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Jüdische Volkszeitung · 1916-09-27 · 39 (27.9.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
39 (27.9.1916)
Date
1916-09-27
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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-M Iü£ 9CCHI^ 9fa /(• «CpinPCi (t^V. ®f. M UkMA. -f-1f ^»WWffss VtBljBgWE Morßchaa picilMMni^taWaataiiatctfbwnPW. 2» «CTgugna tfeacfter habe, a» ber Sarf<ba»n n*f«crfh4t 521 jüdische Staben mt (tebart, b. h. 46*/, m ber Gesamtzahl bcr 6tnbicrcmbcn (I Kl). An bei, nxbrUai Satnltbtn Mt bcr Prozentsatz si bischer Stibaitn »ic folgt: Zu« 26*/,. »üofogb« 17%, Raturgeschichte 36*/„ 3Xebtit* 66*/, ra» 9Wüülca«tt 11% ■ StotttUbaagots» fix ftetabfra. Uuter geitong br« •aotaarbtrmotC Dr. Karle b»ch soll, wie der Poktzet« pktsibevt betau»! gibt, cm Fottbilbaagsknr« für Lhedttllhrtt »dgehaiten cherdea. DttKursa« -»faß» Pädagogik, Methobck 1- M jgbtschen Reiegioasnallrrichtg, Hebräisch »ob Polnisch. Der Beginn Ist auf Montag. ben 60. Oktober, -srstgesrtzt; bcr Karsn« Ist naenlgettlich. chiastaü« jübischee Meroffkafoam. I» Ramm von 5000 Reserviftenftauen. deren Eh« Me b«M Rabbiner gefchioffrn Ist, Me »her kttv standesamtliche« Eheschljeßangszeugais besitzen, ist eine Eingabe au beu Siadtprtsibenten genchtet worbe», in der sie um Zuerkeonuug bes be» «eservistenftauen znstehenben Uatrrstütznngsaniprnche« bitte». Sie führen aul, bah nach jtbffchem Nacht rechligüiiige Ehe» vorillge» »ub bah Zweifri über bie Rechtsgültigkeit nur burch bab Fehlen amtlicher Ur-. kan ben ealftaube» siub. Pll Aübtsch« Zcherüaafchale iu tzeastoaie» bei Grojec. bie fchoa 16 Jahre »ater ber Gesellschaft zar Uaterstütznng jüdischer Laub«, beiter i» Pole» existiert, wirb zarzett da IlstLnbig reorganisiert. I» be» paar Jahren hatte btefe erste jüdische Hckttbanschule in Polen grüße» Erfolg »uter ber jübische» Inge»». Eine stattliche »»zahl bau Schüler» abioioierte bie Schule und besinbel sich jetzt » Kaaaba, Palästina. Einige beschäftige, sich in - Polen mit Gärtnerei »ft». Später worb« bie Schule vernachlässigt. Dagegen hat sich bas Gut, bas sich bei ber Schule - besiüet, ft«k entwickelt, baut her vumnüblichen Arbeit ber jübische» Laubwirte, bie bas Laub «uter Mithilfe ber Gesellschaft bearbeiten. Auf Grnnbklänoerer Erfahrnugen Hai bie .Gesellschaft zur Uuterstützungjübifcher Lanbarbeiter' beschloffen. bie Schullaus valstsnbig neue Grnnblagen zu stelle» »ab sie be» LerhäUniffe» U bot jübische» Peobikernng anznpaffen. in ber Leise, bah sie bei ber jübische, Jugenb mehr Jaterrffe für Lanbarbeil und Gärtnerei erweckt. I» Warschau wirb ei» vorbereitnngskurfus etbffnel sü» Leut«, bie sich der Agronomie ober ähnlichen Fächern, wie Gärtnerei. Milchpacht, Leennerei. Brauerei »sw., zuwenben «olle». I» biefe» Kmffn« solle» bie Schüler für beu spätere» Unterricht iu ber Schule t» Egenstoaiew barbereitet werben Auch ber lluterricht ia ber Schute bo» EzenstouiewfoA stark erweitert »erbe», so solle» jetzt Fachleute in alle» Gebieten ber Dorfwirtfchaft ousgebtlbet werbe». Ja Ezenstowew solle» nur diejenigen