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Jüdische Volkszeitung · 1916-06-02 · 22 (2.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
22 (2.6.1916)
Date
1916-06-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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unabhängiges firairn für die teressen tunt Gemeinde-. SxhxtLe unser btt btt Bnala» Mi Im baut ttt Mt «oft. ttM In BtMlai ^e^ntUmUtrllt. «7 |n M,I gmfpMMfeNbiüt 9t. me Sit .3660*1 unb hit HtN-o-Utt -uwl _ Drfauia flfmtadr ,n ürtklcui Schrif tleltung, Bet log und' «efchll liaftelle in Br»,lau I. Schnietbuttzerftrah«r7 «gegenüber »an Stadtttzeatar). . Fernsprech.«nschlutz 7605 unb 7507. — Zuschi ttn unb Oelblenbungen Unb borihin ju richten - Die lSeschSstostell» ist Sonnoband uni Feiertag» <>an») und Sonntag (oon I Uhr ab) gtf(l affen. —Wohnung de» Hernuagebera: Morttzstr. <5. hpt-, Fernsprech-Anschluh 7507. Sr. 22 ertsk», d« 2. 3ir{ 19(6 ,fr|b|n| mal Ackrt»rK«' .Mate» amter »eacksch«, yoMltni' JO*\f Mmunb Talmudex. Sttarttagt. 9««i- W. >. 5ari« 24 Lagen m. Tvrad »ft. Dcrbiannt (eifcaali Ittufolj) st. i. Wie» Juda Jnistst«. hedr. Dichler. und Gramm, ged. i. Havelberg Kopierst. Louis Zaeadg. M d. pr. ». bayr. Akademie st.!. Beuchen Rabb. Jjr. Deutsch st. i. Pisa Dr. 6gf. Kappst. 8t|t und Dichter ft i. Padua Jt. Ehaj. Eantariui. hedr. lat u ital. Schristst. igegev d. Blutlüge) st. i. Kien d. Philanthrop!» Freifr Fanng v. linsten, geb. Ztzig ft. i.Breslau Jak.Freund.Lehrer undDichter .Hannah' geb. >. Halberf.adt Pro). Jul. Rubv. brr. stiechtslehrer geb. Meseritz Schristst. E Schall (Schachpe) st i. Ezarnikau Rabb. Dr. Sal. Ptpper st. i. Brhpim >br. Hochmuth, Rel.-Lrhrer st. i. Brauuschweig Oderkautar Galdberg st. i. Bialpftvk stladd. Sa». Rvhitewcr. Aiwa» st. i. Zürich Sal. Lud». Sreiuheim. Hrjt, Bhstat. i. Dichter ft. >. Schdnlanke Iladd. Sal Livm. Woeldler st. Simsen Mcisele«. Rabb. i. Zalttew geb. i ^rida» Senior Sach« IKerem Ghemed). 6. 1242 1828 7. 1128 18M 1872 8. 1728 1811 1877 9. 1714 1861 1891 10. 1889 1898 1898 4. 1S66 5. 1904 8. 1769 1818 öat M 6tr Sffrstbanwg Hon |(rnmD Da » i < l-Krotafchto. Zr. im Felde Wenn wir in diesen Tagen in allen Häusern..Iiraell in dankbarer Erinnerung an die einstige Urderliesernng der zehn Gebote an unsere Väter durch Mose das Schowuaüs»Ftfi feiern »erden, dann find wir uvS in dieser großen Zeit, in welcher vir leben, «ehr denn je bewußt, wa» uriS diese nrrere-- hnäidroar, die gewtfiermaßen den Grundsteiu unserer Ge- und Verbote bilden, find. Ez-Chajim bi, lamachasikim boh ein Vau« des Lebens find fie all denen, die sich an fie kla«. »eru. Wenn wir heute noch fast zweiiährigem unvergleichliche« Ringen u« Hein oder Nichtsein Rückblick auf da- Vergangene halten, bann erfüllt es uu* mit besonderer Genugtuung, frftstellev zu dürfen daß wir beute zuverfichtlicher dehi se in die Zuknni! blicken dürfen od der großen Erfolge auf allen Fronten. Die Gegenwart stellt zwar an jedes einzelne Glied der großen Nenfcheukette hohe