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Jüdische Volkszeitung · 1916-07-19 · 29 (19.7.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
29 (19.7.1916)
Date
1916-07-19
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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nr. 2* Uaftt 3a6ataR. SargrficSt für Mc reifere Jagend. »J m St. Ktj Bttiitfii, v. Qfgtxftrafcbinn. BesondttepRüchicht »tri für Sita«, Waisen uni Fremd llnge «tlangt: Nun, gtaaklug svllst d» «ich! hänfen uni iräugen. Vitae» uni Waise» sollt ihr nie bedrücken, »enu in sie bedrückst und sie z» »ir rufen — so höre ich ihr Geschrei. (Sf. 2Gott bet Later der Waise» u»i Richter der Witwen Ps. 68.6 ist auch .de» Areuui der Fremdlinge" »ui ueriaugt, iah der Heimische sich i» die Seetenftimmnng de« Fremde» versetzt: Sine» Fremdling sollst ihr nicht hart behandeln, ihr wißt jo/ wie es dem Fremde» zumute ist, ihr seid ja selbst Fremdlinge gewesen im Lande »eggpteu« tj. 23,t. I» dem Dienende» hat der Israelit seinen vollberechtigte» -tzrebenmensche» zu sehe» nni ihm ungeschmälerte Eabdatrnhe zu gönnen." .Knecht und Wagd ruhe» wie in' De. 15,14. >nch an der Festsrenbe ist ihnen wie de» Hauikindern un> verkiirzter »»teil z» gewähre». Du sollst vor dem Ewige» Deinem Gotte ftöhiich sei», du und bei» Sohn, deine Tochter dein Knecht »nd deine Magd (Dt. 16,11). Lohn muß pünktlich «»«gezahlt «erde» : Der Lohn de« Tagelöhner« soll von Dir nicht znrüKgehalte» »erde» bi« zu» andere» Morgen (Lev. 13.) Die Behandlung des Diene»»» sei gütig und freundlich: Eine» arme» »nd bedürftige» Tagelöhner sollst du nicht bedrücke», Lolksgenoste» »der Fremde». Dt. 24,17. .Hab ich verachtet," fragt Hiob in seiner strenge» Leldstprüsung Cap. 31,7. .da« siecht meine« Knechtes oder meiner Magd, wenn sie eine» Streit. mit »ir hatte»?" Zu de» Lftbespstichte», die mit greuzeuloser Hingabe zu übe» sind, gehdrt nach einer ulte» Bestimmung i®i Pea 1) die Pflege und der Besuch des Kranken: Heil dem, der ans den Kranke» achtet, am Tage des llugliicks retttt chn Gott (Pf. 41,2), die pietätvolle Bestattung der Tote» und die mitsiihlendo- Tröstung der Trauernde». Gehin znm Mitleide ei» Mensch, so gehört »ach einem kluge» Sorte zur Mitfreude ei» Engel. Doch eine dieser Mftfteude» ist Pflicht. was z. L. gilt, dem Brautpaar freudiges Geint zu gebe». 3» Dlenste desTierschutzes. 9 Der Grundgedanke des Tierschutzes ist das biblische Wort: Der Gerechte achtet auf die Empfindungen feine« Liehe«, da» Herz de« Frevln« -bet ist grausam (Mi. 12,10). Selbst der kleinste «urm darf nicht zwecklos getötet «erde» (Zoll. z. Ps. 145,9) die zum Genufie erlaubten Tiere müffe» i» einer von der -Religion vorgeschriebenen Leise geschlachtet «erbe»,, um jede Tierquälerei btt der Tötung zu oerhinder». Ochs und Esel, well ungleich a» Kraft, dllrsen nicht zusammen an den Pflug gespannt werde» Dt. 22,10. Deck Ochse» darf in Rücksicht auf feine» Rahrung»- trieb beim Dresche» »ich! da» Maul verbünde» werde» Dt. 25,4 , > Der Muttertrieb des Tieres ist zu achten, daher darf das Junge nicht vor dem 8. Tage Mnttettier nud Junges »ich, au eine« Tage geschlachtet und da« Böcklei» nicht i» der Mich seiner Mutter gekocht und muß beim Kusuehmen von Logeluester» gewartet, «erden, bis das Muttertier »eggeflogen ist <Dt. 22„_ „) Die Religion (verpflichtet de» Tierhalter des Tiere» zu schone», am Eabbath soll auch da« Hansvieh frier» (Ev. 23,12) und es zu pflegen. Setze dich erst zur Mahlzeit nieder, «enn du deinem Lieh da« Futter gegeben hast. (Gert 62a). Tierschutz ist Menfchenschutz: Einst lief dem Mose im Dienste Jtthro« ei» Lamm sott. Da suchte er"». Da» müde Tier war bei einer Quelle, - er ftäufte es, trug da« mattgelaufene i» feinem Arme heim. Da sprach Gott, Du bist glliig gegen Tiere, du wirst auch gütig gegen Menschen sein: Koma, weide mein Lolk Israel (Schmoih St. 2). 