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Blätter des Jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung · 1928-04-01 · 4 (4.1928) · p. [Seite]

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Journal
Blätter des Jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung
Volume
4 (1928)
Issue
4 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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I Bcrabbcrahmg. für Mädchen. Den Imesesscn des J. P. B. entsprechend, seien die nachstehenden Ausführungen lediglich "den Fragen der Mädchenberufsberatung gewidmet. * Die TCtifkeit der Berufsberatung der Arbeitsgemeinschaft der Jüd. Arbeitsnachweise erstreckt neh auf die Beratung jüdischer Madchen aller Kreise und auf die Vermittlung in {alle Berufe. Während die Knaben, die unsere Berufsberatung aufsuchen, im allgemeinen e nen bestimmten Bemfswnnsch haben, fehh diese Einstellung bei einem großen Teil der Mädchen. Pur sie ist der Beruf häufig nur Beschäftigung, nur Mittel, den notwendigsten Lebensunterhalt zu verdienen, nicht aber Lebensinhalt. Sie sehen den Erwert» zum großen Teil nut als einen Uebergang'an. — Schuld an dieser fehlenden Einstellung zum Beruf sind nicht die Jugendlichen selbst, sondern es ist J Schule. In der ihnen kein Begriff für die Notwendigkeit] der Ergreifung eines Berufes vermittelt wird, ist das Qternnaus. - in dem begabte Mädchen zusehen müssen, wie für die Berufsausbildung der Söhne mit Selbstverständlichkeit das Letzte geopfert wird, während die Tochter sich mit einem Schfnellkursus in Stenograph-.: und Schreibmaschine begnügen rnuksen. Immer wieder muß man feststellen, daß die Mädchen Izum; großen Te-il erst nach der Schulentlassung in die Berufsberatung kommen. ' N.eht etwa, daß) die Eltern glauben, die Zukunft ihrer " Tochter absolut gesit hert zu haben, sind es doch häufig Mütter, - die seihst unter den- Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse und unter ihrer wirts Jiafllfchen Unselbständigkeit bitter laden, nidit. daß man den (Mädchen den Eintritt ins Erwerbsleben nicht gestatten wHI * als Mitverdiener werden sie gjwfzj gern gesehen —. 'aber man ermöglicht ihnen nicht die geordnete Ausbildung. ■ , j -Die erste Autgabe der Berufsberatung ist darum mihi in der Beratung der Mädchen zu einem bestimmten Beruf zu Sehen. - ab vielmehr .nder Erweckung; des Bewußtseins, da» sie ein Recht auf die gleiche Berufsausbildung haben wie jhrt Brüder. Diejnetstcn Mädchen wcHen von sich aus sehr gern ihren .Beruf richtig erlernen; und es ist gar nicht so schwer, ihnen klar zu machen, welche Rolle der Beruf in ihrem Leben spielen, daß er ihm ein«n Inhalt geben und es schöner lind reicher nachcn kanp. und daß sie selbst für die Gemeinschaft dadurch wertvoller werden. Sie. verstehen sehr wohl, daß sie duhh Erlangung ihrer wirtschaftlichen .Selbständigkeit sich die ( Iciehberechtigung erringen, die sie*zu besitzen'Wünschen, urd daß sie Dadurch peinlicher und entwürdigender Abhängigkeit eingehen. - I ]Ein großer Teil gerade der iwelligeiften und hel.i n^. i Mäqchen ist durchaus bereit, einen Beruf mit Äutwcndi rts jfl ihre Kraft und Energie zu erlernen und scheiten .minor i^edcr an (cn Hindernissen. <3ic ihnen von Hause aos etn .e^env .stellt wer Jen:^Ernmal u erden skzu Haus gebraucht ► , v ic efi kohlte ein: Ausweg gefunden werden! -. ein uikI-Nci ler;: der [trade! ihiJi. and die Kosten gerade für die rochwr löfaneii nicht aufgebracht werden — der utngekel|rte Kall tritt kaum ein. Nicht rsellen s.ikI auch die Fälle, in ^le'ie» die Mi delicti aus den gksehcii nichtigen Grinden aus d.