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Jüdische Volkszeitung · 1914-07-31 · 31 (31.7.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
31 (31.7.1914)
Date
1914-07-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Unabhängiges flig an ftk die v Dir .ZLdtschr 93off#^rton^erscheint Wö^nttl. an ^.»Fccttatz ta^5reltou 1,25 4L, dri der Expedttto i 4L. fftr BrrsUm I,- AvPnncmentSpcci« vlerte»sttzr«»ch bri der Do» jährlich 6,— M.. nach dr« Ausland 8/— _ _ vtereelsShrttch. Die.ZltVtsch« Dollszettung^ ist durch die Post, für jede Buchhandlung urch die Expedition in Breslau I, Schveidntherstr. 27 zu de-tehen. Telephou-Änschluß 75Ü5. vr.l»uis Ne»Otackt i» rum. (fcmginde-,g»hulf und. Hsus a — * J Das Abonnement kann bet der Expedition mit jeder Nummer beginnen Inserate »erden «tt ZV Pf. fLr die einfpaMae PetitvUe ober deren Aman berechnet. Bei Wiederholung oder grbheren Aufträgen Nabatt. .Annahme durch die Expedition t» Breslau l. Schweidniherstr. 27 ,* »ie auch durch die Annoncen-Exp-.'dtrionen. Sprechstunde der Aedakrion 11—12 Uhr. 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Hoog Maler Joseph Jürael» st. i. Schweidnitz 10 jäd. M.u. 7 Frauen d. Feuertod geb. I. Breslau Prof. Sai. Zadatsohn, Conseroalorium Leipzig ft. i. Dresden Dicht Wiih. Woiffohn (Odessa 4. Zionifteu-Kongretz in London ged. I. Liffa Baruch Inerbach, Begr. d. Waisen-Inst. i. Berlin. Ebs»s, trtluoa vj b^ \m*n * Strafe F th' v« fnUfdHWmddiifdK Krieg. - .. Di« üdexfimk »il üdqjpontem UatjyuaUsmns gcladeuo Atmosphäre, die Über den Völker, der Klittnkwelt lagert, droht sich m eine« gigantischen Gewitter zu entladen. Sie der zur wilden Ltidenschaftlichkeit ewporlodernde Egoismus des EinzelindjpidivwS riae Gefahr für die Gesellschaft ist und durch Recht, Gcsltz und Oidnung feffelnde Echravken gehalten, durch die Etkenrlnis seiner Geweinschädlichkeit bekämpft wird, so bedeutet die Umwandlung des edlen Triebes der Laterlaadslied« und eines würdevollen NalionaldrwußtseioS in ualionalen Chauvinismus eine Gefahr für den Frieden der auf historischen Voden und dem Boden des internalioaaken Rechte» - daS r.icht Minder-Recht ist — erwachsenen staatlichen Gemeinschaften. Chauvinismus und Rassenhaß — derselbe Boden, dem auch die Cumpsdünfte des Nntisemittswus entsteigen — ist letzteveodes auch die Ursprungs-Ouelle der verbrecherischen Tat von Sarajewo, .aus deren düsterer Tragik sich blutigrot der Feuetschkin einenahenden WeltdrandeS drohend verkündigt. Nicht dem serbischen Volke, einer kleinen aber mächtigen Gruppe arohscrbischer Chauvinisten ist die Schuld beizumeffen. wenn sich nun der Mund der eherneu Kanonen öffnet und Sühne Herschi für das ocradscheurnSwerte verbrechen, das die Seit in Flammen zu setzen droht. In uns Juden lebt der Sinn für Recht und Gerechtigkeit, glüht die Flamme des Friedens-Ideals so mächtig, weil sie uns unsere Religion von AlterSher in die Herzen gepstanzt hat. Und wenn wrr uns dessen auch bewußt find, daß nächst Rußland und Ruvänicu in keinew andere» Lande, in den nicht offiziellen Regierungsstellen, dem Antisemitismus ein so üppiges Weizenfeld blüht, als in Galizien, Böhmen. Rieder- L fierreich und anderen Teilen der Dvaaumonarchie. so wenden X r doch nicht uur als Deutsche, sondern auch al^ Juden unsere. Sympathien