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Jüdische Volkszeitung · 1914-12-18 · 51 (18.12.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
51 (18.12.1914)
Date
1914-12-18
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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31MW>t valk;itt»iig Vr. 51 Vom Kriegsschauplatz. Braiaa, k» P. Ptywkt fflf SefterrrichUa-ani. Dtt pan« »«* SUifnt «» die 38 Urner i*t. «us die oom P^ifidium der Wiener Knltudgemeinde anläßlich de« KSjährigen Gedenktage« de» Regierung«anirittk de« Kaiser« Franz Joseph an die Aabinttflanjlri »dgelonblt Hnldigungedepeiche ist nachsdlgend r» »iitworttelegromm «»gelaufen: ,Se. Majestät der Kai'er habe» die »am Vorstano der Wiener ieraeliliich» Kullvsgemeiade anläßlich der lechduadlechzigjädrigen Jahreswende der alleehöchffeu Thronbesteigung im Namen der Jdraelilen Oesterreich« dargebrach, len Segenswünsche mit a uirichtiger Befriedigung entgegenzunehmen geruht und danken hnldvollst sür diesen nenrrUchen Bewei» der aeuerpiobien Anbänglichkcil und patriotischen Hingebung. Im allerhöchsten Aufträge: Freiheir o. Schieß!.' Ei» jüdischer Fähnrich »ach seine» Leldentode ,»» Fenknant ernennt «n» »it »er ff Gerne» Kapkerßeit» »ednile «»»«ezelchpet kor einigen Tagen ist auf der jüdischen Abteilung de« Wiener Zeulrastriedhofc« die Leich« dt« auf dem südliche» Krieg«. schauplaße gefallenen Föhnttch« r. St Orkar Friedmann de« Feldjag,rdataillo»»- Rr. 2l in aller Stille deigesetzt worden L«kar Fitedwunn. Sohn de» Wiener Hutfabrikanten Engen Friedmann, hatte sich bi« jum «u«bruch de« Kriege« al« Fabrik«- leiter in d.m Unternehmen seine« Bater« betätigt und galt in seinem zivilen Leruse al« - ein Muster von Tüchligkelt und Eharaktersläike. Der erst r«jährlge junge Mann eifrcute sich bei Uuttrgebeue» wie bei Freunden der größten Bertschäßung. Der junge Osfizlerlaspiraal war ein bekannter Hochtourist und leidenschaftlicher Freuo» der vergwelt. Gelegentlich einer mililäiischcn U-bung halte er im oorlge» Jahre, al« er eingerückl -war. al» Slifahrer bei Schladmillg eine» schweren Unfall erlitten! rr war von einer Lawine oersrtiültet worden und hatte sich hierbei ein Bein gebrochen. Trotzdem lehnte er r» beim Krleg»au«t»uch ad. sich einer Uederpiüsnugskommisfion zu stelle», und ruckte soson am ersten Mobilisierung«!»»« mit seiner Truppe aus den südlichen Krieg«schauplatz ob In de» Gefecht, n, die seine Kompagnie zu bestehen hatte, zeichnete er sich durch de» sondere Bro'wui and UuerschrocklNbeit au« und gab so seinen Soldaten ein glänzeude« Beispiel musterhafter Pflichtersülluug. .Gelegentlich brr ersten größereu Schlacht, die er am 10. September mitmachte. machte er ln sein Notizbuch. da« leinen An- . gehörst,lU nunmehr zugestellt wurde, folgend« Eintragungen: .Heule ist der erste Schiachitag sür mich. Ich gehe ruhig dem Feinde entgegen, erfüllt o«n dem hohe» Gedanken, dem Vaterland», wenn e« sein muß. auch mein Leben zu opfern. — Wenn ich falle» sollte, s» empfanget, meine teure» Elter» und liebste Schwester, meine letzten in»ig>n