Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 51 (10.12.1915)
- Date
- 1915-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 69% known words query
- IRI
…/6682508-6377551-6450307--0339-4850157- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Unabhängiges Organ ftirdie Jnkressen Die .Jüdische Bofk»t«<timf* erscheint wöchentlich an sedt -reitaa t» Vreelan. ve-ug^nei» vlertelsührttch bei der Po» 1& 9t. bei der Peschästeftelle iährltch nach dem Auelond 8.— 9t. für Vreelan bei Abholung t,—91.. bei freier Zustellung tna Hau« 1LÜ 9t vierfeljöhrlich Die .Jüdische volbe-eikung' ist durch die Post, fed« Vuchhandlung und die .in Bmle ' .. “ * «eschöfiestell »lau 1, Schweldnitzerstr. S7j zu beziehen. »ernsor«ch.9nschluü Nr. 7B06. nnn. (fiemeinde-, 5xhule und. Haus jWytud»» iwi ht—m'nf «b*j> «m Dr.üuiis Unmtndt in £ix&l<iu Der Vetzu, bann bei der Gefchöftastelle «if feder Nummer beginnen. Inserat, werde» mit >Ü Pf. für die ^»spalti^ »letuzeil« oder deren berechnet Vei MiebertzalunG aber höheren Naftrügen »abatt l»e*ö n 11c r J r n Sorechstunde, in ber tü-t» und M Ube. 6d)iiftleitung, Scrlag und! ®e($äfteftel[e In Bitflau I,6d)roetbnHtrf(rnfc»27 (gegenüber dem Stabt,beater). Fernsprech-Anschluß 7506 und 7507. j- Zuschriften und Geldsendungen sind dorthin >u richten. — Die DeschästAstelle ist Sonnabend und Feiertag« lganjl _und Sonntag (oon 1 Uhr ab) geschlossen. — Wohnung de» Heraufgeber»: «orttzftr. «5. hpt., Aernsprech-Anschlus, 7507. llr. Ss vrrrla». 6« >0. Pqmbtr |9|5 ZtchiM», XXI. t: ^iatrtati»»»» mb KrietzafürsaeO»" Kep»g der »jüdischen Volkv^ritung" in Krlgie« und Kujstsch Polen. Die i» ,,s»,g.W«ke» behebenden denstchen Postanftelten i" We»bzst, Jldljg. JM), ^»11. j«)| ^«l-filiu<a> ftafa, Zier»»» Z»»»«»ic«, Fsche»»«ch«». Lite». Morsch«», Miel» nnb Mstclnmet und folgend« Posiänitkr in Metgie» : ch,t»«r»r». Mriissel. tsorlerei. Anffrtt. lj Limburg), ^llttich Mechel», M«»t». Zfig.st». {in). VtnicTf, Melde»»««» nehme» Besiellunce» aut die AK» Wolllfzesiftueg zum vezugepreiie der deutschen Postämter 48 Pfß. »»««tlich eatgkgen. Die NacbUefrrung dereils erschienener Nummern , lausenden Nonatt ist besonderan beantragen und wird geben eine geringe Bestellgebühr autgesührt. j Der von der Heiwai au« seinen Angehörigen, die in obigen Orten Wohnst« oder Standquartier haben, reacl» mäßig die Jüdische Lolktzeirung zukommen lasten will, kannte Bestellung eine« Postbezügeauch bei der Unterzeichneten che» schäftqftelle bewirken. G-schüstrftele der Züdischrn volttzett»-. 17. 1568 1X63 1898 1$. 1862 1889 189ii 19. 1483 1852 \i . h 1 « 6 1 f J'. § PT- ' «* Ij* if£ 2 4H 4U »-»I«« 4h|«u 4* j 4**| «• pyln. I -ft. ixt Prag frw rrßchr imt ^ttkhrte ’lTi.er fttrar st i krebitsch Rabb. Iaachtm Pollak. Hebraist [ st. in Berlin Echrislst. Lina Nargenstern w. in Prag Aft. Hoiwitz u. s. Schwiegersatzn Mas. d. Joel »erbrannt. 1679 st. m Rmsterda» Nos. Xaph. de>guikar (hed.«poit. Tramm.) ged. in Ragaseu Xadd. Dr. Wern«r.D»nnchen st. Baron «erd. Rothschild, m. o. p., l,Br»ru*) geb. i. Lewberg Nor. Rosenibal. Klaa.-Bur. st. in Budapest Piap.-D-r. Heinr. Deutsch st. ' Brill, D.ar. Rabr. St,fr. t. Krankrnh. i. Pös. i. Ser.ivo Ballend, d. 1. Talmud.Druck«. g«d. i. Slrclvo d. Phys. Pros. B. 8. NicheUan- Chicago. 