Anforderungen, gern und freudig wird jeder vorwänsdenkend« Mensch sich allen Anordnungen fügen, trägt doch auf diese Weise ctn jeder zum Gelingen des Ganzen bei. Wie überall, bat dieser gewaltige Krieg auch in den Reihen der deutschen Anden mannigfache Wunden geschlagen. Bon Tag zu Tag wächst die Anzahl der jüdischen Helden, deren Brust das schlichteste, jedoch ehrenwerteste Kreuz non Eisen schmück,, mit Stolz blickt vao gesamte Juden tu« auf diese Helden, die der Velt den fichidaren Beweis geliefert haben, daß der deutsche Zude auch als Streiter sich würdig seinen Mitbürgern anreihi. So oft mir auch im Geiste bei unser« Helden veilen, wollen wir auch jener llvvergeßlichyn gedenken, die ihre Treue zum geliebten Vaterland« mit Ihrem Herzblut befiegelten. Hier hat der Tod ein inniges Familienleben so jäh auseinander gekiffen. während es dort den Stolz der Eltern in der Füllkraft der Inaend da» dtnmähte. So find in eine so große Zahl jüdischer Familien Trauer und Schmerz dnaekehrt. wo ehedem Glück und Freude geherrscht haben. Iyuen allen «bge der Ex-Chajim Trost » leidvollen Stunden spenden. Ebenso wie der Bau» des Lehens sei« weittragenden Zweige über all denen schützend hält, die flch uuier ihm faamcta, fo werben^ fio alle sich an der Geschichte des Schowuans-Festes erbauen und dott Trost i« Leide« finde». I So wie die große Zeit einer ganzen Anzahl von Menschen die Erkenntnis geschenkt hat, daß die Treue zum Glauben der VLier das wertvollste Gut unserer irdischen Ärrstaha ist. und daß »ur eine tiefe Liebe zu unsere» Glauben uns leichter fttrr alle Schickfaksfchläge hinwegkomnmn läßt, so «säen anch Ge Angehörigen unserer gefallenen Helden Trost i» Gebete und ^ttounug in der Geschichte bes Schonmans-Festes suchen und •bto-tict »7 n;r IV 4*-7« cmibmiui i Richter myiar c'omn 2* 6. fnet HMDiiM Mt »8naatl.ftttr Safe: ««aMMeßfarOe, if»n npar 21p a Mttzsh -H II l» A iO iv iar< CfmMnipg »» SW'i m I" »chevstst 9mtMn nyan «Oche^ieg r>on rniv\ fctfUoW-t ru o«ch nach. »ochmer« jn np» u I1) Dre »u0qanas,rittN ftnd fsr salaende Orte: MO**. |(M IOH 10H10» lü»«1 5« louftoui ICW 10191 ICUlJo* 10» 9** II0**t IOM-|(OM|K t c« ärftfl IQM IOM tilte. b» 1 weihe der VriegerdeAVAatr dem )st»ew»sche« Kiedhas M Vrerdem Di« Sprtchhalle uusnrs Frikdhost«. die stumme und dach b,e»1e Zeugi» ja vielen bitteren Lehel <nd H«r>eletd6. »es Jammers und der Iiänc» derer gemahnt, di» ftch hier gvslimmenstodcn. NM den van ihaea Geschiedenen ein leite« «hew»h>, eine letzte »dlchieblftund« za «eiheq. fahle kan» die Strahl der Befncher, die fich heute, am 2l8. Lat 1918. In >1, einstrllteu ,u ernst-frvber Leiheseier des Denkmal« für die ii I Wette»kriege Gefallenen, m Dienfte »nferes Balerkanbe« C cstvrdenen. und bald war d«i Ran« bist auf den letzten f log gefüllt Unter de» Anwesenden dem'tkle man die Spitzen »i r Militär- und Stadtbehdrbe«. u. a. den steüv. Krieg»- w inifter Exgel l. von Kanfmstnn, als Beiteeter »es Seneralkammanda«. Majar »an der Gabelentz-iinfingen als Bertrete, des K,iegs»>>Istertu«s. Gebeimrai 81 anitz vom Kultusministerium. Geh. wg.