Gruße. Bestellet auch allen meinen Bekannten viele Grüße und bewahrt mir ein freundliche« Andenken.' Am 21. September wurde Fähnrich Fried, mann durch einen Schuß in de, Unterleib schirwr ve,letzt. Er starb kur e Zeit denn»! in, Hilsöspital zu Jarak und wurde dort provisorifch destatle«. Al« die unglücklichen Eltern die Militä.d,Hörde» um die Erlaudni« zur Uederführnng der Leiche nach Bi,n ersuchte«, wurde ihnen die« gestattet, und vor einigen Tagen ist die Beisetzung in Bien erkolgt. Nachträglich ist an die Eitern «in Schreiben de« Bataillon«, kommando« gelangt, in welchem ihnen milgeteill wird, daß «er al« Held Gesallene mü der silbernen Tapferkeilsmedaille erster Klaffe auigezcichnet wurde. >.ad gleich daraus brachte auch da« Mililärverordnung«blati die Ernennung de« gefallene» Fähnrich« zum Leutnant. In dem bezüglichen Schreiben, da« der Lataillon«komu,audanl Lberslleatnani Hau« an die Eltern gerichtet hat, heißt et unter andern,: ,Für da« tapfere »erhalten Abi.« Sonne« in dem Gefechte, in dem er den Ehre», tob fand, wurde ihm die silberne Tapserkeil«medaille erster Klasse verliehen. Ich teile mit Ihnen da« Leid! Ich habe einen draor». pflubttreue» OsfizierSaipiiauIen verloren und spreche Ihnen mein iiiiiigftce Mitgefühl au«.' Den unglucklichen Eltern, die sich in der Wiener Gesellschuft großer Shmpathien erfreuen, und ihrer einzigen Tochter, die seil k IN «u«dl,d dt« Kiiege« al« freiwillige Krankenpstegcrin in der Stiflekaserne Dienst versieht, wendet sich allgemeine Teilnahme za. Vt* >«> mir die große Kapierteitamedaile erwart! Der im Houv-dliaiitenhausc zu Budapest liegende Leut „aat Ifido Raab erzählt: ,Am X. September ging c« durch einen großen Wald, der von hingestreutcm rassischen Rüstzeug nur so wimmette. Der UUL tobte der Kamps. Die pleiienden Kugeln inachien einen Hjllenspektakel. Um Uhr kamen wir al« Btiga-.re'erve iu die Feuerliaie. Jch^ stürmte IN bei Schwaimliitie ünm.r varwärt«. Umlaust vom Sang de« Tode« war die« da« einzige Ziel. Eia Leutnant führt an UN« einen russischen Gefaugenentrantport vorbei. Er-bekommt ein donnernde» Hurra! und wir müsien vorwärl«. Im größten Fe> cr erreichten wir den erste» Schwarm. Recht« eine Kirche, link« voll einer Anhöhe grüße» die blitzenden Kugeln Tod und Berderbe». Recht« und link« fallen die Kameraden, und wir sturmen nur vorwärt«. In der ersten Reihe verteil: ich meinen Kameraden «einen Zigareltenvo-rat. gebe Ihnen eine» Schluck au« meiner Feldflasche. Lehre, Bürger, mein Rachdar. degrnat, mir einen Sitz zu erzähle» : devol er zur Pointe kommt, schießt er seine Patrone Io« und ist tot. Mil ihm wurde sein Sitz begraben. Blau macht liuerr Schluck au« «rinrr Flasch«! er will mir diese retournieien. sie fäll, ihm au« der Haad. Er hot seine Kugel in de, Biuft und ist vvibei. E» war li» fürchterlich,» Feuer. Wir rücken vor : wüsten aber in die Verdeckung weichen. Zug«- -führer Stockmann nimmt die Mutze ab. kniet »ieter und sagt sein Laierunser. Recht«, link« vor nn« fleht der Feind. Der Tod kommt auf Millionenflügeln herangelaust. Ich hatte da« Gefühl, daß