Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 26 (25.6.1915)
- Date
- 1915-06-25
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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lischt OothytaH. Kt. 26 L«r daea 9rkf hn äß«rr«tchZch<A $d6roMtam vr. Cnker Staitoit, 1. 3mH 1915. Bit ich 3H«« »ettproche, hak«. »>> IchIhne» «Xi« «Um» Audiücke i« »«»er >»UUtigMt mitteilea, »eil ich »eit, daß Sie »Le«, tat jüdisch (ft oder »it de» Juden tu» 1» Zusammenhänge steht, m» de» gröhe» Jnlerefie verfolge«. E« iv»t »» Ug-b'an»r. (2. Bai), de» jüdische» Baffe», fest. al< die grvßaugelegke Offenst« «ege» die stark befestigte Front der Ruffe» I» Wistgaltzie» aifetzle. E« Ist Eilte, daß a« diese» Lage die Schalkinder an« den jüdischen Chetari» »it Vogen »nd Hoizgwvehr in« Frei« geführt und Kinder» spiele «il Echießndunge» »dgehalten »er»«» — eine schöne Erinnerung an die politische Eelbftändigkttt der 3»den, di« sie «ft »it der Baffe verteidigen »ußte». Die volkstradition feiert auch a» Ino-d'omoe de« Todestag eine« nuferer großen Helden »n« der Rimerzttt, der i»s«lge feiner feindlichen Gesinnung gegen R>« viele Iahte in einer Hilhle vor der Rache der rtmiichen Regierung Zuflucht suchen mußte. 8i»>»a do» tocd») ist der Held de! Tage«. Für diese» Lag war ei» Feldgotteidienft ans de» von »lr angelegte» jüdische» Soldaten, friedhof i» Zakliczyn a,gesagt. Rur ei» klei,e< Häuslein vo» Soldaten »ar veisammelt, «Le a»detc» standen bereit« i, blutige» Kowpse »it de» Feiude. 8» diese» I»g-d'an>er waren di« Groß«, in« Frei« »usgrzogru, ,» »»seren griwwigsten Feind zu schlagen, ik« »ar ei» herrlicher, wormer Frühling«, log. Die Soone neigte sich bereit« de» Beste» jn — blutigrot. Br verrichteten da« Minchoh-Gebet, doun feierte ich in einer Ansprache, o» di« h»lde»»ütigen Kämpft au« der vor- Kochdo-Zr-t at-kuüpseud, die i« Feld« küwpftuden, wie auch die aif diesem Ftiedhof luheudru, sür Kaiser UN« Baterlaud gesaLenen H.lden, Eine feierlich» Ststnmnug, wie ich st« selten erleb! habe, herrschle in unserem kl euren Kreise, wir fühlte», daß mit der frische» Matluft io »»« di« Hoffuuug auf einen daldigeu, endgültigen Sieg ttstziehe, Zu» Schluffe priese, wir a» de» Heideogrübero die Größe und Heiligkeit Gotte« : tingockol nej!Zd»ä»»cd «edmed nrddad In der Sanitiitonfto», wo stch der Feldraddiner während de« Gefechte« o»s«»holte» hot, herrschte stederhalte Tätigkeit. Alle voidereituigen «u» Empfang der verwundete» worden »»rer der energischen und,ruhige» Leitung de« Etabsorzte« Dl. veige! von den pslichieisrigen, o»fopfenütg»»olltn »erzlen ge. tiosstn. Bald k«»e» »nch »on alle» Seile» di« vrrwnndel«», u» »ach der ihnen noch hinter der Front jilnl gewordenen ersten Hilfe, in der Kristall »»lersncht »nd verbinden «u werde», viele kamen zu Fuß, den Ar» » der »eiße» Biude «der ei»en Bei da»» u» die Stirn, die audere» wurdeu i» Lande«, fuhren oder i» Wagen de« Roten Kreuze« «ingedrachl — e« waren lLchweivnwuudete: Kopf., Gauch- »der Fußschüffe »it Koocheoftoktur. Wie ei« Atpdrvck