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Jüdische Volkszeitung · 1916-07-14 · 28 (14.7.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
28 (14.7.1916)
Date
1916-07-14
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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lSchdch) 3UirT»fhin teilt un« noch riaige inlttcffants Eilcb»fffc aut Pole» ait. Ein paar Barte fiter die große Gastftttiitdfchaft der polnischen Inden. Ich lag in B... in Quartier bei einer Wohlhabenden SaniUL welche Mir ihr große« Bohnzstuatt nnd ein peachtooße« MranBie«. Eines >dend«. Dir saßen gerade beim Esten, kan nene Einanarilemng. gwei Offizittr Mit ihren Burschen. Ohne nie! zu srage» wie« ihnen der Onartiemacher «er Bücgtt-Miliz, ein Pole, da« Schlafzimatt Meiner Ouar. lierBirie und ei» daneben liegende« kiudttziwmtt an, sodoß die Leute nicht wußleu, wo fie leidst schlafen sollte». Ich ränmie natürlich sofort meiner Wirtin nein Best ei», oder beide bedeschWoren müh bei .ihren »nd Meinem Gesund', ich müßte da« Veit behalten, ich sei ihr Gast, nnd da lfinne kommen, wo« da wolle. E« war direkt rührend; sie machte» sich ein Lager in der Küche zurecht nnd Ichilkten die Kinder zue Verwandtschaft. Ich wurde bester. Wie die eigenen Kinder behandelt, jedoch die Reinlichkeit ließ auch hier sehr viel z, wünsche» übrig.—Nachstehende zwei Briefe, die ich »och ca. I'/, Iahte« erhielt. laste» erkennen, wie die polnischen Inden die Deutschen lieb gewonnen haben und wie sie über ihre eigenen Landüleute lprechen: sin der UrschriftI S.... b. 31. 1. 16. Gehr geehrte Frau Elsa GnNentag. Bresla» Opitzftr. 17. sau meine Frau gerichtet). .Wenn Sie mahl an Herrn Fritz Schreibe» Bitte gefi. ein Freundlichen Gruß bei zufilgen von FtnnUje 31... Ehr »rechte mahl an un« eine Knsicht« Karte senden.' Kaan Ihne» »eisichre» bot toier fo^got find de» Friß. O geht keinen Lag oerfiber da« Bier von selbe» nicht Sprüche» sollen. Hoffentlich geht e« Ihm sehr gut. Bitte schreibe» Sie anch mahl an uns. meine Adresse ist... Bier Begrüße» Sie sehr Freundlichst nnbekamer weise.' (Diese Kane ist mit der Schreibmaschine geschrieben.) Ein zweiter Brief lautet: i Di eier ist van einer anderen Familie au« einer andere» Stadt. B ... d. 10.2. 1816. Sehr geehrter Herr! Ihr werte« Schreiben, die wir erhalte» habe», hat un« sehr erfreut, besonder« frort uns. daß Sie glücklich »ach Ihre« Vaterland znrückgekommen sind und befinde» sich wohl- Wir möchte» sich wirklich sehr Ireuen: Sie wider eine« schönen Lage« in unserem Hanse z» sehen. Wir bitten Sie höfischst, vielleicht könne» Sie »»« diese Freude machend — Wir teile» Ihnen mit etwa« »v» »nserem Erleben. Beda» erlich. wir könne» nicht« gnte« schreibe», denn der Krieg ist sehr traurig für »»« ausgefallen. Während Beschießung he» Stadt schlug eine Granate 30.5 cm in unsere« Hau«, in welchem Sie bei un« waren, ein. In ei» Moment da« ganze Hau«'verwendete sich in Ruine», unter welchen besanden ihr Lot: unsere Großmutter. Schwiegertochter mit ihrem Kindchen »nd eine