Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 30 (28.7.1916)
- Date
- 1916-07-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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umumünglges Umonfardie tunt memeinäe-. mul 9M*m vk.3mf4» Veschüft»st»ke t* m» Mc Dr.(aub lUuAtoit b -Kr* *i«im nnM «GAnschlnh «T. HOB. Schrlskleitu»» «ttlafl uni Qej jj8)t«fit IIt ln »tetlau I, e$»«IBnHe*11 * «t * *7 (matta Im SMtttMüKj. Fernsprach.Anschluß 7606 tnril 76*7. — Zu jjrtften und Geldsendungen sind dorthl» zu richten. — Di« BefchäftusteW« ist öonnabenl uni s und Sonntag (von 1 Uhr ab)! schloffen. —Wohnung de» Herauegebet«: Moritzstr. 46, hpt^ Hernsprech-Lnfchlutz 7607, Sr. ro »u »» &iUfn- G<d«»kt«ge. AnN Sl. 1S55 ged. i. Ostrov» Prof, »dolf Bcrftmaua. Schristst. u. Dramaturg. 1878 st. I. London >br. Benlsch (Hebr. Observer), der engl. Mmdelsohu. 1. 1873 st. i. Hechingen Dl. 6am«fl Meyer, des. 43 Jahre Kabb. u. 23 Jahre Rechttanw. 2. 1881 worben in Mos«,ca 800 z. getötet. 1379 ft. i. Konstaatinopel Don Joseph Hast, Herzog von Raxo« n. d. Kykladen. 3. 1829 ged. i. Schmirgel Radd. Dr. gsrrund-Gdrlch 1882 ged. i. Llffa Pret. Schristst. Morrt Scherdel 188« st. t. Amsterdam Slaaterai Karl Aster 1839 ged. i. Szenltz Schristst Heinrich Steiner <ö. Hort) 4. 1817 ged. i. Zaudiß Prof. Dr. Max Riag„:»rz» a. Schristst. 1839 ged. i. Prag Radd. Dr. G. PerlißRakel 1914 anßerord. »llg. Betrag i, Deutschland auf Anordnung S. M. d. Kaiser« 1881 st. i. Pisa Salomo« deB»efe1t>,U»^Pros. d. hedr. Spr. 3. 1888 st. i. Et. Lo«t Isidor vnsch, W. d. Leglolatnr «. 1799 st. i. Karlldad.Dr. M. ff. Bloch, Arzt n. Ichthyol. 1838 ged. i. «eilst Schristst. M. Konindki-Seih «Milka Weih ged. «oha,, seit I8ll8 i. Oftnmo 1893 ft. I. «anheim Ott. Jaftina» (Kahn) a. Bretlau *8 4. 1912 ft. L Brandenburg Radd. Dr. Aron Ackermann 3. 1372 st. i. Easet Isaak Lnrja »schkenasil, Kabalist 6. 1807 ged. i. Frankfurt a. M. Jona« v. Kdnigdworter 7. 1881 Judenverfolgung in Valencia 1783 ged. i. Philadelphia Mord. Iloah Konsul n. Richter 1886 ft. i. Breslau Landraddiner «edalje Tiktin. „Zn d«A drei Doch««" Pie /Uagezeit von Prediger Wolsgoag-Vernstadl l. Sch l. Dr- PoppelauerstBerlinerBolktkalender sSiJttueliten dringt Jahr sir Jahr .obip rill' -N3I' und unterrichtet sein« Leser, mie viel Zeit fest einer deachteniwerten «eschlchttepoche dahinge, gangen ist. Wir finden T*:rn rmj, 'NN ri'y 71, penei st'n iNstui: diesen Zahlen mthte der Schreiber l'unrea noch hinzu fügen. Dem Synagogenjahr nach leben mir Juden in den »drei Wochen', in der .Klagezeit'. Wir geden unserer Draner nm den Sturz Jerulalem«, um den Lcrsall und die Selbst« nblgkeü eine« Balte« und die Halt- und Zügellosigkeit, die sich damal« drei! mochte, in den .Klageliedern' Ausdruck. ron .Ach, »ne!' Der Ausruf de« Bedauern« über da« verlor»« ent. nagte sich «userea Lippeu. .Drei Wenheu' wert» von feuSlreuggläubigen streng geholten durch ffulhaltsamkeit in ffff», Berguugungen asm. Da« Besch verbietet jede Lustbarkeit, jede Fomstlen-I seieriichkeit, Hochzciien. Drei Wochen, selbst der nun Ti ja al l die «reneltatcn, von den» an« dieKinot berichte», reich» nicht heran an di« Zeit, die wir durchleb». Mit Jeremia kdnntm wir sprech» rinn»! .Ach, Herr, ffwiger. sieh'/ ich weih nicht zu red»! Erst zwei Jahren leb» wir in einer beständig» .Klagezeit', jeder Lag dringt n»e istesahrcu, jede Stunde verwandest sich in Iraner, kündet d» Tod blähender M»schenled«. Die .drei Wochen', di« Zeit der ffnthastsamkeit, der ffntdehruna haben mir kenne» g»le»t, und de, Treuer UM Zion muh die Trauer um unsere hoffnungsvoll» Sshne, nm unsere gefast»«» Famili»väter gleich». Da« Ist durchaus »ich« nnreligid«, keine«wege« fre»d»k»d : es ist rein menschlich, logisch. W»n der 9. Ad, deffm Borad»d im Zahn 1914 für uns doppelt historisch morde les war der Abend der Krienserklürung), uns mit sein» trüb» Erinnerungen, mit sein» Klagelied«» im Banne hist», dann m*ln wir nicht au« Jaden, daun wollen wir auch D«Ische sein. Der Tag ist für anse» «and» dedeutnngsool, ei» obip nw'nidv er deren» Iaht no» zu einem Rückblick in »de Borzmt. Denskld»»en, dieselbe Bedeutung hat er ad» ench für die AlgemeinheA. säe die h»tige Zät. in 'llh, 'neun rnnn-y .Siel sind —6— E»szer, und mein Herz ist siech!» So sprich» wir M»sch» schon diese zwei Jahre hindurch, and der Kchlnßokkord bleibt bei Freund und Feind: .Wir sind nur arme Meuscheuklnder, Bott allein derma, Aste«'. Wir sind des Drostes bedürsttg; dies» Drost «an» mn bei Seltenschioser bring» und Mb». Dk Bminust siegt ja schließlich über Ing und lkrng silhrk d» Irre>ogeW^n» »» Wag fe» Nicht», de» Bon» Monat MTa-!-: Petvedevd! 29. vrttt«. »a 28. 3«fi W* Woehen Dimbombar. stnf«i 1JD» Jeremia« 2*-«. Btras» rede üb. d» Ad- Ifal M»' cU von Bott nnb Mahnung zur Rückkehr. Anhakt de» Moch».«schnitte»: Züge reb «a^rsttst». Die Kafiaaniter lost» vertrieb» and ihr S3h»dienst ansgerottrt »eid» «r azen Kanaan«. Die Levst» soll» 4« «lädt, erhalten, ffrdtöllte dürfe» nur in ihrem Stamme Heirat». Kalendertag Antgau, 1. nnttel- >1»r.Zrii Torah. Corlcf. 'M'AS JOW 9“. 'vov IV 33l*3611 Rem»o»ds« lvretlou). weihe m m IV 2»-'» Byg'n» der 91 Sage. Vpfrrgesetzr. Prophet Abschalt, rrinnri . Ä h gb 1 r 6 ® &* s S 1 »M IC» k .