aage loauan werbe», bie zuvor beu Bor bereit» nasknrsui durchgetaachi habe». Der Kprsn» soll bis zu 8 Monate» bauern. ' Iw Lause bes Uutereichts solle» mit be» Schüler» oft Exkursionen »ach der Ezenstoniewer Farm nnternommen werbe». Zu be» Vorberettnngskursn« solle» j»»ge Leute über 17 Jahre, bie eiue Elewentaischnie besucht habe», augeuommen werbe». Das Schulgeld beträgt 6V Rubel für be» lursus. Wialpstost. Die Astbisch« Gemeiube hat auch i» August »ebe» be» erhebliche» Zuschuß der Stabtge»«i»be vom Hilssoereiu ber beutscheu Jude» ia Berlin eine Unterstützung van 20000 A. erhalte». Dadurch war es möglich. bie außnordentlich hohe» Ansprüche. bi« a» bie Vnlktksicheu gestellt würben. Zu besriebige» »ab »och 1210 Familien »8 SOLO Köpft» i» bar zu unterstntzen. — Aiabeätzei» Hsiereh. Am 10. 9. fand im Lokale bes Kiuberheim» eine Bersammlnna »uter Anwesenheit eiue« Vertreters des Stabtbeirais statt. Der skaffe,bericht Oes Heims oerzeichnet i» ber Zell vom 1. 4. — 1. 9. eine Einnahme bo» 6810,80 Mark. Sie setze» sich znsamwen au« einer Gelb»»terstützang der Stabt und ber jübische» Gemeinde, au« be» Neiuerttag »o» Lahltätigkeitsseste» »nb aus private» Uuterstützoage» »nb Spende». Bei de» Ausgaben stehen bie Beträge für Anschaffung »0» Lebensmittel» mit 40 Prozent an erster Stelle. Gegenwärtig sind im Heim 105 Kinder »ntergebracht, bie hi^Berpflegung, Beileibung und Erziehung erhalle». I» letzter Zell wurden vo» ben Lehrer» Bewegung«, spiele »nb allerlei andere sportliche Beranstolluage» »U regem Interesse der Kinder ein geführt. Anch lernte» die Kinder nützliche Arbette» so Korba»b Fiechtwaren, kleine Schnitzerei, arbeiten u»b bergl. Diese Gegenstände sind in einem besonderen $«»» zu einer Art A»sstellu»g vereinigt worbe». — Die Istrsbrg« für die Ktratzeaüiuber warb« vor etwa Monatsfrist bo» jüdischen Iugenbverein in bie Hand genommen. Wie wir bereits »itteilte», wurde vom Iugenbverein am iS. 8. iu der Ghwuasiumstrahe Nr. 10 eine Küche jür Straßenkinber erbssnet. i» ber etwa 76 Kinder »»entgeltlich gespeist werbe» kbane». Aus äugt bekbftigle bi« Küche täglich 60 Kinder, jetzt ist deren Zahl bereit» a»s 72 »«wachse». Bo» ihnen sind etwa 60 Prozent Kinder russischer Reservisten, während die anderen zu« Teil Laisenkwber sind. Die Kiuber erhalte» hier täglich warme« Mittageffe» und bleibe» bortselbst bi« u» 6 Uhr nachmittag«. I» dieser Zell «erben sie ia drei Abteilungen, bi« zu 7, »an > 7 htö 9 und MN 9 ßit 11 Jahre», vo» Mllgstedern de« Verein« ullt berschiedeneu Spiele» und belehre»de» Gesprächen beschäftigt. Beim Verlassen ber Küche erhalte» bie Kiuber nach eiumal Essen. Da jetzt bll »ahkallen Herbsttage bevarstehen. richtet der. Verein a» da« Publikum bie Bitte, der Anstalt, der ersten ihrer Art. alle Kleiber. Echuhzeug. Wäsche u»b andere gebrauchte Bekllibnugsftücke pckammen zu laffeu. Da« Bestreben, sich der bettelnden Strghenkinber anzuiehme», oerbient wärmste Unter. Pil .statte Achat * Debet zwei Drittel bcr Bevblkerung »oa Piask bestand unter russischer Herrschaft au« Juden, bereu Gotteshau« sich stolz und mächtig über