Tochter, die große Blondine. Die Leichen wurden erst nach drei Lage» rouigegrabe». Wir alle andrer find gesund geblide». aber durch den.ungeheueren Knall find wir drfinnungtlo« geworden. Da« gemeine Volk, besonders dos russische Milttür haben diese» Fall ausgenußt und uns beraubt von allem wo« wir im Magafi» und Bohnung gehabt haben. Jetzt wahnen wir in einem andere» Hoiuse. haben wieder eine Schueiderniederlage eingerichtet, aber da« Geschäft geht nicht besondere«. Da« wichtigste haben wir schon beschrieben »nd andere« lasten wir di« zur Ihre» Ankunft. Wir alle senden an Sie einen herzlichen Gruß, und bitten auch grüßen Ihre Kameraden, die zusammen bei un« waren. Hochachtungsvoll Familie B. . . V« otkschwskökkö« Shktto. Sn« Amsterdam wird UN« geschrieben: Im städtischen Museum in Amsterdam wurde ln diesen Lage» eine eigenartige Ausstellung eröffnet. ,Da» verschwindende Ghetto' nennt sie sich, und der Umstand, daß ei» Lei! de« Amsterdamer Indenviertel«, die Ullendurg, uiedergerlffe» wird, ist der äußere Anlaß zu ihrer Veranstaltung. Diele Ausstellung bietet ein ungemein Interessante« Bild der Entwicklung de« Amsterdamer Judentum». Lange hat der Kamps gedauert, di« der Entschluß, da« Judenviertel »iederzulege», sich durchzusrtzen vermochte. Groß war die Gegnerschaft derer, die e« Bondalitmu« nannten, einen der ältesten besonder« charakteiistischen Stadtteile von Amsterdam einloch verschwinde» zu lasse». Wenn man die Straßen entlang wändell und diese armseligen Häuler bettachtet, von denen ei» großer Teil, durch die Polizei Ä< unbewohnbar erklärt. leer steht: dann bekommt man bereit« ein unbestimmte« Vorgefühl von der Art. wie hier die Menschen dahinleben mästen. Ader da« lebhafte bunte Bild der Sttaße. die äußere Zufriedenheit der Bewohner, die ihr Elend nicht zur Schau trage», weil fie e< kaum empfinden täuscht doch »och über die Wirklichkeit. Mau muß die engen, dunklen Stiegen» hinanftlimme». muß einen Blick hineintun in diese sonnenarmen, balddunklen Räume, wo ftndeneiche Familien aufeinanderhocken, muß solch ein Zimmer sehen, da« zu gleicher Zeit als Wohn-. Eßuud Ählaszimmtt dient, als Küche nnd Trocken« baden. Da« schrecklichste ist oder doch die Saft, diele Last, bst keine Lust mehr ist. die sich schwer aus die Brust legt, deren stockige Dicke man zu greifen glaubt, und zu der nie ein frischer Zustrom dringt. Mo» kann sich eine» Begriff »au dem Zastmrd dieser .Wohnungen' machen, wenn man hört, daß darnnter solche find, die für einen Gulden in der Woche vermietet wttde». Rein. eS ist nicht schade, wenn diesem Zustand ein Ende gemacht wird. ArchiteNonische Schönheiten wttde» bei dem Riederreiße» kaum veruichltt. llpd im übrigen bleibt von dem alten Amftn. dawtt Indenvintel noch genug für ngiebige Ghettvftndse» Da« Ziel dtt Ausstellung, ein möglichst vollständige« Blld des Amsterdamer Judentum« zu geben, ist dank der estrige, Mitarbeit auS den holländischen und portugiesische» Kreisen dtt jüdischen Bevölkerung uud dtt verschiedenen kirchlich« »ntz wissenschaftlichen