Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 6 (5.2.1915)
- Date
- 1915-02-05
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom Kriegsschauplatz. JWfdKiPoHtyttiifl. I vrerla»,'»«! 6. Adrnar (915. «tndtat« «erd«. 1 Etn^rafsi»teNe.-tlsch«i-. Die .Norddeutsche Allgemeine Zeit»»g"^erschien jdieser.Tage «it einer SoaderbeUage „Dokumeute»d«^üge'. Auf dieser Bei. läge war«« sechs.Photographien wiedergrtzeden. die in der argentiurschen Zeitung „Entica* »o» 24 November unter der Spitz? «arte .Die deutsche Barbarei, graphif^e Dokumente für die Geschichte' erschienen.fiuv. Nach Angabe der „Critica"., der die Photographie« von russischer Seite zur Verfügung gesteLt worbe« waren," sollte» diese.Bilder ScheuAichkrirenz'zeigen. die von de« deutschen^Soldate«. in. Polen »erüdt.worden seien. Man fieht da einen Mann. Vm beide Arme, abgehackt find, ermordete Kinder, verstümmelte Frauen usw. Ar Wahrheit handelt es fich h»er um Pogrombilder, und die. dargestellte« Greueltaten find von den Helden der. russischen Judenpogrome verübt! All dre Unglücklichen, die «an^auf dcngBildern fieht. find Inden; die .russischen Soldaten, von de» Teutonen massakriert* — wie es in der „Gnitca* hieß —, find noch mit de« jüdischen Gedetmentel zugedeckr. Es ist. gelungen, festzustellen, daß die Photographien reilwetse aus de». Werk „Der letzte ruffische Selbstherrscher* ftammkn und von den Schilderungen der Pogrom» schaudtaten drigegedeu waren. Eineder Bilder beispielsweise ist ein Zeugnis. für die Pogrome in Bjelostok aus dem Jahre. 1905. So ist also^der Nachweis gefühn, daß die Russen du Bilder ihrer eigenen Scheußlichkeiten benutzen, um d« deurfchen Soldaten zu verleumden. Liefe Sonderdeilag« der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung* erschemt uns als eia de» sonders glückliches und^wirksameS Adwehrmittel, und «an muß hoffen, daß sie im neutrale» Ausland möglichst verbreitet «erden ,wud. _ „Das «Sii-reich In d«r ni,Usch«» Prrffr wird feit nuign Zeit der Plan erinerr, im Fall M Siegel der Tripelemenle. der natürlich mii Eicherheir erwariel wird, au« Syrien und Palästina eine» seldstäubrar» .Pufferstaat' zu machen, der Aegyplen gegen türkilche Einsäü« Ichützen sali. Dieser nenttnle Pufferstaai soll alt ein neues .Königreich Juda mit der Hanptftadt Jerusalem' eingerichtet werden. Dies« Plan wird in großen englischen Zerilchristen eifrig besprnchen. Nach de« „Ximri* hat fich jum Beispiel die Zeilschrist .Slode" mit,ihm beschäftigt. und ihr Artikel wurde »uSzagSwrife vom .Rerilersche» Büro' verbreitet. 3» gleichem Sinne schreibe» stanzsfische Zestungen (wie zum Beispiel Snfta» HervS« .Gaerre soeiale'i. ja. auch die stalienische .Trrbuna' b,Handel, den Plan, seine Möglichkeit nnd Nützlich» keil. Die .Jüdisch« Rundschau' demerst hierzu: .Wir hnhen et nicht ndlig. uu« mit dies«, Zeiinirgtstimmen anteinanderznletze». DieSrsüllnng unserer nationalen Haffnunge» ist da« nalionale Zentrum in Palästina. »der wir müffen et rmt selbst schaffen. Die Erneuern», unsere« Volke« in Palästina durch eigene Kraft, da« ist der Sur» de« Zinnio»»«. Allerdiag« branchen wir. um unser Ziel z» erreiche«, manche Unterftützmrg nnd viel vahlwollen in de» Kreise», di« sich für die narianaie Zukunst de« jüdischen Bolke« »nt da« zionistische Ideal erwärmen taffen. Bor allem brauchen wir aber da» gute Einvernehmen mit jener Macht, der Palästina gehärt und der wir dnrch