wir allesamt verdluttn muffen. Wir schieße» bäuchlich». kniend, siebend; e« Hali nicht« Ich kommandiere: .Sturm I' Wir slürzien wie Tiger auf di« feindlichen Laufgräben. Da« Bajonett gepflanzt, schießen »ft »och einmal und endlich glücklich bei den jefttdrn. Dort werden weiß« Tücher geschwenkt, die Waffe» weggeworfen: einer pack» mich bei de» Kaieen »ad weint, er sei el» Deutscher, man habe ih» gezwungen, gegen sei»« «rüder zu kämpfe». ... Ich laffe die »«fange, »en abtranöportlern und eile in» Dori. Im Kirchturm arbeitet« eia feindliche« Maschinengewehr. Sic stürmen und nehmen die ganzc Bande mit zwei solchen Mordemaschinen gefangen. Am Wegrand find« Ich meinen arme» Haaptmann sterbend. Ich kommandiere zum Gebet. . . Bei donnerndem Kanoneugebrüll ordne ich mein« Mannschast und ziehe al! S-.eger in« Dorf. Da« war alle«.' RamäRitit. Sutareß. Man schreibt un«: Trotz der allgemeinen vcrwickelie» Situation von hier die wie ein Herdstoietler launenhast bald für den Krieg zu sein scheint, bald sür stiikic Renttalität. eatblidea sich manche kleine Bedördchen iiichi. die wenigen Juden, die noch zerstreut in den rumänische» Dörfern anfzufiuden find, mit härtesten Grausamkeiten heraui za treiben, auch wenn, sie Soldaten find. Mehrere allgemeine und alle lüdischen Zeitungen hierzulande deschifligen sich mit dies«, Tatsache. Dr. Th. Schwriz. ‘ JUf Kchächt»erß»t t, »er Kch»eit Dmch ten Lncg. der dir vollständige Schließung der Grenzen der Schweiz brachte, war die N-gttchkeit, rituelles Fleisch in der Schweiz zu beziehen, sehr in Frage gestellt. (Si wurde von einigen Schweiz, r Ge meinden der Versuch gemacht, vom Königen Luodeerat eine zeitweilige Aufhebung des Echächlverboles zu erwirken. Diese Schritte kalten keinen Erfolg. Mehr Erfolg hatte das Vor» gehe« der Schweizer Rabbiner, welches im Einverständnis mit dkm Cchweizerisch.Äraelitischen Gemeindcdnnd erfolgte. Diese wurden bei den Gesandtschaften der inländischen Staate:t in Bern vorstellig und diese übermittelten an die bezvgÜchca.Ministeriea das Gesuch, es möchte dcu israeliriichcn G.mernbcn in der Schweiz gestattet werden, schweizerisch Bietz über die Grenzc zu führen und das Fleisch alsdann wieder in v.e Schweiz zurück e>v;uführen. Das wurde erlaubt. zrantttich. AardinalTnzon/Er tzifitzos » stteim» hastdemOderiaddiuer von Frankreich, dessen Brief wir in Rr. «8 oeiöffcnilicht habe:,, lolgendermaßen geaniworlet: »Heri^Großradbiner.^ich^bin^lics gerührt öder die Gefühle religiöse» Beileid» und tiefer Entrüstung die Sie so gütig waren, mir anläßlich de, Katastrophe .der Rcimscr Kathedrale i» Ihrem Rame». .und. im Reinen de« srauzifische» Raddinat« zu übermitteln. Die Riederdreunung unserer Bafilika Ist. oo» rrligiisen^GefichiipunktE au«., ein Siikrilcg gegen Gott, .unser aller Baler', wie Sie so schön sage» besten Hau« »on den teauiigenzKäuipj«, derTMenschen hätte vc,schon, und »on-einem Volk geachttt «ordcn muffen, da« seine religiösen Gefühle so oftenlnfiv zur Sich«, trägt. Vom künstleiischcn Gefichlopnoit an» ist.. fie.eio.