-'n § §£| J S 1.9^ S Lg-'l* L l«-- 0«|»" s Fried»«. Bertrau» wir der Znknnst, die nach allem ^Ltid und Drüdsnl Freude und Sonn»schein d» verwundet» i erze» dri«» wiit. Unser« BrbgAktA.wisteA.bei denen, dt« d» h eldenlod erlitt». In drr Kwgezett, in dsts» -drei voch»' ,de unser» Glaube, gehör», hör« ich «l» et» Kind der Zeit, a«treuer Sohn mcrne« deutschen Balertondr« »ich andere stichot, noch andere .Klagelieder', so »0» einem d»Isch» Kund» den Befall»» gewidmet,: .Wir kdnaeu nnr wein» nvd det» Für sie, die da lieg», dirlch, blutig, zerirei» Für nnsl Den» c« gibt kein Wart für da« Opfer zu daul», Und es gibt kein» Dank für sie, die da lanken Für »n»!' »eich. Felddllcheret de« ».-I > Inhaii di Id»: Her d»tsch« Ambe I» > lleichttogsed». »r ^nbwlg »f M»Ür.«b»che». - »er »., M. Zorrsch««», «rteasbetrachtn», non Hn. ± g, «at-vortm«».— jitoi« JfeMft «« »«ntscher 3«b«. —Mr dichwt dm Osi.stell». Smmtmit chant-D, gern bereit, dt« Bersentnv, de, anhersi 1 onrch d» ff.-v. a» unser, Soldat» im ' A« de z» sd vir frtftm, d«8 ^scyta iMnrtt ta Zur seterlich» Ardssaa», de« 1 eaerl.Bi rat« am 24. IaU fand in der Synagoge 1 . d. Donn nm 9 Uhr nor». eine gottetdstnstltch« F«er statt, an I Ratmünner, Mttzltedcr derSyoagoze »,d die i lertrrtrr der« ststnchm». Die Snyagog« war üderftstt. 1 H rrschi St-dipräsident Fürst L, dom Ir»««, strak «> in mUitürischer Bala-Uaiform »am»« bei dentsch oerwavung, Fürst R-adziwist, Chef Br stütttg B r » dz in» ki, Re» ck! Ra ' ■' M «tadttai« Bros. aste polnisch» und jüdisch» Ratmtnner in die lstoddiner Küpiei. «»ischechoer, ttahan« send meinde-s' -- Pos»««.! vkinde-BP». ».«ergfoch Bors. h. Sy, ^tomitoe« > ,»r«t i n. R-tm. KousnlBoleülawBister w psiM»^ Die Feier ward« etngrleftet mit Besoni Mrwotdsst A-MilHAs durch Kantor Börot» nftt dem Bhor der B»z distorstch» L« der »»» ftüdl und Wnheii v«, »«, vrtz-rör». Her Wtntsteilak-chrtah in Aachen der jüdisch» /oh- »e». Wir sind nunmehr i» der Lag» d» vortlant de« linifterial-ffrlaffe« mtiznteii», welcher de» Bescheid« der ,«IIn»er Schnldcpntotio» an die jüdisch» Lehren»»» zn runde liegt Der ffrlah lautet: «rMiaisterdrr geistliche, BerlinW.«, d»g.MaiI9I3. U»terricht«.A,g,lege»heite». Aus d» »»trog dom 20. Januar d. Ihr«. —Nr. 848—, e» : »ogeordaet wert», daß jüdische Lchreriuu» ohne jede schrönknag in aü» Fchche» — mii A»»n«hme deg cheiststch» ftgloadouierrichi« — z» Berw»dn», gelang« dürs», »erise ich ergebenst ans dt« hg 83—40 de« SchulnntertznI. Istnglgesetze« oom 28. Inst 1908. Dies« Bestimmung» sind» » ans BeNretnag» sinngemäß AmveudAng. Hiernach di» »ich« to der Lage, der dottch» Aaieguu, in dem beantragt» ‘ k Soigt )U isange vertiere! 1 »cd». Do arg» ßnnn unter d» ^a,nwäntg»bes«a»er» Umstt». die Heranztchnng jldischer Lrhrkräste pa vorstdergehend» »crtretnng chitsillchrr Lehrrr (Lehrerin»») anänahmsweise für : Dauer de« Kriege« dann ersRaen. men» chne andere geeignet« ist. In jedem Falle mnß die ffnt- " Le^ri »ng nicht »orhauba ist. In jedem düng dartter, imvieweit svlche» jül stich» Schul»—adgeseh» vom j Anterrichi in d» schnlolnnmtßtg» Lehr, ' ' *' ‘ nfsjchödehärde « . ih« »» Rettgiantunterricht M»d»^z» äder- ■ bleib». . , Broßenberg. d» s S»tral»erei» deAtscher «GatSbürgw jüd. Bland«», hier «.