unsere nastonale Arbeit im Lande unserer Bäler nütze» wollen: »er Türkei. Unsere »rbeit dient dem Bestand und der Stärkung der Türkei; chre staatlich« Entwicklung und Festig»»- wird durch «asere nationale Einigung und unser Wiedererrvachen znm.gesunde» Bvlkttnm gesdrderl.' Snrafrtid). ttzerchez ke jnst l Clenrenceau. welcher gegen die scharfe Zensnr in Krankreich auflritt, sagt, daß i» sta»j»ßsch«n Krieg«, mlaifterinm einige Jade» säße», welche ihre, Patriotismus damii deweisen wollen, daß fie der stanztfifchen Preffe ein Schloß Vorhänge». _ England. kn «m» .Time«' bemerkt, daß 5000 Zuden in der «nglijcheu »rmer kämpsrn. u. z. mit 1800 mehr sl» Ihrem'Prozentsatz in der Bevblkernng entfpräche. La» jüdisch» Htataild» ist doch nur ein Plan geblieben. Auf Gutnchtea de« Renerend.Adler hat da« .War Office' davon »dftand genommen. Pie gatizische» Anternlnke». Nus Fürsprache einer De> puintra» oon Manchefterer Juden find 300 gatizische jüdisch« Internierte «st Rücksicht ans ihren friedsamen Charakter steigegeben worden. Ka«a6a. $#»«*•. Der Deutsche Ehrlich, der verhaftet worden war, weil er deutsche Reservisten bei der Abreise nach Deutschland unterstützt hatte, ist gegen eine Bürgschaft von 100 000 Dollar einstweilen freigelaffeu worden. religiöser Verfolgung entziehen, schlägt das Amendement vor. das Dort „nur* zu streichen und den Wortlaut auszudehnen durch folgende Ergänzung: „wenn immer bezeugt durch erwiesene Handlungen, oder zweideutige Gesetze oder Bestimmungen." Senator Smith, der die Vorlage in Obhut hat. opponierte de« Amendement, da er eine Befreiung der Juden vom Bildnugstest nicht für oötiglhalle,^weil die meisten von ihnen denselben überhaupt bestehen würden. Er wies darauf hin. daß die jüdische Bevölkerung Nußlands geschuller sei, als irgend eiue andere Klaffe des rusfischen Volkes, und erklärte, während 70 Prozent der ganze» Bevölkerung Rußlands ungeschult sei, dieser Prozentsatz unter den Judeu^nur etwa 40 Prozent bettage. Her A«»igratto»s»AiU.^der hauptsächlich russische und galizifche Jude» betreffen wird, ist im Senate mit 40 gegen 7 Stimmen^augenommen worden. „Präsident^Wilson, legte sein Veto ein. Jüdisches chmMnet-nttons chomitö Am 3. Januar hat fich in Brodway-ErntralHotel in Newyork eia Comit,- dieses Nameus gegründet, das den Zweck hat, aus die Friedenskonferenz zu Gunsten der Gleichberechtigung der Juden zu wirken. Im Comite befindet fich auch eine Anzahl Nichtjudeo. SoÜotow nnd.Pschtensw i, Amerika. Wie^ bas bische Folk* meldet find die beiden Mitglieder des engeren zionistischen A.-C. .Sokolow und Tjchlenow eingeladen worden, »ach Newyork zu kommea und find dort Ende Januar eiogc« troffen. Beide haben fich bisher im jetzigen.zionistischen Zentrum Kopenhagen'aufgehalren. Her ameriLauisch« Hretzf«ß. Unter den christlichen Geist, lichen ist eiue Bewegung entstanden, um die Hinrichtung des offenbar unschuldig des Mordes halber zum Tode verurteilten Leo Frank aufzuschieben. Stgqptr«. Zütßewlefene Inden. Unter den Jude», welche als An> aebieege leinblicher Länder von Aegypten anSgewiejen werden, bestndel fich auch Soldftein Bey. der Beucral-Poftenmeistcr voa Aegypten. '_ palWna Hlnjsijche Ansprüche «ns ^»kljlln«. Sm Tage der Wafferwerh« hat in den Gemächer» de» Petersburger Metropolile» Wladimir eiae seierliche Versammlung stattgcfundcn. au der fich viele Btjchdse und hohe Geistlich«. Mitglieder deS heiligen Synod und Unirrersilättprofefforen beteiligten. Der, Metropolit vertrat in einer Rede den Standpunkt, daß e» für Rußland nicht wünschenswert sei. aus die Neutralisierung de« Heiligen Landei hinznarbeiten. für die fich .ei» Teil der öffentlichen Meinung in,Petersburg ausgesprochen habe. Da« Heilige Land müsse vielmehr, dem rnsfischea.Reiche unterstehen, wobei die übrigen christliche» Lblkerda« Recht haben würden, die heiligen Orte.