Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 54 (31.12.1915)
- Date
- 1915-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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(t Uanhhongigea flagmiftordtejnteatttgfn .?'_L_' J 1. ■- .. J .! . _ ■■■ 1 Sk JIMAi SU „3abtf*e »HM mtu«tna(- IR tat ln Srniau I. und bk 9ttn|R(a4.*nMln| *r. IM. 6$rif Heitung,'Berlag und Fernsprech-Nnschluß 7606 und 7607. — und Sonntag (non 1 Uhr A*t*a4* «4 MB Dr.lonio Wnmtaitf h Area Um «schüflostalleinBreolauOSchweidnttrrstsiißrLll (gtgtnKwr fern Stnb~tt>m»r). Zuschriften und Geldsendungen sind dorthin zu richten. — Ae Grschststoftsll« ist Sonnabend und Heiertnge (Enntztz di geschloffen. — Wohnung des -eromgebers: Moritzftr. <6. hpt^ Fernsprech-»nschluh 7607. ' MU »«n »rtl»,e» .»nur« )imI' .Rn |«Mf7ntnl/4m »r.^ Für die zahlreiche,, In Breslau befindlichen venaundetev und tranken Soldaten hat der Magistrat der königlichen Haupt- und Jlefidenzfiadr Breslau 70000 Warf als Weih, nachtsspende zur Verfügung gefielli nnd der .Berdand der nalerländischen Franenvereine der Pronlnz Schl«firn' hat diese Summe noch nur «in Ramhnstes erhöht. I Ferner hat die prioat« Liebesiäiigteil auch zu «e» diesjährigen Weihuachisseftr die Lazarette. die Verwuudrtrnhrime und die Truppen teile des Frstnogheretchs »II grasten Znmentnngen bedacht. Hierdurch Ist «s Möglich grroorden. jedem der zur Kriegödesatzung Breslau gehsrenden oder in den oerschiedeneo »de lerlunaen de« Fefiungslazaretl« fich deflndenden ornnundeteu oder bidtn Heeresangehöiigea. die zum großen Teile da MItznmhilfest fern »an ihrer H«i«at verleben «atzten. Wrihaachtsfteude zu bereiten. Cot hochherzigen Spenderinnen und Spendern und aller denjenigen, die fich um diese Veschentng oerdrent gemacht haben spreche ich im Namen der so freundlich Bedachten für ihr« Gab«, herzlichstmt Dank an«. Bisslau, den 29, tut« »achmoGosm MTl Woche». «H » * h r. hüb IwM. )m4nl >. r». •nn '20 jot KrastmMMV 4«. tr ff *0 mm ii. ftnbMküi WM*. lllttM» *. n. i. .pvp or / iffunkf «. ,rr nr »-». j fWlKi^I s-rik, 7. s. t<uu ftgh Dezember 1015. A « hes «vHmanhanten. w% ' Gninalmajer.. _ . _r •tofrt'tte ®ra*l art »t|rajiw z» fflbcta n) a*4 turn z> »scher nk Ahrm»«. »ms W>>»» Mt Wtzsr«, Me , bkt»t DertMfr dringen, mhWi nt« 7 PÜß|-. WP *) Die ■algangtitllni find fgr ieigmde 0ri>, geordneten Gottzein an. Die fast unnnsbioidltchsn^tidnoGen Mischen nmfchiedenen »asionoliistM lönum nchch sein« »nstcht nur dadurch in «inen ftiedllchen >«tsbW« .