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Jüdische Volkszeitung · 1916-08-11 · 32 (11.8.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
32 (11.8.1916)
Date
1916-08-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Unabhängiges Organ fxir die t mm. (fiemgindt-. 5thulr taut & * tie «olkH^ttOMf ,rsch»t»t »IchmMch m f*. ftnttat t» «CMlan. vezu«pr-t» trt*rt*ljärftj M b*r WostlM ft. M derGefchS tffteffr jShrsLft. nach dem La»land S.— M.. sfr Bruln, M ASHolong l.—ft. M freier Avftelrma in» Hav» 1IK ft vierielMrNch. Die .Jüdische Volkerettenist dvrch di« Bo», sede Vachhondiung , nd die oieschästestelle in -reelan lUchweidnitzersir. f7 zu beziehen. Fernsprech-Unschlvh Rr. 7V0b. Schrlftletlung. Verlag und GeschS Aernsprech-Anschlub 7506 und 7507. — 3uf$rff jei und Sonntag (oon 1 Uhr ab) geschl)' m. 52 Alt kn (Ml*(n: .P»Iri«tnn» uk Itikt^IrfKa.“ Puchruf. In der Nach! vom I. zum 2. August ist sinn. Dr.' '; verstorben. Mil ihm Deilicrt da« deutsche Judenlum eine» feiner befren Voikämpser. bft verband btt Datschen Jaden ritt» feiner vtgründtr und Führer, von der Gründung an bi» znm Jahre 1905 war er erster vorfitzender des verdanke», fpfiier stell»». Ireiender vbisttzcnder. und seil dem Jahre 1911 deraien» bd Eheenmitgtieb de» Auaschnffe«. Seine varnehme Gesinnung, seine Hingabe au alle Ausgaben der Reaschlichkett, des Balerianbe» und de« deulichen Judentum» werben voibildiiL bleiben. Sein Rame wird für alle Zeiten van uns,n Ehre» gehalten werden. Berlin, den 3 August 1916. Perband der Dentschen Jaden. 15. 1879 1899 I«. 1875 17. 1550 18. 1831 1871 1892 19. 1888 1873 20. 1852 1905 1908 21. 1811 1872 1887 22. 1813 180« Df.Unia Tkufttadtiafiulau Sk IIiih fcdM I 3ifitati ■!»» : * Ml. fh Ml itAfPchNW ftIrtKifU« *Mt d-ei tot »,»ch>ftcht,f, IB-1» «a» 0-4 lllr teftelle In «n.lau I, 0*n>»l*nf*«rfltofct87 (gtgtnflbtr kern 6»n»tH««ttr). tn unb Geldsendungen sind dorthin zu richte». — Die GaschitftvftMM ist SonnabenI unii Felmtay >ssen. —Wohnung de» Herausgeber»i Morttzstr. äü, hpt., Aernsprkch-Anfchluh 7bÜ7. Brethn, k» AMpch )9|6 >»an»l Partys-#« Usk«r. B8M| Ävnat «,a. Ad hl T tot. Kaievdenag 5m<t|rUi 12.118. 4. iwu nar I! 1 Beet«, ' 1-*-! 15.| | -irr nron AnSgang ». Mittel. «r.Zest'j 9«. svvueü V 3-»7>>. P.fhet »bschnitt nnosn -»halt de» IfMnMlffaitt«»: Sitte «ose«. wu Ä 1. Xrei* »bschn. über den Jvidai ziehen zu dürfen. Ermahnung, den Geboten Gotte« Ire» >u dl üben und keine Abgtlieiei zu tieibnt. Die drei Zuflucht», ftädie aus der Oftseste de» Jordan». Wiederholung de» Zehn- Wo»»!! Da» Lchnia! Der kauaauifche Götzendienst soll audgerottet dverdeu. Der Grund, «elhald der Ewige Israel erwthst hat. «« | 9»» |»*»| »» B ** 10 5 u »>' »» »» l»wfm> SrkAvaste. A»,»st ft. i. Berlin Jos. Ealomou. philos. Schrittst. Schüler Rkiba Eger« u. Hegel» Beginn d. 3. Zioniftenkoigrcffd in Basel ged. i. Freidurg Dr. Ludwig Haa«. 3ieich»tag»abg. st. Mcläivllam Hurwitz. Erd. d. Pinka»syn. i. Prag st. d. Talmudist go»man Wodianer. Rochlat Jehoschua «eb. i. Berlin Bildhauer Jalod Pleffner ft i. Frankfurt a. R Dicht. Eirfe Levi ged. Heule st. i. Riga Rud. Wunderbar, bidl.-talm. Medizin ft. i. Stuttgart Robb. Kirchenrat Jos. v. Maier st. i. Pari» Grand-Radd. Marchand d'Ennery, Vers, eine» hedr.