lastete e« o»s »einer Gruft, »lt sch die »ielen verwundete» sah. Eine Frage >räugte stch «I »il »nwiderstehlicher Kraft auf I Mast da« sei, T Müffe, f» viele leiden? Wie lange »och »erden wir a»f die Erfüllung der Prophttenverhttßuug eine« ewigen Weltfrieden« Worte» t Mil aespannitr Ausmeilsamkeil, Kaltblütigkeit und dewn»detung«- »ürdiger Raschheit walie» di« Anzte ihre« schwere» >»le«, auf dte augenblicklich möglichst richtig« Gehandlung der B«r> lehung banptsächlich dedacht, »er Feldkurol dagegen wendet stch an die Perlon de« vtrwnndtte». Di« geringste »ufwerksamkeit, eine kleine Liede«gad«, eine Erfrisch»», »der eine Zigarette eisieut schon den verwundeten, vor alle» »der di« perstnlich« Teilnahme de« Feldraddiner« a» seine» Geschieke. Die verwundeien Hobe, ei, vedürfni», stch »»tznspeeche«, «nd fiat teohold sehr mineilsa». Jeder »an ihn«, schildert gerne und au«sühelich die u»ftä»d« seiner ver»»»duitg u»d ist de» Seelsorger sür seine Teilnahwe sehr dankbar. Mit leuchtende» >uge» erzählen ste den vetlo»s de«Kampfe«, de» ihr gonge« Int», reffe zugewendet ist, und dedanern, daß sie durch die vetwundnng gewaltsa» au« der Gemeinschaft der kämpfenden Kameraden hcraudgcriffen wurden. So »oncher kann sogar den Zorn nicht unterdtücken, daß die feindliche Kngel ihn knntpfunfähig ge- »acht hat. Diese Helden ertragen ihre, physischen Schmnz »il Gleichmut, ihr Leiden ist eher ei» psychische«, »ah ste »»» zur Untätigkeit verurteilt find. Di« Trostworte, daß st« bald gettrsen und wir un« i» Feld« Wiedersehen werde», »eh»eu ste u>« de, herzlichsten Glückwuusch ans. He« parchtzrnch »er rnsstsche» Aron« ist gelange» »nt e« begann die energisch« Verfolgung de« Feiode« auf der ganze» Linie. Wir verliehe» »»seren Slandott «it de» Gefühl einer Erleichterung und i, der h«ff»ung«iollste» Zu »erficht Nirgend« konnte der Feind unferrr vvrdringenden >r»«e standhatten »nd wir d«g«a»eu ein Zigeunrrled«, zu sühn,. Für jede Rocht erkümtzfle» »it Saötzt««. Do« Gesetzblatt füe ßvatz-Aottzringe» »erüsteutlicht et»« kaiserliche Verordnung, nach der da« Kabbtnat Müßig unfge» Hoden und die Gezirke der drei vodbiuode Barr, Fegertheiw, Oberehnheiw neu »»grenzt werde». Barr »wfaht dt« Konloue Barr »,« Meiler »»> di« Oete »urgheiw, Most und Zestweiler vo» Kanton Oderehnheiw; Feger «heim die Kandone Erftei», (taiftft »nd Geispoloheiw ohne Dnppigheiw, Dittlenheiw, Engheiw, Lingolshtt», Oderehnheiw die Kanton« Roshttm, Molt heim, Schirmeck, Saale«, de» tzlest M Konto»« Odevehnhei» und die Ort« Düppighei», Dülllenhoi», E^heiw. Hangendiete» und Koidäheiw au« de, Konto»«, Gei»po»«hetw nodSchilttghei». stteiw Kamtzang« Gllerrolltinn Einbeecher find ow Grindelhof 3« in die Mohnnng de« Odereoddiner» De. Etzistr« ttugediuugeu >»her lv Zwanzig»«kschetoe», oteheerro Zj. garte» »nd «»deren Sache», wurde, Sch»»olgege,stünde iw Merle von «. >200 entwendet. HlotzHinee Hr. Refenütrg in En«»»», ei» geborener Ungar, wnhie Italien vertrGe» «d lieh stch i» Zürich nieder »o «in« Meng« ausgemtefewr Jude» onü Itaste, ewgctrofseu ist. Mattiner Met»«» stchwgdstiwwt. ttin See ksaack di« tzrdnualich» stiachrtcht »an der fchwew» Evtronknag de« dorühmte, rnfsttzche» «totdenoü Iakvd 3- »ei»««—Lid», «M Begrönder« der /onservattv-tzioiististhe» Gartet »nd der Muster- Feldseelsorge. vr««!