Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1916-01-14 · 2 (14.1.1916) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
2 (14.1.1916)
Date
1916-01-14
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
77% known words query
IRI
…/6682508-6377563-6450313--0398-4850210
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

<nf toten tntrtschastNchen Mieten, in denen M Mische Clenient »esoadee«. st«et oertretn Ist. «Ir Menen de» Sa’nlonte, •enn mir iinfete Aeeffleetimt.fäT Me «ktschaftliLe tntnönfurg nnd den lutfxn solcher Leiiehnngen in den Dienst untere« vatetlandel stellen. Die velednng n»n Handel«, und in- . dustrtellen wiejonstitzen »irstchofilichen Beziehungen aber hat säst antomatllch auch die Möglichkeit IN stch. da« Lo« unserer, dstllchen Klaudendbrllder bester zu gestalten, ihnen dort in Ihrer Heimat »lrtfchastliche Lebendenöglichteiun zu erisfueu. bezlehun^weve sie zu bestem. >n de«, wo« und die engere wert, schattliche Verbindung zwischen Lrtent und Oeeidenl al« Deutschen »te all Juden an LatwietleengewSglichteiten. al« Hrucht dieser atoßen und gewaltigen Zeit zu eedstnen uerlprichi. wallen wir ^iatdalea und dazu bedats e« der engeren Leziehnngen zu' Khendentgee,asten in' allen dafür in Betracht ka«wenden eiinrtrn. besonder« de« Orient«. Aber sür diele« diel «ehr nerheißende und grohzigigere Ziel kam«! keine der bisher de. stehenden geaßen Leganlfalianen, die ihre besonderen Epezialausgabeu haben, indetracht. nnd sstr diese« Ziel eft auch eine erweiterte ,»Iko' in der Gestalt und'wit de» Namen der .Deutsch.I sraeletisch-Osmanischen Union unsere» Grachten« nicht geeignet. Z n-ft « «. l«t 6t* CdwMeR. «. W. Der Ausschuß der Israelitischen sie. meivde setzte -den Kultnssteü'ersatzi auf 8 pro Mille des zur Stoattpeuer veranlagten EinksmMens fest. Tr betrug bisher 6 pro Mille. Die Isr Gemem« hat öU Patenschaft derber, •racinbcn Lüjeu und JohanmSdurg übernommen. Tie beiden oflpre»ßlickeo .Städte erhalten Zuwevdungen von je 3000 Natt. Jlgjhtmfr.. Das neue Besordnrmgsblatt des Oderrms tztzngt eine Zusammenstellung dep Tinnahmen und Ausgabe« her ift. Aentralkaffe pro 1914, deren Inhalt auch weitere 1 reise interessieren durfte. Die Einnahmen bestanden aus der o lgemeiuen Kirchensteuer 100.502L3 M,. Zinsen 3285.91 M . 1 »«bezahlte Kapitallen 6245 M. Gesamteinnahmen 118.772.76Di. D»< Unsgaben bestanden: 3200 Ä. an die LVerrats« käste, 17.000 an den Penfionsfon^. -000 M -n den Lande-, ftzsd für soziale Zwecke. 80.027 M. für Rufdefferung gering besoldeter Lehrer. 12.631 V. sür (Unterstützung bedürftiger isr. Gemeinde«, 1310 M. für Witwen jüdischer Beamten, 2492.35 M. Auswapd für die Synode ».s.w. Der Pensionsfond für die' lüdischeu Reltgionslehrer har an sEinnahmen 8384.72 M. an Zinse», 18,190.21 M. an Leittage« der Gemrinde uv» Le. amtrn und 17.000 M. -Zuschuß lans der Zrniralkaffe auszu-- weisen. Es wurden 19,846.42 M. an 7 zurruhegeietzle Rcligionslehrer. 