark sein i » Treue zu einauder. Die Sttrke i» Glaube», wir haben sie empfunden »an »»saug au, seil »usbiuch «es kkrieges. Und kein geringerer aG unser Kaiser ging uns auch darin, wie in allen Phasen des Kneaes, mit leuchtende» Beispiele ooran, Jeder Aufruf «> sei» Volk kling» aus i» Gotloerirane», jedes feiner Voile, jede seiner Handlungen ist getrageu und erfüllt von lebendigem Gloxdru. Herl dem König«, den man deffe» rühme» kann, heil dem Lalke, das sich seiner rühme» bars! Rur ein Rome»! will ich erwühnea, da« sich mir tief eingeprügl hat. Es war gu Beginn ««»Krieges; ich befand mich gelegentlich einer Nordpalsahrt aus See. licht an der Packeisgreuz« erhielte» wir «»ich «rahtlase» Funkipruch di« Red« unseres Kaisers an lei» Volk ttcratitcU. Unvergeßlich wird mir «er Eindruck blciden, de» gerade die Schlußworte dieser Rede aus die Teilnehmer der Fahrt machten: .Run gehl in die Kirchen und betet '*ot:‘. Bis ins Innerste erschüttert standen wir da uud «rückten einander stumm di« Han«; wir fühlten uns innig nerbunden mit den Million«» Betenden i» der Heimat und wnhten in jener Stunde gleich: wir werden siege». Ei erging uns wie jenem fromme« Rabbi, der »on sich sage» konnte. Wenn mein Gebet mir andächvg non den Lippen fließt, «eiß ich schau, daß Gott es erhtn. Große Ereigaiffe lösen ungeahnte Kräfte aus. Auch die Rellgion erweist sich als stark«, rastlose Tnedkrast zur Tat, wenn wir, wie jetzt, Gott i» »umillelbarer Ergriffenheit erleben. Der Soldat im Feld«, der Entsagungen uud Entbehruageu willig trägt, die Familien daheim; di« dem Baterlaude hoffnungsvolle Söhne zum Opfer bringen, uud auch diejeuigeu, welche von so schweren Opfern verschont geblieben sind, alle haben sie die heiligsten Krüste seidloser Äidüberwindung in sich gesnnbeu. Diese ganze große heilige Kraft ichdpfen wir au» der ewigen Quelle des lebendige» Glaubens, der bewußt »der »,bewußt als religiöser Funke schon früher in uns war, oder jetzt zur Hellen Glut entfacht, nnlcr ganze» Gemüt erfüllt. Früher fehlte uus nur die innere Bereitung der Seele», jetzt haben wir sic gesunden. Bott ist als «ine große.übermüchttge Wirklichkeit in« Lebenzettele», fr erfüllt uuser ganzes Leben, uud du sei der Plann, dich ganz erfüllen zu taffen. Wie «er lechzende Blumenkelch dem erfrischende» Tauttopsen sich dffaet, so iffne du die verborgenen Tiefen »eiaer Seele, ans daß du au» inuertt Verödung zur kraftvolle» Leteusfüle gelangst und erstarkest im Glauben an *tl II. .Ich Hab« Gott stet« »or Augen, er ist mir zur Rechten, ich fürchte nicht." Da» ist da« Zweite: Da» Vertrauen in di« eigene Kraft de« Gemütes. Rieht di« Gewalt der Arme, noch die Tüchtigkeit der Waffen allein, soa der» die Kraft ' des in sich gefestigten religiösen Gemütes ist es, welche die Siege erkämpft. „Wenn du m den Krieg ziehest gegen den Feind ,nd siehst eine gewalttge Heercsmacht dir gegenüber, türchic dich nicht; denn der Ewige, dein Gott, ist mit dir." So worden die jüdischen Krieger beim Ausmarlch ins Feld ermahnt. Und kurz vor der Schlacht sprach der Priester: ,Höre Israel, chr begegnet heute dem Feinde, es naht der Krieg; euer Herz verzage nicht, fürchttt euch nicht, schrecket »nht und zittert uicht vor ihnen, den» der Ewige ist mit euch, um euch zu helfen." Und zuletzt sprachen »och die Heerfähritt: „«er furchtsam ist uud zaghaften Herzen», kehre um und gehe in sein Hau», damit er uicht zaghaft mach« da« Herz frtntt Brüder wir da» seinige." «er i» den Krieg zieht, mnß sich mit «ul und Ansdauer wappnen; er muß Selbstvertrauen haben and darf sich kttner Schwäche hingeben. Dem Mutige« gehör« di«-Welt; de» Starken Hilst Go». Für eine große Sache and eine gpoße Idee sein Leben einzufetzen, war i» alten Zeiten da» Vorrecht der bevorzugten Stände. Jn^rael aber wurde pder einzelne Kämpfer daran erinuett, daß er eine Lücke auszusüllen Hab«, daß er seine Kraft di« zur höchsten Emsallung steigern muffe, wenn sich der Sieg au seine Fahnen heften soll. Bet solche» Krieger» kommt e« nicht auf die größere Anzahl der Streitkräfte au. „Richt weil ihr mehr seid als die andern «dtker, hat euch Sott erkoren, ihr sei» die an Zahl geringsten.' Auf den eisernen zähen Willen de« Einzelnen kommt es ar. «ehr den» je erforben nuserr Zett starke «äaner, die Vertraue» zu sich selbe: hadru uud sich ihrer stnrkenPerfdntichkei, deaußt stad. Jeder muß sein« Pflicht kennen, muß «rssea, daß der endliche Sieg von seiner Leistung gdhtng«. Das gilt nicht nur von de» Kriegern dranßen im Feld«, sondern auch von denen daheim, di« wie der Patriarch den Koiresruferfüllen ,Rimm deinen Sohn, »eü -inzigeu. deinen geliebte» »ad bringe ihn mir als Opscr.' Sie haben es all« erfahre», daß «iy, Kriegsdienst ist des M-asche» Leben -ans Erden; sie wiffen es heute, daß dl« Opfer nicht vergeben« waren. Wieviel Hoffnungen und Entwirf« auch begraben, wie viele Herzen auch mit banger Sorge erfüllt, wie viele Wunden auch geschlagen fia» — sei stark uud fest! Glaube an dein Lebe» und habe Vertraue» zu dirl III. Da» Verttauea in die eigene Kraft fördert die Treue der «e»scheu zueinander, und da» ist - das Letzte und Höchste. Denumie sollte dein Bruder dir ««rauen...wenn du selber kein Vertraue» hast p dir. Was vermag »er Einzelne, wen» er noch so stark ist, losplist »on den ändert,? Für dich allein bist d» ei» Brwihteil. In Gemeinschaft mtt den ander» kannst du et» unentbehrliches Glied de« Sange» werde». .Ihr stehet heute allesamt vor dem Ewige». Jeder Einzelne trete ein tu den Bond.' Das ist der Weckruf unserer großen Zeit. Glaube niemand, er könne in der großen «enge untenamhe» und übersehen werde», neta, er gehört »ft dazu uud soll der Gesamt- Heft dienen; Wenn der Aseisesten eiaer sagt: »Das Beste, was wir aus der Geschichte lerae» können, ist der Eathufiasmu«, den sie erzeugt', so möchte ich hinzufügen: uud das gegenseitige Berttauen. Auf die Frage des Aeghpterkdnig«, wer denn alle« ausziehe» soll, erfolgt di« Antwon: «i: unseren Jungen und »nsern Alte» «ollen wir gehen, mit uuseru Söhne» und »»fern Tächtern, den» ttu Fest de» Ewige» begehe» wir.' So ungefähr war nufere Ettmmung bei Suöbrnch des Krieges uud so ist sie hntte noch, trotz mannigfacher unumgänglicher Enlbehrnug, die der Krieg UN« anfcrlegt. Bei aller Sehnsucht nach dem Friede» kein Lttzagen, kein Kleinmut, überall starke» Hoffen, kraftvolle» Wicken, felsenfestes unerschütterliches Verttauen auf »astte siegreichen.Heerführer uud stolze« EmporbUcken zu unserem mutigeu Heer. In dieser Treue der «eusche» zueinander liegt ein schöner Knegsgewinn. O möchte diese