«» desnchen. J* _ aarfei. Pie Kürtet tennt teil« A»»ze»lr«ti«»»l»,er Aansianituapek, 23. Jan. ISlS. (Drahibericht). Dir Bsorte Hai den Angehörigen der mit ihr im Kriege befindliche» Staaten im weiterem Umfange al« andere Mächte die Abreise an« dem »«manischen Reich« gestattet. Bon dem System der Konzenttaliontlager ist abgesehen worben. Nur in vereinzellcu Fällen wurde» Angehörige der feindlichen Elaatea zum Aufcnihalt au einem bestimmten Ort im Innern de« Reiches verpflichlet. Rücksicht hat die Psone den.russischen Zude» bezeigt. Eie hat mit de» hiefigcn Oberrabbiner eine Beieinbarung getroffen, durch die den ruffischen Juden gegen Zahlung einer mäßigen Abgabe der Eintritt in'den türkischen Staattverband ohne weitere« ermöglicht wird. Juden, die Russen bleiben wollen, können natürlich nicht anders behandelt werden al« die christlichen Raffen, die ausgewiesen worden find. Da» Berhalten der. türkischen Regierung gegen die Angehörigen der seirrdliche» Länder ist auch von Vertreter:: der neutrale» Divismatte als einwandistei und »l« human gegenüber manchen Einzelheiten deS russische» Versahren» anerkannt worden. (Da» System,der,Konzentrationslagee überläßt die Türkei den,Kal> lurmtchte»' de« Dreiverbände«.) zAnsserüntnürsptz« InNngdn». DurchdicUeberschwcmmung in Bagdad find Tausend« von Jude» obdachlos geworden. Der Konstanlinopler amerikanische Botschafter Morgenlhausei» Jude) hat fich an das »Jcwish Komitee' in Newyork um Hilfe gewender. _ Ssiechtkland. Ae»§eKscke»e Grieche» Der Großrabbiner von Saloniki teilt der griechischen Regierung mit. daß.'er unter den Juden «ine Sammlung für die griechisch« Marin« veranstaltet. Die Preffe ist darob sehr begeistert. (Bon der Sammlung, nicht von den Juden.) Arnrrtta. #* Präsident Inst ' hat in der jütischen ,Jrog innas hebraw Assoiiitim' eine Rede gehalten, in welcher er die er. wachende» anlisewitischen Bestrebungen scharf neruneilte und die Tälrgkeildieser jüdischen Bereinigung lobte. Meffner Kchntz sür rnslsche I»de» Mnstzingt»».. 18 Pez. Die Lrnroanderuogs.Borlage deschäflrgte heule de, Senat »ter Slnnden. Die Bemühungen de« Boifitzeis Smith vom Einwandeeuogs-Komil« «u einem Rdkomme» sür eine Abstimmung über die vorige am Somittag. «neben »o» Genalor Reed und andere« vneitelt, weich« darnnf bestanden, »och nicht so weit zn sein, die Zeit für ein Votum sestznsetzr». Der mterrffanleft« ZngZ der heutigen Ditkusfio» warLein »on Senator Thsmot^oonz Solorodo offrrterte« Amendement sür drffere» Schutz der Inden »»« Rnßland. welche» in einem Schreiben oon L»i« Marshai »an Re» Bark an Thoma« »»aerrgt wart«, war.' I» de» Bestimmungen der «orlaae. Spanira. Man Asrda». In einem Briese au den gewesene» amerikanische» Boischaslcr der Türkei O«kar Strauß schreibt Nordau, daß er bei den Borschaftern aller Siaaicn fich mit Erfolg dafür verwendet hat, daß fie bei ihren Regierungen für die Schonung der paläftinenfischen Beoölkemng. oorftellig.werden. Max Nordau wird in Madrid