Einrichtungen durchaus gelungen. In neu» Adie,langen mit 1548 Nummern ist hier ein Stück jüdisch« Kulturgeschichte zusammengehäuft. wie man es in solchtt Anschanlichkeft und Reichhaltigkeit kaum je beisammen gesehen hat. Einzig, artiae Kostbarkeiten find da ausgestellt, wie eine prachtvolle Henmschrift au« dem 13. Jahrhundert mit Gebeten für die jüdisch« Festtage. Welchen Wert man dieser Handschrift drimlßt, daraus hervor, daß fie für die kurze Dana biefer Au mit dtt Summe von. 90 000 Gulden versichert wurde, die bi« in die kleinste» Einzelheiten gehende Rachhilduntz Hpischen Ghettvzlmmeri mit all den Gegenstände» für die rituelle» stedräuche ist von besonderem Intereffe. ebenso wie die reichhaltig Bildersammlung mit einem bisher unbekannten Porträt »o» Spinoza. Und so find e« hundert Dinge, die da« Auge' sesselsß und man kann beim Durchwandtt» der Ausstellung säst brdauerch daß es sich hier um eine nur vorübttgehrnde Beranftalfttng Hanl Dtt Gedanke du rin Museum, da« alles, was die jüdisch« Ki verfinnbildlicht. dauttnd zusammenhtlt, drängt sich dem Best» dtt Amsterdamer Shettoausstellung von selbst aus. «NArikdiftelleit. fftt IomIrX-IMmU: (Mtzrrr teilt di« BrlchtfirstiLr auf wAX). A»tt»»K,a«tkr: Osterode (Ostpr.,; -öniglhüttr D./A,i ftomfe (Westpr.) — SV««s»ge»di»,r i. Wesel. 1 Orbmmg des •ottefftkaftel tn Wb Gemeinde Synagogen. frrrtttf IwtnO 14.7. (W|tn n 7. - Predift «Go, 14 7. 81. 7. gtrttaft Bewabrnb UV, Uhr fe>/. M,' «oti -w: Bad Landcck Sinoi’s Bestairut lPmsIm Pailioeibef Unter Anfttaht dm BrnaL BftbMnnU. AtltotM a. pöwtn rtt. IwUimt am Platta yafndbw dtm atoTBaafo OBorgaahad« Iwt« v«r- ZtUMr mit «ad oha« Paulos Inh.: Hartha Cohn geh. Grünputer Bad Landeck ~iBO Siednert Logierq. Speisebaas 1V2 Unter Aufsicht des BresL Babbinats Zimmer mit und ohne Pension. Bekannt gute Verpflegung. Inh.: San Haber geb. Sledner Bad Kudowa SHt 40 Jahrn htstahui -V2 sorgt auch dieses Jahr für gare Küche, mit guter Pension und Verpflegung Philipp Pollah. ftmüsrat da- Zaddifch^lchißreHi Natzrtad des Trauerfahrer uud zu Zahvriten. LbeNf» mild da« Orhhchiata tH der SynaaoAr u> «flfrrtlliwilft Seife durch die üblichen Gebete eb-chaltrn. Griraitch' ~ ZatzqeNni oerubitru. Ja» *rM4fnls der ,efald»e» Jatdaie» »Ird tafrn JedßGßtltFdle»Oe dnrch da» KI sich« JeeleN««Aet m*»Mfai a. ba. kür MV». " ftHKUtorai L. Woado, KatzvHlN dtttea letal (MtuWwl «■pmcfles. "lEO friedriehroda i. Tblr. TP3 PensioDsbaos „Villa Clara“ S. Cbiri« erstkl.»Torieimstir lariiga nur All», d. Hamb. Vorota*. ToL MX. »-U dank die Kzpadtttoo dtaoar Zotua» Bneendeng de« Betrags« odee mit Nachnahme Sdherbol, Humoresken hob dem JQdUchen Volksleben. Preis 50 Pfg. Sebdrbel, Ettern und Sohn. Ein Zeitgemälde nach einer wahren Begebeoheit. Preis 50 l*fg. peastoa JlaricaM lebpfftarfMa L RletNMMpf« jlrt.Fitt» WawtamrlMMrilaitan IWihpi eretkliwlt» Verpaeyag gflr Kan vntzalk Sr» Bn(tralenl«tl» bann M» SteSabtion Ken Lasern gegenüber keinarlet Berantroortung stdarnebmett._ Zeitungshändler vtkjrlchkK mpfd^miDtHtr yatrls br6 ., Lass» i» Brtsion. ZeitungSansrnfer pr,cha»-8q«asogt. knlMnlr 45 obet:M Ä U-r c,2V 2^V2 nnjo pt fröb v. P2IP2 TO3rrt . »ach«. 