3 Rodbincrwitwen und 21 Lehrerunv Kantortz«. JlUwea ausdezahtt. Ros de« Landesfond' für soziale Zwecke urden verausgabt: 1494 M. mr Uaterbnngung von Lehr, ngen in Lehrknaedeimen. uud ca. 40.000 M. sür bas Friedrich. :tf«»hofp,tz in Bad-Därrheim. Zn« Bezirksättesten der Lezirksipnagoge Wr»chsal wurde rr Rudolf Schtvßberger' Sasel» ernannt. Ra Sülle des »erftordeneil S. Ettlinger in Eppirtgeu ist Synagogenrat Gustav Lochherr zu« Bezirksättesten für den Eynagogendezirk Bretten arnonnt wo,den. — Die Tugen dvreise aus der Stiftung der Wiche! Veil-Eheleute aus Etraßburg. erhielten:, die Witwe des ßefalleuen Religionrtehrers Ettos Hausmann in Eubighei«, sie Witwe des gefallenen Safirin Gutnrar« in Rohrbach; die Lttwe.Helene Wenheimer m -nenheidrm. deren einziger Sohn ans dem icr Ehre gefalle« ist. und die Witwe Jeanette Kurz i» Gailrrrgen. der» Sohn i« Felde steht. — Aus der Gustav« «nd Dr. Roberl"LeiI«Stifiung in Freiburg sind 400 Mk. für Lungenleidende zu vergeben. Nonreldungen sind au den Synagrgeurat in Freiburg zn richte». Ja» tz«»der!jtßriße» Eeünrtot^g der israelitische« A»tt»»« tosen des Kriegslärms fällt Gemeivde München, -nt« | Aussicht gev»«me«eo Ber« y geschichtlichen Werdegang -der »s i»teressieren, da« urku»dänere Entwicklung je»rr sich nach vligiösnu »nd nnertirchlxhen Aufgaben der Diese Festschrift teub natnr- |u»b rechtlosen Zeitlänie des in welche» Lcrd«, und Ber« MO»che». Mitten in das die AahrbunSenieier der jütische, fege, den »vr KriegShegin, » ngnngen ni«wt die BerwaUung (brr Plünchener jüdischen Ge« «rinde i» Hinblick ans den Errm S4r Zeiten von jedweder festlichen Begehung dieses Gedenktages . während der Krieg«, bauer Abstand. Rur ein« n» Svmmer 1916 erscheinende Fest« schrrsr soll all ^enen. die sich für. arühien jüdische« Oe«eigde Bai Uche Material sür die äußere Körperschaft vorführe», in welch, welilichem Recht Sie Löfstng der Münchener Iudeubeit -nollzithr. hewüh auch auf die tvaungen Mittelalters zurückzugre^en hnl fvlguvgen aller Art jedwede vorübergrhenbe Anfied^rng von )»den in Münchens Mauern iwmer wieder gewaltsam zer« störten sdcr ihne« zn» misdeße» die 'freie Ausübung ihrer Religion, besondns de« ge«ei«s«äaftlichen G»ttesdie»st untersagten. .>«f diele Leid«szerten, deren HSHchmnkre und Mark« steine achhl die Berdre»»ugg von! ISO Jude« in ihre« Synagoge >«' Zähre I28L und spaterbi« die völlige >us;eeibun.i der Inden aus Manche» i« Jahre \ 442 nvrer Herzog Albrechr lll. büdeteu. braucht l« diesem Zusan gegangen zu jfettbt«, als hier m ber »or 100 Kahre« ne» erftant Inuhtet »erde« soll. De» rechtlichen Rahwen, inos arä^nng vollzog, bildeten die JuSeiiedi/ls von 1818. dessen Judrbheit zu deffe» Hunberljahrf« Neueste« Rachrichte»- vom Zal . wurste. Wohl hätte» schon zu -0—40 jüdische Famüt» das Müuchen erwirkt; aber erst das Aufieblung die gesetzlichen 'ttntrrl. Rechte einer jüdische« Gemeind« (non der Regier»ng verliehe« pnd eine systematische Regelung »»b Rensrdvnug de- Kirchen« u»b.Uuterrichtswejens. sowie des so»stige« Geweindelebeus vo» ber Münchner Zudenhett in >ugnff gc»»»t»e» inerde» kon»1e«. Roch var Brgrü»b»»g der Ge»ia»de hatte» die Jude» jene charüative Berei»ig»ug begrü«bet,idie unter dem Ra»e» .Ehewra Kabischawähl d» älteste Si»ri> j1»»g jebvebe» jüdischen Ge« »et«»est«s hübet »»d die sich b e ilMr Lsstattmig ber Ber« »enhauge »m so weniger eiu> die geschichtliche Entwicklung jüdischen Ge«ei»de Je* halb dessen sich diese Re»be« 'dmmiulgen des bayerischen »t»»g für die bayerische r i» Rr. 286 der »Münchener 1913 eingehead gewürdigt ginn des 19. Jahrhunderts ht der Ansäsfigwachuog in ^euan»te Edikt gewährte dieser auf Grund deren die stör denen, die Kransr^siege und. die religiöse Belehrung Aufgabe setzt.'