10. Im Kreise der Familie. Die videl ist voll von liebliche» Bilder» tränke» Familienlebens. Das gaage l.B»ch der Tora bittet eine Szene um die andere aus dem Krose des Hause«. Lon jener Staude an, da Kdam und Eva sich saude», bis zu de« Sehnfuchtswotte Joseks, da er seine» Lrüder» sich z» erkenne» gab: .Lebt «ei» alter «ater no(f>*,- fügt sich ein Gemälde a» das audre, auf dem das Lebe» der Hausgenoflen ihre gemeinsamen Freuden nnd Lttde», ihr Frieds mit emandtt und ihr Stteft dargestellj ist. Tief wurzttt der Famllienfiuu i» Israel. Die ttgrttsensteu Worte halle» ans häusliche» Erfahrungen wieder- Wtt kennt nicht da» Lott der Rat, in.de« die »uhäugsichkttt au die Rvomi so überaus zatt uns entgegentint I,„,.- Dringe nicht i» «ich, Dich zu verlasse» und von Dir zu gehen, souder» wohin du geht, dahin gehe ich und wo Du «ttlest, da weile ich, dtt» Lolk ist mein Lolk und dein Gott ist mein Gott, wo du stftbst, da willsich sterbe», »nd btt Dir will ich begraben werden". Ihre ttgreifendste» Gleichnisse entnehmen die Propheten de» häusliche» Beziehungen. Gott ist der liebe Later und Israel der undankbare Sohn: Kinder habe ich groß gezogen — sie habe» sich gegen «ich empdtt Jtt I, oder. Ist mir ulchl Eftaim ei» lieber Sohn, tt» herziges Kind ... ich mich mich smn erbarme», spricht dtt Herr Ier. 3I„ und Hose» sieht in Gott de» Ehegemahl und Israel, die tteulose Gattin, der Gott sich immer wieder ln Gnaden adgimmt (Hof. 2).. Mau» und Weib find 'zur Ehegemttnschaft geschaffen. Gott sprach es ist nicht gut, daß dtt Mensch allein sei. darum mache ich ihm eine Gehilfin, die um ihn stt. Darum »«läßt dtt Man» (eine» Later und seine Mntttt und schließt sich sttnem Weibe a» und die beide» «irden ein ®efen Dtt Psamist prttst de» Segen da rechte» Ehegemeinschast: Wenn du deiutt Hände »rbett genießest, heil dir du hast es gut, dtt» «ttb ist wie die blühende Rebe im Innerste» deine« Hauses, dttue Klndtt find wie Sprößlinge rings um dttne» Tisch (Ps. 128, ...» Das ist die rechte Ehe, Wo zweie find gemttnt Durch alles Glück und Wehe Zu wandern trenverenrt Da eine Stab des übern Und Liebe Last zugleich Gemttnsam Rast und Wandern Und Ziel — das Himmelreich. Hat da eben angeführte Psalm 128 von de« Mannes Krbttl gesprochen, so preist da Hochgrsaug vom Biederweib Mi 3I„ den Flttß d« Frau, die auffteht wenn es noch Rächt ist, um ihre» Haushalt ja versetz». Sie tut ihrem Gatten Liebe« und nie Leides alle Tage ihre Lebens. Sie breitet ihre Hand dem Armen aus und rächt ihre Gabe den Dürftigen. Auch die Arme» grhirrn ja zu den Hausgenoflen, und früh sollen die Kiuda gewöhnt werden, gegen die Armen gütig und freundlich zu sttn. gm den Geist, dtt im Hause «alttt, ist da« schöne fttedvolle Ltthältnis zwischen de» Gatten wesentlich. Ihnen muß ihr Bund eia Gottrsdund fein: ,Du sollst nicht ehebrechen:" Rur da»» Waden die Kind« mit Verehrung zu den Sttnn emporblicken. __ <g-its-tzu», folgt). Dtt acht« Psalm (rrr.Trbv Stic kthrec ll «tk, » c r*9taRi£{aa. 1. Uebcrfegung. ßwiqer, Unfa Herr. wie ist dein Lesen auf der ganzen Erde, die «idergibt deine Majestät (die) über dem Himmel (ist)! Aus de» Munde Lallender und Saugender hast du eine Macht begrüadet um deiner Lidersacher willen, aufhören zu laste, Feiud u,d Rächer. Denn: Sehe ich deine Himmel, deiner Kluger Werke, Mond und Sterne, die du gefestigt — wie hast du doch de, Menschen gedacht und den Erdenfohu bedacht, da du ihn u« weniges einem Gott nachstehn löstest und mit Würde und Glanz ihn zierest! Du löstest iho herrschen über di« Werke deiner Hände, alles hast du ihm (ja) zu Füße» gelegt: all die Schafe und Rinder wie auch des Feldes Getier. Himmelsgeflügel und Seegetier. hinziehend die Meeres» bahne». Ewiger, unser Herr, wie machtvoll ist dein Wesen auf der ganzen Erde! 2. Erklärung. Die Welt der Dinge, in deren Mitte der Mensch fich gestellt fieht, iß als Kerfi»alichung der Gedanken und Absichten eines umfassenden Geistes auf ein Erkanntwerden angelegt. Sinn und Zweck der Erscheinungswelt aber zu begreifen, den in der Welt fich offenbarenden «ottesgeist zu vernehmen, ist unter allen geschaffene» Besen allein der Mensch imstande, besitzt er doch die Sprache, die, im Lallen de» Säuglingbereitange» deutet, ein Veveis seiner Denkfähigkeit ist, welche ihn über alles tierische Leben erhebt. Wie die fichtbare Welt von einem Gott, der »über den Sternen thront.' regiert wird, so hat auch der mit sittlichem Geist bedachte Mensch die Aufgabe, über das Artzische. Tierische in fich selbst zu herrschen, und so danach zu strebe», daß .Feind und Rächer aufhörea.* Je ernster und unentwegter dieses Streben. um so gattöhnlicher der Mensch. vabbiuer Ksraßtznrg. Dtt neue Obttrabbintt Dr. Emil Leng, wurde am 9. 7. in sein Amt ttngefühtt. Die Synagoge war festlitb beleuchtet und geschmückt und bis zum letzten Plätzchen ange. füll. Dtt neue Staaiisekntär Frh. von Tschammei und Lnaritz vertrat den Etatthaitn. ferner erschien«» der Bezirlspräfideut, Poiizttpräfldeut, Bürgermeister, der Präsident dtt ev.-rej. Kirche. Die Pväs. d. isr. Konsistorium« Justizrat Schmoll und Marc Blum emp firmen die Säfte. Nachdem der Präfldeni dieselben begrüßt hatte, «flieg Dr. Lev» nach einem Ehorliede die Kanzel und sprach Über die Grundfesten der Welt, über Wahrheit, Rechtsordnung und Friede. Ee wolle den religiösen Friede» in dtt Gemeinde sördttn. war dtt Hauptgedanke. Die Rede »achte tiefen Eindruck. Mit Worten de» Gedenken« für seine« Lorgängtt und einem Gebete für den Frieden und das Latttlanb schloß tt seine Ansprache. Lom Bischof Dr. Fritzen war ei» httzliche» Glückwunschschreiben eingelausen. Jhttkc». Nachdem Herr Rabbiner Dr. Gärtner seit Kriegsansdrnch an der Front in Weftrn stand, ist tt jetzt erstmalig zu mehrmonaiigem Urlaub zurückgekehrt und wird seine Tätigkeit als Religionilehrtt in dies« Zeit wieder ausübe». Derselbe ist mehrfach ausgezeichnet iMilitär-Sl. Heinrichs. Medaille. Friedrich Sugust-Medaille, A.A. Nr. 858 ». 