«• ■ gemandelt «erden, daß den nationalen Eftnststsn, »ie in dinmn Fall« den Ostjndmt. natianai« «ntonawi» »emshrt wir». Me Nationalität mäh» also anim ander« ihr, eigenen Wftrtchn fllr di, staattichoa Bertretungaksrper und smllgi Ille ihr» «iMWn knltnrellen »ngekaenheiten. Nur so hält er es fllr msWch, datz »k deutsch« Wegiernng «in« «trffen* i der polnischen Inden schaffen könne. Dö' ptMfch non gritzier Wichtigkeit, fandern . auch «in sittlich«! Poftulai. datz niimllch an» Eurmm bns nnglandlichfir Gill« UaknlUn. di« ftmhtdM, Unimtmstcktttg und Berfolgung de, Indo, pan seiimr »«an»«, endgllitig «»- nn sie desentsi s^etzilch' Die »nksllhtnngen de« Ueömeeä, die non marmee Ga» geifternng säe »ie Siche geienamt «wen. inn»an »ei den zahl»- r_ix -ift-_-» « ■-~ lailigg. ^|hri wmin vetrutMtagaHg » JKMtw O.M. 19 ~ diese» Zähe» der gesamte Nlazzos den Böslinien l Juwmffen des oethodaaen Ge»«»««». Aannor. I. 171s ft. i. Hannover Lipm. »oben. Hof. und llommeragenl. 1911 ft. i. Lrielau d. reiche Siister Julius Lchotiloendn. 9. 1255 fielen in Lauda und Bischosshei« r> «»schuldige Juden. 1863 st. glebb. Sol. Ullmonn-Makö (Jrrioih Scheiomo). i. 1807 ged. i. Hechingen Dr. k. Meyer Nadd. uud.Eutoalt. 18sr ged. i. Berlin Oberrabb. Dr. Hosea. JacobüKgraw. 1851 zed. i. Diersburg Jos. Brnchsaler. Lehrern. Schriftft. 1851 ft. i. »anet b Toulon die Sängerin lllahel Feliz 87. z. 4. 178« st. >. Berlin d. PHÜos. «ose« Mendelssohn. 1922 ged i. Mailand Eugenia Pavio-Oralilomo-Fatis 1881 st. l. Kaoz Nobd. Dr. Ar. Bärwald. 5. 1879 ft. I. London Anton v. Bothschild. d. I. J.i. engl. Pari. 188« st. I. Wiesbaden Robb Laz. Adler (,d. Synagoge'). 1903 ft. ,. gkrlln die Philantropin Baron Julie v. ffoh». Oppenheim. 1889 wurde in Breelau Eva. Tochter Mose», oerdrannt. 1843 ged. i. Kempen WUH. Goldbau»^ Gchriftst. 1878 st. i. Wien Carl v. Werl. Vorkämpfer d. Emanerp. 1911 ft. i. Baris Baronin Alpbonse v. Roihichild. 1912 ft. i. Karlsruhe Jak. Driesen. Dir. d. kandesstift«. 470 ft. d. ersten Männrer l. Babylon; Huna-Marie. Amemar. Mescherscha,a. 8. I8«2 st. I. Gans Sam. »ahn. Archive« Isr. 1890 ft. i. Lien Seligm. Heller. ,d. nft. hebe. Melodiecn'. 1908 ft. i. Goeppinaen Sowwerzienrat L. ». Gutmann. 1913 ft. i. Berlin Pros Will. Wolf, Aesttzei. d. Tonkunst. 9. 1879 ft i. Wien Jos Samt Tauber. Dichter. 190« ft. I. Odessa «loatsrot Dr. >. M. Fintelstein. s. 7. ffegelg 24. 1719 st. i. llonstaulniopel ». Kabbdalift «. Taft. Sahen 1892 ft. r. Altona Oberrabdinrr Dr. lklieser Lid. N5. 1831 ged. i. Lerden Jkabd. Dr. M. Lehmann i. Mainz. »9. 1871 ft. i. Preßbär» 8. Adr. kam. Benf. SofersKeiad Böser). 1892 ft. I. Wien Sim. Szaotä. »Neuzeit'. 1890 ft. las. Oberkantor Pros Sal. Bnlzer. 27. 1888 st. t. Franksurt a. M. Robb. Saws. Roph. Hirsch. 29. 1845 ae». i. Bruchsal Nab». Dr. S. Sartebach I. Lsdeek. 1890 st. i. London Oberradbiner Dr. Rath. Mar« Adler. Jgrtri 1. 1894 st. Robb. Gut«. lllemperer-Todar. Hist. 2. 