.Rachbe» im Kah^e )SI5 ein. Grundstürk an da Lhalvrchnerstraße zur.Anlage einer jüdische»'Begräbnis« stL'tte angekauft worden war. wurde dort die Leichenhalle 1816 feniggestellt und mit der Bestattung der Toten begonnen: bis bahin mußten Sie Lt'chm der in München vaftorber.en Israeliten nach Kriegshabcr bei Augsburg verbracht »erde». Zm Zähre 1819 wurde tuf Grund eine« Abkommens zwisten dem Stadtmagiprat Vörschen und da Kultusgersieruse eine iftreki. tische Ableilung im städtischen Krankenhaus l. d. ). mit rit^ella Beköstigung arichlef,- die lpärabia nach Fertigstellung. deS neuen Schwobmger stronkenbou'rs dorthin verlegt wurde.! Als ersta'Radbina hafte von 1802—1824 ein hernorraztuder Talmudist. Rahbi Hfffc!, gewirkt. Sein Rachlolga war Radbin er Hirsch Sud. vtzch dessen Amtsantritt der im Zuhrr 18*24 begonnene Bau der Synegog: an der Weftenriedastraße! zum Abschluß gebrach: wurde. Am Lorabe»d des israelit^'chen Osterfestes am 21. April 1826 wurde die Synagoge in Aa« Wesenheit sKömcs Ludwig l. der prächtige Säulen für das Gotteshaus-gestiftet kalte, 'n feierlicher Drift eingeweiht. Mit dem zunehmenden W^chStu« da Zahl der Gemeinde, «itglftda eststansteu zahlreiche Dohttätrgkeitsoereine, vo» welchen da .Elndien- und ÄtbeitsbrrördaungS-Berein.^ der Hclzvaein. der judiittze Frauen, uns Avssteu'iweiein besoiiders z» nennen find. Z» Zybre 1871 luchte da b.'chbetaqrc Rad« dir er Aüb um seine Pensionierung noch, als lein Rachlolger wurde Rabbina Dr, Joseph Pales ^871 —:8S4j geryählt. der als hervorragender Olientalrst cuast in richljüdischen! Gr« lehnenkrcisen großes l An'ehe^ genoß. Da die Synagoge a» ibtt Lestenriederstraßt sich im H'i blick suf die starke Zunahme pa Gemrinse schon (längst als unzulänglich awftien batte, imvßte schon Scifang der 80er ^ahre die Errichtuug eees (neuen großen Gotteshauses ins Auge gefußt werden Zu den (Herdftselellegen 1886 wurde die neue große Eyuagoge ad da Hazog-Mo^snaße rinßrwrihk dere.i künstlerisch vollendeter! Bau eine Zinde der Stadl Müi chen bildet. Iu, Iuyre 1891 wurde da Bau deg orthodoxen Synagoge a« der Herzsg« Rovolfstraße vollad«. -tack dem Hiutcheiden von Radwrner Di. Pcrles 1894.wupde als sein Rachftlger der noch (heute zu« Segen ui d zum. Stolze der gesamten Münchei.er Juden, heit wirkende Radbinli Tr. E. Werter, ünh.i in Tav;,^. be« stellt. >Bon den Laicnführern Scr Gemeinde leien ausl den letzten Jahrzehnten (mr Hermann Müller (1863 iB94) Lours Schwad l 1894s— ,896). uuo Austizrc.: Dfn'r. D«r] seit 1897 -as Amt des jrst^ P^istar.ds der Kultusgrmeii.