801) und Osstztasaspirant. Während des Evmmernrlanbs unstte« Robb . Herrn Prof. Dr. Biuttt. hat er deffen Lertretnng und dirselde mil dem letzte»Freitagabend Gottesdienfl begonnen. Dr. G. sprach zuerst für fich selbst at tief seelenvolle» Gebet, in dem et dem Höchsten Dank für best ihm gewordenen Schutz und Beistand iu Kamps und Rot, in alln Gefahr, für die glückliche Heimgeleftnng, für die Zurückführung auf den Weg seine» heilige» Berufs darbrachte, gltichzeilig dilteud, daß er ihm da» rechte Watt, die rechte Kraft geben möchte, um Gottes Wort tu rechttt Weise lehren zu können, für die Gemeinde aber Feieden wo» Segen erflehend. In der dann folgenden üblichen Ansprache, die eine Erläuterung de« am lomminden Sab, bath fi verlesenden Thora-Adschnittes zu sein pflegt, verglich er die Personen und das Zeitalter dtt detteffenden Stelle 'mit den Führern nnsntt Zeit und dieser selbst, mii unlern schrotten Knegizeit. In seine Rede flocht er reiche Erinneränge» und Bild« dtt an der Front ottlebtrn Monatr, des ganzen Kriege«, die Andächtigen dadurch doppelt feflelnh und begeisternd, »bn auch ergreifend. Der lebhafte Besuch diese» Freitagabend-Gottesdienste« zeigte dem Redner, deffen klang, »olle« Organ und deutliche LuSsprache wie auch der reiche ZnhaU seiner znm Ausdruck gebrachte» Gedanken und Empfindunge» nicht unerwähnt bleiben sollen, da« herzliche Williammen trab die warme» Glückwünsche bei dtt erstmaligen Rück, kehr aus dem Felde nicht nur d« Gemeinde, sondern namcntlich auch ftintt ihn hoch verehrenden Schüler. O. L. A» 21. ». M. wurde in jUtbrote eine .Bereinigung badischerRabbinee" gegründet. Den Borstand bilden die Herren Dr Appel (Karlsruhe), Dr. Löwenstein (Mosbach) und Dr. Pinkuß (Heidelberg), letzterer führt den Lorfitz. Mew-Horfl. Die Jeschibah (Thoralehranftall), welche de» Namen de« Rabbi Jijchok Elchonon (ehem. Rabbiners i» Kownv) trägt, hat da» Rrcht z» Dvktorpromoiionen «hatte». £d>m v»d SchAlr. Ivokfentzüttek Rach kurz« schwtttt Krankheit starb am >7.7.».Pros. a. d. Samsonschule LouisGraetz. 59 Jahre alt. Dtt Beisetzuug. Weiche am 19. 7. flattsand, giug eine Trauerseier 31/, Uhr nachm in der Ania voran». ^,»z. Der Verein für jüdische Miiteischnieu. dtt fett 4 Jahren da« jüdische Knabcnghmnaflu« (Magistracka 7) unttthäii, nhiett vom Bttwaltungschef in Warschau die Genehmigung in Lodz eine mittltte Letzranflali für die weibliche Zuge»» mii polnischee Unierrichlsiprache zu begründen und zu uuterhalien. Im Schuljahr 1916/17 können oußtt 3 Vorschulklassen die Klaffen I—III im Betriebe sein. Bei der kürzlich vorgenommknrn Probeanmrldnng wurden üb« 100 Schülttinnen oorgemerft. Die Ausnahme-Prüfung soll Ende August brglnnrn. Zu Zasi« (Palästina) wurden wegen epidemischer Krankheil vorläufig sämtliche jüdischen Schulen geschloffen. 5ra»en. psittson» Zndischtt Kraue» für Kulturarbeit in Ffak». flin«. Dtt Bttband Jüdischer Kraue» für Kuiiurarbeil in Palästina (Sitz Berlin) »ttöffenilicht seinen Btticht für da« Kricgsjahr 1915. Wie alle in Palästina arbeitenden Organisalioncn hat auch der Bnband im abgrlaufeneu Jahre schwtt um seine Existenz zu kämpfen gehabt. Der Spitzenverkauf ist von M. 15483 im Jahre 1914 auf M. 8700 im Jahre 1915 gesunken. Teils kam keine Ware aui Palästina. ieilS war die Nachfrage nach Luxusartikeln gering. Die Miigliedttbeilräge brachten in den Jahren 1914 Und 1915 zusammen nur soviel, wie das Friedensjahr 1913 allein. Dazu kommi der schlechte Umwechslungskurs tn Palästina, der enorme Bttluste verursacht. Dadurch geriet die laudwirffchafiliche Farm des Berbande«, die Mit einem sehr stark vttNeinerten Budget arbeiten mußte, in eine schlimme Siluntion und es mußten Sammlungen in die Wege geleitet