1968 Nobel-Prei« > 1858 grd. ». Cfttk Rdv. Dr. Hug» Spitzer 1886 st. z. Mar lua Guis. Finzi, Bork. f. d. Sind. Zlaliez« 1909 w. j. Ssten Forsch-Xeis. Hcrm. Burckardt ermorde 26. 1816 st. j. Dresden (im. Bonds Lexikagr.. ,Or Esther . 1788 ft. i. Berlin Dina Cohn ged. Nauen. Stifterin 1817 geb. i. Freudenberg Lehrer u. (chriftst. (I. «Hdffit 1834 aeb. i. Budapest Hchausp.Nd. von(onnemhal(ft. 196^1 l!»68 st. i. Berlin Geh. Sam.äicrat Dt. (al. Nenman,. Begr. d. Wohn.(laust. 1911 st. d. Drawatiker Huga Lubliner lqed.i. Brealau 1846,) 1913 ft. i. Wien. d. Lrtentalift Prof. D«. Heinr. v. Müllei, Ketzettz. 4. 1894 ft. i. Breslau Dr. Dav. Xaßn. Doz. am jüd..lheol. Seminar \ 5. 1885 n i. Wilna N. Matiij. Straschun. Talm.-Ufders. \ <>- 1885 st. i. Polen Dr. Üiou Hirschfeld. Nadb. i. Thorm Hohenialza u. Lloclawek. I 7. 1884 ft. i. New.-Aark »bg. De. Ed La«ker I 1899 ft. i. LLln b. Taiwudist Vols Dünner > 9. Todettog der Propheten Ejra u. Nehewia I 1666 Zudeubersalg. >. Granada 16. 589 ». d. b. Z.: Beginn d. Belagerung Zernlalem« durch Nedukadnezzar 1861 st. i. Exin Nobb. Wolff Klausner, über '.60 Z. alt llisrre hoffR»»g! Wie 'Kaiser Wilhelm regiert: Die un» Hindeudurg führt. Da kann'« un» an Siegen nicht fehlen; Und daß nicht wir die Barbaren find. Kann selbst sich ber Feinb nicht »«hehlen! Ob Jude, ob Christ, ein einige« Volk Bon lapseien Deutschen wir bleiben; Der gütige Herrscher, der öder un« ist. Dird.bald uns're K»inde^»ertreiben! K»««l nur Ihr Raffen. Franzosen uRd^Nnder»!! Beriacht'«. uns zu feffeln. zu schlagen! Den Reib über un ere Größe und Nacht Sollt weiter iw Herzen Ltzr ttagen!- F. Berliner. Wochnlidwergepr»)!«,. »>«-engen t>^^»ib«»a — »lesen hatte» »tr »»ch Herrnft«dt ges,»! rr »it seiner zahlreiche» Familie hierher gislSchtet mar, chNse '1° ersten ' Frriti, N2v2 mm stastta». i -atzat ki : 3,tz> 4 Artfc Zlkiel i« Gojchev. Josef« G»rge ,ir -and »ad Kdmg *) Die >,«-«»,«zette» find für f,l««»b, Orte: tza»a vor 3,16; Z^ef tibt aa» »rsvpten 9« Phar« y' u.»»--»>. vnprtzte *«1* »lcht a»»»leben. «a»r die Eturbe schlagen b^rd. ble da» gewaltige Bölkerrt«gen. b^sse» Welle» vll»»tthr »it in de» Ori.nt h>nel»schl»ge», herbeifthte» mir». R»ch meniger aber weiß me», wie sich bi» ll«»bkarle Europa» b»rch ben Friebe» nmgrftalten wild, »ech weiß »an nicht, welche« da« Lihtcklal auch der tulslschen Inden lei, wird, dt« znizelt sich ber »«HItat der »allen »eichherechtignng l» de» »an de» Deutsche» deletzten Gebieten eitreue». Mir (iol scheint sicher. d»t Warl de« llteich«k»»zler« IN einer der letzte, benkwiirdigen Litzu»ge» de« Jieichttag«. bemzutolge die Besreümg der pai»>sch-r»sßschen Landeeteite zu nwai»» steht, habe» wir ui« >nhalt«p«»t> zugleich für di« Beurteilung einer keile der große» ntsstlche» Indens,nge zu schiltze». Die i« dem bestellen Deile Nussllchjinl,»« wehnenden Iudenmassen werben de» russilche» B«rda. I,«mu« aller korautslcht nach dnrch de» knmmee.be, Arie»«» daueru» enezngen dleldeu. Uder die j» immer >»,nu««e,le»»e Kritik »nserer Glaobe»tge»nsieu desttzt sich schon heute mir de» llllethade» eiuer kul'urelle, oud geistigen >n»iheru»g jener risßscheu Iudenmafien »n u»g deutsch« Jodel. Die cuu» sehe» bwtill eme starte llederstutung DeiUschland» durch di« rufst schpoiuiicheu Jude» nornul und st »ach de» Baiteifta»dp»»It« oder sonstige» Liedhadeeeie» schlägt der ei»e diese, der auterr jene Matzieget vor, während et» anderer Teil eine grdtzere >n»wno»riung n>» ^chl heborstehen» »»« »»wahrscheinlich deziichmt. Jedensall steht sest, daß »an »arllher »ue verschiedener lllleinnug stin tan«. we»o »a» den Dinge» nicht <af den Kru»d geht. II ist ln»m »nznnetzme», »atz die Liebe der russtsch-poliische» Jute» z»m H«im»tb«he» n» sich n»e gerblger« sei. al« etwa di« Lied« der Jude» t» de» andere» kt««le» zu ihrer Heimat. Die varautsetzuageu uarznggmeis« mirtschastlicher »ad steetlpolitischer Art sllr di« Erscheinung der in de» letzten Jahrzehnte» «ahrnehmdaren >u«wa»der»»g der rulfischen Inden werde» uaraubsichtttch i» Wegs«! komme». Sie linr.leu ober sicher unser»« Erachten» besettigl werde», weu» »an. wie wir nach dem die her gezeigte, Wohlwollen der deutsch«» »ehdrdeu und der deutsche» Negieruug nnzonchmc» berechtigt sind, de» ruisilch-painische» Judenmosscn nede» einer Intlächttche» polnischen Gleichderechtignng »»gleich freie B«hu gewährt itr di« Entwickeloog u»d BettÜgimg aus »irtsch« s lliche» pnd Inll nrelle» Soden Fleiß. Irdeitsamkeit, geistiges Strebe» mäste» dnrt die Freiheit der Eul- »ickel»»g und Eutsolnrng erhallen. Dann ist mahl » erwarte», d«tz di« v » d e n ft t » d tß,k e i t der russtschen Jude», »o der «g nie gefehlt h»t. »uch kl»r nnd bentlich l» die »rscheinnog tritt. Nur wer die ensstich-polnische» Jude» nicht kenut. tann ihnen behaupten, daß sie nicht ger»e tu dem Milieu oerdieideu. in dem ste sich heimisch sichle». d»tz sie licht Liede im Herz«, zu dem B ade» ttageu, i» dem ihr« Väter n.d Urnäter z»m ewige» wchinmmer gebettet liege». Wen» ste i» stiheren Juhrzehuten i» Maste» aalMaknta, sa weiß heutjede« Kind, daß die Ursache dieser Erscheilrung nicht etwa i» einem angeborenen Wandertriebe liegt, melmehr einzig nnd allem in de» entsetzlichen staatldglrrgerlichen Verhält nisten nnd in der §ee»ge»l»se» vee» gong ihre« Erwertpstide« dnrch die pettrigmide, Maßnahme» und veschrärknngen einer turzstchtige» nrsstschen korripten Regiernng I» dem stngendiicke, d« denlich«. wohlwalleud« Bor. ont'cht dem vildongghnnger der Inten die Ltälte »er kttlung »eilchaffl. die hthere» Lehrinstalte» und Uniocrsttäeen dem Grimdstltz« der Gleichderechttgnug aller Kousesstoar» hinstchiiich Zulastung huldige», t» dem llngendtute. dn den Jude, die isißeirechtt zuteil merdeu. sie aus paliiischem un» ftaai«- ^eelichem Gebiete nicht Heloten. sondcin Glerchdeeechttgl, stnd. dem lugrudlirke. sage» »st, da die Einpterchdmgdmethode der sstsche» Htlle fällt nnd dag Feld der stein, Ürwndätätigkeb äff»«« «std. ist mtt Sicherheit auznnehmeo. dich »ur eine gerMge »»zahl lolaß Hahr, wst», »st liehgewordene, Hetm»t> stäilr, z, »nl»ffen. I I» ist »Iso »ich« anznnehme». daß man mit einer llederstotung rnsfisch-polnifchn Inden i» de»Ischen L»»ben »»rechne» h«t. Dst niedlich« gnftim«»g de« liberale» ^Serliner lugedlattz, eneitnellen lldwehrnraßnohme, gegen