^e de» klerda.' genannt. Die Za hi-der jüdischen Familien, bei Emwechuog da Synagoze an der Desttnriederstlaye jl826 nur 60 betrug, ist ichwrschen auf nahezu -0v0 gcftiegeni und demeutsprechcud hat swh auch die Zahl oa jüdischen Wshl^ätrg« kcitsorgannstione» nnv,religiösen Stiftungen und Einrichtungen in reichem Matze vermehrt. Daß «ubLlchadet! dieftr btühenden Erstarkung des Gemeinde' leben« die iukerkirchlßche Entwicklung Anlaß zu manuigsachen Reibflächen und Konstikren aus rel,giöv»dogmaiischem Gebiete gerührt hat, -durfte juch den Svßeusteheo^n btf tnnt ffin. Die religiöse Spaltuüg. die sich »c'it Mille oeS 19. Jahrhundats innerhalb «er ganzen deuttchen Zudeohett vollzog, hat uaiüillch auch vor Münchens Maua«, -tickt Halt gemacht und sowohl m(oen Jahren 1871—1874 wie inSdefdudae i« den Jahren 1906-^-1908 tiefgehende D fferenzen zwilchen da uesloger. Mehrhest und der orthodoxe» Miudabeit chnvorgerufen, dir auch in - bei Oeffer.-lichkeit Met eröiten wurden und Sie alle-, beteiligten Stellen, detondeis aber der Staatv.^ regreruug die Uedazestgung von der Rotwer.üigkeit einer Revision des vaatttten Zureaeöckrs aufgeörängt habe«. Zm Jahre 1908 gelang es dem Geist« ftredlicha Berftäuoigung, von loelchem die Führer der beide» Richtungen nfüüt waren, zu einem befriedigenden Ausgleich zu gelangen, um deffe, Zustandekommen sich -insdesoktt>ere det derzettige geistliche Führer der Gemeinde, Rabbiner Tr. Werner, hervorragende BaoierOe er» worben hat. Ratürlßch bleibt die Erkenntnis von der völligen Uuzuläoglichkeit und Lnhaltbarkeit des Edikts hiervon völlig unberührt, zumal ganz abgesehen von beu r^igiösen Meinung«« verschiedenheitey die Notwendigkeit einer vollständigen Reu« regclung der kirchlichen Lteuenoesevs in möglichster Anlehnung an vre Bestimmungen der L. G. C. diese Revision rmmrr vordnnglicha gestaltet. . Ueber Sie grundlegenden Gcfichtspun'le dieser Neuregelung war unmittelbar vor Ausbruch des Welt« krirges unter hervorragender Mitwirkung des zuständigen Ministaialreferentev. Oderregierungsral Heiler, eine Ka» flänüiguog zwischen den beide, Richtungen erziel! worden und umio schmerzlicher wurde daher io da ganzen bayerischen' Zudenheit das ttagische Schicksal beklagt, das genannten oer* dienstvollen Ministerzalbeamre» gleich zn Beginn des Krieges auf de» Felde da Ehre seinem SchaffenskreiS entriß. Wie aber da Krieg sich allenthalben als Anstöra undNeuetdana. als Jsoliaer u»d Badenda. erwiesen hat. so datt wohl bei einer Zahrhnodcrifeia, die sich im Zeichen des Welftrftgezwar sang- und klanglos, adek doch nickt ohne warmes'innere- Mrterledm da ganzen Münchener Zadenheit vollzieht, der H»ffou»g Au-dr>ck gegeben waden. daß da Geist einiröchtigen und harmonischen Zusammenwirken« der verschiedenen retiglösen Richtungen die veitcre Entwicklung der Gemeinde in segenS« reiche« Ei»ne beanfluffen unv den friedlichen j||Vb einheit« Uche» Bestand daselden auch weiterhin gewährleisten möge. Licgmuod Fraeukel. Radbii« Werk». Rabbiner R^r. Höxter begeht am 15. Zanuar sei, 2Ljähriges Amtsjubiladm an da Synagoge B.th.Zio»- Bruo»e»fttatze 38. ES findet au diese« Tage FestgoUes« dienst statt. sti»s Wabe». Bezirksrabdiner Leopold Schlesinger i» Brette« ist »egen Krankheit beurlaubt worden - Kaudidar da Thevlagie H»go Hahn ans Dalldorf ist zm» Rabbinats. vawesa des Bezirkes O f f e n b u r g ernannt worden. ^«s Wske«. L« 2. 