wttden,- um das Schließen dieset so segeuS- «ich wirkenden Institution zu vermeiden. Der Bnband wandte sich um Hilfe »ach Amerika, doch stehi die Antwort von dort »och aus. Die Summen, die bis jetzt von den Bertronensdamen in Deuffchiaud und Oesterreich-Ungarn für den Zweck aufgebracht wurden, haben glücklicherweise die akute Gefahr abgewendet und die Hoffaungaus ein Durchhatten gestärkt. Immerhin sind weitne Anstrengungen dringend notwendig, da die lange Dauer des Kriege« «höhte Anforderungen stellt. Die Spitzenateliers arbeiten gut und wirken in dieser Zeit segensreich« denn je. Auch ffud die Spitzenmust« viel schöner und mnnnigsaitigtt geworden als ftüh«. Da» Büro des Bttbandes befindet fich nach wie vor in Berlin, Bürohans Bbrse, Bnrgstr. 27, Büro 22. Daselbst find auch die Spitzen zu haben. Etwaige Geldsendungen find zu richten an das Bankhaus Heymann & Co., Berlin. Post, fchekkonto 7645. In Mew-Horsi starb Frau Marschall, die Frau des bekannten Pröfidenlen de» amerikanischen.Jewish Komil«, eine Frau, die fich hervorragend durch jüdische Lieb^täiigkeit ausgezeichnet hat. Soziale Zörforge. Hauzlß. Die im Februar dieses Jahres verstorbene Frau Geheimrat Adele Goldschmidt ged. Hnrmaun hat der Stadlgemeinde Danzig ihr« Bqierstadt 25000 M. vermacht, mit der Bestimmung, die Hälste^diese« Betrages zugunsten des Fei«, ndendhauses für Lehrerinnen zu verwenden. Die andne Hälfte steht dem Magistrat der Stadt Danzig zur fielen Beringung für Humanitäts-Zwecke zu. Der Magistrat beantragte bei der Stadtverorneien-versammlnng. dtt Annahme dieses Bermächtniffe« zuzustimmen. Amerita. v»s a»ttilt»uische Kikfowerll fiix die Kinder i» sif». kafli»«. Das von Miß Leo» in Rew-Stork im Austrage des provisorischen zionistifchra Exekutivkomitees ins Leben gerufene Hiifiwerk für die jüdischen Kind« in Palästina erweck! bei dtt amerikanischen Iudenheit daS größte Jutereffe. Eine große Anzahl vo» jüdischen Kindern in Amerika in vttschiedenen SILdlrn Hai fich eine monatliche Abgabe oon >0 Cent« zugunsten dir notleidenden Brüdn und Schwestern in Palästina austtlegt. , _ Palästina. .. M«sse»speil»»b i» Aernsule». Irunllfurt «/M., den 27. Juni 1918. An« dem Bnreau der »Deulsch-Holländischen Palästina-Lerwaltnng" wird nnS grschnrden i Angesicht» d«' wachsenden Rot im heiligen Lande und bet dadurch immer größer wttdenden Aufwendungen für die Anstechitthaltung und Erweiterung brr Jsrusulemer B »Ik «knchen hat unsere Bttwaltung beschlossen, die Bearbeitung der mit brr Maffensprisung in Bnbindung stehenden Sugelegenheften. sowie die Propaganda dasü-- einem Sonder-Ausschuß zu übertragen. Zur Ueberuahme der Arbeitrn diese» Ausschusses haben fich Freunde des heiligen Lande« in Hambueg bereit «klärt, die unter drm Namen .Massenspeisung der D. H. P. L. Lentraikomilö Hamburg" in Verbindung mii unsnen Gaboim an allen Orten ihre Tätigkeit ausüben werden. Littrarifchtt. fltttli». Am 2. Juli. 5 Uhr nachmittags, veranstaltete im LehrervereinShaus.Allexandnstraße4l, der Jüd. lit. Lerein P e r e j eine öffentliche Trauerseier zum Andenken an de» jüngst »erst, jiddische» Dicht« Schalem Aleichem (Rabinowitsch) uni« Mitwirkung non B. Großmann (Präludium gewidmet dem Andenken des Verstorbenen), S. Echnenr (Gedicht u»d Errinnernngen). Dr. R- Srligmann (Ansprache), >. Stagalowsky stitttarische Würdigung).

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