Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 25 (18.6.1915)
- Date
- 1915-06-18
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Unohhiingigea Argon ftirdir Jnimasrn nrni <ptmjrinrift>qrimlr raut $ome ■k h Azxalau W4 «t. Es last all,in Sch»,Idnttz,rftr,h«L7 st-n und PawsanOftMMmDn» dorthin zu richten. — Di» a«MMtf!tlb tft Schristleitung, Verlag und S< Farnsprach-Pnschluft 7606 und 7M7. — Zu und Sonntag (von 1 Uhr ab) und Feiert«» lgenz) roi Moritzftr. <6, hpt^ Farnsprach-Rnschluft 7607. Br. 26 j'pn JT i»*» •olramibt, 3». uw 34. 1936 9». «. «ch Kolter« «tft. I. Stuhlweitzendura ®r»f. Jgu.Goltzieh«, WH. 6. L Wt» K. »scher Ita, schaagat >tk ft. i Loudou ((•«Matfl Eharl. jtnf. etlMion ft. i. Berlin »er Phpchiatn Prof. tan. Mendel ft. l. Pest Oberrod» I. Wahrwana ge», i. Hirschberg Schristst. Heinr. Laudsbaam.'iL«) ». i. liotrubirg a. ». Inoder 360 I. erschlagen M».,i. Opatom Friederike Kempuer, Dichterin st. » Ehrenbirgm d. St. Brraia» Pros. Aer». »ohu ft. i. S«set der Kabalist Cordaee« 1931 ge», i. Deslawitz iMthre») Dr Adolf Jelliaek, Pie». >991 ^d^l. Rötender, Dlchtm Pros. Jul. Rodender, >30» ft. i. Homburg ». d. H. Aba. Dr. Max Hirsch 37. 1834 geb. >. Groningen d. Maler Zos. Israeli 1846 «tfe. i. Magdoburg Pros, «arttn Phftippsou 39. >997 st. i. Gchtr« »er Mörihiei Jechiel d-eche» >937 st. t. Ha«, »os. «eilfnote. Hrsa. ». I. jidaho». Ztg. 19», ft. I. Lmdsbaa a. ». «. Schrlfift. E» PoPl . 199» bogrüudeteu Mor Koßnm-Leipftg. Dr. H^smann- -- ft'*» nn» RechtsAnw.Gmftstohma», ErrLmt D.J.G.B. 90. 1371 1. Pforzheim tintige In» .Perfol,. 1676 st. Rabd. Ahorn Samuel Kaidrnower. stamm»». 10. 1801) ,eb. Zulz. Dr. Louit Löwe, Sekr. ». Moatrfiore 11. 194, ,ed. I. Ali»,» Robb. Dr. Tue. Cohn, Kaitowitz 19. >270 wurden in Weißenburg 7 Jude» ,eitle, 1870 st. i. Amben Laudrabdiner Her». Hamburger I». 1900 st. i. Salzbrnnn Robb. Dr. Mich Rofenstein-Giaadenz. tz»0»tl dm Weüenasschattteo: •* kl nt *•*: RMiturt <•»; )■ 1 <MM|n m. » Vermhe» «iMf». Nd-:-u0 »d«» memel». I zUPtUe» ». d»ch4 «mw^Wrm MrtM n.^«lm4»e mtw H^w 1 tut matmViMt* sin» sdr (An* Ort» Ast nfere Leser! Die Ohre unserer Soldaten, die ihr Leben s,lr ua» einjetzen, gebietel es.!» Genauigkeit und Vollständigkeit ihrer Laien zu gedenken Ihres Heldentodes ln Ehrfurcht, in Jubel ihrer ver« diente» Suszeichnungen. Da« ist auch eine Dankesschuld, die wir de» gesamten Judentum abzutragen haben, da« in der Stunde der Gefahr de« Vaterlandes durch die Lat beweist, daß seine Sdbne von Mul und Lopserkeit, von Lied« und Lreue zu unserm deutschen valeriand« eisüllt find. Wir bitten de«, halt um weitere fortlausende Mitteilungen über gefallene und ausgezeichnete Soldaten iDienstgrad und Lruppeuteil), «»glichst mit Angabe von Gelegenheit und Ursache. Jek»o«,»riete interefianten Inhalt« find „ns jederzeit wifikommen und werden aus Wnnsch nach Gebrauch - zurückgesandt. vrr llrieg >»d dir Ciitytft d«r Zgh«itt»«r. V«v Ir. Gellet-kiff». Leicht uod Ichuefi wild die Phantafie de« Menschen er. re,i, wenn große Zeiten ein große« Erleben driugeu. Mit ni««er rastendem Cisc, bemüh, fich daun die geschwätzige Fama, eine Erzählung »er andere» folge» zu lasten. Zu 8«. gin« de» Kriege» — als die Fadel i« Gewände der Lahr. Heft auftrete, wolle — hdiszg..mir Jude» ei, Geschichiche». da« unsere Väter noch vrn 1870 her genau kanuteu: 2» Nah. kämpf Hab« ein diulscher Jude einen Feiud niedergeschlagen, der «il de» »usschrei .Schwa Jisrorl' zusammmengebtochen wäre. Da hätten fich de« Deutsche» i« Bewußtsein, einen Glauben «genosten gelötet zu haben, die Siune uerwirit, und seitdem steche er i» Lahafina dahin. — Man kann diese Erzählung eine» «oderuen Mitrasch neune». AuknLpsend an ein historische« Ereignis wird «ine Erzählung, die fich ganz gut ereignet habe» ktnnle. ersonnen und »dichttt, u« nn« in dieser Berkleidu»»' eine Lahrheit zu übermitteln Und diese Wahrheit lanttt: Die Einheit Gotte« wird aus Eiden dnrch die Einh-i» Israel« — Höre Israel: »donaj unser Gott. Adouoj ist einigeiuzig — zu« Aut druck gebracht. Da« »tttste Glaubeusgefetz wirb »eiletzt, die Einheit Galle« wirb zerstört, so »an de» tötet, der sich zu» Sch»« Iisroel bekennt — Nn» könnte man daran« folgern, wir Jude» beginge» di« gidßte Sünde, we an wir in den Kampf fa! l« ' ' ' er Herr, i JPtt; Inden befinden, filier i» Ü«Mt«tI l Gerade' dieser Ldllkrieg, in de» über »00000 Jade» gigeneioanber strriteu. boieist die Eiaheft »es Indendmnl. Len» mm die M»M, ßnw Kunst, die »tei« Set»»«» Leine» har»»Wische» Sa» Ulk der Juden bete«»» 4*. rur Nation, Indifferente— Zeloten, Glautstrene— Giantens ke, daz» >000 Variante» suchten einander zn tderttne» und »jeder,»schreien. Da schwaeg fich plötzlich der Krieg 8« Kapefimeister »ns da« Potin», nah» »il fester Hand losistock. — ofie« vkistu»«te für einen Augenblick, tun da»» in l vieitduiger und doch har»»nischer Einhett jene große Susnphouie zu spiele», di« »an betiteln könnte: .Ueber »len vitseln Ist Ruh!' Ale« folgte de» Sehwnng seine« Last, stocke«, geleittt von de« Wunsch, der Gleichheit des Rtzth»»« lreri zu dleiden. Wo» niewaud geglaubt, wurde zur Wahrheit! Der Krieg ward zu« Friedentstister i» eigenen Lager und^ erinnert a» da» Wort des erdliudeten Dichter«: .Mit ihre« heftigen Wetterschlage. Mi, Uuerbitllichkeit. vollbringt die Not an eiue» einzigen Lage, Was kan» Zahrhnndertei geüugl'. .Du Einheit de« Indent»»« sand ihren prägnanten >,»- druck in de» Wunsch aller, Sonderwönsche uud Sou der de. strebpngen in den Hintergrund treten zu lasten, Kleinliche« zu vergesten. wo Große« erheischt wird. Ader anch i» Kamps gegen de» äußeren Feind zeigt« fich die Seelengleichhot, die Einhnt de« Iudevknms. Nur e i» Gedanke lebte in den Herzen der Inden aller Länder: .Wir