1. fand in Kterasz die Beerdigung des Rabbiners Sa». Jak. Weinberg statt, da 24 Jahre bas dsrttge Rabdinat bekleidet hatte. Die Rabbiner von Dwort, Zlocöe», Pabiapia, Brzeszi», Blaschke, Zbunska-Lola wäre» aschvomi »nd eine -roste Bollsinenge ans da U»-e-e>b. >1« Läden halten z« Ehren de» Baftorbenen von Freitag an geschloffen und der Handdl ruhte 3 Tage. Die Bahre trug «a» ins Beihamidlasch und in die Synagsge. in da mehrere Rabbiner Gedächtnisreden hielten. Auf de« Friedhofe sprachen die Rubbiner von Zduaska-8ola und Dwort vor Tausenden. Unmittelbar darauf wurde tn einer Beratung der Vorsteher mit den Rabbinern be^chloffen. den Hohn des Verstorbenen. R. Lenj. Löw.;um Raddina zu wähftn und seinen Schwieger., so ha R. Mendel Staszewski zu« Dajan. Maßßi»a px. I Earo-Tembag ift am 24.12. in Dien, wo er seit Kriegsausbruch al4 Fl »chrling weilte, im Alta von 7l Jehren infolge eines Herzschlages plütz -ch gestorben. - Zecheskiel Caro, ein Bruder des verft. Breslauer Untverf.- Prof, und Historiker« Jakob Caro. geb. 26. 1.1. 44 in Pinne (Posen entstammt einer berühmten Rabbiner^amilie. Sein Baker war Rabbiner in Wloclawek (Pvlen) und nah« Anteil an dem polnischen Aufstande vom ^ah-e 1863. E. studiate Philosophie und Theologie in Berlin und Breslau sjüd. thevk. Sem.), w: röe zunächst Prediger bei der deutschen Gemeinde in Lodz, dann 1870—79 Rabbiner in Tirschau. Im Kriege 1870/71 meldete er sich freiwillig als Feldrabbiner und erhiett das Eiserne Kreuz. Rrchbet wittte er als Rabbiner in Erfurt '1877—80) und Pilftn M882--91), folgte einem Rufe als Tempel-Prediger nach Lemberg. Hier erlangte er eiueu großen Ruf als Kan^kredner, er war auch sbrriflstellerisch tätig, v.'ttaßte eine .Ge'chichre der Juden in Lemberg' sowie einige pädagogi'ch: Schriften. Er erfleule stch in feiner Gemeinde großen Ansehen» u'zd gehörte fast ununterbrochen dem Ge> m-rnderate aa. war Inspektor der jüd. Mittelschulen und des KadettenhauftS,- Mitglied verschiedener DohttätigkeitS-Kv«. Missionen. Präsident der Bernstein.Lufluag für jüd. Lehrlinge und nabm cm öffen'lrchen Lebe« rege.': Aneft. Seit Kriegsbt' ginn be'avd er stch in Kien, tv» er als Inspektor der galizischt" Flückliinüsm::tel'chuftri große Sorgsall für die Kinder der Fluch.i ze einsafteie. Sem plötzliches Ableben rief in de« weiteste:: Kreisen die tiefste Teilnahme hervor und das Leichenbevüign«^ am 27. 12. ift Wien gestaltete sich zu einer imposanten Tsauerkundgebung. Oderradb'ner'Dr. Güd.-mann widmne dem Bt.':blichenen herzliche WortdeZ Rachrufts; du'in sprach Advokat Dr. Änidei-Lelsiberq. Präsident der Tempelverwalmng Dr. L. Waffer 8m Grobe Dr. Sckorr und Adg. Dr. v. Lswensteiu. Am "2^. 12 vormittag fand eine Trauersttz'mg dös Lemberger Kuttnsrats statt, zu welcher Repräsentanten 7«e Spirali«:» uud der Tempelverwaltung erschienen waze». Piäfi ent Dr. Schaff h»elt eiven wärmen längeren Nachruf. Di- Be:fttzrng aus der isr. Abteilung deS Wiener Centralfriedhofts ist eine vrovisorisckt. nach dem Kricge wird die irdische Hülle nach 8..nberg übelführt werden. Kew-^orÜ. Eine .stebentürige glänzende Feier gast der Haus-Einweihi-ng oe§ orlh Rabdinerseminirs" und