Oesterreich zu. das Sühne heischt für die grübltche Verletzuvg des Rechtes, für ein Verbrechen, dessen offenkundige Fäden bi« in jene Kreise führen, die schon einmal ihre Hand im Spiele hatten bei der erschütternden Draga- Alexander-Tragödie. Etwa 6000—8000 Judendie in Erbten wohne«, erfreuen fich in staatsbürgerlicher Hinficht gewiß einer zufriedenstellenden Situation, die serbische Armee zählt auch in ihre« Offizierkorps eine Anzahl Jude«. Das serbische Lolk «ie die Regierung wertet die Juden des Landes als gleichberechtigte Bürger. In Oesterreich ist vor Allem das Herrscherhaus, ist es die Negierung, die ohne Rücksicht auf die Vorurteile, von denen fich di« antisemitischen Parteien und Cttgueu gegenüber den jüdischen Mitbürgern leite» lasse», den Traditionen des Hauses Hadsborg folgend onch der Jude» Rechte sorgsam wahrt und Verdienst« und Tüchtigkeü ohne Rücksicht auf die Glaubenszugehöngkeit anerkennt und würdigt. Zudem in der österreichisch-ungarischen Armee dienen über 40000 jüdische Soldat«, die Zahl d» Offiziere jüd. Bekenntnisses übersteigt 2000. darunter befind« fich Generäle; eia Jude, v. Schweitzer, brachte es i» aktiv« Dienste, bis zu» Generalmajor und erhielt beim Abschiede d« Rang eines Generalfeldz«gmeisters. die österreichische Armee hat auch heute Oberst« «ad Korvettenkapitäne jüdisch« vek«utniffes. Ganz nnLhalich den ZustLnd«, wie wir sie hier in Preuße, auf diesem Gebiete haben. Die schwüle Atmosphäre veüerer kriegerischer Verwickelung« in Berbindnug mit de» »«zu« Antrag gelan-endru bewaffnet« CaM t flla bei. Utf a«f d. S»hltatr> - ‘ Süffe. Kundschafter, ver- I, lunche« venoeile» Md N d. Geehslte, d. Kmidscha t sderwichmr« » Oß» d Gotte« ld Israels ^dstoettäMtdeleS, I> Eri„era i| an t. Lt>j. d. Richter, ‘ i [maal, RmM; d Stege ■ Seien -Ladern ifl > r IM». 5 AS vsrmttt.g» »bgött/ «4, d. etaztg Gott a»i»erke»»e» Iren 'tfiUSTaitai »oseSbiUet kr vergtt»»» d. tzh weg« Aahetnag ». ,at». Kalbes; Eon setae Is ^Gaa-e^^ ^ste, »d verzecht de« Volke. Vte «ubA < zette» sind für ftzchmde Orte: Imhl Wocho» Aatiuda» 5074 tu.; u |fl IliMt i r t io. -LR »Hnii PrspGtt ftkakcttH Mlttelcnr Lbschntv 3rtl‘) 7NVK7I Vtn nar rcanersadönl l onai IV I-s». 2»2 nytm nrru rw -afttag oer»ee«NK»t). Kein Tachmn« ‘ÜÜK varMittaa«: V «»—. i ZereMia «ach».:; S-S« II «M. „ »PgiMism. Sovfl, 1 laftrt Ichwrr auf bm »Inichastilrdni oOtt europäisch«, itultu ftoolen. <ti ist rin, storistisch sesttzehnidt. »ich! »,gzvlnignode Tatsach«, daß infalgr tzistorischn Onnfmitvidelug, Oie di! Juden zwangtwris, in befHmaitc 8nsnM|mrig, drängle, unser« Blandrnegenossrn in verbtilni«»ähig ftärkerrr »n^itzl nn H inbel, Industrie und Bewerte beteiligt find und sie daher beson! erl ftari uulrr der Depression des wirtschnstsleten» iridin. Im s olle eine« llmfichgrrisen« de« Kriegtdrondes wird nalnr. gemäs da« Sirischastoiebeu in ganz nnndsetzbare» Umiange der i<,ärsften Lrschüttrrnng antgefetzl sein. Znsdseni dais ,n. nächst gesagt werden, dah die Zu den in elwas stärkere» Matze, als der n chijädische Beviilernngtleil durch Kriege in Mitleidenschest gezog n wird. Trotzdem ist «4 selbstverständlich, datz wir Deutsch« jüdisd en Blanden» wer die nalionale, valeriindisch« RoNven» digkei l nicht unsere Antereffen stellen, «ie unsere nichijlldischen Mild >rger werden auch wir jederzeit drrelt sein, wenn du» Voinlnnd uns ruft, mit Bnl und Blut für r« einzalrrien, wie a> den patriotischen Knndgednngen dieser Tage, die in last ollen mit starker jlldilcher Beotlternng dnrchietzien Brotz. städte, zu verzeichnen «nr, unlcre Blandenkgenoflen gleicherweise leiigenommen heben. In solchen Momenten ernster Befahr, wie in der BegrnwaN, schwinden die konsesfionellen und Slam «esgrgensätze. 