da« Gewirr der grün, gestricheueu Blechdächer der Umgebung hinaus erhebt, ohne »simüttig« bie Beziehungen zur Umgebung zu verliere». Die aste Sijaagoge. bie im Boiksmuub bie .kalte Schul' heißt, west ber 6000 Mensche» sollende, große Saal iu de» bitter. toUm Winter nicht geheizt werben kam,, ftcht im .Schulhof, nab ber Jude, beu mau bort «risst, betont mit sichtlichem Stolz, bah bas merkwürdig« Gebäude -8 de» meterbickeu Bänden über 800 Jahre all sei. Mau steigt vo» der Straße aus eiue Anzahl Stufe» i» bie Synagoge hin» uter, »nh durch da« Lieslege, bes Kußbaben« ist ,m Inner» bes Raumes eiue Hbhe und Veite geschaffen warben, bie in manchem doch wieder an die Wucht »nb Grüße der chttstliche» Kirchen erinnert. Riug« »« bie große Ghaagoge herum stehe» ein paar kleinere. Den» die Schnei »er und Schuster, bll Fleischer und Peizhänbler. alle bll einzelne» Gewerbe besitze» ihre eigene» Synagoge» i» Piusk; »re gebildeten Schichte», bll kein Gewerbe treiben, haben iu der Klause ihr gesonderte« Gottethau«. und da man im G»tte«bi«»ft hier keine Predigt kennt, sondern bie Predigt am Samstag nachmittag »ach eiaem guten Mitlagesie» und ausgiebige» .Schabbes-Schläschen, in beschaulicher Ruhe genießt, gibt es zudem »och eine eigene .Prediger-Synagoge.' Alle diese kteinere» Gotteshäuser find freilich höchst bescheidene Holz, bube», bie sich im Aenßern kaum »an ben Wohnstätten der Bevölkerung »»terscheide». Pu Lodzer jd» Ast» Gemeinde Merwaktaag. Am 17. 9. fand untre Borsitz de« Herrn G. Reumann eine Sitzung statt. Infolge der Verfügung der Behörde» wurde du Hebetolle für I9IS und 1916 zur Bestätigung unterbreitet und beschloffen. sich mit der Eröffnung eine« Büro« znr Velabsoigung zinsloser Darlehen zu besaffe». Der Ons-Hilfsausschnß soll ersucht «erben, SO Plätze in dem für bie rnffischeu Reservistenkinder z» errichtende» Heim.freizuhallea. Die Bilanz für August würbe bestätigt. Einnahmen: für Plätze aus dem Friedhof 1066 R. 40 stop., Gemeindesteuer für 1916 1512 R, für 1914 1415 R-, von der städtische» Bei Wallung 2715,21. Ausgabe» : Unterhalt der Geisteskranken im Jrrenashl 1250.7. Unterstützungen 680.60, Gehälter 1712.50. Unterhalt der Kind» und Frauen der ruff. Reservisten 947 ft., Bestattung«. Unkosten 6850,65, Unterhalt non 166 Kindern, die von «er Gemeindeverwaltung bei Privatpersoneu untergebrachl finb. 1682,65, Instandhaltung des Friedhofes 290.60. — Die 300 Kisten landen firner M 11 ch (48 Büchfrn in riner Kiste), bll bll Gemeind« vom ,Skandinavischen Zentralkomitee' erhalten hat. wurden veNeüt LN: Säuglinasschutzverein .Ein Trapsen Milch', jüb. Waisenschntzverein. Mädchenschule a. d. Grnuenstr., Ons-Hiisbaosschuß. Kiuberheim a. b. smugowastr.. Bvlksküch«. Wöchncnnoenklintt. Paznansklsche« Krankenhaus. Tauhstumeu».. bie Stible Kaiisch. Pelttkau. Kanftaatiuow. Lutpmiersk, Zgicrz. Pabiani« ». a. — AlulksiaabsiaGrllßte». Im Monat August wurden in Lodz 115 Knaben und 160 Räbchen geboren, gestoebe, finb 168 Männer und 135 Frauen; 67 Ehe» würben geschloffen. Die Grmeadepatatioa ersucht« bie jüb. Gemeinbeoerwallltng und ben jüb. wohllättgleitsberein, ihr