-sranz. Wtilerduche» st. i. Pari« Iul. Ostpert. Pros. d. vergleich. Sprach», st. i. Ischl Regina Kuranda, Wwe. d. Abgeord». geb. i. Mainz Joses Derendourg. Orientalist st. i. Metz Joel Anspach, sranz. Kiddur ft. i. Nürnberg brr Jugendschristst. Sim. graemer st. i Prag d. Ehrouift Dadid Gau«. Zemoch David ged. i. Trieft Prof. Sam. Dav. Luzati» Hebraist u. Dichter. »« 19. 1898 st. i. Pieschen d. tism. u. Talmudist R. «.Gellerl. 3«kI ttctovrrte. .Waffermaffen können nicht löschen da» Feuer der Liede' > fingt der Dichter ans dem Throne in seinen königlichen Psalmen- Da» Feuer der Lieb« hat fich stärker erwiese» al» alle Mächte de» Haffe» in diesem «ännermordenden Kriege. Wen» ein» uu« zu tristen vermag über all da» Elend, da« menichlichr — nein tierische Lcibenschasten über die Weit gebracht haben, so ist ei die Fülle don Liede, welch« der Hatz erzeugt hat. Tierisch ist der Hatz, die Liebe ist menschlich. Die unzählige Schaar der edlen Frauen und Männer, welche in der Kriegisürsorge tätig find, und die unendliche Menge von Liebettätigkeit. welche sie entsallen drautzen im tosenden Lärm de» Kamps«! und hier i» Lande, um die sibweren Wunden zu heile», welche der Krieg andauernd schlägt, um den heillosen Jammer zu lindcru, welche er täglich ü.t Land bringt, all da» vermag welligsten» einiger- »atzr» »ersöhneiid zu wiike» und di« leise Hoffnung aus ein« Wtedergebun de« Mlnlchheit in unser» Herze» nicht verlöschen. Ueder zwei neue LiebeSwerke habe» wir heule zu berichten. Eine besondere Freude gewähr: e« uu». datz beide in unserer Heinratstadt v I e »l a u entstanden find. Da» eine kommt, denen zugute, die am hilflosesten »o» allen «scheiueu, dnz Tote». Bon jeher hat e« zu den höchste» Liebeodienskln gezählt. de» Toten die letzte Liebe zu erweise». Lieb«, nicht Ehrst nennt e» die jüdische Lehre. Da» ist wahre Lieb«, uneigen- »Ktzige Lrede.^jagen unsere Weise». »Denn die Liede»die»He. bi« wir den Twen erweisen, könne» sie na» »immer mGz »er. gelten'. Im >Schlesier-Bade tzndow» an deffe» Heilgnelle» Herzkranke gesmride». staden mitunter schwer Leidende muh ihre Erlösung. Pi,» hat e» bitter empsuabe». daß bGher dort alle»! gefehlt hat. um den bkimgernsenen Glanbenögenoffen bi« letzte« Lirdetdieaste in vorgeschriebener würdiger Art zu er- Du sind edle Männer zusammengenede». um »nnmehr ini chlungen zu schaffen, welch« kn Toten ihr Recht geen unb de» übenden Beruhigutrg schaffe». Dabei ist da» he Herz nicht stehen gebiiedeet «b hat sich a»ch der iebeabbn ankeu Armen erbarmt, für diese soll eia Hosptz geschaffen in denen sie Ausnahme finden. Edle Mäuner au» «lau haben da« Ü«de»wert in bi« Hand gnomme». Kuröäfte au« anderen Gemeinden haben ihnen deigeftanden. Die lPerson de« Leitet« de» neuen llaternehmem», de» bnrch seine verdienstvolle Täligkeu im jüdischen Balkiheim bekannten Herr» Dr. | Jos. Schlesinger, verbürgt die Vollendung de» werk». Indem wir auf seinen Bericht in dieser Rümmer en. empfehle» wir de» BeitrM zn diesem Werte all«. Wärmste.! Da» andere Liedetwerk will fich de» Lebende» widme», e» wendet fich an eine andere Klaffe von HUftose». die armen Kleüien. die Säuglinge und Kleraki»der, denen Elternhau», mütterliche Liebe