-ffat Haitman». tüch. Samat Schmidt, für dir Stadl Dresden Bürgermstr. Tr. Kictzschmar. ferner Stadtrtle Beck uns» Dr. Lathes, die kladtveiaidneie» Lhristoph, Sonntag. Ripp« »nd Lehmann, ai ch eine Abordnung des Schützen-, Hüsaren- «nd Gardere le,-Regiment«. Der Stznaaagenchpr stitNd unter Lettnng °l> Dr- Leo gantl. De« befchränkte» Raumes wegen tonnte de r Einlaß nur gegen Karte» erfolge», bi« junächst als »nr zu se bftuerstäadlich den AngehdrigeN der Selaliesten zugeleilktuaren. T tt Ernstes der Stunde «arrn alle mahl be»i. a itzlseiu erfüllter Pflicht durch gejollte g, falleuen^Sähne. ja jpiegette sich »ei botAf Araeis Sühne voll Begnstenrng des Barer „bei Ruf M> und |u sktneo Fahne» eilte». »I« ss »tt TnnfrSch NN Dienste Ihres Lebe»« uichl achtend, »ne Gttzuftßh » da» Stnnb fanke». Gr legte »ns nahe, bi« ins »ab ttstsere» Vaterland auteilrgir Prtfung sage ,,r > ändern^ »»fnese Her^n nnb Gin»« zur Ketuigung unjerrr! NnGG »nd bienen; die Fracht mürbe da» Heu, die Bfa 0k sei». . Sxg nt Friede» komme, die mir in tzektz ertzetze», dl« ermatte» düefech In es Gatte« »it« ild, I» tat sch»» «mibttbart Sieg« gegeben. »Orden die sttser» he». Ackerbauer zurück zu seiue» Felder, kehre», der bandmerker in seiner W-rkstttt« Einkehr hatten; Handel > «d Gimeeh», . und «Iffenichaft. die alle setzt uoidjtM lat »nd gehe»»!, «üede» »e» erblühen, ei» «rsiarmü, gekrs «M». gietuitzies Deutschland erstehen, dem wederJMate nach I Mt Iritttjftmt : etwas anhada» Um». Sed» Harte gatte de« Least »nd der Aufrichtung der XtaatrabM, denen « den ' Dp« der ’ «ttwett. km» Hochlchütz«, jnFcherch, H» lur^IgmH.. führte, wie fie »er Satt, »er de» Menst m «rhdhe f WWK e durch die gebracht.», s« schwur», vpser aber lltzf» ihS »irkea Heit. Raa »erd« des Deakmals H Kt fale», laichen Gedächluijfet der Feamme» de des» es de»» fie lebe, t» ihre» Aale» fett. > er bst Do fia« «aste Biatzuer »d sichrer be» >9 »bog t »« ZeremlaI zurase»: .Richte Deia Herz auf dst l , bei Leg. be« D» gegangaa itft!', Mi d e tobe» da, falls». 1» ihre» Si»« z» lebe». Das Vs er. da« sa vieler taufrad sang« Mt«sch«»stbe» fig «ist, zur Eichtzkest. zu, Heil uvd z»m Sagen tz I Bad wksttti7rhrrnS>»hä»nach latzae»» »»bitzri iotzfichchM.1 za chrr». Diese« Denkmal sei ab« f*4 W0 HL c>» Urfntz de« fernen Grabe« ttzree Lieben, * fie Ruh« finden sifittn. Sestte ertzedend«, in st»d« : er mü ttnem Hinwest ans bst Geütte. ae, das richstl worbe» ifi: -Es fieht an der See M Ä der Ssfitte der Gräber »nd per Stabt I U Mlfi hi» ans da« Heini der ' auf da« Heim »er Zch!' »nd t$ aMynt u«, »er ' zu denke», da« da« Lebe» der Zeit eine Bi rbreeltmtg «de» »er Emig keir sein sal. Orgeispiel leitest «der zu de» »sch: .»