Lußerordentlich geseierl. CS muh bemerkt werden, daß Nordau. der Allwissende, auch ein hervorragender Kenner der spanischen Sprache und Liicratur ist und alt Solcher auch in Pari« die Spitzen der spanischen Gesellschaft in seinem Salon versammelt. Nordau Hai im cas» dfl pocblo in Madrid. bereit«'zwei Boriräge gehalten, welche da« Publikum geradezu enlhufiasmierten. Da« judenseindliche Spanirn würdigt ihn hrffer al« — die Juden, für die er fich »ufopfert! _ Raftlani. Hüte ei» jüdischer Kek» in Prterntznr, empsnnge» »elche nur sslch« Personen »°m BildungSikst befreit, die sich««»«. Au« Newyork wird un» geschrieb.-n: H wir».-' folgendes amheotifches Beispiel bafiir bekannt,^«ie „ber Z-r denkHeldenmut seiner „lieben Jude»* belohnt. ,Ein.rusfisch«r Jude, oer seil vieleuZJahren. in Pnris lebte, hatte fichs dort mit 8in»illigung des russischen Botschafters nach Ausbruch bä KriegealS Freiwilliger für die französische Armee gemeldet. Er zog als solcher in den Krieg und wurve^schwer verwundet. Er zeichnete fich in mrhreren Schlachten durch seine Tapfer» keit lo sehr au», das er öffentlich belobt ^vurde und überdievon dir Heeresleitung eine Belohnung von 400 Franken erhielt. Auch die russische «otschafl^sprach, ihm^die Belobigun, aus. Dieser Jude nun ist. nachdem er das Spital verlaffe, hat:e. nach Rußland zurückgekehu.und ging, da das Hel, seiner Familie in Luwalki vollständig vernichtet war, nach Petersburg, wo er verwandte hatte. Der jüdische Held, der sein Leben für die Entente aufs Spiel^setzieEUnd,sür»die Ehre Rußlands, zum Krüppel geworden^ist, durfte jedoch in Peters, bürg nicht einmal übernachten und trotz aller seiner Belobtgungsdekrete wurde er au- Petersburg vertrieben. Hie Knirechtn», der Zude» in $»&(»**. In dieser Woche erschienen in der „Humamtv* größere Auszüge eines Aufrufs an die ztvilifierte Welt, den die sozialistische Partei Rußlands erlassen hat. In diesem Aufruf wir) auf die Dienste hingewiesen, die die Juden der rusfischen Armee leisteten, auf ihre Loyalität und Tapferkeit, die auch vollkommen durch die russische Presse^anerkaunl worden sei. Irgend welche^ offizielle Aeußerungen von russischer Seite find daraufhin noch nicht er« folgt. Ganz.im.Gegenteil, der Vorwand militärischer Operalionen ist aus dem gesamten polnischen Kriegsschauplatz dazu benutzt worden, dieses Land von Juden sozusagen zu „reinigen*. Es wurde fcstgestellt, daß Pogrome abgehallen worden find. Einzelheilen^werden jedoch nicht bekannt gegeben. ^Wahrscheinlicher ist eS.. schon, da.es unwidersprochen offiziell ist, daß eine allgemeine Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus den Dörfern erfolgt ist. Die jungen Leute. sind abwesend uud kämpfen in den russischen Reihen, die Frauen und Kinder und die alten Leute werden von ihren Häusern vertrieben unter dem Borwand.^daß die Juden^eine unloyale Rasse seien und die rusfischen Armeen verrieten. Um die Leiden dieser vertriedenev Bevölkerung noch größer zu machen, wurde gefordert, daß fie in. bestimmten Abgrenzungen, zusammengedrängt «erde» Ein jedes andere andere zivilisierte Land nimmt seine Flüchtlinge auf. die in diesem Kriege ihre Wohnungen verloren habe», aber Rußland hat seine Tore vor den Juden geschloffen, und sie dürfen nur in einem Ghetto Obdach suchen. Folgendes wird,u. a. mitgeteilt: Ein jungverheirateter Jude in Odessa , wurde zum Militärdienst eingezogen. Seine junge. Frau^blieö! ohne jegliche Existenzmittel in.Odessa zurück. Sie reiste deshalb bald zu ihren wohlhabenden Eltern nach Petersburg. Hier i wurde fie jedoch verhaltet, denn infolge ihrer Heirat nach Odessa I hatte fie ihr Aufenthaltsrecht in Petersburg verlor«. Sie wnrde^in.