Liften derjenige» Personen zngehea zu laffeu, bie au» dem Auslaadr. besonder« ans Amettla, Unterstützungen erhalten. — Auf Antrag der Armeibepulalioa bewilligt» der Magistrat dem Säuglingsschntznerein ,Ei» Tropfen Milch' eine etnwaiige Zuwendung von 1500 Rbl. — Die jüdisch» Gemeiabevermaktaas wandte sich an die Schulabteilung mit der Bitte, die Lehrer, bi« in de« ftäbttschen jüdische, Volksschulen lluternchl in her hebräische» Sprach« and in der Religion ericileu, auszufordern. sich zu de» Prüfungen in Oer Gemeiadekanzlei. Rener Ring 6. zu meldrn. — JK« cr|k Pellsaaa, dir der Gemeinbeverwaltunz im Beisein «. Delegierte, der Schulbehörde u. «. Deleg. der Schuldepulutto» übettrageo wurde, saud am N. 9. statt. Der Prüfuagskammifflo« grhöreu außer den 2 Dellgierten an: I Bialer, X. Lmler, Dr. Kahan, I. Grawe, S. Samet, >. M. Kaplan, dll jüd. Schnlkuralore» 1. Schwartzmaa», A. Goldstadl. Die Kommiffiou prüfte die Kandidaten IN Hebräisch. Btbel- und Lalmnblehre. Liturgie. Ritual- Borfchriften. Seschichle uud Echck. Per Magistrat macht da« Berzeichm« der stäbt. Elementarschalla bekannt, in bene» unentgellluher Unterricht cttellt wirb: 68 bentfch«, 60 polaifche, 6 manawittsche. 64 jüdische. — 26000 Molsioschüker. Die städtischen Lollsschnlen werbe» gegenwärtig »0» iasgejaml 28620 Kiuber» befachl und zwar: bie deutschen Schnlen von 5520. bll polnischen non >2300 und bll jüdischen vo, 10800 Kinder». Pa» zionistische Komitee ocranstnltete am 26. 9. 8'/, Uhr ad. (Saai Paffage Schulz 2) eiue Sedächtntsseier für den »erst. Präsidenten der zion. Organisation David Wolssohn anl. s. 2. Tobeilages. Die Rabbiner Milrjkowski, Dr. Kiummei und Riffeabaum sprachen. Aübifchee Anitaroer ein. »m 16. 9. fand im Hanse Kanstantiner Sn. l8 bie Grünbungaversammiung statt. Den Borfiß sühtte Jakob Lande. Der Verein will unter ber armen jüdischen Einwohnerschaft Bildung »erbrriien. E« sollen z, diesem Zweck Analphabeien- und Fortbilbiuigskurse oeranstallel und Lehrnnstatten. Lesehalle» und Büchereien errichtet werben. Die Versammlung deschioß, sobald als möglich bll Tätigkrtt de« hierein» ausznnehmcn. Achakaacheichtea. Der Andrang zu dr» j ü b i I chr n Elementar schnlen istm diesem Jahre sehr groß. So habe» sich z. B. iu der neueröffneten jübiichen Elementarschule Azgvwerftr- 5 über 1000. und in der neue» Sinblschnle gegen 1800 Kinder znni Eintritt angemelbet. Renerbffntt «erbrn anßerbem noch jübische Elementarschulen in der Ogrvbvwasir. 14. in der Francllzkanerstr. 16 und In der Jakobftr. >0. Die Ersffnung dieser letzten Schulen erfolgt erst End« Eept.. da ia de» Echnlloka len bauliche Aenberunge» vargenommen «erben müssen. In der neu erössnelen jüb. Eiemenlarschuie ßizgowerstraße finb über >000 in der neue» Stabtschnl« gegen >800 Kinder zu» Eiattiit augemeibet. — GlajübEGe» Mtvchea-Gvmanüa» mtrb oom .Lerein für jüdffch« Mittelschulen' erbffnel. Bisher haben sich etwa 100 Mädchen augemelbet. Der Unterricht beginnt am I. Oft. Dll Ausuahmeprüftinpe» begannen am 10. 9. i» jüb. «uadengomnafinm. Magistratftr. 