herrlichste Blüte iu unserem Siegeikranz niemals welken, möchte sie ewig blühen, zum Segen uuserel Batttlande» uud aller seiner Bewohn«. Amen. 3omttppur hi Sara«vttschi. . Sehnlich wie die s. Z. aussShrlich geschilderte Peffachfeier große» Stils, »ur der Bedeutting des Tages entsprechend ernstrr nnh ruhiger, wurde der diesjährige Jomkippur in festlicher Weise von den Soldaten der ... . Armee in Barauowikschi begangen. Bon allen Seilen dtt ausgedehnten Front waren ca. 600 jüdische Feldgraue; durch weitherzige« Entgegenkommen der militärischen Kommandostellen beurlaubt, hierher zu» Fest zusammengestrimt. Hatte die Stadt auch inzwischen, besondtt» während der heiße» Jü iikämpse den Krieg in näi sttt Rähe gespürt, so hatten es sich doch die Baranowitscher nicht nehmen lasten, die jüdischen Soldaten in liebenswürdigster Weise aufzunehmen. Iu den Peffachtogen waren viele fteundschastlich« Beziehungen an> feknüpsl worden und so «ar manch einer kein Fremder mehr, andern wurde als alter lieber Bekannter empfangen. Wiederum wurde die llnlerbringuug bei unseren dortige» Glaubensdrüber» und unsere Verpflegung von dem Bürgeiausschuß iu bewuudeinswerttt Weise geregelt. Bon der Einrichtung, sich gegen eiue» vom Bärgtt-Komstee antgegedene» Schein die Abmdmahlzeit von dtt Erfrischuugsstelle abzuholea, konnten nicht alle Gebrauch mache», da manche Wittsleute ihre Quartirrsgäste au den eigenen Tisch eiuluden, .sich zu oerfasten', wie man Hittort« sagt. Ich weiß nicht, ob ich besondtt» Glück hatte, abtt ich erhielt bei meinen Gastgebern wiettt alles außergrwöhnlich reichlich vvrgesetzt; z. Br Sttietzel, aus deffe» Geschmack und Qualität mau entnehme« konnte, daß «ulter- Ein- und Zuckeckacke» hitt zu Laude noch unbekannte Dinge sin», und zur Hauptmahlzeit gabt« Fische, Supp«, Huhn ttc.; so gestärkt, war d« Fasttag leichttt z, erttageu. Das einfache, niedrige hölzerne Gotteshaus, ganz im Etile d« Holzftadt Baranowitschi gebaut, war di« aus de» letzten Platz auch auf der Frauengallene gefüllt. Die Chargen und Uniformen dtt verschiedensten Waffengattungen sah man im buntesten Durcheinander; einige jüdisch« Schwestern vervollständigten das Bild. Die Feierlichkeit dm Andacht wurde noch tthiht durch die Ehorsinge der Soldatengemeinde, die wirklich von Hmzen kommend, einstimmig mächtig dahinbrausend defftt klangen, als wären sie vorhtt einstudint gewesen. Allerdings waren mehrere Berufs-Ehasouim daruntn, di« die Lcktung üternehmen konnten; eium fübtte sogar die Rotenbücher zu den Levandowski'schen Meiodieen in seinem Tornister mit. Bei der Menge der vorhandenen Vorbei« reichten die Teflüaus nicht aus, um alle zu Worte kommen zu lasten, und ein pommerscher und ein bayrischer Kollege otttrösteten sich gegenseittg auf den nächsten Frldgottesdienft. Kol Rtdreidttele ein ifterreichischerKamerad, ein Wiener Oberkant or, »or. Al« zuverlässigm, taktfeftm Bai Kaur« fungiatemn Telegrafist einer Armee-Ferusprech-Adteilung. Ergreifend war es, als deim Maskir derFeldraddiner Dr. 8. Levy das Andenken an die gefallenen Kameraden ehtte. Jedtt, der Peffach in Sarauowitschi verbrach» hatte, gedachte auch des inzwischen als Opftt de« Weltkriege« so früh dahiugnassten Offz.-Stellv. Biram. der s. Z. alS Kantor gewickt, sowie de» Radd.