«. ** 26. 3Mi l«6. uw» ein mw« Stoudguariiw. G»Id war e< ei» oerlaffener Meierhol. Haid eiw Schal« »der «in« arm« voueruhütl«, wo wir nnfrr M«ffe»<s,»rrier auffchluge»; doch jeder Mn un« Mi in kn beste» Stimm»»», denn er wußte: morgen gehl et wettn! Der Geist der Offenst«, der »ufrrr »rmee. erfaßte, steigerte de» Mut eiw« jede», Ilufere Generäle stoüdeu in de» Mrdersten Reiße, «n Kämpfe»den, ihr leuchtende« vttspirl sporrrte jede, Soldaten »» »nd mit Lüwenmul kämpften ste — der LanhstnimMuu neben de» oltioen Soldaten. Die Lundfturm- Irnie üdertrnsen olelfach die Erwartungen — ste erntete» auch di« »erßient» Rnerkennnng. Knch nufer Stud defaud stch tster« iw Feunderrich »ud ich halt« »ou Zeit zu Zeit Gelegenheit, »st nufere» Truppen zusawweuzukowweu. Eie hatte» eine schwere Krbei, zu leiste», »och war an ihnen keine Spur von Ermattung >» werken. Die Siegestrunken heit war an« ihren leuchtenden Angen zu lese». Eieg! vnrwärk«! Diese herrlichen Borte wäre» »uf den Lippen aller, ste drochle» jede Eerlr in feierlsthe Echwingung. Bald ist mein Httmuisott hefreil, ruft wir der eine zn; bald komme uh zu meinn Fnmilie, sag« mit Frende dn andere, und ein drover Mann vom 30. Infankerinegiment äußert de» Buolch, man msge ste als die ersten in Lewberg ei,zieht» inffe» Die fliegend, SanstÜRnnftatt bttreut die melen verwuudeteu, dte vo» de» etuzelueu Kampfplätzen komme»; st« oegoulstnt Detachement», um einem jeden mtglichst rasch Hilfe leiste, z, kdnnen. Oft degegntt« ich ans de» Bege Hundnlen «on verwundete», die schon »eedunder, in« nächste Feldfpftal gingen, „d e« war mir eine Freude, ste aut er einer Tasche, die ich iwmer »it wir führe, mit kleinen Lirbetgaben, wie Echokoiade, Zigarette», Zeiinngen, z» bedenken, oft auch eioeu Ermattete» mit kaltem Tee zu erfrischen. Beau ich auch »it dem Eta de marschierte, suchte Ich immer «om Standqnattin au« i» Wagen die Eanftättaustalt zu erreichen, um die verwundete, zu besuchen. Kuch a» ihnen ist dte Eiege«. fttwwnng trotz der Schmerzen nicht zu verkennen. Eine der vielen Epifvde», die ,»» Heldenmut« vvferer Eoldaien zeuge», will ich nzthlen. 3» die Knstaft wnrde ei» »erwvndtter Korporal eiogedrnch«, in welche» ich bald den Bruder de« jüdischen Malert Merk! kenne» lernte. keitKnfavg de« Feldzüge« steht er i« Felde und ist schon zum zweileumole verwundet worden. Er war froher Laune, vdwohl er vor Schwerzeu mit de» Zähnen knirschte. KI« ihm der junge, shmpalhifche Krzt Dr. kffchln de» verband anlegte nid ich ih» wegen der heftigen Schmerzen z, trdften suchte, da ries er lachend aut : .Wie gern mdchke ich i» die ewige Rächt, wenn nur Rußland« Macht gedroche» wäre.' Bei« Kbschted ries er mit zu t .Zuw zweite», male schin fließt »ein Link für« vaterloud. hoffentlich dringt