>kl, der.Karbaeei, unwürdig einer zioillfierten Nalioo, der auch allseitig »ernileiil wurde. Für uu» Franzose» warädiejKathedrale eia Denkmal unserer heiligste,, geschichtlichen Erinnerungen; .daß man, ba> ran kühlte, bat UN» in« HerzDgriroffen und unsrc tiefsten pomotischen Gefühle o«, letzt Sie wird sich wieder erheb«» an» ihren Rnincn. Herr Großrabbiner.^uuseic liebe, berühmte. oerehi„ng«würdigc.KaIhedrale. Die Wunden, die fie empfangen' und deren Sporen sie steig behalten wir», machen fie un« nur noch ehrwürdiger und mehr wie je wird fie ein vaterländische« Rnhme«denlmal für un« sei». Genehmige» Eie, Herr Gioß. radviuer, usw. Uiw. gez. Kardinal Lupon.' — Dazu bemerkt die .Schtes. Zig' sehr zuiieffend: .Datz^der Krieg. Sic Sn^ehärigrn derverschiedeusteu GlaudentbekeuaiNiffe einander uäi.ur dringt, ist ja ganz schön, aber wenu e« auf Kosten der Wuhiheit geschiebt. wie >» vorliegendem Falle, wird man weniger Freud« daiüber empsinden können.'. Der Pariser .Figaro' bezeichnet den Blieiwechsel al« .l'iiii;C’rar‘.'re rraiment tris noble (eincö^wahrhast sehr edl.a Eh.„a!.e-,z. Dem können wir zuftiaimen. Kk«r<». Der jüdisch« Maler Israel Awromomski schreibt a,« Pari«: .Alle Profefforen find in den Krieg gezogen, die Akademie ist gesperrt. Tausende »on Studenten schlendern durch die Straßen und oergchcn vor Hunger. Biele habe» fich ge. meidet Fcstnngrgrabtn zu machen, bloß nm deö Esten« willen. Sehe» fie zum Konsul ihre« Lande«, so bedeutet man ihnen, daß fie in den Krieg zieh«» sollen, wenn fie hungrig find'. lkAgland. Jude» i« Keere Der Jeirish CUronicle hat die Pu. blikatio» eine« künstlerische» Album« unternommen, in dein die Namen der Juden de« Br,l,,chen Reiche«, die ihre Dieustewäbrcnd de« Kriege» dem Laude zur Beifügung gestellt hadeu. aufgezeichnet werden fbllcn. Eine Eopie de« eleganten Album« soll den, König dargcbolcn werde». Hie Jude» l» engkif«,» Kerre Ungefähr «öS Jud.-n havea den Rang eiuc« Osfizin« drim Heere oder der Marine. Ankäuglich halt« man die Adficht. jüdisch« Bataillone zu bilden, aber diese Idee wurde rasch wieder ausgegcdeu. Unter den kanadischen Regimentern befinden fich 200 Juden, vor allen Diugcn solch« au« Rußland und Armenien, die nach Kanada an«gewandc,t find. Die Söhne der obruchmsien eaglischeu jüdischen FamUlen. so die der Rolhschildi. find im Heere. ffc »I« Wekgisitze» Flüchtlinge hat der Ldadonrr Orden nri Brith' in ,-inem der arifidkrnttschffen Bi-rtel von London aus eigene Kogeu .tu äfyi zur Unteioringnng der _ hesonder« uu« Belgien — hierhcriommei,den jüdische» Flächt. Unge eingerichitt. Bi» jetzt find d» ü0 Familien ausgenommen worden, die auö Pari«. Löwe». Lüttich. Gent und Aul. werpen geflüchtet find. Such eine ansehnliche Zahl von rusfischen Stndenlen, die in Belgien »on den Ereigniffen überrascht wurden »ad keine Möglichkeit hatten, nach der Heimat zurückzukehrcu, habe» da gastliche »nsnahme gefunden. E« verdien, besonder« hervorgehodeu zu werde», daß die Räume für diefen Znflucht«ort von eine« edlen Shriste». namens De. Bäcker den »Buer Brilh' »nentgelilich znr Berfügnng gestellt worden' Für