-Kand. Rotel, der den Sedtt mit geleitet hatte. Mit andächtign Anfmttklamkeit folgte die feldgraue Seme>nde dem Bnlaufe de« Gottesdieaste« dis zum Schluß. Am Abend wurde im Haufe selbst und in deffe» Rebenräumen ei» 'von den Damen dtt Gesellschaft angerichtete« Mahl jmvien, bei welchem dtt varanomnticher Gemeinde der Dank für ihre Mühewaltung und Hingab: ausgesprochen wurde. Manche, wie der Echr-iber diese«, hatten sich dei ihren Oucrtiertgeb-ri , von deuen sie wiedtt zum „Abfasten' eingetaden waren, dmch solch hohe Bttge von Kuchea durchzurffe», daß sich die »fsizielle Mahlzeit fast tt. ubeigt hätte. Trotzdem nahm man abtt gern daran tefl, uud »«drachlen noch alle gemeinsam «st dn Bevölkerung, die non auch wie»» zugegen war, eiue gemütlich« Plauderst»»»«. So wird auch »tt Jomkippur ISIS eine bleibend«, uugetrübt« Ettnnttung im Httzen aller Teilnehwtt zurickgelafsen Hobe». _ Georg Liebe«. Aus £***. Herbstzauber umstrahlte die beiden höchsten Feitttag« dtt Israeliten, da» Renjahrs- und Bersöhnnugstest, uud unstte jüdischen Kämpfer im Feld« hatten dieses Jahr Wied« durch da« Eutgegeukommen da obersten Militärbehörde reichlich« Gelegenheit, ihre» religiöse» Pflichte» uud Empfindungen gemäß diese« Fetz in L a o n zü feiern. Bon »ah und fern kamen erwa 800 Mann au» Schützengräben und Etappen zu diesem harlich schönen Platz, und es wurde ihnen i» allen Arsenal ei« würdige Stätte, durch »»«schmücke, mst Grün UN» Pflanzen desoudtt« gehoben, eingttäuml, am de, Gotte«, dienst abzuhallen. Feldradtina Dr. Jtallentt ml f«i» verstand es, durch sein« hervorragenden, j» Herze, gehenden Predigten und Reden die Soldaten za seffei»; Unterosflzler Goldschmidt als Vordcktt brachte den Gottesdienst auf stimmungsvolle Höhe, und Andacht »ttbrcktete die nötige Seihe. Eine vorzügliche tttuelle Verpflegung erlaubte unser» Feldgraue», besonder« angenchme Erinaaung miizuuehme». ^ndmigoßnäg. Am 5. 10. '/,10 Uhr fand i» der Syaagog« eiae Bereldlgung ifr. Rckruie» statt, bei der Rabbtntt Dr. Stößel aas Eluttgarl vor dn durch 2 Osstjiere oorgeuommeueu Bercidtguug t» trefflicher Ansprache die MÜitärpflichttge» auf die Bedeutuug des Fahneneides hiuwie» und Hr. »dclsheimer ein Echlußgedet sprach. 2 Gesänge de« Ehoagogenchori und Orgelspiel beschlossen die Fein. Kriegsflrfotgt. Mose» Ksm. Benno Siednrih von hier, welch« zum Krlegsheere einberufeu ist, macht von leine« Solde «neu Ausnahmegebrauch. Er empsäugt seine Ldhuung, wie jeder Mann dtt Kompagnie, üdergidt ad« am Monatsende seinem Hauptmann die Biffamlfnmme für Kameraden, dt« eine« Zuschusses bedürftig sind. Hkosrn. Gebr. P » w i tz e r speudetcn unseren Feldgrauen eine neue Mandoline, 8 Mundharmonilas und eiue-vlarina. — Der Königliche» Kommandantur stellten die genannten Spend« außttdem 40 Dutzend Mnndharmonckas zur Lttsüguag. Asichmm-tA ans Sir fünfte «rirgraulrihr. Siegstted Landshoff Juh. d« Fa. Richard Weder ». Co., Präzifionswerkzeug und Maschinensadrik-Bttlin 7, Million M-, davon 40000 für seine Angestellten uud Arbeiter; S. Heymana- Strlitz 100 000 R.: C. H. Cohn, Fördenuud Lackfarbrike»- Reukölln 500000 R.; Paul Golbeunng-Bttlm 500000 M.; E. Mttzdach-Offcndach a. M. IO'/, Millionen M Aus Franksurt a. M.: Leopold Chasalla u. Co. nhdhl auf 8 Mill, M.; Sebr. Sulzdach S,75 «ill. M.; Baß u. Herz, 