e« »»« den Siegt' Solche jüdische» Heide» halten wir viele in «nsrre» Herr« — der Jude, der tm Felde ftrht, kimpsl tapser in trenn Pfltchkerfillnvg für« Vaterland, aber anch im Lewußlsein, gegen de» Unterdrücker dn Jude» zu käwpfe». Diese gehobene Ettmwnng »«de aber leider dfter« getrübt durch den Kudlick dn Leideutstatloue» dn Juden. Die Rnffe» habe» in wanchen Orlen schrecklich gehanst. Wähienh die ausgehängt«» Heitigendttdn dte Häuser der Richljude« säst t»»n vor Schäden schützten, sind die jüdischen Hä»sn grdßtentetl« zerstbtt oder zuwindest gibndlsch outgeplündert wordeo. I» lochow seine kleine Gladt südlich Tarnow) find ule jütische» Häusn auf de» Rfngplutz und tu den augreuzenden Gaffen «il geringen >n«n»hwen zu Eisllnnge» verwendet worden. Die zurückgebliede» find, konnten nvch etwa« retten, die Flüchtling« habe, alle« verloren. 36 di» mehrere wilaffene Häuser abgegangen, in denen die gesamte Einrichtung spmlo« vnschwunden ist. Dn Fußboden war dfter« anfgertffe», die Fensterrahmen hnausgertffe», weil di« Rnffe» da« Holz zu Lrennzwecken oder sjr di« Deckungen onmendet haben. Sogar in de» Elockwerke« wnrde» Psnd« einquattinl, der Mist lag nach hanfenweise in de» Bohnungen »nd oerdreilele überall einen Modergeruch. Auch die Syuagvge, die eist vor einigen Jahren mit großem Kofteuouswand erttchlet wurde, ist zu eiae» Sioll füe Kofakeupfnde uwgeftaltet worden, »achte» dir gesamte Eiunchtuug «egorschlepvi und »>e« Holz oerbranul wurde. An Hefttaurtge« Bild stellte die Zerstdrung dieser herrlichen Stätte dar, et» beredte« Zeugnis der batbarische», btdortigrn Pietätlostgkrtt der Ruffrn. 3» Anwesrnherl dn Jude, — so erzählte» fie —, denen dn Zngang zur Synagoge »ährend dn ganze» Ruffenhrrrschost vnwehrt wnrde, Ist die Synagoge g,plündert und entweiht worden. Kl« ich eine» unserer vttgadtne besuchte, um ih» zum großen Erfolge >einer Truppen zu deglückwünschen u»d dabei da» Bedauern oukdrückir, daß die ftowmeu Landstu,mieni« schrnt lange keinen gemeinsame» Gottesdienst hatte», da «einte a: .Die zerftürke Synagoge in Tnchow Hot Ihre Glonbensgenoffen am beste» zum Kawpse uugeetsnk.' Die jädische Gevtlkeruug würbe dtongsalieit, weil in jedem Jude» infolge seiun aufopsnungsvollen patnostfchen Hallmug ei» ifterivtchffcher Epson. gesch«, wurde. So mancher wurde plttzllch ealsührl und ist IpueloK verschwunden, hie andere» wurden jeden Tag »it Deporkntio» bedroht. Anschlagzettel au den vkraßeueckeu, die noch zu lese» Mren, bestätigten ihre Kussage». .Die Ersahruage, de« Kriege« haben uns die seiudseiig» Haltung der jüdischen Bevölkerung Polen«, Galizien« »nd im Bukawina deutlich gezeigt. Jedesmalige« Lrrtaffe» diese« »d« jene« Rayon« mit dessen Annahwe seit«»« unsere« GegwG führt zu heftigen Maßregeln gegen die «il UN« sywpalhssterenh« Beodlkeruug, gegen welche die Juden sowohl dte Oesterreich» »l« auch die Reichsdeutschen aushetzen. Uw tzie un« ngetn» «tzevtilerung vor Grausawkeileu und unsere Truppen »a» Epioung«, welch letztere die Jude» aus dn ganze» Front auü» üben, zu