die Verpflegung sorgen »ollständig die ,B»ei Brilh.» SitzlaA». Hie H»«»»»«e» »er polnische, Ande». In der .Schlei Zlg ' -lebt Kornrad Somoll fosgeade Schilderung: Eine« Adend« pasfiene ei mir. daß ich mich in einer Ortschaft nach dem Namen de« Dorfe« rrkandigenMgü^ Ein schlank anfgewachsener Jude kam mir cutgengp lässig, mit krummem Rücken, über dir Eft»oö2E7lb erschrack, al« ich ihn anrief. Langsam, zdg«--. ->>> »«» laugen Kaftan beneidet mit dem lUnden Sammetkäppchen auf de« Kopfe, mit dem typischen Hängelöckcheu vor den Ohren, kam er näher »nd zwirbelte mit den Fingern oerlegen im rotblonde» «att herum Sr fah mich fragend an und machte etütN Diener: .Der Herr sein ei» Deitscher und winschenk . . .' Ich fragte ihn »ach dem Namen de« Dorfe«. Er zuckte die Achseln, in. dem er anlwortele: ,O. ist eine Stadt.' . . . Ich muß wohl gelächen haben: denn er iuhr fort: .Sicher Herr, eine Siadt. wohnen doch hier zwanzig jiddische Familien, und Juden wobueu nicht auf dem Dorfe.' Ich sprach noch lange wil dem Mann. Wir redtten vom Handel und oon der Schwere der Zell und schließlich auch »ou d«u deutschen Truppen, von denen er auch welche im Hause hatte: denn e« gibt in den »on uns besrtzlen Sebic,-teilen keine Stube, leinen Stall, in dem fie jetzt nicht zu finden find, »der fie weideu ihnen nicht schwer — ich habe et „icht^aur von diesem Manne, sondcin von vielen Leuten gehi:I — und sie wünschen es wohl, duß die Russin, die fie io«grwsrden find, nicht mehr zu ihnen zurückkämen. Hoffnungen gehen unter diesen Menschen um. um deren Eijüllung sie Gebete .spreche», wie e« mir oft bestätigt worden ist.' Schuß »er Ke «u llstati»»-» dnrch ^»ßkand l l stlntzlan» »nd die Finne». Laut Meldung au« Helfingforö vom S. di« 22. Rooember Hai der Gouverneur dk» Taoastehuser Gouoernemenl« den stell, oertretenden Bürgerme:ster Uggcloal in Taouftehu« mit IS00M. und die Ratberrcn Oreil« und Salmi mit f: 1000 M., im Nicht, vcrmügeiiöfalle 90 Tagen Gefängnis destrast, da fie fich geweigert hatten. Neuwahlen fürBeainte anz.iberaumca. die oouder rusfischen Regierung unrechtmäßig ihre« Amte« beraubt worden waren (auf Giund dr« in Finnland versaffungswidrig eingesührren Gesetze« über die Gleichberechtigung von Finiilälldern und Rüsten). Von einzelnen Maßregeln gegen iber FlnulanS hal die Pieffe. wie wir dem .Rjetsch" oom l0./2^No°ember.en,nehmen, beriärret, über die Absetzung de« Herrn Swinhufduo,^ früheren Präfideulen de« Landtage«, au« seinem Amte eine« Höradihds. ding und über die Unterdrückung einiger finnischen Zeilnngeu iär die Dauer des Kriege«. Finßk«»» »nd di« Allrainc .Die uftairifch« Bewegung stellt fich dar al« Kultutfeparati«mu« ond fie ist oom Standpunkte der Einhettlichkeit au« nicht nur eine polivlche, sondern auch Zue kullucelle Gesahr »ud Drohnng.' (Ptter Siruwe in .Birichewija Wjedomofti'.) Hlntzknn» »nd die.stk«len. . .Ganz Polen erwarte nun konkrete Maßnahmen, die darliten, daß da« offizielle Rußland zu emee iadilal.u Reform tu Polen schreite» wolle. I» dieser Beziehung habe da« de. kannte Zirkular de« Wirschauer Kurator« einen nnanzeuehmeu Eindruck gemacht let dandkit fich um da« Berbot. den Geschicht». unterricht durch Leute polnischer Abstammung crielleu zu lassen.) 