und verwandtschafllich« Schutz fehle». Wie schwer gesährdet gerade diese Kinder im Aster von 2—8 Iaheen in idrer Gesundheit, und geistige» Entwiekluog find trotz aller Fürsorgcdehandlung, vewerst die Hobe S1ugling»sterblichleit»ziffer in der Kiader-Staiistil. Soziale Rot, znletz» die Folge» de» Kriege» haben überall die Zahl der verlassene» Alernllnber, ehelicher, und »»ehelicher vermehrt. Wohl sorgt die Stadtge- «eiade nach dem Gesetze für die Unterbringung dieser Klei»«», deren Väter gesalleu find, bereu Mütter in Albest ober in Slrtn»g sich um ihre Kinber nicht kümmern können oder ff«, «eil fie selbst krank und elend, ihre» Schicksal tberlaffen mtffeu. »bet diese »Kosttinder' »erde» dach Familien übergeben, die in dieser Pflege einen Erwerb suche» n»d au» »em Kostgelde noch eine» Verdienst erübrigen miffe». Indische Familie, dabsu sich dazu ersah,ungtgematz überhaupt nur hdchft selten gesunden. Die Folge war baß jüdische Kinder von der fttdt. ArrNenverwoltnng in »tchljüdische» Familien »»tergebrncht weiden mutzten mit Widerstreben, da bi» Verwaltnvssbehärde» »olle», datz zede« Kind möglichst innerhalb seiner Glaubenöge- «eiirschast auswachsen soll. Aber der gute Wille scheiterte an der Unmiglichkest, zumal die bestehende» jüdische» Erziehongsanstialten und Waisenhäuser satznngägemätz nur schulpfliehstge Kinder ausnehnte». Der Krieg hat die grotze Zahl der jüdischen Sängltnge und Kleinkinder gesteigert. Die Rot ist größer, dringender g«> worlen und erfordert Abhllse. Da habe» edle Franenherze» lieb, eich fich der verlaffene» Kleinen angenomme». Der allzeit Ibhtigr I i dis ch e Fra » e»b n » d, vertrete» bnrch feile Bre»la»er Ort«gr»ppe. hat da« LiebeSwest in die Ha,d genommen und ei» Alldisttze» /lindergeim in«Leben gernfen, da« sttöiische jüdische Koftkinder uvt andere jüdische »erlaffme oder verwaiste lliuder ausnehme» „» dl« zu» schnlpffichtige, »st-e »erpstege» und erziehe» soll. " in orgsamee Pstege solle» diese her« uweichse». Die städtische A__ ihre Zustimmung zur vegrllndnng de« Kinderheim« und zur lleberweisung der städtisch« Koftkinder f» daäsetbe erteilt, sie hat die Gründung seit Jahre» »»geregt, da im Eiuklang mit »en ob« erwth»'« Gesicht«p»ukln »er Vaewaltvngtbehtrd« die ander« Kmchchsloni» lt»^ für ihm Vstegeklnder Kinder. b«rhranstalt« geschaffe» Hab« Herr SiadteM Marek» »er len nnv VW za» Illzneppieneegen i soll. I» gesnnder llmaebuug, ese Kinder z» kräftig« Mensch« Armepbirektio» hat »ich« n»r rrn. Leiter »nserer ftäbnsch« verwastu», hat tu, > daravt Gdrung«. d,ß da« versäumte vachgehvU werde. Rn, ist da« Werk',»» Lebe» erwach«. Ir V°tzt««>»er »eise ha, der Vorstand der s,n,,»,e,.| e»ei»ke i» erster Reihe bei dem Liedeiwerke Pathe pst»»««, „» »vrch Bewillig»« eine« jährlich« veetia^t m, t»00 «. da« ar^e Werk gesichert. Ihm hade, sich die 8efto«V die »rt*er* gesellschafte» -ngesthl-ff»- «» dekanter hochh r«istn»Mtäler in unserer Gemeinde hat einen hohen Veit vgiAÜOV «-> gezeichnet, andere Muer find gesaiG. Da« «leivkivderhei» »ei^IS» Fr ne»b««»e« O.«Gr. «,e«la, steht »ä, «»rWmte 7jmi e« uniergedracht, i* »er ehemalige» fix. ft# l sch« KAnK. MU 10 jüdische, Kinde« wir» « eröffnet, die s ühttsch« Kstffkinber. «eiche fich r. Z. nach in Familien^ stw, kefinste». werde, nachsol^n. Die Siinkan, dM FmMritz GM mschtini angeficht« »er erschüNernd« SebmAtwin», «t > ei« vaterländilche »nd »i« eine reiigi«!