-r Lehre gern Hinten wer len. um sie nie zu beenden und dann dea» Arbeirsitid'r tt der halh (elertiten und ungelernten Kräfte zu belasten, und in i dem Vor irle;l recht'zu geben, das dun wriMichen Arhcilnc iniern gcri ige.re rfMxfiejteri zuschreibt 4* den 'Maifm rn. W^r i Idich »Vir i äi iunde Menschen sieftl, deren licrufsfrewliinetl an d);u oben: ^cn; nnien Hirnleruisscit zugrunde geht. Werktäglich tfel;. wie mt tr großer" Anzahl die pclatrllbandtffrkHcMlen frcjnen leren, um n;ich lutrteft* £e>1 als Aiifä'tgcrmneri /mfi Arftciishae liwc. ia lmnirk.li. wo he pur bei PKKlef ArbeitsBurki|jge[ Sl .-'tu;, find u' dre' sie luiuiiif wegen \fu -.eriiigv; Vurhildimg .eder \erl creifc Oer hegre tr. wie weiciiilich eine gt"rdiicir Ler re \<t. We iuimer-wieder sieht, wie Mädchen, die kurze 7.&\ die Seh leiderei erlernt haben, als .sogenannte Zuarbeitet, mein den Arb :itsnaehwtis antwehea}. wi sie nur vermittelt k»n ich. solange sie sehr jiind und schlecht he zahlt s efki mit. duli nun ktU.*nt MadcUen imk! allen IHiern Jie ' eine, regelrechte^ fiterpfpaupdifldang klarmachen null, ■ - 1 - .. . Irt i A tt _ lr . . ' . _ i. L. . II - ■ X. •auc4 fri;,gewerMiclir Beruft. u>" peritkfc Kräfte <*h uden sind. *it(i uden Aid Wer **-r!icr ger idi bc* «kinj ervä» hseiit: An^« *ti|l wie sehr der (!<rui i [neu Melrtchvii;::i.k*.4h i Je/ mae ien intuu dcT^w.rd kljr.'welch grufler Ä üig, w erden >.it I. der V^EORTC .rjde > :hvei « n (ien virtsclulft h.tr ^egLMtuinr-.leb .; Li \r \li-d nict i idnu.nelha.r jMcfl der #cjwlemM^sttii«, ■. ituii fi e-r i tret n. scki schwer, 4pJtir d;?/;i 7.1 cit^vileqet hei: gnen Hindinr <>•. nbei di-n Arbe-'t^h d] ^eh rtte'i-*e' gern eben >. I tileml i--en -. . . <• ' Seh vteCdCkcheHj be i" tiintrit^ in: «uarlkl c ruer \a'< ■iliki«:^'..i;>uilteii. die. wenn,, 4m.f1 incfl d,e «i*en 0dangsitis«tReii. die. Wenn, aus.!: mc >v'fleiit!u>^un4 n«i d*icli den .^eriatf -l; W 'T 4i'V (II fh iclrwct; Is r isv<T v.elu. eklieb jilJiscile dfc :äyd- :ialn.-:f -1;:■.[■ ». 'iojg;. ■ereilender Tätigkeit verlangen; und endlfch gewöhnen sie sich, älter geworden, nur schwer an eine Lerntätigkeit und daran, als Lehrmädchen behandelt zu werden. Manches Scheitern Im Beruf resultiert aus dem zu späten Berufseintritt. Int allgemeinen kann man sagen, daß eine Berufsberatung nur dann gelingen kann, wentr das Mädchen bereits die Notwutid'igke.i erkannt hat Ihren Beruf gründlich zu erlernen. Bei der Beratung ist als wesentliche Forderung zu.stellen, daß die Jugendlichen sich unbedingt zu ihrem Beruf selbst zu enische.di:ii haben. Sache der Berufsberatung ist es niemals.'besthnmic Berufs vorschlage -zu machen oder gar zu einem bestimmten Beruf zu drängen, sondern sie ist. richtig verstandet), jene Zusammenarbeit m>t dem junjren Menschen, durch die es Ihm möglich - St, s selbst zu einem Berui zu eAscbeiden. Aufgabe der Berufsberatung ist es. über dii; Bedingungen der einzelnen ßö>ufc weitgehendst aufzuklären und den** Jugendlichen ein ge laues Bild über den. in Aussieht genommenen Befui mit seinen Licht- und Schaltensctteii für seinen Kall zu geben. Eerr;r muß jeder Bewerberin