«. 8«. pn sei, der Schnlanff Lntttgt-Verei, WBHICi ÜMMm Zter rührige chnBrnknerrl» teilt »n« mit, dah er durch 8erdnng von mehrer» t»ns»b» Krlegghesi» mit gertgnekrm ieseftvff an im Frtde stehende Soldat» als einer Friegngah» Üentrakverrt», vielfach geünßcrien Wünsch» «nksprach» . Ja wenig» Tag» wnrde die I an ihn von allen Seit» die , ne Anzahl van Heft» für die j! Bcrsügnng z» fteü». Der ff--B. chstt deshalb eine bä- " sinsiage >stchla^»^ ' vergriff», ein- Mt gibßrre >» »der« intmrßniitr Heste übers»» von der er «»« 2 leie fettet« sich: HarmontiiM-OegleUl»«. van» hielt .. De. B,,b»»«kt «in« Bede üfer die Oed» »y im faki aller «ür*e. I ist Selbstverwaltung werde dir t i uiit tfc. Me ti I ■ I rieh», ohne llnlrrschied fee poltitsch» und si si»I» I die gemeinsa» arfettt» für dngHest da« Landet »d > aller fftwoahner. Br sei sicher, kelner wen r s deffm, wall» ans Kost» de« Kader», h lne bricht an. wen» die Bonn« der Berechtig nt wirb »hm «ntaahme, »» da« siel« Bol» «. dam, wirb e» leim Bürger 1. and 2. K »st« Roll« werfe» Abstammung oder Rattonat« I wird geachtet werfe» mch srtnem Oerdtenst, heit. Redner schloß mit dm» Segest der Stadt-, rt» Ziel, et» Bedank« soll «>e mdge dt» Beiheihnng sich äsüsi», feß kein ander, gm Schwerte petse. Den» sa», polnische Rattonanled,d«ze co« pollkle' (.Bot I Um 11 lldr war die Feier z» BM. — In ' issnnngoslhnng de« Stadirnti erteilt, der Hrts. auch temÄrtreter fe« jüdisch» feM Ramnil fechstfe» gab ßiatm. Htrschh» 1 l kltrnng ad, «e mit fe» Wort».' der breiten jftb. BoBIwnffm «M bk 1 Irrte deifekbsn', weiche zu A klfenng fordert rtm Drmotra ordnnng, «esche die Reich» fegft »ns: Steuer-Beenniagnng me ll ebernahwe aller össäeiklche gemeinfe, Beseitig u», der öffenittcher »rdeitteeteenfeit für Iud» und zwang and n»e»tgelsticher7l>tertcht,1l»teh»lti jiddischer stotutsthlsspräche »nrch die StoM« ,«d. «chnirni, dem all, jh». Schal« nntesfefe».-T~ der Ind» fei Brseßn», sttdi. »emte. F»l,ch« dB für die jüdisch» Bewerbeteifend» »nd Bnroch mm da Rnfetag. Die jüb-Bolkü^yß i «Säet sich , «Hem Volt soUdarftch, erkennt dm poixihch» ffharjckte an. fordert »der m, demfi für dk Ind» »I« mtlonok bürgerlich« und wltfen al-belinreAer Rochk. der erste «iadtrM wird wttwtrte ZnsammeAkfe» der Retiglm» »nd ans d» Pringfek, der Bei cchstakrst, lichtet, die te palntsch» rnk kbn. wnrde ebenso wie die der Soziotisk» dm Rech«» unterbrochen, sodah der Borsißend« bk UnnnsriefeH» znr Oebwm» »s» wußte., »l» 1 gescht^s» hatte, bnurfk bnBoitzmfe. M | bk i terkUmt sei», fe die Ldmm ÜsMsist er jüd. B» Britürn», 1 d» ms ihr I »INS