79 n. ft. d. Hasmonier^ürft Alezander Jann.ri. '1981 st. i. Nikolsdurg d. »ähr. Landesradd. Men. Krochmal. vis r»Gt Wist hstGAAAOkA d«-«ßpist«». I» Kblner Verein sstr jüdische Geschichte und Literatur sprach dieser Tage Herr ZuftlzratDr. Bodenh'eimerilter obige« Thema. Die grotze Bedeutung dieser für uns hervorragend wichtigen Frage, der wir in dieser Nr. ein« besondere Beilage midmen, veranlaßt uns die Arrssührnnarn des Redners, der Personen und Zustände au Ort und Siele studiert Hai, an leitender Stelle zu dringen. Der Redner hat i» Verlause des Krieges selbst die Gebiet« Polen» und Galiziens besucht nnd so ein« eigene Auschannna »an den Berhälmifien der dortigen Juden, von Ihrem unbeschreiblichen Nend und den etwa zur Besserung nötigen Maßnahmen gewonnen. Er war deshalb wie kein zweiter dernsöi, über den Gegenstand zu sprechen. Gerade die Juden Ostenropa«. so etwa sührt» nt aus, find von den Schreikniffen des Krieges besonders hurt heimgesucht worden und haben fich nur kraft ihre« unerschütterlichen Bemauens ans di« göttliche Gerechtig» teil erhalten können. So ist in diesen von Jude» dicht be- »ilkerten Gebieten die Ordnung der jüdischen Verhältniffe eine der wichtigsten Ausgaben sür die deutsche Verwaltung gewarden. Da« surchtdarr Elend, in dem diese Inden Polens und Galizien« fich befinden, drängt zu durchgreifenden Aendernngen ibrer Lage, zumal da fie einen sehr hohen Prozentsatz — «ft ober die Hälfte— der Einmohn trzabl der polnischen Mt unter deutscher Verwaltung stehenden Städte ausmachen. Daß fie d-ulstber Kultur sehr nahe stehen, wird schon durch di« Tatsache deutlich, daß fie über mehrere Jahrhunderte, fest Ihrer einwanberung au« Dentschiandftmch Polen, dl« deutsch« Sprach«, wenn «och mit dialektischen Veränderungen, erhalten baden, ein Umstand, der unseren Soldaten rin« leichte Berständtanng mit ihnen ermöglirbt. Natürlich hat di» jahrelange rnsstsch« llvterbrnikung ihäe körperlichen und moralischen Kräfte geschwächt. Ihre politisch», Rechte wurden ihnen fast ganz genommen, an» den Handwerk«Innungen waren fie größtenteils ansgeschloffen, da« fürchtetlichfte Werkzeug aber der russischen Unterdrückung«. Politik waren die aller Kultur hvhusprechenden. behördlicherseits eiugeleileten Pogrom«. Im letzten Jahrzehnt hat es di« rusfische Regierung ferner sertig gebracht, ein« gewaltig« Entsremdnng zwischen Polen und Inden, oft bi« dahin in durchau» freundlichen Bezietznnaen letten, herbeiznillhrrn und statt mit ihnen gegen den gemeinsamen Feind, Rrchland vorzugehen, wurden di« Polen zu Ihren nnnasW»Iichen Gegnern, die pol. nischm Stadtverwaltungen suchten die Juden durch die gransawsten Maßnahmen zu schädigen. E» erhebt sich nunmehr die Frage, ans welch« Weise dieser Lag« der Inden am «heften »fznheksen sei, «nt» Frage, die auch ssür rinttchland von größter Wichttgkeft ist. Wegen der großen Waffe »er östlichen Juden, bk ganz im Gegensatz zu den Westjnden sich ihre eigene Kultur erhalten haben, stellt fich diese Frage als ein nntintaM Problem bar und