klargemacht werden, duß es kernen a «olut guten uitd keinen absolut sehlechten Beruf ■gfbr, sonder 1, daß es lediglich darauf ankommt; ob uitd wie weit man fü : diesen <:der icrien lienif geeignet ist. ' - j Es ist 1 lichtig. die Schwierigkeiten jJcr einzelnen Berufe zu erörtern, um eine all/u rasche Enttäuschung und evVntucll übereilte Au gäbe zu verhüten. Ebenso notwendig ist es ihnen, bewußt zu machen, welche bei anderen Begabungen sie gerade* für diesen I leruf haben, um ihre Berufsfreudigkeit zu heben. Unbedingt betont werden muß bei jeder Berufsberatung, daß es für ledert gesunden Meuscha u mehrere Berufe gibt, für die er bvgabr is. und daß man sich nicht auf einen Ikrnf 711 beschränken braucht. Es isl gu . Wenn man an Hand der vjui den Mädche I selbst gemachte i Angdbln die Berufe erörtert, die unter glticinyi eder ahiiliclien liedingungeti ausgeübt werden können, da es häufig vorkommt, daß Jugendliche d^u gewählten t eruf ans (irimüet des Arbeitsitiarktes nein 1 rgreifett können. Marl schützt die Bewerber durch den Hinwi is auf ähnliche Berufe vor allzu, langem Warten; und vor dk*r Gefahr, aus l-'ngeduld einen g tttz anderen Beruf zu erifreJ« it, in dem sich kufällig eine Arbe [Sinnlichkeit bietet.! Es bleib! die h'rage offen, zu welchen Berufen, man rat;u soll, und von welchen man warn.11 «.»ill. Bej anderer Umlegt uheit Millen w;rzügc und Nacheile. Aus\iehtcn und Schwier ske.ten der .-inzclncn lieritfel aufgezeigt werden. * h| .all :n Berufen, die Mädebeti zugütrglich sind, finden wir L'eherlülliit e.. .itbe'all eine: unerhörten Kf>ti surretizkanipj. Jeder Beruf 1*1 gut und iede Beraf ist sctileih . X.c\- wichtiger ab. die Arbel sb man mit Lust und Liebe Marktlage b die Tniini Inj seinen lirruf geht, und »b nun i|nt so gut versteht, daß mit; i'ieii-Konku renzk.njipt jtivliäl! fltch: a ler derer, die intl Ju .endliche^ yu tun haben, u iD .1 Ver-.;.iuci in-* iur Jugend ha leid 1-1 es, ihnen die Müglfchk r. tm Beruf grundlit h zu erlernen, und mi ihr Leh.i( \\ iinschvn etu^p'cchenj sehöm.-r>Hnd rcicljer u|id -tatzJif nigcndi-r /u :.vst,iütu. /u ieebem: ihren f'ge:ie für.sieli und Ite Ueinefnsch I.B iiid. Berufsbi In vVi IvMet. die krie-erw tv. . lischst dd.-MjJ wdfeai .di 11 v In wfed Her Preaii N 24. Hr.in, Stelle, d.e i si«.rlv:teii 'Aimee. /hsUi i-ente uden ■hh die ai| inettideri hJ; /J JjsNjrn. Ei L* die hurte r llatCfl ■.;IlT tu: dt. bei. BcHinJ IbUC und Lelit-teUe'iverm 1 t'ln: : Aganoth. hat 4cb die <\\ affrne 11 zur wgabi tiber den Verb W itwen.Mie r;: twirattp] d''ri< ue LanieWviTb (bargyr'-Strafk Mittvduu^eii ii rfl.scbctr Ifricgsi 'itie4isit |lt «ud jti ■ ■: o, a, nj b tV&i Pnj Act*"I ■Uli; JÄä 11-im 1 itdres^eM ju Iis. est:zt E< hande'i s eh il> der im Krje«o veriud'tvii tv h dem hiJ;st|ivji Koj ,I«m 1. \.:elii'irseh.ingeii *ai!/:i nd jüd "eher . GeiticsiiJeri. >. cjfrijitct daher e ne S;r ifte un llewschen Reiet MfPMei übt i\wnrj.'-« znliiei: r .Aguiiotli (Jer l^|dilti>eliy Lbndes^lrrhjhd K:t;-t alle Svn:i Rerclies; ihm i riögJiehs't eingehende JWi 'e Inu^e-t: |eii-ET.edhöic, 1 er Gei.ii^eueula^er mlef n;'rti":sj!. :■ Kregs.?efam:e'ie'" z:ik muiii-u wvii niii ■; ,!i. ni< eil-.d.j bebrJfscfavn N.im, he'u fljr Veisti ih, ivit ^nzi lic *pch np*«re 1 'mu^k,* ifel»Hc'|iOT I- —rv ir eiwM &cl» n. r. >- .1: ej U t Ie V**--

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