5 . ivuv . Gchtatz adeHd« J* . 'KTte . Cs des ) stütz «1« .?vi2 . SscheHtageu iatzesdr I . . nruo . Lsterricht i» Hebrütsches, VorberettuHg für deo Gotte<dt«S »Kd rrtsD 12, >asltftarag tas Jarlete» pt+9*tä, DteGhaa-aße > Ja. Ge, ' »rckL wtm de« ffllflenden Lokalen hünqt auch die .Zübikch, volkr-eitung' am Stabe au«. Latch a. ■•staor. MZamTaaeotz^n*4 taiert« ient>[ ib CoBdttonl 8. Bpnolat, Zi»«ker.iftr. 1—1. 11 ' r sr ' Kiracht, CondltoreU Tonaenplatz. nt ist in Traaerjatzre. lllld as dev C<Mldltor6i dZQ Clfllplttz 8, Telefon 299 Gpezialtttt: Oberfchlestsche« «ebtc». Beildena . Ohlauerftr. 74. Zuiin.i-r. «ta a» ^emutftens narHer Conditorel Jooef Radolf, HLfchrnftr. 50 8ehIo«3-CLfch, Echsoeidnttzerstr. 28 amZtV^qrrol sDpüotzlt Schwestern (Sr Privntpflegen, Wocbenpflefett, NMfctwnehflB, Prirntklimken and Steliooeo nach eile* Orten. Breslau XIII, Augustastr. 183, Telephon 7863. Der Schützengraben. Za Ouitao de« 1o(m KrNaN oad der C^laUSvarlatLrav ( Itaoere sa Sehlestaa. AaMMUaafsraUaaiSeheltBlc, «^analedae Ckaa. f^pAffn«! voa 9 Uhr vormitUft ab. Geseift werden: €ia krmpMagreag. Tortrt.'e ,/tst6ncQieh dnreh Pliefer ^re '/••tendiieta deren nt«»er . sin aaifabutr SehfttMHfTwl>«o, DnMntladt, •tafebaate OeteMtsa»?U»far»chHr»hrka»or»». SpNBftrlibttr, Ippnfatoll»», HaadfrautM, ItMampfbr ifw. Eintrittspreis: Erwach«eno 80 Pff^ Kinder 10 Pl§ Vontthiif tze» Gebt. Batnseh 1h tffg. Militlr frei. Der Aassehust ,Der SehfitzengrabeB11 L A; KrtUMbaar. Io unseren Veriafe sind folfenie Schriften er Inunt'idbuiiit für sämtliche Zritemgen zum Ongtaal. Preise „«onrier" SchweidnitsessUfrassa 87. 2ssehrikt«n «rtz. an di» <HbchifUsUU« dieser Zeitanf unter F. K. SM 17JIIT. MUMM itcMSMl. fT , « iumt-iiidifmfcwta. Vertreter Anzeigen hier und auswirts kunnen sich meid, in der Geschäftsstelle der J. Vt öräiz, VoUstladige Aosfahe anti' qturisch n kaafeo f»- aaeht. Offertea mit Piwbsnf ab« enter 0 Ml an die . .._. GeschlfrssVette d. JtdWeh. Sch Wilds ltzflfltr. 27lvolkaaett«inf erbeten. Cafl Geier, Saneastr. 87. „Grflnes SchUT4 am Zoolog. Garten. Backfische Lnrhotel .Litten". Obernigk. Inh. Georg East lest. .,l8r»»8ta". ObenUk. Dir. an 6itun*. PeseAlch GaNen mit Cat., Fremdeaz. m. bifl. 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Teich-| — ^CnWeianUZOrSlT. — (im Hanse des Hofjawebers Bsioondo Lecweri) UrteUt aakvaU nnd SBTUrlAMlf Aaskaaft aad Bat icblac in allen privaten geechkfukhea and FemtMee anaeleeenheiten, aber Personen, Finnin. dtritaae'S Vereine, Gemeiwien, Behörden. Bll!khiltU|ta ®A- Utrlal ans der Praxis. DoMll|tl and iUN|iti VaraahwtaffchUUchtr. E uff sehe Aafknmft 8 Hark, U Abonnement bedeutend MUger * Til—Hu 7Mi „Courier“ wttt»» bot zttliMw». »M ■»■»»;,«*«0»>ltt»B .Coortti*. Gtt»»twoo«ch »och {7 b. «,tch»,,t Ibtr Oh Vnflt: Sc. Smri» «»»stowt. Sswck m a »ttschwo»^ s»tt«ch!» Scaoioa J

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