^,Etappen" nach Odessa gebracht, was einige.Woche» in Anspruch nahm. Denn diese Etappen geschehen, indem die zu . Befördernden wlt^allen mvgtlche» zusammengebracht werden, das dann jedesmal in dem jeweilig»' Aufenthaltsort in die Gefängnisse übergeführt wird, wo fie die t Nächte Zubringer». 365,000 jüdisch, Ssk-«te« hat es bereits anfavgs Rsocmder im rusfischen Heere gegeben. gleiches Hecht Mehrere» Sorporationen 'und^Zeitungen in Rußland rcklamicren die Gleichberechtigung der I» den. Im „Rjessch* verlangt ein russischer General gleiches Recht für die Juden. Aino. Der.Jnhaber des großen. Zuckerixporthaufes Schlesinger wurde als Mitglied des Deutschen Flottenvereins verhaftet. ZKürgermeister px. Melssrttzerger in Sibirien Bon Kien, wo die (5zeraowitzer Ä.'ifeln zuerst interniert waren, find diese jetzt nach einem Lager in der Nähe von Tomsk geführt worden. Unter den Geiseln befindet fich auch Dr. Mayer Ebner und der Chefredakteur der .Lzernowitzer Zeitung* Dr. Menczel. Msssakre». Bei Jsbjctz hatten sich russische Soldatea bei dem^ jüdischen Schneider ,Lieberman einquartiert. und wollten fich an dessen!8-jähriger Tochter vergehen. Ein Prüder, Aron, warf fich.ihnen entgegen. . wurde ..aber .samt, seinem jüa-ere» Bruder ermordet. Die entmenschten Soldaten machten noch Dater und Tochter nieder und I verwundete die Mutter schwer, welche nach einigen Tagen im Spitale. verschied. — In Worobiowka wurde der jüdische, Krämer.Leb.^Hochfeld samt seiner Frau Chaja, der I7 jähngen Esther und.der. 15-jährigen Lest oon Bauern, welche später durch Polizeihunde eruiert wurde», ermordet. Aries «ns.ZSnrscha». „Bonge Nacht, ist .wieder eme Domde von einem deutschen.Äeroplan auf die. Allee Jerusslemsk^ gefallen, gegenüber der Krulsche-Gaffe. ES zersprang« alle Scheiben dreier Häuser und zehn Menschen wurden verwundet. von denen schon einige gestorben find. Die Bombe fiel hart neben dem amerikanischen Eonsulat.* f Ariel «ns Sttsmir. Alle leiden wir durch den Krieg. Dn Regierung hat alles Korn. Mehl. Produkte. Pferde uud Wage» requiriert, und bezahlt wird erst nach dem Kriege. Man verfolgt die Juden, wie 1905. ES riecht nach Pogromen. MaKow, Gouo. Lomjcha. Du weißt, lieber Bruder, schon auS dem Briefe Arons, welches Unglück uns betroffen hat. llnfcr lieber lcur.r. Barer, der.nach Prafchaitz zum . Markte wollte, wurde zusammen mit Jenkel. dem Sohne von Jizchok Mordechsi, im Walde von zwei Kosaken Ungehalten . und erschossen. .Wr konnten es wenigstens fertigbringen, daß er in der Stadt z» 7i»7S" kam. Bei der „Lewaje* war die ganze Stadt s«- bei und es flössen Ströme von Tränen. Dmn es hat doch jeder genug über seine eigenen Leiden zu weinen. Da ihmdei der Ermordung,fremdes Geld geraubt ,wurde, so haben.wir, ich und die B.üder, alles^was .wir hatten, hergegeden, damit dos Andenken des guten^vaters nicht befleckt wird. Kannst W denken, daß.wir.nun nichts im^Hause haben. Bon der Stsdt wurden unS 5 Rudel'guasi als .Darlehen* geschickt, »ie »sK veioaders der M itter, ,oas^Herz'^bricht, diese Spende annehoN zu müssen, da wo wir doch sonst nur immer geben kon»t<s kann und will ich dir nicht schildern. * I