beschirme», hat der allerhöchste ArmeekowwandaM durch einen Erlaß das vertzlerhen dn Juden iw Raya» dm Arme« und der«, Zutritt tm Rahon westlich der Stadt JaroG lau verbalen »nd behnf« Verhinderung eventuelln vr» leomdungen der sriedlichen, mit un« spmpachisterorden Bevilk» rung wie auch der jüdische» Splonnge anbefahse», Geisel» z» nehme». Für jede» seiten« dn Oesterreichei »der der Deatssche» deftrofteu friedliche» Bewohner und für jeden gefangene» jüdisch <u Spion werden zwei Geiseln wil der Todelstrafe b» droht. Diese Maßregel wird autschließlich jm Iutneffe dar ftiedlicheu, mit uu« sywpalhifineuden Bevtlkrruug grtroffe» »nd erscheint ul« erzwungene Ettaf« füe Unlayaliiät und Gruusamfeft der Jude» dn Orlöbeptikernig gegenüdn.' An anges,Heuer Jude aus rinn klefwe» Stadt Jodl»»» hat wir seine Leiden eine «olle Stunde laug geschjideil. und «I« wir »»« vnabschirden mußten, war n noch nicht zu Ende. Er wußte uutn Drohungen Rechuuugm aus hohe Betttg« fü» gelieserle« Holz ymtliereu, die uur zum genüge» Teil dezohE wurden; er wurde »uln Schlüge» gezwniige,, mlt Fra» nutz neu» kleine» Kindern die Wohnung in dn Rächt zu onlaffe», »ud al« er nach einige» Tugen zurückkehtte, fand er ff« gm» ausgeraubt, zuletzt konnte er „r mit größter Rot dem Schicks» entgehe», al« Geisel Mn den Ruff«! weggeschaffl zu wndeu. Ebeuso hausten die Ruffen ia Ropczye», Sedjiözow, wo di« Güusrr zerstärt uod gepiüudett, und tu Rzelzow, wo »onviegrnb me Wohnungen und die Geschäfte der Flüchtlinge grplüudeE Mide», Keldratztzlnn Hr. Kawnek ^ewöerger Aabbiner in 'Et, Georgen in Ungarn, wurde sür topftre« Vrrhnilrn vor dem Feinde mit dem goldenen veedienstkteuz mit >in Krone am Bonde dn Tapseikeitsmedaille janögezeichnel, L-, Kahn de« scl. Rabbiner« in Rozsnyo, Lehn!er dn Preßderrgn Jftschida, iß seil Kriegsbeginn im Felde, ~ ~ '3iaN«« Laut .Corrierr della Ena' hat dn ttaNenische Kriegtz. minister im Einonnehmen mit dn tsraelülschen Gew rinde vier Rabbiner ol« Feidpredign in dn Arm« e>ageftelll. Jm Mab Isndn Spilal ist die Eerisorae für die verwund,ien jüdischen Soldaie, dem Obeerabdinn Alexander d« Fano und dem Rad» dener Cäsar »strologo übrriragru. zraiürtich. Mari», Ta« isr. Zeulraltoaffstoriam gibt erneu lleberblick über die Jnstilntion dn jüdische» Fe ld Prediger kaamauier» mililnir«) im ftanzpfische» Heere, Am Ausana« de« Kiiege« waren solche gar nicht Mrgesehe» und unch nicht Mn militärischn Seile erwünscht. Zudem machte di« »erhält. »«mäßig gcrioge Zahl von jüdische» Soldaten in manche» Ermerlotpt einen jüdische» Feldpreteger nicht nötig. Erß »ns Drängen de« Großrabbinn« oon Frankreich hat anch da« Ministninm sich mit dieser Frage beschtsligt. Heult ist die Rngelegentzelt der .»owouter»' so geregelt, daß MM von vln Kr«»» derietbeu spreche» kuun I. Felbundögn >m Heere, wog» folgende Rabbiner gehören t Herz, Pari«, (1, Armeekorp«), Zeftlin, Patt«, (5.;, I, Sechs, Choions, (AI, Haguenonn, vesancon (7,), Sommer, Tom«, (14.), HirMn, Marsttlle, (15.), Ginzdtirger. Gens, (18), Litsen, 