15o sehen wir in - Oesterreich. Ungarn, wie alle Bdlker her Monurchie und die »ngrhdrigengller BIandensbetenntniffe heute eine» Sinne» stad in der «reuen KnhLngiichkrit nn den Staat und Um Herrsche,hon», so sehen wir, wie die von den statt, srmiti n fo geschmähte und von ihnen sälichlich sogenannte jü. disch-i iberaie Preffe eine« Sinne» in der Beurteilung de» kriege ischen KonstitI» und den Linschen einer für Oesterreich glllckl chen Ltsung eine« Sinne» »st der Preffe der Indenhetzer ist. t Sir sehen aber auch in der einmnligen hohen veetnng de» tsten nchischen Heere» und seiner Tüchstgkest sriien« bn antise- »ttist ien Preffe, und der stniisemsten in Dentschland und vefterrich, datz sic selbst an ihee stignmentaltonen über die wirk, ngen de» .Eindringen» jüdffcher Elemente in» Heernicht laut m, sondern e» nur andern rin reden «ollen. Wie sch», »n, dienen in der strmee unsere» Berdindrien »der 40000 jödisi »e Soldaten mit wer 2000 Offizieren, trotzdem steht die tstrrr ichisch-nn,arische strmee auf der »ollen Hthe, mir die stnlis miien selbst I« oft hervorheden. In Nutzland aber gibt c< kri ,e stldischen Offiziere und e» ist nicht zmeiselhaft, datz auch die Antisemiten nicht behaupten merdeu, »atz. abgesehen von der numerischen Ueherleaenhrit, dir russische strmee an innerlichem Werl« die tsterrrichische überragt. lir Inden halten »st unsere» erlanchlen Herrscher den für da» kbftllchfte Bat dm vülker. Mtgr er Ihnen er» bleiben und auch Unserem Irenen Lerdünteirn nach siegreiche» ie bald »«der bescheert «erden. Wird unser Vaterland zwangen, zur Ultimi rntio, zu» Schmer» zu greisen, so unsere Won den «genossen nn» nnch jene, dir man seü ien nicht Beserveossitzieor »erben vetz, nw sie Mrüeksetzte, mit gleicher Freudigkeit, »ie die N'chtjnden bestrebt sein, in der Hingabe an» Batrrland nnd an Opleiwilligkril für bat Ba,er> laut nicht hinter unsere» ander«gländigen Miidürgern zurückzu, stehen I P-ron«. Wien, 27. Juli. Die Firma B<dr. Bntman iprndel« für Zwecke de« Noten Kreuze« 100 000 Kronen, stach andere große Spenden sind eingclanfen. — Baron Lonii Nolhichild stlstelc für sich u. seine Brüder »son« und Eugen >»0000 Kr. St»ti»dt>v«da>!> vrerlast-rit-stitz. Wetmaltnngodericht de» Merstandanoschnsir» kür dn» steüzeßnl« tz«Wtfl.j.»r 1,13.14. (Schind) Eine »eitere Fürdernng haben wir den Berdand»ze«rinden durch Bewährung Mn Werstchernngdeitzllirn an Bram,« zuteil »erden iaffen. Hierbei hoben wie nn« nicht wie bt«ber aus Brihllsen zu Lebenoversicherungsprümien beschränkt, sondern sind nunmehr dazu übermgaugeu, auch Znschüff« zu den stngeftellleaoerficherungt-Beilrätzea zu demiiigen. Die >n«gnben für diese Brihllsen stad siirichs^l« gegen do« vorsahr ^ftiegea i sie drirngen 6d0 Mk. gegen 550 Mk. vorher. Jo Brtrnchi kamen 13 Bram» der »emrinden veenftadt, «llnfterderg. Schweidnitz, Watz, Na»««, Strehlen, Sauer, »Uhren, »af», Frankenftein, Lbnwn, Ohtan. Zn