ein« solche lleheestntnng mar »icht nnr «ine LherstSsstne, sinder» »uch eine 'Emu« st»>< Wstttte« EI«» ißtstni« der ««ätzeinng Inltnrele« ders.llßd» Enldltßnng de« Lldn«Ii1»u« jene« I n ndere Finge freittch ist »i estn ige msstsch«, Inden z» ,»« deutschen Inden, soll nnd »nß stattstnden. denn ein« solche, nnd geistig«» Drnng« »sern rnsstsch-polnisch »osten mir non Rützen sein. Idgesetzen «tnstmeile» ' Innätzernwg «tnsteten »std, die ganz! nnd kulrn reger Gtondonäged«ß — »o» st» erne stnnttjettft et» m» mäßte. weiche «r. » *.m- »I. »V -k - cheer goG»«n«rstgen tntlurelle» Etgen,rt. »»« ttzeom Mtlle, her»»«g»Gß«». Mi« estm» Ins»«» «ist» giistoilrr «II stichhaltiger ItgiBodt W Dr. Rnttza» B t r » »» N» sllr dst Erheirung de« geistige» mb I»liurz»sim>de« pidtzstri. m de» sich »st «»sstsche» Inden urjtit befinden und eiaer Inimi-krlnng d»s Wo» geredet, die nur »»« diesem Milstu her»»« »tgüch ist. Wst müffe» gestehe», wir ernchic» schlleßltch eine Distusstou »uch iider dies« Mdglichkril al« uersrühi und al« hmsilllg. Im graben ,»» gougr» ist »ur zu s»gen, daß de« Re» der IntwiEeinng niche immer de» Weg nimmt, de» die Klugheit her Stnhstrsiuhe id» gedm, »dchle. D»« Lehe» nndder Zweng Ur Entmstkrlnu, gehe» lldee s»Ich«rhe»rien kalttächelnd hmmeg. llder »»chdomret»theor«tscheuGestcht«p»,k«e»»«k»i» mnunomSien»- puitte de« denstche» Jede»!»»« nn« »icht de» Wunsch hege», de» nrsßsch-polntsche» G»ude»«ge»»str» »st allen Auftlnd« de> »Ohre» zu hetsei. Weu» »an jener Sest« daran! hingiwiese» »std. daß eine solche negntioe Haltung der denstche» Inte» i» Interesse de» nichtjidtschen Delle« de« danstcho» Volke« liege, so kan» ein« solche stnffaffnng kaum »»ler« Auftimmungg finden. Schon an« dem «destchtspnnlst dera»«. »eß e« un« nicht ganz einlenchtet. »aß, mlrktlch lege« Molsi» da« leitend« her ausgelprochenea Getaute» gewesen sei» dhrfte. Wst erbliche, derio. d«ß «st Eirom dentjcher Kultur, deutschen Wesen« st dst rnsstsche» Inden sich ergidßl, nnr eine» v o r t«l I str beide Kelle. Da« näher «uipstsihren mir« elerdstgt einer späleren Jest oordehalten dleide» mäste», l» der dies« Fing«» aklnell nnd »sch« wst jetzt »egenstaud » e r s r i h I e r DI «kus s tone» ßn». rn»»«. V«W Zoe Antisemtl M*f T»«M. der trther »sti von sich reden machst, sich dann oder »ou de» »»Istiichen beten zmückzog »nt znletzt st der Schmelz anshstst. ist nach M» .Hummer' ,» 24. Otloder geftmde». Unter de» stest, Schrullen, die Guasch tU Pudliglft znstge gestrdeN ha», find des an der« feste Ungrlffe ans Bstmarck z» nenne». In »er Schrift .Eine jtdisch-denlsche Sesandtjchaft' schiiden er, daß »icht »er Betchätanzstr. sonder, Sleichrtder t» unserem Enlmtntgen Im« henfch«. Daß Füist Bilmarch jbdlscher Rdtnnsi sei. ktnne man ,°sthr direkt Nachweisen-; ater »»che Käst» riesen immer wieder de, Sedunstn mach : .Snllle et mtglich sest, »ech Bilmarch est gehe-mer In»« ist — »aß der in ihm »uchernde Keim de« Katmnd »st kernige drntsche llkatnr Sdeemncheri hat?‘ Om Sinbwuu. SM IjinliyiB zststststche Bnreen »std Mähren» »er Ibwestnhen »ptzkinä tmi De. Bikioe Iutobjoho getestet »erd«,. — Herr Le» Esttztst hat sich ans etnige Zest ajach »merika begeben.