7. — Per jübische Achasnub P»l>»1tlbuag»»erett>. der sei» j Lokal von ber Kurzen Straße 5 »ach der Laagen-Stt. 45 „er-! legt hat. beschloß, daselbst «tue Valksschole eiaprrlchlen. 1 •xadbnignt werben doel^ntg^engr-nimmen. Sa jübischea Aiabeeßeim. «»bstraße 8«, warben Im Allgnft 218 Knabro und 465 Rädchen verpflegt. Die taonat« illhen Kosten des Unterhaili eines Kinde« bettagen 6 Rbl. 63 Kop. >1« Einnahmen wurden verzeichnet : vom Hllssausschllß tbOO Rubel, an« anderen Quellen 775 6ih>. und vom Silbersteiusche» Legat 500 Rubel. — Im Maiseaßefta de« jüdischeu Waiseuschutzverein» befiabe» sich 175 Kinder ft» Atter oo» 2'/,—18 Jahre». Dll äiieren Knabe» wurde» tti bll Lehre »bgegebe», »m irgend ei» Hallbwerk z» erlernen. Dll älteren Mädchen «erbe» zu Friblerinnen ansgcbitbel; sie beschäftige» sich teilweise im Heim, ttütveist in Pnvaihäuser» gegen entsprechende Entschädtgung. Der Unterhalt eine« Kinde» ist^a»s ttwa 80 Kop. täglich berechnet. Fast die einzige Einnahme des Verein« besteht ia der Ualerftützuag de« Maaistrst« ia der Höhe »an 1900 Rbl. monatlich, was 60•/, der Gesamtausgaben für da« Heim auSmachi. Andere Einnahme» stießen nur in sehr geringem Maße, die Mitgliebsbeittäge «erben fast garnichl eatttchllt. so baß der Bcrein mit eine» Fehlbetrag arbeiten muß. — tzi,» der jübisüm Sommertoksiaie Atrfchtzeeg (Wiesnowa-G»ra> kehtte die 6. und letzte Gruppe von 148 Kinbem nach Lodz zarück. — chla Keim für jübische Meserotsteatiabee wurde Edunlags >m Saale Südftraße 10 abgründe, und wirb zu diesem Zwecke ein Verein ,Lct-J«r»eI' (Israels Hau«) in» Leben gcrujeu, um die« Heim zu unierhailen und für bll Beschaffung der erforbttlichen Mittel zu sargen. Rach ben Satzungen soll such eine billige Küche und eine Terhalle errichtet wnben. — Per Ailfsoerei» für arme jüdische Sch,l«i,ber beschloß, eine Wärmftub« zu cttichtcn. ln der bie Kinder ihre Schulausgaben machen. Tee und Abendbrot erhalten. — In der billigen Kinbcrtüche de« Hiissoerein» wurden im August >7.>26 Mittageffe» verahfoial. banntet 9,977 gegen Bon« der Echulableilung. — Der Lobzer OttstUfsansjchuß beichloß, der Kiuberküche der Lehranstalten der aiwub-Tora' 1800 Rbi. zu bewilligen. — Per jüdische Aatzeaboereia .Kiseres-sttzacharim' hielt am >7. 9. eine Bersammlung ab. in der über die Tätigkeit bes Lerein« für bll iehien 9 Monate Bericht erstattet wurde. Die Einnahmen betrugen 482. dir Ausgaben 485 Rubel. Die Kinberküche de« Vereins verabsoigte in der gen. Zeit 88,168 bezahlle, 9197 nnentgettliche Mittageffe». Die neuen Satzungen wurden verllsen, der Verein soll jetzt.Hiissoerein im Rayon besGeyersche» Ringe«' heißen. Zweck ist außer ENeilung von «erschllheuer An Hilfe auch Hebung der Kultur. Beschloffen wurde, demnächst eine Teehalle zu ertffne» und Abendkurse zu errichten. Der Vnein hat bie Allnrhmigung erhallrn. eine ,Tal«ub-Tpra> Schule' für 150 Kinder, bie von der Kinderküche de» Berein« grspeist werben, zu eröffnen. In die Verwaltung bet Berel»« würbe» 13 Personen gewählt. chtae MotzlUtistettokotterie fa»b am 9. 