den feststehenden Wnrichtnngen, in denen sich unser verband nnch tm neeganginen ^>hre im Inteeeffe der^Berhand«- detäiigt Hit. »tgeen waren tm Berichtlsnhee dt der «jeud, dt«e st, ncht »emrinden zu schicken. El« solche fnnastrten die ' - - - - - ’— -ch« nnb De. Horn. leumarkl, Hagnau. >ttz. Bmiziau, Ohlau, Festen der,. Die «ordeler-Beihilfen find an sech« »emrinden de miligt morden, nämlich on Odian, Frankrnsiein. Winzig Neusalz, Lüwenberg. Hagnau, während in dir Bemrinde» Nenmarkt, Winzig, Herrnftadl Minsanlente ans Kosten de« verbände» geschickt worden find, stutzerdem haben mir einigen anderen Bewein den Borbeier ftr die hohen Festtag, nachge wiesen. Der herzUch« Dank, den die drrückstchliglen Bemrinbeu adz»statten »siegen, beweist siel« »ns« neue, einem »st tstsem Bedürsni» durch diese Inftilnttonen adgehoisen «ird. Mit srendiger Benngtunng dürfen wir serner ermähnen, datz sich unsere Mander«»liottzell steigender BeUebihrii de unseren 8erdand»grmrinden erfreut.' Ein Verzicht ans dir Zu sendnng. der früher nicht selten vorkam, ist im »ergangenen Jahre »an keiner Bemeinde an«griprochen morden i i» »egen teil: Wmrinden. die sich früher adlehnrnd »rrhsttten, Irfilc ■ jetzt um Zusendung. Die vidlinlhek war i» «erichtdjahrr in 7 Serien dri folgenden Gemeinden tm llmlans: o. von Juli bi« Okioder 1913: in Ldweuderg. Lande» hui. Hirschberg, «rieg, «ernstadl, «a»«Ian. Frribnrg: d. von November 1913 di» Februar 1914in Trachea derg. Waldevdnrg, Trednitz, istetchendach, Ban,lau, «i..«arten. b«a und Ohlau j e. in Mir, di» Juni 1914: in Trachenderg, Fesiendeig. Sirehlen, Nrichewach, Frribnrg. Brrnftadl und MUitjch. Wst »ollen bemüht diridrn. dieser Einrichlung dst Sgmpothst nnserrr Berbandsgemrmdeu zu eihalten, und mdchstn an dieser Siele noch dem Wunsche stnsdrnck geben, dnia, llederwristmg geigneter, jedoch nicht abgenutzter Bücher dst Br stände nnseree «nndeehibltothek vermehren ,n Helsen. 3n ähnlicher «eise, wie die «andcrbidliothek, deaega-i auch dst Manderarmenktriorit, dst unser,r bm «erdandr •nMjllrtnttn Prvvtn^attaffe oblieg!, zunehmendem verstäubniste. Dst «ichttgkrit der vrgantsaiion ans diesem «ebik, ist auch nicht zu verkennen; durum wächst auch die Uebcrzeu gang datz den Intereffen der Wanderamrn durch dst van »er Zättralsstle in Bettln in Berbiwnna »II den rinzttnen Pro rinzioKaffen grüdie Fittoege am dchen gedient »ird. Dag in der knrmn Zrit de» Bestehen« der Oeg-nisntton ein »oll ständiger «andtt ,n» «effern rintreien würde, war nicht zu erwarten; ebensoweni» datz dst Ortlkaffen von «ander-rm-u »ül«, verschont dstideu würden, «nderetteit» »ttd nicht > > Mose «stellt »erden «tunen, datz dst Zahl der vaweearmen dst »et den Ort«taffe» noch Mttprecheu, ,-ge> früher erheblich adgenommen hat. -Daher stw nn« im mrgangenen Aah>- »on tmi unserer Provtnztalkaffe nngefchloffenen vrttkaffen »< l weuiger Klage» wer ihre Znanlpruchnahme durch «anderaemi zngegangen al» früher. Diese meiden w» "Üblichsten T,,I dst VrM.ffen, me» sie «iffen, da» fst d-N Un-rftützn,, nicht u rechnen habe» Uebrrdst« ist e» «rundsa» unsere, Peoutnzialkaffe - «a» hstrmtt an«drücklich hervoegchwen, ft, _keinen Wintli» n ta ttne ihr angefchloffenr Oitlknffe

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