6t. Aienne, (27) und Lieder, Paris, btt dn 37, DIvist»», 2. Feidpredign im inneea Menst: Hermann, Rttm« : Ledy, Raum; JulienWttll, Pari«: Polieischrck, Touloaie; I, Evhe», v »Yonne; Gffenbtth, Sedan: Billard, vtncennes, 3, Feldprediger i» defrstiateu Plätzen: Bloch, Ranry, i» Toni: Serhet, Litze, in Lyon; Leo» Levy, Epenal, ia Epinal: Woiff, Belsork, in velsott; Ruf, vertzun, in Vev» bau, i Feldprediger außerhalb Frankreicht : Radbiun Preun oo» »vigaou btt» Edpeduwnskoep« i» Orient. Jttchibo i, Ada, vnfaffn« mehrerer dedeutendn Werke. R. steht i» 73. Lebensjahre. Klocktzokw. Robdiner Dr. M. Ehrenpreis halt« ttw Uatnredun« wi« de« rusffsche» Gesaadlen am ichrvedischea Hofe, Mfeljpdo«, in dn ibn die Lage dn Jab«» i» Rußload und dem oo» de» Ruffe» besetzte» Tttle Golizie»« gffprwfrfi sutW. Mort» Hier ftard plötzlich der Rnbdiner Mole Rtttn, früher r» Sr, Äsenw »nd Algin umiierrnd, Klorenz. Da« Kuratvttu« de« Ratdiun^ewinor» zu Florenz oersenl« foede» seine» fünften Bericht, in welche» e« di« »iffeufchafllich« und ftuanzittle Entweckluug de» Seminar« wshrrnd dr» adgelaufene» Tiiamsnw« daisegl, au« dem wir f»lgtrvde Daten entnehmen: Zu» Rnchfolgn de« rund Triest zum Oderrabdinei bernfew, Dr, Ehsje« wurde Dr, Esffuto ul« Dozent für videtzExegefe und Ettchüht« «ruaanl. Dr. Eaffat» Hot fttne etzeol »nodildnna am Seminar erßafte», ist Pttnatdozent det ftwll. Philoiogre au dn dortig«» Unfversttäi »ud hat stch bereit« ttnan Romen i» dn «iffenfchaftlichen Bett er. Mißen, von de» Zöglingen habe, fünf Kandidaten iw al»»- lanfenen Tttennin« bi« Raddinatoprüfnng tzeßmtde, und Radhi« «atltzitzlone erhalten, du sämtlich sofort »nfttttimg fanden. De. Saevrtzvse ward« al« Otzerraddinn »ach R«w »«ruf«,, Herr Fttebenthol als Rnddinn »MH Gtzrz. De. Zeller al« Lize-Rabbinn nach Trieft, Dr. Artaw «I« Lizo-Radluner »d Direktor der Ccaola-Techulca »ach Rom, Dr. Eastttdologaest als vize.Radbinei «ach Ferrara. Zuw Rachfvlgn de» onstoiheuen Pros. Molfe Finzi ist als Präsident de« Kuruton»»« Herr M. D Beuaim gewählt »orden. »u« dem finanziellen Bericht ist da» Legat von 1(0,000 Lnr, weiche« fraf. Moisr Finzi dem Seminar vermacht hat, hervorznheben. AaM», Anden in AlaNe». Die letzt» ReliguMzähIimg tm König, rttch Italien hat I« Iahe« 1209 ftattgefunde» und ergab 3ö,3I7 jüdisch« Seelen, Taz» kommen »och l 9,000 Inden in Tripolis, Sehr verfchiedewittig ist det UttpruM dn italienischen Juden, «ach Profeffor Ermano Loeoinso» in Rom dUtztt«, im Altertum de» Grundstock die an« Palästina »nd «ndnen Tttlen Asten« sowie au« Afrika Zuge»«»betten, deren Zuzug weder im Mtttelalier »och in dn Reuzttk ganz ansgehttt hat. «dn vttt stärker war i» Mstlelalter di« Zuwauderuug au« Deutschland, au welch« untn ondrrem dt« häufigen Fnmitfennam«, Tebetzchi (Deutsch) und Oklolenghi t>/ttllagn) ettuuern. Doch war M« bedenkend größerem örnskdß ans die Jubenhtti Idnllen« die spanisch-porrngtrstsche «WMNdertMg Mm Ende de« I», MO Mit hinein in« 16. Jahrhundert, im >7. Iahrhundett kommt »nch der Zustüß an« Polen htnzu.