-II, d i« L a t« ». . und »nie« weihevafie» OrgiRb' liehe» Me Anwesende» tief «r,risse» Mt H üe. zu» deste, Hülle gesche» war, tretend. Pr» . Qi. erlisten« ia kurze» Latte» dal »n» fvl» »de Gebet ssst f Seelenheil der Bcrfivedeuen. de» afie «U Andach» nachdem legst Bankier L al le r 1 d »r fk. Bvrfiande« der Gemeind«, namens Mrfelde» de» erste»! kränz »tt Schleif, an des Denkmals Fnh i Oder herzliche Dankeswotte ihn» gefchstirni f van, folgte ei» Randgang der Grrstesti der ftüdt. Behdrbe». der Gemeiad«»arsdt»d« ai d Etztingäß« traten die Dranernde» Hinz» »nd legst» stttw ist chenfai» Ktt nieder, »nch »st übrig«, Feftstilnchmer d ficheigst» »0» HMiW Denkmal, da« ater A»a>«sead«» nngestitte» Bstschl smeb. ' Dst Ldglichkett kn Erricht»»« »st es EbrendenkMaS wurde dst Gemeinde nnr d»rch MeGrptz» M |||,(9 zienrat« EI» gedost», der st grsfift M«r Leist Mstch Bstettftelnng d« erfardstliche» Mittet de i Gedanke» daW»i »stmirsitchst 1912 hatte st schon ei» g» Herr« Knpttai Ihtii nur Citifhug gfipenchHüd« desst, BermeM mm st fich ftchstst^H Entscheid,,, vsedetzieU^nt »« wai es lbt Hitze>chch»Ptlch m i dst Erschienenen, auch dst Trauen, HMstz war Ruhe und Ergednng, jede chmnt gewichen. Feierliches Orgellpiel leitest dst ktm sthedender Bvrttog des Ghnagagenchai Im, a Meischenseelt...', warn» 1 n t e t da« Last ergriff. Er legst st Ulsreiche» Leihstedc de« Pzopheie» und«: .Stet« vir Male cklrf. Ernchi hie dein Herz aas dst Bah», ach de» rge» diß', bst Messt in schwer« Zett.! feinem Basst zugerche», dabei dst fite» Juda« »tt denen »«gleiche»», dst! 'strland betraffe». Er gedachte, jre» Israel »stsplgt. a»ch im bi_.,. ächstl wchchsth «vst Me »eutsch«, Jltbe, ' >»» Trost an -ihre» de»ifchci I webst Lstbr »ach Ter»e fich!hl. aber dach I» Belnkesfchuld an ihre ' Friede» im lut- Aedst wilde lic Klage sanftst c ein. es folgte .Empar »» iadd. Pich. Dr. lief stgrelsende». emias Wart zn- Vst Mrrtzeiche». «g. de, D« ge- und Trüb dst schwere» „ist dostsches b»»dett Land« bst Jude» in uuvettluästtst stslbsttst». wst a»ch »sch dem Meidende» Gebtchno« dst gefalene» Gbtz, e »»irrst i ei» Zeichen z» gebe». Es war ihm Herchn lw»»sch gMmrüM, »nd »e« »bst bas zur «stsügn», fiehstü. »lislnugsüaaichch hinan« hat st de» Bö, »tt loeitrre» g»» ab»»ge» gestzedorh fich ad« de, Dach do Gaminbe. »dcht «in» r »st rrmchttabm, gefichstl Da» Denkmal, au« harke» Ppfia» Sa idssti» iPafi» Kogt in d« Slchi- Schweiz - Pafion «iest MAG, —z. mGk streng archsteklvMfche Farm«,. Dst ans Saskel.ßchstst», geschliffene, Granittafel» trage» auf dst H« »ptseüe Me §M' Jtüi, et« vnmme« wirke»», Jchchfift 1 st Tafel» dst ander, Sette» trage» dst Ronden bst Gch, fistw» iehrfima nnr ^ichestde^ ,»Iptstr et»^ha»e, zu wett o>. sobotz setzt > etwa «fsrdnttche KtchstH-Atmg-» »»Mich! »«). Gstomof I Baustvr», »nrdst, de» Leipzig« Avchs» Ist» L i I h« s« -Haller, tz« iuvreshe» sei««»Mechehi «tthrnchüt, «dm. ttoge», »nd dst Achsühnum hhenmh» Me Fitttt» H«r»a,zi Stei», Stirnm» »innüwstl«. Salbe». D«ch Friedbchsgnrrendstwoittt», miM bei Dstck, al m «MN" Bsttwaunilege »»«bat. Ga macht das! >»tmal atch Beschau« ehtn rnhigmärbepalst» Eindrnck. mache bchchi «chüchthett erhebe»» n»d fifiga». “ — 1

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