9. in der Andrea«- ftr. >8 statt zu Gunsten de» ist. Frauenschutzverein«. Von der Ara»e»««ieil»»tz znr Psirge anntt jüdischer Kranker ist in 15.882 Fällr» Hilft geleistrt worbrn. Die Ausgaben betmgai 16,046 M. Mvktstüche». Im Monat Juli waren >00 Küchen tätig: 41 gemischi-ko»sesfionelle, 27 jübische. 2 > dalh.. 8 eoang., 3 mariawitsche. vom l- 8. —1.8. wurden insges. 4.505.650 Mittage verabfolgt. — Im verlauf non 4 Wochen seit Liedereriffauag brr billige» Küche beim jüdischen WohltLiigkeilSoerein wurden oerabfolgl: 42,115 bezahlle und 1000 nnenlgettllche Mittageffen. Der Frhidrttag in brr Höhe von 1.500 Rbl. w»rbe durch bie Vereinskaffe gedeckt. An neue Kostgänger werbe» gegenwärtig nicht wehr Mittagestea auegegedrn. — Die kurze Zeit geschwffen gewesene jübische Volkiküche, Ziegeiftt. 86. wurde wieder erb ffnel. — An der jüb tzsioistvtüche Buschiiall 121, wurden im August 37 792 Mittggseffen gusgegeben. daruuier 3547 uneulgelllich. — Die billige Mittekstaabvütche, bie vor kurzrm der judischr Trxliimrifteroereiu im rigrueu Lolaie (Zuchobnia 85) eröffnetr. gibt dereis täglich^ über 200 Miliageffru aus. Nicht nur Lereiusmilglieber. auch aobrre Prrsourn nhaitrn Mahizeiteu. — Eint Versammlung der Kostgängn der RiNrlftanbsküch« brim Berrin zur gegeufettigen Unterstützung brrHaubelsaugestrllten beschloß über bas Rundschreiben de« Küchenkomilees und bie Registrierung btt Kostgänger. Man snnd. baß »ur eine außttorbentliche Hauptversammlung brr Mitglieder bes Btteins einen Beschluß faffen könne. — In cintt Mersammlaatz »«a Kiicheatzesachera der billigen Küche des Brreiui ,H a r s e', Epinnliitie 28, wurde übtt die ersten 6 Monate de« Bestehen« denchtet. Täglich wurden über 300 Mittageffrn au«gegrbru. zu 10 Kop. Raa beschloß, den Vttein zu ersuchen, die Zahl d« Mitiageffm zu Ottgrißern uud btt uuentgeltlichen zu erhöhen. — Dll beim HilsSvtteiu .chvra» Lachajim' bestehende billige Küche »nadsoigte ia bn Zeit oom 6. 6.—1. 9. 69,872 bezahlte 7,298 unbezahlle Mittagessen. Die Ausgaben betrugen 5,997 Rbl., bie Einkünfte 2.098 «dl. Di« Küche tthäll Zuschüffe vom Kiichenksmsttt. — Per jübische Lanbrverüerül»« hat dll behördliche Genehmigung zu, Eröffnung einer billigr» Küche tthallen. — In den meisten jüdischen billigen Küchen werden während btt bevorstehenden jüdischen Feittiage anstatt da üblichen warmen Mtttagseffea Lebenimittel verabfolgt wttbe». ' Pie tztlig« Molüvwäscherel de« jüdische» Hilsivereini witst bebeulenb vttgrbßttl. so baß anstatt 12—13,000 von nun ab 20.000 Stück Wäsch« wöchentlich gewaschen '»«be».— Per Ausschuß I»r Mateestützaagverarmter jüdischer Kuuskeate hatte am 18. 9. die Auszahlung von Unterstützungen »ege» Mangels an Mitteln eingestellt. vom Rooember 1914 ol« jetzt wurden insgesamt 260000 Rbl. an ia «Ol geratene Kaasllull ausgezahlt. Zulezt nhlllle» 1087 FamiÜe» Zuwenbnngen in bn Hbhe vo» 2 bi» 4 Rbi. wscheattich- Es wurden auch einmalige llnlttstütznoaen ia bet Höhe mb 25 bi« 100 «dl erteilt. Er berücksichtigte in seinn letzten Sitzung woch 200 Gesuche IN dtt Gesamthöhe »oa 700 Rdl. — Inzwischen ist es ihm gelingen weitere Mittel znr llilerstütznng sich zu deschaffen.

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