wolm aus das Feld der Ehre eilen, um für die heimatlich« Schofle zu ftreiie». Wir wolle« wieder «in»»l beweise» — weil di« an dein an großer Vergeßlichkeit leiten —, daß anch wir Iudesi den gleiche», persönlich«» Mul tu unserer Seele trage», wie die Antäöglänbigen. Wir »ule, dnrch Late, der kapfer. keit ine »nnsemlten kleinlaut »ach«», «ns daß fie erkennen, daß wir Nicht nur die Efie hinter» Ladentisch zu schwingen, sonder» auch das Schwert uud Basouett »or de» Feind z» gebrauchen verstehen. psie stark zeigte fich doch die Einhett be« Indentu»«. wenn > olle seine Bekenner »o» diese» eine» gemeinsame» Gedanke» beseelt waren. Selbst l» de» Länder», in denen sie »Ul ein Schallenleben führe», ersillie» silbische Soldaten »et«, ihren christlichen Kam«,»de, all« Pstlchte» eine« Kriegers »u gioße« Mut und hervorragender Lapkerkeit. Mehr als ein- «ol ckeldelen dir Ztttungr» zu Beginn des Feldznges. General Renn^nkawpf habe jüdische Soldat»» znr Auszeichnung dnrch den höchste» Orden »orgeschl^e».— Die »aittische .Souderlonr' / di« der enMhe Dichte, Israel Zanawill tanzie, und die io« zu recht die Ablehnunck «lei »«rnüuftig drndende» Juden! einbrachte, hatte einen nicht gewolw». bi« Einhett de« Judentums besonder» illustrteienden Erfolg. Der Führer einer >großen, jüdisch-politftche, Gruppe »ergaß sei, Indentum und fühile fich unr als EnAtnder, wie sich sei«« Glaubens, drüter in be» „deren Länder» nur als Dentfch«, v und Ffanzosen fthve». ne jede größere Grupp,, «ine jede Panei erhofft ans diese» Kri immer die möge. >ls zesch ächten »,d Me Einhett M Juden tu ms erhalte. Oesterreicher ö öftere e Förd lieäe eine Förbenmg ihrer Interrffen Ater wie »mH e äußere uud tn»,»Mffch, Konstrfiatim, fich gestalte» > Inden werde» wer »»» allem dos ^rst« GlandeMte» und die Einhett des Indent,»« erhattr» müsse». Ganz seldftnerftöndttch mir» nächstem Kri», »er ttrneie Kampf, dm Parttigegensah « H| ct ei ^Nin|Rii vcrncn »arznstth». KI« »erd», fich d^nf bernfr», I Lstets« dtt Pstichtr, aetrage» hätte» nn» doshalt anch glttchw Weise „ de» Rechte» Muh«»«, mailen, filnch lm j« schm, Lemer mir» es wttder lmtt mmb«. Der Weltkrieg in sttttm, FMgen für da« Wohl der Jndenhtt« wir» fttt« als Kranz«»,« „ftreten mfiffen. um dtt Nichttgtttt dm jüdisch« Petit« M bemeisen. Wtt fürchte, jene, b ene rstth eu d«, iruere» Kampfni«B; wiff» wtt »ach. »aß »»« »Ile da« Ziel e i»t t dtt Erhaltnng des! jjtmm. GDWMUW» 9tfP att dm perheerend» i teilweff» et» lldanb I mtt de, Borbereitnnge, zn» Wttderansda»,, so »aß erstand«« Spaagogr im Jnhe» 171», «so 300 Jahn» eelmedtt nnb emgmvriht l «Mleshnn» ist im Jahr, 1991 »-«»»«ich! Dchr« 1891 i» Jmwr» mtt earr artfchem . iineinm legte dttZiett m» de» 'Zweck l Grnntgetanken her»»», daß der Berdant umsaffmi wEl, dtt — „geachtet ihrer schäme, — wünsche», daftdm erste Pangiaph be» söchfische» Judeugesetze« mech » Bezug af dtt vithadmtt znr Wahrhaft wird. Vieser Pnr^r^h perl»»«« »»» einer jüdische» Gemnind« dtt Befriedig,^ der reltgilsei Bebürsniffe ihrm Witgiieda ans Gemerndmnmttn. Daß diese« disher Gcht der Fafi gewesen ist» demetft dtt Episten, »an 13 gesetzesttene» Spnegogen, drei Rabbttrer». eiuer llteiiGonöschnl», eine» Foridttdnngsnnterlicht, drei Schächtnn. ernem Ritnaldech ^»., dtt »eben de, enisprechmbe, goneindttche, in liberale« Geiste geführten Jnstitnti»,«, fast „sschtteftlich »ou der Orihadaptt „d aus prinate» Wtttel» deshalb «hatte» werdni müffe». »eil fie chr Gemftse» tag» M»,t. Der Borwnrf. daß bisher die Otthodapie be» ihr entsprechende» Platz im Gemetndelede» nicht einnimm«, trifft dttvtthadoxtt selbst, weil fie in fich «»einig war uud s» kleiner taktischer Verschiedenheiten das große Gemeinsame „ßer Acht ließ Alle diese Gruppen UN» Grllppche» in ein« Or„»is»>to» ziftammmiz». faffe» ist dtt erst« »nd »ornehmfie Lat des Per da» des. Nachdem »„mehr dtt drei geistigen Kühe« sich za eiuer religiösen Instanz znsammengeschloffen habe» und all« rirneltt» Instttationen. die »isher getrenuter Anffichl »nttrlagen. Anfangs Jnni sch», iu praxi ein« «tnheiiltthe Berwaltn», lm Rahnien de« es finde», ist dtt sicher, veberzengung gerechesmtigt sioße Idee rin de^istertt« Ech« I» der 9eipz>»er Iutä). " ' Ilnlerft. Bert« des daß dtt (Ti _ , heit finde» wird, »eiche im geseßesttow» Perstdn» »hu« schied dm StaaesangehtrtMtt dtt Sittte erblicke» sei, in der da« »Itt historisch«Indenram «i« fein« Bedeut»», entsprechend« Bertreimig fiudei. Gerade dtt jetzig« schwer» Zeii, welche »es Einzelnen Schicksal nngewch geftaitet, heischt gebtttrrlsch die votwendigkeit eine« ZufammetZehinfie«, dm da etntrttt. w» dtt Kraft de« Einzeine, »ers„t. In dm darauf foigeudeu DiKns d sich dtt einmitt fion ergab etnmitige Zuftimmnig aller Disknsstans- Zastlmm» rednm ja de» Aasführ»»gen des Referent«». Wtt wir höre», solle» bereit« an dem Abend gegen 300 Mtgltttm dem Pmeia beigetrete» sei». OMI DtzggFFtgFFFgU Am So»»tag, den «. Jnni hielt im Repräfentantensaal« Anmraoaenaemeinb« Katlowltz b« »berschleftsche Kattasljthrige Seneralpersamml,»» ab. Dies« Versammlung war »ou etnschneidenba Betentang fttt die FaMnuMnM ■IICIW QRnM. INfCm VW VVffM PfT VQliR als Sitt» des Allgemei»«» Dentschen Kantmeiwmbaates fich ganz in seiama Banne befand, solltt dtt dttsjshrlge Generaluersammlna, hierin «i«, Wandel «chaffen. kiop allm Prostamme war der Allgemeiae Dentsch« Knntorrnnmban» nicht in m imge, de, Knltnübeamtt» z» bmSttlln», zn verhelf«,, dtt ihm Pckommt. Besonder» dtt ltderatt Richen», und dtt mtt ihr «liierte» Rabbtnm »«Ar» de» Ehasa» »ehr »dm mtlldm vo, ^-«_«.-«- -«.- flW •Wl» VNWV. •ORIIIinil|( MstVfWHllUWM MQRn ttnffcha Gebete schtt, de, Ehasa, stckl »Inglich «rschen. Ans«, «otttsdttnfi mir» demnach «sestw ArchRche «nff« t**t, Nr