2» Warschau meid: auch lebhaft lommeuttcil die Verjügung der Watschou-Lienee Bahn, alle Sch Iller in polnische: Sprache zu entfernen.' (Uattmtuug mit dem Glasen M. Perovski.) stintzlün» »nd die Inden. In da« Warichauer Einwoh'ieikom.tte. dall zu: Feststellung der Not d>« Zurtnm« Polen und Einlichtung einer Hilssaftion gegründet war. wurde ursprünglich Herr Bergson, ein ange. sehenei jüdischer Einwohner Warschau», mit hinringrwählt Die Regierung hat bestimmt, daß Herr Bergioa da« allgemeine staatliche Komitee verlaffer. muff:. Für die Jaden solle ein deionderc« Komitee gebildet -vea-'.u. i d,m Herr Bergson neben drei anderen Juden wirken iolle. zketerodarg Die auq von der englischen Preffe »er. brcileten Rachrichlen öder ein angebliche« Manifest bet Zaren »n die Juden, da« Berspiechungea gemacht hätte, werden von der ruls,scheu Preff« der Hauptstadt al« eine Erfindung dezeichnet. Erlerchtnungen — bestätigt der Korrespondent — sind, außer einzelne» Ausnahmen oon Familien, die ihr« Ernärrer ,m Kriege haben, keine gemacht worden, wohl find »der keine neuen Be'chräulnngen gemacht worden. Die kommandieren, der Generäle machen aber aus dem Felde keinen Unterschied zwilchen Juden und Edtistcn und befördern alle tüchtige» Soldaten. So wurden die vor de« Krieg im Kaukasus und im Donöistrikle vorgenowmenen Auiweil,lugen auf höchste» Befehl eingestellt. Den Handelölchnleu wurde crlaubk, jüdisch« Schüler, oh.ie Rücksicht auf die Prvzen'.norm, auszuuehmen. Don verschiedeneu Gemeinden und von den leitenden Behörden selbst wurde» Schritte unternommen, um die Beschränkungen gegen jüdisch« Schüler und Studenten, deren Eltern und Verwandte l> Kiiege sind, ausznhcben. Da« Resultat sei ooch adzuwartea. Bljoodei» da« Rektorat de« Technische» Institut« in Moskau?■!!. maIm «"stuuften der jüdischen Studenten ein. — Die jü. diichen Depuiietteu der Duma haben zahlreiche Gesuche oon Juden der von den deuisch-österrelchischen Truppen besetzten Ge. buleei halten, umde, de, RegiernugdieBewegnugssreiheil außerhalb de« Ra,ou« zu erhalten, «ou Erfolg könne noch keine Rede sein, dennoch sei zu verzeichnen, daß der Gouverneur von Peter», vittg eine Verordnung au die Polszei erließ, wonach' die nach Petersburg oom Kneg«schauplatz geflüchteten Juden nicht an», zuweilen seien. — Der Korrespondent herichtet. ferner über aattftmstische Agitationen der katholischen Geistlffheu in Polen. Sf fl“1™ «üfldgßbungen der'plllai- Heu Rabbiner hatten zum »leliiua,. daß die Gouverneure der polnischen Prooinzeu — det.ü^d^ “fff — »all 0,e yühcrcu Süllen- Ä katholischen Kirche ,n.«ussisch.Polen fich an die»-. Auftuseu und, Warichngen wandte»,'-den »nti. ^?''^'f5“kwi-Sl-r» kein Gehörschenken. Einige liberale .Dicken Ed. d°''" '?ken sogar sür eine «echändigung d? E 2Tb P°>™ um eine Gleichheit der zwei Bdlkrr » zukünftigen autonomen Polen anzubahnea.

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