birgt insoigebeffen alle! die staatsrechtlichen Schmierigkeiten, bk ein solche» Problem In allen Staaten »an jeher mit sich gedacht hat. Der Vortragende schloß fich bei der «doang bar «saug, die chm hierfür als di, gmiipwlsbr mschiM, i» nimm Pnnöwn der Anßchtba» «d> .Freien Bereinigung' Mg Mazzo» an das Pnöllküm »bn ihrem vorjährigen durchschnittliche» Verkaufspreis, fall» aber »der 85 Pfg. pr, Pfund verkansrn. War also deispieisweise der Durchschnittspreis einer ' i» Vorjahre 4g Pfg.. 's« bars in »ieftm Jahre nicht mehr »l« höchstens 5s Pfg. genommen mersen. mar der «orjährige Preis 80 Pfg., diesmsl dennoch »ich« mehr sl« 8» Pfg. Dft Erhdhnng non 12'/, «/, «rffpricht nach gewiffenhafter f Schähnug der in diesem Jahre naturgemäß ringrtrrttnfn Giei. gerrmg der Gesbehnngskoskn. »« tzt» «llMliche». Losen. In der Smtagoge A fand ein« gottesdienstliche Feier M Pel^chmaß-Gidenkiage« statt. Dk Mftglkder «es Verein« maren stark nerirrten; anch Soldaten mar«, in grntzer Knzahl erschienen. Nach Schluß de« Miuchagedete« Irng Ku» torSereubusi PH. ISO: .Mimmasmakl» krotzich» »dnfchnn, an« den Tiefen, ruf ich, Satt, PI Dir!' Dann regftiert, der «orbeter Ps. 10», >5-17. - XT&. — »4,23. «nunsch «echozir jomow, .der Mensch, eine« Geashnlm gleich sein, Tage , ak bk Blume bei Felde» s» diihet er'. Di« Gedenkpredig, hiev Gemeindeeadb. Dr. tzrelmsnn. Rrdner ging danon ans: .Jakam ominn lau me«»', nn» schloß mft «wem Gebe«, in welchem uuch der Helden des Kriege«, Mich, onf dem Felde der Ehr« ihr Leden gelaffen, gedacht wurde, »ft groß« Innigkeit sprach daun de, Kuutnr da« Achim» faif Toi Hoamnttm, .höret die«, all» Völker, oernchmet es »Ie Erdbewohner!' Nach he» Gehet für Mt verstorbene» Mitglieder de» Bern»« »ft Vertejmm der Namen («t malet rach«»im — tt» harachamtmj »ub Schtmihi «dasche» lnogbi iomid (.Ich Halle den Ewigen mtr stets »mt »ugeu n. f. ».) hatte bk ernst« und mftrbiot Feier ein Ende JMn. Bei der Wahl san 4 Nepräsentanten nud nun Stellvertretern in brr 2. Klaffe am Ist. 12. haben Me Kandidatr» »er lideraien Partei t Beruh. Goldschmldt, Da». Kohr» 17. «im. Sa». Eheensetd 17. Jos. «chlstchserrr I« Stimmen . als Repröseutanten. «al. Ghhn. Jos. Brünes 17 als Siel, «erlreter «ehatten. Dk Zahl »er Wahlherechttglm, betrug 2b«. »«mäh« habe» 17. ^lunbeaeasginge Br. Hiükl in Brsnnschmeig. Wk deretts tu vor. Nr. sttmeäet, hat «ft, «mtzsinMicher Berlnst hl« hiesig» isr. Gemrtnb« nub bamit auch Me Gmordtschnft der jtdffchrn «emeinden des HmgastiNmg hetrassen, ihe oberster stallasneamki, Herr Sandesraddtner Dr. «stlf, ist nm Freitag »Mg «»» einem Hmgschiag getroffen ward» und »Isdatd serstmÜM. Ges der Trum rundacht, dk der »rffrsmntz des sm Kamps« fstr du« Vawrlan» gosalrnrn Lemnmtt« i. öhff. Elsas ft, der NndnchiG cnMnaig seiner €^b|gicbclcl idiMcir'fNrtiVM^ iil|4|n4flKi9^(: