Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 47 (12.11.1915)
- Date
- 1915-11-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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/ Unabhängiges Organ für die Interessen BoAMtiftma' nMit «SAcntlU »r,i» vi»rt»kiHrlich M 6« Post 1JB 6.— N.. nach d»m Uu«land 8.— 9t.. für ' ''*■«3»*" * hMfltun :eDe in! Di- -Mnfche «okkEittma» erfcheiM »Scherttttch « jed. Frei» v-zug»pni» viertekMrlkch bei der PostIHK «.. bet der jährlich 6.— 9t., noch dem »u«land 8.— 9t.. für Vreela» bei Abh. bei freier Zoftelluno in» Lau» 1L6 M. vierieljShrlii. Die „Jüdische -vlk^eituk«- ist durch die Ppp. jede vuchhcmdlpng und die Deschüftchtelle in Br»»tau 1. tzchweidnitzerstr. 87 gu beziöhen. Zernsprech-Anschluß 9tr. 7506. und )wr*u»n«qtbrn »«, Br.touia ilfiiatnitf te firc-al an Der Nm tan M tax feschäftostel« aril t*b« »mir buttmm. 1 Inserat» mbn mH H fl. filr btt «tafuM«« *Wm«lU ob« btnja In bnafatt frl Utoborbobiat ob« ttbfcomt fafttltcii fotaf. aimfWnbCT t» b« foUWWUBo 1*-U »ab »-4 Ubi S^rtftlettung, Verlag und Geschäftss«eile in Brealou l, Echweidnifierstrr>s>er7 (gegenüber dem Stadttheaters. Fernsprech - An schlutz 7LÜL und 7L07. — Zuschriften und Geldsendungen sind dorthin zu richten. — Die Geschäftsstelle ist Sonnabend und Feiertage (ganzs und Sonntag svon 1 Uhr ab> geschlossen. — Wohnung de« Herausgeber»: Roritzstr. 4L, hpt., Fernsprech-Anschluh 7507. Er. 47 Brrsloa, de» 12. RoMabrr (9(5 Zahkga»- XXI. «an 90t bn VcUagt»: •|«iri«tiNiM nl ArSeOefürfarae" •Smi Krie^schmWiMtz" ns» Missenichatt »e» )»d^UA»»' «N»fe« tittii" Kezng der „Jüdischen Koikvieitnug" in Knjstsch-Poirn. Die I» Nujfisch-Polea bestehenden deutschen Postnnftalten in ,»W«. Jot«, jUnin, ^ob| Fatianire, Sirrndz, Ko»»o mir«, Ffchenleche», Mersch», Miekm, und Mloclomeü nehme« Beftellnngen aus die Jüdische Botktzeiiung zum Bezug», preise von 48 Psß. «„«tlich eatgrgrn. Die RachUrfrrung bereits erschienener Nummern des lauseNden Monats ist besonderzu beantragen und wird gegen eine geringe Bestellgebühr ausgeführt. Wer von der Heimat au» seinen Angehörigen, die in obigen Orten Wohnsitz oder Standquartier haben, regei» mLhig die Jüdische Bolt-zeilung zukommen lasten will, kann die Bestellung eines Postbezügeauch bei der Unterzeichneten He. schästssteUe bewirfea. «rschöstrstrle der Züdischrn volKMmg. vi« Eliowt öftaeiitt UböktWU. r* 1 Ander üderretchen mir Ihnen ffor Resolution, die in ihrer Zaaung um 7. Novemder ISIS die Freie Orgonisoiion der >. I. U. einstimmig gefaßt hui. Mir bitten um Susoahme in Ihr geschiitzie» Blott und sogen im borou» verbindlichsten Dons. Hdch»chlu«g»bvll Frei« Organtsaeion der S. I. II. Resolution. Die heule «ersammclieu Mitglieder de« Zentrai-Komiiec« und Freien Organisation der >. I. U. haben mit Entrüstung scstgrsteUi, daß der Sekretär der A.J.ll. unter Mißbrauch ihre» Nameu» deuSustus verbreitet hat. den dntZeniroIkoufistorium der Jtroeliten Frankreich» an die Juden der neuirolen Ander ver. sautt Hai und der von den schwerste» Angriffe» gegen uusrr Saterland erfüllt ist Wir erheben den Ichürfften Miderspruch dagegen, daß der Sekretär der >. I. ll. — entgegen ihrer Ladung und unter billige, Verkennung ihrer Sutgabr a>« reine WohilLtigkeil«. organisaiion^ die ihr ai« solcher obliegende Neutralität verletze hat. Bii werden die maßgebende.Stelle zur lltechenschos t ziehen u»d erworten, daß do» Zeutralkamiiee .da» Bersaheen seine« Sekretär» mißbilligen unö. in* volle Genugiunug gewähren dwir. Solange da» nicht geschehen. ft»d nusere Bezieh ungen znr S. I. ll. geldst. stach obiger Feststellung nehmen wir keinen »tzpand nach, stehender Artikel, der un« schon vor einigen Sochen au« Berlin zugegnngrn ist. zu verüsseullichen. — — Ban dem indiesem Blaiie inhaltlich wiedergegedeuen Susruf de« sranzdfische» Zenlral-Konfistorium« laPari« an die Juden in den neulralen Ländern war dekanntlich U.'A in der .Deutschen Tagetzlg.' und der .Schief. Zlg' behauptet worden, et handele sich dabei um eine skuudgebung iniernaiivnal-poli. tisch bedeutsamer Sei der großen jtdischc» Meltvrgonisatidn, der „Sllinnce Jsrneiite Universell t" In dkm Bufrnf »urde inautgesprvchenerenl eniefreun dl i ch e r Tendenz die Judenheit der neulrole» Slanien ans. gefvrderi, ihre nnterstntzentzen Sharp alhiin den Bierverbändlern zvznwende«, also gegen Deuischlnud und dessen Berdündeie zu wirke«. Mochte e» an sich aussalleid erschtknen, daß selbst nur da« Zeniralkonfiftorinm. also eine j S d > sch e Institution et über sich gewann, eine Erklärung zu Gunsten einer Staaten, gruppe zu versenden, in deren Führung sich NnßIand de. findet, jenet Land, bat nichi nur die Inkarnation de« unhert- »»Ist»« Berhängviffe« der Judcnmuffen ist, sondern unier beste« geistigen wie politische» Srnslüffen in diesen Lrllkriegtzeiten mehr ober weniger die ihm verbündeten Mächte stehen, so müßte schon diese Emanaiio» rnstaphiler Besin«ung feiten* der offiziellen Bertrelrmg der jüdi'che« Gemeinden Frankreich« »o> an» deutschen Juden und wohl noch von den Vlanbenogenassen der neuirale« Ander auf da« Aller Ir bhaftestc bebauen werben. Tie palriottschr« Empfindung!« der srontztfilche« Jntenhcir i« Ehren — auch wir dculjcheu Inden find voll erfüllt von der restlosen stiebe zu unsere» L« ln lande, — aber MochowGottn»« w itlMblirÜMM fvrB» ■1 «twbir T»r«h-V»rlä , Adschntrr .■Wf) l ."rej -:nv xo» l H. " |l ßotoll de» Neche«otsch»Utt»: lloltd Ulli 00« Bersed», »I, hott jetzt Tr»tMt die Himmetlleiter, Gelübde -0 vettzei. leine »ntnotr » SoltOh-1! Ir Sodan. (fr bient 73 m Kabeh ttitb ober b. Soban derrogen: er irrt. k g.oh und baiii, auch Lnhel l- «ett. t Lietiststhte. inner vilha o. Slip». D e Gebt»! snnn gtnber, lNne SchiGale NNO leine gtochl an« bem Hanje roian«. Kein Zolamnientrefien mir biesnn n. (ein Bünbni» mti ihm DepbiUazn (Mochanniim). i) Die «usgavßtieiien find für folgenb« ON«: *"i n 4M km ||i« j j. * i i -es * -r!£i4111* *Hil tu! jU.sutuji« jä«»fiM t»l I» t ist vom allgemeinen jübischrn Standpunkte aut chlechinding« uubogetzGich. mit Lhaubinltmu» Nnzelner frau. führender jntin btt znr Leltstentwürdignng jütischen >ewnßisetn« nn» Mischer «tzst sühme un» Inden «ich, ba» ekrlßittreten. ~tü rnsstschen Go^orrtmir», »er zätstiv« üitevherrschast. denen, die die!Juden mit den druiniften!chm»chb»llften Leiden nud Quoten seit Jahrzehnten bedachten, alle Proteste der internationalea Menschheiiskntinr zn Gunsten der gequtlten gutenmaffeu Verlachten und »erspotteten. wollen sranzdfische Juden die Khmpaihie» ihrer Gtanben«- genofien in jenen neutralen -ändern gewinnen, die nicht an die Skiavenkett« der rnsfischen Brüderschaft grsestkli find, wie FrankrNch. Die Sniwort unserer Klauben»- genossenin jenen nentralen Staaten ans diese« schmachville Snstnnen niedrigster Eelbftenlwürdianng und gestnnungslvsen Beirat» der jüdischen Ehre kann nur die v-e r - achtungivolte Geste det Widerwilleut und b« glatte entschiedene Sdweisnna sein! — Den wahren Besreiera der Juden ant der »neilriglichen rnsfischen stnechischasl. unserem deutschen Batet ln «de gehdren die Shmpolhien der Juden der ganzen »eit, unsere« Batttlande. ■ da» nicht mit Phrasen und schdnreduerische» Getue, sanderu Mil bei Tat. wie wir Nt den okkupierten rnsfischen Kedtiien es jltzt »leben, die Judenmaffen in die tkuttnrsphäre der vollen Pechisgleichhert mit schlichtester Seldftversttndltchkest NngefühN hat. Ta« sranzdfische Zentrnlkoustftvrinm, die »ssljielle Spitze der jüdischen religsgsen Gemeinschasten Frankreich«, de, seit der Tnrchführung der Trennung von Staat und Arche, lediglich pNvalrechtlicher Lererntzcharoktn znfteht, hat intzesteR nur einen Fehlschlag zu erwaNen, da» Borgehen de« ZentratkoufiftvNnmt, da» lediglich srauzifisch« Jaftitntiin ist, wird man hiernach all einen zwar nnalaudlich nnklugen und mit der Ehre de» Judenlum» »nvereinhaeen, aber immerhin at» einen »am.sarweüen Gefichlspnnkle legitimen Ikl ausehen. Meder Gesetz nach Satzung, weder Ueduuq nach Tradition verdiel-n de« Konfiftvriu« iu Frankreich ein solche» Hinau«- IrNcn au» dem Kreis« seiner reltgiontzgemeindlichen Susgoben in die Seena der hohen internationalen Politik. Anders, ganz ander« aber wäre der Vorgang nach zu deuNnlen, wenn in der Tal, wie nicht nur deutsche lonscivaltve. sondern nnnmehr auch ein j ü dis ch et Blatt der Schweiz dehauptN, jener Susrus an die Juden de« nentralen Sntiand« »an der .Stliance Jsraelite Universell«' nvtgeht, deztehungtweise verschickt wird. Die .Freie Vereinigung der deutschen Sdteilung der >. I. ll.' hol in liner Emtrung, die dn Bo,fitzende Herr Dr. I. Kio.de rg an die .Deutsche Tagetltg.' sandte, und von der wir in einer früheren Nummer Notiz Nahmen, ,« ous eine Verwechselung zurückgesühn. wenn irNümlicherweisc di« Alliance Ist. llniv. »1» Autorin de« Arrsnrfe», der in Wirklich, teil vom ZeMrolkonfistornim autqeht und in der Tat nur un ihm unterschrieben ist, dezeichnet Warden sei. Di« ,A. I. ll.' seldst. io heißt'et iu De. Gintderg« «eilchiignng. Hill, fich, getreu ihrer Tradiiion, jeder pviifische» Betätigung fern'. »I» der Lvrfitzende der deutschen Atseilung »er >. I. u. diese Birichligung versandle. mü voller Berrchtrguug uo» gestützt ans die Erstrhrnvaen einet Halden Jahehanderl« und »ns tat Status der .». I. XL', war die Pndlüatian in de» schmeizerischen jüdischen Blatte noch nicht erjolhi. muß fich jetzt ader doch ja^n, daß dei dem steiler ,en«t I t bischen Blatte« sNdstoeesttodiich eine «erwechseln», aatgeschlofien ist. Dort ist N»r und denliich ,n lesen, daß der Anfrus seinem «iatie tzvn »er >. 2 ll. in Pari« zugagangen ist. Der st-irer de« südischen ichwei^rischen Bia Nr« ist »addiner, seine »inndwürditzkeit ist dadnech für un» -der ollem Zweifel »Hoden « ist »eher für nn« deutsche Inden damit zu rechnen, daß an der «ersendnn, jene« denilchserndlichen >»s. rufe» an die Juden der »nnroleo Ander zu unserem ledhastefiev »edonern tetdee doch die .«Itovee Jtr. Uoi».' bctcUtet sein düest«. (ver SekrNär Jocqoeo BistON noch obiger Gr. klärnng. SchNstl.j Die« al« richtig vor»»«gesetzt, ist eine reinlich« Scheid,u» der deotschen Juden, an »er >. I. U. eine Set »stierst Indltchkeit. Die Pariser Leitung, die sich der,schweren Perietzuv, »er statntorische, Bindnngen nn» aller Tradition der A, I. U, schuldig gkmelchl hat, muß entweder »an «len golea Geistern verloste» snn »der Pläne im Avge Hoden, die in die Zukunft reichen nn» Me «ustäsnng der ». F. U, nt« »llgemeinitdische gnstiiulio» >m Aiv baten, G« muß