« Pflicht. Dm tütet M Leben »nd beleb« m wieder. Er verleih« dem stet« höher« Wert, den höchsten unserer Juand. Sie |« erhalt«. (#«» zu erhalte» ist unsere ^diererische «stich«. O«, fich «,«#«» Werk« beteiligt, dient, dem Valeria» de. erhält (ft M-nschh-lt, handelt alt ftener «vH» seiver Giaudenvgemewschaft. j i De. L. Revftabf. > - " j Doi kr MIHiWiwi •m g«bee,»»tt»»er.>,»«iee Der t*w>abe «ochenadschnitl \rrm t«%tet dem 5. »ach »vse« «l|M »««MW« «vchdm GesMGGchMlItm»»» mtchnet Wa« t» diese» Thma-AbschvÜt MädirhGmm' des»» »er« «GfüKt, » da« Zehnmvrt. Dem «jGmks»« tzche mir» je»«» die Veviachttm« Gch, «m^h« Sun, »atz d: M hier »ich, »m ei« dlvtze Wiederhol!,», de, mH, »hak, hmblsii. »atz meiwehe einzel» »ebati fich weseMIÜ» tm Mfu« t» zmeNevvmh «dsed utMrscherde». Me fiatst, Znsätze an» »bände«»-« best, 5., 9. uu» IO. «ebvi; in vAltlg verändert« Gestalt »dererschein »M dm vierte»,»««, »a« — »mGasthab heiiiguag hmiidit». Der lleit «I» avs »Es« livstmschie» bete« durch »a« Sabbmlie« de« Galv», Atkabe, «ufmftksa» pmvcht. Die erste Skrayhe de« em ir,h be^n ut detavnliich mit »« »aei«: -wtven stn urovn tu« -rara 1VN Ivdw ,wtachte» nab Gebe»!«, »e« SadkaNage« h« »»« de^WvG^EGMe in eine» »»«brvck laff«.' ,»ed«t«' fink die Wartnnsävie de« ö. Gokvie« im 5. im 2. Wich Maft»! nn» »«« •«M«ttttk »tmmi ans Mi lkta> liefauu vezn«. wavach MM «arte w» «M Mhgetlt, rsproch« «d »am Vvcke Jmml teiW »i« .vonchwn', WO« iM .Gedevkn' »erfinnke» nmek«. I, hm Faffnn» M» 5. vnch A«s«« Ft Mm 1. stMM» ckenso wie dem ö. htuzv^sügl, .wie »er KwG«, dein Gmch Mr h<" ' Dam« tfi »ns da« Zchnwvrt t» 2. vmh M»le tzingemies«, »» d fich M» erstenmal MM. Hier «t. hält ddl«. Ge»at da« Vvrbil». Md dem Mensch« sll» M, Feier dd Sabbaw Matt: .KrtaOefi M»b«i, inbem Ml d - .. *- --' Tay, »em I McitMea, . MtA stGMi ßriwMmJ Mr in Mta« t»rw »eil»; Mn nachdem Mr Gviy mtzven» 6 Tage d« Himmel n» die Erbe ymacht halte, M Wdsa nnd ulle». m« kari» ist, rntzte er am 7. T»y.i Die AeMtt«- lay kd Mensch« merb« mit M» swh« SrhästftdMMwmGoAd vergliche», »u Gdt sech» Tay takfi«fu| "> Wett widmete „k oWMm Mr Ruhe. Mr «efttMtym, ab dd»w schaffe«».! fick »t»gekn kmnre. s» s,M» «üch »ie nch M» I#> Adr»Mage» et»n Tag Mm Gekant« «U Zietwdh«. öd ker Vtenschheir wfc« gesteckt ist. n» kd M Mm Anska» kd me>» irostv, dd Gvttileeichd ans Erden besteht. Diese» Ewbgid. ans»»« »«Mr Snbbdh at» Vtzmüvt hinmeifi. «tsprschtsMe Forberng kd «. Gdvtd s» 5. Hoch »Md, Me ka «abstat d» I»Me «mich«», erhatw, misse, will. Htm mirksMe SabbnthitlsgMd zur WÜch« gemocht, .»nmt, ruh« k«i» «»echt nt Ue Mag», Me kir Geich fink. Gedenk« strich, d» Mmksch. »atz st» «dwcht yweft, st» U**t «•«in, { «d be» Mt «vty, bei» GaO, Mch hm« hm mit!ft«km Han» nn» «ndystreckiem Arm, gebvte, HG bm lmige, Mn Gott, M» Gabt««»»« st> Diese soMMe FmMrmm »d Sdöatybotd M «^tady»eiKiii«WdiSS«lfai: n» MMefn I, MMMM fid td £ Gestd« tm T vnch Md«« Meatd webäch« G. m- Mtfi sich! bd «. Gebot iwTi. Vvch RMsd «M Mfertenu, bd mswsttzn. 33303311

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