der Einführung deffen TinktorS Dr. David Revel. Das Seminar besteht aus 2 -bteiluag.n: der vor dreißig Jahren gegrünbeten ,Cz Cstajim*-Zesck:wa, deren Ziel jüdische u»d allgemeine^ Bildung ist, als Unterziufe und ber ,Zizch»k Elchanan'-Jeschiwa o!S Odrrstvft. Da» neue Gebäude enthält 8 große Vortraassäle. cef.e große Synagoge, eine Liblisthek. einen Speifesal usto. Aiadrmiich«. Str»ßß»rg i. E. E r o st L e o y, Ertraoroinarius für soziale Hygiene an der Uilivelfität. ist aus dem Lehrkörper ausgeschieden. 1864 zu Lauterburg ^Elsvßi geboren, wurde L. 1891 Prlvatdozent für Hygiene und Bakteriolvgie. Als 1896 an der Straßbu'aer Universität unter Prof. Förste: ein Institut für Hygiene uub Bakteriologie gegrünoer wurde dek.r« L. aa demftlben die Stellung als Adjunkt, womit auch Sie Leirnng der bakteriologischen A^t^alr für Typhus.Bekämpfung im Elsaß verbunden war. 1897 erfolgte die Einennung zum Extraordinarius, Ostern 1911 wurde ihm da« ueuernchtelc elalSmäßige Exkraordinariat für soziale Hygiene übenragen. Seine zahlreichen Schriften betreffen da- Gebiet der praktiichen Bakteriologie, seiner Hygiene derAnfektionSkrankberiea. schließlich insbesondere Msrphologie und Biologie der Lttahlenpilze. 0er Rotz, und Tuberkelbazillen. Sein ,(i-run0nß «nd Leidfaden der Bakterioiogie' erschien'V, mehreren Auflagen. L. ift z. Z. beratender Hygieniker deS XV. Armeekorps. Lehrer und Schule. Aertl». ^Hier starb am 4. 1. d. emer. Lehrer L svts Walter, fafl 85 Jahre alt. Bonseinen Söhnen ist Vereine Rabbiner in Bromberg, der andere Rechtsanwalt. . -nt«»ie»ßÜtte Zur Lehrerstelle an der jüdischen Volksschule, dir vom Staate übernommen wurde, liefen JM Bewerdungsgeiucke :in. Dlei Kollegen Will-Myslowitz. Salinger- Nicolai und Giünewulo-Beuchen waren zur persönlichen Borstelluog. doch wird der bisherige Lehrer. Koll.. Sttauß. der sich großer Beliebtheit erfrxut, als Kandidat von der Regierung »»pfohlen. St. ist im Februar v. ). zur Fahne eiabernfen worden. M»ß. Der Lehreroerein sür Vuk und Umgegend wähtte. als Vertreter zu der i« Paten stattstndenden 44. Bertreternersa««!unq des Prp»inzia;'Lehrer.Derein» Lehrer Spieldoch (isr. Volksschule). Sch^»». Lehrer Jacob S p e i c r, welcher seil einer Reihe vo« Jahren an der isr. Bolttschuke tätig ist, beging sein 25jähnßeS AmlSjubiläu«. Kreisschulinspektor und Lehrerschaft beglückwünschten den allseitig geachteten Jubilar Für die Schulkinder fand ein Fest statt. «autore». JM» M»§ar». Der Hterü»»t«r der Ragykanizsaer Kult«sgemeinde Prof. LeoKartschmaroff ist am^3I. 12. hochdrtagt ra Wien gestorben. K. war einer der namhafteste« Kantoren des Landes, auch hat er sich als Komponist «o« Tempelgrsäageu rc hervorgetan. El« »rganifatorifches Talent erste« Ranges, veranstaltete er in N. auf hohe» künstlerischen Niveau stehende Konzen«. Er hinterläßt eine Witwe und 2 Söhae. der» Oberstabsarzt Dr. Stator Kanizsai (derz .i« Felde) und den L tdapester Siadttepräseütaute» Arnold Kartsch- »aroff. 2 Tschte» und »chrere Enkel. Seine Beerdig»ag fand am 4. 1. Mitag ra eine« von der Wiener isr. Gemeinde tzemtlißtr» EhrsNGnGe st»tt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.