einem zweiten »ussntze boedehaiten dterben, ons diese Angelegenheit Nngehend zrrestckznkvmmen. vre mir zn misten glauben, schweben zur Zest nach Uneersuchongeo. die »on dernsrner Seste «ingeleitN find. Sie werde» dann adgeschlvßen sein, und noe wir befürchten, wird der Angendlick gekvmmen sein — möglicherweise »der da» .Pude »er ». I. ll.' den Arstatast »» _ Eai Kl JH< AAchl^aßtzsetee kn •» MKftkt«. Wenn et nach «>ne zohlenmtßig nicht große Jüdische Gemeinte ist, die Jnstmdnrg »estßl, s» ist deren Bedeutung >»r die jüdisitze retigitse «otwicklnug un Oftpreoden eine pvße. HnKrn doch ua dieser Gemeinde die »deiaen »nitsGia^eHgemelNden itzi« Antgong geummen deren Borvrt fie aedlieden mützeend vieler JodrMni« sn» ohne längere llolriüeech», Heule «ählt die Gemeinde ungefähr 70 SomIIien mst 170 Seelen. B»e LV5ß. tzolte fich die «emeinbe ln»n rntschlosten. in »er «riiUtznstrche ein eigene« «atiettzou» p> eieichten. Da« Han» datm kerne große Antdehvnng; den Zweck, einer kleinen Gemeinde ein »Lrtiger Bersommlnnatorl zu sein, erfüllt rt tu »»!«■ >»ßk Die «rchttektutfchen Farme» de« Gebäude» find HSdsch nud Wirken nicht überladen. Da« gleiche kan» nn dem ioaaeen Schmu« gesaG werde». — Am »I. >0. ne.sammelte fich die Gemeind«, um die Feier »et rvithrigen Jubiläum» in einer dem Ernst« der Zeit an^paßlen Meise ,« begehen llm ll1/« Uhr Mi da» Gottetha»«. »II Blumen und Zterdänmen ge. schmackul k<bfiat. un Gemeindeangetzdrsgen und Festtellnetzawrn gut desncht, darunter die millttnschen Behtrden dnrch «ruerolleulnanl v.arrc »Ad Major d. I«r»tz k i den Kommandanten der G«nisu, fll die Spitzen der fiädiischen und Stnottdetzürden. Na d» in er Dr. « » , e l st e l n ou» Kbnigtdera wie« in ciurr auch JntzaU und Fm» gleich urzügiichen »«de ans Me Bedeulnn, de« jüdischen Gottkttzanse« Pn, »n««hend VOM «arte: Ihr sollt ko* 50. Iahe seiet». Nrdner erinnerte daran, dnß. ai« die hiesige Gemeinde an den »an herangetreleu sei, unser Satern Unk un den ^»°lägen «ämpseu um die denlsche «nigun, > erfüll. Ml. Heute »nrchdunse es der gewaliiafte aller strieg«. »er »evkrie, Dieser gebiele et, keine prnnkvallen Feste zu leiern, in innige Dankürkei, «Me man deren gebenkc». die den Grund n »au »rtegt d-be» In gedankenreicher Darstellnng schickert der Neun die Stznago«« »K Han« de» Ge. bei», »er «rdarrmi» nn» der Belehrnn, «E leitete »der ans Me Geschichte »er Gemeinde. Bar »I Jahren war hier ein «iutge« jüdische« Han«, HI 50 Jahren tonnte M« bereit« an den Ban «inet GettGhause« herantreten. Mt den Namen ülcheldan» nn» «lüffer ist diese Entwicklung auf» eogste verknüpft. Mit eine« HinMtck auf die Bedentun, de« Hause« Batte» »ützrend der schttmme. Machen, al« der Feind «der unsere Grenzen gebrochen Mt, mit dem innigen Wunsche noch einem ^»ckiichen Autgang de« «ülFrringen» schloß der «ebner. Hierauf sang Lehrer In n ,m»nn den Kdnigtpsal«. Mt dem Gehet für Kaiser nn» «eich «» mit einem Schlußaeian, endett die jchlntzm Feier. Ein Festest«» fand mit GAckficht ans den Ernst »er Zest nutzt stall. ^chstgtst. I» «itttlMnlt der am «. II. im .Waue» S«»l' be« KifitaApolufie» adgedaltene» MtMiedeuerfammlmrg der tft. Neirgionüstememde stand nedrn der ftMifnng einifn geschtstlichen AnaAeaendeiten ein Bvrtrag de» Zahnärzte« E d rmann über,zt d > j ch r « G e m e i u d, l« » r n ' In historischer Darlegung entwickelte der Redner den mit festen Normen antgestotteten Gsgrist der jüdischen Gemeinde, die eine ia der Rqjikimg Gier inbrrnru Ko^Iegentzeitru uüständig onimwme