4 Mill. M.; J.J.Weiller 4,75 Mill M; Baruch Strauß 5 Rill. M. flßafe». Die Echuhfabnk Rod«t Sieburth Söhne hin hat auf di« 5. Knegsanltthe 50000 Mack gezeichnet. — Die Herwanusmuhlen-A.G. hat aufs neue 500 000 M. gezeichutt, Kfm. Wotff Schmul in Jauowitz ISO 000 M. - Zraur». Her flkester ifr. Aranenvttei» ha> eine Befchästigungistätte für Krauen crrichlcl, um armen Frauen Gelegenhetl zum Brotttwab zu bieten. In diesen Weckftätlen werden oerfchiedene weiblich« Arbeiten vcrstttigl und Kuustblumrr, «zeugt. Da« Präsidium des Ltteins wendet sich mst der Bitte an bas große Publikum, leinen Bedarf an solchen Artikel» beim Bneiu zu decke». Die Woreu find gut und billig. Waren können in öer Werkstätte (VIII, Csokonaigasie 8) und am Allerfeeleulag« Kränze auch vor dem Kerepcfcr Friedhose gekauft wttdeu. SrfaAgtAeR-zSrsorKt. Scharmönt (d. Bremen) 10. Okiober. Am Berfihnuugsfest am letzten Sauaadend nahmen auch mehrere ruffilche Gefangene au« dem Gefaugenrulag« io Hülfebrrg teil. Rach Beendigung de« Feste« wurden die Gefangenen oon »>r jüdifchtti Gemeinde gespeist. Such ein Beitrag zur deuischen Barbarei! SadbiAU. Fßose». He« Frldrabbinn Dr. Salzberge r,Habdin« in Frankfu rt am Rain hielt am ersten Sukkottags «ne Gastpredigt in d« Gemeinde-Synagoge B (Jsraelittfche Brüd«- gemetnde). Da» Gotteshaus war gedrängt voll. Red»« behandelte den biblischen TezI: 3. Buch Rose, Kapitel 23, Vtts 42-43: »In Hütten sollt ihr wohnen sieben Tage. Eure Rachkommen sollen es wiffcn, daß ich in Hütte» habe wohuen laffe, die Kind« Israeli, als ich sie hnausgefühn habe aus dem Lande Mizraji«.' Redntt sprach in hrrztthrdendrr Weise, seine Wotte fanden allgemein Auklanz. Zum Schluffe eneille er d« audächttge» Meuge den arouit,scheu Segen. Da« Gebet für Kaiser und Reich machte aus alle einen »achhalttge» Eindruck. — Auch am Sch'miut azere« predigte Dr. S. m demselben Tempel mit gleichem Erfolge. — Aus Aötz»e». In Soborien ist der langjährige »«».. Rabbiner Max Kahn, plätzlich gestorben. Die Bttrdigu»g fand am 20.10. 3'/, Uhr nachmittags vom Tempel aus statt. Lehr». Gstergkoga». Am 14. d. Ri«, verschied in »reslaa, wo er die Heilung von seinen Leiden «hoffte, Kantor und Lehr« Jakob Sortz im 88. Jahre feine« de» »«len der Frömmigkeit und Rächstenliede gewidmeten Leben«. Wl« ihm die Gemeindebehörden nachrnfen, hat « mehr al» 30 Iahte seine» Amte« vorbildlich gewa.tck. Fitmmigkeit, Güte uvt menschlich großes Verstehen all« Freude und all« Schwttzen Huben ihm die Lied« aller weit über nnstte Gemeind« gesichett, di« ihren Freund, uud Beratn, einen wahren Diener Gottes ottiieck. ««ftl-cssAAg. Die LSsnag de« Rätsel« i» «r. 4l ist: .Laudhütt«.' Uni« de» zahlreiche» Einsendern fanden sich -nur 2 richtig« Lös«: Httr Karl EiSntt iu Loedaa (Sachsen) und Frl. Lichtcvstei» iu Breslau, Ziwmerstraße 8. Wir haben deshalb beschloffe», oou eiaer Losuog abzusehe» und beide» richtigen Löser» ein« Böchttpräwie zukowmcn zu laffe», den ausgeschnebenen Ateratur- Katcndtt und Fendrich, Im Auto zur Front, 158 S. vkirstKße«. In Rt. 41 uns«« Ztg. »am II. Oft. hatten wir an dn Spitze angekbndigt, baß in da Festwoche wie jede» Jahr keine Zcttung nschein». Dies als Antwott aus zahlreiche Anfragen und Beschwttdc». m

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